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                  <text>�REVUE HISPANIQUE
1

•

�a1a1..10TECA CENTRAL
U. A. N. L..

REVUE
HISPANIQUE
Recueil consacre à i'etude des langues, des littirat11res et de l'histoire
des pays castilla11s, catalans et portugais
DlRIGE PAR

R.

FOULCHÉ-DELBOSC

TOME XXVIII
ABB.E VILLE. -

JMPIUMERIE f. PAILLART

NEW YORK
THE HlSPANIC SOCIETY OF AMERICA
AUDUBON PARK, WEST 156

th

STREET

PARIS
LIBRAIRIE C. KLINCKSIECK,

1913

11,

RUE

DE LILLE

�ROBERT SOUTHEY
UND SPANIEN

Leben ttnd Dichtung eines englischen Romantikers 1tnter dem Einflusse
seiner Bez.iehungen zur pyrenaischen Halbinsel.

VORWORT
Robert Southey's Leben zertallt in zwei, nicht streng getrennte,
immerhin aber deutlich \'On einander zu unterscheidende Perioden ; die eine umfasst vorwiegend Dichtung, die andere Geschichte. Der Anteil Spaniens an beiden ist verschieden. In der
ersten Periode spielt dasselbe eine hervorragende Rolle sowohl
im Leben des Dichters als auch in seinen Werken: er bereist die
Halbinsel wabrcnd eines zweimaligen Aufenthaltes und lebt
hngere Zeit in Lissa bon; er betiitigt sich aJs Dichter spaniscber
Staffe und ais Uebersetzer spanischer Literatur. Der Anteil Spaniens an der zweiten Periode, der Zeü der Sesshaftigkeit in der
Heimat, ist, obschon an sich nicht un bedeutend, &lt;loch relativ
sehr gering : er beschrankt sich, mit Ausnahme von einigen
Nachklangen in der Dichtung, auf rein geschichtliche und zeitgenossisch-politische Interessen.
Wir beschaftigen uns im folgenden nur mit den Beziehungen
des D ich ter s Southey zu Spanien. Aus zweierlei Gründen :
Erstens ist die gross angelegte Geschichte Portugals ungedruckt
geblieben, das Manuskript derselben aber in unzugiinglichem
Privatbesitz. Ob sie je noch das Licht der Oeffentlichkeit erbliREVCE HISPANIQCE.

C

�ROBERT

OUTHEY UND SPANlEN

LUDWIG PFANDL

2

cken wird, ist ungewiss, indes nicht ausgeschlossen. Solange aber
diese Moglichkeit bestebt, wiire es meines Eracbtens verfehlt,
auf Grund des vorliegenden Materials ein Bild von Southey als
Geschichtschreiber der Pyrenaenhalbinsel zu entwerfen und
über den Hispanismus Southey's ais Historiker zu diskutieren.
Fürs zweite betrachte ich die Southeysche Geschichte des spanischen Befreiunaskampfes (The History of the Peninsular War)
nicht so sehr als° Frucht seines Hispanismus, denn ais Ergebnis
der ganz England in jenen Tagen gemeinsamen hitzigen Parteinahme für das bedrangte Spanien und gegen den verhassten
apoleon, eine Annahme, die ich im Laufe der Untersuchung zu
begründen versuchen werde.
Soviel über Plan und Abgrenzung der Arbeit.
un noch
zwei Worte über die herangezogene Literatur.
.
Studien über Robert Southey haben nicht, wie das zum Be1spiel bei seinen Zeitgenossen Wordsworth, Coleridge,_ Shelley,
Byron der Fall ist, unter dem Ueberflusse dessen zu le1den, was
man gemeinhin « die Literatur über den Dichter &gt;&gt; nennt. Für
das Gebiet der vorliegenden Arbeit konnte ich, da es etwas
abseits der Heerstrasse liegt, um so eher der paar vorhandenen
ErHiuterunasschriften und Biographien, der auf Southey bezüglichen St~llen in biographischen und anderen Enzyklopa~ien
und Handbüchern ohne Schaden entraten 1 , und dafür ausschltess-

lich aus den Quellen, des Dichters Briefwechsel und seinen
Werken schopfen. Sonstige Ergiinzungsliteratur - in Gestalt
von Reisebeschreibungen für den ersten Teil, in Form von
gelehrter Literatur für den zweiten - habe ich dafür um so
a~sführlicher herangezogen. Es kann sein, dass infolgedessen die
emzelnen A~schnitte i0shaltlich etwas gar zu verschiedenfarbig
ausgefallen smd . Wenn daher der eine Leser am ersten Teil zu
viel der behaglichen Breite auszusetzen haben wird eîn anderer
beim Kapitel der Uebersetzungen seiner Ansicht na;h unnôtigen
gelehrten Kram verstaut findet, so mogen es beide mein-em
redlichen Bestreben zu Gute halten, das spanische Milieu in &lt;lem
sich S~ut~ey's Leben_ und Dichten zum grossen Teile' bewegt
hat, moghchst lebend1g und anschaulich zu gestalten 1 •
. Das V:ort Spa11ien v~r\vende ich durchweg im mittelalrerhchen.. Smne, . &lt;las heisst also als B~zeichnung für die gesamte
Pyrenaenhalbmsel, und mêichte es dementsprechend auch verstanden wissen . !ch glaube um so eber dazu berechtigt zu sein
ais auch Southey selbst Portugiesen und Spanier ais eine mora~
lisch un1 intell~kt11ell 1mtrennbare Eiuheit betrachtete. Soutbey's
Lebe~ bis ~u semem 20. Jahre, das heisst bis zu dem Zeitpunkte,
wo die Bez1ehungen zu Spanien einsetzen, habe ich ais bekannt
v~r~usgesetzt ; was dara~s zum Verstandnis des Folgenden
noug war, wurde gelegentl1ch nacbgeholt. Mit den geografischen

S
t. Folgcndi::s ist, alphabetisch geordnct und mit A:1sschluss_ der. biographischcn Enz:vklopiidien Konversationslexica und dergle1chen, die mir bekanntc

'

,

Southey-Literatur:
Browne, Ch.-T. : Life of Robert Southe,1·. Lolllloll, 185-1,
.
Chasles, Philarète : R. Southey, sa vie ,t ses œm 1res. Revue Collte111pora111e,

.lJd. 3, S. 538-564.

Dowden, Edw. : Southey. E11glishmen of Letters Series. Lo11don, 1909.
.
Hamilton, \Valter : The Poets Laureate of E11gla111/. Lo11don, 18ï9· D,mn

S.

215-242:

R. Sout/Jey.

3

Hennig, Paul : Verh,iltttis von R. Soutbev
., '"'U
\. Lord Bynm. Angl'a
t ' Bd . J,

6 8
. 42 -4 7·

_Schmid, Joh. : R. Southey, seiu Nat11rgejühl itt seinen Dicl1tu11gen. Leipzigcr
D1ss. 1904.
_&amp;_hwichtenbe:g, Erich : Southey's Roderick 1111d Landor's Coimt Julian.
Komgsberger D1ss. r906.
Wiichter, E:-A. : Soutbey's Orie11taliscbe Epen. Diss. Halle, 1890.
I. :m U~b:igen h~lte ic~ es mit Cervaotes, der einmal treffend sagt :
. Es? ~a'.tdtSll'.lO el :1esgo a que se po11e el que i111pri111e 1111 libro, sie11do de toda
impoHbrltdad 1111pos1ble co111po11erle tal que satisfaua y contente â todos los que le

leyeren. (Don Quixote, Ill, 4).

"

�4

LUDWIG PFANDL

und zeichnerischen Qualitaten meiner beiden Kartenskizzen von
Spanien wolle man nicht allzu strenge ins Gericht gehen. Wo es
sich um Reisen handelt, ist stets eine schlechte Karte besser ais
gar keine.
Zum Schlusse noch ein Wort des Dankes. Die vorliegende
Arbeit ware mir rein umnoglich geworden, batte ich nicht die
Schatze der Münchener Hof- und Staatsbibliothek für die Zeit
meiner kurzen Tatigkeit an derselben uneingeschrankt zur Verfügung gehabt. In den seltenen Fallen, wo sie versagte, halfen
mir die Universifat&lt;;bibliotheken in Heidelberg und Strassburg,
sowie die Darmstadter Grossherzogl. Hofbibliothek mit einzelnen
Raritaten aus. lhnen alleu, sowie nicht zuletzt auch dem Berliner
Auskunfrsbureau, das ich ausgiebig zu Rate zog, bin ich zu grosser Anerkennung verpflichtet '.
Zum Schlusse darf ich vielleicht noch darauf hinweisen, dass
die vorliegende Studie den zweiten einer zwanglosen Reihe von
Banden bildet, die, wie ich mir seinerzeit vorgenommen habe,
Einzelstudien und- Beitrage zur Geschichte der Uebertragung
spanischen Geistes auf die Literaturen der modern en europaischen
Kulturvolker bilden sollen 2 •
1. Bei dieser Gelegenhcit môchte icb die Aufmerksamkeit der Bibliothekrnrstiinde auf eine Tatsacbe leoken, die der Beachtung wert erscheint. Auf
Grund meiner Anfragen bei dem Berliner Auskunftsbureau ergab sich, dass es
auf den grôsseren ôffentlichen Bibliotheken Deutschlands um die Erstausgaben
Southey' scher Werke schlecht bestellt is. So sind von den folgenden vier :
Cid (1808), Palmerin (1807), Amadis (1804), Roderick (1814) nur die beiden
ersteren in insgesamt hôchstens ein bis zwei Exemplaren, die letztcren zwei
aber überhaupt nicht vorhandcn, ein Umstand, der zur Bedeutung des Dichters in grellem Missverhiiltnisse steht.
2. Ais erstes Bandchen erschien : Abel Hugo imd seine (ranzosische Ueberset-

z1mg spa11iscber Ro111a11z.en. Ein Neudruck z.ur Geschicbte der Jranzosiscbm Romantik. Berlin, r9H, Emil Fe/ber.(= Normaiwia Bd. 6).

ERSTER TEIL

SOUTHEY'S PERSOENLICHE BEZIEHUNGEN ZUR
PYRENAEISCHE HALBINSEL.
DIE CHRONOLOGISCHE ENTWICKLUNG SEINES
HISPANISMUS.

I.

Spain! still 111y 111i11d delights to piclure forth
Thy sce11es that I shall see 110 1110 re, for tbere
Most pleasa11t were my waudering-s.
(Let/ers, r797, XVII).

lm Nov~m~er 1792 war Robert Southey, achtzehnjahrig, ais
Commensalzs m &lt;las Balliol
College zu Oxfiord aurgenommen
r
.
~orden,_ nachdem ~~m _Aufenthalt in Westminster nicht lange
'orher em ebenso plotzhches ais unverdient schmahliches Ende
ge_funden batte. In die Zeit des Wechsels fallt der plëtzliche Tod
se1~es von Ungl?ck und Misserfolg zermürbten Vaters, sowie das
~r~ngen von_ Se1ten der Mutter und des Onkels Hill, sich endgilt1g &lt;lem pnesterlichen Berufe zuzuwenden. ln Oxford war es
auch, _wo &lt;las ldol der Pantisokratie auftauchte, des im freien
Amenka __zu ~egr~nd~nden ldealstaates patriarchalischer Einheit
~nd _Bedu~n1slo~1gke1t, dessen Glückseligkeit in erster Linie die
hebhche
·1 Miss
b •Fncker mit ihm, &lt;lem einen der beide n p··uhrer,
zu te1 en esttmm: war. Eben ais . &lt;las unglückselige Projekt an
der gesunden Te1lnahmslosigkeit der für seine Durchführung
ausers~henen Genossen, sowie an dem Mange! an Geld ganzlich
gesche1tert war und zu befürchten stand, dass neue Plane von
de~ Art der Pantisokratie aus der demokratischen Phantasie der
be1den Freunde (Southey und Coleridge) entspringen würden,

�4

LUDWIG PFANDL

und zeichnerischen Qualitaten meiner beiden Kartenskizzen von
Spanien wolle man nicht allzu strenge ins Gericht gehen. Wo es
sich um Reisen handelt, ist stets eine schlechte Karte besser ais
gar keine.
Zum Schlusse noch ein Wort des Dankes. Die vorliegende
Arbeit ware mir rein umnoglich geworden, batte ich nicht die
Schatze der Münchener Hof- und Staatsbibliothek für die Zeit
meiner kurzen Tatigkeit an derselben uneingeschrankt zur Verfügung gehabt. In den seltenen Fallen, wo sie versagte, halfen
mir die Universifat&lt;;bibliotheken in Heidelberg und Strassburg,
sowie die Darmstadter Grossherzogl. Hofbibliothek mit einzelnen
Raritaten aus. lhnen alleu, sowie nicht zuletzt auch dem Berliner
Auskunfrsbureau, das ich ausgiebig zu Rate zog, bin ich zu grosser Anerkennung verpflichtet '.
Zum Schlusse darf ich vielleicht noch darauf hinweisen, dass
die vorliegende Studie den zweiten einer zwanglosen Reihe von
Banden bildet, die, wie ich mir seinerzeit vorgenommen habe,
Einzelstudien und- Beitrage zur Geschichte der Uebertragung
spanischen Geistes auf die Literaturen der modern en europaischen
Kulturvolker bilden sollen 2 •
1. Bei dieser Gelegenhcit môchte icb die Aufmerksamkeit der Bibliothekrnrstiinde auf eine Tatsacbe leoken, die der Beachtung wert erscheint. Auf
Grund meiner Anfragen bei dem Berliner Auskunftsbureau ergab sich, dass es
auf den grôsseren ôffentlichen Bibliotheken Deutschlands um die Erstausgaben
Southey' scher Werke schlecht bestellt is. So sind von den folgenden vier :
Cid (1808), Palmerin (1807), Amadis (1804), Roderick (1814) nur die beiden
ersteren in insgesamt hôchstens ein bis zwei Exemplaren, die letztcren zwei
aber überhaupt nicht vorhandcn, ein Umstand, der zur Bedeutung des Dichters in grellem Missverhiiltnisse steht.
2. Ais erstes Bandchen erschien : Abel Hugo imd seine (ranzosische Ueberset-

z1mg spa11iscber Ro111a11z.en. Ein Neudruck z.ur Geschicbte der Jranzosiscbm Romantik. Berlin, r9H, Emil Fe/ber.(= Normaiwia Bd. 6).

ERSTER TEIL

SOUTHEY'S PERSOENLICHE BEZIEHUNGEN ZUR
PYRENAEISCHE HALBINSEL.
DIE CHRONOLOGISCHE ENTWICKLUNG SEINES
HISPANISMUS.

I.

Spain! still 111y 111i11d delights to piclure forth
Thy sce11es that I shall see 110 1110 re, for tbere
Most pleasa11t were my waudering-s.
(Let/ers, r797, XVII).

lm Nov~m~er 1792 war Robert Southey, achtzehnjahrig, ais
Commensalzs m &lt;las Balliol
College zu Oxfiord aurgenommen
r
.
~orden,_ nachdem ~~m _Aufenthalt in Westminster nicht lange
'orher em ebenso plotzhches ais unverdient schmahliches Ende
ge_funden batte. In die Zeit des Wechsels fallt der plëtzliche Tod
se1~es von Ungl?ck und Misserfolg zermürbten Vaters, sowie das
~r~ngen von_ Se1ten der Mutter und des Onkels Hill, sich endgilt1g &lt;lem pnesterlichen Berufe zuzuwenden. ln Oxford war es
auch, _wo &lt;las ldol der Pantisokratie auftauchte, des im freien
Amenka __zu ~egr~nd~nden ldealstaates patriarchalischer Einheit
~nd _Bedu~n1slo~1gke1t, dessen Glückseligkeit in erster Linie die
hebhche
·1 Miss
b •Fncker mit ihm, &lt;lem einen der beide n p··uhrer,
zu te1 en esttmm: war. Eben ais . &lt;las unglückselige Projekt an
der gesunden Te1lnahmslosigkeit der für seine Durchführung
ausers~henen Genossen, sowie an dem Mange! an Geld ganzlich
gesche1tert war und zu befürchten stand, dass neue Plane von
de~ Art der Pantisokratie aus der demokratischen Phantasie der
be1den Freunde (Southey und Coleridge) entspringen würden,

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN
LUDWIG PFANDL

6

1

i:
1

da kam zur rechten Zeit der rettende Engel in Gestalt ?es On_kels
Herbert Hill, des Seelenhirten der englischen Faktorei z~ Lissabon und oab den lnteressen des Jünglings eine neue füchtung.
Hill war d~r Bruder von Mrs. Southey und seit Jahren in Portugais Hauptstadt ansassig. Aus der F~rne hatt~ e~ die Familie der
Schwester instiller Liebe betreut, die so we1t gmg, dass er sogar
die Kosten für die Erziehung des jungen Robert in Schule und
College vollstandig bestritt. Um nun den Neffen aus der ungesunden, überspannten Atmosphare, in welcher P~ane von der A~t
der Pantisokratie gediehen, zu entführen, zu?le1ch aber um die
sich enger und enger spinnenden Faden z~1schen Robert und
der gefahrlichen Miss Edith Fricker, gegen die der Onkel (w~hl
unter dem Einfl.usse von Aunt Tyler) in hohem Grade voremgenommen war, ein für allemal zu zerschnei~e~, machte derselbe
dem Jungen den Vorschlag, mit ihm für em1ge Monate nach
Lissabon zu gehen, neue Eindrücke zu sammeln, Welt und
Menschen kennen zu lernen,
dann spater sich in der Heima:,
wenn schon einmal nicht auf die geistliche, so doch auf die
juristische Laufbahn vorzuber:iten. ~~d de_r j~nge Southey
willigte ohne viel Bedenken em. Freihch 111cht eben frohen
Sinnes: "Indeed", so schreibter an seinen Busenfreund Grosvenor
Bedford 1 , " my heart is very heavy. I would have refused, bt~t
was weat-y of incessently refusing all my nwther's wishes, and it is

die ihn seewarts entführre, wahrend seine junge Gattin in der
befreundeten Familie der Cottles ein vorübergehendes Heim fand.
Für Southey war damit ein entscheidender Schritt getan, ein
Schritt, der, ohne dass er es damais ahnen konnte, einem grossen
Teil seines spateren schriftstellerischen Wirkens die endgiltige
R.ichtung gab.
Von Falmouth aus verliessen die englischen Postdampfer die
heimatliche Küste, wenn sie nach den spanischen Hafen bestimmt
waren. Hier war es, wo am Abend des r I. Juni r 809 Lord Byron
trübcn Auges die Kreidefelsen langsam in der Ferne versinken
sah und den Strahlen der untergehenden Sonne entgegenfuhr :
Adieu, adim ! my 11at,ive sbore
Fades o' er the waters bl11e ;
The night~wi11ds sigh, the breakers roar,
And sh,·ieks the wild sea-111e'W.
Yon Sun that sets upou the sea
We Jollo'W in bis jligbt;
F1wei11ell awbile to him and Jhee,
My natii•e Laud - Good Nigbt !

um

!

only one mode of wearing out a period that must be nnpleasant to me
anywhere. "
. .
. .
.
.

Ganz sollte auch die Hillsche M1ss10n mcht m Erfullung gehen •
bevor er noch übers Meer nach dem unbekannten Süden zog,
nahm sich der junge Southey noch schnell seine geliebte Edith
zum Weibe. Am Morgen des 14. November 1795 wurden die
beiden in der Redcliffe Kirche zu Bristol zum Bunde fürs Leben
oetraut und unmittelbar darauf bestieg Southey die Postkutsche,
b

Auch dem jungen Southey blieb jenesunsagliche Trennungsweh
nicht erspart, das jedem mit hartem Griff an Herz und Kehle
fahrt, der hinter sich die Heimat und mit ihr ein Stück Leben
versinken sieht, und einer fremden, ungewissen Zukunft entgegen geht. Ais in Nacht und Nebel die Küste Englands mit den
grauen Wogen in eins zusammenfloss, da wurde auch ihm das
Herz schwer um jene, die er auf dem Lande zurückliess : " There

was the sinking of the heart, when night and distance hid the shore
from view, beyond any feeling I could have conceived, - to look 1iround
11pon S11ch a waste of waters ! I was very sick, till fear conquered sick11ess ' ". Es sollte noch schlimmer kommen . Zum erstenmale
1.

1.

L. &amp; Corr., I, 2J1.

7

Bricf an W. Wynn vom 26. r. r796. (Wood-Warter, Rem., 1, 23).

�8

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

lernte Southey die Schrecken eines Sturmes auf hoher See kennen. Frübe Winterstürme durchbrausten die ob ihrer rauhen
Boen gefürchtete Bai von Biscaya und schüttelten das_ Schiff so
unbarmherzig, dass die Passagiere ihr letztes Stündlein gekommen glaubten '· Endlich, am fümren Morgen nach der trübseligen
Abreise , stiecr!:&gt; die Sonne über einer ruhigen, glatten See empor
und beleuchcete in nebeliger Ferne die zerklüftete Felsenküste
Gallizi ns.
"Nada /Jay mas original ni ro111antico que un viaje por Galicia '
schreibt im Jahre 1836 der feinsinnige Pedro José Pidal, einer der
wenigen, die auf ibren Spanienreisen die ordwestspitze des
Landes nicht beiseite liegen liessen; und mit beredten Worten
scbildert er den Anblick, den Coruna vom Meere aus bietet •.
Auch outhey konnte sich dem Eindruck dieses BiJdes nicht entziehen, um so mebr ais ibn die ehnsucht nach dem festen
1. " Tbe dt11d-ligbtsiuere up sixty /Jours; the dnuger was 11wg11ified by 111y
appre1,e11 sions and /be 1111skilf11lness of the Spa,_iisb snilors; ~ud ~ can 11ow J~rm a
tolerable idta of tl•lmt a 1111m feels nt the point of deatb . Bnef Southey s an
Wvnn vom 26. Jan. 1796 (Sel., I, 20).
.
~- " ... al n111a11ecer de t111a bermosa y s011rosada 111a1îana oigo gntar li 1111 111/e'l!O
A cales : ,. La torre, la /erre de Hérwles ! " Aba11do110 ... el cn111arote en que
yacin, y ... /repo por la escalerilla del escotil/611, y, e11yemlo _v lei•a11ta11d?, me s11/lo
euwua de cubier/n. Si IJil\' 1111 espec/âwlo sorpre11de11te y agradable cr /,1 vez., es
segurmnmte el q11 e preseniô ci mis ojos la Cormin : 110 me da el 11aipe para descripcio,us; pero aque//11 ci11dt1d qut, cosltamfo el 111ar, se prolo11ga co1i sus b~rm?sos
edificios siguie11do Jas i11jlexio11es variatfas de la cosln; aq11el p11er/o co11c'.1rndo a la
sazon por lmques de difern1/es bc111deras y 11acio11es; aquella torre de He1:wtes, q'.,e
ln iguoraucit1 enurnl dentro de 1111 pa11te611, dejnndo sep11l~atfa _)' como si no tx.,stiern trm i•enrrable ,wtig111illtl; aq11el castillo de San A11/011, cuyo nombre y des/1110
amstn 11 sÏII dud 11 !lllld10 111às q11e m aspecta en medio de las olas; aq11ella Pc1lloz.a,
eu que /at1fas y /mitas do11cellas elabor1111 el oloroso y apetecido cigarro, q11e tau/as
tau/as ruilas !,a de dar después 111 1•imto 111tz.cli1d11s co11 sii denso y vaporoso
{ 111110 ; tique/ 11110 de Sa11/a Isabtl, commtclo de_ ~110/i11os de, i•ienlo, .de rirbo_les, de
,z:erdura, etc., etc. : todas estas cosas a la vet bwero11 en 1111 ta,, g1 a!a y p11ym1da
· rp ,,_ qti•, , dest'anecitio el ,nareo, p11de con liber/ad e11/rtgar111e
1111 rtswn,
. a las diversas
. .
swsacioms q,u la sucesiva 11islti de aquellos objetos ib1111 produc,endo e11 1111 rnlerior ". (Estudios li/erarios, 1l, 276).

9

Lande besonders empfangJich dafür gemacht hatte 1 • Coruna
hait jedoch nach outhey dem durch seinen Anblick romaotisch
gestimmten Reisenden nicht, was es verspricht. « Other places
attract the eye of a traveller ", urteilt lakonisch der rasch
enttauschte Southey•, "but Coruna takes his atttntion by the
n ose". In dem gallizischen Landstadtchen war es eben um jene
Zeit mit der Sauberkeit der Strassen nicht besser bestellt, ais in
allen übrigen Stadten der Halbinsel, wovon die stets wiederkehrenden Klagen der Reiseschilderungen ein beredtes Zeugnis
geben ;_Unertraglicber Gestank und Schmutz in den Strassen
'
fremdartig gekleidete, dunkelfarbige, hagere Gestalten, niedrige
Hauser mit weitvorspringenden Dachero, vergitterte Fenster und
Balkone, unJ zu alldem die harten, rollenden Laute einer nie
g horten Spracbe, das waren die ersten Eindrücke, die auf den
22 jahrigen, gegen alles was nicht englisch war, voreingenommenen Jüngling einstürmtem und fürs erste nur ein Gefühl
melancbolischer Befremdung in ihro wachzurufen vermochten.
Doch hielten, wie das so zu gehen pflegt, diese trüben Srimmungen niche allzu lange vor. lm Hause des englischen Konsuls Jardine fand outhey die deokbar herz:ichste Aufoahme und eine
Menge von Anregungen und Ratschlagen für seinen bevorstehenden Aufenthalt in Lissabon. Mit Jardine durchstreifte er
auch die nachste Umgebung Corufia's, genoss in schwarmerischer
Begeisterung die malerischen Landschaftsbilder, die sich vou den

I. Life &amp; Corr., I, ;07, 1111te11. Lei/. S. 2; ,·on den "Let/ers Jrom Spai11
a11t.f Portugal " ist bei Zitaten, wenn nicht anderweitig bemerkt, stets die , .

Auflage (1797) gemeint .
1.

Lett. S. 4.

3. Besonders drastisch veranschauJicht der anonyme Verfasser der Mémoires
i11str11ctijs pour Ull 'l.'&lt;&gt;Jageur da11s les dh:ers Étals de l'Europe (Amsterdam, 1718,
vol. Ir, p. 60) die Gründe dieser unsauberen Strasseuverhàltnisse : "chacun a
au rhevet de so11 lil 1111 grn11d pot couvert d'1111 lillg-e qui ltti sert de chaise percée;

par ce moyeu 011 peut m /011/ temps la11cer au militu de la me ce qui
faire au logis. " (!)

11'0

que

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFA, DL

10

die tadt umzaunenden Hoben in wechselnder Fülle boten, ohne
deshalb zu versaumen, sich aufs eingehendste über die Etymologie des amens Comiia zu informieren. Die Landessprache
begann ihm gleichfalls allmahlich _vertrauter_ zu werden, __we?n
man auch seine Ver·icberuoaen h1erüber mcht allzu worthch
nehmen darf•.
Am achmittage des r7. Dezembers, also am fünften Tage
ihres Aufenthalt;s in Coruiia, brachen die beiden Reiseoden
(Southey und Hill) wieder auf und wandten sich _dem lnneren
de Landes zu. Ueber Madrid ,vollte man nach L1ssabon, dem
Endziel der langen Fahn.
In Spanien ;aren damais die Verbindungsstrassen zwischen
den grôsseren Stadten und Hafenplatzen noch_ wirk!iche Verkehrsadern, und die Reisenden waren für gew1sse R1chtungen
von vorneherein an eine bestimmte Route g bunden. Man darf
sich deshalb beispielsweise nicht darüber wundern, ·wenn das
betühmte Santiago de Compostela, so nahelicgend es gewese_n
ware, wenn One wie Leon, Valladolid, Salarnanca und Segovia
unbeachtet und ungesehen beiseite blieben '. ach &lt;lem was uns
ein Zeitgenosse Southey's, der vielgereiste Dresdener Privatg7lehrte Christian August Fischer scbildert 3, reiste man damais in
Spanien auf zweierlei Arten : entweder mit Extraposten, oder mit
blossen Lohnkutschen. Erstere, die bequemere und vornehmere,
,,·enn auch kostspieliaere Art des Fahrens, richtete sich an Pferdezahl und Grosse der Wagen nach der Anzahl der Passagiere.
Man reiste mit ihr nach Fischers Versicherung "vortreffiich '
und auf die schnellste überhaupt mogliche Weise. Die zweite Art
des Reisens war die mit Lohnkutschen, deren ich die meisten

1.

The Janguage ... is very easy, and witb n lit/le assisla11ce I ca11 1111der!lm1d

tbtir poetry. (Lett. S. 9).

,

.

.

.

Man vergleiche zu Southey s Re1sen stcts die be1gegebene Karte.
.
3 . " Ueber dns Reism i11 Spa11ien ". (Anhaog zu des elbcn Verfassers "Rmt
i•o11 A111s/erdn111 ,ïber Mnàrid 1,ncb Gm110 ". Berlin, 1801 ).

JI

Spanienreisenden und auch unsere beiden Englander bedienten.
" Man findtl 11â111/icb ", so erzahlt Fischer, "in allen grossen Sliidlen LoJmkutscher, die fast ausscbliesslich Valencianer, Murcianer oder
Catala11er sind, mzd das IA11d nach al/en Richtimgen durchfahrn1,ja
ihre Reisenden bis 11ach Perpignan, Bordeaux und Lissabon jühreu.
Sie haben sechssitz.ige scl,werfiillife Kutschm mit secbs Maultierm.
Ibre Tagereisen si11d ~wischen secbs bis acht · Leguas oder horhstens
sechs detttsche Meilm ".
In einem solchen coach and six, wie es outhey spottend
nennt, rollten die Reisenden an &lt;lem genannten Dezembernachmittage aus den Mauern Coruna's durch die hügelige Landschaft
des nordlichen Galliziens. Unscheinbare, schmutzige Dorfer
wechselten mit malerischen, Feigen- und Kastanienbaume tragenden Hôhen, Wegkreuze mit Gedachtnissteinen, felsige Fichtenbestande mit feucbten schlammgctrankten Flachen. Manch
herrliches Landschaftsbi!d nahm das Dichterauge Southey's dabei
gefangen : einmal entzücken ihn zwei nur an der aussersten
Spitze kronenartig mit Nadelbüscheln geschmückte Fichtenst.ïmme, die einsam auf einem Hügel \Vache halten und sich in
plastischer charfe vom rosigen Abendhimmel abhe~en; ein
andermal freut er sich des fremdartigen Bildes, das di allcnthalben kaminlosen Hauser und Hütten der Dorfer gewahren,
wenn schwelend der blauliche Rauch durch die Fugen und Spalten der Da.cher kriecht; oder er schildert uns folgende Landschaft : ear Ba111011de is so111e of the mas/ beautiful scentry I ever
behe/d. There is an old bridge, of four arches, almost covered with ivy,
over a broad but shallO'UI slrea111, that wilbin a few yards 111akes a
li/Ile {ail, and circle.s a number of islets covered with heath and broo/11.
Near it was a sma/1 coppice of birch, aud afi11e sinu/e
birch tree hmw
t!
b
cver the bridge, waving its ligbt branches. The bill on theopposileshore
rises abrupt/y, a mass of rock a11d heatb; about Iwo lmndred j'ards
brbind on a gentler ascent, s/ands a ch11rcb '.

2•

1.

L'eber die :mgefülmcn Stellcn vgl. Lei/. I, 35 .fr, 46.

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

I.2

LUDWIG PFANDL

Der Weg führte die Reisenden hinter Betanzos durch die
Ebene des Miiio-Flusses nacb dem volkreichen Lugo, dessen
Sehenswürdigkeiten heute noch ,yie zu Southey's Zeiten die aus
&lt;lem 3. Jahrhundert nach Christus stammenden Stadtmauern und
die Reste romischer Bader I bilden. Heitere und ernste Eindrücke
wechseln in bunter .Fülle, denn die landesüblichen Gebrauche
und Anschauungen ~ind in grossen wie kleinen Dingen so grundversclùeden von jenen Albions, dass der Ueberraschungen für
unseren Dichter kein Ende war. In oder var Villafranca rief die
Sitte, hohle Baumstümpfe ais Bienenkorbe zu verwenden, di~
Erinnerung an ein komisch-gefahrliches Intermezzo wach •. Be1
einer anderen Gelegenheit, in der Kathedrale von Lugo, beobacbtet Southey eine Fr,1u aus &lt;lem Volke, wie sie eben beichtet. ~ie
Art in der sich der ganze Vorgang abspielt, erregt &lt;las puntanische Missfallen des orthodoxen Southey in bohem Grade, und
eine lange Zornesepistel in seinem Reisetagebuche ist die. Folg_e
da von. Wie sehr er dabei in einseitigem Eifer über das Z1el lunausschiesst, &lt;las geht schon aus &lt;lem einen Satze bervor, in den
er seine Ansichten über die Unsitte des Beichtens zusammenfasst : Beyond all do11bt, the frequency of assassiuation in ail_ Catholic
countries is ureatly to be çttributed lo this beliej in the absolmng power
of the church,. Diese absolut feiodselige und verstand~islo~e Stellung gegenüber &lt;lem romisch-katholischen Bekennm_1sse 1st charakteristisch für Southey und kam gerade wahrend semes Aufenthalte~ in Spanien, der Hochburg d~s Katholizismus, -~ederholt
ganz schroff zum Ausdruck. Aebnhch, wenn _auch ~m~er ~art
und durch das rein dichterische lnteresse gen11ldert, 1st d1e Sum1 . Eine treffiiche. Abbildung eines solchen Bades ist den Travels in PorJugal
by James Murpby (London, 1795, in-4°), p. 246 beigegeben.
2 • The bee-bives bere are made of pari of Jl,e trurik of a tree bollowed about tbree
and covered wiJh a slaJe. A,i Englis/1111a11 ... goi11g behilld a posada by
fieet J,io-h
b ,
d . k
7110011 Zight, saw one of tbese boll(YU) pieces of wood wilh its stoue co•ver, a11 111,stoo
it for a sort of mcessaiy co11•i1e11ie11re ... (Le.tt. J. A11JI. 1, 76).
3. Lett. 3. Aufl. l,63.

13

mung, mit der Southey den zahlreichen Wunderlegenden entgegentritt, die, eine Art von Prosaromanzen, aus dem kindlichlebhaften Religionsbewusstsein der Nation entsprungen sind und
in mannigfachen Variationen allüberall von den Pyrenaen bis zu
denSaulen des Herkulesin treuberziger Einfalt erklingen. Daon und
wann erscheint ihm eine derselben besonders bezeichnend, und er
erzahlt sie in seinen Reisebriefen wieder, wie beispielsweise die
Legende von San Gil de Casayo und &lt;lem tauben Bütger von Galende, die in Astorga gang und gabe war. Manche dieser Volkslegenden erstanden unter Soutbey's Hand in neuer, dichteriscber
Form, so die Erzahlung vom Pilgrùn to Compostela, von Old
Christobal's Advice und Hernando's Wedding Night.
Am Morgen des 24. Dezernbers wurde &lt;las an den Auslaufern
des kantabrischen Gebirgszuges liegende Sttidtchen Ponferrada
verlassen. Die Christnacht verbrachten die Reisenden in der elenden Wohnung eines Dorfbarbiers in &lt;lem Oertchen San Miguel
de las Duenas, &lt;las zu klein war, um ein Wirtshaus zu besitzen.
Ul1d ais der Weihnad1tstag zu Ende neigte, erreichten sie auf
einsamer Bergeshohe die Herberge Manzanar. Die rauhe Wildheit
der Gebirgslandschaft, die unfreundliche Oede der armseligen
posada, die Erinnerung an die traute Intimitiit der englischen
Weihnachtsfeier wirkten machtig auf des Dichters empfangliches
Gemüt, und in echter Heimwehstimmung kritzelte er am Abend
desselben Tages die folgenden wehmütigen Verse in sein Tagebuch:
How 1111wy II beart is happy at Jbis hour
Iti Elll[lcwd ! Brigbtly o' er the cbeerful ball
Beams the beap'd beai-tb, and frieuds and kindred 111eet,
And the glad Motber round ber festive board
Beholds ber cbildren, sepai·ated long
Amitl tbe it•orld's wide way, assembled 11ow,
And at tbe sigbt Affection ligbtens up
Witb s111iles the eye Jbat Age bas lo11g bedi111111'd.
1 do re111e111ber w/Jm I was a c/Jild,

�LUDWIG PFANDL

H1&gt;w 111y yo1111g beart, a slra11ger tbm lo C11re
Witb trans/mt le.1pt 11po11 ibis bolJ•-day,
As cn:er tl1e bouse, 11Il gay witb evergrems,
Frnm frie11d to frimd wilh ea,rer speed Iran,
Biddi11g a 111erry Christmas /o tbem all.
'J7JOse years are pasl : their pleasures a11d thûr paiiis
Are 11ow like yonder co11veut-crested bill,
Tbat bo1111ds the distant prospect, dimly see11,
Yel pictur'd 11poii Me11101)"s mystic glass,
fa fai11t fair bues. A weary traveller rur.u
I jourut)' o'er tbe desert 111ow1/ai11 truck
Of Leo11 : -u.:ilds al/ drear a11d co111fortless,
Wbere tb~ gray liz.ards, i11 /be 1wo11-tide s1111,
Sport 011 /heir rocks, and u•!Jtre tbe goatberd st.irts,
R~use,I f rom bis 11id11igbt sleep, and shakes to bcar
The wolj's loucl yell, a11d Jal/ers as be ralls
On Saillis to s,we. Heuce of tbe Jrieuds I tbi11k
/Vho 11mv perch1wce remember 111e, a11d pour
1 be glass of votii&gt;e frieudship. At lhe 1w111e
Will 1101 tby cbtek, Belcn1ed ! wear t/Jt bue
Of Lc1/!e? and i11 111i11e Editlls eye the tear
Tremble? [ will 1101 wisb lbte 1101 to weep.
Tbere is strange pleamre in Ajfeclio11's tears,
A11d be wbo R/1(11.1.)S 11ot wbal it is to wake
A11d weep al mid11igbt, is an in1tru111mt
Of alllre's co111111011 work •. - Yts, t/Ji11k of me,
My Editb ! tbink, tbat trœi:elli11g far away
[ do btguille the lo11g a11d Io11ely /Jours
Witb 111a11y a day-tlream, picturing scenes as fair,
Of peau and c011iforl a11d domestic jo)'s,
As ever to /be )'lntlbful poet's eye
Creative Fa11cy fas/Jion'd. Tbi11k oj me,
,\,Jy Edilb ! abse11t /rom lbee, in a land
oj stra11gers ! ,mtl remembu wbm lb)' beart
Heaves ,wi/b the sigb of sorrow, tt-lJat deligbt
Awails the mo111mt tL'1Je11 /be eager t'Oice
Of welrome sball thal sorrow &amp;1.'erpay.
1. Die drei Zeilen bilden ein feines Gegenstück iu den Goetheschen Versen: " ... Wer 11ie sein Brot mit Tnï11e11 ass/ iVu· 11ie die kttmmeri,'Ollm Niicbte/ IVeineud nuf seincm Bette sass/Der kc,mt eucb 11ic/Jt, ibr Scbicksals111dcblc ".

ROBERT SOUTHEY UND

PA IEN

15

*

**

Dem raschen Wechsel der Reiseeindrücke hielt natürlich auch
diese traurige Stimmung nicbt zu lange stand. ach Ueberwindung der Sierra de Guadarrama lag die sprichwortliche Oede der
altkastilischen Landschaft endgiltig hinter ihnen, und am zweiten Tage de neugeborenen Jahre, - es war 1796 - bot sich
den cntzückten Augen der Reisenden der majestatische Anblick
des Panoramas von Madrid 1 •
Doch so sehr die Stadt von aussen lockte und sich gehabte
mit ihren ·weissen Mauern, ihren Türmen und ihrer vorstadtlosen Vornehmheit, - mit Madrid batte es Southey schlimm erraten. \Vinter war es, und nicht umsonst sagt ein spanisches
Sprichwort vom Klirna der Landeshauptstadt, sie batte tres meses
de infierno y 1111eve de inviemo •. Die Düsterheit der damais noch
fast durchw g engen Strassen, die frostelnde Kühle der durch
Fussbodenmatten und stinkende Kohlenbecken notdürftig erwannten Raume - das letztere musste ja niemand so schwer
empfinden, ais der an das prasselnde Feuer des heimatlichen
Kamins gewôhnte Brite - die mit Ungeziefer aller Art verseuchten Wohnungen, ail das zusammen presste unserem outhey &lt;las unwillige Urteil ab : " This is an u1,pleasant town ".
IofoJgedessen ist auch das, was der Dichrer von und über Madrid
zu erzahlen weiss, ausserst wenig. Doch finden sich einige Perlen seiner Balladenkunst darunter : zwei von den vorhin erwahn-

1. Verschiedcne Aosichtcu dieses charakteristischen Bildes finder man u. a.
in folgcnden Werken : Cuendi:ts et Fern~.al, L'Espag11epittoresq11e (Paris, s. d.),
S. 157. - Davillier, L'Espa,f{nt, avec illustrations fair G11st.ive Doré (Paris,
1874), S. 560. - Erzherzog Ludwig Salvator, Sp,wic11 iii Wort 1111d Bild
(Würzburg, 1894), S. 158.
2. "Drti Mauate Ho/le wul 11e11n A-/01111/e IViuter". Die Durchschnittstempe·
rntur von Madrid ist. im Sommer 24 Grad, iru Winter 4 Grad 1

�LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

ten versifizierten Heiligenlegenden, die Southey beide über den
Madrider Schutzpatron Sanct Isidor, dessen Heiligtum er besucbt,
erfahren batte 1 •

Ueber sanfte Hügelreihen ging es von Talavera aus hinunter
nach Truxillo in die gesegneten Gefilde der nordlicheren von den
beiden paradiesischen Ebenen von Estremadu:-a, wo im Winter
die Veilchen auf den Wiesen blühten und das junge Getreide auf
den Feldern zu sprossen begann. Genau ein Jahr spater - im
Januar 1797 - als Southey wieder in der kalten Heimat am
Kaminfeuer sass und seine Reisebriefe redigierte, da stieg bei dieser Stelle die Erinnerung an all die geschaute Schonheit machtig
in seinem Herzen auf I und ergoss sich in ein Gedicht, so charakteristisch und so stimmungsvoll, dass ich mir nicht versagen
kann, es hierher zu setzen zu Nutz und Frommen aller jener, die
da noch immer zu behaupten wagen, Southey sei nichts weniger
ais ein Meister der Naturschilderung gewesen:

16

Am zweiten Jaouar hatten die Reisenden die Hauptstadt betreten, und schon nach zehn Tagen des Aufenthalts schüttelten sie
wieder den Staub derselben von den Füssen. Am Morgen des
12. Januars rollte ihr Gefahrt über die Puente de s~govia nach
Westen, und mit dem hamischen Verse des Portugiesen Da Costa
Perestrello
Quien le q11iere no te sabe
Quim le sabe no te quiere

nimmt Southey leichten Herzens von der Metropole Abschied.
In einer zweispannigen Maultierkutsche wurde nunmehr die
Reise fortgesetzt, ein Zeichen dafüri dass sich die Reisegesellschaft auf eine ganz geringe Zahl vermutlich waren es nur
mehr Hill und Southey -- reduziert batte .
Unmittelbar hinter Madrid war die Landschaft noch very uni11teresting and, thouglJ well cultivated, thinly peopleà. Zu gerne hatten
wir Sou~hey in Toledo gesehen, der herrlichen alten Kronungsstadt, deren Erinnerungen und Ruinen zurückgeben bis auf die
Gotenzeit; &lt;loch führte die Reiseroute schnurgerade nach Südwesten in der Richtung des Alberche-Flüsschens auf Talavera zu,
ein Stadtchen von damais etwa 3000 Einwohnem, &lt;las für Southey in doppelter Hinsicht bemerkenswert war : einmal ais die
Geburtsstatte Mariana's, den die Gesellschaft Jesu zu ihren grossten Sohnen und die Geschichtswissenschaft aller Zeiten zu ihren
olanzendsten Vertretern zahlt, - andrerseits, weil es in Talavera
;twas gab, was Southey seit Corufia in keiner Provinzstadt mehr
vorgefunden batte, a bookseller's shop!

1.

aheres davon im zweiten Teil.

17

SPAIN! still my mùtd !Ulights lo pic/ure forth
Thy sceues thal I shall see 110 more, for lhere
Delightful'were my wa11derings. Memory's eye
Still loves to trace the gentle Mi11ho's course,
A11d catch its wi11di1ig waters gleaming bright
Amid the broken distance. I review
Lecn's wild wastes and hights precipitous,
Seen with strange feelings of admiring dread
As tbe slow mules along the pcrilous b1·i11k
Passed patient; and Galicia's giant rocks
A11d n101111tains clustered with the frnitful pi11es,
Whose heads, dark1oliaged whm .ill else was dim,
RQse o'er the distant emine11ce distfoct
Cresti11g the evmi11g sky ... The rain Jalls thick,
A11d damp and heavy is the u11wholeso111e air ;
1 by the cheerful heartb remember Spain,
And trend witb Fancy once again the ways

I •. Twe~ve _111011/hs afterwards I wrote the follO"uJing li11es Jràm the recollectio11s
of ~lm ~a)' s 1ou1·11ey. (Let/. 1808, I, 226). In den ersten beiden Ausgabeo der

R~1sebnefe hat Southey das Gedicht ganz an den Anfang gestellt; in der
d~itten un~ letzten Ausgabc hat cr es an der ihm zugehôrigen Stelle, da wo
die beschnebene Landschaft passiert wird, eingereiht.
REVUE HJSPANIQl:E.

C

�18

,,1

LUDWIG PFANDL

. I 1'ai
, •elled on a11d thouuht
When twelt•e 111onths sit1ce,
o
Of Et1~land a11d of all my heart held de~r,
.
And u,ished t bis d.ay were co111e. The misls of 11101 n,
I well re111ember, hoi•ered (ll)er the heath,
Whm witb the earliest dawn of day we left
Tbe solitnry Venta. So01, the Sun
Rose itt his glory : scaltered by Ihe breez.e
The thin mists i·olled auay, and tiow e111erged
We saw iuhere Oropesa's castled bill
Towered in the dim liffhl dn1'k : and ,ww we p.isst
Torralva.'s quiet huis, and on our wa,y
Paus'd frequerit, a11d look'd back, a11d ga,z.ed ar~1wd,
Then journeyed on, a11d paused, an_d gaz.ed agam.
It was a goodly scene. Tbe slately pile
Of Oropes11 now •witb all its t()l).1ers
.
Shone ùi the szm-bea111; ht1lf imy up the /1111,
Embowered in olives, like t/Je abode of Peace,
Lay Lagai·tina; and the cool fresb gale
Be1uling the yomig corn on the graduai slope,
Play'd o'er ils vai·ying verdu1'e. I beheld
A Co1we11t near, and my heart tbought that they
Who did fobabit tbere were holy men,
For, as they looked a1'ou,1d thtm, ail tbey saw
Was good.
Bnt whe1t the pm·ple eve ca111e on,
How did the lovûy landscape fil/ my beart /
The near ascent arose wi th litt le rocks
Varied, and t rees : the vale was wooded well
W ilh oaks tiow cbeerful in tbeir wintry. /e,wes'
.4 ,uJ, a11cie11t cork-trees thro' their wrinkled b(trks
Bursting, and tbe rich olive, undemeatb
Wbose blessed sbade the greeu herb gree1iet gr&lt;ri1.1s'
And fuller is tlie barvest : ma,~y a stteam
r
Tbat from the 11eigbbouritig bill descended clea
W oun d vocal ihro' the valley : the clmrch
'/ towet,
Mar king the haven uear of that day's toi '
Rose o'er the wood. But still theclJar1:1edey~
Diuelt littgerillg o'er Plase11cia's fertile p'.a:11·, 1
A11d loved to nuirk the borderilig motmtmn s s1!0'lt,
Pale purpleà as tlJC '1We1tirig di m dec1tyed,

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

19

The 1111m11urs of the goat-herds sazttered jlock
Died 011 the quiet air, aud srtili11g slow
The heavy stork sought 011 the church-tO'wer top
His co11secrated 11est. Ob pleas1111t scenes !
W ith deep deliffbt I saw you, yt't 111y hearl
Sruzk in me as the frequeut thougbt worûd rise
That 11011e ims tbere who /(ll)'d me ! Often still
I thi11k of you, and Me111ory's mystic power
Bids me l'e-live the pas/; a11d 1 have traced
The jieeti11g visions ere ber mystic p(/wer
Wax weak, and on lhe Jeeble eye of Age
The faintjor111'd scenes decay. Bejits 111e now
Fix on Futurity the steady ke11,
And tread wilh steady st~p the 011ward ro,1d.

*
* *

Kurz hinter Badajoz wurde am 20. Januar die Grenze überscbritten, und mit einer durch die Nahe des Zieles gesteigerten
Hast ging es über Elvas, Estremos nach Aldea Gallega, &lt;las durch
einen Meerbusen von Lissab'on selbst getrennt ist. Wenig bemerkenswertes widerfuhr den Reisenden auf dieser letzten Etappe
ihrer langen Fahrt. lm letzten Augen blick drohte ein Radbruch
am Wagen die Weiterbeforderung bei den schlimmen Verkehrsverhaltnissen unberechenbar in die Linge zu zieben. In
Estremos entstand an einem trüben Sonntage wieder ein hübsches Sehnsuchtsgedicht auf die ferne Edith. ' Kurz vor Aldea
Gallega kreuzten die Reisenden die Bahn einer jener rornerias
(Dankeswallfahrten), die sich bis heutigen Tags besonders in
Portugal und den südspanischen Provinzen erhalten haben 1 • Am

r. " When et foolish man or woman, 01· any one of lheir childmi is sick, the
sick person or tbe parents 111ake a vow, in case of rewvery, to relum tbanks to the
Virgill, or whatei•er Saint bas been called in upcm the occasion, at so111e clmrcb,
a11d tbe111ore distant lhe cbutcb, lbe more meriloriousis the pilgrimageor Romeria.
Ail their neigbbours ·wbo are bigotted or idle enough to acco///pany lhem join the

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

21

LUDWIG PFANDL

20

Abend des 27. Januar 1796 eodlich landeten Hill und South:y
after a rottgh and unpleasant passage of t~o hour~ wohlbehalten m
Lissabon, dem Endziele ihrer achtwoclugen Re1se.

2.

" What beaulies does Lisboa first imfold I
procession, and they collut the rabble from every village tbat they pass; for tbc
expwtes of the w/Jole trafo are paid by tbe persan wbo malw the vow. Tbe one we
passed amsisted of ei[;bt covered caris full, and above an bundrtd me11, •w0111en,
aiid cbild1·en 011 borse:back, 011 111ule-back, on assb~k, and 011 foot. Wbmez!er tbey
. approaditd towu or 1,oillage, the a,motmced their anii•al by lettit'.g off rockets•
Bacr-pipts all(/ drztins preaeded thcm, and meti and worueu, bal} U11d1esseil, drwad
be4re tbem alo1w the road. Most of the 111e11 were dnmk, and many ?f the iuonmi
,. broiight li/ile
" infants 11po11 tlm· aJ;,surd a11d 1·1ce11twus
· ·
bad
expedï
t 1011.. " (Lett •

d

258).

But wboso enterelb witbiti tbis tcm:n,
.rThat, sbeming far, celestial seems to be,
Disumsolate wm wanàer 11.p and dcnu11,
.Mid 111a,1y tbi11gs 11.nsightly to strange ee;
For but and palace slmu like jiltbily :
The dingy det. iz.em· are reared in dirt;
Ne personage of bigh or mean degree
Dotb carefol' cleaimess of surtollt or shirt,
Thougb sbent witb Egypt's plague, imkempt,
[1111washed, 1mlmrt. "

Wer unterfing sich wohl, ein so vernichtendes Urteil über
Portugais Hauptstadt zu fallen? - Der Klang der Verse verrat
uns den Dichter. Kein geringerer ais Byron hat darin alles
zusammeogefasst, was er an Eindfücken in der Stadr selbstin sich
aufgenommen hatte'. Und zwar braucht mandarin nicht etwa
eine dem heimwehkranken Childe Harold in den Mund gelegte
leidenschaftliche Aeusserung erblicken, denn in einem Briefe an
seine Mutter vom Ir. August 1809 wiederholt Byron in verachtlichem Ernste das gleiche : " Lisbon ... contains nothing but filthy
st-reets and more filthy inhabitants. " ln noch vie! freieren Ausdrücken erzahlen uns andere Reiseschriftsteller 2 bei dem Kapitel Lis-

1. Ich ergreife mit Vergnügen die Gelegenheit, auf Analogien in Southey's
und Byron's Spanienfahrten und Erlebnissen hinzuweisen; sie sind !eider
allzu spàrlich, da die Reiserouten beider Dichter nur auf ganz kleine Strecken
zusamrnenfielen.
·
2. Beispielsweise : Souvenirs d'une A111ba.ssade el d'u11 Séjour e11 Espagne et en
Portugal par la. Duchesse d'Abratrles (Paris, 1837), II, 142. Mémoires instructifs

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

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LUDWIG PFANDL

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Abend des 27. Januar 1796 eodlich landeten Hill und South:y
after a rottgh and unpleasant passage of t~o hour~ wohlbehalten m
Lissabon, dem Endziele ihrer achtwoclugen Re1se.

2.

" What beaulies does Lisboa first imfold I
procession, and they collut the rabble from every village tbat they pass; for tbc
expwtes of the w/Jole trafo are paid by tbe persan wbo malw the vow. Tbe one we
passed amsisted of ei[;bt covered caris full, and above an bundrtd me11, •w0111en,
aiid cbild1·en 011 borse:back, 011 111ule-back, on assb~k, and 011 foot. Wbmez!er tbey
. approaditd towu or 1,oillage, the a,motmced their anii•al by lettit'.g off rockets•
Bacr-pipts all(/ drztins preaeded thcm, and meti and worueu, bal} U11d1esseil, drwad
be4re tbem alo1w the road. Most of the 111e11 were dnmk, and many ?f the iuonmi
,. broiight li/ile
" infants 11po11 tlm· aJ;,surd a11d 1·1ce11twus
· ·
bad
expedï
t 1011.. " (Lett •

d

258).

But wboso enterelb witbiti tbis tcm:n,
.rThat, sbeming far, celestial seems to be,
Disumsolate wm wanàer 11.p and dcnu11,
.Mid 111a,1y tbi11gs 11.nsightly to strange ee;
For but and palace slmu like jiltbily :
The dingy det. iz.em· are reared in dirt;
Ne personage of bigh or mean degree
Dotb carefol' cleaimess of surtollt or shirt,
Thougb sbent witb Egypt's plague, imkempt,
[1111washed, 1mlmrt. "

Wer unterfing sich wohl, ein so vernichtendes Urteil über
Portugais Hauptstadt zu fallen? - Der Klang der Verse verrat
uns den Dichter. Kein geringerer ais Byron hat darin alles
zusammeogefasst, was er an Eindfücken in der Stadr selbstin sich
aufgenommen hatte'. Und zwar braucht mandarin nicht etwa
eine dem heimwehkranken Childe Harold in den Mund gelegte
leidenschaftliche Aeusserung erblicken, denn in einem Briefe an
seine Mutter vom Ir. August 1809 wiederholt Byron in verachtlichem Ernste das gleiche : " Lisbon ... contains nothing but filthy
st-reets and more filthy inhabitants. " ln noch vie! freieren Ausdrücken erzahlen uns andere Reiseschriftsteller 2 bei dem Kapitel Lis-

1. Ich ergreife mit Vergnügen die Gelegenheit, auf Analogien in Southey's
und Byron's Spanienfahrten und Erlebnissen hinzuweisen; sie sind !eider
allzu spàrlich, da die Reiserouten beider Dichter nur auf ganz kleine Strecken
zusamrnenfielen.
·
2. Beispielsweise : Souvenirs d'une A111ba.ssade el d'u11 Séjour e11 Espagne et en
Portugal par la. Duchesse d'Abratrles (Paris, 1837), II, 142. Mémoires instructifs

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LCDWIG PFA.'DL

saôon on dieseo und ahnlichen Zustanden a1s einem besonderen Charakteristikum dieser tadt. Kein \ under al o, wenn
Southey gleichfalls bew gliche Klagen aostimmt über diese rnalproperste unter den Hauptstadten des Kontineots J. Auch son t
weiss er Yon diesem seinem ersten Aufenthalte in Lissabon er dauerte von Februar bis Mai 1796 - mcrkwürdig wcnig über
die tadt zu berichteo. lit Meier und cbulze und hundert anderen rasoniert er über die man elhafte oachtliche Beleuchtung der
trassen, über die haren herrenloser Hunde, die sie bevolkern,
über die Bettler, die mit den ekelhaftesten 1ineln das Herz der
Pa anten zu rühren suchen, über die Baoditteo, die mit südlandischer Frechheit ibr r.iuberisches Handwerk bei hellem Tage
üben, und, last not least, über ail das kri chende Gewürm,
das den hrecken der 1ordeuropaer in den üdlichen Llindern
bildet, vom unschuldigen Floh bis zu korpion, atter und
Tau eodfüs Ier, die man in Lissabon schier zu den Haustieren
zahlt .
on den henswürdigkeiten der tadt bericht t
uthey in
lakonischer Kürze folgeodes : J have been visiting ail those abjects
wbich are us11ally shown lo strangcrs here, tbe aqueduct, wbose st11pmdo11s hight, mucb as I had beard of il, fillld me with astonislmumt;
tbe Mosaic picttms at St. Roque's, more excellent than I could possibly have belit:ued; a11d the cathedra!, containing little worthy of
notice, but remarkable for havin(f a /ittle chape! built immeaiately
be/ore its front, 011 the spot, where St. Anthony U!llS bom. Ob Southey die sparliche Dürre sciner B richte über die portugi sische Hauptstadt zum Bewusstsein kam ? - Offenbar;
denn sonst hiitte er nicht zu den v rschiedenartigsren Lesefrüchten gegriffen, um mit ihnen den Mange) an ausseren Eindrücken
pour 1111 Vo_,·agtrtr (.\mst., 1738), II, 141. Roh. Semple, Obun.•aliom 011 a
]011mq Jhrou.,:h Spafo ami ltaly (1808), au zugswcisc in : A Colltclio11 of
111oJern tl co11/t111porary· t•oyagts ami lravrls, Bd. li, . 119.
;. Lei/. 262 ff. Eine andcre Version davon scl~reibt er an Conie, Rem., 19,.

und Erleboissen auszugleichen 1 • Abgesehen davon, dass diese
literarisi:hen Parentbeseu seinen Reisebriefen eio eigenartiges
Geprage geben, wovon bei spaterer Gelegenheit noch ein Wort
zu sagen sein wird, und so wert,·oll sie an sich sein mogen, so
bilden ie doch keioen Ersatz für das, was wir von einem Southe ,
wahrend eines monatelangen Aufi nthaltes in einer an Merkwürùigkeit n so reichen Weltstaùt zu erwarten berechtigt waren.
Uebcr Southey's Tagewerk in Lissabon konnen wir uns
verhalmisrnassig genau unterrichten, wenn " ir die allüb rail in
seiner Korrespondenz vcmreuten gelegentlichen Bernerkungen
hierüber zusarnmenrrag n, ab und zu durch ander Reiseberichte erganzen und aus den Resultaten seines Lissaboner Aufenthaltes die fehleoJen Schlüsse ziehen.
Der Rev. H. Hill hatte wahrend der langen Jahre seiner
Tatigkeit in Portugal eioe an gedruckten und handschriftlichen
Schatzen reiche Bibliothek gesamm lt. 1hr war denn auch out
die Halfre der ganzen Zeir g weiht, die jung Robert zur Verfügung batte. Umer dies o stillen Freuoden verbrachte er eine
orrnittage so pleasantly as books, 011/y books can make tbem•. Wie
eifrig er hier las, übersetzte und exzerpiertc, das sehen wir einerseits aus der grossen Belesenheit, die er schoo in der Erstausgab seiner Reisebriefe bekundet, andrer eits aus der übrigen
geringen Beute an Eiodrücken.
Onkel Hill, stets eingedenk der zerstreuenden und anregenden
~ irkung, die die Spanienrei für d n effen haben sollt , v r1. fa sind dies die bekannte Ode des Luis de Le6o Ob r Kônig Rodrigo,
mit nachfolgender eoglischcr ebersetzung ; der ebcnfalls zum Rodrigo -roff
gcllôrige Bericht aus Abulcacim Tarif Abcntariquc über den Zauberturm von
Toledo, oach ciner alteo engli chen
eb rs tzung; AuszOge aus Juao de
Ribera Ober die Vcnrcibung der Morisken, cbenfalls nach ciuer cnglischcn
l:cbersetzung; ein Madrigal von Quevedo Yillegas und eincs von Jcronymo
Bahia, bcide mit outhcy's cnglischer l:ebertragung gegenübcrstehend, und
dergleichen mchr.
2. Briefan Corde. Rt111. 193.

�LUDWIG PFANDL

saumte auch nicbt, ibm die nahere und weitere Umgebung der
Hauptstadt bekannt und vertraut zu machen. Diesen Exkursionen
waren vorwiegend die achmittage, sofem das Ziel weiter ab lag,
auch mehrere Tage gewidmet. Einmal pilg rten die beiden nach
tuval auf den berühmteo Klosterberg mit dem Konvent ossa
nhora da Arrabida, des en wundertatiges Madonneobild auf
Einheimi che und Fremde nicht mindere Anziehungskraft besitzt,
ais die marchenhafte Pracht seiner landschaftlichen Reize.
" For a 1110111e11t 1 almost wished to be a hennit" - so stark war
der Zaub r des Ortes auf Southe •'s empfânglicbes Gemüt '. Ein
andermal ging die Fahrt nach Cintra, dem berühmt n Stad_tche~,
das Byron durch s ine \ rse uosterblich g macht hat 1 . Hier, m
der Empfünglicbkeit für aussergewôhnliche Schôpfungspracht,
für stimmungsvolle aturschônheit, umschlingt die beiden sich
sonst un ndlich ferne steheoden Dichter ein gemeinsarnes Band.
Southe, schliesst seinen Panegyrikus auf Cintra mit den bezeich11enden Worten : " Had I been born at Cintra, 111ethi11ks 110 induce,nent could }xrt'e te111pted me to /eave ifs delight{ttl spring and shades,
and cross the dreary wilderness tbat i11rnlates them."
Des Abends dann, wenn kühle Brisen vom Ozean herüberwehteo wenn die rrassen der Hauptstadt in gefahrlichem
Duokel' lagen, und di sparlichen Oeldochte vor den Heiligentatuen manchem chnappsack zum nacbtlichen Handw rk leuchteten da kam für outhe ' der unangenehmste Abschoitt des
Tage~verkes, seine Teilnahme am gesellschaftlichen L ben der
engliscben Kolonie.
uthey's Zeitgenosse Richard Twiss, der uns eine der besten
r. Ein bci die er Gelegenheit entstandencs Gedicht " Mmi11gs afltr 'l.'isitiug
tbt C"m·m/ c,j A rrabiJa '', auf das wir bei der Behandlung von So~they's

Stellungnahme 1.u den Klôstern noch zurückkommcn müssen, steht ,n den
Lt/1. 1. Aufl. 476, 3. Aufl. 11, 177.
2.
Lo/ Ci11tra's g1orio11s Edm illltrt!llltS
1111.·aritg,1/td 111,1:z,t oj 11101111t a11d glm ...
(Cbildr Harold I, 18 Jf.)

ROBERT SOUTHEY

und gewissenhaftesten hilderungen der pyrenaischen Halbinsel
hinterlassen hat - nicht umsonst steht auf seinem Titelblatt
das fotto aus Solis : ... be puesto en la rertid11111bre de loque refiero
mi principal cuidado - berichtet uns von dem Leben der britischen Faktorei in Lissabon einige Details, die Southey's Ausführungen in günstiger Weise erganzen. Zweimal wôchentlich,
o schreibt er ', trifft sich die englische Kolonie des Abends in
eigens für diesen Zweck vorhandenen Gesellschaftsraumen zu
Mu ik, Tanz und Kartenspiel. Reisenden Englaodern, die weniger ais ein halbes Jahr in der Hauptstadt zu verweilen gedenken
(wie das zum Beispiel bei outhey der Fall war) steht der Zutritt
hiezu ohne weiteres und beliebig oft frei ; standig in Lissabon
wohnende Landsleute zahlen ais Beitrag ( ob jahrlich, oder
sonstwie, vergisst unser Autor anzugeben) siebeo moidores. Die
Hauptveranstaltungen des Jahres sind vier grosse wahrend des
Winters abgehalteoe Balle mit festlichen oupers, bei wekhen
Gelegenheiten auch der eingeborene Adel stark vertreten ist. Wie
uns Twiss an einer anderen telle seines treffliche Buches ( eite
91 ro) erzablt, war die edle Mu ika die pike de rlsistance aller
d~eser Z~ ammenkünfte. Da war zum Beispiel eioe Mistress May,
die an F1ngergelaufigkeit sowohl als seelenvollem piel auf dem
~ pinett ganz unerhortes leistete. Eine andere Dame
eine
'
Portugiesio, gab, so oft man es wünschte, ein entzückendes
Konzert zum Besten mit einer Reihe kunstvoll abgestimmter
leerer Weinglaser, an die sie mit den Fingern tippte, und dergleichen mt:hr. Die Alten aber, scheint es, sassen in der Ecke,
mischren die Karten, oder redeten gela.ufig von Soli und Haben,
von Bank und Bôrse und ail diesen erquicklichen Dingen, die
dem Kaufmann das Leben erst lebenswert rnachen. - Wie stellte
sich da Southey mit der Phantasie und dem Gemüt seiner
22 Jahre zu dieser Umgebung?

r. Trai•ds tbro11gb Portugal a111/ Spaiu tir. London, r775, in-4, pag. 3.

�LUDWIG PFA DL

26

outhey war Zeit seines Lebens nie ein Gesellschaftsm~osch ;
auch in jungeo Jahren nicht, wo es mancher gewesen 1st, der
sich im reiferen Alter auf sich selbst zurückzog. Zudem fehlte
ihm nicht nur tieferes Verstanêinis für Musik, sondern auch
jenes bisschen Musikdilettantismus, das für ~bendgesells~haften
nun einmal erforderlich ist. Trotzdem muss sem Onkel Hill sehr
darauf gesehen ha ben, den Neffen in der ihm zugaoglichen Li~saboner Gesellschaft heimisch zu machen, da Southey gele0 enthch
an Lovel schreibt, es vergehe kein Abeod, den er nichl in Gesellschaft verbringe 1 • Diese Abende nun ·wareo ihm ein Greuel.
Horen wir ibn selbst i : Here 1 am a111ong tbe Philistines ... sitting
at eveninu tbe silent spectator of card playing and danci11g .. . The
Etiulish here are the most indefatigable da11cers and the nwst inveterale
Casino players in Europe ... Every persan here is musical ; but it is
the mere 111ecba11ism of music that they cultivate, which the Spartr111s
so wisely co11demned in Timotheus ... ; as Society is al presenl IXJWtl!er,
music generally affords a very seasonable relief to th~ whole ro111pany.
Yozmu ladies love to display themselves at the harpstchord, a11d yoimg
gentl;,nen love to stand by and tum fJl!er the leaves and complim~nt
them, and they who have /ittle to say, and t/Jey who have much to thmk
of, are glad of an exct1se to be silmt. ..
Wie anschaulich hier Southey , ieder charaktens1ert und
sich selbst dabei mit 'zwei Worten in die richtige Beleucbtung
rückt ! Der Philosoph inmitten des larmenden Hauf e os ! -- Unrech ware es, deswegen einen tein auf ihn zu werfens. Southey war nun einmal für diese Art von Leben nicht
geschaffen. In spateren Jahren noch musste er diesen Mangel mit
bitteren Erfahrungen bezahlen 3 •

1.

2.

Lije &amp; Corr., 1, 266 .

Was im folgenden zitiert ist, stcht Rem. 194, bezw. Leif. 266 ~-

3· C0111pa11v, Jo a certain extt11I, i11/oxicates me. 1 do 110/ of/en co1111111/ tbefimlt
of talkillg /;, 11111d1, but i·ery ofteu say u,/,af U'Ollld be be/Ier misai~, anJ lb.il /&lt;&gt;0
ill a 111111111er 110/ /o be ensily forgol/eu. People .f!O away ami repeat s111gle se11te11ces,

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

27

--------------------

So ver0 ingen voile drei Monate. Die Eindrücke wechselten
'
wie die Tage im Jahr mit heiterem Sonnenschein und trübseliger Regenode wechseln. Ais der Frühling dem Ende zuneigte,
da begann sich bei outhey etwas zu regen, das unausbleiblich
batte kommen müssen. Er sucbt es scberzend maladie du pa •s
(sic!) zu nennen, fügt aber gaoz niedergeschlagen bei : and a
very wearyi11g disorder it is. Und wer vermochte es ihm nicht
nachzufühlen ? - Hier das .trotz aller Reize fremde Land, in
d ssen Gesell chaft er sich nicht beimisch fühlen konnte · dort
'
die . alte, traute Heimat, die sein Liebstes barg, sein junges
We1b, von dem er getreont war, wie ein Gefangener. Gern
wollte er "dm goldenen Tag11s samt den Oliven- 1111d Ura,wenhainen
0
ganz. Portugais hingeben fiir die schlammigen Fluten des hei111atliche11
Â'l'Oll 1111d ein bisscben Ra.uch aus Bristoler Kaminen 1 ".
Melu und mehr haufen sich ahnliche Aeusserunoen in den
Briefen an seine Freunde, bis schliesslich die Abreise in die Heimat endgiltig auf die ersten Tage des Mai festgeserzt wurde.
Am 5. dieses Monats war dann endlich der ersehnte Taob herangekommen, an dem ein direktes chiff von Lissabon aus nach
England in See stach, und am 15. Mai chreibt Southey in
Portsmouth, auf heirnatlichem Boden, die seligen Worte :
Thrwks be to God, I am in E11glc111d ... to-morrow will past pai!ls
beco111e pleasatt t
2•

Jroppi11g al/ llx1/ led fo !liem, and u_ll tbat explai11s tbe111; and very oflen, i11 my
bearly bntred of assentntum, I co11m11t Jaults oj tbe opposi/1• ki11J. Now, I n111 sure
to Ji11d t~1is 011/ 111yself, a11d to gel 0111 of humour tâtb 111yself; what prudwre
I ~m1:e 1s 1101 re~dy 011 de111aml; 1111J so it is /bat /be soriety of n11y except Ill)'
fr_1ends, tbough 1t 111&lt;1)' be sweet i11 tbe 111011tb, is bitter iu tbe belly. (Brief an
fückman aus d. Jahr 1806; Lift &amp; Corr. III, 4) .
. 1. St/. 1, 24. D_er Brief ist infolge ciniger im Manuskript fehlcnder Bliitter
~1c~t ~ehr zu daoeren gewesen u. wurde vom Her:1usgeber der S:1rnmlung
1~rrumh:h oder nachliissigcrweisc einem andcren (vom 26. Jan. 1796) angefugt; semem ganzen Inhalt nach gchôrt erin die letztcn \Vochen von Southe\''s
Aufenthalr in Lissabon.
'
2. Life &amp; Co1'1'. l, 272; an \Ven der Brief gerichtet ist, wird nicht angegeben.

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

Keine Zeile, kein Sterbenswôrtchen verrat uns die Korrespondenz darüber, wie der Abschied vom Onkel Hill, wie die Begrüssung durch die Ueben in der Heimat ausgefallen war. Die sorgsamen Biographen haben mit vielen anderen Briefen auch diese
unter die Schere genommen und neugierigen Epigonenaugen
entzogen. In diesem Falle schliesslich auch ohne Schaden
1

•

Für Southey war mit dem Betreten Englands ein neuer,
bedeutsamer Abschnitt angebrochen ; die Tore der Jugend
schlossen sich hinter ihm, und mit Begründung der Familie
begann das Leben neue, hartere Anforderungen an den zum
Manne Gereiften zu stellen.
1. Man darf übrigens mit den Lücken und Mangeln in den beiden grossen
Briefsammlungen " Life aud Correspo11deuce " und " Selec-tious " nicht 1.u
strenge ins Gericht gehon. Die Schwierigkeiten, des Dicbters Briefe nach seioem Tode in môglichster Vollstândigkeit zusammen zu bekommen, waren zu
gross. Man versaume nicht, hierüber die interessante Einleitung zu Selectio11s

Bd. r zu lesen.

Southey war selbst ein anderer geworden. Seine radikalen,
enthusiastischen und aller Wirklichkeit oft fernab liegenden
Anschauungen und Ideen hatten sich im Verkehr mit den vielen fremden Menschen gemildert. Die hochfliegenden Plane und
mit ihnen die Lust, sie zu schmieden, waren einer mehr praktisch-nüchternen Art der Lebensauffassung gewichen. Sich auf
eigene Füsse zu stellen, sich selbst und den Seinigen ein auf
sicherer materieller Grundlage ruhendes, sorgenfreies Dasein zu
schaffen, das war zunachst die gebieterischeste Notwendigkeit.
Zu diesen Zwecke widmete er sich, ohne darum seine Jiterarische Tàtigkeit aufzugeben, endgiltig dem Rechtsstudium. Sein
Aufenthalt wechselt zu dieser Zeit sehr oft. ln London, wo er
eigentlich batte wohnen müssen, mochte er nicht bleiben ; die
Sehnsucbt nach dem freien Lande, nach Waldern und Seen,
hatte ihn ruhelos und krank gemacht. So wohnt er bald in Westbury, bald in Ormsby oder in Burton, imrner aber am Herzen der
Natur. Und wie mit London, so ging es ihm schliesslich auch
mit dem Rechtsstudium. Mchr und mehr fühlre er, dass er
soviel wie gar nicht dafür geschàffen war, und wie er aus dem
Staub und der Enge der Grosstadt in die freie Luft der Dorfer
und Landstadtchen hinausflob, so suchte er von den Enttauschungen und der totlichen Langeweile der Juristerei Entschiidigung und Trost bei seiner Dichtkunst. Bis es ihm schliesslich so
deutlich bewusst ward, es sei ein verfehltes Unterfangen gewesen, dass er das ganze Studium kurz entschlossen wieder von
sich warf. Zudem machten sich die Folgen seiner unermüdlichen
geistigen Tatigkeit wiederholt in Krankheitsantallen bemerkbar
die den Ausbruch schwerer Nervenkrisen befürchten liessen'.
Mehrere Male musste daher Southey die Feder ganzlich beiseite

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

Keine Zeile, kein Sterbenswôrtchen verrat uns die Korrespondenz darüber, wie der Abschied vom Onkel Hill, wie die Begrüssung durch die Ueben in der Heimat ausgefallen war. Die sorgsamen Biographen haben mit vielen anderen Briefen auch diese
unter die Schere genommen und neugierigen Epigonenaugen
entzogen. In diesem Falle schliesslich auch ohne Schaden
1

•

Für Southey war mit dem Betreten Englands ein neuer,
bedeutsamer Abschnitt angebrochen ; die Tore der Jugend
schlossen sich hinter ihm, und mit Begründung der Familie
begann das Leben neue, hartere Anforderungen an den zum
Manne Gereiften zu stellen.
1. Man darf übrigens mit den Lücken und Mangeln in den beiden grossen
Briefsammlungen " Life aud Correspo11deuce " und " Selec-tious " nicht 1.u
strenge ins Gericht gehon. Die Schwierigkeiten, des Dicbters Briefe nach seioem Tode in môglichster Vollstândigkeit zusammen zu bekommen, waren zu
gross. Man versaume nicht, hierüber die interessante Einleitung zu Selectio11s

Bd. r zu lesen.

Southey war selbst ein anderer geworden. Seine radikalen,
enthusiastischen und aller Wirklichkeit oft fernab liegenden
Anschauungen und Ideen hatten sich im Verkehr mit den vielen fremden Menschen gemildert. Die hochfliegenden Plane und
mit ihnen die Lust, sie zu schmieden, waren einer mehr praktisch-nüchternen Art der Lebensauffassung gewichen. Sich auf
eigene Füsse zu stellen, sich selbst und den Seinigen ein auf
sicherer materieller Grundlage ruhendes, sorgenfreies Dasein zu
schaffen, das war zunachst die gebieterischeste Notwendigkeit.
Zu diesen Zwecke widmete er sich, ohne darum seine Jiterarische Tàtigkeit aufzugeben, endgiltig dem Rechtsstudium. Sein
Aufenthalt wechselt zu dieser Zeit sehr oft. ln London, wo er
eigentlich batte wohnen müssen, mochte er nicht bleiben ; die
Sehnsucbt nach dem freien Lande, nach Waldern und Seen,
hatte ihn ruhelos und krank gemacht. So wohnt er bald in Westbury, bald in Ormsby oder in Burton, imrner aber am Herzen der
Natur. Und wie mit London, so ging es ihm schliesslich auch
mit dem Rechtsstudium. Mchr und mehr fühlre er, dass er
soviel wie gar nicht dafür geschàffen war, und wie er aus dem
Staub und der Enge der Grosstadt in die freie Luft der Dorfer
und Landstadtchen hinausflob, so suchte er von den Enttauschungen und der totlichen Langeweile der Juristerei Entschiidigung und Trost bei seiner Dichtkunst. Bis es ihm schliesslich so
deutlich bewusst ward, es sei ein verfehltes Unterfangen gewesen, dass er das ganze Studium kurz entschlossen wieder von
sich warf. Zudem machten sich die Folgen seiner unermüdlichen
geistigen Tatigkeit wiederholt in Krankheitsantallen bemerkbar
die den Ausbruch schwerer Nervenkrisen befürchten liessen'.
Mehrere Male musste daher Southey die Feder ganzlich beiseite

�31
LUDWIG PFANDL

legen und in langeren v andcrungen durch die Bergdiscrikte
Kôrper und Geist wieder aufatmcn lassen.
'eben 'Zeit chrifcenaufs:itzen ,·erschiedener Art waren 1euausgaben der Joan of Arc der Mù1or Poems, die Redigicrung der
spanischen Reisebriefe, der erste Band der Amwal A11thology, die
\'ollendung des Madoc und die tcilweise Bearbeitung von Tbalaba die Frucht seiner Tacigkeit wahrend dieser Jabre.
1it Beginn der\ intermonate 1799 er chütterte ein abermaltger, diesesmal in iner Hefcigkeit besorgniserregender Anfall
uthey' Ge undbeit. hlaflose achte, Fieberanfalle, schwere
Mattigkeit in den Gliedern, absolute Arbeitsunfahigkeit waren
die Z ichen eioer heranoahenden ganzlichen ervenzerrüttung.
Der arztliche Freund und Bernter des Dichters, Dr. Beddoe,
wusstc kein bessercs Mittel anzugeben, ais eine Reise nach dem
Süden mit vi l Zerstreuung und Erholung in frischer Loft. Das
ware das einzig Richtige, meinte.Beddoe, und gerade b i Southey
lagen die erhiiltnisse be onders günsti 0 ; er brauche ja nur nach
Lissabon gehen, dort seien aile Vorbedingungen für die vollstandige Wiederherstellung seiner Gesundheit gegeben.
ouchey elbst war die em Vorschlage keineswegs abgeneigt.
Eine Schwierigkeit bot sich iodes, woran der ganze schône Plan
moglicherweise scheicerte. Der Aufenthalt in Lissabon konnte
sich diesesmal auf Monate beschriinken, konnte sich aber auch
auf ein Jahr und lanaer hinausziehen. Sollte er abermals auf so
Jang von Edith getrennt werden? - Das war unmôglich. Lieber musste di Reisc aufgegebeo werden. Würde aber andrerscits Onkel Hill dafür zu gewinnen sein, die Frau, von der er
seinerzeit den effen mit alleu Mitteln lo zumacben bestrebt
gewe en war, jetzt gleichsam ais Tochter in sein Haus aufzunehmen? - Edith selbst brachte dem Plane wenig S mpathie entgegen, und das aus I icht verst:indlichen Gründen. outbey ver·
sprach sich anfanglich selbst wcnig von seiner Bitte an Hill, die
er brieflich an ihn g richtet hatte, und s hon war für den Fall

des Misslingens eine Erholungsrei e nach Italien vorgesehen.
Kleine Ursachen, grosse Wirkungen. Wenn Onkel Hill den
erlêisenden Brief nicht schrieb, dann war Southey zum letztenmal in Spanien aewesen. An die telle seines zweiten Aufenthaltes in Lissabon, der ihn erst gründlich in prache, Kultur und
Literatur des Landes einweihte, , aren in Italien neue Eindrücke,
neue Interesscn an ihn herangetreten ; er batte zweifellos die
melodische prache Petrarca's ebenso rasch und freudig erlernt,
wie die Idiome der Pyrenaenbalbinsel, und an telle des Roderick-Epos stünde vielleicht eine Dichtung aus der blutrünstigen
Geschichce Ferrara s.
Der entscheidende Brief liess nicht gar zu lange auf sich warten : etwa Mitte Marz traf er in Burton ein. Leider i t er einer
von den vielen, die der Oeffentlichkeit ,·orenthalten wur&lt;len.
tatt seiner müssen wir uns mit dem dürren Berichte Charles
Cuthbert Southey's begnügen : ln the course of the fol/awi11g 111011th
a letter {rom bis 11ncle reacbed him, cordial/y approviug of bis wislJ
to try the effect of Lisbon air, and tuging him to leave Engla11d as
soon as possible'. Was war &lt;loch dieser Hill für ein Prachtcxemplar eines edlen, gütigen Menschen ! Warum kommen Charakt re, wie dieser, gar nicht oder nur g legentlich und nebenbei
zur B wunderung und Würdigung der achwelt? - \Varum
gibt es nicht auch eine Geschichte edelmütiger Menschlichkeit ?Am ersten April r800 war bereits der Tag der Abreist, der
Donnerstag der darauffolgenden Woche, festgesetzt. Die Sommermonate, so wars geplant, sollten in Cintra verbracht werden,
wo gesunde Bergluft, 1arurscbéinheit und landliche Einsamkeit
sich vereinten. Vorher noch regelte Southey seine personlichen
Angelegenheiten in peinlicher Fürsorge. Der getreue und er-

J.

Li]( · Corr. ll, JJ ·

�probte John May sollte in allen Dingei1 sein Bevollmachti~er
und im Falle seines Todes auch sein Testamentsvollstrecker sem.
Elmsley ein alter Schulfreund Souihey's, hatte durch Zufall
erfahre; dass dieser eine )ange Erholungsreise antreten musste
und ihU: soglcich aus freien Stücken die Sum~e v~n hundert
Pfund zur Verfügung gestellt. Southey nahm die w1llko~mene
Gabe dankbaren Herzens entgegen; konnte er &lt;loch dam,~ ohne
weiteres die Kosten der Reise bestreiten und das Nôt1ge ~n
Wasche und Kleidung für sich und Edith zum Aufe_nthalte 111
d
e en Klima beschaffen ' . Sein festes Jahresernkommen
em n u
J h M . r· l
belief sich ausserdem auf 160 Pfund, die o n ay vierte 1a 1rlich einziehen und nach Bedarf ihm nach Lissabon nac~senden
sollte Der erste Druck des Tbalaba, von dem schon em gutes
Stück im Manuskript vorlag, musste nach Southey's Berechnun~
ebenfalls die ronde Summe von 100 Pfund einbrin~en. Dam.t
waren die rein finanziellen Fragen befriedigend erled1gt.
Auch für den F~ll, dass er die Heimat und die Seinen nicht
mehr wie.iersehen würde, hatte Southey Vorsorge getroffen. Das
Epos Madoc war bereits im Rohbau vo_llendet; Charles Dan vers
verwahrte eine Abschrift davon. Colendge sollte es dann, zusammen mit allem was ihm noch dessen wert erschie~e, aus d~
Toten Nachlass veroffentlichen und mit dem Erlos Edith un? die
alte Mutter der ersten Sorgen überhoben werden . Nac_h d1esen
Vorkehrungen trat Southey, leichteren Herzens als v1er Jahre
früher die Reise nach dem Süden an.
Wie damais ging die Seefahrt von Falmoutb aus, n~n aber
nicht nach Corufia, sondern direkt zu Wasser nach L1ssabon.
Southey war diesesmal stark von der Seekrankbeit ~equalt? wozu
sein heruntergekommener Gesundheitszustand _v1el be1tragen
mochte. Auch Edith ging es nicht besser, und mit Schlafen und

r. Sel. I,

102.

33

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

32

Essen war es bei beiden schlimm bestellt ' . Der Wind war .iodes
günstig : in fünf einhalb Tagen war die Tagusmündung erreicht,
und die ganze Pracht des Panoramas von Lissabon breitete sich
vor ihren Augen aus
Hill hatte inzwischen auf der Hohe von Cintra ein Haus'chen
für das Southey'sche Ehepaar gemietet, very small, and thoroughly
Portttguese; little rooms, ail doors and 'l/.lindows, - odd, but well
calculated for coolness. Es sollte jedoch erst im Juli bezogen werden; bis dahin wollte man in der Hauptstadt wohnen bleiben.
Edith konnte sich anfanglich nicht recht mit &lt;lem neuen Aufenthalte befreunden. Die Gerüche von Lissabon lagen ihr schwer
im Nas'chen, und da und dort hatte sie zu makeln und zu rasonierec. Sie musste tagelang zum Fenster hinaussehen, bis sie nur
endlich einmal a really decent looking woman sah; und dann waren
sie aile entweder blutjung, oder aber ait und hasslich ; das war
doch in England viel schoner, wo die reifen Frauen so viel der
Würde und des Reizes zu entfalten wissen . 2 •

Lissabon macht, wie man weiss, der alten Roma die Ehre
screitig, eine Siebenhügelstadt zu sein. Auf einer dieser Hohen,
den Buenos Ayres, lag die Wohnung der Southeys, und der
Dichter konnte von seinem Arbeitstische aus den Rio Tejo, die
Türme von Almeida und seine Schlossruinen, die Küste von
Alemtejo bis hinüber zu den Hohenzügen von Cezimbra mit
einem Blicke überschauen : Wenn über all dem der stahlblaue
We scamly ale or slept at all. (Life &amp; Corr. II, 62).
lt is a sight exceeding ail it bas ever been my f ort11ne to bebold, Î1l beau/y
and ridmess and gm11de11r. (Life &amp; Corr. II, 61). Der vielgereiste Byron nennt
die Ansicht von Lissabon tbe third-best sea-'l!iew, wobei er K-oostantinopel an
erster und Neapel an zweiter Stelle meint. (Brief an Moore vom 11. April
1817). Wer sich den Eindruck dieses Naturwunders auf die beiden Dichter
recht lebendig vor Augen führen will (so gut es eben mit Bildern môglich
ist), der besehe sich beispielsweise die lJlustration auf Seite 385 des geographischen Prachtwerkes" Europa "von Alfr. Philipson.
1.

2.

REVUE HISPANIQ OE , C

3

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

35 ·

LUDWIG PFA?.DL

34
Himmel und der fümmernde Sonnenglast des südlichen Klimas
l:lg, so dachte er wohl des ofteren an England und die rauhe
gennanische Schonheit seiner Landschaften, denen die sinnlicbe
1
Pracht und üppige Wei.::hheit dieser tropischen Scenerie fehlte •
In dem von Southey bewohnten Stadtviertel von Buenos
Ayres lag auch (und \iegt t-i.eute noch) ein Platzchen, das für
jeden Englander besondere Weihe besitzt, der Friedhof der britischen Kolonie mit dem Grabe Henry Fielding's. Dieser Friedhof,
der in den Reisebeschreibungen, wo immer er erwahnt wird, ob
seiner herrlichen Cypressen gerühmt ist, machte auf Southey
tiefen Eindruck. Hier war es, wo Hunderte seiner L1.ndsleute
fern der Beimaterde den letzten Schlaf taten, und hier, wusste er,
würde auch er zur Erde bestattet, sowie ihm in Lissabon etwas
Menschliches zustossen würde. Manche Namen überdies, deren
Trager er bei seinem ersten Aufenthalte in Lissabon personlich
kennen gelernt batte, starrten ihm jetzt in toten Buchstaben aur
Leichensteinen entgegen. Ich rneine, nur wer selbst je im fremden Lande einen Begrabnisplatz seines eigenen Volkes besucht
hat, weiss diese Gefühle nachzuempfinden.
Mit Ende Mai begann in Lissabon die heisse Zeit. Llden und
Fenster rnussten von Morgen bis Abend geschlossen bleiben, um
Tageslicht und Warme, die beide gleich unertraglich stark waren,
auszuschliessen. Das Sonneolicht prallte mit verdoppelter Süi.rke
von den blendend weiss getünchten Bausermauern zurück, und
die Luft zitterte in jenem flimmernden Glanze, wie man ihn über
Schmelzofen zu sehen gewohnt ist. Die beiden Southeys waren
langst schon vor Einbruch dieser Hitzperiode in die kühlen

1. Vill'I.US like tbis exist only iii cli111ates like t/Jest; tbey /Jai•e a mellow11ess,
a soft and voluptuous lux11ria11ce of wbidi 110 English liwdscape ca11 lielp you to
Jor111 a11 iuiequate ù.ua ; a11d the strong light a11d s/Jadt varies the sce11e as tlie s1w
111oi•es, 11oW J,idiug a11d 11ow bri11gî11g Jortb migs a11d vineyards, and clmrdies, and

/1al1itations. (Sel., I, no).

Bohen von Cintra baeflohen ' wo 1"h rer em
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wartete, waren sie nicht d I F
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Die beiden Staatsaktionen aing et'. odo ~ zuruckgeJialten worden.
und Cintra war immerhi; vu:~ie obc erst Mitt: Juni vor sich,
liches Stück Weas entfernt d
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von Fahnen und Heiligenstatue n, F·an f:arenmusik
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ge issa oner Prozession vor s.ich, die auf
I.

Nachweise sokher SchilderWl"

.

/o Compostella in den Anmerku11g~ll.,,en s1ehe unter dem Kapitel The Pi/&lt;rri111
b

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN
LUDWIG PFA DL

Southey einen unausloschlichen Eiodruck machte, seine Aoschauungen über die reli!riôseo Zustiinde der pyrenâischen Halbinsel entscheidend beeinflusste, und von ihm selbst in spateren
Tageo in einer reizenden, wenn aucb bosartigen atire ,erewigt
werden so\lte.
Die crassen, durch die ich der Zug bewegt, sind mit Sand
bescreut, die Hauserfronten mit hochrotem Damaste drapiert.
\daten bilden in endlosen Reihen schmucker niformen palier. Die Fenster und Balkooe sind mit Zuschauern dicht besetzt,
die Portugiesen aile in festlicher Kleiduog, die Fr.men in farbentrohen Toiletten mit Juw \en überladeo : the rainbow t1101tld
batie bet11 asbamed to be seen. Die Zünfte mit ihren Fahn n eroffnen
den Zug, sie führen den ationalheiligen, Sanct Georg, in Gestalt
einer reitendeo Holzstatue mit kh. Eine Anzahl unberittener
feurigcr Pferde, die Reprasentanten der adeligen Familien, folgen
am Zügel geführt; ihre .. ttel sind mit Wapp n und gencalogischen Emb\emen in prunkvollem Glanze geziert. Daon kommen die Mônche in roten, in graueo, in schwarzen Kutteo, dicke,
weinfrohe Falstaff-Gesicht r neben ehrwürdigen, abgeharmten
Asketen - z.01mds, what a re[?immtl - daran reihen sich die
verschiedenen Gruppen von Ordeosrittern in ihreo reichen, farbenprachtigen Trachten, dann der Kleru in goldstrotzendem
Ornate. Jetzt folgt ais Mittelpunkt des Ganzen die Monstranz mit
der Hostie auf schimmerndem Tragaltare, in ihrem Gefolge the
Prince 1,imself mit einem chwarm adeli er Herren umsich. Scharen
des olkes beschliessen den Zug, Musikbanden begleiten ihn,
und stets neue hareo drangen sich zu seinen iten. Duftende
Wolken von Rosenblâttern ergiessen sich von allen Fenstern und
Ba\konen über die da Allcrheiligste geleitenden Gruppen.
Das ist die Beschreibung der Prozession, ..vie sie Southe · in
z,,·ei Briefen I gegeben hat, und machtig genug war ihr Eindruck
1.

Einen an seinen Bruder Thomas (L.

Charles D:uwcrs (Sd. /, 101).

c'

Ccrr. II, S; ), den anderen an

37

auf ihn. Er g:ste_ht : I neiie, saw augbt finer than th-is, 1ior i11dred to
be compare&lt;! witb tt. Southey's childerung i t 1·edoch wie u •
Br k . d' b .
,
ns em
· ic ·d10 ie• il nge. Reiseliceratur lehrt' vie! zu ob ...-. rfla" cw·1c 11, um
eme eramg: ~V1rkung auf ihn plausibel erscheinen zu lassen.
Er h~tte namrhch mehr gesehen, ais er in den paar Briefen beschre1bt, und das Tagebuch, das er wahrend des zweiten Lissaboner ~ufenthaltes führte ', würde jedenfalls reicheres Material
auch l11erüber enthalten haben. \Vie uns' andere Re·s d
-hl , h··
.
1 en e
erza en ? ge o~en mit zu den wichtigsten und eiodrucksvollsten
Bestan~teilen ~1eser Corpus-Christi-Prozessionen die riesigen
allegonschen F1guren der sieb n Todsünden, die auf grossen fahr~er tragb~ren Podien m_itgeführt wurden ( die letzten Reste der
m1ttel~lterlichen Mysteneobühne !). Ausserdem gab es da
ve_rsch1ed~ne Arten von Tanzergruppeo, von zierlichen Knabenreige~ b!s zu den martialischen Figuren der altspanischen
Schwerttanzer.
In Gold-und . ilbergefâssen
.
f
.
.und edels'te·mgez1erten
assu~geo v,rurden ferner die re1chen Reltquienschatze der Kirc~eo im Zuge ~itgetragen und der Anbetung ausge etzt. Wie
emdrucksvo~l h1ernach noch das Erscheioen der Monstranz sein
mus_ste, sch1ldert uns d_er letztgenannte Reisende folgendermassen. Umrahmt von bhtzenden Juwelen und von brennenden
~er~en umgeben, thront sie auf einem massiven und doch
z1~rhche~- Trag~ltar aus Sil ber i kaum erscheint sie unter der
~rche~tur, so_lauten ~lie Glocken, die Musikkapellen vereinigen
ihre Klanae mit den fe1erlichen Hymnen der anger Weihrau hwolken e~üllen ~ie L~ft, Kommandorufe erschall:o und sa~lr~~lnd smken die Re1hen der spalierbildenden Soldaten in die
Kme. Lautlos und in stiller Anbetung tut die vieltausendkôpfige
. ~ ~ ern·a~nt dassclbe des Ofteren in seiner Korrespondcnz, doch ist !eider
me t e1ne Ze1le davon auf uns gekommen.
Ma; v~rgleicbe zum Beispiel den mit outhey zeitgenôssischen Jo eph
. o ~'bite, der uoter dcm Pseudonym Lcucadio Doblldo schrieb i
emen Lttters /rom Spain (London 1822), Seiu: 303.
' n

Bi~,

�ROBERT

OUTllEY UND

PANlEN

LUDWIG PFANDL

enge das gleiche, sowie der silberne Scbrein in icht kommt.
Die chônsten trausse zieren die Plattform des Tragaltars, und
aus den Fenstern regnet es Blumen.
\Vie sagte &lt;loch Southey beim Anblick dieser zenen? I never saw a11uht ji11rr tbmr this, nor iudeed fo be compared wit/J il.
on der Bewunderung ist in der menschlichen Psyche nur
mehr ein cluitt zu beifülliger Anerkennung, und was du bewunderst, pfleast du auch rückhaltlos zu billigen. icht so outhey.
Zu fanatisch, um ger cht zu sein, war er g rade noch Poet und
chôngeist g~nug, um von dem gewaltigen
hauspiel dieser
religiôsen Kundgebung im Innersten seiner schônen eele getroffen und freudig erregt zu werden. Kaum ge\\'eckt ersrn.rben
jedoch diese Gefühle s bon unter d m Druck massloser oreingenommenheicund blindwütigen Parteihasses. Man müsste, meint
outhey, das Ganze mit den At1gerz des Katholike11 betrachten, nic/Jt
mit de11e11 des Phi/osop/Je11 (recte : Protestanten 1), um ihm gcrecht
zu werden . Wer aber den blutdürstigen und brutalen Geist des
Papsttums kenoe, der batte fur derartigen Gôtzendienst nur mehr
Hass und Verachtung übrig. nter &lt;lem Druck dieser Gefühle
liisst r sich schliesslich noch zu ein r Aeusserung hinr is en,
die seioen Charakter nicht eb n im schônsten Lichte zeigt : er
übersetzt in seioen Briefen den Ausdruck Corpo de Dfos ios Eoglische, 11111 die sinnlose Blasphe111ie desselben in ibrtr gawzen acktbeit
blossz..ustellen '.
Man môchte zunachst meineo, es ware für Erkenntois und
Verstandnis von outhey's Hispanismus ohne Belang, solche
Dinge ans Licht zu ziehen . icht o sehr iodes. Das " Auge des
Philosophen ", mit anderen \Vorten : die über religiôsen Parteihader erhabene Toleranz, die für outhey nôtig ge ·esen ware,
um sich nicht die ungeteiltc Freude und damit das wirkliche
1 •.•• 1L~' sau• J/,r l011_f:•looktd-(01· proassiou oj tbe " Bod,v of Gotl ". l ffÎ'l!t tlie
E11glisb tJamt, tbal f 11111v 110/ tl11·ou• a Purt11.f!11rse rlonk over 1/Jc 1111ketl 11011sense
of bl11sphm1.". ri. l, ro4 . Aehulich L. &amp; Corr. Il, 86.

\ erstandnis der religiôsen eite des spanischen Volkscharakters zu
verpfuschen, &lt;las war es wac; ihm vôllig abging I Wir müssen
darum das eben Geschilderte nicht blos ais ein interessantes
Erlebnis vo? Southey's Lissaboner Aufentbalt registrieren, sondern zugle1ch für spater ais Beleg d af ü r im Geda htnis
b halten, wie tendenziôs getarbt &lt;las Bild war das der Dichter
.
'
von gew1ssen Zügen des spanischen Volkstum im Herzen mit
nach Hause trug. . \ eit _grossere Anzi hungskra.ft al die Fronleichnamsprozess1on bes1tzt für Fremde und Eingeborene ein an&lt;leres nationales
_c~1auspiel, uralt wie jenes, glcich ihm mit tiefwurzelnder Zabigkcit ge1'.ifogt und fortgepflanzt - das tiergefecht. &amp; bildet mit
Prozess1on und Attto de fi &lt;las Dreigestirn der ehenswürdigkeitcn
pa_r excellence, über die der pani nreisende bis ctwa gegen die
Mttte d_es 18._ Jahrhunderts zu berichten weiss. on etwa 1750
a~ gehëren die Ketzerfeuer zu den eltenheiten, und von da ab
g1bt es nur mehr proasiôn del Corpus und fitsla de füros.
Dass über die spanischen tierkampfe bis in die neueste Zeit
herein unendlich vie! geschrieben, gemalt und gezeichnet ist
worden, das weiss j der Gebildete. lch kaon mich darum
trotzdem es vielleicht zum besseren Verstandnis der ou~
they'schen tierkampfschilderung wünschensw rt erscheinen
mag, das Wichtigste über dieses ationalfest hier zusammenzustellen, nicht dazu emschliessen . Man soli an Hingst gedrochenem troh nicht stets von oeuem herumdreschen, und ich
schrecke überdies vor der dadurch drohenden Ueberlünge dieses
Absclmittes nach all d m orbergegangenen mit Schaudern
zurück •.
I. W~r cinigc mit outh y lmgefihr gleichzeitige gute Beschreibuogen
le en w1ll, der sehe sich ctwa folgendcs an : VMagt d11 ri-devant D11c d,i CbriJele~ l'II Porl11g11l ... cd. J. Fr. Bourgoing. Pari I s. d., Bd. I, S. 8 fi'. - J. Baretu, A ]011rney j1'0111 Lo11do11 to Gmoa lbrough E11gln11d, Portugal, Spain and

�ROBERT SOUTHEY UND SPANLEN

LUDWIG PFANDL

Von vorneherein ist zu betonen, dass es Southey ?icbt _vergèinnt war, eine richtige fiesta de toros zu sehen,. das he1sst emen
mit allem Pomp und Raffinen1ent, aber auch mit allen Grausamkeiten und Gefabren solcher Veranstaltungen in Szene gesetzten
· l
f _ er sah und erlebte nur jene uns auch aus
S.tterramp,
•
b · d
südfranzosischen Stadten gelaufige Abart des S~1eles, e1 _em
die Hauptgefahr dadurch vermieden ist, dass die K_ampfs:1ere
stark gepolsterte, ballenartige Lederhülsen an den Sp~tzen 1hrer
Homer tragen, wobei es naturgemass, statt Blutverg1essen und
totlicher Verwundung von Menschen, nur Püffe und Beulen
absetzen kann. lmmerhin ist auch noch diese zahmer~ Art der
Kampfspiele grausam und hasslich genug, de~n das Sclucksal des
Stieres ist das gleiche : er wird '!On den benttçnen u~d l~_nzenbewehrten picadores erbeblich verwundet, ~uch die bande_rgeschmückten und raketenspeienden Steckpf:tle _der banderilleros bis zum aussersten gereizt, und schhesshch unter dem
Geheul der Menge durch eineô sicheren Degenstoss des zu Fusse
arbeitenden matador getëtet.
Man kann sich vorste!len, dass auch solche Kampfszenen noch
genug des Aufregenden und Abstossenden tür _den Nordland:r
an sich tragen. Wer Southey :\{.ennt, weiss auch 1m Voraus, w1e
sein Bericht über das Schauspiel ausiallen musste. Er em?findet
" schmerzlichen Abscheu vor der feigen Grausamke1t der
Veranstaltung" und ist überzeugt, dass der _Einfluss. ders~lben
auf die offentliche Moral mir ein verderbhcher sem konne.
Womit er vielleicht gar nicht so unrecht haben dürfte. Von
weit grësserem lnteresse als die blutigen Szenen der Arena war
für jhn das Verhalten der Zuschauer. Der bis auf das letzte
Platzchen gefüllte Zirkus widerhallte von dem Handeklatschen

und Rufen der erregten Menge ; men, women, and children ·were
clapping their hands at e·very wo1md and watching with delight the
str11ggle of the dying beasts '.
lm Grossen und Ganzen war die Wirkung des Schauspiels
a~f Southey eine peinliche. Halb und halb reute es ihn, dass er
s1ch überhaupt herbeigelassen batte, Zeuge solcber Szenen zu
sein, und aus diesem Gefühle heraus schrieb er an John May die
Worte: I am not quite sure that my cttriosity in once goinf was perfectly justifiable ; but the pain inflicted by the sight was expiation
enough 2 •
Stierkampf und Prozession, die Hauptsehenswürdigkeiten des
Somm~rs, war~n die ~ründe gewesen, warum die Southeys
noch emen Teil der he1ssesten Zeit innerhalb der Stadt zugebracht hatten. Nun diese beiden grossen shows vorüber waren
hielt sie nichts mehr zurück vor der Flucht in die kühle~
Bergdistrikte von Cintra. Ende Juni - genauere Daten fehlen
- bezogen die beiden das- ihnen von Hill zurecht gerichtete
Haus'chen, dessen Haupteigeoscbaften und Vorzüge - odd, but
well calcttlated for coolness - wir bereits kennen gelernt hahen.
Es stand inmitten eines Zitronengartens von einem halben Morgen Ausdehnung. Auf den Hohen ringsum hlühten und dufteten
Orangen-, Oliven-und Feigenbaume, Kiefer, Aloe und Fenchel,
Akantus, Geissblatt und wilde Rosen um die Wette. Glühwürmchen und Leucbtkafer durchschwarmten zu Tausendeh die
linden Nachte. Blütenpracht, Farbenorgie, Sommerfreude allüberall. I ri~e a jackass, I eat oranges, figs, and delicious pears, drink
Co/ares wtne, read all I can lay my hands on, dream of poem after

I.
2.

France. Lon don , J 770, Bd· I , S · u7 · - R. Twiss, Travels ... London,E 1775,
S. z88 (mit grilnmiger Illustration). - J. Fr. Bour~oin_g, Ta~leau de l' . s~!11e
( h ere Ausga ben·, siehe Indices). - Memoires dim Apotlncaue ...
1
11101 erne me r
Paris, 1828, Bd. Il, S. 46.

L. &amp; Corr. II, 97.
Sel. _I, n6. ~oo~ Warte_r, Southey's Schwiegersohn und Herausgeber

der Selec/1011s, ~che1~td1ese ~ntschuldigung nicht wirkungsvoll genug gefunden
zu haben; er hess s1e, um 1hr mehr Nachdruck zu geben, durch Kursivdruck
hervorheben. Man versiiume übrigens nicht, zu ail dem Bvron's Cbilde
Harold I, 68 if. zu vergleichen.
·

�LUDWIG PFANDL

poem, and play after play, take a siesta of two ho11rs, and arn as
happy as if life were but one everlosting to-day, an.d tbat 10-m~rro·-.i.1
was not to be provided for So schildert Southey m gelegenthcher
seliger Stimmung sein Tagewerk. El Dorado de los poetas, das
richtige vom Herrgott just für Poeten geschaffene Schl~raffien,
das Land der ewig reifen Ot-angen und der steten Him~elsblaue. Man erinnert sich an Goethe und seine se~nsüchngen
Verse : " Kennst du das Larid, wo die Zitronen bliihn / Ini dtm~len
Laub die. Goldora1wen crlühn / Ein sanfter Wind vom blai.ten Himb
b
?"
J
mel weht J Die Myrte still 1md hoch der Lorbeer steht; ... ~n ean
Paul und die überspannren Seufzer seines Albano, 1m Titan,_ an
die duselschwangeren Briefe Clemens Brentano s und semer
Schwester, und all den theatralischen Nimbus, mit dem das
romantische Demschland seine Sehnsüchte nach dem fernen
Wunderlande aufgeputzt hat.
.
Zu solcber Begeisterung freilich verstieg sich Southey m~.
Und auch kein anderer von all den brifüchen Poeten, die
irgendwekhe Beziehungen zum Pyrenaenlande unt~rhielten.
Merkwürdig, bei den englischen Literaten, u_nd zwar mcht ~Joss
den Romantikern, galt Spanien mehr ais eme Art_ San.ttonum
for die Noten des Leibes und der Psyche, denn als die Hoch~urg
der Romantik wie sie Franzosen und Deutschen vorschwebte. Southey ve~gass über Orangenessen und Eselreiten nicht ~~e
Arbeiten die ibm zunachst im Sinne lagen : " Thalaba" und die
" Geschi;hte von Portugal". Das Epos batte er halbfertig von
England mitgebracht und in Lissabon ~it Bien~nfl.eiss vollendet.
Nun gingen die einzelnen Gesange zw1schen Cmtra und Lon~on
hin und her, und der getreue Wynn las und besserte und fe1lte
und machte da und dort Aenderungsvorschlage, die von Southey
wieder uewissenbaft geprüft und überlegt wurden. Von Thalaba
hielt er 0besonders grosse Stücke ; vor allem, hoffte er, würde das
1•

1.

L. &amp; Con. II, 97·

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

43

Gedicht popular werden, schnell in die Auftagen scbiessen und
hübschen Zehnten abwerfen. Was Thalaba nicht an Interesse
und Arbeitslust auibrauchte, das verschlang The History of Portugal, der Traum seiner Jugend- und Mannesjahre, der Stolz
seines Alters, das Werk, auf welches allein er soviel Arbeit und
Fleiss verwenden sollte, wie vielleicht auf die Halfte seiner
übrigen Scbopfungen zusammen, das monumentum aere perennius, wie er es geplant und gehofft batte, das schliesslich unvôllendet und ungedruckt der Vergessen heit anheimfallen sollre.
Die Geschicbte seiner Entstehung hangt enge zusammen mir demchronologischen Werdegang von Southey's Hispanismus und
wird uns an geeigneter Stelle noch manches von sioh erzahlen.
. In ?esellschaftlicher Beziehung stach der Aufenthalt Southey's
m Cmtra wohltuend ab von dem was in der Hauptstadt ais
schwere Bürde auf ihm gelegen war. Er liess sich kaum ofter in
Bekanntenkreisen blicken, als eben gerade noch noria war um
,
b
'
mcht Anstoss zu erregen. Eines nur war schade ; Onke1 Hill
war in diesen Sommermonaten infolge einer starken Kindersterblichkeit bestindig in Ausübung seines Seelsorgeberufes an die
Sradt gebunden und kam nur selten einmal na.ch Cintra hinauf.
Das milde Klima und die gleichmassige Ruhe der Lebens-.
führung übten Wunder auf Southey's schwankende Gesundheit.
In jenen Momenten, wo er unter der heilenden Sonne des
Südens neue Lebenskraft und Lebensfreude in seinen Adern
rinnen spürte, wlire er dann am liebsten for immer in Cintra
geblieben und sein Leden lang nicht mehr zu den grauen Nebeln
Englands zurückgekehrt.
So fl.ossen dem Glücklichen die Tage hin wie den qornerischen
8eot p1ii.a. ~owv-;e.;, und eh man sichs versah, wat der Oktober
und mit ihm die kühlen Nachte gekommen. In den letzten
T~gen dieses Monats kehrten die Southeys mit Sack und Pack,
mit Maulesel und drei Kopfe starker Dienerschaft in ihre Lissaboner Wohnung zurück.
Das w.tr Ende Oktobet des Jahres 1800. Nun tritt ein ebenso

�44

ROBERT SOUUŒY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

kurioser als für die Southey-Biographie verhangnisvoller U~1stand zu Tage. Wie man weiss, sind die einzige_n Quell_en f~r
die Kenntnis von Southey's zweitem Aufenthalt m Spamen die
beiden des ofteren erwahnten Briefsammlimgen Selec~ions _und
Life and Correspondence. Merkwürdigerweise_ fehlt_ nun m be1den
Sammlungen jegliches Lebenszeic~en für die Wrntermonate. In
der ersteren klafft die Lücke zw1schen dem 29. Oktober und
dem 2 8. Marz, mit Einschaltung eines einzigen Briefes vom
1 6. Dezember, in der letzteren zwischen dem 7. Oktober u~d
dem 1 ~. Februar. Also nicht mehr und nicht weniger als tin
Brief für die Monate November, Dezember u~d Januar · Dass kein besonderes Hindernis vorlag, geht daraus her_vor, da~s
in den mit Februar bezw. Marz wieder einsetzenden Bn_efen ~e1nerlei Anspielung auf etwas derartiges vorkommt. Die Bne~e
müssen also ihren regelmassigen Gang gemacht _habe_n und die
für den Winter 1 800/ 1801 treffenden spater irgendw1e verloren
aegangen sein. Die Southey-Biographien von . Brown~ und
Dowden schlüpfen über diesse Lücke stillschwe1gen~ hmwe?
und konnen das um so eher; als bei ihnen die spamsche Ze1~
nur summarich beh~ndelt wird. Für uns wiegt dag_egen. be1
Southey's verbâltnisrµassig kurzem Aufenthalt in Spamen d1eser
Verlust doppelt schwer. Bald nach der Rückkebr von Cintra nach Lissabon taucht i_n
Southey's Briefen der Plan einer klein_en Run~re~se durc_h -~1e
portugiesischen Provinzen auf. In Begleitung Edith s und e101~er
Freunde sollte zunachst das langgestreckte Estremadura-Geb1et
besucht werden. So Zeit und Krafte reichen würden, waren
spater die nordlichen Provinzen Beira und Tra: os M~n.tes
c l t di·e den Anschluss an das bereits durchre1ste Galhz1en
ge10 g,
. .
.
r1
bildeten 50 dass dem Dichter so z1emlich die ganze west IC 1e
Halfte der Pyrenaenhalbinsel aus eigener Ansicht bek_annt und
vertraut gewesen ware. Man kam indes fürs erste (~1e aus der
beigefügten Karte ersichtlich ist) nicht hoher als C01mbra, und

45

kehrte von hier aus über Thamar und Santarem teils zu Wasser
auf &lt;lem Tejo wieder nach Lissabon zurück. Geplant ,var die
Reise schon Ende Oktober, zu Stande kam sie jedoch erst im
Februar r .
Die Reisegesellschaft bestand aus vorerst zebn Personen :
Southey und Waterhouse•, Edith und drei Freundinnen (Miss
Seton und die beiden Miss Petries) und vier Dienern, deren zwei
zur Bedienung des Wagens und der Maultiere notig waren. Die
Frauen sassen in einer portugiesischen Reisekutsche, die Manner
ritten auf den Tieren. Nach zwei Tagen wurde eine der Petries
krank und blieb mit ihrer Schwester zurück, wahrend Edith,
durch &lt;las Leben in Cintra an Eselreiten und steile Strassen
gewohnt, den Strapazen der Fahrt treffl.ich standhielt.
Alcobaça, Batalhà, Coimbra und Santarem waren die Pole,
innerhalb deren sich die Reise bewegte, jeder von den vieren an
sich eine Berühmtheit des Konigreichs, ja der Halbinsel überhaupt.
~lcobaça verdankt seinen Ruhm dem uralten Cisterzienserkloster De Santa Maria, dessen Gründung bis auf die Einnahme
von Santarem (1147) zurückdatiert. Neunhundert Manche, so
geht die Ueberlieferung, barg das Kloster, und Tag und Nacbt
klangen ibre Cborgesange, da sie abwechselnd die Messe sangen.
Bücher- und Reliquienschitze ohne Gleichen waren in kostbaren
Schreinen aufgespeichert, und die Kapelle barg die Leichnatne
Dom Pedro des 1. und der Ines de Castro. Die grosste Sehenswürdigkeit aber war und ist bis heute die ungeheure Klosterküche,
deren Fussboden von einem Bache durchquert wird, dessen laufendes Wasser zu Kücheozwecken cliente.
Von ail diesen Herrlichkeiten ist heutigentags nicht mehr viel
übrig geblieben. Die Gebaude litten innen und aussen unter dem
Southey's Bericht steht Sel. 1, r;6 jj.
Ein Landsmano, mit dcm er sich io Lissaboo befreundet batte· sonst
für Southey's Biographie ohne Bedeutung.
'
I.

2.

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN
LUDWIG PFANDL

-Kriegsjahr 1810 und im Jahre 1834 erstickte die Sakularisation
des Klosters den letzten Rest von Leben in seinen Mauern. Southey kam eben noch früh genug, um das Kloster in der ·Blüte
seiner Degeneration zu sehen. Die Zahl der Mënche betrng noch
zweihundert, " feine, rosenwangige, ëlige Gottesmanner ". Sie
belierrschten die Stadt und ihre Umgebung vëllig, nalunen nicht
den Zehnten sondern ein Viertel aller Ernte und waren dennoch
tief in Schulden. Was Küche und Keller nicht verschlangen, das
nahten sie in Form von Diamanten und Perlen auf ihre liturgischen GewanJer, und verprassten so ein jahrliches Einkommen
von 200.000 englischen Pfund. Die Stadt aber - &lt;las glaubt
Southey herausgefunden zu babeo, und die Bemerkung ist
wieder eminent charakteristisch für seine Stellung zu Mënchstum
und Katholizismus - die Stadt aber bevëlkerten sic ·mit gesünderen Kindern, ais irgendwo eine gleich kümmerlich ernahrte
Bevolkerung hatte aufbringen kônnen. In seiner Erregung über
die üppigen Kuttentrager vergisst Southey ganzlich~ von den
Eindrücken zu reden, die er sonst in dem an historischen Erinnerungen reichen Kloster und seiner prachtvollen Umgebung
empfing.
Zwischen Alcobaça und Batalha liegt der Schauplatz der denkwürdigeo Schlacht des 14. August 138 5, in der Joao I. den Sieg
über die Spanier und damit die Selbscandigkeit des neuen Konigreiches Portugal errang. Zum Gedachtnis dieses Sieges stiftete
Joao in Batalha das Dominikanerkloster Santa Maria da Victoria,
dessen Ruinen heute für das grôsste architektonische Wunder
nach der Alhambra gelten. W e saw Batalha, erzahlt Southey, the
wonder of Portugal, and indeed of Europe; for so magnificent a
structure or stone-work, so mirawlously bemttiful, exists nawhere but
in this sec/11ded villaf é... I had seen accurate prints, and yet stood Tost
en/ire/y in wo11dè,: and admiration. Von Batalha bis hinauf nach Coimbra war noch ein gutes
Stück Wegs, mehr als die füilfte des bereits zurückgelegten. Sou-

47

they glaub:e umkehren zu müssen, da starke Regengüsse einfielen und mfolgedessen samtliche Diener bis auf einen streikten
und zurückblieben. Doch Edith und die tapfere Miss Seton erwiesen si~h ~ls wet:erfeste Reisende, so dass man in zirka vier Tagen
&lt;las nordhche Z1el der Fahrt erreicht batte.
Coimbra liegt in paradiesischer Schônheit auf hügeligem, in
der Ferne von Bergen umgürteten Gelande. Oliven- und Oraogengarten umgeben es, und die Zypressen stehen so dicht " wie
die Pappeln um London." Die Geschichte der Stadt ist reich an
historisch-denkwürdigen Momenten. Eri~nerungen aqs den
Ma~renkampfe~ ~ereinen sich mit jenen aus der Liebesgescluchte der chnsthchen Kônige und mit denkwürdigen Reminiszenzen aus der Zeit des Huu1anismus.
. -~i~ s.::h_on r 307 von Lissabon nach Coimbra verlegte Universttat 1st bis auf den heutigen Tag die einzioe in ganz Portucral
geblieben t und gibt der Stadt ein eigenartiges Geprage. Hier
bekam Southey auch eine besondere Sei te des peninsularen Studentenlebens zu seJ1en, fast sogar zu spüren. Die spaniscben
Studenten von ehedem machten sich namlich ein besonderes Vergnügen daraus, die ihre Universitatsstadt besuchenden Fremden
auf jedwede Art zu belastigen. Die von Coimbra scheinen es
besonders arg getrieben zu haben, so dass sie den sonst gutmütigen Southey gewaltig in Harnisch brachten z.

I•

Lissabon, Porto und Santarem besitzen nur einzelne Fakultaten.
a set o! more i111puden! blackgttards 11ever were assembled i,i one city. They

2. ;··

follou ed w witb mcl, 1.111pert111e11ce, tbat, had we not been witb two pro/essors
botb Illet/ of 111a1mers 1t11d authority, we sbould 1101 have passed witbout bei11g i11sul:
ted; a11d, as il was, I f owul it difftcult to abstain (rom kuocking some of ./bem
dcni:h, Whereve,, we we11t, tbere was a mob of tbese fellows /Jebi11d 11s. So it is
tl'.eir custom to a1'.11oy f oreigmrs; a11d two of them, f or i111pertiue11ce ra rried a
lrltle fa rtber, rece1ved a sll'!le1·e drnbbillg f rom one of our acquai11ta11ce uot lonu
be/ore ou1· visit. (Sel. I, r;8). Der Verfasser der Memoires imtructifs pour 11;,
't'O)'agei~r 03and ~, Amsterdam, 1738, pag . 49 ff) erzàhlt ein iihnliches
Erlebms mit den Studenten von Alcalâ de Henares.

�1

KrfEN
LUDWIG PFANDL

Unter den historisch denkwürdigen Orten der Stadt war es
naturgemass in erster Reihe die Quinta das Lagrimas, die auf
Southey den tiefsten Eindruck machte, der Platz, an dem die
unglückliche Ines de Castro ihren heimlichen Gatten, den Infanten Dom Pedro, zu trefien pflegte und wo sie zuletzt von adeligen Meuchelmordern im Einverstandnis mit dem Konig, des
Infanten Vater, überfallen und ermordet wurde. Wiederholt
war im Laufe der Zeiten der tragische Stoff dichterisch behandelt
worden und auch Southey batte lange den Plan einer Dramatisierung desselben in seinem Busen gewalzt, aime ibn, zum
Glück für ihn selbst, zu verwirklichen. In der Geschichte seiner
Bearbeitungen unterscheidet sich der lnes-St0ff von jenem
anderer grosser Frauentragodien - der Medea, der Akestis, der
Esther, der Maria Stuart - dadurch, dass ihm die eine alle anderen turmhoch überragende Dramatisierung par excellence fehlt;
die ware aber auch von Southey nicht zu erwarten gewesen. Von den übrigen landlaufigen '' Sehenswürdigkeiten " Coimbra's berichtet Squthey mit Absicht nicbts. Kirchen, Museen,
offentliche Gebat1de und dergleichen langv,eilten ihn, sobald er
sie aile auf einmal besichtigen und bewundern sollte, " wie em
g:mzes Mittagessen aus lauter Süssigkeiten. "
Von Coimbra aus begann der Heimweg, Jirekt nach Süden
über Penella und Thamar bis an die Ufer des Tejo. We returned
fourscore miles ' down the Tagus by water, and reached Lisbon after
an absence of 20 days. Leider nahm sich Southey nicht mehr die
Mühe, in dem Brief an Charles Danvers, in dem er den zweiten
Teil der Reise beschreibt, auch über diese letzte Etappe (von
Coimbra bis Lissa bon) zu berichten. Er rechnete, wie wir sahen,
damit, seine Aufzeichnungen über die zweite Spanienreise ebenfalls in Buchform zu verôffentlichen. Aus dem gleichen Grunde

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\

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\

' ',,\\
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A,

Re/se Corun~a.-Mail;.idbon i Nov. /7.95" bisXa.rï7.96

f Je Rezse i A_pr1ï 1800 bis
S.1-ue~/801. )h~ :=und Ruckfà./I:T't

fee.
durcb di_'e_JJOr(lZ!Jit:S.i.schen
zen 'WalJrend des2.Aufènt•
is.Febr. &amp;A_pril I801.

'Il

r. 80 Meifoo.

�KARTE VON SPANIEN MIT SOUTHEY' S REISEROUTEN

MADRID
0

Toledo
a

~Coraooa

_ _ _ er~te Reise Coruiia. -Maèlr.id-

0Sevi1la
0Granada

Lissa bon; IVov. /7.9S bis Mâ.i/786
______ zweJ"te Rez"se i A_prJ'J /800 bis
Jun//801.Hz";,. .:und Ruck/à.kré
zurSee.
_____ fieisen durcli di_e l'orfll.!JÙ:s.isdJ~
Provin zen w-anrend des2.Aulènthlt.es.Febr. &amp;A_pril 1801.

Il

�49
wi en wir von einer im Laufe des April von uthey und \ aterhouse unternommene11 Tour in die südlicben Provinz n nicbt
vie! mehr al die amen der besuchten Orte und damit die
Richtung. Es waren tubai, Evora, Viana B ja, Ourique, Castro-Marim und Faro'. U ber den Rückweg sind " ir dabei vollig
im Unklar n. Alles was aus dem betreffi nden Briefe noch hervorgeht, i t, dass die Rcise selir, sebr mühsam, stellenweise sogar
halsbrecherisch oefahrlich war.
*

**
Ware es nad1 uthey's Planen gegangen, so batte den Beschluss ail dieser Krcuz- und Querfahrteo die Heimrei e nach
England auf dem Umwege über panien und Frankreich gemacht .
• ·hon von Cintra aus hatte er dieses Projekt einem Bruder
Henry mitgeteilt •. un la 0 en aber verschiedene Gründe vor,
die eine baldige Rückkehr nach England, und zwar auf &lt;lem
kürzesren Wege notig machten. Britannien war in die napoleoni chen Kampfe mit der Halbinsel hineingeraten und stand auf
dem Kriegsfusse mit Portugal. Die englische Kolonie in Lissabon
war chon auf eine nahe bevorstehende Landesvcrweisung gefasst,
und Onkel Hill hatt b reits sein Kostbarstes, die Bibliothek,
wohh-erpackt zur Absendung nach England hcrgerichtet. Die
Gefahr wurde nicht akur, wie man befürchtet hatre, &lt;loch kamen
bei outhe noch and re Umstande dazu, ihm den Aufenthalt
nicht langer wünscbenswert zu macben. Edith hatte das Leben
in der Fremde satt und drangte zur Heimkebr. Ebenso schrieb
Sourhey's aire .Murter drinaende Briefe an den ohn, er mochte
niche langer fortbleiben. Die b iden Frauen fürchteten die un, uhigen Kriegszeit n und sehnten sich nach sicherem Beisammen1. Bricf aus Faro mit Datum &lt;les 17. April an Edith. (L. &amp; Corr. Il, 1-10).
\'ergleiche die Kartc.
2. L. &amp; Corr. II, 1 ro.

REVCE HISPANIQCE. C

�50

LUDWIG PFA.'DL

D m e enüber mussten South y's
sein am heimatlichen Herde. ale g h . ber den ommer und
.. l d Au~ nth t ooc u
eigene Wuosc 1e, en
.
d treten Und er kehrte,
· den Hmtergrun
·
l
Herbst auszude 10 n, 10 .
l f; t war selbst nicht ungerne
sobald der Entschlu~s emma .. oke ad:nn ei;1erseits fr ute r ich
. d.
1· he H 1mat zuruc ,
.
d A
m ie og isc
f d" lt n lieben Gesichter er nim ùefionerscen Herzen auuf ~~/ trauten Bequemlichkeite~ des
gehôrigen und Frcunde, a die rauhe -honheit der heimathch o
enoli
chen Haushalt ' auf
·1 der Abschied vom frem&lt;len
0
.
.
d . · ts ko tete 1111
.
Bergd1smkte, an rersc~
d
bestimmt auf ine mcht zu
Lande wcnig Ueberw_md~ng, fa oe~1 manche spanische Reis für
ferne Rückkehr dorthm, 1a au n
. h - es ,·ar inZ\ ischen
ft chnete Als r sic
.
k
Z
die fcrnere u ·un re
· d . . nach Englaod einsch1ffte,
.
. den - cn o11t1g
1
Anfang Jum ge,\Or
d . bo tt·1n:1mel die Küste Portu~a
.
· h r e un tru em
1
und be1 türmtsc
.1 k • G daokc so fcrn as
h . d da lag 11m
·cm
seioen Auuen e~tsc ,~an ' { ern von Lissabon und die Cypr d r er konnte die we1ss n ?\- au
1
ben haben. Und den.
c· zum. letzteoma
ge e
.
senhame ron mtra
I
d
··11::r Jahrzebnten sernes
·1
besnmmt n n ,.
noch war es 11m so .
1 .en war es ihm nkht mehr verL bens, die noch vorh1h~ agl a~f hispanische Erde zu s tzen,
.. t den ·uss noc emma ,
onnd,
trotz em der Wuosch darnach stets w1ederkehrte.

•••
waren seine aussereo,
h • R·· ·kk hr oach Eng'land
Mit oul e 5 uc
Il
ersônlicben Beziehun!!Cn
odt:r, wenn wir es so nennen wo n, _Pns Anteil am Le ben des
zur Pyrentl ohalbios~l z~ Endc. ~ao~~unden. un begann die
Dichters hatte damtt seme Grenz Bg . 1 n en mit der Kulrur
.
. b
. er eocen ez1e 1u
Zeit wo dte Früc t sem R ·c ok en und instiller Arbeitssrub
d Volkes zur eu, am
f
eines ren1 en
d"
Un terblichkeit seines Namens
zu jenen v erken wurden, ie zur
in er ter Lioi1,; mit bcigetragen haben.

ROBERT SOUTHEY UND

PANI.E

4·
ourhey war nicht ganz siebzig Jahre ait, da ihm der Tod die
Augen scbloss. Von di em reich bemess nen Leb n bilden nicht
weniger denn 45 Jahre, von 20 bis 65, einc literarische Laufbahn,
wie ie an ielseirigkeit und Fruchtbarkeit wenigen beschieden
war. ein schriftstelleriscbe Leben werk baut sich der Haupts.1che nach auf aus einen grossen Epen) den Uebersetzungen der
Romane und Chronikeo aus dem Spaniscben, und den immensen Geschichtswerken. Es ist umrankt von einer reichen Fülle
kleinerer Arbeiten, von 1yrischen Geclichten, Balladen, tiren
cin rseits, von biographischen, kritischeo und deskriptiven Werken andrerseits.
Wic hat sich nun in diescm reichen Dichterleben der spanische
Einschlag für und für geltend gemacht? \Var es eine plotzJiche,
oder eine andauernde ,virkung, wa.r sie etappenweise, oder
gleicbmassig in Ausdehnung und Starke ? - Die Antwort auf
diese Frage sollen uns die folgenden Zeilen geb n, in denen
zugleich darzulegen sein wird, welches die chronologische EntwickJung der literarischen Beziehungen des Dichters zu panien war '·
uthe 's schriftstellerische Tarigkeit Hisst sich im gro sen und
ganzen in zwei distinkte Perioden scheiden, deren erste wir vielleicht die epische nennen dürfen, w:ibrend die zweit mit dem
amen h istorisch-bi ogra phisch e am kürzesten umschrieben
wird. Epi ch nenne ich clie eine, weil sie vorwie end die grossen
Dichtwerke erzahlenden harakcers zeitigte, so Joan of Arc( 1795 ),
Tbalaba (1801), Madoc (1805), Kehama (18ro), Roderirl.· (r8r4)
1. Oie Ueber~icht über das folgcnde Kapitcl soU die am Schlusse beigcgcbcne Zcitta(cl erlcichtcm.

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LUDWIG PFA.'DL

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ROBERT SOUTHEY UND

PANI.E

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Romane und Chronikeo aus dem Spaniscben, und den immensen Geschichtswerken. Es ist umrankt von einer reichen Fülle
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zugleich darzulegen sein wird, welches die chronologische EntwickJung der literarischen Beziehungen des Dichters zu panien war '·
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wird. Epi ch nenne ich clie eine, weil sie vorwie end die grossen
Dichtwerke erzahlenden harakcers zeitigte, so Joan of Arc( 1795 ),
Tbalaba (1801), Madoc (1805), Kehama (18ro), Roderirl.· (r8r4)
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�52

LUDWIG Pf..\ 'DL

. ( 8 ) Pal,11erin ( I 807 ), und Cid ( l 808)
einerseits, den Amadis I. 03 '
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795 dem einundzwan. B ·
d mit dem Jaire 1
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andrersc1ts. egmnen
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ihm nach neuer poett c _cr K ··fte zuerst an zwei Blüten der
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. Cd d Rodrigo stellen die Hauptwerke
Amadis, Pafo1tr~11, 1 .. un d d
enannten ersten haffensspanischer Provemenz wahren er g

w rten.

ROBERT SOUTHEY

53

periode dar. Mit ibnen war iodes des Dichters literarisch-poetische
Beziehung zu panien keioe weg erschôpft. • hon auf seinen
Kreuz- und Querfahrteo durch die Halbinsel ist hier und dort ein
Gel genheitsaedicht entscanden, bald auf eine schône Landschaft,
oder eine hisrorische Ruine, bald als Ausfluss einer wehmütigen
oder freudiaen
timmung.
Sie mehren sich, al ~mit der Lektüre
r,
•
in der Heimat die toffe sich haufen, und Poetisierung n altspanischer frommer Legend n, wie " Die Hochz.eitsnacht ", der
'' Liebesstei11 ', "Alt Christobals Rat" und âhnliche wechseln mit
hi torischen toffeo, wie " Garci Fema11dez. ", "Kâ11ig Ramiro",
der "Armada " und dergleichen. Wir werden sic seinerzeit zu
einem Ganzen ,·ereint unter dem ammelbegriff "Kleinere Gedichl " zu würdigen ver uchen.
Die eigentlich dichterische chaffen periode Robert outhey's eodet der Hauptsache nach mit der Yerôffentlichung
seines letzten Epo , des Roderick, im Jahre r8 r4. Sie findet auch
ausserlich einen gewissen Abschluss mit der monumentalen
Gesamtausgabe der bisherigen Poetiral Works, die in den Jahren
1812 bis 16 in vierzehn Biinden er cheint. Hier beginnt dann der
zweite grosse Abschnin seiner chriftsteller-Laufbahn, die Zeit
der gro sen hi torischen und biographischen \ erke. Das Bindeglied zwischen beiden bildet der Liebliogsplan seines Lebens, die
auf breitester Basis angelegte " Gesrbichle von Portugal". ie ist
es einerseits, die den Dichter in der ersten P riode seines Schaffens in die\: elt der altspanischen Geschichre und Literatur b ides fast ein Begriff und kaum von einander zu trennen - einführt; auf der anderen ite ist es wiederum nur sie die ihn mit
der Zeit von den Bahnen der Dichtkunst abführt und eine besondcre orliebe for rein historische tudien, Kloster-und Ordensgeschichtliche forschung, Biographie und ahnliche Gebiete in
ihm wachruft. Wahrend de Zeitraums von nicht ganz drei
Dezennien, den di se Periode umfasst (r814 bis 1843), kommen
in Abstanden von wenigen Jahren die gro en Geschichtswerke

�54

LUDWIG PFANDL

zu Tage, denen outhey einen guten Teil seines lite.r~ris~hen
13 men dankt, zuerst die beiden
hlussbande der Brasilumisrhm
Geschichle (1817 und 1819), bald darauf die Schil~erung _d:s s~anischen Befrei,mgskrieges (1822, 1824, 1832), .dte zwe1ba~dige
Kirrhengescbichte Englands (1824) und die Ge:cbichte ~er engl1scbew
Seemachl (1833 bis 1840) in vier Banden. Biograph1en von Wu/ey (1820), von Uneducaud Poels (1829), von C~i,ptr Ç1835),
ammelausgabeo fremder und ei~ener \Verke sch1cben s1ch dazwischeo ein, und elten nur wird die graue Eintënigkeit dieser
Gelehrsanikeit ,·on dem Lichtblitz froher Dichtkunst durchbrochen und erhellt. Die Laureatenwürde und politische Interessen
nebenher erzeugten Gedichte wie das Lay of the Laurrote ( 18 I 6),
Tix Pilgri111a1;e to Waterloo ( 18 r 6), die uos~lige, fo!gensch~vere
Vision of J11dge111e11t (1821) und aholiche Dmge. Eme Ep1 ode
aus der brasi\ianischen Ge cbichte (Tix Tale of Paraguay, 1825)
und ein rciz\·oller spanischer Legendenstoff ( The Legend of a Cock
and a Hm, 1829) sind di einzigen wirklichen Gedichte, zu
denen sich der alternde Genius noch aufzuschwingen vcrmag.
paniens Anteil an der historisch-biographischcn Periode, wie
wir sie zu nennen übereinkamen, ist dem früheren an Umfang
ebenbürtig, nicht aber an B &lt;leutung. 1st Southey in jener Periode vorwiegend Di hter spanischer toffe und Uebersetzer spanischer Literamrdenkmaler gewesen, so wird er in dieser zum
Gescbichtschreiber der Halbinsel. Die Geschichte 'l-'011 Brasilim ist
nichrs anderes als ein Teil des grossen Werkes über Portugal,
das wire es zur ollendung und zum Druck gekommen, oder
auch nur i1n Manuskript erreichbar, uns zusammen mit detn
Pe,,imular War ein Bild vom Hispanismus des Historikers zu
geben verm ·· hte. \Vie ein achklan . d ~ freud~gen Interess n
der Jugend wirkt in dieser spâten Zen die vere1~zelt stehende
dichteri che Bearbeituno der schon erwahnteo pamschen Legende
von Hahn und Henne~ die in der Folge den viel "trcffi nderen
Tit l Der Pilger 'l.'Oti Compostela bekam.

55
u.n wird es ich zunachst darum handeln, die eben skizzierten
Enrw1cklungsg:inge und die von ihnen gezeitigten Werke in
Zusammenhang untereinander und mit dem Leben des Dicbters
zu_ brin?en. Mi_t anderen Worten : wir wissen, dass Southey
H1spantst ais D1chter und ais Historiker war und wollen nun
n·rfolgeo, \Yi e er es nach einander geworden und gewesen ist.
o? seiner erste~ Spanieoreise hane der 2 3 jahrige ausser seinem 1deellen Gewmn an Eindrücken, Kenntnissen und Erfahru_ngen _zweierlei mitgebracht, was for die Entwicklung eines
H1spao1srnus und unsere Kenntnis desselben von \Vfrhtigkeit
werden sollte: Bücher und Reisenotizen.
Die reiche Bibliothek des Onkels Hill hatte die schon dem
Knabe_n i~ne~vohnende Freude an Büchern macbtig genahrt 2
u~d die gunsuge ~el~genheit, mit der sich in Lissabon alte spamsche und porru 0 1es1sche Drucke jeder Art erwerben liessen
legte den Grundstock zu Southey's eigener umfangreicher Bücher~
sanunlung, deren Geschichte uns bei spiiterer Gelegeoheit noch
des naheren beschafti 1en wird.
Die Aufzeichnungen, die auf der lanaen Wanderfahrt durch
Spanien und in Lissabon entstanden und teilweise in Form von
B~iefen an ~~e Freunde und Angehôrigen in England abgegangen
\\are~, benu~zte . outhe' zur Verôffentlichung eines Bandchens
SpawscberRmebnefe', die für uns die einzige Quelle zur

1.. Was wir durchw g immer nur kurz ais Letters f ro111 Spain and Portugal
be1.e1chnen, veneilt sich :tuf folgende ammlungen :
A) Le/lm •wri~Jeu duri11g a sbort Residmce i11 Spa;,, a"d Pol'lugal by Robert
Soulhq. ~Viti, some AcCOtmt of Sp,wi.sl, a11d PorlllJ!llez_e Pottry. Bristol
1797. P7: 11 ted /,y B11lgi11 &amp; Rosser for ]ouph Cottle, Bristol, mul G. G.
&amp; ].. Robt11so11, a11d Cadell &amp; Dmiits, Lo11do11 , XX , 5J1 S . 80 . (U ngemem selten).
B) D~mll&gt;e. Seco11d Editiou. Bristol 1799. Pri11/td /01· Biggs n11d Co/Ile,
Bristol, a11~ N. T. Lo11g111n11 el O. Rus, Lo11do11. X/Il, 4s1 S. 80.
C) ùtters writltt1 d11ri11g a fo1m1t_Y iu Spai11 and a short Rtsidmce ;11 Por-

�LUDWIG PFA DL

Ken omis seines ersten Aufenthalr~s i_n d pan!: si~d~l~;n~~~
· J L
bereits bekanot. W1r sm an 1 rer a
d
tst cm eser - M drid nach Lissabon gewandert un
they von Coruna ubcr a
hi
Die Komposition
durften sehen was ihm ehenswert e_r c en.
mmenb n ist bald charakterisiert : e10e plan- und zu~a
~:~;:o:e Aulreihung von Erlebnifssebn, literariscl:~;m;~1gz:~Îdve~~
..
E .. 11 g O von ar ensanen
~:;e:~::~- f;~~~e~nsubj~ktiven Ansichten. Das ist der ~m~~~
.
en und den die Art ilircr Entstehung zur
nub

:;;1,:;e ;~;~ ert ~reht fü; uns ~p;:;e~~e;e;!~:n;. t;:n:~:
uns _uthey üb~r die ~am~ ,g::tei~ &lt;las haben hundert andere
zu benchten weiss - tm _eg
' h 1
Für uns haben
vicl besser und vie! gründltcher gemac t as er.
'
volumes. Tbird Editio11 rorrtrlrd a11d
l11gal. By Ro//1ut ~;'~/Je~-,i~;e; for Lc11g111011, H11rls, Rus, a11d Orme,
,1111milrJ. Lc111011 l&lt;O .
'
S B I Il . V[[ JOO S. kl. So.
•
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B d J. X JlO • a111
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Patm1os/tr &lt;&gt;tl'. tlll
• '
'n Cba tu Vil(= . 57 bis 144) des
D) [Lei/ers Jrom Port11gal] enthalren •
rp
.· . Band I (S. 104
2. Ban des ' ·on Li'e
,, a11d Corrtspo111le11ce, sow1e m
bis 163) der S~lectio~1s.
schon \'Or der cr..'ten panicnrei c auf A.nDavon bi!Jet A die fruheste, . clb
h der Rückkehr redi!!iertc Aus1 e nd unm1tt · ar nac
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1,
rcgung Cottes gep ant u_
. r· .1 "·ge wid stcllt einen tnfolge er
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A fla c (B) 1st nur cmc itc au,...
•
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gabe. Die 2. u g
h b· Id 110-rio- gewordcnen eudruc ar.
r a. Southcv
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starken 1 ac11frage o.\. ch der ersten. se8oo
ein zweitcsmal oac h L'1s.
J
1
lm !\pnl l
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Das war im a ire '799·
..
d' 8 Jahrc darauf erschiencne 3. Au ga c
sabon und nun solltc man mc1ncn, ie.
d. B ·ere d'1 cr zweiten Rei e
'
. d . ten eme um ie n ,,
(C) der Lrttm wiirc ~um mm es
d B Es ist jcdoch nicht der Fall. Die
rweitcrte. 'eubcarbe1tung von
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ilte Au gabe ist lediglich ein
( KI ; kta\'-&amp;1ndc eo vcnc
neue dicscsmal au 2 cmo
.
Aufl • D'e paar Einzelheiten, um
,
bd k d
h:n bc1den
agcn. s
Id
abermaliger A rue. er en.
.
auf keinen Fall das corrtcltd and amem e
die sie vcriindcrt wurde, rcchtfcr11gcn
1 -nk' 'ch diese Aendcrungen auf
I J Hauptsache be.se ,ra en · 1
des Titelblattcs. n er . . . d . aar Ausdrücke, die irgendwie scharfolgcndes: lm Inhaltsvcrze1chnis s111 delll p h1'enen wcggela sen. Aus erdem
- h E "n •rungcn anzu euten
,
fe oder polcm1sc e ,ru c
· . 1
d l't'sche !\usführungcn dure 11
· · J'
lt'stonsc1e
un po 1 1
•
wurden nur noch c1mgc '.terar ' 1 Exzer te aus ge~chichtlichem faterial
nicht minder wert- und mtercsse ose . . p
ersctzt.
. bn·cfsm,mlung
schlicsst sich indirckt
Di sen drei Aufbgen der crsten Re1sc
•

lWBERT

OUTHEY

57

seine Reisebriefe in erster Linie dadurch Bedeutung, dass sie zeigen, wie uthe der fremden, neuen Kultur gegenüber trat:
sie sind gleichsam, wie sich das schon bisher rwiesen hat, das
Tagebuch seines Hispanismus in dessen Anfangen, und charaktcrisieren uns nicht so ebr das Land, von dem sie handeln, ais
vielmehr d n Dichter selbsr, der sie erlebte und schrieb.
Die eroffentlichuog dieser Reiseschilderung war die erste
Arbeit, die Southey nach eiaer Rück.kehr in die Heimat unrernahm •. ie war die ein:âge ausserlich sichtbare Frucht seines
ersten Aufenthaltes im fremden Lande. Die Unrast seines Lebens,
der Mange\ an s hafügkeit des in unsteter Berufswahl hin und
ber chwankenden jungen Mannes wahrend der vier Jahre, die er
unmittelbar darauf in England weilte, mag vid dazu beigetraoen

einc weitere sokhe Kollektion (D) an : die von Southey wàhrend seines
zweiten Aufenthalte auf der pyreniii chen llalbinsel in die Hcimat geschriebcncn Brieft:. Jach dem, was uns des Dichters
lm Charles Cuthbert, der
Herau geber der sechs Bande von Lift aml Correspo11dmce (Il, 57) mitteilt,
hatte Southey einst die Absicht gehegt, auch dicse Briefe zu vcrôffentlichcn.
Es war jedoch aus nicht weiter bckannten Ursachen bei frag111n1ta1y preparatio11s geblieben, und der ohn sammelte nunmehr von den Briefea jcner zwdten Reise, was ihm sammclnswert erschicn, auf ein Hàufcheo und reihte es ais
Chapter V!Jin Band 1f des grossen Briefkompendiums cin, das für Soutbey's
Biografic einen so unschâtzbarcn durch nichts zu cr etzc-ndcn Wcn bekommcn
~lite. Was ibm entging, das trug outhcy's Schwicrgersohn in Band J seincr
nicht minder wcnvollen Stltrlio11s nach, und wir habcn Grund, den beidcn
pieüt\·ollen Sammlem für die c Hand\•oll Briefe ganz besonders d:mkbar 1.u
sein. Denn ohne sie wü ten wir über d Dicbters zwciten und mscheidcnden Aufenrhalt in panien soviel wie nichts. Die Briefe - zusammen 37 an
der Zahl - sind an outhc-y's Mutter. seine Brüder Thomas und Henry, an
. T. Coleridge, John Rickman, C. \\'. W. \\'ynn, Charles Danvers, John
;\fa und Gros\·enor Bedford - lctzteres bekannte
amen aus des Dichtcrs
Freundcskreise - gerichtet.
1. Im • fai 1 ï96 war cr wieder nach England gekommcn, und ein Jahr
darauf, im Juli 1797, stand bcreit einc Rezension des Buches im Mo11tbly
Re1.'iNt•. Nach Abreclrnung eincr entsprcd1enden Frist für die Drucklcgung
crgibt sich demnach für die Redigierung die Zcit von foi 1796 bis zum Endc
dieses J ahres.

�ROBERT

LUDWIG PFANDL

d. \ . k en seiner ersten Beru.. hrung mit dem
haben, dass ie
ir runlgk . l . ht lebensvoller estaltet ha ben.
. h L d nd o · sic 1 me
•
spamsc en. an u
. d . dieser Beziehung nach der zwc1Wesenthch anders wu e~ 10
d. Erfahrungen und Ejn.
.
. b tte mcht nur ie
ten Spa01enre1se. ie a_
d vermehrt sie war auch in der
drücke d r ersten v_erueft un rzen ch;ankungen mit dau rnHeim:ngefolgt von emer nach ~u d ··usseren L bensführung des
der Stetigkeit einsctzenden ~u ,e_ er ab . h . stillcr Besch:m. •
d" M" 1chke1t ga sic ID
Dichters, die ihm i~ og ~
Walle von Büchern g g n die
lichk it gleichsam hm ter cmem
türme des Lebens zu verschanzcn .
S . im Mai 1801
l d Rückkehr von pamen
Unmittelbar nac 1 er l T l Coleridge dessen Freundh von Samue av or
'
. d
d
wur e . ut'h ey s den Kna ben1a
." 1l ren herdatierte ' und mit em
.
f
s ha t mit i m au
d haftlichc Bande verknüpften, ID
ihn ooch dazu enge verwan tsc
.t ihm eio hübsche '
cinem dringenden Briefe eingeGladetan,Hna:il1l genannt in dem OertLandbaus re
'
.
.
epheu-ums~onnenes b 1 d) 'zu teilen. Southey willtgte em,
chen Kesw1ck (Cum er an
, b t vorerst nicht von Dau r.
doch war sein Aufenth_alt do_rtsel s b zahlte telle ais PrivatD s Lebens ot zwang ibn, eme gut e
Irland anzu. .
1101 Regierungsbeamten von
sekretar be1 emem ~en
r I. i/fi alsbald wieder von
oehmen, die er. nat_ü~hch, a_s ~n
môbliertes Hauschen
sich warf, um fur e1mgel ~ it \
der Tod empfindliche Wunden
zu bewohnen. Erst nac 1. m ~1~ ten Mutter auch sein einziges
geschlagen und neben semer -~ ag Bristol verleidet und er zog
Kiod dahingerafft batte, walr iKm . k h'tnauf Damit hebt ein
.
·
8 ) d ïtia nac 1 eswtc
(Mme I 03 en ~• .
. em Leben an . Ruhe und planmaswichciger _Ab c~n1tt in setmit ihnen eine lange Reihe segenssige Arbe1t begmne~, :1"° . r T e Kind r wurden ihm gebovoller wen.n auch e1?forml1~:klic:!s. Famili nleb n begano. Die
ren und em unendlichTgï
Southey's unermüdlicher Feder,
Eiokünfre fiossen zum e1 aus
.
n 160 Pfund ' .
zum Teil bestanden sie in einer Jahrespens10n vo

t;ri~r:i° i:,

1.

. lb . dl Grossmut ausgcs tzt,
Sc:in Jugenfreum1nr
"ynn batte ihm d1csc c 10 e cr

OUTHEY UND SPANIE

59

rpamen war iodes so schnell no h niche vergessen. chon ais
er das er te' Mal in Ke wick ~ ohnuog enommen hatt ( r 801)
,·ermochte die hônheit der englischen B rglandschaft nur
S hnsucht nach der südlichen Pracht Cintra's in ihm wachzurufi o : Thm lakes are like riu rs; but oh for the grtat Moncbiq11e I
a11d for Cintra, my para dise ! tbe he,wm on Mrtb of 111y hopes ! ' .
Brennender wurde diese ehnsucht, ais zu ihr durch den Tod
von Mutter und Kind auch noch ein Gefahl grosser Verèinamung gekommen war. In Portugal vermdme er, hatte die
blosse Luft und onn eine Pein gemildert und sein utndüstcrtes Gemüt aufgeheirert '. W nn er mit Coleridge Au flüge
und tagelange Fusswaaderungen durch die B rge und Taler
Cumberlands macht, so vergleicht er unwillkUrlich die zenerie
der edistrikte mit den Hôheo von Cintra, den kiddaw mit
dem Moachique, und den Bassenrhwaite und Keswick See gar
mit der Bucht von Lissabon i. nd die e hn ucht, die in ihr r
Heftigkeit und Tiefe wie ein Heimweh nach jeneo fernen Orten
war, sch\vaod erst nach langer Zeit. och nach zwei Jahren
seines Aufenrhaltes in Gr ta Hall vermag ihm der Anblick der
Landschaft fast Thranen der
hnsucht oach dem üden zu
erpressen, und folgende bezeichneode telle steht in einem
Briefe an 8 dford vom April 1804 : ... eue11 here, in this magnificent spot, tbe recolltctùms of tbe Tagus, of Coimbra and its cypresses
and orauge gnrues and olives, Jts bills and 11101mtai11s, ils venerable
buildings, audits dear river, of the Vale of Alfarve, the litt le isla,uls of
beau/y amid the desert of Alentejo, a11d, above ail, of Cintra,, the most
blesscd spot iu the habitable globe, wili almost brinf tears into mye ·es~.

bis ihm ab 18o7 einc staatliche Pension fo, filerary sm:im in der gleichen
Hôhc b wiUigt ward.

L. &amp; Corr. Il,

162.

St!. !, 211.
3. Sel. !, 240.
4. L. c Corr. II,

282.

I.

2.

�ROBERT

60

OUTHEY

.'D SPA 'IEN

61

LUDWIG PFANDL

Mit den Jahren endhc~ trat ~n telle ~ie er st~ten Sehnsu~~t
eine hoffnunusfreudige Zuvers1cht auf crne bald1ge abermal~e
·
·
" Für mindestens Z\vei Jahre" wollte er 1m
pamenre1 e.
. ·
.
,
d
F ··hjahr 1 8o6 mie Weib und Kmd oach Lissabon gehen , un
sc~on s chs fonate vorher setzte er den Abreisetermin auf den
pril fest 2. Daon wollte man abwarte~, bi~ die Stel~e de~ L~ Yationss kretars oder jene des Konsuls 111 L1ssabon, fü_r die 1hm
Wynn Hoffnung gemacht hane 3, frei wurde, und die Abfahrt
wurde bis auf weiteres ver choben. Unter stets neuen Ho:ffnungen und Planen kam das_ Jahr r8~8 und __mit ihm eine aberm~lige günstige Geleg nhe1t für einen langeren Aufenthalt m
panien. Gifford hatte durch Gros\'eno~ ~edford ~uthey das
Anerbieten zukommen lassen, ihn als pohuschen B_enchterstatter
der Quaterly Review nach der pyrena~ chen ~~lb nsel ~- e_ntdie damais in die napoleomschen Kampfe vern1ckelt
sen de n,
. F T
war. Doch nun war es für uthey zu spat. eme ami 1e _war
gewachsen und er besass berei~ ~rei Kinder, wâh~e~d das v1erte
im Anzug war. Dieselb allem m England ~uru~k z.u lass_en,
lùtte er nicht ubers Herz gebracht. fü ihr 111 emc ungew1sse
Fremde zu ziehen, schien ihm aber zu gewagt und ,·erantwortungsvoll 4. hliesslich machte di~ H~fcig~eit de~ 1808_ ~um
Ausbruch kommenden l nabh:ing1gke1tskneges 1ed_e "e1tere
loglichkeit einer panienreise für lange Jahre zu mchte, un_d
outhev's Hoffnung auf dieselbe rückce on n~n ab, 'l 'enn s1e
auch st.ets wiederkehrte, doch immer in unbesnmmte Ferne.
Im Mai r80I war outhey aus panien zurückgekehrt, im
Juni 1 803 batte er sich zu stiindigem Aufenthalc in Greta Hall

eingerichtet, aber schon wahrend der beiden Jahre unsteten
Wanderns, &lt;lie dazwischeo liegen, waren &lt;lie Plane und ersten
Ansatze zum Amadis und zum Cid emstanden. 1it ihnen beginnc
eine
deutlich abrregrenzte Periode der Bcschafti!!lmg
mit der
.
b
1teratur der Altspani cben Ritterromane und romanartigen
Kônigs- und Helden-Chroniken. bon im epcemb r r799 batte
cr an Cottle geschrieben : I lxwe la te/y made up my 111i11d to ,mdertake one greot historical work, the History of Portugal · but for this
a11d for many otber 11oble plam I wanl ,minterrnpted leis11re ti11œ '.
Dieser Geschichte von Portugal hatte, wie wir schon sahen,
auch wahrend seines zweiten Aufenthaltes in Lis abon neben
Thalaba sein Hauptfl.eiss gegolten, für ie hatte er unermüdlich
in des Onkels Bibliothek .Folianten gewalzt und Exzerpte
gemacht, for sie in erscer Linie batte er, soweit sein schmaler
Beutel es nur immer gestatten mochte, Bande über Bande der
charakteristischen Gothie letter prints gesammelt und mit nach
Englaod genommen. Aus der für die e Geschichre systemati ch
und im weitesten Umfange betriebenen Lektüre ·ar sodann der
Plan erwachsen, den literarischen Teil derselben getrennt und
in einem selbstandigen Bande zu behandeln '. pani che und
portugiesische Literatur des Mitt lalters stehen vi lfach in engem
Zusammenhange, wie die Emstehung geschichte de ..Amadis und
Pal111eri11 überzeugend dartut, wahrend die politi cbe Ge chichte
Portugais vollend,, aus jener d s spanischen chwesterlandes
hervorwach t. Southey besac;s die Lesefertigkeit in beiden Spra-

1.

. 2.

L. &amp; Corr. Il, 25 .

},.!&gt;' first p11blicatio11 -u.'lil probaNy be ibe litaary p.1r1 of /be Hislùry, 'i.l'liirb

t111porta11/ lo br lrta/ea of ill a11 appe11di:r:, or in stparnle a11d illlerrupli11a~ Con·. JI, 123). Diescr lit(rarischc Teil kam niemals 1.ur Ausführung. Bruchstücke des t!lbcn sind ein
Ess11y 011 the POll1)' of Sp,ti11 ,111J Portug,il in d.:r r. Auflage der Lelfrrs fro111
Sp,,iu a11d Pl)r/. und ein Aufsatz: Portuguez.e Liierature, den outhey ao die
Rezension irgend eines nebensiichlichen cnglischportugit&gt;Sischen Sprachbüchleins (Quarlerly Rei•ie-w 1809, 1, 268-292) k'11üpfti:.
1s

/tll.l

d1i1plm (Brief ln Rickman vom 0kt. 18oo; L.

1. L. &amp; Corr. JI, 152.
2. St/. 1, J4J· ·
· l
3. \Vynn war mzw1sc 1cn
gcwonlcn.
4 . L. · Cor-r. lll, 167.

d
n ~r

crctar,• of State io the Home Office
,

�63

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN
LUDWIG PFANDL

62

chen und so las er denn an Quellen- und Erganzungsliteratur
alles' wessen er nur immer habhaft werden konnte. Seine Stellun;nabme zur Amadis- und Palmerinfrage, ~owie seine Behan~lung der Cidliteratur werden uns die reichhchsten Belege dafur
bringen .

In one of my beloved old Spaniards I fo1md a wild story the other
day, which I am halj-disposcd to stich np into a play for the stage, so
schreibt Southey im Dezember 1801 an Danvers ', ~ls er z_um
erstenmale auf die romantische Gescbichte von Konig Rodrigo,
seiner Verführung der Cava, deren Selbstmord und der folgenschweren Rache von Cava's Va.ter gekommen war. Das Drama
mag teilweise entstanden sein oder nicht, uns ist nur mebr ein
Monolog aus demselben erhalten, die Briefstelle von 1_80 I
aber stellt zugleich die früheste Spur des RodngoMotivs bei Southey dar. In ahnlicher Weise zog die lange
Reihe romantischer Heldengestalten des spanischen Mittelalters
an des Dichters geistigem Auge vorüber, Garci-Fernandez, der
Racher der ehebrecberiscben Gattin, Ramiro, der den Mauren und
&lt;las entlaufene Weib grausam überlistet, - beide Stoffe von
Southey in Balladenform behandelt, - Mudarra u~d der Mo~d
der sieben Infanten von Lara, Bernardo del Carpio und sem
tragischer Kampf um die Befreiung des im Kerker schmac~tenden Vaters - beide Stoffe in ausfohrlicher Erzahlung 1l1
Southey's Anmerkungen zum Cid, - und ahnliche ~estalt~n in
jener Fülle, wie sie eben nur die spanische Gescluchte 1ener
Zeit, infolge ihrer engen Berührung mit der Volkspoesie, aufzuweisen bat.
Ziemlich gleichzeitig enstand auf diesem Wege im Frühjal~r
1802 der doppelte Plan einer Cid- und Amadis-Uebersetzung. Die

r. Sel. I, 184. Der old Spaniard war, wie wir spâter sehen wcrden, Miguel
de Luua (La Verdadera [-listoriii del Rey Don Rodrigo).

letztere - sie solltç ursprünglich anooym erscheinen wurde
aber_ dann bei ihrem Erscheinen ais translated by Rober; Southey
beze!.:hnet, n~chdem durch Nachlassigkeit des Verlegers Southey s Name 1m Zusammenhang damit in der Presse genannt
worden war ' - entstand ohne viel Schwierigkeiten und in
ra~cher, gleichmassig~r Arbeit in der Zeit von Anfang 1802 bis
Mme 180~, so das~ 101 Oktober :803 bereits eine Besprechung
derselben m der Edmburgh Reiùw zu lesen war.
Nicht so der Cid. S.:hon zu Anfang wurde seine Inanoriffnahme dadurch erheblich verzôgert, dass eine Kiste mit Bücl;ern
darunter das Cidgedicht in der ersten und damais einzige~
Ausgabe von Sanchez auf See gekapert wurde Erst im Marz
1~_04 war ein Ersatzexemplar des Cidepos glücklich in seinen
~anden. Trotzd_em verschob sich der Termin von ~euem,
d1esmal aus zwe1 Gründen : einerseits infolge der erdrückenden
Me_n?e von ~ezensionen, die sich for Southey im Annual und
Crztical ~evtew hauften J, andrerseits, weil ein neues, ganz
absonderhches Werk, Espriella's Letters 4, seine Zeit in Beschlag
2 •

t. Sel . 1, 217.
~-. I bave bad a griçVous loss : a wbole cargo of books, for w/Jich J baà been
wa,ting- and 111y 1mcle searcbing two years, taken in tbe King George packet .
A11w11g tbem was 1/Je oldest poem about tbe Cid and tbe oldest Gotbic codes. (Sel
I, 239).
.,
3 • Wie sebr Southey um des lieben Ge Ides willeu seine Zeit in Reviewillg
verzetteln mûsst~~ zeig_t fol~end~ v?n ihm selbst (Sel., I, 336) gemachte Aufzlhlung der von 1,1m fu~ eme emz1ge Zeitschrift in einem Jahre gelieferten
Be prechungen : My articles in tbe lbird A11nual are: Percival's Ca"' Ba
•
1--,
Af,'
d Cl.•
, . . ,
rrcnus
v' ica 1111
nua, ~ Kmnw s West Iudies, Jolme's Froissart, Heriol's Ca.uada,

Adress from tbe Society for the S11ppressio11 of Vice, Ledwicbe's Antiquities of ft·eland, Correspo11de11ce ôf Rousseau, Seward's Life of Darwin Irvine's Lives of tl
Srotcb Poets, Scott's Sir T1'istrèm, Missio11ct1-y Tra11s{l(,/iom,'Da1;ies' Ce/tic Resea:~
c!Jes, No Sùr·ves 110 Sugar, G,11-dùur' s Essays., .
4- Let~ers fro11i E11gla11d by Don Mau!lrl Alvarnz Esp,·iellii. Translated from
/be Sp,inish. 111 J vols. London, 1807. - Eine Mystifikation in der Art
Po
M · · ée' •r, ,
·
von
.r, sper ~nm s : /Jédtre de Clara Gatitl, ohne dass sie, im Gegensatz zu
diesern, mit dem H1spanismus ihres Verfassers etwas zu tun hiitte. / am writing

�L OWIG PFA 'DL

.
.
ahrcs 1806 endlich fasstc ouchey &lt;l~n
nahm. Mit Beg1on d~s J Cd
·erzüglich zu beginn n. Zu
fe teo Ent chluss, mit &lt;lem. J um:d
lastiaen und zeitrau.
d ·hte er ich von em ,
I' 1
z
gleichcr c1t ge ac .
'f R
enten so viel wie môg te 1
benden Amt eines Ze1_tschn t~n-K;:;tlen o-rossen Planen, die vor
frci zu machen, um seme ganze
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"t)

ihm lagen, zu weihen '.
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. g uthev auch noch an
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.t dem C1 etwa am
.
GleK zerng 011
dem panischen, an
eine andere weitlaufige Ucberse~zung6 aus_
Enali he übertraM nday bere1ts r 0 2 10
1
den ,·on Ant 1ony u
. if E I d Hier iodes gedachte
man Pa/menu o ng an .
. .
b
genen A enteuerro
d ·ce· ner aelehrten E10le1tung
er nur einen verbesserten un m1 1
D
11111tl Alrnrez. Esprit/la, schreibt Southey am 28.
l •llus fro111 E111:laml by Do11 M,
. I oJ d ail 1 k11uw,,111d m1ub of whal I
J'uli J 804 an \\\no, i11 u:bicl, u:ill bt ''.' r rtr~rl book ·will be '1/ery ,1m11si11g and
. Il. .
·y a11 d tbese t1111es .. • ie
6 Ja//Ji11k resptel111g 11 s &lt;01111 11
. nnd an lt s Barker am 2 •
1 1,011.
·1
bï.:fo, a /ra11s,1
,._,
•
E I d
cb
may ,:ery pomb )' p.iss au: '
11 picture of the ac/11al slale of ·11g a11 , SI/
mur J 80 S : / tJ.'1111/ /o glt'e a co111p e e . bl . looki11u i1b&lt;&gt;11/ bim' f.L•l,o /J,rd kcm
as il i1'011ld appear ''., a f~rei_~11a_i11~tf1'!~ 1:;/;11riosil;~ Zu Jiesem Zweckc: 1:isst
ews o' bis ou•11 a11J wltll1,f:t11I fru11 s o . 1b . h:iff~o. 'Ïn Broder Thomas,

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Freund n Matena e1sc
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cr sich von a lien scmen
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r s.:he eem:ion~ge chichtcn, eng isc
der Leutn:int zur ee war, muss .' n;.e~g ~in e be ~rgcn, Miss Barker plagt er
Schiffsdisziplinarsatzungcn und iil~n ichc c kg ·n \\'ales John Rickman be. B ch über die Ja rmar te i
• '
L d
ad
monatclang um em u
.
.
.. wischen albbury uoJ on oo, u
schreibt ihm acsfùhrlich die Reiscro~tc ~ hbuch um auch diese Seite des
wicdcr von 1iss Barker verlangt cr c1_n ocb h odeln Io Too uod Iohalt Je
• r h 1 !.achgcmassn zudene Englander
a
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englischcn Lcbcos mog ic . . .
zu verleugnen uo
\\'crkes ist es Southey indcs 1:1'.sslulsogef 'echt zu erhaltcn. Für uthcy's. tel. d
'scheo Ongma au r
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den Schcm c spani
. . . . i t das Buch charaktensusc 1, mtt se1 .
Jung zu den cnglischeo Ve_rhiiltmssen s
. 1s da s es allc:nfalls durch thn
H' oismus aber hat es mcht mehr zu tuo, a
1 pa
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angeregt wurde.
.
. d ' tbrtt ·rrks o11d txptel /o make q111c.

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1. I shall begi11 11po11 /be C,J //11s
B l ,:ei•er more sliall
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'&lt;'rk wi/1, il. (J. Ftbr. 1806; Stl., 'J57. l 11 . a11d 110 fiar//,e,· iulertsli11.t;
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1. 1 ol of my ou·11 noos111g
lime i11 'Wrili11g upon s11 i1ec s"
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·tars' t1hhrt11liaship at rt1•1ew111g is
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h für das Qtuirltd)' Rt'l'Îr'I.I! liefertc. g . .
Folge (,·on t8o8 bis 183 noc

Corr., IV,

100.

verseheoen • eudruck der Munda •'schen Ueb rtragung zu liefem.
So entstanden beide Werke ziemlich gleichzeitig und neben
einander. lm ptember 18oï bekam bereits cott ein Exemplar
des Pal111eri11 vom \'erleger zugesandr, und zur selben Z it
durchliefen die ersten Bogen des Cid die Presse. Mitte 1808
kam auch er zum ersand 1 •
Inzwischen waren Southey's tudien zu s iner Gescbicbte Portugais stetig fort 0 eschritten und kaum einer einer zahlreichen
Briefe geht hinaus ohne eine beifalli e oder hoffnun°sfreudige
Bemerkung über sie. chon 1801 war ihm bei seiner Quellenlektüre zum er tenmale der tragische Rodrigosroff engegen
getreten und hatte ibn rief ergriffen. Im Laufe der folgend n
Jahre, wahrend er den Cid noch plante und zugleich an
Espriella's Lillers vollauf beschaftigt war, kam ihm von neuem die
G chichte des letzten Gotenkonigs unter die Augen, diesesmal
in einer bedcutend ausführlicheren Fassung, und nah m von
neuem sein dichterisches loteresse gefangen. Aehnlich wie b im
Cid indessen ,·ergingen auch hier nicht weoiger denn neun
Jahre, bevor die Frucht dieser Anregung in Form einer kun tvollen epischen Dicbtung zu Tage trat. Ein neues Epos, The
Curse of Kehama, war inzwischen ,·ollcndet worden, von der
Geschichte Portugais war unter dem Tite! HisJory of Braz.il ein
von derselbeo los 0 etrenmer und elbstandig behandelt r Teil,
die über eei che Kolonisations 0 eschichte der Portugiesen
beginnend, erschienen. nd schon traten mit dem Leben
.. relso11's, jener kleinen Mei terbioaraphie, die allein von outhe •'s Werken noch gelesen wird, die orboten der entscheidenden Wandluog vom Dicht r zum G chichtschreiber hervor.
Somhe , selbst begann das mehr und mehr zu fühlen, und gibt
diesem Gefühle auch geleg ntlich in einem Briefe Ausdruck •.
r. L. è· Corr., Ill, 107; Sel., Jf, 15 (dortselbst Druckfehlt!r in der D:aierung des Bricfes).
2.

Is il a 111ark of s/rr11gl/J or u·tt1k11ess, of malurily or of iiicipit11I dem_r, lhat
NBVCE HISPANIQCB.

C

�LUDWIG PF:\.'DL

66

· am Rodrib hene Arbe1t
Di spruogm·· ige, vielfach unt~rie:~ allmahliche \\i a~d\ung,
gosto ff "ber
" , verursacht durch
F l dass der ufbau der D1chtung
li
batte ihrcrseits wieùer zur I o ge, de so fliesscnd und kuns~o
ein Yon Grund aus v rfeh_ ter wur o~hten so reich die Mrncn
11 m
'
~
auch die \ •ers noL•h erklmg
d Dicbter
spanisches
es n, .. spar
noch \\ aren, :ms denenb er d Epi oden des \i:
,ferk schop1en
. 1e11 toff, Lokalfar c un
msc1
konnt .
.
dricro bezeichnen d.ie 11-·h
o punkte
.
îl,madis, Pal11urit1, Cid u~d Ro Roberts
uth y's. Das B'.ld
des dichterische~ Hispan1sn:~~c.::n, ware ind s unvolbtfu~~1~,
ùesselben, das s1e _u,ns ntl nebcnsachliche Dinge, Ent\\ ur e
. 'h mc1t auc1
wollten w1r i m d au gefübrtes einfü&lt;rcn.
beund Pl~ine, Halb· ~n
n .
wie bei weni(T n a~ùeren_, .
Ein Projekt bc1 ùem w1r es(- hrt blieb war das e10er Bibhorn üssen dass es unausgc u . b ' Bücher. Lei&lt;ler hat
d
aucrn
cbne enen
.. k ,
1
grap l11·e der über PorrugaE g,· boung des Planes beschran t ,
outhey sicb auf die blosse ru . ng dcsselbeo anzudeu~cn.
ohne irgend ine_ nah~re U~,r~~:Uer sich bei dem elben mcht
Aller Wahrscheinhchkc1t nai' l . e Beschreibungen, oder -~eauf R.eiseschil&lt;lerungen, Al gdeme1dn_ drei Gebicte in cin ausfuhr·· kt ' son ern ie. Lu·· cke ausgc r··u11 t 11,itte '
l 'cl1tswerke besc 11ran
c 11
a [as t das eme
.
.. lb ·
,
de se hmerzltch füh . ar 1st.
l.ll.·h es \: crk zusammenoe B··cherkun
8
di hcute no h in u_nser~ d~sbeschr ibungen des 16. b1~ I .
Rcisc-und allgeme1111:: an
. ? Nol 1vrbt1ps //1JI I fttl
/ ·story //J&lt;lll f&gt;Ot Ir • r
/
cv 11s
dûigblf11l lo ,ne /o co111P:~t n tbcll I uo /o it wi//J more camp_ ace11 t ,r
il IS mort
.
I of ço111pos1t1011 but
"
l l ascribe J/J1s lat" 01
more
sui/s Ill te111ptraJ111e1d~ ,;,,;t:,!:111:01 ~,111scio11s of ~11}' ; sti/l
Jo 1111 t111 .
.
ofp,!t!ff 1111 ce1 • •
rld witlw11I mt,
1
i11cli111111011 /o a11y ,lefi~1-e11c.1;,~zt lhert 'art j&gt;&lt;vls mo11gb ill I i1•;::,c,ria11. (Brief an
I /,art an o111Ïltow Jtt mg • .
11/Jerc,I u•ill be iJS "" 1
/
,J bt1111[ rtllltl
8)
a11J t/•,1/ 111.v /&gt;tsl c:,a11c~, M·i rz,1810; L. &amp; Corr.,III, 2 3 .(SI I 313).
W. . Landor vo~1 2 . ~f . Barker vom 26. J.m. 1805. e ., '
1. ln cin1:m Bru.:fo an
I.)!&gt;
. .

plt,pl~~:·;,,~:/1:.,;;;h

Jahrhunderts ind Kultur&lt;lokumente von oft unschatzbarer
\: ichrigkeit, und treten erganzend in die Rejhe der Geschi,btsquellen und Ge cbichtswerke ein. Gerade die p •renaische Halbinsel ab r nimmt eine b vorzugte tellung ein unter j nen
Landern d europaischen Kontin nts, die sich, sei es als Rei eziel, sei es ais Gegenstand bistoriscb-kompilatorischer Beschreibung n, besonderer Beliebth it erfr uten. lm Laufe der Bcarbeitung
die er Bibliographie hatte sich outhey natürlich \'Or die zwingcnde otw ndigkcit g st lit gesehen, auch paoien und damit
die gaoze Halbins I io den Kreis s~iner Zusammeo tellung zu
zieheu, denn weitau die Mehrzahl aller Wcrke über Portugal
behandeln dasselbe neben oder zugleicb mit panien. uthe •'s
umfangrei he bibliograpbische Kenntnissc und s in indringlichgewi enhafre Art, mit der cr von allen itcn erganzende Details
um einzelne 0 ewichtige Punkre seines jeweiligen Gegenstandes
anzuhaufen pflegte, hatten dafür Gewahr geleistet dass ein in
praktischer Beziehung für den Hispanisten un ntbehrliches erk
zu tande gekommen wiire 1 •
Die Ende 1807 erfolgte Landesverwei ung der in Portugal
ansassig n Briren machte, wie schon erzahlt, uthey's Hoffnun-

t. Folgendc kurze otiz môge genügcn, um wcnig~tcn den Jùci ,tnzudeutcn, dem ich Southey's Buch heure noch dnfügeo würde.
Eine Bibliographie der spanischen Geschichtc und G~chichtschrcibung gibt
es nicht. Menéudcz y Pelayo war dazu au cr chen, einc solchc fur den Eioh~itungsband de grossen Akadcmiewcrkes Historia Ge11era/ de Espa,ïa zu scbreiben, doch ist, wie man weiss, dieses Monumentalwerk bis zum heutigen Tage
noch immer ein Projekt geblieben. Der Indice de las Matrrias de 7. Bande
von Hidalgo'· Dicciu11ario gmeral de Bibliograjia espmïoh, und das Diccw11ario
tk /vs a11/iguos rtinos, prl)IJi11cias, dudades, tic. Je Esp.11i,i von Murioz ~ Romcro
siod bcide nur gcringcr Ersatz dafür.
Eine Bibliographie der rein d skriptiven "\\'erke über die Halbinsel exi tiert
chl:nfall oicbt, und auch Foulché-Delbosc's frùhercr Pl.in einer eigencn
ZusammcnstelJuog der Descriplious gJ11iriJ/u dt l'Espag,u tl du Padugal schcior
leidl!r der Au führung feroer d&lt;!nn je zu sein.
Die Rdsditeratur ist mit annàhcroder Vollstindigkeit zusammengetragen in

�LUDWIG PFA DL

68

.
. fu"r unbestimmte Zeit illusorisch.
.
f · neue pamenre1se
aen
au
eme
r,
.
f d G d nken d"1e wa"Iu nd sei·ncs zwctten
Das brachte ihn au en e a 1 '
•
un I Tagebuchblatamme ten ottzen u
Aufenthaltes dortse lb· t g s
b-.
d in Druck zu
ter zu neuen Le11ers {rom Portrwal zu ve:ar__ e1tc~ un aele entlich
b E . besa mat Ier in abmzdance h1efur, v. te er o g
ge en. r
l d F "hl" und ommer
1
R. k nan schreibt ' und war auc 1 en ru mg
an ic t
b . 2 D k m von den Ver egero
1808 hindurch eifrig an der Ar e1t
a . ah
fur die zu Ende
Longman c ' Rees die Aufforderung ~zw1sc ben,
n· ache
fl
.
c dntte zu esorgen. ie
gehend zweite A~ aged eme neul ·e'ss d'1e neueo Briefe formlich
.
·1·
sein enn es u
ch1en e1 1g zu
,
d d' euen Le/Urs [rom Pori d' p
hetzen J So wur en ie n
dure 1 ie d res. ~
·erd;iingt und blieben für aile Folgezeit untugal von en a tea '

d

verôffcotlicht.
. k
Dichters spielt auch
Unter den pani chen Proie ·ten un eres .
.
h
. kl . e Rolle und die Gesch1chte, w1e Sout ey
Cer antes eme d. ~10 Zal1l d'er engli cben Quixote-Uebersctzer
be·nahe unter 1e
.
. .
,
.:· entb hrt nicht eines gew1ssen lnteresses ganz
gekommeo \\are,
•
· f· So they's
h
d von dass sie charakterisnsch 1st ür
u
b
a crese en . a . '
ï d rch Cid und Amadis vertraut
Arbcitdsfreud1gGkeb1~ ·atuf Dd:;1~:i d~r engliscben Uebertragungen
gewor nen e te e.
, l
anz
Romans , ar zur Zeit outhey se 10n g
bl . ·h
d s unster 1c eu
\111 d J •is mollet
h blich helton, Philip' fotteux, ,var ' an_ '
. '
er e
.
Lb
d Taten des tapferen Ritters thren
Wilmot hatten e 11 un
.
iedene us aben
Landsleuten vermittelt, und rund 60 versch
g

J

Espo llt et w Portugal und Farinclli's
des dbcn Bibliograpbit ~es Voyagts _m d.
•ista crilira Ill und RetJis/a de
umfangrcichen 'achtrageo dazu 10 ~r et
A rcbit•os X &amp; X f.
. .
k katalo e Whimey-Ticknor, alvà, Heredia,
Was die bekannten Bibhoibe 5
g .
· ha1
ist nicht s,· tcma.
drei Gcb1etcn ent ten,
,
etc. an Titeln iu den genannten
.:s fateri.il und ersetzt, da wo
.
sond. durch Zufall zusammengctragcn. .
.. '
usch,
h"1en 1''ehlen , diesclbe.n nur in unzulanghcher \\ e1se.
Monograp
1 • Sel., Il, :z •
2.

L.lo&amp; ;;~:,;ief

3· ...

;h,:~:j,,J tbt pms as fast as llity ca11 go. (Stl., ll, 88.)

ROBERT SOUTHEY

NO SPA JE.

waren in den Jahren 16r2 bis 1800 von diesen ebersetzungen
gedruckt worden. run plante die erlegerfirma Cadell &amp; Davies
in London eine illustriene euausgabe, die aile bisherigen an
Schonheit der Ausstattung und insb sondere an G diegenheit
der beizufügenden Illustrationen üb rtreffen soli te; die QuixoteBilder des auch sonst ais Zeichner rühmlich bekanoten Robert
Smirke waren in tahlstich-Reproduktionen für die Ausgabe
vorge ehen. Ais Uebersetzer des Textes hatte die Firma niemand
anderen, ais Rob rt Southey ausersehen. Um ihn zu gewinnen,
trat sie im )uni 1807 in Unrerhandlungen mit dessen Verleger
Longman ein, dem sie einen Verlagsanteil anbot und der seinerseits das Geschaft mit Southey perfekt machen mussre. Der
neuen Uebersetzun sollte, ,·ermutlich um ihre Her tellung zu
beschleunigen, der Text einer früheren zu Grunde gelegt werden •.
und Southey, der dem Plane (aus ideellt:n und anderen lnteressen) grosse Teilnahme entgeaen brachte, unterhandelte aufs
eifrigste mit Longman darüber. Er wollte überdies, was ja iranz
und gar seiner Art poeti chen haffen ent prach, eine ausführliche Einleitung über" Leben und \Verke '' des Cervantes dazu
scbreiben und den Text durch gelehrte Anmerkungen jeder Art
erganzen und illustrieren. lnzwischen hatten iodes Cadell &amp;
Davies die Hande nicht in den Schoss gelegt, sondern, um ganz
sicher zu aehen, auch mit einem zweiten Uebersetzer, einem (literarisch sonst unbekaonten) Mister Balfour, Unrerhandlungen
angeknüpft und auch erfolgreich zu Ende geführt. Bevor Longman und outhey mit definitiven Vorschlagen auf den Plan zu
treten vermochten, war auf der anderen Seite das Geschafte schon
perfekt geworden. Somhey's Aerger und Enttau chung hierüber
war naturgemass nicht geringer ais die seines erlegers.
Mr. Balfour... is n() more able to lranslate Don Qixtite tha11 be
1. Man dachte an jenc von
helton (2 Teile, 1612 und 1620) olfenbnr
wcil die Texte der übrigen, besonders Jarvis und mollet, schon m h.'iufig ncu
aufgelcgt worden waren.

�70

LUDWIG PFANDL

would bave bee11 to write it ... Cadell et Davies' splendid edition will
be rnre to sel! for its sple11d011r; I should have made S11ch a work as
should have beeu repri11ted a/ter the plates were worn ont ... Sound
ahnlich riisoniert der erzürnte Southey über die Zurücksetzung 1 •
Nunmehr wollte Longman ibn und sich dadurch entschadigen,·
dass er eine gleichzeitige Konkurrenz-Uebersetzung aus der Hand
Southey's veroftentlichte, worauf indes dieser nicht einging, da
ihn1 der Erfolg mit Recht zweifelhaft erscbeinen musste. Die
Uebertragung Balfouls sollte jedoch gleichfalls nicht zu Stande
kommen. Die gepla11te Luxusausgabe erschien erst im Jahre
1818 und zwar aus der Rand von Mary Smirke, del' Tochter des
Illustra tors.
Der Fehlschlag des Quixote-Planes fallt eben in &lt;lie Zeit, wo
Southeyam intensivsten mit dem Cid beschaftigt war, und die
Cervantes-Uebersetzung ware gleichzeitig mit der des Cid ausgear•
beitet worden, ja batte womoglich diese auch noch für Jahre verzogert. So wie die Sachlage war, trostete sich Southey bald
mit neuen Projekten. Die Cid-Literatur hatte eine besondere
Vorliebe fur Form, Sprache und lnhalt der altspanischen Chroniken in ibm wachgerufen, und die n:ü;hsten, die dem Cid unmittelbar folgen sollten, waren die Beschreibungen der Regierung
des Rey Don Pedro, Fernando und Juan I. von Ayala. Ueber
Kehama und Roderick indes verlor Southey auch diese Plane
wieder aus den Augen, um Zeitlebens nicht wieder zu ihnen
zurück zu k.ehren. Um das Bild von Southey's Hispanismus zu vollenden, müssen wir auch eines Faktors gedenken, der nicht minder charak-

r. Southey erzalùt die ganze Angelegenheit our bruchstückweise an folgenden Stellen: Sel., II, 26; L. &amp; Corr.,III, ro4, ro6, nr, n4. Die Zusammenhange werden crst in allen Einzelheiten klar mit Hilfe der ausführlichen
Liste der englischen Quixote-Uebersetzungen bei Rius. Von Southey und Balfour enthalt Rius natürlich nichts.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

7r

teristisch ais die bisherigen und ebenfalls nur der einen Periode
eigen ist : seine Beziehungen zu zeitgenossischen Schriftstellern
und gelehrten Scliongeistern auf Grund der ihnen gemeinsamen
spanischen Studien und Interessen '.
Von Bedeutung für den Dichter, wenn auch in erster Linie in
praktischer Hinsicht, wurden seine Beziehungen zu einem
Manne, dessen Name uns aus der Lope de Vega-Literatur vertraut ist, namlich Henry Richard Lord Holland. Ein Neffe des
berührnten Fox wurde er 1773 geboren und bereiste schon mit
achtzehn Jahren Frankreich Ûnd Italien. Von r8oo bis 1805 lebte
er mit seiner Gattin in Spanien und Portugal und lerme
wahrend dieser Zeit zweifellos Herbert Hill in Lissabon kennen
~nd schatzen. Johann Georg Rist (1775 bis 1847), der ~ls Legauons~ekretar lange im Auslande, darunter auch eine Zeitlang in
Madrid lebte, wurde in der dortigen Gesellschaft auch mit Lord

r. Zeitlich an erster Stelle stünde hier Sir Walter Scott. Doch kann man
von ~einen ~eziélmnge~ zu Southey nicht ausführlicher sprechen, aime
~ugle1ch auf eme Frage emzugehen, die bis jetzt noch nicht für sich behandelt
1st un~ deren Erôrterung auch nicht hierher gehôrt ; sie liesse sich am kürzesten w1e folgt zusammen fassen : kann man von Hispanismus bei Walter Scott
re~en_, ?der_ ab~r geh_en sc!ne sparlichen Bcziehungen zu Spanien zu sehr in der
V1elfa.lt1gke1t semer hteranschen und politischen Interessen auf als dass sie
ais selbst_iindiger Zug seines geistigen Wesens gelten dürften?' - Scott hat
b;kannt_hch aus begeisterte_r Teilnahme an den Schicksalen des spanischen
\ olkes 1m Jahre 1811 den 1hm von Southey her uelaufiuen Rodriuostoff dich. h verwertet und den Ertrag des W erkchens" den von
o
"
ténsc
Massena
gebmndschatzten Bewohnern der Halbinsel zugewendet. Ausserdem hat er sich- und
das ist von grôsserer Bedeutung, als das eben genannte Gelegenheitsoedicht
- durch Southey's Amadis-Uebersetzung angeregt, mit dem vielumstrittenen
~roblem der Herkunft dieses Romans beschâftigt und seine Ansicht darüber
111 Form, einer _Rezension (Quarterly Rlwiew, 0kt. r8o3) ausführlich dargelegt.
Southey s Bez1ehungen zu Scott bestehen also, soweit Spanieo io Betracht
kommt, weniger in kontinuierlichem gegenseitigen Austausche von Ideen
Anschauungen und Anregungen, als vielmehr darin, dassdas Weaige, was bei
S'.ott ais_ spanisches Element angesprochen werden kaun, im Grunde auf Einflusse, dte von Southey stammen, zurück zu führen ist.

�LUDWIG PFANDL

72

73

Rolland b kan nt und \\ idmet ihm in seinen Lebenserinneruflgen, folg ode z ilcn : Unter dm z.ahl:eic/~11 Fmuden waren
1111.streitig Lord Holla11d ,md .seine Ge111ahlm du_ ~edrutendsten.
au.sgez,eiclmet 11 nter den Mitgliedem ~er .Oppo.s1t1on, durcb e1:1~n
ehenso hellm Ver.stand alswarme.s Gemut, eme kraftt'Olle Beredsamfot,
eine umfa.ssende Bild1111g, der 1111e-r.schrocke11e Erbe der Ge.sùm111! 11e11,
wie der Züge sei11e.s gros.sen 011kels Fox, nttr veredelt und ~1cbe~.
Entlm.siastiscb für die Literatur Spa11ims sammelte er 1111er,111'.det 1111t
urossem Aufwa 11 d1,, was an sellenen Biicbem und Hands~lmften z.u
Îmbm war, u11d bega1111 auf diese Wcise d~e spiit~r durci, se111e La~rdslt!ute 'l.'l&gt;llwdete Berattbung des Landes III Bez.ielnmg a11f aile '11/erarische Srhatz.e, wu denen 111it1111ter die einz.ig vorban~ieuen Exem_plare ,web E11gla11d gewandrrt sind. So. wugab er _sich aucb mit
Allem was Madrid an Gelebrten und D1cbtern entlnelt. Cap!11a11y,
Quintana, Moratin fer11te icb in seinem Zirl,•el ke1111en, dm 1d1 oft
besuchte.
fo Ende des Jahres 1804 nach England zurückgekehrt I bte
Lord Bolland in der Folge auf d m unweit London gelegeneo
Familiensitze Holland House und widmete sich in aller Mu se
seinen Studien, al deren Frucht sein Hauptwerk, ein Buch ü~er
Lope de Vega und Guillen de Castro ers:hien 2, das_ heute me
gesuchte literarischc ltenheit gewo~den 1 ~- ~uch die Ueb_er etzuna0 dreier Calderonischer Komôd1en w1rd 1hm, anschemend
aber zu Unrecht, zugeschriebeo 1Zu Beginn des Jahres 1805 war auch Hill Uilter dem Drucke
der politischen Verbaltnisse endgiltig oach England zurückgekehrt und war if) London wiedcr mit Lord Holland zusammen

!',

Hcrau gegeben von G. Poe!, Gotha, r88o; ,·gl. Bd. _r, S. 2 97· .
0/llt Araruul of llJt Litvs and Wri/i,111s t1/ Lopt dt _1 t({a ,md G111llt11 de
Ct1slro. Erste Au gab&lt;! London r8o6 in 1 Bande; zw 1te Au gabe London
181j io 2 Bànden.
.
\; •1,·
.
3. Vgl. Br&lt;!ymann, Caldrro11bibliogmpbitS. IIO, ,ow11;; bcsonders .\ 1tne),
C111c.1fog11e S. 372.
1.

getroffen. Diesem konnte" ram' und Art" des jungen outhey
unmô 0 1ich unbekannt geblieben sein und so liess er ihn denn
im April 1805 durch Hill zum Be uche seines Landsitzes und
zu . tiindiger Benürzung seiner reichen spanischen Bibliothek
einladen 1 • Southey scheint die e günsricre Gclegcnheit, wie aus
er chiedenen Anspielungco h rvorgeht, nach Kraften ausgeoützt
zu !1aben ~nd zw~r in erster Linie für den Cid, dessen Bearb itung
er Ja urn Je~e Zen eben bc 0 ann. b er auch an der geselligcn
Tafelrunde 10 Holland-House, die Byron, ott, Gifford, Coleridge, Frere, Rose, und foore oft zu Gaste sah, ab und zu teilgenommen bat, darüber bat er uns nichts berichtet. Grosse
Wahrscheinlichkeit dafür bestehr nicht, nach alldem was aus
seinen ge ellschaftlichen Ansichten und Abneigungen zu schliessen ist.
icht minder wichtig ais die reiche Bibliothek sein r Lordchaft wurde für outhey das einzige Werk, das jener ais Frucht
seines Hispanofilisum zu Tage brachte, die schon erwahnten Studien zu Lope de ega und Guillen de Castro. Das \ erk bat
heutzuragc, soweit es von Vega handclt, in der Biblioarapbie
des grossen Dramatikers ine gewis e bistorischc B deutung; e
stellt d n frübesren ersuch dar, Leb n und \ erke des Fenix de
los Poetas - ersteres nach fontalvan' und des Dichters verstreuten Anspielungen 1 tztere nach eigener Lektüre und Beurteilung - im Zusammenhange kritis h zu schildern und bildct
denn auch so ziemlich die umme de sen, was man damais über
den Dichter zu sagen wusste. Wie gründlich aber outhey das
\ erk gel en hatte, das geht aus seiner eiogehenden Rezension
desselben (Quarter/y Review, 0kt. 1817, . r bis 46) mit genügender Deutlichkeit hervor. , ir werden darauf am chlusse
dieser Arbeit noch zurück zu kommen haben, wenn es sich

2_

r. Sel., I, JJ2.
2.

Fama pJst11ma etc. ~fadrid 1636.

�74

LUDWIG Pl'A. DL

darum handeln wird, uthe .'s tellung zur panischen Literaturgeschi hte zu umgrenzea.
.
lm April 1 8o8 lernte ourhe · bei seinem Freuade Danvers emen
fann kennen, d en Bekannt chaft ersich seit langem_gew~n cl~t
batte: Walter Savage Landor, den , erfasser des Gelnr. D1 be1den Dichter fanden trot7. ibres grundver chiedenen Charakters
starken GefaUen an einander und aus diesem Zusammentreffen
entwickelte sich eine Freund chaft, di an Warme und t~tigkeit nicht leicht ihresgleic_hen unter. Poeten hat '•. Waren 10
die em fallc ni ht die den be1den gememsamen spamschcn Interes en zum Bind glied geworden, so zooeo sie umgekehrt ~us
d ·r schon vorhandenen ,reund cbaft reiche Anregung und F rd~rung. Landor war, ,vie outhey, ein bege!sterte_r Anh~nger
der spanischen Sache in den napoleonischenKnegsz~1ten ; rüstete
er doch so ar ein eigenes Freiwilligenkorps aus, mit dem_ er ~en
paniern zu Hi Ife eilte und eine Reihe on har~ützeln s~egre1ch
ausfocht. Schon wahrend Landor's Aufent11alt m pam n war
sein Briefwechsel mit Southey lebhaft und ununterbrochen
acwesen. ach seiner Rückkehr in die Heimat (Endc 180 )
~erdichtete er sich noch mehr, da Landor da lebhaftest~ lntee an outhev's Cid und dem im Entstehen begnffenen
~oderick nahm : cbon die ersten An fange de Epo '•~rd n
Landor mitgeteilt und Buch fur Buch des entstehen~en Ge~1chtes
gina im 1anuskript an ihn ab. o crhiclt Landor 1~ Jub ~810
dasi:, er te Buch des Pelayo, v:ie das Epos aofünghch he1s _en
sollte, und den Plan der uomittelbar folgeoden Ges.1.nge . 1m
Grundriss. Daraufhin fasste er elbst den Entschluss, den wirktoff auf igene Faust in einem Drama zu behandeln.
~m en
r 1·
Spain is evm yet a sort of f(Jlry land, and tue are yel not too ,mm ,ar
wi.t/J 1/Je (ares of Go1bs and Moors hatte Landor schon ein Jahr

ROBERT S0l)THEY

PA, 'IEN

75

früher an uthey geschrieben, und nunmehr ge taltete sich die
\ orgeschichte der
uthey'schen Dichtung bei ihm zu einer
selb tandigcn Tragodie. lm Januar 1812 lag outh ber îts &lt;lcr
vollend te Co1mt Julian vor in der klassisch a Fünfzahl d r Akte
und in Blankversen. Des er teren anfangliche Befürchtung, sein
eigenes Gedicht koone durch Landor' Drama cntwertet oder
gar überflüssig werden, bewahrheitete sich bei naher m Zusehen
niche. \ ie man machgewies n hat', ist an Inhale und Aufb:m
C~1mt ]rtlian weder von RoJerîck abhiingi&lt;r noch umgekehrt.
Mit der von manchen vertret nen Ansidir,
uthey's prache in
s inem Epos sei erheblich unter dem Banne Landor' gestandcn, werden wir uns noch an anderer relie auseinander zu setzen haben.
Zwischen Lord Rolland und Landor an Begabung und
Gelehr amkeit etwa die Mitre halrend steht ein anderer Mann
aus uthey's Bekannten-Kreise : John Hookham Frere. ein
. ame tau ht da und dort in den Biographien von Byron, Colt.'ndae, ott und Moore auf und ist auch mit der Geschichte der
krît:geri c?en _Ereignis: e der Jahre rSo bis 14, soweît Eogland
und pamen m Betracht kommen, enge verknüpft. Im Mai 1769
~uf d m alren Familiensitze Roydon Hall in orfolk geboren,
m. Eton u~d Cambridge au gebild~t, trat er oach ollendung
semer tud1en 1796 U11ter Lord Grenville tn die Dienste des
auswârtigen Amtes. ach drei Jahren Unrerstaarssekrerar o: wordcn, kam er îm Okrober 1800 als bevollmachtioter Ge;ndter
n:i.ch Lissabon und im September r802 in der iieichen Eigenschaft nach Madrid, wo er ebenfalls etwa zwei Jahre verweilte.
Dîese letztcre Periode scbeint ibn zu dem spl~ruiid Spanish
schofar gemacht zu haben, ais der er sich in seinen spateren
Ueber~etzu_ngen aus &lt;lem panischen zeigte. fit Bezug auf seincn Madnder Aufenthalt heisst es in der seinen posthum

1. Ich muss mir.:h!hier auf ein kurzc Rcsümee desscn besc!1r:i1~ken was
bereits John Forster in sdner LaoJor-Biographie, I, 206 ff. ausfuhrhch bchao-

delt h:tt.

. D

1.

Schwichtcnberg a. a. O. S. 94.

�ROBERT SOUTHEY

77

LUDWIG PFA DL

,·eroffentlichten Werken ' vorange tellten biographischen Einleitung : Few off re-rls priva te letters relatit!~ to Ibis _period. IJa'l.'e
been presm.1ed, but they bear /estimony lo //Je dt!tgmce r.1•1//J wlJ1rb he
!,ad applied bi111self to the study of Spanisb literatrm, and tbe
friendsbips which be formed with 111m of letters.
.
Im ugust 1804 kehrte Frere unter dem Drucke der po~tischen Verbaltnisse wieder in die Heirnat zurück, wo er m
Anerkennung seiner Verdienste um die ?ertretu~ 0 briti~her
Int ressen am spaoi ben Hofe durch die erl:1hung emer
Jahrespension und eioes kliogen~en Tit:ls au geze1choet wurde.
B i Beginn des spaoischen Befremngskneges (1808) wur~e er
abermals zum beYollmachtigten \ ertreter Englands be1 der
spanisch n Regieruog ernannt u~d ~rat für _eine _Zeitlar~- i~ _den
Yordergrund der polici chen Ere1gmsse. :fit semer Ruckkehr
aus , panien war seine_ ô~entliche _Laufbahn. ~u Ende ~n~ _er
)ebte als Privatmann te1h,·c1se auf semem Fam1hengute, te1l" e1se
auf ausgedehnten Reisen, oder auf ein ~ L:mdsitze in Malta.
W nig bekaont ist, dass r wahren_d seine ~ufent~altes. auf
dieser Jnsel mit zahlrcichen von Ferdmand VII. ms Exil getnebenen Mitgli dern der spani hen Lib ralen Partei in enge frcundschaftliche Beziehungen trat. Unter ihnen war ,:1-uch An?el
Saavedra Duque de Rivas, der auf ~nreguo_g Fr~re s_ se1~e
legendarische Dichtung El Moro Expost/o chneb, die für_ d1
spanische Romantik ungetahr &lt;las werden sollte, was Victor
Hugo's Herrrani für die fr:.mzosische war.
. . .
.
Frere's poetische Werke bestehen fast ausscl:hesshch m Uebe1setzungen aus den kla sischen prachen, so\VI~ au dem Deutsch n und Spanischr.:n. Er übertrug Bruchstucke aus Homer,

,,ow

Works of John Jlookbam Frere i11 Verse a11d Prose,
jirst rollutttl
'rp1JrtVs TV. E. a11d Sir _Bar/le_ Frere. ~011do11,
1 , 72 , 2 t'Ols. Wie ich n:ichtragli h erfahre, h~t Albe_rt Etcbler in Bd. X~ der
/Vitlltl" Btitnige J. H. frcrc eine eigcne tud1e gew1dmet. kh konnte d1eselbc
zu meincm Bedauem nicht mehr dn ehen.
Tl.

•wi;J: 0 ;,efolory Mm,oir by bis

Aristophanes und Euripides, aus esop und Catull, aus Goethe'
Faust, aus Lope de Vega, Gonzalo de Berceo und dem Poema del
Cid. ine Uebcrsctzung des letzteren speziell i t for uthe,
von Wichtîgkeit. Sie umfasst die er. e 690 bis 772, 965 bis
1089, 1263 bis 1379, 1603 bis I 09, 3254 bis 3401, 3516 bis
3702, also im Gaozen rund 860 erse von 3700 des Original .
Wann und durch wen uthey mit Frere bekannt geworden
war, lasst sich nicht mehr feststellen. rosse Wahrscheinlichkeit
b teht iodes dafür, dass Coleridge der v ermittler war, dcnn er
durfte Frere zu seinen feuriasten Bewunderern zaWen. Müglichkeit bestünde auch dafür, dass cott die Bekanntschaft vermittelte, denn die weni 0 en tellen, an denen uthey direkt von
Frere spricht, stehen in Briefen an
ott. Wie dem auch sei
sicher i t, dass beider Inter sse11 sich in der Person des Cid'
trafeu. Fr re's Teilnahrne an der unter outhe •'s Fcder ebcn
entstehenden Ucbertragung der idchronik war so 1ebhafr, dass
cr. ie schon in den er ten Druckbogen las r. Auf uthey' Bitte
überliess er ihm auch eioe Uebersetzunaen aus dem Cidaedicht
0
,
soweit sie damais schon vollendet wareo
ic kameo im Anhang
zum Chrouirleof the Cid ( . 435 bis 468) teilwei e zum Abdruck ;_
Ueber den Charakter dieser cbertragung dachte
uthey
sehr hoch, wie aus folgenden Aeusserungen an cott hcrvor~

2•

1. 11&gt;t Cid bas bw, detainû som wteks lo11gtr /ball I expectrd by Frtrt. 11&gt;t
proofs /a/;r a lo11g cirrnit lo reacb biin lhrough official Jra11rs. Ht is slow i11 rrtur11i11g ibtm ... (Stl., Il, 15). Nach alldcm wird es auch ganz unzweifelhafr, d:i.ss
Southey mit Frere :iuch in rcgem Bri fwcchsel stand, der !eider vôllig verloren gegangen zu sein schcint.
2. L. &amp; Corr., Ill, 140 : Frtrt bas promiseJ 111e to ltl me prit,/ bis tra11slalio11s fro111 tl&gt;t Poona del Cid .
. 3. ach dem Gesagten ist auch die folgendc bci Ticknor (Gesch. d. span.
Lit., l, 16, Anm. 1) teheode und \·on dem deubchea Uebersetzer dessclben
stammeadc Bcruerkuag : Die 'l:ollstti11dige Utberstiz.u11i des Gedicblts 'l.'01/1 Cid
durci, Herm Frere ft11àet sid, im A11ha11t zu Southey's Ch1011ik drs Cid, zu verbe sern. Geber den gcnauca Umfang der bd Southcy aus Frcre abgedrucktco
Stcllen lolgt nlbercs beim Cidkapitd.

�LUDWIG PFANDL

geht : Frere's translatious m·e admirably done, -

indeed, I ne-ver
saw anything so difficult to do, and done so excellently, except yonr
supplement to Sir T1·istrem. I do not believe that many men have a
gren,tcr command of lrtng11age and ·versification than myself, and yet
tbis task of giving a specimen of that wonderful poem I slm~uk ("om,
fearing tbe diffi.Gulty. Zweifellos hat outhey von F.rere 111 d_,esen
Dingen viel gelemt, und wohl manches liesse s1ch an Ei~zelheiten aus der nicbt mehr erhaltenen Korrespondenz der be1den
heiauslesen, was ohne diese nur vermutet und angedeutet
werden kann.

*

**
Die Verôffentlichung des Rodrigo-Epos bezeichnet annahernd
den Wendepunkt in Southey's Schaffen, an dem allrnahlich der
Uebergang von reiner Dichtung zur Gechichte sich vollzieht.
Schon die Korn position des Roderick batte unter diesem immer
deutlicber erkennbaren Umschwung zÙ leiden gehabt und sich
von Jahr zu Jahr, stets von anderen Interessen beiseitegedrangt,
rnühsam vorangeschleppt. Ein besonderer Umstand aber trug
dazu bei, diesen Wandel zu beschleunigen : die zeitgenôssischen
politischen Ereignisse auf der Pyrenaenhalbinsel, die in jenen
Jahren gerade in England einen so · lauten Widerhall fanden und
das offentliche Interesse in beispielloser Weise in Anspruch
nahmen. Ein kurzes Resümee der spanischen Geschichte in
dieser denkwürdigen Zeit v.-ird uns das ohne weiteres klar und
verstandlich machen.
Am 14- Dezeinber 1788 starb Karl III. Kônig von Spanien.
Den Thron bestieg sein Sohn, nunmehr Karl IV., der mit der
Regierung auch den ebenso genialen, wie vielgehassten ersten
Minister Floridablanca übernabm. Der neue Herrscher war kôrperlich ein Riese, geistig ein Zwerg. Schlecht erzogen, trâge, 15:1tmütiob und ohne Verstandnis für die ihm auferlegte Bürde. Seme
.
Gernahlin just das Gegenteil. Hasslicb, früh gealtert, &lt;loch ew1g
jung und un bezabmbar in ihren Begierden, gewissenlos in ihren

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

79

Plânen und Taten, eine der grôssten Huren, diè je einen Thron
entweiht. Dabei schlau und gewandt, kühn und voll mann]icher
Energie. Sie besetzte alle hervorragenden Aemter mit ihren
Kreaturen, und umer ihren Opfern war auch der tüchtige Floridablanca. Er musste weichen, damit für den Buhlen der Kônigin, den vom niedrigsten Offiziersrang rasch zu hohen Ehren
gestiegenen schônen Manuel Godoy der Ministersessel frei wurde.
Die Genussucbt und der Aufwand dieses Mannes waren grenzenlos ; zu regieren indes war er untahig und die Misswirtscbaft,
die unter ihm einriss, ein geeigneter Baden für die stürmischen
Umwalzungen der von Paris ausgehenden Revolution. Doit war
1792 die Republik erkl_art worden und die Convention nationale
verlangte die Anerkennung derselben von Seiten Spaniens, die
ihr auch nicht versagt wurde. Ais sich indessen die Nachricht
von der Hinrichtung Ludwigs XVI. verbreitete, da erhob sich
ganz Spanien wie ein Mann zum Kriege gegen Frankreich.
Trotz · der Begeisterung des durch und durch monarchisch
gesinnten Volkes wurde aber der Kampf von der spanischen
Regierung so nachlassig geführt, dass die Franzosen in Kürze
siüntliche festen Platze Nordspaniens in Handen hatten. Bald
sehnte man sich wieder nach dem bequemen Frieden, der nach
elfmonatigen Verhandlungen und Verzôgerungen endlich zustande kam. Es ist der sogenannte Baseler Friede (1795î, in dern
Spanien mit Verlust einer indischen Insel an Frankreich noch
glimpflich wegkam. Eine enge Allianz nùt Frankreich war die
weitere folgenschwere Bedingung dieses friedens, unerhorte
Ehrungen des Schurken Godoy in Madrid seine unmittelbare
Folge.
Als wenige Jahre darauf Napoleon durch den Staatsstreich des
r8. Brumaire &lt;las Direktorium gestürzt und sich zum ersten
Konsul der Republik au(~eschwungen hatte, war Godoy fest
entschlossen, mit ihm fortan auf guten Fuss sich zu stellen, da
er von &lt;lem machtigen Günstling des Glückes mehr Vorteile
erwartete ais von dessen Feinden. Nun rüstete sich apoleon

�ROBERT

80

OUTHEY

LUDWIG PFA. DL

seit )angem zu einem Entscheidungsschlag gegcn das d r Ausbreirung seiner Macht hioderliche Englaod. Zunachst verlangte
er von panien, es solle èa benachbarte Portugal, das seit Cromwell fast ununterbrocbeo Enalands Bundesgenosse geweseo war,
zwino-en, di ses Bündnis aufaugeben und seine Hafen für die
britis~he Kriegs- und Handel _flott zu schliessen. Godo willigte
ein und das der Uebermacbt der vercinigcen pani r und Franzosen nicht gewachsene Portugal musste nach kurzem v iderstande nachgeb n und sich im Fricden \'On Badajoz (1801) den
Bedinaungcn apoleons unterw rfen. Tunmehr begann die cr in
wohldurchdachtem Plane seine Forderungc11 auch auf panien
auszudchnen. Er verlangte von ihm, kurz gesagt, eine bis zum
aussersten gehende Teutralitat für allc in der Folge sich ergebenden Bezi Imogen zwischen Fraokreich und England. Dagegen
protestierte iodes England und begano, ais dies rfolglos war,
geg n panien d n Krieg zur e. ~ un glaubte 'apol on die
Gelegenheit günstig, zum Hauptschlage gegcn England auszuholen . Die cngli che Flottenmacht sollte durch einen Angriff des
spanisch-franzosiscb n G schwaders auf die amerikanischen Kolonieo dorthiu gelockc werdcn, damit apoleon uogehindcrt seine
Truppen in Eogland au schilfen kônnte . Bci den bedrohten Briten
erreote diese Invasionsgcfahr gewaltige Beunruhigun°, die Invasion selbst kam ind nicht zur erwirklichung. Di!.! \1 ürfel
:fielen in der ee h\acht bei Trafalgar (1805), die mit einem
glanzeoden iege Englands endigte.
Trotz dieser 'iederlage r 1apoleons soli te ihm Spanien in der
Folge rettungslos v rfallen . Ais Karl IV. zu Gunsten seines
obnc Ferdinand abdankte, verlangte apolcon von dem neuen
Kônige, er solle mit Hofstaat und Familie uach Bayonne kommen und sich hi r di franzôsische Anerkeonung offiziell eioholen . Das nglaubliche geschab und nun erklarte apoleon, dass
cr die Abdankung Karls I . niche anzuerkennen vermôge. Er
beschuldigte erdinaod geheimer Intrigen und stellte ihn vor die
'\ ah!, der Krone zu entsagen oder ais Reb Il erschossen zu

w rden. Ais Ferdinand daraufhin abdankte und auch Karl IV
si~h weigertc, die Krone wieder anzunehmen, setzte apoleo~
se'._n n Bruder J~ eph zum Kônige von panien ein (1808),
wahrend er Fer&lt;lmand auf ein m franzôsischen hlosse inhafti rte.
In _fadrid war &lt;lie unmittelbare Folge dieses orgehcns ein
ge'i alugcr 'olk aufruhr, bei dem die Franzo en zu Tau nden
ni dergemetzclt wurdeo. Zugleich mit den achrichten hie\'On
aber verbrcitete sich der Aufstand über &lt;las aanze Land Provinzver?ande,_ die so_genannten Jm1tas, wurden ~rganisiert,' die Zentraliunta 111 e,·_1lla übcrnahm die Regierung und die Englander
wurden gegen die Uebermacht der ranzo en zu Hilfe gerufen.
apoleons Brud r Joseph wurde gezwungen, Madrid zu verla sen
und ein engli ches He r landete in Portugal. Die Führer desselb n, : _ellingcon, Dalrymplt: und Moore, zwangen alsbald den
franzos1schen G oeral durch einen entscheidenden ieg, sich zu
Unterhandlungen herbeizulassen. lm Vertrage von Cintra wurde
den Franzosen freier Abzug gewahrt, nur um sie môglichst bald
aus Portugal zu ntfernen und für Spanien freie Hand zu s haffe~, wenn auch die ôffentliche leinung in England mit dieser
Mtlde ganzlich unzufricden war.
D~ Glück :vend te sich, sobal&lt;l apoleon die Leicung des
spams~h~n Kneges selb t in die Haode nahm. An der pitze
von em1gen 200.000 Mann zoa cr im \Vinter 1808 über die
P ·renaen. Die En lander wurden bei Espinosa zurückg worfen,
Burgo~ wurd genommcn und in vandalischer Weise gepltioderc,
was _die grosste Entrüstung in oanz panien und Eogland herv~rnef. ~m Dezember &lt;lesselbeo Jahres hielt 1 apoleon bercirs
semen Emzug in Madrid, das ,·on den Franzosen vollstandig
b setzt wurde.
Wahrend indes den kaiserlichen Anführer bald darauf neue
\'erwicklungen mit esterreich nach dem ~ 'orden riefen und
Genèral Jourdan al Oberbefehlshab r zurückbJieb schloss
1
England mit der Zentraljunta einen formli hen Bund ni vertrag
REVCE HISPA ,\'/QCE.

C

6

�82

L D\\'IG PFA, DL

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. dem J1c Gcsc 1c e
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.
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.
d Briten abzuh:ingen sch1en n.
giesen, ja zcitwe1lig sogar 1ene er

ROBERT SOUTHEY U D SPANIEN

Schon die im Jahre 1804 mit Hilfe paniens ins Werk zu
setzende, bcziehuogsweisc gcplante napoleonische Invasion hatte
Regierung und Volk in EoglaoJ schier kopflos gemacht. In
Zeitungsartikelo, ôffentlichen Reden, Theater tücken, Flugblattern und dergleichen wurden die aogeblichen Greueltaten 1 rapoleons in den schwarzesten Farben ausgemalt und der Refrain
blieb st t der oleiche : " So macht er es auch in England, sobald
es ihrn gelin!!t " ... und so weiter. Durcb sokhe und ahnlich
.Mittel aufgestôrt stromte der Mob in hellen Haufeo zu den
Fr iwilligenkorps, die aUenthalben in Bildung begriffen waren.
On a pu en rire a Paris, so sagte Napoleon spiiter von dieser
B wegung, mais Pitt 11'm riait pas da11s Londres '. Aber auch
rnstere timmen erhoben sich : ir \ alter cott's feuriger
hlachtruf" To lxme, to horse, the standard flies ", Thomas Campbell' kritgerische Verse " 011 the threatened im.'asion ", William
\Vordsworth's onette " To lbe men of Kcnt "und" Lines on
rxpected iirl.'flsion ". Irnmcrhin steht dieser Invasionstaumel in
gar keinem Verhiiltnis zu der Gewalt, mit welcher der mit dcm
Jahre 1809 cinscrzende Befreiungskampf der panier di Gemüter
der verbündeten Englander aufwühlte und im turme mit sich
fonriss.
'chon das gcwalttarige Vorgehen de Korsen gegen Konig
Ferdinand von panien hatte die Entrüstung ganz Englands
errc 0 t und zahllos waren die timmeo, die diesen Gcfühlcn
Au druck gaben . George E. \ . Russel erzahlt in seincn Recolll'clio11s and Sntgestions, er habe damais mit der Sympathie für die
Sp:mi r einen knabenhafren Hass gegen dercn Bedrücker verbunden •. Whitbread stellte sich in seinem an Lord Bolland
gerichteten offentlichen Briefe auf den Radikalstandpunkt, cher
müsse En°laod zu Gronde gehen, ais dass es das tapfere panicn

1.

2.

Holzhauscn, 8011aparte, Byro11 u11d dit Brilm (1904). S. 59.
Holzhausen . 85.

�ROBERT SOUTHEY

• D SPANTEN

LUD\nG PFANDL

1m Stiche lassen dürfe 1 • Der ebenso reiche al exzentrische
Landor aber stellre der Junta central die umme von 10.000
Realen für die Einwohner einer von den Franzosen geplünderten tadt zur \'erfügung und rüstete auf eigene Kosten, wie
wir schon sahen, ein Korps von Frciwilligen aus, an dessen pitze
er am Kriege tcilnahm •. Robert Southey gingen naturgemass
bei seinen engen Beziehungen zu panien die dortigen Ereignisse
ganz besonders nahe. Since the stirri11gdays of tbe French Rei'Oilltion,
scbreibt er im ]uni 1808 an John May l, I bave never felt half so
11111cb excitemmt in political e:z.'euls as tbe present slale of Sptrill bas
given me. Doch hielt er z:i.he an d r Hoffnung auf einen endgiltigen ieg der spanischen Sache fest. Tbe Spauiards, so heisst es
im gleichen Briefe, hai•e to deliver their co1111try first. I hope a11d
beliei•e that they will deliver it -1. Mie larmender Freude verfolgt er
in seinem stillen Kes,; ick die dann und wann eintreffcnden
Nachrichten von spani chen Siegen s und die berüchtigte Kon\'ention von Cintra ( eptember 1808), welche Stürme der

Ibid.
Forster, I, 224.
3· d., Il, 77·
4. Charakteristisch ist die Fonseuuog dieser telle: I Pll't'tr bad nny /,ope from
tbe cld COt,jtdtrades of A11st1 ia, Russia
nn:er could hai-e any from tbe o/d
got•er,mzents of tbt conti11enls; their hour ls comt, 011d we bat•e 011ly lo rtg-rtt tbnl
if did ,1ot come lOOller. Not/1i11g but a spirit of libtrty and of palriotism cnn ditclc
//Je pov.•:r of Fra11ce. Thal spirit bas nrism, n11d in a country, where it ca1111ot
easily bt cbeckld or overpou-ertd. BistO)', Asturias a11d Galicia ha'L't a pop,,1atio11
which wnltti11s alm:e 400.000 111m betwem the ages of si:ctte11 and jifly, and tbtrl
is, probably, 1101 a f"Mlr11t a111011g tbem i~//0 is 1101 n good marks111a11. Tiie reme111bra11a tJ,at the · J,,rue onct be/ore recovertd thtir cou11lry wi/1 nssist them 110/ a lit/le
in recoi•er·Ïllt il again; if the jlame l&gt;t 1101 spttdily put oui, il must sprtad; and
I beartily pra_y tb,1/ the French wbo hat•e made Lisbori the wrtched place il is, may
1.

2.

,1,. [

soo11 fi11d thrir grauts lherc ...

5. It is 110t to be told how 1 rejoice at suiug my friends the Spa11iards and Portugruse pruvi11g //,e,nstlt'tS to the e_ves of tlu whole 'IJ:orld lo bt u•bat I bat•t so long
said tbey were. Hllz.{/1 ! Sa11tiago a11d St. George J Swite them, as my Cid said,
for tbe lovt of c/Klrity. (L. &amp; Corr., U I, 165).

E~trûstun~ _in ganz England erregte, rraf auch ihn bis ins Mark
seines
c l 'dpolmschen und parriotischen rolzes I · Zusa mmen mit·
0 en ge, Wordsw~rth und einigen gleichgesinnten Freunden
fasst~ er den Pl~n, eme oflentliche Kundgebung zu v ranstalten
u~d m Form emer Petition die Sache vor die Regierung
bnngen. Das crwies sich indes ais unausführbar und Wordswor:~
went home to ease bis beart in a pamphlet. So entstand des letzteren
wundervolle, inhalùich tief durchdachte sprachlich in ib
S~honheit an. Milton's Prosa gemahnende Abhandlung Con;;~
nmg the Relations of Great Britain, Spain aud Portugal, to eac/J
other and lo the Com111011 Enemy at this Crisis, and specifically as
affecled by t!1e Convention of ~i11~ra die über die Redeurung eines
Gelegenhe1tspamphletes weit hmausreicht.
Die ~reignisse der _auf den Vertrag von Cintra folgenden
Ja~re bis z~r Beeud1gung des Freiheitskampfi s waren nicht
mm~er ais die vorhergehenden dazu angetan, die Gemüter der
engl1sch_en Pat~ioten. in Erregung zu halten. Sir Walter Scott
opferte m der 1hm e1°enen Yornehmen Art sein Scherflein zu
~ unsten der spanischen Sache, iodem er den Ertrag des eigens
h1ez~ verfassten Traumgedichtes The Vision of Don Roderick den
Spamer~ überwies. Coleridge, der schon in seiner Wochenschrift
T~Je Fnend den feindlichen Kaiser mit âtzender Scharfe angegnffen h~tte, gab in seinen im Courier verôffentlichten Letters on
the Spamards 3 den Rat, apoleon durch Meuchelmôrder aus der
Welt zu schaffen; das sei der kürzeste Weg einer Lôsong und
2,

1. _J ":uld 1101 slup tbe wbole night nfter tbe 11eu•s reacl,ed 111e; tbe wbole busi11ess 111d1cates s11cl1 a total wa,it of all lw11011rable n11d ge11ero11s feeling 011 the pari
of our con~mander tho.L i: sic/mis t11e to thillk of it. Tba11k God the nation has
red~meJ '!self, as far as tvords can rtdum il. (Stl., If, 100). In anschaulicber
\~ e'.sc scbilde:t Southey die ôlfentlichc Srimmung in Eoglaud bei dicsem Erei _
nis m Tbe History of the Pe,zimular War, I, 604.ff.
g
2 - London, t809. (Auch entlulren in Wordsworth's Prose Works, ed.
A. B. Grosart, I, 33-209).
;. Courier, Juoi et Juli, 18r4; auch in Essays 011 bis own time, Ill, 8o8.

�LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

der Mord werde reichlich dadurch gesühnt, dass die Unsumme
von Unglück, Jammer und Elend, die von dies~m Manne noch
kommen müsse, mit einem Schlage verhütet se1.
.
.
Auch Southey hielt mit seinen Anschauungen über die ~reigrtisse in Spanien nicht hinter dem Berge. Der aus der Biographie Sir Walter Scott's bekannte Edinbur~er Verleger Ballantyne
liess ab 1 808 - zweifellos unter dem Emdrucke der bewegten
Zeitlaufte und imder advice, probably, of Scott who is their Magnus
Apollo, wie Southey (Sel. Il, 165) meint - ein Annual Register
erscheinen dessen geschichtlichen Teil Southey übernahm, und
in welche~ er nunmehr für drei aufeinander folgende Jahrgange
die Berichte über die zeitgenôssischen politischen Ereignisse
schrieb. Jt enables tne so to deliver my own opinions as tbat niany

Die Art der geschilderten Ereignisse und das lebhafte Interes:;e,
das sie in dem so nahe beteiligten England erregen mussten, war
ganz dazu apgetan, bei Southey den innerlich vorbereiteten
Wandel von Dichtung zu Geschichte zu beschleunigen. Sie machen auch seinen Plan, den er schon mit Beginn der spanischen
Verwicklungen gefasst batte, dereinst die Geschichte derselben
zu schreiben ', leicbt erHirlich und verstandlich. Das Anerbieten
Ballantyne's kam diesem Plane erst recht zu statten und die Berichte des Annual Register sind die ersten Anfange der spateren

thousand persans sball hear t!Jem. You will like the b~tterness with
which J speak of the last coalition minist?, a~d the undiss~mbl~ c~ntempt with w!Jich all parties are treated in their tur11 '. W1e worthch

Mit den Ausführungen der letzten, rein geschichtlichen
Abschnitte ist meines Erachtens zweierlei gewonnen. Einmal
sahen wir, wie sich bei Southey, beschleunigt von den politischen Ereignissen der napoleonischen Aera, der Uebergang von
Dichtung zu Geschichte vollzog; andrerseits aber ergab sich, dass
die History of the Peninsular War einzig und allein die unmittelbare Frucht der diesen Ereigoissen vom Dichter entgegengebrachten lebhaften Teilnahme war, nicbt aber ein Erzeugnis seines
Hispanismus, d. h. ein in seinen spanischen Studien wurzelndes
und aus ihnen bervorgegangenes Werk, wie es in dichterischer.
Beziehung Roderick, in geschichtlicher dagegen die His tory of Portugal sind.

86

Southey diese Versicherung hielt, beweist der U1:1stand, dass der
Verleger schon beim ersten falligen D:uckbo~en em halbes Dutzend von Stellen teils unterdrückt, teils gem1ldert ha ben wollte,
wobei trotzdem a bnlder chapter of conternporary history than anybody else would have prodiiced erhalten blieb, wie ~outhey stolz
versichert •. lm August 1813 war der Dichter überd_1es zum ~-oe~a
Jaureatus ernannt worden und hatte nun, neben semer personhchen Teilnahme an den spanischen Ereignissen, denselben auch
noch mit offiziellem Interesse zu folgen l, eine Pflicht, die er in
dem Carmen Triumphale zum erstenmale und zwar in glühender
Parteinahme für Spanien nachkam.
t. Sel., II, 166.

Ibid., II, 169.
3. Southey hat das, viclkicht ohne es iu wollen, in der e:sten Strophe des
Carmen Triumphale selbst ausgesprochen : He ... / Whose earliest task1m1~t be/To
raise theexult,wt hynm forvicto1y/A11d joi11 a natio11's joy wilb /Jarp ai'.d v01ce/Po,iri11g tbe st,-ain of triumpb 011 tbe wirul/Glory to God, bis song, Delwerance for
Ma11ki11d.
2.

History of the Peninmlar War •.

*
**

I. Fro111 the commencement of /bat contes/ I entertained tbe bope aud inlentio11
of recoi-ding its e'!1ents. (Rist. of tbe P. W., S. Ill).
2. Beweise dafür sind kaum von Nôten. \Ver sie dennoch wünscbt, braucht
nur die Berichte des Anm111l Reg·ister zu vergleichen (z. B. Aim. Reg., 1808,
S. 368 =Pe11. W., I, 605 [Schilderung des Verh::ltens der englischen Presse
zum Vertrage von Cintra]) und wird finden, dass sich Southey in vielen Fiillen nicht einmal die Mühe genommen hat, den Text bei seiner Herübernahme
im geringsten zu andern.

�88

LUDWIG PFANDL

Damit ist denn auch für uns, die wir nur outhe 's Beziehung
zu panien als D ic h ter zu betrachten un vornahmen, die
chronologi che Enrwicklung seines Hispanismus zu Ende. Resümieren wir dieselbe in aller Kürze : Lebhafte Erinnerungen an
panien und eioe starke, lange wahrende ehnsucht nach demselben bezeichnen den Uebergaog von den spanischeo Reisen zur
Sesshafcigkeit in der Heimat. Eifrig s Studium etzt alsbald ein
und die Zeit be onderer Vorliebe für altspanische Cbroniken
und Romane beginnt. ie bringt in erster Linie die Hauptwerke
spanischen Charakters 7.Ur Reifc. ebenber geht eine Reihe untergeordneter fomente, die das Bild von Southe ·'s Beschaftigung mit panien ,·ertiefen und vollenden : unausgeführte Plane
einerseits, Beziebungen zu zeitgenêissischen Hispanist n und
Hispanofilen andrer eits. Dann vollzieht sich die grosse \Vandlung in uthey zu jener Periode seines haffens, in der sich der
Anteil paniens mit einer inzigen Ausnahme auf rein geschichtliche und zeitgenôssischpoliti be Interessen bescbrankt,
und in deren Dürre mit der po tiscben Ader auch die Freude am
Hispanismus vertrocknet und verdorrt. Sic kaon für uns aus den
schon in der orrede angeführten Gründen nicbt weiter in
Betracht kommen. Wir gehen vielmehr dazu über, die dichterischen Hauptwerke uthey's, soweit sie zu seinen Hispanisrous in
Beziehung ~tehen, im Einzelnen zu betrachten und auf ihren
Gehalt an spani chen Elementen zu prüfen.

Z WEITER TEIL

SPANIE

I

1

0 THEY' DICHTU G
Ersres Kapitel.

SELB TAENDIGE DICHTU-:VGE.

LA CABA.
RoDERICK THE LA T OF THE

Gorns.

Vofotd los ojos, Rodriuo

~
1~o/vrJlos ti t•11rs/r,1 Espa,ïa,

Mirail como os la destruvt11
Vi1rstros a111ores y Ta c:va.
Miraà la sa11gre q11t t•ierlm
V11tSlras ge11/ts "'' /,afalla,
Casfigo de Ill i11cxe11te

Que fui por t'OS d1rn1111ada.
J ÂJ, Espa,ïa,
Perdida por 1111 ,ruslo y por la Cat-a 1
(Romancero general)

?ie Gesch_ichte des letzten Gotenkooigs hat infolge ihres
e~moen_t poet1schen Charakters im Laufe der Jahrhunderte mehr
d1ch~ensche Bearbeitungen gefunden, ais die irgend eines :rnderen
s~amsch:n. Herrschers. Die erscbütternde Tragik im Schicksal
d'.cses Konigs, der - der Ueberli fcrung nach - die chuld
e1~er unb dachten tunde in geradezu ungeheuerlicber Sühne
erlust von Thron und Leben, mit Knechtuoa seines
.
olkes
bü ste, bot den mannigfachsten ' durch Ze1·c und ~'at·
l ··
.1'\
JOnadichteri chen An chauungen und
.
.
fi1tathgetrennten
b
1gungen
em
rue t are Feld der Betatigung. Verschiedeoanig wurde der

;1t

�88

LUDWIG PFANDL

Damit ist denn auch für uns, die wir nur outhe 's Beziehung
zu panien als D ic h ter zu betrachten un vornahmen, die
chronologi che Enrwicklung seines Hispanismus zu Ende. Resümieren wir dieselbe in aller Kürze : Lebhafte Erinnerungen an
panien und eioe starke, lange wahrende ehnsucht nach demselben bezeichnen den Uebergaog von den spanischeo Reisen zur
Sesshafcigkeit in der Heimat. Eifrig s Studium etzt alsbald ein
und die Zeit be onderer Vorliebe für altspanische Cbroniken
und Romane beginnt. ie bringt in erster Linie die Hauptwerke
spanischen Charakters 7.Ur Reifc. ebenber geht eine Reihe untergeordneter fomente, die das Bild von Southe ·'s Beschaftigung mit panien ,·ertiefen und vollenden : unausgeführte Plane
einerseits, Beziebungen zu zeitgenêissischen Hispanist n und
Hispanofilen andrer eits. Dann vollzieht sich die grosse \Vandlung in uthey zu jener Periode seines haffens, in der sich der
Anteil paniens mit einer inzigen Ausnahme auf rein geschichtliche und zeitgenôssischpoliti be Interessen bescbrankt,
und in deren Dürre mit der po tiscben Ader auch die Freude am
Hispanismus vertrocknet und verdorrt. Sic kaon für uns aus den
schon in der orrede angeführten Gründen nicbt weiter in
Betracht kommen. Wir gehen vielmehr dazu über, die dichterischen Hauptwerke uthey's, soweit sie zu seinen Hispanisrous in
Beziehung ~tehen, im Einzelnen zu betrachten und auf ihren
Gehalt an spani chen Elementen zu prüfen.

Z WEITER TEIL

SPANIE

I

1

0 THEY' DICHTU G
Ersres Kapitel.

SELB TAENDIGE DICHTU-:VGE.

LA CABA.
RoDERICK THE LA T OF THE

Gorns.

Vofotd los ojos, Rodriuo

~
1~o/vrJlos ti t•11rs/r,1 Espa,ïa,

Mirail como os la destruvt11
Vi1rstros a111ores y Ta c:va.
Miraà la sa11gre q11t t•ierlm
V11tSlras ge11/ts "'' /,afalla,
Casfigo de Ill i11cxe11te

Que fui por t'OS d1rn1111ada.
J ÂJ, Espa,ïa,
Perdida por 1111 ,ruslo y por la Cat-a 1
(Romancero general)

?ie Gesch_ichte des letzten Gotenkooigs hat infolge ihres
e~moen_t poet1schen Charakters im Laufe der Jahrhunderte mehr
d1ch~ensche Bearbeitungen gefunden, ais die irgend eines :rnderen
s~amsch:n. Herrschers. Die erscbütternde Tragik im Schicksal
d'.cses Konigs, der - der Ueberli fcrung nach - die chuld
e1~er unb dachten tunde in geradezu ungeheuerlicber Sühne
erlust von Thron und Leben, mit Knechtuoa seines
.
olkes
bü ste, bot den mannigfachsten ' durch Ze1·c und ~'at·
l ··
.1'\
JOnadichteri chen An chauungen und
.
.
fi1tathgetrennten
b
1gungen
em
rue t are Feld der Betatigung. Verschiedeoanig wurde der

;1t

�90

LUDWIG PFANDL

las tab tragi cher ·huld und ühne geh:111dhabt, in epi cher,
dramati cher und lyriscber Dichtung cntstanden Gemüld der
spannenden und ergreifenden Ereignis e dies s toffes. Bald
wurde die ·huld vergrô sert und erschwert bald die ühne
gemilden, bald dern rein hisrori ch-legendaren toffe ein 1antclcben lehrhafter Tendenz umgeh:ingt, unœr dessen steifcn Falten
nicht wenio von eincr ursprüglichen S hônheit zu vcrschwindcn
drohte '.
Die eigentliche Geschichre dieses letzten seines tammes i t,
aholich \\ ie jene des • ationalhelden id Ruydiaz Campeador,
in hohem Grade von Elementen der olkspo sie durchtrlinkt,
denn wic beim Cid, o hat sich auch hier die Romanzendichtung
frühzeitig der in Chroniken und im Volksmunde in mannigfachen V rsionen crzâhlten tragi chen Geschichtc die es unglücklichen Herrs her bemachti t, und es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass auch Heldenlieder von der Art des Poema del Cid
über Kônig Rodrigo existicneo.

1. Un den Rrds, dem Southcy's Epos in der vcrglcichcndcn Litcraturgcschichtc zugehort, wenigstens a111.udeuten 1 môchtc ich hier, ohne auf absolutc
\'oil taodigkeit Anspruch zu crheben, die mir bck:mntcn Bearbcitungen des
Sto!Tes zusammcnstel!en.
Spanischcs Dranp : Lope de Vega, Josê Concha, Agu tin .Moreto, .1. Fermin de Laviano, Principe, Jo · Zorilht, .\ntonio Gil y Zarate.
ltalicnischcs Drama : Giambattista Rottalino, Francesco Guidi, \ngclo de
Gubcmatis. (Einige nonyma aud1 bci Allacci, Drammaturgia, p. 672).
Deut clu:s Dr:una : Rosalini Klinger, E. v. Lichnowsky, W. Bic:Jnwsky,
Gcibcl, G. Wolff, G. C. Rittcr, Felix Daim, Adolf Pichler.
Englischcs Drama: Henry lack nzic, W. . Landor.
Franzôsisches Drama : Guiraud.
Latcimsches Schuldrama : Rodericus fatali:; (1631), Rodericus Rex llispani.1rum (1685) 1 Rodericus ffi5pani.e E1ta edoctus (1761).
r richtdramatische Dichtungco : An cis de Carthage (altfran1.0sischc dia11so11
de gesh' mit Rodrigo-Episode) . Emile Deschamps (franzôs. G Jicht). Caroline
de La fotte Fouqué (deutsehcr Roman). Alex:mdro Herculano (portugicsischer Roman). Walter Scott (cnglischcs GcJicht). Luis Ponce de Lc6n
(panische de) etc., et.:.

ROBERT SOUTHEY U D SPA IEN

Ei o foment ist es, mit dem &lt;lie gcsamte Rodrigodichtu
tel_n und fallt: die Verführung der Tochtcr de Vasallen-Grar:!
Julia? durch den Konig. Sie ist die Grundlage des gesamten
R_od~go- toffes und auch o enge in Ge chichte und Tradition
hm m verwoben,_ dass sie bis vor nichr gar langer Zeit in ihrcn
Ur _acbe~ und \V1rkuogen ais historisches Faktum gegolten hat.
Onentahschen Ursprunas wie sie war, pflanzte sich diese Fabcl
Jahrh~nd ~te lang ausschliesslich in arabi chen Berichten fort
und lie ihre puren in d r christlich-lateinischen Literamr
erst vom 12. Jabrhundert ab zurück. Bei den a yptischarabischcn clmftstellern lasst sich dieselbe zurilckverfolgen bis
zu Ibn- bd lhaquem ( + 871), der eine "Geschichte der Eroberung_Aegyp~ens n verfa_ te und darin auch über den Kampf um
~amen benchtet ' . erne Ausführungen siod viclfach identisch
mie deoen ~nderer gleichzeitiger Chronisten des arabis hcn
~egypten, w1e des Tarikh Ibn-Habib und der n mehr. \Vas
~1e en allen ge°:ein am i~t und ihrc B richte auf das sch:irfste von
J nen der spa111scb-arab1schen Geschichtschreiber scheidet i -c
der Umsrand, dass sie da ausgesproch ne Bcstreben zeigen, /
Erobe
·
1 •
, ie
• . rung _pan1ens a s eme von Allah gewolltc und mit überna~urltch n Mmeln ins Werk gesetzre Tat darzust lien. Daher b i
ihn~n da Ueberwiegen phantastischer und abenteuerlichcr
Erzahlungen, das Hereinspielen der verzaub rren One R.
n··amo~en, rat· elh a1ter
c.
,
1 s n,
In chriften und dergleichen, die für die
G sch1chte der Rodrigo-Dichtungen von grosser Bed tu
d "dl
ung
0
?ewor en rn : m Geg~nsatz zu den genannten Berichten sind
Je_uc der s_p an ~-sc h-arab1~chen Chronisten von um·ergleichlicher
Em~achhe1t, uch~er~he1~ und realistischcr Dürre, ein Umstand,
der 1hrer Glaubwürdigke1t nur zu statten kommt. Zeidich an
rster telle unter ihnen steht die sogenannte Cr611ica dt! Moro

t. J. 11. Jones.: Tl111-Abd-EJ-Hakt111, Hislory of /br Conques/ of Spaiu. Gôttin•
gen 1858. (Arab1scber Text mit englisch!!r Ucbcrsetzung).
.

�LUDWIG PFA.'DL

Rasis, di indes nur in einer stark verdcrbten Abschrift erhalten
ist 1hr schlies t sich mit eioer Reihe kleinerer Relatiooen die
aufschlnssreiche unter dem Tit I Ajbar fachmua ( r r. Jahrhundert) gehende anonyme Kompilation an, die in ihrer
Ausführlichkeit die übrigeo Berichte in der glücklichsteo Weise
ergânzt 2 • Den eingeborenen (lateinisch schr ibenden) Chronisteo der Halbinsel bli b die gesamte auf die Eroberung bezügliche arabische G chichtsliteratur bis ins I 2. Jahrhundert
hinein unbekannt. Der Monch von Silos (ro. auf 11. Jhd.) ist
der erste unter ihnen, der die Schanduog der Cava und deren
schreckliche Folgen erwahnt, und aus der Kürze mit der er es
tut, hat man g folgert, seine Kenntnis davon stamme nur aus
mündlicher Ueberlieferung. Erst Ximenez de Rada J berichtet
offenkundig auf Grond der arabischen Vorlagen über die Ercignisse, in deren Mittelpuokt I ôaig Rodrigo, Graf Julian_ und
dessen Tochter steben. cine Version giog dann mit genng n
Modifikationen in die Chronica general des g lehrten Alfonso
üb r und ward damit Gero ingut der gesamten spanischen
Historiographie der Folgezeit.
Das sind die hauptsachlichsten historischen Quellen der
Rodrigogescbichte. Zu ihnen kommen für uns noch einige wilde
Schôsslinge, deren Bedeutung mehr auf dem Gebiete der Literaru rgeschichte liegt, und die denn auch ais Grundlagen für spâtere
dichterische Behandluoaeo des Staffes reichere Ausbeute boten
denn jene.
1•

1.

Details bei Gayangos in den Mrmorias dt la Rtal Aradtmia de la Historia

Vlll (1850).

2. gl. Dozy, R«l1trdJts sur l'biJ/oirt tt la lilllrahtrt dt l'Esf&lt;1fnr pe11da11/ lt
111oye11 age J, 45. Der arahi chc Text mit -~p:rnische'. ?ebers~t~ung voo Lafuentè
Alc:intara steht in Band 1 der ColeffWII de Crim,ras ornbm1s. Der au dem

17. Jahrhundert stammeode AJ-M.akkari (in •ngli ~er ebers~uog von Gayangos, London 1840) ist wenigcr Quellenwerk, ais v1elmehr spatere Zus:immcnfassung.

3. De Rtl•11s Hisp.111i:z libri IX.

ROBERT SOUTHEY

93

Die b~reits genannte Crcinica del Moro Rasis, rundlegeod unter
den B nchten d s panisch-arabi chen Zweige , wurde zu Ende
des r 5- Jahrhunde~rs von Pedro de Corral zu eia m gewalrigen
auf bre1tester Bas1 angelegten Ritterroman umocarbeiter der
,~•ie chan ein Blick auf dje lange Reihe seiner A~ aaben d~rtur'
sich der allergrôssren Beliebtheit erfreute, au erdem aber al
der alteste historische Roman mit national m toffe auch in der
s~an!schen Literaturgeschichte einen hervorragenden Platz
emnimmt '. Das zweire ,verk novell ken Charakters das für
die Rodrigodichtung der olgezeit von noch viel 'gros erer
Bedeutung werden sollte, obschon es an ionerem Wert weit
hinter dem Buche de P dro de Corral zurücksteht i t die
a~1ge~liche Wirklicbe Geschichte Rodrigo's, eue Miguel de Luna,
ein 111 Granada ansassiger Moriske und Amtsdolm rsch aus
ver chiedenen der arabi chen Quellen, besonders aber au; der
eben genannten Cronira de Rodrigo und aus eigener Pbanta~i
kom pilierte 2 •
Rohert
uthey hat den Rodrigostoff in zwiefa h r Form
J. D3:5 Buch fühn den Tite! Crôuica dtl Re_1• Don Rodrigo, con la Deslrtt}'CÙiu
de Espa11a, ~ ro1110 los Moras la ga1uzr011, und scheint zum erstenmale im ]ahre
1~99 zu Sevilla gedruckt worden zu sein. , Tach Hâbler Biblio~rafia ibùica del
0
Sl![lO XV,
174 wiire d:is die erste 11111/ sümtlicbm Bi/,/iof!~ophe11 1111beka1111/t
~usgabt_ d~s Werke. Dami1 im_ Widerspruch teht jedocÎ1 folgende Bemerkung be1 T1cknor li, 686 : fo e111t111 a/lm Verzeidmis der Bücbersa111111l11ucr des
Grafeu-Herz.ogs t'011 Olivares fi11de11 wir ti11e Ausgabe ditser Cbro11ik t'011 s"et-ma
1_-192. kh se!bst vermag die Frage nkht ;,:u cntscbciden. p.'itere Ausgaben
. md von Scv1_lla 15u, 1522, 1527, Valladolid 1527, Ale.a.la de Henares 15 37 .
1ch s~lbs1 bcs1t~c ein Exemplar des Druckes von Toledo 1549; andere sind
verze1chnet be1 Gallardo Bd. 2, \\"hitncy . 108, Ticknor fi, 685, alva
N• 1584 ff., Heredia Ill, 100.
2. ?cr Tite! lautet mit ein'.gcr Kürzung: La t•erdadera hislorÎII dtl Rey Do11

RodrtfO ... co1:1puts/a por el sab,o AlrnJdt Abuk,tcim Tarif Abe11tariq11t ... 1111e1.'ammte lrad,'.rnia de l'.1 le11g11a ar,1biga por }4.igutl Je L1111J ..• 1592. Das Buch
war îalschhch ais die Uebersetzung cincr arabischen l laodschrift au gegeben
und erlebte. ais solchc cine ganz unglaubliche Zahl von Auflagen sowic einen
für seine fange! beispicllo en Erfolg.
'

�94

LUDWIG PFA. DL

b handclc : fragmcntarisch in einem, wic r s ncnnt, mo11odrr1111a
in 70 \'ersen, b titclc La Caba, und in d m umfangreichen,
2 5 Büchcr umfa .. endèn Epos \·on R11derid.· the Las/ of tbe Goths.
Zum (;incn diente ais Quelle der Roman von 1iguel de Luna,
das zweitc geht in s inem crstcn Ursprunge zurück auf die Rodriaocbronik d s P dro d Corral. In die Art der Benutzung dieser
Quellen führt un am besten die Entstehuog geschichtc der
bciden an mfang so ,·er chi denen Dichtungen in, wi wir
sie uns au
uthey's eigeneo vcrstreuceu Aeus eruogen hierüber zusammenreimen konncn.
Das kl in re Yon beiden G dichten, ein Monolog, ist die
ktzte furchtban.: Anklage, welche die de Lebcns überdrü igc
Caba ihrem \'at r vom Turme hemb entgc 0 enschreir, um sich
dann in die Tiefe zu stürzen. This 111onodra111a, schreibt ourhey
(Works, . II 2 ), ·was wrillm se-veral years be/ore the a11t/Jor hnd any
i11tmtion of treati11g al greate, lengtb tbe portion of Spattisb bistory lo
wbich it rdates. It is farmded upo11 ... Il~ Historia 1:erdadem del Rey
Don Rodrigo u•hicb M~f;IIÛ de L1111a tra11slated {rom the Arabie. Am
chlusse des Gcdicbtes steht ais Datum seiner \'ollendung: Bristol 1802. lm ommer des vorhergehenden Jahres (1 or) war
der Dichter von scincm Z\\ eiccn Anfenthalt in panien nach England zurückgckommen und batte für die folgcnden zw i Jahre
mit kurzen Unœrbrechungen . cinen Wohn itz in Bri col aufgeschlag n. Bci seincn rudien und dem damit verbundencn
e:x/ensii•e reading in der Art wie outhey es betrieb, konnte ihm
ein Buch ,on der \'erbn. itung der Historia 'l'erdadera des 1iguel
de Luna unmoglich cnt0 eh n. Hiebci scbeint ibn die telle, an
der Luna in cinfacb n Worten d n tragischen elbstmord des
unglücklichen von Kënig Rodrigo entehrten Madchens rühlt,
besonders ergriffen zu ha ben. lch \\ ill sie, um sic auch jenen
Kennem und Frcunden
uth y'scher Poesi redu nahc zu
rücken, dt:nen das altertümliche pani. ch de Texte erwas fcrne
licgt, in entsprecheoder Uebertragung hierher setzen. Die ituation ist folgende : Graf Julian, der Vat r d r von Rodrigo

ROBERT SOUTHEY

D SPA lEN

95

geschiindeten Cava, hat sein Rachewcrk vollbracht und die Mauren zur Eroberung paniens aufgereizt. Die Enrscheidunossch_lachten ind geschlagen und er zieht icb in die tille des
klemen südspanischen tadtchens Villaviciosa zurück, um dort
nach de~ Ersc!1ütcerungen der vergangenen Tage "iedcr in
R~he mir Gattrn und Kiod zusammensein zu kënnen. Er l:isst
b '.de unter sicherem G I ite zu sich bringea, und nun hei~t es
be1 Luna ( cap. • III) :
. Seine Tochtcr war traurig und niedergeschlagen, und was immt:r
die ~ltern ver_ u~lnen, sie aufzuheitcrn, nie vcrmochtcn sic sie froh
zu Sttmmen, me 1hr Frcudc zu machcn. Sie ho.ttc stets deo Huin ihrcs
Lande vor \u_gen, den Uotcrg:iog der Christcn, aile die Toteo, die
Gefangencn, die Verwüstuog der Heimstattcn; und auf sie fiel die
Schul~ des gan1.en T.:nglück . Ucber ail &lt;lem :iber lastete der Kumm r
ubcr ihre _Entel~_rung noch schwercr auf ihr, ohnc Hoffnung, wic sie
':ar, au: cmc \\ tcderhcrsrcllung ihr r Ehre. Mit solchcn Gcdanken der
\ erzweiflu_ng z~r Bcute gcword n, be chloss ie in ibrem Herzen, zu
st er~n. Eme ~-•gcs bc~tieg sic cincn Turm und verschloss die Türe
\'On 1nncn, dam1t man ic nicht hindcrn kiinne, ihre Tat zu vollbringrn. Dann befahl sic eincr Dienerin, ihr den Vater und die: Muttcr zu
rufcn, wdl ie ihncn nod1 etwas zu sagen hlttc. Und als sic gckommen_ waren, ~:t redetc sic zu ihnen wchmütigc Worte und schlass
dam1t: d~ss ~m so_ unglü klichcs, so ,·om ·hicksal vcrfolgtcs Wcib
wie 1~, 111 semer Sclrnnde uicht weitcr zu leben vcrdiene, wmal sic
noch dt~ rs:ich~ eines so gcwaltigen L'nhcils gcwescn sci. Und, 50
e.ndetc s1_e, 1.ur Ennneruog an mcin bittcrcs Leid oU ,·on jctzt ab dicsc
Stadt mcht mehr Villavicio_;i, sondcrn Malaca hc,s ·en ; dcnn in ihr
cndct h u~c da _schlech!este \\'cib cin Lebcn, d:is je die \\'dt getragen hat. i ach die en "ortcn stüntc sic sich ,·om Turmc hcr.ib aime
1~och auf i_hre Eltem oder die übrigcn T; mstchcndcn 1.u hôren, ~ sehr
sic auch btttcn und zurcdcn mochtcn. Halbtot tmg man sic von der
telle und, nachdem sic noch drci Tage gclebt hatte, tarb sic.

Der Grundron dieser Erzâhlung, das wird niemand Jeugnen
wollen, isr &lt;lie scille, schick ais rgeb ne \' em, eiAuno einer Unglück~icl_1en, der n grüsster ·hmerz schlicslich n;ch der ist,
da s1e 1hrcn Eltern auch d n letzten und chwcrst O I umm r
&lt;len lbstmord ihres Kiodc:s, niche erspar n k:ion. outh y

ha;

�LUDWIG Pl'A DL

zu unsten einer mehr dramatischen Farbung dieser zene die
Ueberlieferung der orlage tark verandert. Die sanftc Dulderin
wfrd znr verzwcifelten Furie, die sich vom eigenen Vater lossagt,
ihm die huld am Unglück des ganzen olkes aufbürdet und
mit einem graulicben Fluch auf den Lippen in die Tiefe
stürzt.
Die kleine Dichtung ist eine der ersten poetischen Frücbte,
die uaserem
uthe • aus seiner Beschaftigung mit spanischer
Literatur erwuchsen. Trotzdem mocbte ich dieselbe nicht ausschlicsslich für seinen Ilispanismus in Anspruch nehmen. v er
immer Southey's \ erke gelesen bat, der erinnert sich alsbald
beim Monolog der Caba an den ganz ahnlichen der appho, der
Lucretia und der Gattin 'des Fergus. Mouodramas bat er sie
hochtrabend genann t, und sie tellen ( mit Wat Tyler) die
umme dessen dar was er als Dramaciker zu bieten hat. Diese
absichtlichen Fragmente passen wohl in &lt;las Schema der Southey' schen Arbeitstechnik recht gur hinein - muten sie niche
an wie versifizierte Zitate aus dem unerschôpflichen Comnonplace-Book? - doch ind sic eben zu sehr fragmentarisch und
aus dem Zusammenhange gerissen ; sie behandeln gewaltige
Konflikce in zu engem Rahmen, al dass sie des Lesers Interesse
auch nur in geringem Masse zu fesseln ,·ermô.:hten. ln dieser
Bezichung unterscbeidet sich der Caba-Monolog in nichts von
den übrigen drei kleinen Dichmngen, die wir in einem Atem
mit ihm genannt haben. Für uns hier ist er nur in ofeme von
besonderer Bed uruna, weil er eine Art Ouvertüre bildet zu der
grossen ymphonie der Taten und Gefühle, die uns der Dichter
in der sptüeren austührlichen Behandlung des toffes, dem Roderick-Epos, erklingen lâsst.
Der zweite Teil der poetischen Rodrigo-Geschicbte, der ,·ersohnende chluss der Tragôdie vom Unrergang der Gotenherrschaft in panien, ist die Heldenlaufbahn Pelayo's, der die
Res/a11racio11 in die W ge leitete und die spanische fonarchie

ROBERT SOUTHEY UND

PA,'lEN

97

begründere.
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1 ine Per ônli hk e1t· un d Gesch1chte
war es zuerst
die
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une' den Ge&lt;l k
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· an,
. B b.
an en an sometbmg of great importance
em~ ear itung des Conquista- toffes wachrief und h '.
Juil r 805 schreibt er gelegentlich an \ ' ' ,
se . on 1~1
einiger Zeit mit dem Plane .
_} _nn , er tragc s1ch Sèlt
Pelayo's. Tbe bistorica/ acts ;mer Poet1s1e~~g der Geschichte
sho11/d b,•; and I cculd
~ e few an~ stnk111g, iusl what tbey
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fi,{~ give. lo the mam rharacler lhe slroncr fee-

1;;/ ~,:; J::;:;is. w;:1J _gzi•e Elife at~d

sorti to poc!ry, and in whicb I
zs epctenl. rst 1m Laufe der Zeit ais hon
;t:~;~ode~n~e de_s Epos entstanden waren, drangte sich die Gengo s nut so clementarer Gewalt in den Vorder r d
dass das, was nur zur Einleitung dienen sollre H
g un '
des Epos wurde: Rodrigo's ühne •.
, auptgegenstand
G ..

ln dem erwiihnten Briefe an W
einen kurzen Begritf von mfang }~:~ ~i'hc k utdhey diesem
1ara ter es toffe ,
1. ~- &amp; Corr. Il, JJJ. E. Schwichtenbcrg h· ·
.·
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.
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Stdle m der Korrcspondenz des o· 1t
,1t m semer D1 . rtat,on d1cse
1
1
Gcdichtes er t ab 18o8.
,
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ers ubcrschen und datièrt den Plan des

2. Der genanme chwichtenberg hat .
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zusammengetragen, an dc.:ncn Sourhc - Ill • me: St~~ic allc jcne tellen
Dichtun" berichtct lm !nt es
. y ubcr die 1cwc1hgcn Fortschrittc der
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cr e caner bequc 1 , o · ·
selben hier foloc.:n 1'cdoch oh ' r,. li
n en ncnucrung las e ich die. '
ne '-(.UC enan®bc ~- d'1 • 1
Arbeit (S. 34 ) verweise.
"- , ur c 1c 1 auf die genanntc
Januar 1810 : Pelaro is bl'trllu //. l
Fcbruar 1810 ; The fi, rst s~c·',,·o,' 101:r,' 11ot_adva11ctd Ol&gt;o:!t llitfirsl 1tint/1· ti11es.
•
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t of rt O\'O IS ,1tarl fi . l d M .
,
u•n/fm lbefirst c,111/0 of Pela ·o. bl k,
y 111s1i. a1 1810: ( h,n•e
ber 1810: I lxrt•t finisbtd
Ill d 1111 . t•erse, ?"d u•itbout mad1i11ery.
ptcm1811 : I ![O 011 slow/y •u:ithu;;;n,·;~~t101~; wb1d1_)'01t sha/1 su_ tre ~on,!(. Pcbruar
Okrober '81 J : Pe!a1•0 nlso is ;o, . o~ er s11b;ects arr jlonlt11J{ Ill my btad.
potm u:il/ soo,1 re11cb •,ooo li11es.pA 1-: ~;ss;;-~ 2u~r_1· mucb Jo ''.'.'' satisfaclio11 ... the
Pelayo, o11lv wo lines sùtee the lui~ t'
~ am slow 111 Ill)' ptogrtss •u:ilb
August 18~2: J bave made
lp'
r io,i.. a1 1812: Peltl_ro conus o,1 sfotdJ.
.fOOI rwrrss tt'1th Pelay·o Se
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maJt somt trn,.ress ll.11's su,1111
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12 : Roderirk is i11 0
baff. Januar 1813 . ". ",.,, ., lo lt11glht11 I sbal/ gtl rnpùlly on tt-ilb the Taller
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anderc g1'b t, als den 'k' ji1rnnn
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CLX)C'Ul : \Vie l 6mg Mu~aça \On
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CLXXt'-V : ic _no, . G.. gewordcn \\~ar, w1cder zu
des Kônigs hmaça _,o_n IJOnfl h. ,d Mimaça es dem
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d · d', Berge ge•••'
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CLXX, \ Ill · . .
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Kôni e emacht wurde.
ftobenen Chnsten zu l r m

ROBERT SOUTHEY

D SPANIEN

99

Die vôllig Ueberei.n timmung der urhey' schen Bricfscelle
mir dem lnbalre d r zitierten Kapitel der hronik beweisr, Jass
hier di Anfangc des Roderickepo unseres Dichtcrs in scharfer
Abcrrenzun vor un liegen. Die Vermutung, der Dichrcr konne
entweder chon durch Luna (&lt;lem er die Cwa ntnahm) od r
irgend ine andere Chronik auf den Pelayo- toff g bracht wordcn
sein, wird dadurch hinfallig, dass iner ·eits Luna des Pela •o nur
gel gentlicb und vorübergehend Er\\'ahnung tut', andrerscits ein
ebcnso eingehender und zu ammenh:ingender Bericht, ~'ic bei
Corral nircrends vorhanden war.

Th,:re are, fahrt uthey in &lt;lem gen.annten Briefe ,.,·citer, f1.1r
rharactar Pelayo himself, lbe )t11111g- Alfonso ... , Orpas tht, ,·megade
ard:bisbop ... , Cou11t Julia11 bis daugbler F/ori11da ... , and laslly
King Rodrigo himself. Der ursprünglicbe Grundriss des Epo war
also folgender : der Untergang der Gotenherr haft und der siegreiche Einbruch der Maur n sollten in ihren rsachen (, hiindung der Caba, Rache ihres aters durch Herbcirufung der Maureo, Besicgung Rodri o's und seine ühne) zu Eingangder Dichtun erzahlt werden : das igentliche Ep batte dann von der
Restauracion gehandclr da J1ei t von der siegreichen Wiedereroberung des Landes durch die Christen unter dem heldenhafren
Pelayo. Doch :mch utbey's epi ches Genie fi 1, wie sovicle
an&lt;lere, die d r toff gereizt hart , der Zwiespalcio-keit de cl ben
zum Opfer.
Der naturliche Held de ganzen historischen Drnmas ist zweifello Rodrigo. ine chuld und ühne bilden den eigentlichen
toff. Die Racbe des durch chandung seiner Tochter beleidigten
Vaters ist nur ein Gli d in der Entwicklung der Ereignisse, die
zur Kata trofe fübren, ein Glied ail rdiags, da nicht fehl n tlarf,
soli ni ht das Rodrigomotiv in tücke zerfallen. Es ist dalter ,·on
1. Die in Bt.'tr.lcht kommendcn
tel1 n siud : Pane 1•, .:ap. tï, cap. 26,
cap. 48/49, cap. 56. Von Kônig M.inuça wi ,·on der chwe~tcr des Pc!.tyo
ist bci Luna ubcrhaupt ni.chi die Redc.

�' LUl&gt;WIG PFA DL

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Varer w1e
vv. S. Landor ::,
Grund aus \'erfehlt, dtesen
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Drarnas zu rnad T aoer der Han ung emes
bat zum Helden un r ·
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rotiv mit Pelayo als
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bangt &lt;las Reconquista- l
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chen. Dagegen
.
R drioostofie zusammeo, al . es
Helden our. insofcrne..
obs hluss desselben bildet, a.lso
gleichsam emen versohn kb
d llein nur Stückwerk 1st,
nicht ohnc d ns lben den ~ ~r un ff)a auch ohne jenes ein gewahrend letztcrer (der R~ nRgo~lto
Dr"n'atisierungen beweib'ld
Eine et 1e von •• "
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schlossene Ganz~
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_ • lcich ab r auch die anz1ed die vorne 101stc, zug
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. .. . en Geschichte der Rodrigo-Die tu~g
hendste Aufgabe der kunfug .
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tigen Verhaltnisses 111
wird es ein, die \J irkung die es e1genar

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der toffgeschichte darzut~.n cin leichtes gewesen, diese Klippe
Southey ware es vermut ic 1
l be ich aus den
&lt;l h war - man darf das, g au
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zu umfahren, oc.. e1hchen
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Il en sein
. er Korre pondenz schliesscn
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des gewaltigen toues
- zu wenig planvoll an die .~a~ e1tudng h tau nderlei andere
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berangegangen . ie spr b . , o d' mselben ein untrügliches
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Zeichen auc 1l a ur, a
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n· 1 . es Tages zu eincr Erkennt.. 1- ·l d ss der ,c 1ter em
es ganz natur I'- 1, a
. .
icht batte s in kônnen :
nis kam, wie sie charakrenst1scbher ~ .fi ed . but it will makt the
· 1 g JOd /o e sac, t c ,
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What I bave OIU' is ClO t
SI k peare's Jnlius C,usar; and
poem as ra// l I y i 1/ s I ru CI Il r e as JO es

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.
. . f die Tra ôdie Die Gotlit11kro11t des
Zum Bclegc vcl'\v~ise :ch i:111cr:~11:;l~andlun; des Pdayostoff~ durch
Grafco Kalckreuth, die den Mang
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'ts auf d'1e Art wie der unbel ·h
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endlose Rhetorik au ~g c1c en u68 ' iu Luzern aufgefùhrten Jesuitendra~1as
kannte Verfasser des im Jahre 1 P51
ff ·o n'cl1tigem Au~:issc seines
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1 ab verso net. es ,
dichterischen ' ,, ertes nt r
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oder , . Fonsetzung memer m
b da · Jetztere so 1e 2 •
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Beitrâgeo Z ur loJJgebcgonnencn en 00
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Bd. I des Mi111cbe11u 11se11111
. usführlicher berichteo.
schicbte des l11tû11isc//Cll Ordmssdm/Jrnmas .t
J.

ROBERT SOUTHEY UND SPA, !EN

1 sba/1 be a third of the wa , thro11gb it, be(ore Pelayo appears 1 • So
schreibt er im Februar 18 II, nachdem er im Juli 1805 zu entwerfen begonnen hatte und inzwischen seinen Freunden b reits ein
tilchtiges tilck des Ganzen ais vollendet gemeldet hatte. Und so
kommt er schliesslich nach ab rmaligen reichlichen Pausen im
September 18 I2 zur Erkenntnis, dass das Gedicht Roderick the
Lost of the Goths und nicht wie anfanglich geplant, PtlaJ" heissen
musste Und was war die Folge da von? -Dass das Werk die e
fa11/ti11ess of structure beibehielt, halb Pclayo-Epos, halb RodrigoDidnung ist und dabei keinem der beiden vôllig gerecht wird .
Es behandelt die Taten und hicksale des zum Ra.cher und Retter des Vaterlandes ausersehenen Fürstensohnes, der sich zum
Anführer jener Getreuen macht, die den Mut noch nicht verloren baben, und sich mit ihncn siegreich gegen den Feind behauptet. 1 eben Pelayo aber geht nocb ein anderer Held der Reconquista einher, der ehemalige Herr cher des Landes, der seine
ünden wieder gutmacht, indem er ebenfalls sein Rau.Rein
Getreuer zum iege filhrt, dann aber spurlos verschwinden muss,
um &lt;lem anderen Platz zu machen .
Eine gedraogte lnhaltsangabe des Gedichtes wird uns das
illustrieren .
2

•

Die Maurcn habeo panien erobert. Rodrigo fliehr oach verlorencr
Schlacht in die Einsamkeit. Ein Jahr vergeht und sein treuer Gefàhrte,
der Mônch Romano, stirbt. 'un hat Rodrigo einen Traum, in dem
ihn seine fottcr auffordert, von neucm den Kampf zu beginnen. Er
macht sich auf, dieser Weisung zu folgen und seine Mutkr zu suchen.
(Buch 1-3).

Hier mussre der Dichter, immer noch in dem Plane befangen,
ein Pclayo-Epos zu schreiben, endlich darangehen, den eigentlichen Helden in die Erzahlung einzuführen. Das geschicht m
der folgenden, nicht sonderlich poetischen Form :

-. u

1.

L.

2.

Stl. II, 294.

el

Corr. Ill, 300.

�102

IWBF.RT SOUTHEY U:-lD SPA 'IE

L D\\ïG Pf A''DL

Der Aht eines Klosters, bci dcm sich Rodrigo unerkannt Rat
darüber erholt, was zur Bcfr iung Spanicm iunachst ~ctan w1.rden
kônne, gibt ihm die \\'cisung, cr sollc ru Pelayo, dcm am Maurcnhofc
ab Gdscl weiknJcn spaoischcn Für ten gehcn und ihn iur Tciln;1hmc
am Befreiung~kampfe auffordcrn. Rodrigo iieht sdnes \Yeg s wcit1.'!'
und in CorJoba cndlich, in eincr ciosamen K.ipcllc, trifft cr auf
Pelayo. (Buch 4-6).
Dies n bitt..:t er, die Krone Spaniens anzunchmcn und sich an die
Spit1.c des Bèfrciung,kampfes zu stellcn. 'ach ciniger Ucbt:rlcgung
willi~t Pelayo mit Frcudc und Rührung ein. Auf den Knicn vor ihm
licgcnd huldigt ihm Rodrigo ais dem neucu Konige. Des Abeads
flicht sodann Pelayo, als Baucr verklcidet, aus der }.fauren~tndt. An
seincr Flucht lasst er auch den Mitgcfangcncn .\lfon&lt;;0, d..:s rafon
Pedro jugendlichcn Sohn, mit dem er besondcrc Plane verfolgt, tcilnchmeo: e\)enso die uoglücklichc Florinda, Graf Julians Tocbter, die
bei ihm vor den Nachstellungcn des Rcm:gatcnbischofs . -hutz gcsucht
hat. Ausserhalb der tadt, in eincm Wiildchen, schlie t sich Rodrigo,
tcts uoerkannt von alleo, dcm Zuge der Flüchtigen :m. Man wandcrt
,:unlchst zum
hlo. se des Grafcn Pedro, Alfonso' Vatcr. Zum
Schutze des bedrangtcn Landes ihre Kraftc eioigend schliessen Pedro
und Pcl:tyo, trotzdem sic bishcr Fdnde waren, ein innigcs Bündnis
und bck-Taftigen Jasselbc durch die Vcrlobung ihrcr Kinder, Pedro's
Soho mit Pelayo's Tochtcr-. Der junge Br:iutigam wird im Amchluss
darnn zum Ritter gc chlagcn, und cin feierlichc · Gdübde zu Schutz
uod Renung des \'aterlandcs ciot aile nwcscndcn. Ein Ucbcrfall von
300 Maurcn wird gleich darauf in hcisscm J ampfc sicgreich ab~eschlagcn, und nuo bricht man unter Pelayo's Führung nach desscn
Schlo se auf, das man ôdc und verla en findet. (Buch 7-14).

Man greift mit Handen, wie der Dichter bemüht ist, den einmal gewahlten H ldèn um jedcn Preis in den Mittelpunkt der
Er11ihlung zu stellen, Handlung und lnteres e auf ibn zu konzentrieren. Aus chliesslich zu diesem Zwecke sin&lt;l die cpisodischen
figuren des jungen Alfonso und Hermcsinda's, der Tochter des
Pelayo eingeführt; ebendarum muss auch Florinda b i Pela ·o
hutz suchen, denn nur aut diese Weise kommt halbwcg cine
Beziehuog zu tande zwischen Pelayo, &lt;lem Mittelpunkte der
Handlung, und der mit ihm sonst in keinerlei Zusammenhang
stehenden zweitcn fülUptperson der Rodrigo-Gcs hkhte : Flo-

103

rinda.
Pelayo war nun endlicb crlückric 11 ms
• z-Cntrum der Ereig
.
e_ gerückt, doch unversehen ,·var damit auch schon de;
sparhche
und Er[ ebn1s
. na 1iezu aufgebraucht
Bo . h toff seiner Taten
'
. t me t der Rodrigostoff uneodlich mehr d s pannenden und
Ra_hr nd n, de~ di;hteri ch erwenùbaren, al jener? Es rait das
Erkennen_ Rodrigo s durch seine Mutter darzustell n die E-d s Konfltktes Z\\ ischen Julian und Flori11d •·
'.
dodung
k.. ·or 1 '
.
a cm rse1ts un
em
onio 1~ ~en Vcrführcr andrerseits musste in ihrer Wirhamkeit
au.
\verd n _ • und O wurde au peIa '0 der Rodcrick.
Der enutzt
O
0- bo rade\ eg war mde bereits verfehlt, d r Ariadnefaden des
ic ters Hand entcrlitten. Die Figur de Pelayo
. G 1·
1 fb •h
.
mit cwa c
1erau
es1.:
\\'Oren,
liess
sich
in
der
Folge
n1·•-ht
oh
.
,· d b
.
~
ne we1teres
v. Je. er annen, und die Einheitli hkeit de Epos war ~u- r ,·
zernsscn.
mmer
nt~

\\;ihrend Pelayo seine in die Ber
Il
..
bcreitcn . ich im l'ai. r- R d . S ge gc ohcne Fam1lrc aufsucht,
•.
• c ur o ngo . zenen der schmcrzlichsten Er"
ruogcn vor. Em Wied
_h ,
•
•
mncdoch .·• k
•
_erse en mit semer Mutter ist unvermcidlich.
sic cr ·ennt 1hn 111 cht w,d b. - 11 . 1
•
. fônchc die chuld ih
h cmu t sic J, _vor dcru vcrmcintlichcn
, .
rc:s o ncs zu vcrklcmcrn. Der altc Siverian
g~r, des_ l\ô111gs chcmaligcr Erzichcr, hofft 1-uversichtlich R d .

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c~;i:~e~a;~:ri:~:c~n~o~~~~cn :"d ~en Til~on in ~ltcr
E111schlu , nocb a1n 1 _-h T
a er a t st1l1 für sich den
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g e1c en age Pela
K •
lasscu. Darauf bcstcht cr auch aL . ~~o zun~ ô111g1: ausrufcn r.u
.
, "' seme iviuttcr 1hm crcsteht d
.
1hn crkannt hat und ihm
,..
, a s ~,e
,- d,
•.
von ncuem zurcdct, sich die verloreoe Krone
' ' i~ c~ zu. gewmncn. Pelayo wird nach altcm Brauch mit
ossc
Fc1erhchkc1t zum Kônigc gcwiihlt. (Ruch 15 _, 9)
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Mittlcrweile gchcn auch im ruauriscb La .
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en ger cntsc e1&lt;lende Dmgc

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gemacht."
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1::~~r!;r~h:i:ung :hl.ac~t b~rcit
Orpas der V crràterei be chuldigt ln1 Bewuo :m dnmkesuchngcn
sst cm ass man ih
1 d
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ona~·t 1 . cm 1~bcn rr:tchte, veranlasst Julian cine letz~c Zusamcnkun~tl
li emcr ocht c·r 1~1orm
. da. s·ic kommt und mit ihr R d .
li
Mônch vcrkleider immer noch von b "d .
k
. o rigo .ils
,. .hn _
•
c1 en uncr annt. Julian Jisst sich
on• en uberreden, zum christlichen Gl.aubcn zurüd: zu keh,.
.
dcm er abg•f: Il
rcn, ,on
1
einea Kri' sc_a en war. ~s maurische Lager gekommco, "ird er in
eg. rat bcrufen. Hier macht er unter dem Eindruck des Ge-

�104

d Vorschlag den Krieg vorlàufig cinzustellen; daraufhin
scheh enen en
•
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- n Pelayo
.
0
d der Anführer heimlich, i n zu lote .
,
bcschltessco rpa un
"b ·r cioe Abteilun"
fühn indessen cioc kleine Schar Getrcuer zum _1eg u c _
_ !be,..
der laurcn. ln eincm engeo Felsentale gchng: c ihm!. d1e_sc ,-o~
eiozuschlicssen und mit eincm tcinhagcl z~ ~-crmchte;~ ~:~:e e~:r der
Gott gesandtcr Rcttungsengcl stel11 er dabe1 im _Sono g . -2 ).
Hohe und feucn die Seioigco an zu Kampf und ieg. (Buch 20
I
Julian wird von den ausgesandtcn Môrd rn schwcr vcrwuo
.
h
K. ·hc speodct ihm Rodrigo den letztcn Trost un g1 t
cmer na en 1r~
'h 'h J ran und
"ch d~nn zu crkenneo. lm letzten Atemzuge verzc1 t_ 1 m u '.
s1 h 'det versôhnt :ms dem Leben. Florimla :iber st1rbt vor innerer
;rr:~ung ais sich Rodrigo zu crkcnncn gibt. (Buch 2~)\' .
. Die
" Entscheidungsschlacht
•
cnt b rennt. Rodrigo cntre1sst dem
Sa 1erra-d
. treues Schlachtro s schwingt sich in des en ttc un
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ter rp:15 scm
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• 1t &gt;t \\'uuder der Tapferkcit; dar:111 schhe~s ici er ·con i
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·cg gev.:innen hilft. ~'a
Pela,·o der mit semer tapfercn
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er . ci1lacht aber blèibt Rodrigo für immer wrschwun c~.
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!r sein Vergchen und gibt zugleich in Pelayo dem befre1teo Lande
einen würdigcn Kooig.

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· der Od)·ssee ' im Parzi,·al
Einheitlich konzenrnerr
D~ .im
Tri tan, ja soaar in dem subjektivstcn aller Epe~, der _1vma
Commedia,die EntfaltungderTaten und ~es~hehniss~ um ernen
•·1ttelpuokr um ei ne n Trager der Ere1gnts1e. i~manld. alber
1
·
'
•
be1• Sout hey's Epos. in .. g e1c 1er
wird
behaupten
wollen, das dies
.
,ollendung der Pail sei, wenngleich es recht wohl batte ve1;.
k .. 1111en Der Roderick i tin seinem Aufbau von Grun~ aus e
• Ehre des Dichters se1. es 1edoc
·
h w1e
· dcr1101r.· d •e. Schuld
r 0hl I Zur
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•
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lfte
hegt
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daran traat er selbst nur zum Teil; zur ernen a
So h :
wie uns die Arr der Quellen und ihre Benützung durch ut e)
gezeigt har, im toffe elbst begründer. -

••*
Da war die Entstehung.geschiclne des R?derick, ~ie, sollt~ sie
gründlich sein, notwendig zeigen mu ste, w1e das \\ erk aus em

Stoff emstanden war und warum es Jiese und nicht eine andere
Struktur angenommen. •un muss an der Hand der verschiedenen
Quellen, die der Dichter für E in ze I be i te n seincr ·a bel ais
Grundlage oder Anr gung benützt hat, Fremdes und Eigenes in
seiner toffbehandlung geschieden werden. Dabei werde ich mich
bemühen, zuvôrderst das Verhaltnis der einzelnen handelnden
Personen zu einander nach Herkunft und influss auf den Gang
der Erzahlung zu bestimmen; fcrner die Mittel, mit denen der
Dichter seiner Form historische und Loka.lfarbe zu geben tr:tchtet, zu charakrerisier n ; zuletzt aus dem Ganzen den Charakrer
des Titelhelden hcrauszuschalen und - gleichsam als Quintessenz des uthey' chen Gedichtes - dem Leser ,·orzuführen.
ine nicht weniger-denn 30 amen umfassende Personenli te,
die dem Gedichte vorange telle isc, fübrt Southey foln-endermassen ein : ... a list of the principal persans who are introduced or
spoken of, 111a)' as properly be prefixed toa Poem as to a Play. Wogegen sich im Grunde n.ichts einwenden lasst, zumal wenn sich
die Personenverbaltnisse so kompliziert gestalten, wie hier.
Bereits vor Beginn der Handlung gestorben und nur mehr in
Anspielungen genannt sind die Trager der Vorgeschichte : Theodofred und Fayila, die von Witiza getôteten bezw. geblendeten
ôhne des gesrorbenen I i:inigs Chindasuincho, und Witiza selbst,
der seinerseits samr seiner Konkubine, der Gattin des getéitecen
fayi!a, von Rodrigo, Theodofreds Soho, un chadlich gemacht
wurde. • ie sind, samt der grausigen Geschicbce ihrer Taten,
historisch in dem inne, dass die Quellen ziemlich übcreinstimmend über sie berichteo. Die Trager der eigentlichen Handlung
scheiden sich in folgende Gruppen : Zu Rod rick, &lt;lem einen der
Helden, gehéiren Florinda, die von ihm emehrte VasaJ!entochter;
Graf Julian, ihr Vater; der abtrünnige Erzbischof Orpas; der
1éinch Romano, der sich des geflohenen Kônigs in der Einsamkeir anoimmt; die tapfere Gorin Adosinda; Rusilla, des Kônigs
Motter; ÎYeriao, s in alter Erzieber ; Egilooa, erst Rodericks,

�ro6

LUDWIG PrA •. DL

dann Abdalazizens Gatrin; und der Abt doar des Klosters
t. Felix. Um Pelayo, den zweiten Helden gruppieren sich : seine
Gatùn Gaudiosa, seine chwe t r Guisb., sein ohn Fasila, seine
Tochter Hermesinda ; sein F ind und nachmaliger Freund Graf
Pedro· de s n Gattin Favinia und beider juaendlicher oho
' \ ollig neben achlich sind die beiden ohne Witiza's,
Alfonso.
isibe1t und Ebba, zwci abtrünnicrc Gotenvasallen, Graf Eudon
und umacian, der Erzbischof Urban von Toledo, sowie fünf
mauri che Anführ r. .
Für die Entwicklung der Handlung ist in erster Linie von
Bedeutung das erhaltnis, in &lt;lem Rodcrick und Florinda zu
einander stehen. In der Quellenlitcrntur ist Rodrigo allenthalben
ais der geilc Wüstling dargestcllt, der die ·widerstrebende Cava
halb mit Gewalt, halb durch U berrcdung zwingt, ihm zu Willen zu sein. uthey hat dieses Verhaltnis, ohne es aotanglich
zu beabsichtig n, entscheidend und zwar nach der edleren • eite
hin geandert.
ach Vollcndung des 6. Buches schreîbt er an Landor
(Forster 1,265), er sehe sich gezwungen, noch nachtraglich
Rodrigos \'erführuncr der Cava etwas zu mildern und menschlich
,·er tan&lt;llicher zu gestalten, sonst stehe diesclbc mit de sen edlen
Eigenschaftcn in gar zu schroffem Widerspruche. Das g lingt ihm
&lt;lann auch mit glücklicher Hand durch Einführung der Egilona,
Rodericks unfruchtbarcr, rreu- und liebloser Gattin. Florinda
kommt an den Hof, sieht den Konig in den Ketten eincr
unglücklichcn Ehe dahinsiechen und fühlt Erbarmca, das bald zu
leidenschaftlicher Liebe wird. Dem Kënig entgeht &lt;las nicht, und
in ciner stillen runde komrot es zwischen beiden zur Aussprache.
Roderick beklagt es, Florinda nicht früher begegnet zu sein, er
batte ie zu seiner Gattin gemacht und jn ihr gefunden, was cr
gesucht :
Tht su&lt;tel compa11io11 a11d lbt frimd e/lllear'à,
A frriit/111 wif, a11J crow11 of e.irlbly ;oys.

ROBERT

OUTIIEY UND SPA IEN

107

Leidens haft und Rübruno üb rw:ilrigen ihn und er drückt
den ersten sündi_?en Kuss auf ihre bereitwilligen Lippen. Drauf
b relit er ~as Madchen für den folgenden Tag an einen heimlichcn. rt tn den kôniglîchen Giirten, und hier geschieht die
unseli~e Ta~, deren Folgen das ganze Land zu büs.en bat.
F_~onnd~ 1st darob in blindwütiger er1.weiflung und tut das
Gel~bde, 1_hr feroer~s Le ben hinter Klostermauern zu verbringen .
Ob han 1hr ~odenck baJd darauf die Tachricht bringt, er habe
vom Papsce die Losung seincr kindcrlo en Ehc erwirkt und
,~·aile~ nu_nme~r si e zur Gattin und Konigin erheben, weigert
sic~ _I~_Ionnda, 1hr GeJübde zu widerrufen - und zwar nicht aus
rdi!!loser heu, sondern aus rachsüchtigem Trotz - und lasst
der strafenden Gerechtigkeit freien Lauf 1 •
outhey ha~, wie man sieht, das erhalmis der zwei Hauptpersonen auf e1gene Faust ganz erhcblich geândcrt und für seine
Z_wecke zurechtgeschnitten. rirgeod in den Quellen ist von
einer verfehlten Ehe zwischen Rodrigo und seiner Gattin Egi.
lona,. o&lt;ler gar von den Folgen und Wirkungen einer solchcn
auf die Cava (-FJorioda) die Rede. , ur das eine lesen wir allenthalben von Egilona, &lt;lass i nacb Rodrigos erschwinden von
Abdalaziz, dem maurischen tatthalter in panien, zur Gattin
g1 nommeo wurde •, ein. Moment, das auch outhey sich zu
utzc macht und das 1hm dazu dient, Egilona's schlimmen
Charakter noch mehr hervorzuheben. icht ~in~er von ~edeutung far die werdende Handlung j t
das erhaltnis des Komgs zu dem Monche Romano. Das geheim. 1._ Da~ aUcs bcichtct Florinda nachtrâglicb dem staunendcn Roderick den
s1e fur cmen trosrs~endeodcn Mônch hiilt. (Buch X).
'
2 . .?°u~hcy entnm1mr die Figur der Egilona aus for.ile (Crt,nica tmtral de
Espa,,a, lrbr. XI 1, Cap. 76), _der ~ier wiedcrum aus Rodericus Toletanus (Rist.
A:ab., ra~. 9) schôp_fr. ~c1 R:1s1s heis t die Kônigin nicht Egiloo;i, sondem
Ey lata. bc1 Co,rr~l he1Sst s1e Ehnca, und bei Luna voUends wird ie un ter dem
alttn amen Ecnlona
zur Tochtcr
• Rodrigos,
·
d.1 , von armco Leuren crzo en
..,,.
,·on Abdab1iz schlie lich cntdcckt und zur Kônigio gemachr wird.
· g '

�ro8

LUDWIG PFA. DL

nis\·olle Dunkel, in &lt;las Rodrigos chicksal nach der ntscheidenden Scblacht in der Geschichte gehüllt ist, gab Anla zur
üppigsten Legendenbildung in Chronik und Tradition . Die eine
von den drei odcr vier Hauptver ionen, wornach der unglückliche Kônig in armlicher Verkleidung auf einen Mônch gestossen sei, der sich seiner erbarmte und mit ihm in die Einsamkeit zog, findet sich nach dem bisheriaen tande der
Quellenforschung zuerst bei dem in der porrugiesischen Historiographie wohlbckannten isterziensermônche Bernard~ de
Brito ', dessen von Christi Geburt an einsetzende Gesch1chte
Portugais reich an frommen Legendtn und Wunderberichten
ist.
Auf seiner fluchtartigeo Wanderuog nach verlorener Schlacht,
so bericbtet Brito (Bd. 2, fol. 272'), kommt der Kônig an ein
verlassenes Kloster, das Mosteiro de Cauliniana, nahe Merida .
Hier findet er einen cinzigen alten Mônch, Romano genannt,
der zurückgeblieben ist, um den Glaubenstod von Feindeshand
zu sterben. Der spendet &lt;lem erzweifelten geistlichen Trost und
zieht dann mit ihm in die Eiosamkeit, da er es mit seinem
Gewissen nicht vereinbaren kann, den Aerm ten in seinem
trostlosen Gemütszustande allein ziehen zu bssen ~- Mit einem
wundertatigen Muttergotresbilde und einem Kastchen voll
Heiligenreliquien ais einziger Habe wandem die h iden nach
Westen &lt;lem Meere zu, wo sie endlich nach 26 Tagen iro Gebiete
von Alcobaça auf felsiger Hôhe eine \"erlassene Einsiedelei fin&lt;len, in der sic sicb oiederlassen J. Romano, für de sen altersschwache Beine die Hôhe zu gross ist, siedelt sich ein tück tiefer
Mo11arrhia Lmilarw. Lisboa 1009.
11am se ,1lrt11to o mouge II deixa/o soo 110 111to de ti1111a11/JU dtsronso/nçao
romo /eri rua, el tomnmloo de pnrle, /be rogou pelba ptixno de fesu Cbrislo, q co11sit1lisse irem ambos de copa11hia •.• (fol. 271 r).
3•..• acb,.mso lma piqut11a ermida co lm dtuolo Cn1âfi7:o d~11lto um 01111'0 sin~/
dt .f!tlllt vi 1111 111ais q /1110 sepultu,·a rasa se111 letrn 11t ep,tnpb,o que derlarasu 0110
fora .. . (ib.).
1.

2 •.••

ro9

an, und in entbehrungsreichem Leben voll G ber und Entsag
Œ d
.
.
.
ung
_1esst en zwe1en die Zc1t dahin, bis Romano nach Umflu s
ei~e Jahres müde von der Bürde des Alrers eine stillen Todes
st1rbt und Rodri~o allein, in ncuer \ erzweiflung, zurücklasst ,.
uthe ha_t nicht nur die Idee einer Begegnung des irrenden
Herrs~hers mit dem rettendea Mënche aus Bernardo de Brito's
~e ch1chts~verk 0 tschôpft, er hat sich auch bcinahe skla\·isch an
&lt;lie von d1esem gegebene childeruoo gehalten 1 • Das \'On den
_Mncheo bis auf eiotn verlassene Kloster Cauliniana des einen
he_bevoll-ehrfürchtiges Erharmen mit &lt;lem unglücklichen Kôni,r
be1der Wanderuna in die Einsamkeit, Ro1nanos Tod nac lI emem
· '
Jahr~, - ail das finden wir bei Southey getreulich wieder. ur
w~m?es un_d nebensachliches ist geandert oder vereinfacht. So
be1_sp1elswe1~e,_ da s der Mënch den Kônig nicht wie dort beim
Le1den Christi beschwôrt, ihn zu seinem Troste mitziehen zu
!assen, sonde~n ras~h entschlossen und ohne ihn zu fragen, mit
1hm geht, weil er s1eht, TVhat stro11g lemptations of despair bese/ /
And /~ be n«ded in his sero11d birth, / E1.•e1t like a yMrfi11g child,
a fostercr s rare. Auch da von, da die bciden Eremiten auf ihrem
Berge die Ein amkeit noch \·erstarktcn und getrennte Hohlen
bewohnten, da der aire Romano niclu mehr so hoch zu steigen

1. •·· Je portfo Romano a goz.11r do premio mer«ido por stus /r&lt;1ba{hc,s dd•ando
tl Rey com nouas ocasiots dt smlimeto pdla Jalla de tao bo co11n,J/; 1,,0'(fi/
2./i t•).
,- 0 •

t1

2. Darnach ist au~h eine kurzc Xotiz von Mcnfodez y Pelayo zu bcrichtigco, der gelcgeothch (Akademieau ·gabc der Wcrke voo Lope de v
Bd. 7, S. LXI der Ein~eitung) bemcrkt, Southey habe die Figur des Mô;:~;
~omano au dem Gedichte Deslruiç110 de E.p1.mba des Portugie en Andrés da
Silva Mascarenhas emoommen. Menéndez schcint auf dicsen Geda k
gekoi:nmc~ iu sein, wcil Southey ver.;chicdentlich, glcich ·am ais egen:tü~~
zu semer c1genc11_ ~haodlun de~ totfes, Bru,hstùcke aus Ma!&gt;careohas in dt:n
Anm~rkung~n z_1t1ert. Gerade au dem Zitat zur Romano-Episode ist aber
deuù1ch crs1ch1hch, dass der Portugiese, (der 1.weifellos sclbst aus B ·1
scho~ft), ~ie t.-lbe in denkbar trockenster Kürzc und ohne dic eingehen~e~
Dcta1l , die Somhcy aus Brito eotnahm, erzàhlt.

�IIO

Yermochte, ist bei Southey nicht die Rede. Eintrilchtig bleiben
sie zusammen, bi der Tod si schcid t : Twdt&gt;t 1m111t/Js tlxy
sojo11rn'd in thâr solitude , And tlx11 bmeath tlJ&lt;· b11rtbm of old 111;e
/ Romano m11ll. Di c Mônch episode ist
so wenig sie es auf den er ·ten
Blick zu sein heint - ein or • nisches, mir der übrigen
Handlung eng verwachsen s und zu ihrem Bcsteh~n nôti •es
Glied. ie allein macht namlich die rnm Dichter voraus e tzte
Tatsache halbweg wahr bcinlich 1 , da Rodcri k sich innerhalb der Zeit die zwi chen der
hlacht am Guadalcte und
seinem Wiederhervortreten lag, bis zur Unkenntlichkeit Yer1indcrn konnt . Damit ab r steht und hillt die Handluna d ·
ganzen Ged.ichte . Di Per on Romano ebensowie der Ort, an
&lt;lem Roderick das eine Jahr (oder m hrere) der Bu e zubringen
mochte, waren dab i nicht unbcdingt in dieser Form néitig •,
wurden indes vom Dicht r um soli ber herübergenommen, ais
sie ein tück histori chen Kolorits in die Handlung brachtcn. Eine \'On den Personen, die uthe ' ais histori ch einführt,
wenngleich ich die eschichtlich n B leg-e über sie auf Yereinzelte amensnennuna b schranken, ist Rodericks lutt r Ru illa.
In der von outhey benützten Quellenliteratur kommt der
1 1ame von Rodrigos
fottcr nur bei fora les (VI 357) und bei
Brito ( 1 r ,2 58) Yor, und be ide hriftstcl Ier begn ügen sicb mit
einer kurzcn Konstaticrung der Tatsacbe, &lt;las Rodrigo ein
hn
d s Thcodofr d und der Ricilona ' a w en sei. Von irg ndwel'
ch r Anteilnahme die ·er Frau an d n EreiITTl.issc.:n der mauri1.
:2.

ROBERT

LUDWIG PL\. DL

OUTIŒY U. D

PAl'IEN

I Il

~en Eroberun~, odcr der christlichen Wiederbefreiung, oder
a~1..h nur der Bczu:hungen Rodrigos 1.u Florin&lt;la ist, selbst ,,enn
e111e o!che Anteilnahme srattaefundcn hat, iu der Quellenliteratur mchts überliefen.
uthey's , crwendung dieser Figur j t
also durc~weg elb!,tandigc Erfindung. ie di nt ihm in zwicfa'?cr ' e1 e. .Ein~al ais stimmungsvolles Objekt jener ision,
di~ n~ch Romano · Tod und nach Ablauf von Roderick's Busszeit _die st~1.ke~de H:mdlung von neuem in hwung zu bringen
b . t1m~1t 1st. fürs zweite aber zur Au chmückun der Handlung
mie w,~kungsvollen timmung crzeu nden Einz lheiten. Die
fotter 1st die cinzig Yon .1Uen, die Roderi k trotz eincr ents~el~ten Züg~ sofon wieder erkennt, und rührend ist die zene, da
51 1.! .• lhn ~ls i_hren ohn anspricht und den Totgeglaubten unter
T:nnen m die Arme schlie t. Di e Erkcnnun szene bîetet &lt;lem
Dichter toff for einen ganzen Ge ang und i t wohl auch deshalb
so au führli h behandelt, um den in di s m radium endlich fi tstehcn~en Hcldcn (Rod rick) so eindringlich wi moglich in
den M1tceJpunkt von Handlun und Intere zu stell n. ~e Grafcn Julia~ Am il an der Handlung licgt zutn grossten
Teil hon \"Or Bcgmn der Erzahluo r: er hat sich für die chandung s iuer Tochter dadurch geriicht, dass er zu den Mauren
ü~- rge angen i t und _&lt;lic ·elben zur Eroberung panieos aufger~izt hat. lm letzten Fünftel des Gedichtes wird er nochmal in
die Handlung d G diclue einbezogeo und tritt hier auch zum
crstenmale selbst auf. Er b teiligt sich am Zuge des faurenhecre g n. Pela o.. D r ebenfalls zu d o ind n übergegangcne ehemahge Erzb1 bof Orpas I ist ein erbitterter Gegner

Für man hc bleibt ic trottdem unannehm~r.

E~-nsogut konote Romano bci piel ·weisc dorch i,·crian ersct1.t werdL'fl,
oder d •r
hauplatz des Büsserjahres in da cntge engc~tzte EnJe der Halbins ·1 ,-erlegt ~ rdcn.
3. Bci outh y hei~sl ic nicht Ricilona ondcm Ru illa. Dazu l&gt;emcrkt der
Dicht r noch in ciner , 'ot zur Per neoliste des Epo , cr hab :ms cuphonischcn Gründcn den historisch ·n 'amen Rusdlo in Rusilla umgeiindcr. kb

k~untc die,_übri ·n

•hr unwal~rsc!1cinlich klin ,n,fo Form Ru~ilo nirgcnds
bclcgt finJi:n uml muss ,fahcr die !-rage, wie der Dîchtcr auf die en • 'amen
komm n koontc, ,·orcrst offen la sen.
1• Souùicv
hrci t kon qucnt Orf&gt;tJs, t.ltt de~ cinhcitlich ùbcrlicftrtcn
OpfcJs, wahr~chciolich an der Hand 1·on Bn·co, dcr c10
· cm1.1g
· · · mal (II,

�KARTE ZŒLAYO' S
IJ2

LUDWIG PPA.'DL

geworden, da er Florinda nicht zum \\ eib bekommen hat.
Julian wciss, da s die e Feindschaft seioen baldigen Tod Jurch
Mord rband bedeutet und sehnt sjch nach einer letzten Aussprache mit seiner Tochter. Er trifft mit Florinda und dem noch
immer unerkannt ais looch gehenden Roderick im Walde
zusammen, und der letztere macht d n erfolgr ichen Versuch,
Julian wieder zum Glauben seiner :iter zurück zu bringen.
Orpas bat inzwischen Julian beim maurischen Anfübrer so
eindringlich des errates verdacbtigt, dass diescr fouchelmorder
gegen ibn aussendet. hon . am folgenden Tage wird Julian
tôtlich verwundet. Roderick und Florinda stehen ihm in sciner
letzten tunde b i, und hier ist es :mch wo sich Roderick den
beiden zu erkennen gibt. Die endgiltige Aussôhnung erfolgt,
Julian stirbt an einer Wunde, Florinda hingegen vor Aufregung
über das Wiederfinden Rodericks.
Geschichtlich ist die Figur des Grafen Julian und seine erratcrei seit ihrer ersten Erwahnung bei dem 1.onche von ilos
( r 2. Jhdt.) Gemeingut der christ lichen Quellenliteratur 1 •
Southey hat dieselb unvcdindert herübcrgenornmen und zur
Vorge chichte seiner Handlung verwendet. Ueber Julians Schicksale nach Jer entscheidenden Schlacht am Guadalete fliessen
die Quellen parlich und berichten überdies nicht einstirnmig.
Morales beispielswei e ( II, 22) entnimmt aus Rodericus Toletanus (libr. 7, cap. 4) die cr ion, Julian habe sich mit der Zeit
wieder der Pelayo-Partei nahern wollen, sei jedoch dafür von
den arabischen Anführern entbauptet worden. un ist nicht
ausgeschlossen, dass unserem Dichter die Art und Ursache von
Julians Tod durch diese telle bei forales suggeriert wurde.

0

26o bci Jer ersten Erwàhnung de · Oppas) auch die

ebenform Orpas ais vorkommend bezeichnet.
1. In den arabischen QueUenb.-:richten gcht, wie Dozy (Rubercbes, 2. Aufl. I,
64) ausführt, die Kundc davon sogar bis zu dco allcrfücsten unter ihneo
zurüc:k .

~rllnJ1 .Roder1ck s.
'!PID2.,Y
0'$.

RodeJ&gt;J'ak

.s unà

�KARTE ZU DEN WANDERROUTEN RODERICK'S UND PELAYO' S

10Leon
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Burgos

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Granada.

_ _ _ Wa.nc/'erunJ' .Rodenck :S-.
------ Wand~ans RodeN°ak s und
.Pe.l"!Jlo'.s.

�ROBERT 'OUTHEY

mm

PANIEN

lm ebrioen aber ist de · Grafon episodisches Auftrcten im
letzten Teile des Gedichtes outhc •'s ureigenste Erfindung und
bat lediglich den Zweck, Roderick's Sühnewerk nach allen
iten hin zu vervoll tandigen und den harmonisch-versôhnenden Ausklaog der Diclnung um einen Ton zu bereichern. Das Vcrbaltni der beiden Haupthelden, Roderick's und
Pelayo's, zu einander war vor allen anderen geeignet, dern
Dichter hwierigkeitea in einer Dar tellung zu bcreiten, da es
von der ganzen Handlung der am wenîgsten historische und
daher am rneisten erzwungene und unwahrscheinliche Teil
derselben ist. Auf die Zwiespalti 0 keit des toffes an sich ist
wiederholt hinge,\·Îes n worden. Ebenso darauf, wie und warum
des Dicbters Art, an si heranzugehen, zu eioem Fiask~ führen
musste. un ist no h darzulegen, wie der ersuch, ein innercs
V rhaltni der beideo Helden zu einander für den Gang d r Handlung zurecht zu konstruieren, in eineu Einzelheiten ausgefallen ist.
Irgendwelchc Beziehungen per ônlicher Art zwi chen Rodrigo
und Pela o, die von Einwirkung auf den Gang der politischen
Ereigni se gewcsen ware, kennt die Ge chichte nicht, obschon
da ,·erwandt ·haftliche Y rhâltnis beider ein ziemlich enges
war, , ie aus ihrer tarnmtafel ersichtlich wird.
Ciodasvindo
1

1

Teodofred
1

Rodrigo

1

Favila
1

Pelayo

Pelayo zog . ich, wie forale (Y[, 357) berichtet, nachdem
sein V:ner von Witiza getôtet worden war, aus I·urcht vor der
ehrgeizigen fordlu t di se Thronprareod nten schon damais
oach Cantabrien zurilck, wo er zuletzt - na h Rodrigo Fall REVl.E HISPAN/Ql"E. C

�II4

LUD\\'IG Pl'A'SOL

dcu nach &lt;lem Tordcn CYCflüchtetcn Christen Führer und Kônig
wurde 1 •
Für outhey handelte es sich nun vor allem darum, Roderick
in irgi:nd einer zw:10°10 en und fur den Fort chrict d r Handlun°
fruchtbaren Form mit Pela ·o in \'crbindung zu brincr n. Das
~e chieht, wit: es bei &lt;lem ange! jeglicher histori ch n Unterlag chwerlich einfacher hatte gc chehen kônnen, dadurch, dass
Rodcrick die Leimng Jer R conquista, der er in opfcrwilliger
ühnc den Rest eines zerstôrt n Lebens w iht, in P layo's
Handc kgt i . Der Abt des Klosters 111kt Felix rat d m Fremdling in fônch kleidem, dt:r in flammendcr Begeisterung von
d m Plane der Wiederbcfreiung des Landes sprichc, sich an d n
Grafi n Pela ·o zu wenden, Jen einzig n, der nach G burt und
Gesinnunu gceignet ei, di Führung des verwaistcn \'olkes zu
übernchmi::n. P la ·o aber b findet sich nicht erwa, wic c für d n
Dicbrer und die Ent\vicklung d r Han&lt;llung da cinfachsce
gcwesen ware, in den a. turischen B rgen, in den n, wenige Tagerci en vom Kloster entfernt, sein Srammschloss licgt, in dcnen
ich ferner &lt;lie Hauptcreignisse der Han&lt;llung no h abspi !en
sollen, neio - P la ·o wird am entge0 engesctztcn ode &lt;les
Landes, am maurischen IIofe zu Cordoba ais Gei el in Haft
gehalten. Diesc , farotte de Dichters i. t durch ni hts acrecht~
ferrigt. Yon den historischcn Tat. ach n wir&lt;l sic nicht nur nicht
gescützt, sondern dirckt widcrl gt 3, den Yerlauf der Han&lt;llung

1. O:l!i, cr dabci an der unglücklichcn Enrschcidungs chlacht :11n Guadale c
tcilnahm, aber unmim:lbar nach dcrsdbc::n wiedcr in die nordischen Bergc
1.uruckkehrtc, wird. nach Rodcricus Toletanus (l\·, 1) und Lucas Tudcasb

(71) walm,hcinlich.
2. 11.ittc Southey chon von Anfan~ an im inne· gchabt, cin Rodcrick-,
nicht aber cin Pda~o-Epos zu schrcibcn, so hâttc auch die Art der Zu!&gt;Jmmeofuhrung der bcidcn Hdden cinc an:!erc werJcn mü. ~en. Roderick w:irc
an mer telle gestanJ n, Pelayo aber nur ais Hdfer uud Berater an seine
Seitc gctretcn.
3. Vgl. Lembkc, Gucl,icl,tet'OII Spa,1i

1i

l, 315 ff.

ROBERT

OUTIIEY

'XD
·

PA~IE.
.

II5

ab r hcmmt und langt sie durch end!
Helden von eincm Endc de· H lb' 1 ose \Vanderung1.:n der
Pela)'O nimmt d. A fli d1 a mse zum :indercn '.
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die HanJlung ohne p J s im aEnc es Di hcers. Roderick führt
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Pelayo's Türe Zufl.ucht pendgbe_1ullt_ul nd' ciner I3ettlerin gleich, an
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csl ~o talen Orpas. Das begehr.
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in der Geschichte b . d G
ira mit ormda ( forales I 363)
. . ere1~s cr atte einer Tant Florinda
Gang Florindas zu P:la:,soc aemf n1cbt üble Idee des Dichters, den
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Rodenck und ·lorinda b
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für die spfüere Au spra b mh a urch ohne wetteres cinandcr
c e na c gebracht. _

In die cm Zusammenhange darf
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Familie noch Graf Pedro d d hn und Tocht er beste hend n)
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ayo s Schwester fa d · 1
·
nachdem die rcignisse scho'n\., s'.c 1 erse Pla~z in d r Erzahlung,
c1t vorgeschntt u waren . Ihr fiel
r • 1:naueres hicrüber bei dcm Ab
. Gcogra/ie des Rode•
satz u"b r dte
rickepo~.

�II6

LUDWIG PFA, 'DL

ine erraterroll zu, für die die eberlieferung wenig Anhalt
bot. Corral erzahlt, wie wir sahen, dass diese chwester, Lucencia
aenannt • sich von einem Maurenbauptlin° entführen liess und
mit ihm l~bte. Bei Southey kommt dazu noch, dass sie sich (aus
Liebe zu diesem Mauren) politisch betatigt und sich sogar soweit
vergisst, dass sie das Maurenbeer auf Schleichwegeo in. das 1:al
on Covadonga führt, wo dasselbe einen Ueberfall auf die Clmsten beabsichtigt.
.
Pelayo's Gattin, Soho und Tochter leben nach outhey ~n
einer Hôhle der asturischen Berge verborgen, wo der Held s1e
besucht um sie im Triomphe wieder nach dem chlasse zurück
zu hole~. Die Ueberlicferung w iss davon nichts zu berichten
und auch bei Southey hat dieser an sich nebeosachliche organg
nur den Zweck, Pelayo al liebenden, treubesorgten Gatten und
ater hervorzueben. Die amen Gaudiosa (für die Gattin),
Favila (für den Soho), und Hermesinda (für die Tochter) ko?1m n nur gelegentlich sowohl bei Morales (VIl, r 3) ais Bnro
(, 1,287) zur Erwahnung.
Dagegen isc die Heirat zwischen Graf Pedro's ~hn ~nd
Pelayo's Tochter Hermesinda in vollem Umfange lus~orisch
belegt; am ausführlichsten bei Morales, der, g stützt auf Is1dorus,
auseinanderserzt, dass Alfonso, der ho &lt;les Herzocrs von Cantabrien, Don Pedro,_kôniglichen Geblüts, sich an Pelayo anschloss,
von ihm seine Tochter zur Frau bekam und erfolgreich unter

1 . Zwischeo Southey's erstcm Entwurf des Rodcrick _auf Grund d~r
Erûiblung bei Corral uod der Au lührung \'On Buch 14 (m dcm Pelayo s
Schwestcr zum ersteomalc auftritt) waren Jahrc vcrflossen. Das macht auch
ohne weitcres erklàrlich, dass Southey, der spiiter auf die Stelle bei Corral
aie mehr zurückgriff, seine Details vielmehr aus andereo Werken zusammemrug, vergessen batte, dass bei Corral der 'ame di ser Schwestcr. überliefert war. Weder !orale , noch Luna, ooch Brito aber hatten den amen
der clben und so kommt es, da s Southey mit der Begründung /be 11a111t of
Ptllli·o's sisltr bus 110/ bttll presert•ul für sie den ':imen Guisla konstruiert.

ROBERT SOUTHEY

•D

PANIE. •

ihm 0 ege_n die _Mauren kampfte •. Wenn
uchey von Anfang
an auf die Bez1ehungen zwischen Pedro und Pelayo so 1
G .1 1
. .
s lr
ew1c it egte s1e m die Breite spann, Pedro und Pelayo zu zwei
edlen nu~ durch das Unglück des Varerlandes versôhnten Feinden
machte, ~n dem K?aben Alfonso einen Ausbund jugendlichcr
Tapferke1t und R1tterlichkeit auf den PI:in stellte um d.
Ueber~.ü~sigkeit seines Auftretens zu bemiinteln, so 'sind d:
augenfal11ge Bemühungen des Dichters, dem handlungsarmen
P layostoffe Leben und Bewegung einzuAôssen. lm Gronde
genommen teile~ auch die übrigen sich um Pelayo gruppierenden
Pers~ncn das ~le1che Los, denn sie sind samt und sonders für die
Rodn~ogesch1chte ohne Bedeucung. _
Sov1el_ zur Be timmung des erhaltnisses der einzelnen Personen zu eman_der. 1hr ~ôge si~h eine gedrangte Darstellung der
Ar~ und We1se anschliesseo, 111 der der Dichter seiner Form histor_1sche und. Lokalfarbe zu geben trachtet. Dabei werden der
Re,h: nach die Geografie und Ortsschilderung, die Sitten und
Gebrauche, zuletzt der Zauber- und Wunderapparat in einzelnen
Gruppen zu wilrdigen sein.
Die Ge~gra6e des Roderickepos war von vorneherein begrenzt
durch zwe1 Pole : den Guadaletefluss im u··den und d.1e astun-·
schen Berge im orden. Jener war der hauplatz der Entscheidungss_chlacht, die über das Schicksal Spaniens enrschied und mit
dem tege d~r Mauren endete. Diese bargen die Schlucht 0
C d
. 'h
vn
O\'a onga m sic , den Ort des siegrei..:hen Ueberfalles mit dem
~elay~ zunachst die Herrschaft im orden des Landes ~\'ieder an
sich nss und d~mit_die Reconquista in die Wege leitete.
\ ~rfolgen w1r die hauplatze und \ anderrouten des Southey ~chen Epos auf der Karte, so ergibt sich nachstehendes Bild :
In Gibraltar erfolgt, getreu dem was die Geschichte meldet die
Landung der maurischen Truppen.
'
t. Moral s VU, 24.

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

119

LUDWIG PFA DL

n8

Thou, Calpe ,, saw's/ their co111i11g; a11c1tnl Rock
Re110-u:11'd, 110 longer 110t1.• shall tlJ011 be ca/l'd
From Gods and Herots of the yea.rs of yore. •,

An den Ufern des Guadalete, vor den Mauern deT Stade Jérez
de la Frontera, wie die Mehrzahl der Chroniken ber~cbtet fand
der achttagi.ge Vernicbmngskampf statt, dessen unm1ttelbare Fol.. Rodrigo und sein Land so furchtbar werden solltcn. Arn
gen fur
.
. r
'fl
Abend des achten Tages übermannt Roderick die "\ erzwe1 u:1g
und er flieht planlos in die duokle racht hinein. Oh~e z~ w1ssen wohin ihn sein Weg führt, stürmt er fort, mit E1cheln,
fei~en und Trauben sein Leben fristend, bi er n~ch siebentâgi~er
mühscliger Wanderung vor die Mauern von Menda kommt. Hier
rrifft er in dem nahe bei der Stadt gelegenen, nun :erl~sen_en
Kloster Caulioiana den alten Romano, der mit ibm m die Einsarnkeit zu zichen beschliesst. Si.e waodern immerzu nach
2

,

Westen
... till having &amp;ross'd
Riel, Tagu.s, and tlu rapid Zez.m,
They from Albardo's boary l,igbt behcl~
Pine-forest, fruitful vale, and tbat fair lake
Tfl1,ef' Alroa, 11ii11gled tbere wilh Baz_a's stream,
Resls 011 ils passage to tbe western se-a,
Thnt sus tbe aim a,1d bo111ult1ry of their toil.

Auf den vom Ozean begrenzten Hohen zwischen Batalha und
Coimbra finden sie zuletzt ein einsam sicheres Placzchen, an dem
sie zu blei ben besc hli essen .
· k·s vom Scblacbtfeld bis in die
Die ganze Wandcrung Rodenc

entlegene Klause ist, wie schon angedeutet wurde, nicht Erfindurig und Eigentum Southey's, sondern teht bercits in derErziihlung des Bernardo de Brito. Wie der Mënch dazu kam, mit &lt;lem
unglücklichen Herrscher in die Einsamkeit zu ziehen, ist schon
darcrelegt worden. Gegeo die westliche Landesküste zu wandten
sich die beiden nach Brito (II, 27 31') por ser terra mais solitaria
1utijlles tèpos e menas frequètada de gëte lmmana.. Geografische Details über die Landschaft hat Brito nicbt in &lt;lem Masse, wie sie
Southey auf eigene Faust einsetzte, er nennt vielmehr nur die
Coutas ' de Alcobaça, &lt;las heisst das Zentrum des auch unter &lt;lem
Na men Cintragebirge sich von Cintra nach Batalha crstreckcnden
Hëhenzuges. Southey, dem diese Gegend aus eigener Anschauung
vertraut war, fühlt sich hier in seinem Element und geht darum
auch mit den geografischen amen so verschwenderisch zu
Wcrke. Die Hôhe von Albardos liegt etwas oberhalb der westlichen Mitte desgenaonten Gebirgszuges und die beiden Flüsschen,
Akoa und Baza (beide vereint in &lt;lem amen des Stadtchens
Alcobaça) eilen durch die Schluchten derselben zum Meere
Von dem Zeitpunkte der Handlung an, wo alsdann Roderick
(nacb Romanos Tode) allein die Wanderung wieder antritt, ist
Southey's Phantasie und Gestaltungsgabe allein für dieselbe
verantwortlich. Ueber Leyria und Coimbra führt ihn der Weg
nach Nordcn über den Mondegofluss zur Stadt Bracara, der heutigen Braga, 11nù schliesslich nach Auria, auf dessen Trùmmerhaufen er mit der tapferen Gocenwitwe Adosinda zusammentrifft 3 • ach dieser entscheidenden Begegnung wendet sich Rode2•

Yom lat. caut11s, in der Bedeutung " Gchcge, Jagdgebict " ..
Sie auf der beigelegten Karte anzu&lt;l~uten, war wcgen des kleinen
Masstabes derselben oicht mehr môglich. Ein rotes Krcuzcben bczekbnet auf
dersdben die Stelle, an der na.ch Southey die Einsiedlerhôhlc u□ geführ lag.
Dass Ortc wic Batalha und Cintra zu Rodri_gos Zeitcn noch llicht existierte □,
durfte nicht hindern, sie auf der Kartc :i □ zudeuten. Sie werden die Orientierung wesc □ tlicb crlcichtem.
3. Der Dichter musste dnbei notgedrungeoerwcise der Geschichte cinen
L

2.

r. Der Fdscn vo□ Gibralur, :mgeblich nach Tarik, dem Anführer der
M.auren Djcbbd al Tarik benannt.
. .
.
2 _ \\'~mit bckanntlich die neuerc Forschung nicht meh; übercmmmmt ; s1~
vcrk~ vielmchr das Schlachtfold 110 die Ufet des füo Salado nahe bc1
Cadiz.

•

�120

LUDWIG PFA..'DL

. k
h O tcn zu den I antabrischen Hôhenzügeo, wo er na~h
rie
b
nach
Ill
Ue erse rei·tunoo des il und inio° r kl inererKIGebirgsflüsktchen
Felix
eioer El Vierzo genaont n Talmulde zum ost r an ,
. ,
dem einstweiligen Ziele seioer weiteu Wanderung ge_langt. Hier
wird ihm wie wir chan früher sahen, der Rat, den tn ~ordo~a
als Geisel' gefangeo gebaltenen Pela o aufzusuchen und ihmb. dh1e
.
H ,
legen on neuem ne t
Führung der Reconqmsta ans erz _zu .
.
d. Halbinsel
Roderick auf und durchquert nun m e10em Zuge ie_
.
von Nord nach Süd. Diesmal erspart uns iodes d r D1chter_ eme
nahere hilderung der langen \Vanderuog und fa st den muhseligen \ eg in eioige kurze Verse zusammen.
Btl~!ctn St. Felix a11d tbe regal seat

Of AbtL1lazis, a11cie11t Cordob,1,.
.
Lay 111a11 ' a lo11g day's journry mlerpos~I,
A11d marry a t1101mlai11 range batb Rodenrk crost
And tllllllJ a lorcly vale, ert be belxlJ
.
Where Betis, wi11di11g lbro11gb tl1t r111boi111drà plaw,
Rolled bis 111 ajnlic U\llers ••.

ln Cordoba treffcn die beideo Helden zusammen und _damit ist
der erste T e1·1 der u-hoemis ion Rodrigos •beendec.l · icht
p 1aber
. Wanderuno-eo Von neuem geht es, d1esesma mit e ayo,
seme
o ·
T
d d AlberFlorinda und Alfonso, nordwarts über den agus un. en
de Guadarrama an Valladolid
che quer dur~-h d"te ·erra
i
G und
b" Le6n
.
'
.
d
··dJ"1chen
Auslaufern
des
Asturischen
e
b
vor e1 zu en su
.
. fi irges,
d dm
d·e Buro des Grafen Pedro gelegen 1st. Hier n et er
&lt;l
oen I
o
·
·
· h Kampf
Ritterschlag an dem jungen Alfonso srntt, em s1egre1c cr ,
. Abte"1Jung Maur n wird be tanden und dano "andert
gegen eme
&lt;l
·· dl'
die mutig
har in moglichster Eile oach &lt;lem an en nor i-

.
h "d n sschlacht an den Guadalcte-Ufero
kleinen Stoss verset.zen. ~•e :tscdaei ~ ~ 712 wandcne Roderick n:ich
h.1.tte 7n stattgefuoden;
JA r . ~au&amp;h tt und' Asche obschon die tadt
dem orden und fand bere1ts una m
u
'
tats:ichlicb erst 716 von deo Mauren zcr tôrt werden sollt1:.

''?

ROBERT SOUTHEY UND

PA. ' IEN

T2I

chen bh:i.noen unfern des tiidtchen Cangas ' gelegenen
chlosse Pclayo's. üdôstlich davon licgc, in den Bergen vcrgraben, an den Ufern der Deva die Schlucht von Covadonga, die
Zeuge des siegreichen Ueberfall s der Christenschar auf die Mauren werden soli und über dcreo ôrtliche Schilderung bei unserem
Dichter spater noch d genaueren zu berichten sein wird. Der
hauplatz der endgiltigen hlacht, in der Roderick auf seinem
alten creitrosse Wunder der Tapferkeit verrichtet, liegt in dem
Gedichte in der Ebenc, die von Cangas, dem Devaflüsschen, dem
Gebirg und &lt;lem Meere eingeschlossen wird. Zu die em Zwecke
lasst der Dichter, wie man annebmen muss, das mauri che Heer
in seiner oanzen tark von Süden her das Gebirge überqueren,
o&lt;ler auch an seinen ostlichen Auslaufern umgehen. Auf diese
Wei e kommen auch Graf Julian und der errater Orpas in die
ahe des Helden, die Aussohnung zwischen Roderick, Florinda
und Julian wird ermôglicht und die Handlung konzentriert sich
zum hlusse zwanglos und ohn n ue Wandernngen auf einen
einzigen, endgiltigen chauplatz.
Das allgemeine geo!!fafische Bild, das wir 1m orstehenden
entwarfcn, wird uns noch durch die eingehcnde hilderung cinzelner Oertlichkeiten vcrvollstandigt. In vorderster Reihe steht
dabei das Tal von Covadonga, das ohnehin in der Gcschichte
paniens durch die Ereignisse der Reconquista eine besondere
'\: eihe be itzt.
Ambrosio de Morales ist Jer ersre unr r den spanischen Gechichtschreibern, der die historische Gegend aus eigener Ansicht
b schrcibt, und seine childerung derselben ist grundlegend
geworden für die Vorstellunoeu, die sich davon bei den einzelnen
Autoren üb r Jahrhunderte hinaus fortgepflanzt haben. Auch
1. Es ist di~ Cangas dt: Onis, so zubcnannt zur Unter cheidung von dem
mchr sudwcstlicb Regtn Lugo zu gelegenen, viel spàter enrstandenen angas
dt: Tinco.

�ROBTIRT .OUTIIEY U

122

~ urhey's Quell für seine Re chreibung des hisrorischen Tale
ist - daran wird nach den im Folgenden zu gcbcoden Au,;führungen kein Zwcifel mehr sein, wenngleich ourb y selb t sich
nirgend darüb r ausspricht - die telle bei Morales 1 •
uthe •
hat die B rgschlucht von Covadonga, ohne es vielleichtanfanglich
zu heab ichtigen, zwiefach ais ·hauplatz verwendet. inmal bat
Pelayo seine Familic in ciner Hôhl derselben vor den Feinden
in • icberheit gebracht und sucht sie dort auf, nachdem seine
Flucht am, dem Maurenlager geglückt ist. Ein andermal aber geht
dort di1: hisrorischc Vernichtungsschlacht von Covadonga, hei
der di fauren durch das Eingreifen der Junl'•frau Maria. 111 die
nge chlucht gelockt wurden, vor sich.
~ ir folgen Pelayo :mf seincr \Vanderun zu den einen.
Zucr t betritt cr das fruchtbare Tal des Pioniaflusses :
Mm11time Pelayo up /br rnle purrnrd
Easttl'llnl bis u·ay ...
Througb ferlile fields
Re tue11t ... a11d ,ww througb shaàou,y paths,
IVlurt bt1,tls frillgtd Pio,iia's nx11l slrt.1m;
Till, {1.1berr the foftier bills /o 11arrmvtr /~11md
Co11fi11e LIN t' ,lt, he ,·ea,b'd /hMe buis rm10/e
Which sbould hereafla lo the noblt li11e
Of S,,to Origine a11d ,1ame impart •.

Glcich darauf folgt er &lt;lem Lanf de Devaflüsschen
... A mounlai11 ri1mltt
1\'ow (,i/111 a11d IO'l!ely i11 ils sttmmer course

1. Cré111ic,1 gmeral, libr. Xlll, c:tp. 2 : La Jescri~i/m dt CO'l·aJon!'a, adonde
tl lt,J.wle P,1.i ·o se retraxo ttc.
2. Gctreu nach iorales, bei dem es (a. a.
. S. 8) folgeoderma en bds t :
S11bie111lo drsde el MerroJo de Gangas por ln ribtra dt/ rio Pio11 i&lt;1 al Oriwte
tstiral ... se rn por 1m 1•allo l1,1rlo ancbo )' extm,li,lo. qunlts /,ay 11111y pocos o 11ir1g,111os tu Asturi&lt;1~, armque pa,·tte a fos o/rns de aqutlla tierra tll ser muy Jresro
• Je 1,amosn nrboledud, ... se ca111i1111 aira mr,lia ltg11a /,ast.1 el ptqruiio
lugar lla1110Jo Soto, sol,,r de los Jlidalgos desde sobrt110111bre.

·o

SPA !EN

123

HelJ b,1• /IJQSt /nits ils nulùsliug tLav
1 ou•,1rds Pio11ia. '17,ey, ubou Jlc&gt;rks ~nd bmls
Drfok of ils u•,1/er, rail il Dn:a ...
... Amid beaps
,\fountaifl u:reik, 011 titbu sidt tbroum 1,iub
T7,e tvide spreaà fri1res of ils winln tllifbl ·' '
17,e larluous cb,11111el mmnd ; o'u Î&gt;lds ~f S~lld
Here sileutly il Jlou.'s: here J,-,,, 11 /be rork
Reb111tcd, cut-/s &lt;111d eddies; plwiges but
Preopita/r; herr r(){JrÏIII( among crags
li lctips ami fo.1111s a11d l111rries 011 ...
Only t/,e r()(ky 1·ale, the 111ou11/aill slrta,i1
I11c11111be11I rrags and l,il/s rbat O't'L'r bills
,-ln1sro11 dtlxr l1&lt;111J, /1t,e /11111 ,, V.!Îlh uoo.ls
Hert riel, wilh lmrtb...
~
'
Bart bere a11J slriat.:d wiJb 111011)' a bue,
Sc_ortd by the wintry n,fo; by lorreuts bere
Rit·m, n11d tt•itb ,,url,a11_,:Ïflg rocks abrupt,.

?J

Zuletz die heilioe Hôhle selbst :
. ,
•·· The mwi,ling '/!ale
Long slratlm d by the nnrron•i,,g mo,mlafos htre
/Vas clostd. In front a r()(k, abrupt and b,1:e
Slood emi,w1t, i11 /Jtigbl exmditig Jar
'
A li tdijiet of hu111an power ...

J. Bei Morales : .. .sig11imdo ngua sr arriba po
I
•
.
Dit-a 1 baJ,iérulose lorcido el camÎllo dtl todo al Med(odlo ' : peqult/110 no,_ l111111ado
y J.
· · · Las
'1 r·' va ~ l,1111hm1 a11cbo
1 ;s911!s1s11110. . dos mo11faiias que la cierra11 so11 mâs allas que l&lt;1s drl wll
1 e ,oma, Y 'l'ail sumpre crecimdo en altura
• Jo tstre /.
e
con 11111cb,1s tmeltas tl rio y el s•r
'. pe,ias C'/0
dt! i•allc y- tl lorctr
• a· s11s 1adas...mas
q
rei·olver m11chas 'l!tets el ramfoo, harimdo lambim ,ma
ue 110, mo11l~11as~ b~cm
tspo11tosa co,1 tto de:car mâs a11cbura thq1ia,1/o el,.;
)d q11as1_ ts,uruiad
'l.'trdaderamt11le de despe,iadero ... Yo lt llamo D. o l'lla na e mrr'.tntt. o mas
le 1101;1br~n Eiia, porque t'Î romo /os de l&lt;1 titrr::, 11;:::;0
~;:se ~rc1ht o~thcy poetisch mit tbey whosr Jlocks 1111d herds .dri11k o ,
vcrn·:~:~; ,Dm~.d~s auf cng~scl~ (foneti. ch umschriebcn) d.1it'J 1!u1cn würdc'

D~pt[,t.z.'.'

de~ p;misc:;~ (d:t:

'

::g~~:~

i ;;u~r°i.o}t~,.,~~Ort.s
;,/u..;~;;~

~•;1.~h)cn G~ühoden und um ihm die AuS!&gt;prach;
· '1111 anna crnd zu crhalten, in Der.'a.

�LU0\\1G PF , DL

Tht ard1ing rock disdostd abot·t tbt spri11gs
A mi·t ...
o bolier spot tba,i CO't'c1dcmga -p.ûn
Boasts i11 ber u•iduxte11t ... •.

ROBERT

OUTHEY UND

PA. !El

über die ie~~d~ Guada_lupe gehen, dasGebirgsflüsschcn Alberche
~nd ~en 1:11acht1gen Rio Tejo kreuzen und dann die Flüchth~ge m .die frucbrbaren Ebenen der ôstlichen Estremadura
mederste1gen.
Dabei
schwebt ihm eine eigene ,ua
d
A
d'
•
,v n erung vor
ugen, ie er im Dezember und Januar des Jahres r
.
entaegenge erzter Richtung von Tordesillas komme1~d ..
d1_n
Guadarramaberge
und üb er Madn'd nach Talavera und Truxillo
u er te
.
.
die blübenden Ebencn ,·on Estremadura hioein gemacbt
lm
1atte.

rs

Man sieht, Southey hait sich in den Hauptzügen seiner
Ortsschilderung enge an die B chreibung des spanischen Chronisren, wobl wissend, dass die plasrische Anschaulicbkeit des
alten Meisters durch keinc noch so kühne Pbantasielandschaft
erreicht zu werden vermôchte. 'och einmal kommt er, wie
schon erwahnt, im Laufe der Dichtung auf die zerklüfteten
Hôhen von Covadouga zurück : bei der Schilderung des Ueberfalles, den Pelayo unrer dem hutze der ungewôhnlichen ôrtlichen erhaltnisse auf das Maurenheer unternimmt. Hier bleibt
ihm indes wenig mehr zu sag n von den steilen Pfaden, den
tiefen Hôhlen und überhaogenden Felsen des heiligen Tal s, die
er bereits bei Pelayo's Wanderung vor dern Auge des Lescrs
hatte erstebcn lassen. ielleicht ware es für die einheitliche
Gestaltung des Epo besser gewesen, wenn Sourh y den hauplatz nur einmal und zwar bei Gelegenbcit des Ueberfalles
verwcndct und bei diesem An lasse die au führliche ôrtliche hilderung desselben mit einverwebt ha.ttc. Zu dieser Beschreibung des Tales von Covadonga kommen im
Roderick noch einige Landschaftsschilderungen, die ich nacl1
mcinem Gefühle aufs bestimmteste ais Erinnerungsbilder des
Dichters ansprecheo môchte. Wenn er den Leser auf Pela •o's
Flucht zum chlasse des Grafi n Pedro führt, lasse er den Weg

1. Bei Moral
: . .,m otra media legua ... se va au,1 es/red,arido y mrisca11Jo
mtis el va/le, que si11 /e,,er salida se ciura al cabo ro,i la fre11te dt 11111.1 ~,ïa 11111y
a/t,1 do11dt es/J la sa11t11 cutt'!l llamado t11 este tiempo, como e11 aq11el, Co1,aJ011ga.

!'l1ty lt[t ll1t da,·k Siem,'s skirts behit1d a11d cross'd
The w1/ds where A11a in ber 11,1/ive bills
ÛJlltc/s l,u sistu sprillgs, and hurries o11
Her course 111elodious 11111id /ovcliest ,rlells
Witb forest and wilh Jruitage ot•erbo«-crtd.
17,ese scenu profmely blessed by Heat•en they left
lf1~1ere o'tr /lit hri{tl a11d the qufoa tbe t!Î1,e
Wide_-111a11tlillg spreads, a11d cli11gi11g ,·01111d the cork
A11d ,lex, ba,,gs amid their Jusky lw1m
Garla11ds of brig-htest /nie, witl, reddenint fruit
Pt11da 11 ~ or cl,~ttrs cool of glassy grw;_
So hold111g on o tr mo1mt&lt;1in aml o'er t•ale
T11g11s tbey cross'd, wbert midla11d o,1 bis •wav
The King of rit-as rolls bis s/11/elv slrtam • ,
A 11 d rude Albercbe's wide a11 d sl;,iv bed '
A11d Duero disla11t far, a11d 1111111/a st:e.1111
Aud mauy II field obscure ...

Da~als hatte er im Winterdie Veikhen blühen und das ·un
Getre1~e. sprossen sehen, und die üppige Baumflora der / he!und
Eichen- und 01·1venpfianzungeo
p
· "emlaubumsponnenen
d
mn staunen em Auge bewundert.
H ow dià the lwely l,111dscape fil/ my l,ea,·t I
... tbe t!ale uw u'OOded well
With oaks ...
Aud a11cit11/ cork Ines thro' //,eir u·rillkltd /, k
B 1·
d
ar '.S
urs 111.lf, a,, /be ricb olive, 11111/uneuth
Whose Messed shade ll1t gruu hab grwur groti.'S
A 11 d /111/tr is lbe b,1111es/ ...

�ROBERT

LUDWIG PFA. 'DL

hatte der Dichter genau ein Jahr n~cdh jen:~ Wand~us:g:::
.
frobem Btl e ae1, iert, un
Land chaft in der Ennnerung
d . . Gciste die oanzc
• p 1 yo und Ro ngo 1m
te!~~~'-' ld:.o:r ;~;do~: bis Lcon durchquerte,
d r ~inzigc
Fl:ck den die beiden Wanderstrecken gememsam atten,

:1

aber~als in der Erinncrung aufgeta~cl~td. .fiz.
Hisst i h di
1 1it icherbe1t I nu · ieren
Mehr vermuten, _as n
I af bïd das South y mit der
Herl-.-unft eines anden:n Lands ~ t~ • ~~t Es ist das Bett des
;hilderung von Covadonga ve~· oc 1ten
.
Devaflu ses, das er also bescbre1bt :
Gray alders here a11J bwby 1,az.rls biJ
The mossv silJe; //1eir iurralh'd and k11otte.l feel
B,u-eJ f,v' //1e wrrml, notl' ag,,insl ils Joru
Rrpayit;~ tlu supJ'l'rl /lit , Ja,md' uj /J(/d
Tbe /10,;k uc11re. llrre bmdi11 ' lo the stu11111
The bfrcb /1111/,ulic stred,'d ils rugtrd lr~11k, '
1i,ll a11d erut fr(IIII tdimce, a.s /rom //Jt1r b,zs,
E,ic/1 like a tree i11 sih-e, bra11cbrs grtw.
The cberry lita l,1111g for /be birds of heai-r11
Ils rosy /mil on higb. Tl1t eldtr tb, rt
lts piirple /territs (l{'tr the u'.11/er l&gt;e,1/ •
lJe11vily lm11gi11g. Here ntmd the brook,
Gra,• as tl~ stone lo u•hid, il ~lrmg b,1/f root, .
Ilalf lru11k, tbe yowzg as'1 nus /rom lhe rock'
411,l tliere ils jl&lt;lrmt lifts 4 lofty be.id,
.
A11d spreds ils graceful b~ugbs; tl,_e passùr~ wmd
Witb tt.'inkling 111otio11 lifts tbe silmt luit es,
And sbakes ils rattlittg tufts ..•

nuss und Eberesche, Kirscbbiiume u~d Flie?erbü_sche
Hasel
d . 1 . die G birg vegetat1on Bmanmen '
gehôren nun gera c nie 1t 10
.
·
auf den
. d . . .. dfrankreich unJ Ill oanz , pan1en
wohl aber in sie ~n. u
.
\Vanderunoen durch die
Ilôhenregionen hc11111sch. Auf scmhen . 11 . ·h ~ Gebirgsland, .. . he Halbinsel hatte out ey za i re1t: t.:
..
•
p rena1
. A l:iufi r der Kantabrischen Hohen im
scbaftcn gcseh 11 • Die dus
r ') die ierra de Guadarrama
r 'ordcn (in deneo Cova onga i t. ,

·ouTHJ::Y

• D

P.\. 'JE .•

127

im Zcntrum des l..anJt.:s, die Ilohen ,·on Cintra im \Vcstcn, jenc
von Akarvc im 'üdcn. Und in der Heimat vermochte die Gcbirgsszcnerie Cumberlamls lange Zeit nur sehnsüchtige Erinncrung
an die Berge und Tiiler paniens in einem Herzen wachzurufen.
\ a \Vunder dann, wenn er sich noch cin Jahrzehnr spiiter bei
der Dichtung de Rodtrick wieder in jene fernen Tage zurücktr:i.umte und da und dort in tück d r eindrucksreich n Wanderung im Geiste ein zweites und drittc mal rnrückleore ! Die Betracbtung der Geo rafie des Roderickepos hat uns
zwcierlei gczeigt. "in mal, dass der Dichtcr im Lande seiner
HeJden wohl Be ch id wusste und mit dicscr s iner Kenmis der
Oertlichkeiten nicht \'erfehlre, der Handlung ein gcwiss"
lokale Kolorit aufzusctzen. Zum zweiten aber bat sich uns auch
die Erkentnis einge ttllt, da ·s di wcnig1:n wirklichen Er igni è
diescr Handlung nichts sind als Ruh punkte in dt:n endlosen
Tagen des Wanderns, das die Helden bestandig von cin m Ende
de Landes zum andern führt. Die beiden Endpunkte Jer Handlung-, Jas hlachtfeld am Guadalcr im üdcn unJ die Asturichen Berge mit den hauplatzen der endailti•r n ieg im
i ·orJen, waren durch die Wandcrung Rodcricks zur Einsicdlerklause und von da oach den nordlichen Bergen zwan 0 los
mitcinander vcrbunden. ie hattc dem Dichter auch G legcnheit
gcgeb n, in eindruck Yoller" eise die Greuel der, rwü tung zu
schildern, die dem gcfalleneo Herrscher auf chritt und Tritt
enrgegen traten. o berechtigt indes Jiese eine Wandcrung war,
so überflüssig und ogar storend wurden die beiden folgeuden
die nëtig waren, Pelayo von C6rdoba herauf nach dem Norden
zu holen. Hatte sich der Dichtcr ni ht auf den G danken ,·ersteifr, Pelayo ais Geiscl im mauri cben Lager festhalten zu lassen,
so war die ·h,\ ierigkeit mit einem chlagc bchoben ge\\'e en.
So aber, wie die ach liegr, \\.Înl jcdem, der beim Lescn de
Rodcrickcpos ich die geografischcn Vcrhaltnisse vcrgc 0 enwii.rtigt,
Jas ewige \ aodern landauf, landab timmung und Interesse

�128

L D\\'IG Pf.\.'DL

morden. Nicht zuletzt auch ist das eine ,·on den gro en
Unwahrscheinlichkeiten, an denen das Roderickepos zu leiden
hat. eben der ausführlichen Ortsschilderung dient dem Dichter
zur Erzielung de spezifisch spanisch-gotischen und arabis·hen
Kolorits ausser einer Reihe kleiner timmun°sbilder die
Beschreibung einiger ihm aus der Altertumskunde der iberischen
Halbin el gelaufigen Zeremonien und Braucl1e.
Pedro de Corral batte mit Benützung der alten U berliei rung,
dass die gotisch n Kônige ehedem im prunkvollen Konigsornare
in die hlacht gezogen seicn, ein fantasti che Beschreibung des
koniglichen Kampfwagens gegeben der Rodrigo zur Verfügung
stand, von ihrn aber aus Gram und Verzw iflung nicht benutzt
wurde. user Dichter begnügt sich mit der blos en Erwahnung
dieses Kampfwagen , den man am Ufer des Guadalete am Morgen nach der Entscheiduog schbcht fand '. Von der koniglichen
Rüstung ist bei Southey nur ein ab onderlich geh6rnter Helm 1
und ein emaillierter Panzer 0 eblieben.
Die Zeremonie des Ritterschlagcs bat outhey mit einigen
durch den Verlauf der Handlung bedingten Einschrankungen im
zwolften Buche eingeführt. An Quellenschilderungen und or-

011 the ba11ks of Cbr_vsus / RtKlerH's ro_l',J/ car wns fo1111d.
die cm Helm hat es cine cigcnc Bcwandtnis. Bei Morales (VI, 367)
hatte Southey die Beschrcibung eincr uralten gotischcn Münzc mit Rodrigos
Bildnis gefunden ; t!S hcisst dortselb t: ...m mQ11tJa de oro rnya que JO lx
t'islo ... lient 111,111,•ra de tSl,1r a1·111ado y stilenle por ci111a lit relada 1w11s p1111/as
co1110 c11ernos peq11nîru • dertcbos por ambos /ados... Tach Morale also wies der
Helm links und rechts je einc stummelartigc Au,buckclung mit stumpfcr
pitze auf; • aus diescn p,wl&lt;H ,1ber werd1:n bei ou1hey zwci regelrcchte
Hômcr, so gro,,, dass ic den Konig in der ·ltlacbt alkmhalbcn bcmcrkbar
machcn : ... tb111 belm / Wbose /Jams, 11111id the lbickest of the fmy / E111i11t11l had
llf(lrktJ bis prtSmce.
1.

2. ,fü

ROBERT

O TIIEY UND SPANIEN

bildern lagi:n ihm dabei cine ausführlichc t •li
Namen Sietl' Parlidas a he d
1
c e der unter dcm
.
.
n
n en amm una altsp . h G
so\\ ,e cinige Beispiele im A d'
•
alll c er esetze,
1 l.
ma isroman vor E
lb
..
as ~1storischen Beleg nur die Partùlas d
. r se st zmert
Zwe1fel dass er auch die b ... 1· h , och steht es ausser allem
•
ezug 1c en tellen im A d' ·
.
m1t
hlagw6rteru verschene E
ma ,s JO seme
solchen Gelegenheiren zu R
xz_er,ptensaml]llung, die er bei
hatte.
- ate zu z1e 1en pflegte, aufgenommen
. ac~ den Panidas gehc die Zeremoni fi
s1ch : die Nacht vor dem R"
e olgendermassen vor
mersc 111ag muss der]" r
er ,\ird ,·on den Junkern geb d
d
ung mg wachen;
ein Prunkbett gele!lt Hic bakle~dun gewa chen und hierauf in
t- .
r e. e1 et man ihn
. d
toffen und fühn ihn hernach in die K"
n~,r en feinsten
ergebung seiner ünden
G d irche, wo er Gott um
.
110 l1en künftigen Beruf anfl, hum B .naT e und ege n f··ur se10en
Messe, und nun beginoc die eei~e ~~ h a~esanbru~h hôrt er die
der sic vollziehen soli r· h
n ide e eremo01e. Da Ritter,
,
JC tee an
en J·· I'
.
.
frage, ob er gewillt sei d 'n R·
hl
ung mg die fe1erliche
.
, c
1ttersc ag zu empfa
H'
1cgt er 1hm
die poren an d
..
.
ngen. 1erauf
un
um~urtet
1h
·
d
das er zugleich aus der che1'de .. '1
d n mit em Schwene,
ll dd
z1e1t un &lt;lem J" r .
an rückt worauf &lt;lieser de d. ·c h
ung mg m die
.
Cl
n ie11ac en chwu 1 .
fi
~'.~en. aub1::11, für seinen Herrscher fi"
. r e1stet, ür
n_oug, rn den Tod zu gehen. un erbal~ ur s_e1n Land, wenn
emen chlag auf den
k
:r nm dem hwerte
.
ac en zum Ze1chen d
'h
1
c nvur rn Fleisch und Blut .. b
, ass 1 m der
11en soli • und
.
H
d
u
erge
d
•
.
d1c an lung vol1zogen hat k" .h
' . eriernge, der
d. G
•
' us t 1 n zum Ze1che d
ic emernschaft der Ritter aufi
.
n, ass er m
genommen ern soli•.
r_- \\'esemlich cinfacher ist die Zercmo i· •
•
Penon den Jünglmg auf Bitten Orian·
'ie '.m Amad1sroma11. Al Kônig
~ra~r cr _ihn 1.ucnt, ob cr c. werdcn
R11t~r sch'.iigt (Buch I,
4)
1hn1 Penon den rcchrcn pon:n an u ; c: .. \m?d,s bcphr es, und mm lcgt
anlc1,'l. Danüt. ist die Handhmg zu Er~c.l,/~~l11Ad1m . d.1s_ • h~vcrt, dJs jenc1
Gal.1or zum Hmcr macht (Buch 1 .
) r n1ad1s scmcrse1ts den jungcn
' Lap. 11 , ,ordcn cr ih
.
f .
RE /'["E HISPAJV/Q['E, C
11 zucrst au ' Ill einer

,.._~s,;um

cap.

9

�LUDWIG J'FA.'DL

130

B i urhe · ist der Zen.:mooie gezwungcnerwci e eine an
Amadis crinn rnde Beschrankung auferlegt. Der Ritterschlag an
Alfonso 6ndec in b wcgter rnnde statt. Auf frciem Felde i t die
kleine Gcmeinde vcrsamme1t, jedcn ugenblick gcwartig, dass
eim: foindliche har von Mauren auf caucbt, dass in Kampf ums
Leben tanfinden kaon :
So seasc11 tliis for old solem11i/ies,
For «·,1.1sailry and sport ; tbt bc1tb, the f,tJ,
TI,e ·1Jigil, ail prtparato,y dits
Omillcd 11ow, ... lJtrt i,, the f11re of Htat'tll,
Bt("re 11,e 1:asmls of bis fc1lbtr's bouse,
/Viti, tbem i11 î,is/a11t ~ril lo parlc1ke
11.ee cbmtee of life or de,1th, lbe buoic lxl)'
Do11s liis jirsl 11,ms.

In ihren rundzügen timmen die Fassungen der Ritt rchl a zeremonie in den Partida · un&lt;l im madis übercin. Eine
ab onderlichc Eigcnheit des letzteren bestehc nur darin, &lt;lass
îm011.:r nur Jcr rcchte poren angelegt winl. uchc , der zweifello die gcnannten Versionen alle vor ugen batte, legte sich,
wie man sieht, an ihrer Hand eine ab ekürit Art des organges
zurcchr, wie ic ahnlich die erste des Amadis ist. \'on den
Gebrauchen der engeren Zeremooie la st er die Frage an den
Jünglinc, fallen, die im Amadi stets beibehalcen ist; er lasst aber
auch den drcifachen Eid, an desscn Stellc im Amadi · gleicb am
die Fra&lt;&gt; tritt, unge chworen und beschrankt ich auf poren- uo&lt;l
h, ·ermnlegung, Rittcr chlag und Kuss. -

Kin:hc die gczicmendc :\ndacht zu halten. Gabor · bat indes am glcichcn
Morgcn schon cinc Mc -c gehôrt, und da Ll.sst man gcoügcn. Amadis lcgt
ihm .11 dann den rcchtcn Sporm an, kùsst ihn, rci,ht ihm d,i. Schwert, und
die Zl:remonk bat ihr Endc cTTcicht. lm Do11 Qui.wte sind nur \Vadtc,
~hwcrt chlag (d.tzu noch cin Fau tbicb). Anleg1mg der Sporcn und Umgürtung de~ · hwcrtcs bcibchaltcn, in der Cidchronik (cap. 1 !), gar uur die

Umgunung und der Ku •

ROBERT

OUTHEY U D SP A. •IEN'

131

~i letzte der \\'Cnic•cn ,on uns rem Di
.
sch1chtc der iberi chcn H lb' 1 ..
chtcr au der Kulturge. ,.
a rnsc ubernom
z
,se u1e einer Kônioswal1[ p l
. d . mencn eremooien
:-.
.
·
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wie
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ben des edelmüti·gen Rod • k ·
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man sa , auf Berreienc zum K" ·
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seincr Rückkehr ;us de B
on1ae cstimmt und bei
.
n ergen von d m b ·
semer Spitz der Erzbischof U b
ege1sterten Volke, an
r an von Toled
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emp angen. achdem Roderick und Ur
. . o, ~mt_ reuden
\Vone an den freud·1 E
ban e101ge fe1erhch-ernste
g rstaunten ge · h I b
Urban cinen Ring an d F.
. ne tet 1a en, st ckt ihm
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vcrwitweteo Lande zu v ··h1
' ln g ci 1sam mit dem
.
erma en.
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auf cinem Schild in die EI"l
1 b
on wir er Gewiihlte
en und d
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das .tn den dreimaligen Bo·c.1eIlgc 10
eira sru f Real ausb · cm
h , o ·e gezeigt•
. Am bckanntcsten in der ein chi.. .
ne t ·.
die childerung dieser uraltcn Ze ag1~cn &lt;:2uell nltc ratur dürfte
(Cron. VII r3) sein de
d' rmo111e bet Ambrol&gt;ÎO de Morales
,
C(l1/10 han de' levanlar, Reyr an E1eser_ Stelle unrer cer
Ueberschrift
r.
en spana y
t1 l
illeros :rns alten von ihm . 1 . 1 ,
como
'Ja de jttrar los
1
me 1t n::l 1er be· · h
dueros) die wichtig ren Io
.
zetc neten Rechtsquellen
.
mente e1ner ait pa · ·h K· .
zusammcngestellt bat D
l
' msc en on,gswahl
. arnac 1 war e Pfücl1t fü r den zu Wah-

. r. fü:sondcrs stimmungsvoll ist S ù
.
die hildcrung dicscr Volkskundgc:uu 1c(yB w1e nebenbei crwiihnt scln ma&lt;&gt;0
og_ uch r8) gclungcn:
'
71ie t1111lt1l11de
Th~11 sent fort!, ail thûr rnic:e with lad
.
Raisin,r the loud ,. R /" . l .
! acda1111,
R. th
ra , hnu drd the uurd
O)jinf rougi, lhe air, a11d trho j rom the walls
a11g11s. Far a11d u:idts tlN tbrmd .
Rolli11g ,, 111011g red1t1&gt;/i''h/.
errnf( sho11t,
,
"'' 111g rocks
Pe.1l d oi•er the bills r ,uJ
'
The u:ild
. a . up the ,1101111tai11 rnles.
ass star/mg ui tk fores/ lade
~1111 lo the M'tr/ : the affrigbttd u!f
Skullt'd
the thid.et '10 a closer bra,·e
' .
'/l l tlm111gh
• I.
L 1,•.i • I.. d
'
R 1e s 11gg1n be11r' am1""
• u m ns tn
~~bl up and a11m-er'J with a mllm ;,O'U•l
' 1talhtJ c111tl lono . I
,
The brood.
,. ' am at the upro,ir scand
mg e.itle /rom lier 11est tooL,. u•mg.
•

�l

32

LUDWIG PFANDL

lenden, ùass er ùie acht vor seiner Erhebung in ciner bi ·hotlichen Kirche wachenù zubrachte, am Morgen die Me se hôrtc,
Purpur und Geld :mf dem Altare opferte und darauf die Hostie
empfing 1 • Daon sollte die Schilderhebung stattfi.nùen, die von
Edelleuten zu vollziehen und mit dem lauten Rufe Real, Real,
Real zu bekraftigen und zu bestatigen war. Der neue Kônig lasst
hierauf Gelù un ter das Volk streuen und umgürtet sich selbst mit
dem kreuzfôrmigen Kônigsschwert zum Zeichen, dass niemand
mehr über ihn Gewalt habe.
Die childerung bei Morales scheint outhey bei Abfassung
seiner childerhebungsszene nicht gegenwartig gewesen zu sein.
Er hait sich vielmehr allem Anscheine nach ausscbliesslich an
eine telle in einem alten spanischen Epos, die die zeoe in
wenigen, anschaulichen Verscn beschreibt~. Ergaozeod zu d.ieseo wenigen dir kten Entlehnungen aus der
spanisch-gotischen Kulturgeschichte treten sodann bei Southey
eioige ehenfalls nicht sehr zahlrciche Schilderungeo allgemeiner
Art über Wesen, Gebrauche, Tra.:ht und Charakter der Mauren.
Zu bedauern ist indcs dabei, dass ein doppeltcr Fehler diese
Schilderungen cntstellt und in ihrer malerischen Wirksamkeit
bedeutend schwacht. Fürs erste kommt der Dichter, wcnn es
J. Es ist kaum nôtig, darauf kinzuwei en, wi.: sehr dicse \' orbercitungcn
jenen der Rittcrschlagszeremo11ie ihoeln, und wie bezeichncnd beidc lür das
religiose Moment des spanischen Volkscharakters sind.
2.
Toma11 1111 a11d,o tset1do
El D11q11t y Co11de y Hombres principoles,
De pils mcima el Priflcipe mm1brudo
Lo ltm11ta11 assi del s11e/o i!{11nles :
l' 11/rarlo t11 peso, qm111to a/car u p11Jo
D,: alcarlo par s11 Rrr J11ero11 mialts,
Real, Rt(ll, Real di{it11do todos
Seg,i11 rosllw1brt a11tig11a dt los Go.los.
(Cristobol de .Mesa, Lti Resta11ra&lt;io11 dt E.1p.11ia (16o7), 1, 4).

ROBERT SOUTHEY

mm

SPA'!\IEN

I

3J

skh um
· he Kultur hand lt üb
. 1na, unsc
.. .
Gemempliitze nichr hinaus T b ,
r die gewohnl1ehstcn
. 1
· ur an und Kru
.. b
Gürte
und weheode F h
GL
mm a e,1 gesrickte
•
a nen, et•Ctsverk.. d
d
maun. che amen , w1·e Abd a1az1z
• Ab ul un er
Al un Allahrufe,
Ibrahim, Magued, die teils in den cacem, cahman, Ayub,
Phantasiegebilde des D1'cl1te
. Quellen belegt sind, teils
.
rc; sem moge
· d .
standte1le dicser Schilderungen ' F"
~• sm die Hauptbewcitem das Schlimmere - h . . uhrs zwe1t~ - und das ist bci
..
atfilc d~D 1 h
d
satzen aller epischen Kunst H h
c ter,
en Grundlassen auf das leidensch f 1· ho o sprechend, dazu hinreis en
.
a t 1c ste gege 0 d,e
· Mauren Partei zu
ergre1fen.
Syria11 ' Moor • Sarazm, Gruk rwe .ide
Prrsia11. aud Cohl
. ont'f,bo11d•
0
. r and Tata r, m
'f errwg fa1tb ro11join'd, slrimg in the oulh
And heal of ital, a drtatlfitl brolberhooci
!11 w_lK&gt;111 ail l11rb11le11/ 1•ires were ltt
IV/nie Co11scieure, will, tbe1·r 1·111} 1•ous crud
'
D
ac I
rnnk as u•ith u•ine, bad sanctijirtl Lo lbtm rnrs •
~Il bloocl;•, al/ abomfoab/e lbfogs. (1, 17).

zœ:e

....

....

Lurtàj
Il ·. l . . . . . · • ·
dtserts lo IlJe scme
Of 1rom· ieir m11ur;•
~
. spot , like t•ulhires lo lbt b.illle-jitlll
Furce,
1mrelmti11u bab,·,.J •
.
'
L·
~'
w 111 crimes
T.d·e bidden g11ests lbe mirthful rujfia,;s jlock
o //ml free f eas/ ti.'bic/1 i11 lbtir Prophtt's
Rapine and L11st proclaim'd. (XX, 9).
11a111e

So stellt sich der fanatische outhe d.
.
Volkes ,·or, das iihnlich ,. d'
y ie Knegerscharen eines
sch
,
\, ,e ie Germanern . R
en, unverbrauchreo Kraft
d' d
m om, mit friGoten aufsaugre de N .
en ie egenerienen spanischen
•h
' imr Laatton
g1e1c
liche Kultur
d neues Blur zufi"uhrte un d eine unver-·
n e zur Blüte brachte · och vie
. l massDie,,._wichtigsten derSc'lben stehen Buch J
,·ers,. 19
11
'
vers 35 ff. und Buch Hl

'

�ROBERT
I

J4

OUTIŒY

ND SPANIEN

LUDWIG PFA. 'DL

lo. r sind die u Ùrückc wildcn faurenhasses, die cr sein n
goti chcn Helden im l ampfc gegcn die Eroberer in &lt;leo Mund
lcgt. i · bew gen sich mit Vorliebe in Ausdrückcn glaub nsfeindlich r V rachtung, wie misbelin•er, 111isma111 dog, clnld of hell, und
zeigen im erein mit der den Goten b igelegten Frômmigkeit,
&lt;la der Dichter das Eindringen der faur n in pani n lcdiglich
ais &lt;las Aufeinanderprallen zwei r tcindlicber Religioncn, al
reinen Glo.ub nskampf a\.lffa t. Das erkllirt indes immcr nocb
nicht eine p r ônliche fanati chc Partcinahmc eg n den einen
der trcitemlcn Teil . i ht r in den ,·crha stcn 1auren implicite
our die oapoleonischen Franzo en, und in den tapieren Goten
nur die opfermutigen, patriotischcn ' panier seiner eigem:n Zcit?
- Diese nnahme wird bei allen dcnen freu&lt;ligc Zustimmung
finden, die noch immer daran fcsthaltcn, outhcy's Roderick ei
die Frucht seioer begei tem:n Anteilnahme am pani chen Bcfreiuogskriege, ein G genstück gleichsam zu cott's Vision of Do11
Roderick. Wozu aber dann die tend nziôs religiôse Farbung? kh für mcio n Teil habc die letzt rc U berzeugung nicht
gewonnen und erkliire mir &lt;.\arum auch recht und schlecht
outhey's pcrsônlich maurenfeindlichen Ton aus seinem rein
dichterischen Bestreben, di Gegen :itze in moglichster harfe
auf einandcr wirken zu lassen und die cdlen Eigenschaften
sciner llelden durch entsprechcnd
hwarzung der egner um
so hellt.:r zu beleucht1.:n. Ein übrigcs ge~chah hier icher auch
durch outhey's bekanntcs trebcn nach an chaulicher Eindringlichkcit der Darstellung. Als ùritte und letzte Gruppe von dichterischen Hilfsmitteln,
,der Erühlung lokalhistori cbes Gcprâge zu gebcn, bleiben nun
noch die Einzelheiten des sogenannten Zauber- und Wundcrapparates zu kurzerWürdigungübrig. Dabei i t iodes von vornehcr in
zu beachtcn, dass nicht o ehr positive ersionen Southe ·'s
nachzuweisen s in , ·erdcn, ais vielmehr gezeigt werden muss,
\\ ie sich der Dichter zu dem teils arabischen, teils christlichcn

1 35

Zauber- und \Vundern
d
Die bedcutendstc der ~~arat ~r quellen ~·erhalten hat.
stelkrn mit B zug auf d' n E&lt;lcnb ,1gypt1sch-a~ab1schen cbriftzauberepisoden ist die E ie:il I ro erung pamen u- bcr1·1e11r rt n
verzauberten Turme zu ;ol:dung :onh der Torre encantada, d m
.
o. te at zum hl
· d
spamschen Berichten zwei stark di ver i
~· se m en
nommen, deren Hauptrepr:iscntanten
~ers1onen angede Corral sind. Lunna's E •ï J
d'
e una und Pedro
" \'ision Rodrigo's ,
Tr~~ 1~ 0 ~• ie Walter cott in &lt;ler
die" Zeit , personifizi;~;11dc cR1. nüdtzt ~at, spricht von einem
.
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n I en cr m de T
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und nm seiner treita · t d1·e Erde 111
. 'wuc h tige
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tert; sein entblôs ter Kcir
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vas1on vorauskünden D.
.
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andrcrseits erzahlt von .
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· te , ers1on
Corral'
cmem runkbett
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Herkule in Ritterrüstuo ruht .
• ,,o.rau d r tote
haltcnd das den erl g
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r . ,
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ust pamens an ein fre d V lk
,eze1t. on einem K··as tchen iemer
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da . m •es o proenthalt, auf dem arabisch Kr.
• s em tuck Gewebe
Zeichen die Erklarung e· e b1eger und dazu in seltsamen
.
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.
Spamen erobcm.
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werde emst

i;:t~

Für un ere Zwecke sind b ide V .
.
ganzc Zauber- und Wund
cr 10nen, ~ow1e überhaupt d r
Qucllen tarnmt i
nur ~rapfarat - sowett er aus arabi chen
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·msoierne von Bedeutun
1
1c .ters rellung zu dem selben a1s emem
.
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stof11 1chcn Faktoren Jcr R d .
er w1c t1g. ren
Gegcnsatz zu, einen -obrige oEngogheschichte darzulegen ist. lm
n pen atte uthe b . R d .
den ',vorsatz gefasst, sich durchw
auf r 1
~ lm o nck
Bo&lt;l n zu stellen und d .. b eg
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Element das in viele as _u erm~nschltche und übcrirdische
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n s mer ep1schen n· h
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erhebliche
a• , 1·ic h ab. e1ts
. zu laJC tungen
. Rolle spielt , l)anz
ff eme so
noch em. weiterer Grund • de n zau b r des Turme
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iezu kam
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- un 1ch für mcinen Teil b. ~ d
zu erge 1en
allein für outbe
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Y ausschlaggebcnd war _ der .. 1" ·h d
1 m ere1ts ott zuvorgekommen war und die n:i:n; rn~:

�LUD\\'lG PF NOL

136

..
' Bei allùem konntc sich
utbey ~icht
Frucht gepfluckt
. hatt . · den Anm rk·ungi:n di.:·r Ge chichtc e111en
versagcn, wen1osrcns ~n
d d' telle aus Pedro de Corral
.
Pl
sichern un ie
.. d'
geraum1gen atz zu .
li her Uebersetzung vollstan ig
(Parte I•, cap. 28-30) in eng
abzudrucken. • ·
ratt aus ara b·1scl1cn , aus christlichen Quellen
• ·
Sowe1t s1e, 5
b
d übernatürlichen Ere1g111s c
• d die , under aren un
stammen, 5111
.
.
r Linie Marienwunder.
der Rodrigogesch1cbte in erste. k .
lande der Erde ausser
. h ..
· chc 10 ·emem
Ueber die se warmen
'
. te Marienverehrung un&lt;l
.
1 b Exta e geste1a r
..
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uf die esc ic
'
k
deren Emnus e a
I
d uf den ationalchara œr
•
f d' o nze Ku tur un a
Literarur,_ 1a au te a ware manches zu sagen, was no 11
des span1schen Volkes
hat festzustellcn . In unge. 1 d' Mühe genommen
niemand sic 1 ie•i· •· ern w1e
. K'1rchen , Kapellen, Grotten,
.
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zahlten Loka e1 igtum '
'k
d Wandbildern wird die
S.. 1 fi . en fosa1 en un
Bildstôcken, au en gur .' d
amen it hunderten und
de versch1e ensten
.
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Jungfrau unter n
ais Virucn del Carmeu, del Pilar, e a
aberhunderten ,•on Jahren F bt
d so rort auf der gesamtcn
.
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. de la uen e un
l'
Ascms1ot1, dt! agrano,
f,
in Prozessionen in Form von
Halbin el verehrt und angeru en
. P1'lger- und \Vallfahrten
hergetraoen, m
lebensgrossen tatuen un: l
D~ htung kehrt ibr ame und
d spamsc 1en ic
'
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aufgesucht. In er
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··eder von Gonzalo s M1 a1
. 1 g allent a en v.
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ihre erherrltc 1un
. d' h
d Calderonsche Autos is
P dIïl ,5 Pre1sg ic t un
gros über a a
D
d ewig gleicher Tendenz 1 herab zu Werkt:n jüng ten atums un
- h ci· St es bei Southev
X des Ro&lt;lenck
. : lt
ln ciner Anmcrkung zu Buc~,• ,.,,,,,, to iutnidure /lit! fiction, 11or vo11ltl
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J J ·11 tlx cbaractu &lt;'J ' 111' r··
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11titlier 11cco1 t u•r 1
d • 11 il after Wc1lttr CQ/1 .
il bat·, J,u11 pnuleirl, to b,wt /011},c~~l upo dt Yrustra Se,iora, 13· Jhdt. Pedro d.:
2 Gonzalo de B rceo: Los
t ilJ[ros . .
·ora ~'ueslra. Co111p11tsla m
.
l . s dt Ji, V1rgt11 en
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P adilla: Gnmdq_as y exct erv1e1
M .· el cora~v11 oJcr: Li1s r mrs
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o/at'fl rima. Madnd l S 7· a
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r dt! Sagrario. P.-,a rt ,g11.1 o.
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Tolt,lo
y a irgc,
.
111ililar,s.
'"
Tokdo 1885.
I

RORrRT

OUTHEY

~D

PANJEX

1 37

Dit spanischen Chroniken bis ins Ij. Jahrhundert herein sind
\'Oil von \\'undtrberichten über die Jungfrau, von übcrnatürlicben Rettungen, Er cheinungen und ahnlichen Dingen. Mariana,
forales, Berganza, Florez, Ri co, die zu den rsten unter den
spani ch n Historiografen ziihlen, bringen in felsenfester Ueberzeugung die Maricnwunder in gro ser Zahl ais organische Glied r
ihrer Dar tellung. Das glaubige Volk aber fülm den wundertatigen i 'amen der Jungfrau zu jeder Zeir und bei jeder Gelcgenhcic in Form ,·on tos geberen, taunens- und cbrecken rufen
im Munde' und tragt die Ueberzeugung von der nie versagenden
\\'irkung derselben tief im Hcr7.en.
Robert Southey fand, wahrend er auf der pyrenaisch n
Halbio el weilte, reichlich Gelegenheit, diesen Charakterzug des
spanischcn Volkes zu bestaunen, wahrend ihm daheim in der
Ke wicker tudierstube eifrige Lektüre auch noch die schriftlichen Aeusserungen und Belege desselben gelaufig machte. Christ
Jesus Jar bis mother's sake / Ha-ve mercy 011 tbee ruft darum auch in
uthey's Epos die Frau aus dem Volke, wie sie dem zerlumpren
und verharmten Roderick ein Almosen gibt. Und die Wache
auf dem einsam n Burgwalle in mondbeglanzter ache steht
m11si11g 011 wor/ds bqond the grave ..... / And to tbe Virgin Mother
silentl,· / Pre/ers her bymn of praise
Ein charakteristischcs Beispiel eine solchen wundertatigen
fadonncubildes fand outbey in dem schon mehrfach erwahnten
Bernardo de Brito, bei der Herübernahme der Romano-Episode
aus dess n Geschichte von Portugal. Das Kloster besitzt, wie das
die Reg I zu ein pflegt. ein Muttergottesbildni , das schon ver2•

t.
hon im Cidgedichr (q. Jhdt.) hci tes; por amor de Sa11t11 Maria .'
(2j3),; plrg,1 a Dios )' a S,mlti }Jana! (282). / Gratlo al Criador J II Santa
.\foria .' (1637). Heute noch ind die gewohnlicbsten Ausrufe: / Jems, Maria!
/ Muriti mil i•eres ! ; Madre 111ia St&gt;c1lrrmu ! Und einc der gelâufigsten Kindergcb1.:te Jauret : Con D,os 111e amesto, co,, Dit&gt;s me ln!anto, ro11 /11 Virgtn y el

fafirit11 S111110.
2.

Buch 15, vers 2 3.

�138

LUDWIG

PF

ROBERT SO THEY U.'D

DL

.
_. kenJe Kraft bewie en hat. Es stam~t
schiedenthch wunderv. ir
, e ii\ Zeit n der Hares1
t. · bt· 1
tad t azaret11, von " 0
,
:ms der o1 isc ien
, h
,. panien gerettet worden
.
. h schen iônc e naco ,
1
von emcm gnec i .
d R
das verwaiste Kloster ,, r aswar. Ais nun ~?de~ic~.u~r ~i::r:keit zu füehcn, betrachtet e.
en, um w rwarts in i~- g .
das Bildnis der adonna
der Monch als seine be1hg;re ~~'._cl~~ng durch die Unglaubig n
mitzunehmen und so vor. er '- -~" darin bei und nimmt sich
zu be~ ahren. Ro~ri o su~::e 1
nach der beid n Einsied~er
ogar selbst des Bildes an. .
J f die \ eise gerett te Bild
T d be r wirktc das von ihoen au
o a
t7
d •
.
falliastcn \, un r ·
.
·
noc ll die augen
t&gt;
d
!ben nun schemt nur
1 •'
llungnahme zu emse
.
..
ut ,e s te
M . bïd wohl in me Erzahlung
iinzlich verfchlt. Er hat das an 11 . 1d
ein
wundertatigen
mit herüb rgenomm~n, hadt . li\ \nliches lleilig nbild aus
• b • vôllig entklcm t un 10 gewo
g:macht. He girt bis Joins, so heisst es von Romano,

a~:e

i11':;

A11dfr&lt;1m l1er a1/ ar took wi/11 revew1d hantls
Our lcltly's image ,fl)'(t•11. 111 t!,is, qrwth he,
fVt bat•e orir guide ,rnd fWird ami co11,J&lt;1rlll',
Tbe /Jtsl prm-isi011 for Cll/1' p,rilous tl.llJ-

\\ ie dann Roderick oach Roma_no's T?d. ail m wicder von
danncn zieht, h isst es ahnlich, ,vie vorhin .
He girl bis /oins
l..,1id J,o/t,s/ Mary's i111agt fo a defl
Of 11~ ro&lt;k, "•hrrt, sbtlltr'd from the tle111m/s
Il might abide ti/l liappier d,tys came""•
From all defilemml sai•t.

.
. . Bildoise isod jeglichcn kulturhi tor~ chcn
Dam1t aber 1st di
P
Iaivitat des spanischen
Interesses bar eworden ' die kôstliche
x. Es bcwahrt hci pidswci e einen Jcm
licher 'cisc vor Jcm sichcren Tode.

bsrur1. n.-ihcn pger in ùbcroatür-

PA.'IE'

,,·undcrglauben , der Hauch der M •stik und zuglcich eduester
Volksrümlichkeit ist verflogcn und die ganzc Bildnisrettung der
b iden Askcten zum blosscn Ausflu s nackt r, pocsi - und farblo. r Frommelei geworden. Das Marienwunder par excellence der Rodrigogeschichte i t
d r ieg der Chri ten über ein Maurenhc r im Tale von Covadon0a. ~ 'ach den B richten der Chronisten (besond r des
Morales, lîbr. XIII, cap. 3) liess ich eine starke btcilung von
fauren - nach einigen nicht wcniger dcnn 60 Tau end - in
die en rc chlucht von Covadonaa lockcn, ,,.·o sic von den
pnniern unter Pelayo's Führung von der Hôhe herab angcgriffen wurde und durch dereo P~ ile, 01ehr aber noch durch cinen
plôtzli h einsetzend n Bergsturz 1 ,·ollig vernichtet wurdc. Das
\ under ab r ·ar, wi man allenthalben versicberte, von Anfang
bis Ende da Werk der Jungfrau Maria, die die Mauren
v rblcnd te, so dass sic die Grosse der Gefahr, in die sie blindling
rannten, nicht. nhen, und die allcin den venlerbcnbringenden
B rgsturz hervorrief 1 zur trafe fi.Ir die chandung ilirer
Kirchen.
Bei outhcy musste di es Wunder, das in der Rodrigo-Literatur, der ge ·cluchtlichen, "ie der po tischen, ine hcrvorragcnde
tellceinnimmt, nüchtcrner R alitütund fons benarbeit weichen.
Den Platz d r wund rwirkenden Madonna sollte bei ihm nach
sein r ursprünglich n Absicht ein tapferes Gotenweib, für das er
den poeti!&gt;chcn amen Adosinda gedrechs Ir hatte, einnehmen.
Tbe Co11rl11sio11 (of Roderick), so scbreibt er an Landor 1, will bt
1 . ... &lt;(Ill t'Sf&lt;lllloso milagro la 111011ta1ïa se arra11ç0 por ms raïas, _,, acos/011,lost
aria tl rio, lomo tltbaxo los mas J, los ,,,oros.
2. Asi t1 obispo Sebasiia110 atiribuye txprt.Satttmte tsle mil,,gro 11 la ,1cralfsl,,1,1
lïr_fm Jfadn 1111rstra Se1iora, w •a iglesia aqutllos injielt.S co11 1011/11 violmcia
profa11abn11. Die wunderbare Bcgchenhcit selbst ist in BanJ Yll, . 1 der
Cr,!11/m gmm.1/ des Morales in cincm cmzüçkendcn kleincn Kupfcrstiçh
J.1rgc,1ellt.
3. Forster I, :1.65.

�ROBERT SOL'THEY U ' D

L.jO

LU O\\'I G PFA!\OL

full of fine things. Tl.' Spa11 iards ,;.L'il/ mi•er fc,r,uh·e me {tir 111aki11g
tlJtir Virgi11 Mary al Ccm1dv11ga into Adosinda, and perfor111i11g t/Je
111irarle by h11ma11 111ea11S. Hiernach war es offen bar anfanglich im
Plane Southey's gelegen, die Mauren irgendwic durch eine List
Ado inda's in die .:hlucht des \ erderbens locken zu las en;
schliesslich ab r mochte es ihm hwierigkeitcn bereitet haben
und er fond es einfacher, an telle Adosioda's des Pelayo verraterische Schwester zu etzeo. ie, deren Lieb sverbaltnis zÙ einem
der maurischen Anführer bereits von den Chroni:;ten berichtet
wirJ, mochte, auf eire der Maurcn stehend, &lt;las Heer auf
chleichwegen in das cnge Tal führen, damit es durch Eroberung
der Hoh le von Covadonga den HauptStützpunkt der Christen an
sich reissen kônnte. Die B deutung Adosinda's wird dardurch
stark b eintrachtigt, und ihre Figur, die antanglich von entscheidendem Einfluss auf den Gang der Ereigni se zu sein schicn, auf
das iveau einer nebensachlichen Episode herabgedrückt. Der
Zweck ihres Auftretens (in Buch 3) ist einzig und allein d r,
den noch planlos schwankenden Rodrigo zu flammend r Kampfesbegeisterung aufzustachelu und seinen heis en Wünschen
nach ühne die endgiltige Richtung zu geben. Dass sic zum End
noch kurz an xponierter telle der Handlung steht, indem sie
( und nicht Pelayo) das Zeichen zum Angriff von der Hohe aus
gibt, ist von Grundaus verfehltund deplaziert, weil e durch niches
gerechtfertigt oder vorbereitet erscheint und zudem die Heldengestalt des Pelayo in eine allzu damliche Beleuchrung rückt.
Vom rein literarhistorischen tandpuokte aus b itzt die Figur
Adosinda's foteres e, weil si di planlose Zerfahrenheit in der
Entstehung de Gcdichte von neuem illustriert. lhrer Herkunfr
nach ist diesel be reine rfindung outhey's und nirgends hi rori ch
belcgt, oder auch nur di hterisch je verwendet.
achdem einmal das Wundcr aufgegeben war, musstcn auch
die Einzelheiten und Begleimmstande de elben vernatürlicht
\ erden. Das ward unserem Dichter nicht schwer. Um die bliod-

PA"
,..
.,IL.

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tèirichte Unvor ichtiokeit mit der d. 1
. .
Tal chlucht eiorückt;n v;rst"· dl -h te d auren tn dte gefahrliche
l:isst er in der Morgenfi'r·· 1 a~ te d~n ent chuldbar zu machen,
u 1e ernen 1cht
b 1 • f:
zwar die Landschaft und mit ihr die . en . e e em allen, der
Christen wobl verbergen .
1 b im H10terhalte liegenden
, mema s a er e·
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den strategi chen Fehlcr b .. ·
10~0 so se wer wiegene1
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der
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g1au bhaft oder entschuldb
sgeu testen Volker
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cbeinlichkeit ist dagegena~ mac/_e n/onnte. Mit mchr WahrBerichten der Chroniken d e{y p o;z tche B rgsturz, der in den
ein planma sige Vorgehen a; yn c~ vollendete, bei ouchey in
fer umoewandelt B
·- cr im Hmterhalte liegenden Anor i. aumstamme und F 1 ·- k .
1:&gt;
d Abrn.111des zu et·11er d :d
e sstuc -e sind am Rande
rauen en Ma
-- r I
aufgeschicht t worden u d
, uer tot ic 1er Geschesse
n au en ka
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erklungen, mit Sturmesgewalt T ,d u~1 ;sr er ·hlachtmf
auf die io der Tiefe eingescl 1 ' o Fu?
erderben bringend,
1 os enen emde. _
eben den Marienmirak ln nchmen
. .
Wunderepisoden der 1) d .
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unter den chnstl1chen
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Erscheinungen himmlisch' i:, d h·- . e on ers u ernatürliche
O er
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er
ol11scher
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1,aum em Pedro de Co 1 ·
rra 1st es de ·
ï rt emen bre1ten
selbst erdacht unJ zu e·
, k r s1e te1 s gesammelt, teils
tnem pac ·enden
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Romans verarb itet hat D.
J ussa ord s ines
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(d er in den spateren Berichten den
m tro ten en Mfü~che
macht Corral zum Ausgano
k
. amen Romano erh1elt)
fi- R .
i:,-pun te emer lange
B
.
ur odngo, wahrend welche
d.
. ren ussepenode
zu erdulden hat bis ihn e &lt;llr_ ehr '~ grunmtgsten y r uchungen
11 ,c
T d
'
em haarstraubend
o· von allcn Leiden und F··ah rtc
.
1. hk·e1ten
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U grausamer
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semer reumütigen Ge in nung a bzu bnngen
.
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zu b kommen, er cheinr der Teufel den -~o 10 seine Gewalt
ais frommer 16ncl1 d
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i bussenden Konige bald
· ' ann Ill er G stalt d G l J •
10 Jener der Florinda Der He·1. ab s · ra· en •ultan, dann
·
1 tge Getst
den Bosen der 5o A
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- er trm ms Mtttel, v rjagt
'
ugen un 50 chwanze h
d ..
starkt den ents tztcn Büs , U d I
. at, un tro tet und
des Heiligen Geistcs eine;~~•ei::ella \ :t[:t~ot ~ oddrigo a~f Geheiss
hen an ienen Orr

�LUDWIG PFA,'DL

Gott sclbstd.zu
• an dem r stcrb n Soli , da spricht
ackommen 1st,
t und verkün 1gt
I
o
. h ROJr'tgo anvcrtraut ,a
dem Prie ter dcm sic
c
ll
' ,
.. , d Kônig ein Lcben opiern so · ~
.
ilun, auf v elchc \Vc1sc er . .
ml himmlische Ers-hc1Auc.:h outhev vcrwendet JSlOn nRud . k •om hlachtfdd
•
acht da o n
"
nung n. In Jt:m:r ersten
'
. ·flu ,11 nach &lt;lem Tode
.
b ass der crz\\et 1 .
.
fli ht und tm e er~
.
d Auaen das KreuzbilJ mit
. d
· t ·or s •men 1rren n
schre1t, a steig '
d .· kt ihm gl ichsam Retrung
dt:m blutcn&lt;len Erlo ·er empor un '" 10
und Vcrgebung zu :
Theii t1:ould be u~
TIJt Ct'oss u•li~reon a bluding Sa •i1111r ""!'l, 1
JI'/,., c.1ll'd o11 l,i111 lo come Jml clt-ome lm_s011
fo tllfJst a/1-/Jralin,: streams, tdiich /rom ,lus tt'Otlllds,
As /rom 1~·,p,·t1wl spri11gs, for roer flO'U.' ,/.

.
d das relrende Knmz jcdoch tritt die
Zwischen Rodenck un
_d
FI · nda abwch. Gesta It dcr ooes·han
eten on
,'
rachende \'ergelmngrn
'n:od die Bande erhebend,
//,al Cl,"011,V

SJi/1 ill brr face, u·IJich, td1m t!,e de J uw do11e,
J,,jlirtld on Jxr rat•isl1f!r //Juurse
1 l1t1 t i t Îllt'Oked f rom hraven'

und ihn in die

acht seiner

erzweiflung zurück tos end.

.. .
d . . k's bat die Fonn eines Traumbilùes.
Eine andere \ 1s1on Ro c~c I d
en Gcfahrten cben das
Romano _ist totundder Ko:!~:\h:n~~;e~erzweiflung zu überGrab gefüllt. r on neuem
H. mel um Trost. Ermattet
• flcht er zum 1m
d
mannen un ungestum 1 .
11 f 1d l1at nun im Traumc
bhüoc m 1 a Ul
fd
sinkt
er
au
em
ra
.
u
. .
• G ·chr
me 1nutter stcht plôtzlich vor ihm in
cin e1 enart1ges es1
.
. ·11 ·1 sea11en doch ibre gefos·a 1de
1c w1 1 10 o
schwarzcm T rauerge,, 1 : d
D ruft sic mit gellend r
ltcn minde verhindern s1e aran. a
timme:
Will 110 011e break
Tlxse shamtfttl jrtlers? Pedro, TJ,,udemir,

ROBERT SOUTHEY UND SP.\. "JE ..

.-ltha1111gilJ, «·htrt arr ,, ? R.,1&lt;/eridt's ,irm
Is wi/bu'd; ... Chitjs of Spm11, but vhere art yc?
A11J //JOU Plla,·o, t!JOu our surest /1(1/'(,
Dost llxm /oo slup ? ... A«'Oke Ptl,1yo / ... up !
Why /arriest /hou, Ddiiuer l. ..

B i den letzten \Vorten zerbrechen ihre Fcsscln und iluc
G tait vcriind rt ich. In glaœender Ru tung steht sie, und das
hwert in ihrer Rechreo glüht wie Feuerbrand. I(ampfgeschr i
und wildes Gero e erfüllr die Luft und üb r allem crtônt der siegrd he Ruf : Spain and Victoryl
D sind die beiden formen d r Vision, wie sie
uthey zu
Deginn seiner Handlung ein eführt hac, um in ihneo gleichsam
die Richrlini n d s Folgeuden zu geben. Es bcsteht grosse v ahrscheinlichkeit, da s der Dichter die Anregung dazu in den oben
geschilderten chlussskapiteln des Pedro de Corral efundcn hat.
Der Grundgedankc ist hier wie dort dersclbe : And utung und
\'orbcreitung der ühne mit überirdischen füteln. Bei Corral
hat die Busse die Gestalt einer Strafe und zwar einer k6rperlichcn trafe die mit grausamem Tode endet. Bd Southc erhalt
sie die Form einer sühnenden Tat: Wie&lt;lerbefreiuog des Lande
aus den H:inden des Feindes und demütiger Verzicht auf die
Konigskrone. Hier wic dort bedient sich der Dichter d r Yisionaren Vorb reitung der pareren Lôsung als der wirk amsten und
eindruchollsten. Da Form und Iohalt der Visioncn so s hr
verschieden sind wird den nicht Wunder nehmen, der sich den
Gesamccharakter der beiden Werke vor Augen hait. Die Mittel,
mit denen der Spanier dern supersritiôsen, wund rlü ternen,
naiv-religiôsen Empfinden seines \ olkes entgegeokommt,
war n auf dem realen Baden des outhe 'schen Epo lacberlich
gewescn. Unberührt bleiben darüberdieinneren Zusammenhangc
bcider Dichtungen, d.h. dil Anrcgung zur Yisionst chnik, die,
wie s·hon gesagt, unsercr Vermutung nach aus der cigemümlichen n des Spani rs auf South y übergegangen ist.
Von den verhangnisvolien Lebensschicksalcn der drei I faupt-

�144

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

personen der Rodrigotragôdie, des Grafen Julian, der Florinda
und Rodrigo's selbst, \Yar es nicht zuletzt das Lebensende derselben, das mit fantastischeo Fabeleien ausgeschmückt wurde.
Einzigartig ist in dieser Hinsicht, was von Pedro de Corral und
an seiner Hand von den Romanzen über den Tod Rodrigo's
erzahlt wird.
Durch eine gôttliche Offenbarung wird dem reuigen Büsser
(nach Corral 2• parte, cap. 25 3 ff) kundgetan, cr müsse sich
zusarnmen' mit einer doppelkopfigen Schlange, die er an einem
naher bezeichneten Orte finden werde, nackt in eine Hohle
legen und in Ergebung in Gottes Willen sein Ende crwarten.
Rodrigo fügt sich in freudiger Bussfertigkeit in dieses Urteil und
tut, wie ihm gcheissen. Drei Tage liegt er auf diese Weise mit
der Schlange an seiner Seite in der Hohle. Am Abend des dritten
Tages aber bcgiunt sich das Reptil zu regen. Es kriecht ihm über
den nackten Leib - man beachte die sensationscrierige Gruseltechnik de!&gt; spanischen Erzahlers - und beginnt ihn (mit seinen
zwei Miiulern) an zwei Stellen zugleich zu benagen: mit dem
eioen am Herzen, mit dem anderen aber an jenem Gliede des
Kôrpers, &lt;las in den Tagen der Wollust dazu gedient hatte, Florinda zu entehren. owie sich das Tier jedoch durch Heisch und
Rippen durchgefressen hat und die Ziihne in das Herz seines
Opfers schlagt, da eotflieht &lt;las Leben aus dem zermartercen Korper, und Rodrigo's Seele schwingt sich zum Himmel empor.
Ringsum im Lande aber lauten zur selbigen Stundc die Glocken,
ais ob sie von unsichtbarer Haod gezogen wiiren.
Miguel de Luna, von dem man eine nicht minder wunderliche
Schilderuog des letzten Endes Rodrigo's erwarten môchte,
schweigt sich darüber vôllig aus. Bei ihm geschieht nach dem
spurlosen Verschwinden des Konigs nach ver\orener Schlacht
(parte 1•, cap. 9 · 10) der Person desselben nicht weiter
Erwahnung.
Das historisch -nüchterne Element unter den Berichteo über
Rodrigo's To&lt;l Yertritt vor allem Morah:s. Nach ihm (VII, 377)

;ar ~er Koni~ nach beendeter Schlacht verschwunden und k .
ka: a:~:ese\::: ,ferne;;nhlcben, der Art oder Zeit seines T;~:
.
v. e t.
e rere hundert Jahre spater erst f: d
n:ian m df'r portugiesischen Stadt Viseo in i
. an
emen halbverfallenen Grabstein mit d
I e .:~ Kirche

RE~ UIESC~T R UDERIC

us ULTIMus ;Ix ~;TH~ HIC

Erganzend tntt hiez~ der Bericht des Bernardo de Brit!UM.
(li, 2 75) bebauptet, 10 der Kirche des hl M. h I d
' der
Sudt den Grabstein mit der Inschrift selbst :e:etener ge~a~nte,n
c Sou~hey, dessen historisches und dichterisches I z~
a end_.
rantast1sche Schilderuncrn des Ped ro de Corra l 111
. I nh eresse
G dIe
erregen musste - er konnte sic,
. 1 me
. ht versagen io d"em lb ra . e
ausführlicher wortgetreuer Ueb ersetzung am E ' d iese
d e m
Buches anzuführen _ b fr
. .
.
n e es 25.
des Gedichtes b.
l ~ lSS sJCh 10 d~r etgentlichen Handlung
is zum etzten Verse we1ser MassiJun
.
œr hEnthaltsamkeit
von
1· eglicher poct·
h
F
o
g
~nd
stnck· d
isc en antastere1 R d · k
\ m er letzten siegreichen Schlacht vergeblich .den s.üh~e:~~~

~~d

Tbe orrotl.'S pass'd him by ta right and le"
The s"'a
1,rn t ·
;1•,
r· r-r-11
pierred him 11ot, the scymitar
G_la11ced /rom bis hel111et; be, wbm be /,ehtld
I11ed rout complete, saw tbat the shield oif neave,i
u
H,
a been rxte11ded oi•er hi111 011cc more
And bowed be/ore ils wil/.
'

Das Streitross des Kônigs findet
Kampfe zitternd vor Erscho fun
d ~an nach beencligtem
gefallcnen Feinde Helm ~ ~ ~n tnefend vom Blute der
der K.. . b
,
'
armsc l und Schwert danebeo .
für . orng a er war verschwunden und blieb verschollen flir und

Bllc1h. DJ_er ganzc P:issus aus Brito stcht bei Southey i·u den Anmerkungen
BE VUE HISPANIQCE.

C

10

1,u

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

Da-;s, 111ontùs1 a11d generatio11s pass'd,
A11d ,mtt~ries held tht.ir coursr, before Jar ofj
fl'itbin a bermitage 11ear Viscu's m11ls
A Jmmble to111b was fozmd, wbich bore illsçribed
/11 ancimt ch1ir11ders King Rmlerick's 1111me.

Jicht minder trngisch, wenn :mch nicht ebenso abschreckend
und orausam, wie Rodrigo's Ende ist der Tod der von ihm ins
Unglück gestürzten Florinda. Ihren v rzweifelten SelbstmorJ,
den Sturz vom Turme, wie ihn Miguel de Luna erzahlt, hatte
Southey bereits in dero Monodrama La Coba poetis h vcrw rtet;
sonst würde er ihu vielleicht mwerandert in das Epos h rübcrgenonunen baben, da es dabei mit durcbaus natürlichcn Dingen
zuging und der Vorgang zudem wirk,amer Tragik nicht nrb hrte. Leidcr bat das Bcstreben, sicb nicbt zu wiederholen, den
Dichter in diesem Palle auf einen etwa. tri,·ial n Ausweg gekit t.
Florinda stirbt in naturalistisch- infacher Weise am H r7.schlag ,
den die Aufr gung am Totenbette ihres aters herbeiführt.
*

* *

Zum Beschlusse dies s erwas ausführlichen Kapitels soll mm
lediglich noch der Charakter d s Haupthclden aus dem Zusammenhange rk.hirt werden, der einzige nebenbei gesagt, bei dem
sich von einer eigenclichen Charakterzeichnung eben noch reden
lasst, da die übrigen Figuren im einzelnen zu wenig hcrvortreten,
als dass man -çon einerinneren Entwicklungunddadurch bedingtem Einfluss auf die Handlung sprechen kônnte.
Roderick ist zuerst reu- und demütig, gottesfürchtig, voll
freudiger Opferwilligkeit und Sühnebereitschaft. Dann wird er
wankelmütig, missmutig und verzweifclt, Versuchungen zuganglich und allenthalben zusclrwachherzig für die freiwillige Busse ;
schlappcS ntimcntali.fat und ri.ihrseligcs, unmiinnliches Tranenvergiessen rgiinzen diesen Grad seiner inneren Eot,vicklung. Bald
darauf wandelt sich der zitternde Klein mut des dekrepitcnScln\'ach-

1

47

lings
Beoeisterung
und reungcn
r
. .
Kampfesmut
. in. he]denhaftc
l 1· .
o
Dazu
tntt se 1 ie:;shch entsagunosf·t ·o O fi ._ . .
.
sche elbstverlau nuurr . d o a 11oe p ermut1gke1t und heroi.l .
g
, un ais Retter des Vaterlandc
~c iwrndet er zuletzt in effektvoller Apothcose • . Sch s terDaf?r zunachst einige Belege.
,om
aup atz.
u Nach ~er Schlacht, in der er wie durch ein Wunder vor Tod
nd Gefangenscbaft bewahrt wurde, fallt ROd . k . -r.r
•
Juno üb d" N' d
enc in v erzwe1ffinden. er ie ie erlage und sucht den Tod, ohne ihn zu
Dealli is lhe only mercy tllt1f I cr,n•e,
Deatb soo,i aml short, de,1th ami Jorgetf11/11ess
A lo11d be cried.
'

Mit einem Male erfasst ibn der Gedanke an d J
.
.
Vergelrung von Gut und Bo
d'
. as ense1ts, an die
dd
c, an ie verze1bende Liebe Gottes
~n as Kreuz des Erlôsers erhebt sich blitzartig .
.
.,
twen Auoe. Er sin.kt
.
lb
·
'or semem geisr:
o
' semer se st kaum be , .5
wtrft scinen k"'n· r l
\\ us r, vom Pferde
.
..
o tg te 1cn Scbmuck von sich und ziebt d. I"I 'd :
cmes getoteten Bauern an. So rennt er d ·I .
te .\. e1 er
~hreckcnsbildern und reuevollen Selb::~~ d1 r acht,_ ~-on
immer aber von dem Gedanke d B
. agen gepcmigt,
willi u l .
'
n cr usse angefcuert, opferSüh:e. ne im Grundedes Hcrzens erfüllt von der Pflicht sei □ cr
~ach
r-•1uten
. semer
• Emsamkeir
.
.· k'&lt;lem
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. des treuen Geia
c, ..
Rodenc
.
s
reud1ger
O
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..
.
.
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P ermut p otzlich ms Wanken E. f · oerat
1
sic. vor dem Alleiosein und vor sich selbst · .
. . i ur~ 1tet
Rc1zbarkcit seiner zer1·u"
tt·eten ervc::n 1st
. so , ,Ja· die d'hystensche
'
h
er es ais bPschfoien ·1e D .. .
v. ert gc 1e en, dass
.
-- '
.
schwmde
Môven
1u
.enrntr!!lmo
o o em pfi ndet, wenn pfeiloe0
, 0 me semer zu achre
· FI
·
streifen. \ erzweifelt ruft er de c'. . n, un uge sein Antlitz
und Hilfe :
n e1st des toten Romano zu Trost

:o~

I 11111 foo weak
solitt1de' J.oo vile a wretcb lo bea r
This evulasling commuue wilh myself

�LUDWIG Pl'ANDL

An telle dies r weinerlichen, schwan~enden Zerfahrenheit
tritt plotzlich starke elbstverlaugnung, zielbewusste _Auf~~ferungs- und Entsagungstahigkeit, sowie Roderick durch d1~ V1~1011
. . ·ts nd den Rat d~s Abtes andrerseits auf den ncbttgen
emerse1
u
d d,
W c ewicsen ist. Star ken Hcrzens, with voice uncha~ged a11 sl~a )
com~e!ancc begrüsst er Pelayo ais Kôni~, und '?~erer ~nede
beginm nach langer Zeit zum erstenmale w1eder be, ih~ emzu..
l d·1eses eine grosse Opfer gebrachtKist.. W1e Pelayo
z1e hen, as
~
sp:iter vom Volke freudig begrüsst ~nd z~m ômg au geru en
wird, sieht man auf Roderick's Anthtz kem. pur von chm~rz
Innersten seiner Seele mchts von alldem ·
o der 1 e1·d ; anc h ·m
1
Aloof /rom sympalby
He frf.lm lbe solitude of liis &lt;YWII soul .
Btbtld /be busy sune. None sbared or k11ew
His dup and it,co1111111111iCt1ble joy.

A h ·ner Mutter gegenüber, die schon wiedcrfreudige, h~chuc se1
f .
d 1 '"t gen
fliegende Hoffnungengenahrt hat, bleibterau seinere e ~rn i
elbstverlaugnung bestehen. Ihr setzt er zum Schlusse die Kr_one
uf iodem er sein 'olk in entscheidender Schlacht zum_ i_ege
:üh'rc und dann, in konsequenter Verfolgung ~eines ühoeprmz1~s,
auf jegliche Anerkenoung verzichtet und erne~ anderen, W~rdigeren als er sich dünkt, den Platz an der Sp1tze des Volkes
üherlasst.
1st dies Art der Charakterentwicklung de~ Helden innerli~h
zu erklaren? - Feige Todessehnsucht, freud1gcr C?pfennut, z1tternde Kleinmütigkeit und rührseliges Tranen~erg1ess~n, edelste
Selbstverlaugnung und heldenhafte Tapferke1t - d1e~e ~ala
der Empfindungen in ein und dem elben_ Char~kter und i_n e10er
so kurzen Emwicklungsperiode, das i t rc_me Hys~ene. ur
sei durch die Erschutterungen
wenn man ann ·a· baie , 1&gt;oderick
.~
.
und Aufregungen der Maureni_nvasion, ihrer Ance_zedeni1en
und Folgen ein an Leib und eele zerrütteter :faon, em H ' te-

ROBERT SOUTHEY UND SPA [L\

riker geworden, nur dann noch lie e si h aUenfalls von einem
inneren \ erden, von einem Charakter überhaupt sprechen. Wir
brauchen indes nicht so tief zu gehen ; die Dioge liegen viel
einfacher. Die Charak~erzeichnung Roderick's leidet, wie so
manches aodere in diesem Epos, an der planlosen Flüchtigkeit
der Arbeit des Dichters, deren Gründe und aussere Umstande
wir bereits früher kennen gelernt haben. Southey hat den Charakter des Helden &lt;lem Gange der Haodlung untergeordnet, er
hat ihn willkürlich umgesta1tet, wie es def jeweilige tand der
Ereignisse erforderte. Der Wandel von Roderick's demütiger
Opferwilligkeit zu mudoser Verzweifluna nach Ramano's Tode
ist für den Dichter ein einfaches Mittel, den toten Punkt, aut
dem die Handlung in diesem Augenblicke angelangt ist, zu überwinden. Blît:be sich Roderick's Gesinoung nach Romano's Tode
unyerandert, so würde er einfach - wie das ja auch nach
einigen historischen Berichten bei &lt;lem wirklichen Rodrigo der
Fall war - die Einsamkeit nicbt verlassen, sondern dort sein
Leben in Busse und Ka teiung beschliessen. ur Roderick's
missmutige Verzweiflung rechtfertigt das Eingreifen übersinnlicher M:ichte und sein gewaltsames Mitfortreissen in den Wirbel
neuer Plane und Tateo. un aber muss natürlich im Ioteresse
des Fortschritts der Handlung und um die Gestalt des Konigs
nicht zum lacherlichen ZerrbiJd zu machen, der sieche Büsser
zum begeisterten Freiheitsapostel, der zaghafte Zwerg zum
starken imson werden, der die Zwingburg der Maurenherrschaft niederzureissen und dem Volke die Freiheit wiederzugeben vermag.
Der Verwandlungen iodes ist damit nocb nicht genug. Der
Dichter erinnert sich in diesem Stadium der Entwicklung seines
Epos daran, d_ass derjenige, der bisher im Brcnnpunkt des lnteresses tand, gar nicht der eigentliche Held des Gedichtes war.
Obschon er dem Epos den amen geben sol!re, war Pelayo oocb
nicht zu \ orte gekommen. un handelte es sich darum, die
Ereigni 'Se um jeden Prei auf diesen zu konzentrieren, und

�ROBERT SOUTHEY

150

LUDWIG PFA 'DL

dazu mussce einc ,.; ·citerc Phas io Roderick's Ch:iraktcr die
Mittel an die H:ind gcben. Zu Roderick's opfermutiger Freiheicsbegcistcrung tritt einc neue Kornponente: hochsinnige Encsagung und SelbstverlauQtlung. Die ühnc seines folgenscbwcren
Vcrgehens soll dem Lande YOII und ganz zu Gute kommen;
ein anderer indcs darf den Lolm dafür ernten. o will es sein
bussi rtiger opferfreu&lt;liger i.nn. Er bitter Pelayo, die Kônigswürde anzunebmen und ]asst ihn dann, als dieser freudig un&lt;l
gerührt einwilligt, vom Volke zum Kônige ausrufen.
Damit ist Pela ,o znm Helden und Mittelpunkte der Handlung
gemacht und Roderick tritt für einige Zeit in den Hintergrund.
In &lt;lem Masse ab r wie die un rgiebigc Dürre des Pelayostoffo
zu Tage konunt, &lt;lrângt sich auch die ungleich poctischere und
creignisreicherc Rodrigogeschichte wieder in den Vordergrund.
Auf die Charakterentwi.cklung des Roderick ist dieser \Vandel
insoferne noch von einigem ·influ , als unter dem Druckc der
Ercignisse die heroische Aufopfcrungsfahigkeit des ehemaligen
Kônigs ihren Gipfel crreicht, indem &lt;lcrselbe einers ics durch
seine übermen chlich Tapfi rkeic cine für sein Volk sicgreiche
Ent,;cheidung im Maurenkampfe herbei führc, andrerseits s in
ühoewcrk auf die ed lste \ eisc krônt &lt;lurch frei\\ illigen
Verzicht auf Anerkennung und durch Rückkehr in die Ein amkeit des Büss rlebcns. Roderick's Charakcer ist also nicht so sehr das Ergebnis inoerer
seclischer Entwicklung, ais vîelmchr ein Produkt r in ausserlicher Bercchnung und Erwagung. 1 icht die Ereigni e sind einc
Folge der Charakœreigenhciten des Kônigs nein - ;\·eil die
Handlung nacb des Dichters Berccbnung am besten auf diese
und jenc Weise verla.uft, darum nimmt der Charakter des
Haupthelden diese und jenc Züge an, und zwar in der durch
die Handlung n twendirr gcmachten Aufcinanderfolgc. Trotzdem
kônnte die unfreiwîllige Entwicklung, die Roderick's Inoenleben
unter dem Drud.e der au seren Ereignisse nimmt, no h halb-

mm

SPANlEN

Ij J

we 0 normal und natürlich erscheinem, wenn niche der Dichter
dabe! scincm. alt n Fehlcr vcrfalleu warc, die childerung, wo
nur 1mmer eme solchc am Plat.ze ist, so ein&lt;lrinrrlich al nur
môglich zu gestalten ', ein Fchler, der zur Folge bat, dass Rode-rick's Charakter über das Mass des 1ormalen und Ge unden.
hinauswachst, Wcsen und Merkmale des allgemein Menschlichen
vcrliert und auf diese ~Veise im Gernüt des L ers unglilubige
Verwunderung statt Olltfüblendes erstiindnis erweckt ..** *
Damit mag unser Rodrigokapicel zu Ende sein. Rcsümiercn
wir die im Laufe desselben gewonnenen Ergcbni e in Form
einer F~age: Was ist spanisches Qucllengut, und was dagegcn
So~they sche Erfindung ? - so ergeben si h etwa folgende
Le1tsatze:
Ais Grundlage for die dichteri che Behandlung des Rodrigostotfcs haben im Laufe der Jahrhunderte in erster Linie die
beideo Rodrî~oromane von Pedro de Corral und von Miguel
de Luna ged1ent. Auch Southey schôpfc aus den am '\: erre
liegenden Quellen. Seine Caba stammt ausschliesslich aus Lun~
und Roderick geht ,venigstens in seinem ersren Ursprung zurü
auf Pedro de Corral.
oweit Personen und Gang der Handlung in Betracht kommcn, mu s ouchey grossenteils eigene Wegc gehen, da d r
Grundgedanke seiner Auffassung - Rodrigo's Sühnernission

k

_1. Trcffl.ich charakterisiert vom Kritfkerder Edittbur'gh Rt'llittu (Bd. 25, 1815)
mit den W?rtcn: Tb~ •worst (ault is lhe extreme dijjusmess and verbosil)' of 1,is
s?le, a11d lm '.mrelentmg a~xrtty to lem•e notbi11g to the fa11cy, /be feclinr, Qr
r:m lo !be plain 1111dersla11d1ng of Iris rtaders, bu/ to have tVer)·thÎIIK set dOWfl ami
1111presud and /J11m111eretl Îllto tbem, iuhich it 111ay anyhow con,luct to his glo11 tlmt
tht-y rho11lJ co111p, rbertd.

�ROBERT SOUTHEY UND SPANlEN

LUDWIG PFANDL

als Befreier des gcknechteten Vaterlandcs - den Quellen durc_h
aus fremd ist. Durchweg eigener Erfindung isc demnach die
Stelluna der meisten bandelnden Personen zu einander. o ist
vor all;m Roderick's Verhaltnis zu Florinda in edler Weise
geandert, indem ein Teil von Roderick'~ Schuld e~~er_ unfruchtbaren, lieblosen Gattin aufgeladen w1rd. _Selbstandig erdac_ht
sind ferner Roderick's Beziehungen zu semer Mutter, Bez1ehuno-eo die mit stimmungsYollen Einzelzügen einerseits ejne
willko~mene Mehrung der dichterischen Wirksamkeic . des
Staffes bedeuten, andrerseits, in die fantastische F~rm emer
Vision gek.leidet, die Handlung belebend vorw~rtstre1ben. Das
Verhaltnis von Roderick zu Pelayo musste gle1chfalls, roangels
jeglicher historischer Decails, auf eigene _Fau~t gestalte~ we_~den.
Roderick leo-t die Leitung der Reconqmsta m Pelayo s Hande,
der damit :ugleich in den Mittelpunkt der Erei~nisse ?erückt
ist. Die sich um Pelayo gruppierenden Personen smd m1~ Ausnahme des jungen Alfonso in der Weise wie S~uthef s1e verwendet niche in den Quellen belegt. 1hr Zweck 1st be1 outhey
fast au~chliesslich, die Handlung auf Pelayo zu konzentrieren.
Die Romano-Episode dagegen, welche Einleitu~g und eigentlicbe Handlung verknüpft und zugleich die nôtige Ruhepa~se
im Leben des gestürzten Kônigs bildet, wahrend der er ~1cb
ausserlich und innerlich für die eigenùichen Geschehmsse
andelt ist (abgesehen von Einzelheicen) direktes spaniscbes
w
'
d B.
Quellengut und ohne viel Aenderungen aus ~ernardo e r_1to
herübergenommen. Sieht man von den Bez1ehungen_ d~r eu~zelnen Personen zu einander ab und betrachtet ledtglich d1e
Grundzüge der Handlung, so ist - kurz gesagt - der Anteil
Rodrigo's an derselben des Dichters eigene Erfindung, je~er
Pelayo's dagegen spanischer Ueberliefer~n~sstoff. E_rfu,nden 1st,
mit anderen Worteo, die ganze Sühnem1ss10n Rodngo s, histo·risch andrerseits die Reconquista durch Pelayo.
Soviel über Personen und Gang der Handluog. Die hisrorische und Lokalfarbe, die ais wichtiger Erganzungsfaktor zu

1 53

jenen tritt, zeigt folgende Behandlung. Geografie und Ortsschilderuog tragen allenthalben die Spuren von des Dichters eigener
Kentnis des Landes, und zwar sov.·ohl in der Richtunoh und der
etwas zu reichlich bemessenen Dauer und Zahl der Wanderungen, ais auch in deskriptiven Einzelheiten derselben. Für
eine besonders wichtige Beschreibung, das Tal von Covadonga,
hat sich Southey in kluger Bescheidenheit eng an die prachtige
Schilderung eines Historikers (Morales) gehalten. \Vas Southey
an kulturhistorischen Gebrauchen aus den Quellen zur Ausscbmückung herübernimmt, ist bedauedich wenig. Des Kônigs
Kriegswagen, eine Ritterschlagszeremonie, und eine Kônigswahl
sind &lt;lie eigentlichen, direkten Entlehnungen aus der Kulturgeschichte der Halbinsel. Seine Versuche, arabisches Kolorit in die
Handlung zu briogen, sind an dem Mange] seiner Vertrautheit
mit dieseo Dingen klaglich gescheitert.
· Von Bedeutung ist unter dem Gesichtspunkte des historischen Kolorits auch die Stellungnahme Southey's zu dem teils
muhammedanischen, teils christlichen Zauber- und Wuoderapparat der Rodrigogeschichte. Den ersteren hat Southey in
Verschmahung alter Tradition prinzipiell abgdehnt, ja nicht
einmal .das Prunk- und Glanzstück der arabischen Rodrigomythen, den Zauberturm von Toledo, beibehalten, worin er sich
- soweit ich in meiner bescheidenen Belesenheit sehe - · von der
Mehrzahl der übrigen Rodrigodichter erheblich unterscheidet.
Dass Southey den Marienmirakeln, die das Hauptmerkmal des
christlichen Wunderapparates sind, ablehnend gegenüber
stand, war nur in Einklang mit seinen religiôsen Anschauungen.
Er musste zudem mit Recht befürchten, mit Kunstmitteln
dieser Art beim eoglisch~n Lesepublikum wenig Beifall und
Verstaodnis zu finden. Er bat sie deshalb zum grossen Teil vernatürlicht und durch menschliche Krafte ersetzt 1 , Aus den

1:

In der verschiedeoen Behaodlung dieser, ich môchte sagen rein konfess1onellen Bestandteile des Stoffes scheiden sich die verschiedenen Rodrigo-

�LUDWIG PFA DL

übernatürlicben Erscheinungcn himmlischer uod bollischer Art,
die unter den christlicbcn \ undcrcpisoden bcnfalls cinen
breiten Raum einnehmen, bat der Dichter die Anregung zu
eiaenen stimmungsvollen isionen geholt, die ausser ihrem
poetiscben Eigengehalte noch dadurch von Bedeutung werden,
dass sie die Richtlinien der folgenden Handlung geben. Auch
gegenüber der fantastischen Ueberlieferung von de°:1 grausa~en,
qualvollen Büssertode Rodrigo's hat sich der D1chter we1ser
Massi!mng beflissen und ist sein m Prinzip, auf &lt;lem Boden
realer7 durchaus rein menschlicher Verhiilmisse, Taten und
Ereignisse zu beharren, bis zum letzten Verse treu aeblicben. Zuletzt noch in Wort über bic allgeml.!ine dicht\:rischc Kornposition des Epos. Die eigenartige Zweiteiligkeit des Stoffes
einerscits, die ungleichmassige, enig planvolle, lüiufig unterbrochene und zurückgestellte Arbeit am Gedicht andreiseits haben verschuldet, dass dasselbe io Aufbau und Führung
der Haodlung gründlich verfehlt i r. Augcnfa.lligc Belege dafür
. ind einmal der zwiespaltige Yerlauf der Ereignisse, bei dem die
beiden Heldcn abwechs ln, wie die iguren im chach, und bald
der eine, dann der andere die Fühmng übernimmt; dann aber
auch di Charakterzeichnung des Roderick, der fernab von
innerer seelischcr Entwicklung, sich je nach den Ereignissen vom
Heldcn 1.um Schwachling, dann wieder vom Schwachling zum
Helden wandeln muss. Damit wollen wir indes von Roderick endlich und endgiltig
Abschied nehmen und uns den übrigen Gedichten spanischer
Herkunft ZU\1 enden, die an Umfang geringer, stofflich aber
nicht weniger von ln.teresse sind, ais der vielbesungenc Letz.te
der Gotm. -

dichtcr zicmlich rcinlich nach Nationcn, cin mstand, der in der zukünftigen
Ge!;chichtc der RoJrigodi htung nicht zu überschen sein wird.

ROBERT SOUTHEY

THE P11G1uM TO

• 'D SPANIE,

CoMro

1 55

TELLA.

" "Tot i11jlu.mu

lif

Religùm i,, Spain

is bow,Jless. "
(Leucadio DobLido, Ùl/ers.)

Eine Tagcreisc südlich von Coruiia liegr an den Abhang n des
Monte Pcdroso, in rebcttet zwischcn wellige Hügelrcihen, das
tadrchcn , .rnti~o de Cornposct:la, einst die ehrwürdige Hauptstadt des Konigr icbs Gallizien, heute noch ciner der bcrührntcsn:n \Vallfuhrtsortc der christlichen \Vclt. Tm 9. Jahrhundert, o
erzahlt frommc Sage, fond ein Bischof im \ aldesdickicht,geführt
von inem magischen Lichrscheine, unter der Erde cinc Marmorkrypta, darin der Leichnam des Apostcls Jakob bestattet war .
Konig Alfonso der Keusche !icss über dcm Grabe einc herrlichc
Kirchc bauen, Zeichen und \Vunder gescbahen, Pilgcr strèimtcn
au wcirer und naher Ferne herbci, undder Ruhm des Heiligtums
ward über aile Linder verbreitet.
EinstmaJs io auch ein frommes Ehcpaar mie seinem einzigen
hnc auf der Strasse gen Compostela. Der Tag war heis und der
Weg beschwerlich gcwesen und freudigen Herzeos sahen die
drèi Wander gegen Ab nd die Türme des Stiidtcheos an
Domingo im cheinc des Spatrots blinkcn. Rüstig schreiren sie
fürbass und bald haben ie in einer Herberge gastliche Aufnahme
gefundcn. Und doch ware es besser für sie ge,vesen, wcnn sie
müdcn Fusses weitcr ge, andcn waren und dann auf harter Erde
cin Lager für die acht gesucht hatten, Jean schwere Prüfuno-en
warteccn ihrer da sie jenes H:ius betreten hatten. Die Tochter des
Wines entbn.:nor beim Anblick des Jünglings in sündigcr Begier

�LUDWIG PFA DL

übernatürlicben Erscheinungcn himmlischer uod bollischer Art,
die unter den christlicbcn \ undcrcpisoden bcnfalls cinen
breiten Raum einnehmen, bat der Dichter die Anregung zu
eiaenen stimmungsvollen isionen geholt, die ausser ihrem
poetiscben Eigengehalte noch dadurch von Bedeutung werden,
dass sie die Richtlinien der folgenden Handlung geben. Auch
gegenüber der fantastischen Ueberlieferung von de°:1 grausa~en,
qualvollen Büssertode Rodrigo's hat sich der D1chter we1ser
Massi!mng beflissen und ist sein m Prinzip, auf &lt;lem Boden
realer7 durchaus rein menschlicher Verhiilmisse, Taten und
Ereignisse zu beharren, bis zum letzten Verse treu aeblicben. Zuletzt noch in Wort über bic allgeml.!ine dicht\:rischc Kornposition des Epos. Die eigenartige Zweiteiligkeit des Stoffes
einerscits, die ungleichmassige, enig planvolle, lüiufig unterbrochene und zurückgestellte Arbeit am Gedicht andreiseits haben verschuldet, dass dasselbe io Aufbau und Führung
der Haodlung gründlich verfehlt i r. Augcnfa.lligc Belege dafür
. ind einmal der zwiespaltige Yerlauf der Ereignisse, bei dem die
beiden Heldcn abwechs ln, wie die iguren im chach, und bald
der eine, dann der andere die Fühmng übernimmt; dann aber
auch di Charakterzeichnung des Roderick, der fernab von
innerer seelischcr Entwicklung, sich je nach den Ereignissen vom
Heldcn 1.um Schwachling, dann wieder vom Schwachling zum
Helden wandeln muss. Damit wollen wir indes von Roderick endlich und endgiltig
Abschied nehmen und uns den übrigen Gedichten spanischer
Herkunft ZU\1 enden, die an Umfang geringer, stofflich aber
nicht weniger von ln.teresse sind, ais der vielbesungenc Letz.te
der Gotm. -

dichtcr zicmlich rcinlich nach Nationcn, cin mstand, der in der zukünftigen
Ge!;chichtc der RoJrigodi htung nicht zu überschen sein wird.

ROBERT SOUTHEY

THE P11G1uM TO

• 'D SPANIE,

CoMro

1 55

TELLA.

" "Tot i11jlu.mu

lif

Religùm i,, Spain

is bow,Jless. "
(Leucadio DobLido, Ùl/ers.)

Eine Tagcreisc südlich von Coruiia liegr an den Abhang n des
Monte Pcdroso, in rebcttet zwischcn wellige Hügelrcihen, das
tadrchcn , .rnti~o de Cornposct:la, einst die ehrwürdige Hauptstadt des Konigr icbs Gallizien, heute noch ciner der bcrührntcsn:n \Vallfuhrtsortc der christlichen \Vclt. Tm 9. Jahrhundert, o
erzahlt frommc Sage, fond ein Bischof im \ aldesdickicht,geführt
von inem magischen Lichrscheine, unter der Erde cinc Marmorkrypta, darin der Leichnam des Apostcls Jakob bestattet war .
Konig Alfonso der Keusche !icss über dcm Grabe einc herrlichc
Kirchc bauen, Zeichen und \Vunder gescbahen, Pilgcr strèimtcn
au wcirer und naher Ferne herbci, undder Ruhm des Heiligtums
ward über aile Linder verbreitet.
EinstmaJs io auch ein frommes Ehcpaar mie seinem einzigen
hnc auf der Strasse gen Compostela. Der Tag war heis und der
Weg beschwerlich gcwesen und freudigen Herzeos sahen die
drèi Wander gegen Ab nd die Türme des Stiidtcheos an
Domingo im cheinc des Spatrots blinkcn. Rüstig schreiren sie
fürbass und bald haben ie in einer Herberge gastliche Aufnahme
gefundcn. Und doch ware es besser für sie ge,vesen, wcnn sie
müdcn Fusses weitcr ge, andcn waren und dann auf harter Erde
cin Lager für die acht gesucht hatten, Jean schwere Prüfuno-en
warteccn ihrer da sie jenes H:ius betreten hatten. Die Tochter des
Wines entbn.:nor beim Anblick des Jünglings in sündigcr Begier

�ROBERT SOUTHEY

ND

PANID:

1 5i

LUDWIG PFA ,' DL

und gedenkt die ; acht seines Aufentha!te unt:r ihrem pache -~u
benützen, in seinen Armen geiler Lust zu frohnen. \ erge_bhd1
jedoch sucht sie ibn in ihre etze zu lo~ken .. tand~aft \\:1:1st er
die Versuchung vonsich. Das verwandelt 1hre L1ebe in Hass und,
âhnlich wie Putiphars \' eib, sinnt sie den prôden zu verderb~n.
Eilig geht sic ans Werk, versteckt einen silbernen B:cher_ 1m
R.eisesack des J ünglings und, als am andern M?rgen die .. P1 lg:r
ihres \V cges fürbass ziehen, zetcrt sie ob des D1ebstahls, lasst ~1e
Reisendeo durchsuchen und ruft nach dem Alcalden. In pame?
aber pfieote die Gerechtigkeit in jener ~eit ga~_schn~ll zu ~hreiten .• Joch hatte die nne die halbe M1ttagshohe nicht crklc,~men und scbon hing der unschuldige Jüngling ais hrloscr_ D1eb
am Galgen. Traurigen Herzen nehmen die Eltern v~n 1hrem
toten Kinde Abschied und wandern müden Fusses wetter nac~
Compostela, um beim Aposte! Trost und Hi:fe z~ suchen. \: ie
sie zurückkehrcn, ist ihr erster \ g zur Richt tatte. Und d~
Herz droht ihnen stille zu stehen vor freudigem Schreck, ais s1e
hen dass ibr ohn lebensfrisch und unversehrt am I reuzse
· li ng
baume' h;ingt. antiago hat ein Wunder getan un d den Jung
vor Tod und Hunger und jeglichem chaden bcwahrt. Zui:n
Richter rennen da die beiden Alten, die das Glück und d~e
Freudc wieder jung gemacht, und erzahlen ihm atem~os, was s1e
erlebt. Dem kommt die tôrung ungelegen, denn cr s~tzt ?en zu
Tische und ein paar gebratene Hühner duften vor 1hm in der
Pfanne. Aergerlich sinot er die bcredten Alten loszuwerden. u~d
meint &lt;las Richtige zu treffco, wcnn er sagt : " Euer Sohn i_st Ja
doch so wenig lebendig, ais diese Hühn r da. " Doch 1eh~,
kaum bat der Richter die Worte gesprochen, da flattern die
Uühner lebendig und mit grossem Geschrei aus der Pfanne a~f
den Boden. Di drei sind starr ob des neuen Wunders. Man eilt
hinaus zum Galgen, die Kunde verbreitet sich in den . trassen,
das Volk eilt herbei, im Triumphe wird der Unscl1ul~1ae :om
Richtholz niedcrgebolt und in die tadt gebracht. Die be1de~
Hühn r aber, ein Hahn und eine Henne, deren Cefie&lt;ler se1t

ihrer Wicderbelebung in schneeigem Weiss erstrahlt, und ihrc
Nachkommen werden zum ewigen Gedenken dieses Ereigni. ses
in kirchlicher Obhut und Pflege gehalten. Die frommen Pi Iger
aber, die auf ihrer Fahrt nach Compostela das tadtchen berühren,
\·ersaumen oicht, sich zum Andenken und Be"·eise des Wund rs
von den weissen F dern ein mit zu nehmen. iemals aber trat
ein Mange) an Federn ein, und das ist wieder our antiagos
wunderwirk nde Hand.
Diese in ihrer Einfachheit cminent volk tümliche Erzahlung
wicderholt sich haufig in der geschichtlichen und Reise-Literatur
über panien, nicht minder ais in den kirchlichen Parabelbüchern
und Heiligenleben. Eine der frühesten Fassungen derselben,
wahr cheinlich sooar die erste überhaupt, bringt der an der
\Vende des 12. und 13. Jahrhunderts im Kloster Heisterbach
(Diôzese Kôln) lebende Cistcrciensermônch aesarius (in der
Kirchenliteratur gewôhnlich Cae aàus Heisterbachensis gcnannt),
in seinem lirakelbu ·he ', in welchem er eine Reihe von wunderbaren Begebnissen, Bekehrung Unglaubiger, Befreiung unschuldig Gefangener, Lebensrettung durch lleilige und dergleicheo erbauliche Geschichten in greulichem Moncbslatein zum
Vortrag bringt. Die Geschichte von dem Wunder Sankt Jakobs
an &lt;lem zu Unrecht erurteiltcn hat noch nicht in allen Einzelhcitcn die endgiltige Forrn, in der sie outhey \'Orlag, &lt;loch ist sie
zweifellos aus ihr hervorgegangen.
Bei Caesarius heisst es (lib. VIII. cap. LVIII.), ein Santiagopilgcr sei auf seiner Reise in der Herberge irgend ines nicht naher
bezeichneten Orres ,·om Wirte des Dieb tahls bezichtigt worden :
accidil 11t bospes nescio qnid perdere/ el, mspicio11em de ro habens,
fur/11111 illi coram judice imponerel. einen Unschuldsbeteuerungcn zum Trorz wird der Beschuldigte zum Galgcn ,·erurteilt, auf
1.

lllustrium Mirnculorum tt Hislori&lt;1ru111 ,\.1r111umbi/i11111 Libri Xll. Aus

dem 0;1chgelassenen Manu cripte &lt;les \ 'erfassers wicderholt in Druck gegebe~,
unter .1nJcrem nt\'erpiac 16o4.

�ROBERT SO TIIEY UND SPANŒK

LUDWIG PF ~DL

die flehentlicben Bittcn c1m:s hn1.:s ab r fn:igebsscn, und dt:r
ohn s lbst, wie er
verlangt, an Stelle des Vaters gehenkt.
Traurigen H1;rz ns zicht di~ er g n Compo œla und mpfichlt
sein heldenmütiges Kind der Gnade des Apostcls. "\Vie er
von der \ allfahrt 1.urückkommt will er den leichnam begrabcn.
Doch iehe, der Totgeglaubte b grüsst ihn vom algen aus (!)
mit froh r Stimme ; 'anct Jacob bat ihn wundcrlich betrcur :
Apostol11s ab en bora qua /mie pntibulv appe11s11s sum, ttsque mmc,
111a11ib11s sustentat•it me, non wirivi, mm silivi, 11ihil doloris ~ 11si,
nec 1111quam meli11s mibi {tûi omnibus dielms vitœ me,:r:. Dankerfülltcn Herz ns pilg rn die beiden von neuem zu Santia?O und
kehren dano unverweilt in die Heimat nach der tadt Utrecht
zurück. Hier rzahlen sie &lt;las Wunder allüberal und auch den
Brüdern im Klost r der Cistercicnscr. Yon cincm derselben, dem
Kanonikus Wilbclmus, bat es unser Caesareus, wic cr versichcrt,
mit ei renen Ohrcn gehôrt
"\ orin sich dies \ rsion der Legende von ihrcr sp;it ren
Gestaltung unterscbeidet, das ist&lt;lie Verschicdeohcit der Ur heo
Jer fulschen B · huldigung, und das viel auaentillig re \Vunder
des Hühner. Wann und durch wen bcide fomente in die
1

•

r. Dass C.1esareus die LcgCDdc nicht, wic cr aogibt, au mündli.::hcr Tr.1dirion ..:ntnommcn, sondcm nur argc chricben hittte, dafür w:ire folgcnde
, iôglichkcit ,·orhandcu, die die crste schrifttiche Fi:icrung ~cr Lcgc.ndc um
ctwa ein h:tlbes Jahrhundcrt wcitcr hinaufrücken würde. Die angcblich von
Pap t Calixtus IL um r 120 \'Cran taltete Samnùung v~n Wund_crn_ (abgcdruckt in Acta S . Bol/. ]uli VI, 46 0-) cnthhlt diesclbc \crnon der
Legcodc, wic sic Cac.~arcus bcrichtct. Trot1. aller von den Bollandisten bdgcbrachten Bewei!.è (Histoirt litt. de la Frana, X, fJ 2), dcr genanntc Pap t
konnc nie und nimmcr ab Vcrfusser jcocr amrnlung gclten, i r der Umstaod
1ûcht au der \\' elt zu sch:tffcn. d:lss schon Vi11c nt d:: RcJuvais ( -p.:oul11111
hi.&lt;t. Il', 1, 2ï- c,rp. ;o) 1.u Ende d1: tz. J,1hrhumlcrt) die e .rnmüung
cxzcrpicnc ; ie liat also zu 1fü:,cr Zcit not,vl!odi11crwdsc hcrcits bc~t,1~den
unJ. kônmc dcmnach ais Quelle für Cacsareu , sowie ;Ùs t:r)tc:, )Chnfthchcs
Do ·umcnt u11 en:r L
nde dmng h.1 ~'tl. Worüb'r natürlich hier ni&lt;.ht zu
clljs&lt;:hcid,n 1st.

1 59

Erliihlung zuerst eingefügt wurdcn das entzieht sich unserer
genau n Kenntnis.
. Das Motiv der \ it.&gt;derbelebung toter, beson&lt;lers gebrat ncr
T1ere, schon im Talmud 1 verwendet, kehrt in den Hciligenleg nden des Mittelalters mit gros er Haufigkeit wieder. anct
~Id brand~s b lebt ein gebratene Rebhühnlein 2, Pharail&lt;lis gar
eu~cu. bere1ts gegessenen ogelbraren i und dergleichcn mehr.
Mit e10em derartigen \ iederbelebung wunder nun ,, urd im
laufi des Mittelalters auch die Santiaoal gende erw itert und
ausarschmückt. Bereits im Jahre I 515 rzahlt l icolaus Bertrandu
in . ciner Ges hichte der tadl Toulouse in aller Kürze d \Vunder der Hühner 4 • Wie hier ais Schauplatz des Ereiaoiss eine
fram:ôsi che tadt an egeben i t, die mit Camp tela 0 uur schwer
in ~irtliche Verbin&lt;lung zu bringeo ist, so wech elt in anderen
Benchten gclegeotlich sogar der Heilige, dem das \ irken diese
\~under~ zuge _chri ben ist.
b richtet Luis de la Vega in
s mer _Biographie des heiligen Dominicus i, das dies r Heilige
und mcht Sa11ct Jacobus es gcwc n sei, der den unschuldiaen
Jüngling auf so wundcrbare \ eise var &lt;lem Tode bewabrte. Die
cndgiltig Kombinatian, die ausserd m in Reiseberichtcn bestatigt v. ird ~nd &lt;l~e auch outhey als Vorlagc und Aorcgung gcdient
hat, schemt 1~h zu r t bei Lucio farineo (1500-1533) zu
fiaden 6 - a h Lhm O chah da Ereignis in dem spanischen

B11baBatrcr 7Jh.
Acta SS. Boil. Aug. lll, 69J.
3· _lb. ['m, I, ~72. Eine Anr.ahl :hnlichcr B ispiclefindcn ich bei P. Toldo,
der. m cmer RCJh ,-on Aufsâtzcn (Shulieu {Ur t'trglâchmdm Liltr,1/ur"t•
sdmbte. Band 1-9) die Wuodcr der Acta a11cJorn111 kfa sifiziert hat.
-1·. fnïhcre ·hriltliche. Ta hwcise vcrmôgcn au h die Bol!Jodistcn nicbt .tu
erbnni: n.
5- Vida dt Sm, Do111i11go (Burgos 16o6), Parte 2•, cap. 8u.
. 6. De Rtl&gt;us lfisp.miœ memorabilibus. Erste ,\usgat,ç vom Jahre 1-•u
1.

2.

Libro ?•.Ueber '.hn und Jic Ausaabcn, seines Geschichtsw ri.es ,·g.l.
Les Hrstoms gi11m1les d: I::spag11e (Paris. 1904), 'cite 77 ff.

c{/ t:

�160

ROBERT

LUDWIG PFANDL

tadtchen San Dominera ( ôstlich von Compostela), aber nicht
Dominicus, sondero J;cobus war der ·wunderwirkende Heilige.
Hier lesen wir auch ausführlich von den naheren Umstanden,
von der creilen Tochter des Herbergswirtes und der standhaften
Tugend ndes jungen Pilgers; ferner, wie ihm die E~ttauschte
heimlich den Becher in den Reisesack stcckt und 1hn dann
triumphierend des Diebstahls überführt, sowie die Szene, in _der
die gebratenen Hühner rounter aus der Pfanne flattern; nicht
zuletzt auch die Tatsache von der spatcren Fortpflanzung der
Hüh1Jer und der ibnen entgegengebrachten Verehrung.
In erster Linie wird man nun in den Berichten von Spanienreisenden nach einer Bestatigung oder Modifikationdieser Erzahlung
suchen. Das tat denn auch Southey, nachdem er durch die
Schilderung des Ereignisses bei dem eben genannten Ma_rineus
Siculus angeregt worden war. Er scheint jedoch nur zwe1 Stellen in der ihm bekannten und zuganglichen Reiseliteratur aufgefunden zu haben, die er in folgender Weise zitiert ' : Udal ap
Rhys relates it in bis" Tour lhrough Spain and Po1tt1gal '.' pp. 3518; and it is told also in the '' Journal dtt Voyage â Espagne ",
Paris 1569, by a Conseillerwbo was attached to the French Embassy
in thal country.
Leider ist es mir nicht gelungeo, diese beideo Quellen ais
Belege heranzuziehen ~. Dagegen liess mich der Zufall i~ ~er
Handschriftensammluog der Münchener Hof- und Staatsb1bho-

OUTHEY

mm

SPANIEN

161

thek das noch unverôffent1ichte Manuskripteines Rcisetagebuches
finden, das, wenn es auch mit Southe , direkt nichts zu tun
~at, dennoch über die tatsachlichen Gru ndlagen des von
1hm bchandelten Stoffes bemerkenswertes Material eines Au oe nz eugen bei?riugt '. Es sind die Aufzeichnungen ei□es b~rerischen Fran~tskanermônches, der im Jahre 1669 zum Capitulum
generalc seines Ordens nach Valladolid pilgerte und auf dem
Wege auch in an Domingo Rast machte. Er schreibt hicrüber
~fol. 7. der Hs) : h! Ecclesia_ parocbiali vidimus gallinas albas quœ
111 hod,enwm d,em in Erdesra posterius ad turrim Îll alto obmuralo
loc_v cratibu~- obductv. conserl!antur, et œdit1ms curam hamm gerit.
Hierauf _erzahlt er die dazu gehôrige Geschichte von den Pilgern,
der s~hl111;unen Tochter des Wirtes, der falschen Beschuldiguog
des Junglrngs, desseo erurteilung und zum Beschluss auch das
Wunder mit den Hühncrn; über diese letzteren fügt cr bei :
omnes smzt albœ, quas et nos vidim11s, el pemzas de illis a parod}() et ca11onicis dono accepimus.
Da ~ie Aufzeichnungen des Mouches im allgemeinen nicht
~en Ern_~ruck ~acheo, ais seieo sie erstunke□ und erlogen oder
zur__Erhohung 1hres lmeresses mit erfundeneo oder geleseoen
Erzahlungen ausgeschmückt, so dürfen wir ihm meine ich aerade
a?ch bei dieser childerung Glauben schenkeo'; wenigste~~ was
die ~aupttatsachcn und die Ortsangabe bctrifft, worin er mit
Manneus übereinstimmt. Darnit wiiren dann die historischen
Grundlagen des von Southey verwerteteo Staffes so einwaodfrei
ais môglich dargelegt•.

r. Works, S. 536.
Das erstc Wcrk mit dem :ibsooderljch klingendcn Yerfassernamcn_soll,
wie ich einmal irgendwo gelesen zu habcn mich erinncre, von cmem
gewissen Price stammeo, &lt;loch war es mir _bis jet1.t nicht 1_11ogli~h, gcnaueres
in dieser Beziehung in Erfahrung zu brmgcn. Das zwe1~e, em ]otm'.al
Voyage d'Espag11e vom Jahrc 1569 scheint nic~t zu exisucren; g~mcmt 1st
offenbar das unter demselbeo Titel gehende Rc1scwerk des FraoçotS Benaut
vom Jahre 1669 und demnach die Jahrcszahl bd Southey verdr~ckt; ~gl.
Foulcb~-Delbo c, Bibliograpbic, }.r. 87, H. lch ~dbst konnte das \\ erk le1dcr
2•

1u

nicht cinsehen.

r l. ~gl. über _diese H~dschrift meinea Aufsatz Eùi Beitrag zur Reiselitea~,r uber_Spam~, etc., m d_cr. Re1:11e bispa11ique, Band 23, S. 41 r ff.
-· ln ~me~ \Oil ~rof. Btrlmgcr (Alm1a1111ia . Bd. 13, S. 42) exzerpierten
~ 3 udschnft,c10er

Re,scbesch:eibung des Nürnberger Kaufmanns Erkeubrecht
O~t:r aus d_cn J~hren 1 )87 bis 93 findet sich eine âhnliche Version der Gescluchte ~vie be1 un crem Mônche. Da mir die in Privatbesitz befindlich
Haodsclmft unzugânglich blieb und ich sie deshalb nicht wcitcr auf Hcrkun~
REVCE HISPANIQCE.

C

u

�LUDWIG PFANDL

162

An Southey's Behandlung des toffcs ist manche~ Bcmerk_enswerte. Inhaltlich bat cr sich ja, ,...-ic aus der zu Emgang d1es:s
Kapit 1s angcführten Wiedcrgabe crsichtli~h ist, eoge an die
Er~iihlunct des Voroanges bei dem schon w1ederholt O nannten
Lucius M:irineus gehalren. Aus seinem Bcrichte st:unmt der
h:\ll platz; die urbs Str11CI i Dominici Calcea/e11sis wird zu La Calzada
Mun , . Ebcnso kurz wie dort wi.rd aucb bei Southey das vergeblichc Liebes, ·erben des fodcbens nur in eio paar Worten
anged utet• und auch die übrige Erzâhlung lauft in ihrcn Hauptmomenten - sd1einbarcr Diebstabl, Ifange11 des Verbrecbers,
Erhalrung seines Lebcns, \ iederbelebungdergebratenen_ H~lmcr
- - parallel dem Berichtc des Gcschid1tschreibers. lm -~rmz1p hat
also Southev an dem einfachen V rl.tufe der legendareo Haodlung nichts 'gea.ndert. Trotzdcm brinater es fenig, mi_ttel einiger
::11:1 sich nebcm,achlicbcr Kleinigkeiœn, die anschemenJ ganz
harmloszur Ausschmückung der Erüb 1ungdit::nen, dersclben einen
tendenzi6s-satirischen Unterton zu geben, &lt;ier&lt;lie kleine Oichtuna

und Echtheit tu prülen vcrmag, Jabd nichb nahen:s in d_ïesc1: Hinsicln in
Birlings Artikcl eothaltcn ist, kann ich sic auch oicht ais l115tonschcn Bdcg
b~ràllziche.n.
L. And tl. :y took 1ip IIJtir loàti11g 011t 11igbt 011 lbe miy
br u1 Cr ({lldù /iltlll,
.
.
•
2 , Bei Mirineus bcisst es : ... q11i (= lmspes) ,1duli11m jilwm bnbe~al, _qw1.
cerilt'llt puld,rn fiuie ~•iJissel eitts a111i&gt;re cc1pt,1 est. El w111 1m.-en1s ab
(tllll adolts
I'
'
. •
d.
,ui rcquisitus a/que •t•exal11s eius ·t-olo repug11assel, ,n11ore111 roui•erttl III o !!1111.
Bci Soutbcv :

• For tbe I,111keepi!rs /bey bad a d1111g/i1er
SaJ tosay, '1.1,./JO u.oas 111s/ ils 01Wll1f-f,
As PotipJmr's daugbter, I Jbillk, wmtld b1œe bm1
Ifs/Je foll ,oed ,,~ UU)'S 11} œ•: 1110//Jtr.
Tbis •u!irk~ U"Ot11a11 Ill

,'Ill'

P~rrt

]k/J;.wed likt Jloiipb,ir's tl.'ifc;
.411,1, z,._y4me slJe faii,·,1 /o v..-in liis lcn.·e,
he ,-w/u'tl lo Ulke his 1ife.
Di.!t Verglc.ich mit Puripbaf5 \\' c.ib ,vir o nahelkgenù, ù:JSS es lâch~rlich
,wr.: !ür ilm irgend c.ine b&lt;!SOnderc Quelle r.u sud1en.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

zu _einer k u 1tu rh istori sd1en a tire ersten Ranges macht. Man
':·eiss, dass ~~tbey trotz der schwankenden Unsicherheit seines
e1genen reltg16scn St:mdpunktes stets den Anschauun&lt;Yen und
~cbra~chen der rô1~isch:n Kirche ablehnend, ja sogar feindselig
~egenuber~tand. Be1 wcmgen Spanienrciscoden finden sich abtalhge, .. pôttlsche, verar~erte Urteilc über kirchliche und religiôse
Gebrauche der pyrenfü chen Halbinsel in dem Masse und in der
Scbarfe wie bej outhey. Dast ist denn auch der besce Kommentar
zu d~r kle_inen, Dichtung, die nur :iusserlich ist, was sie zu sein
vor~1~t, eme' Weihnachcserzahlung".
. Etn~ge Bele~e môgen diesen satydscben Charakter des Poems
illustr~eren. Die glaubig-~romme Einfalt der Sa11tiagopilgcr, die
am Crabe des Ap?:tels s1ch busseifrig ihrer Sünden anklagten,
und von &lt;lem He1hgen Fürsprache am Throne des Hochst
erflehteo, wird ebenso kurz wie trcffend verhohnt in d::
Versen:
Old s:o:es might tbere be clea11 rubbed off,
Ami Tickets tbere were give11
.
To clear all fol! gates of the way
Betwee11 the churrhyard and Heavm.

Niche ouoder charakteristisch ist das Gebabren von Hahn und
Henne? nachd_em sie, wie Phonix aus der Asche, der Bratpfanne
lebend1g cntsttegen sind :
T7Jt Coâ, 'U.'ould have croweJ if be cculd ,T o cackle Jbe Hm !,ad a wisb •
A 11d tbey both slipped about
the grai'Y
Be/ore /bey got out of the dish.

i,:

And •u:luii each •would have opm'd its eyes,
Fort !be purpose of looking abou/ the111,
1 bey sa«• /bey ban 110 eyes to open.,
Aud thal lhe1·e 'li.VIS 110 sui11g wit!JOul 1'1011.
All tbis was to l'1m1 a grea/ wo11der ,·
They stagger'à aud reerd 011 the table•
Aud eitber to gtitJS u•here tbtyu't're, '

�LUDWIG PFANDL
ROBERT SOUTHEY UND SPANIE.

Or wbal ivas their plight, or how tbey came the1t,
Alas f They 1.1.'tre wbolfy w1able.
Becau.se you must km&gt;w, that that moming,
A thi11g which they thougbt t'ery bard,
The Cook had cul off their heads
And lfmrum them a1.11ay i11 the yard.
Tbe He11 would bave pra11cked up ber Jeathcrs,
But plucking bad sadly deformed her;
.
And for mwt of them sbe would bave shi1.·ered wilb cold
If tbe roasting sbe had, /,ad 110/ warmed ber
A 11d the Cock Jelt exceedi11gly queer;
He tbougbl il a very odd thitig
.
.
, ·e
Tliat bis l1ead and bis wice were be dtd uot k11ow whe1
And bis guiz.tard t11cked tmder bis wing.

The guiz.z.ard got itlto ils place,
But bou Santiago knO'I./JS besl:
And so, by the belp of tbe Saitlt,
Did the liver and ail the rest.

11,e beads saw the way to tbe bodies,
I,i they came /rom the yard witbo1~t check,

And each look its O'l.1'11 p1'0per Slallo,i,
To the very great joy of the 11eck.
Ami i11 Jlew tbefeathers, Iike s11ow iii a sh&lt;&gt;u:u,
For tbey ail becal/le white on the u:ay ;
And /be Cock a11d the Hm Ï1I a Trice were rejltdged,
And theu wbo so bappy as they I
Gluck I Gluck I cried the Hm riglit merrily tben,
The Cock bis clarioii bleu•,
Full glad was be to hear again
His 01.u,1 coclt-adoo-del-doo f

. a~ .' Das Treffiichste aber - vom Standpunkt der Sat1re
ist die feierliche Prozession, die das sch~u- und wu nderlttet~
Volk von San Domingo mit dem Btlde des Apostes, e
beiden Hühnern und der Schüssel voll duftenden .B:~tensaftes
veranstaltet. Die Freude an ôffentlichen Aufzilgen rehg10sen Cha-

rakters, an sich eine zâh bewahrte itte der katholischen Nationen,
war besonders den Spaniern in Fleisch und Blut übergegangen.
Dieselben sind eine lebendige Verkôrperung gewisser Züge des
spanischen Volkscharakters, einerseits der lust an offentlichem
Schaugeprânge, andrerseits der nach âusserlicher Betatigung
drangendenfreudigen Warme des religiôsen Gefühls, und hangen
liusserlich wie innerlich, in Herkunfr, Inscenieruug und Zweck,
enge zusammen mit den Fronleichnamsspielen, den Autos sacramentales. Ihre Schilderung ist, âhnlich wie die Beschreibung
der Stierkampfe, ein stândiges Requisit der alteren Reiseliteratur
über Spanien 1 • Auch Southey batte im Juni r 800 Gelegenheit
gehabt, zu lissabon der berühmten Fronleichnamsprozession
beizuwohnen und die Erinnerung daran ist ihm offenbar vorgeschwebt, ais er die jamotts procession mit Gockel und Hinkel vor
sich gehen liess. Sie verlauft in folgender Weise :
Santiago's Image, large as life,
Went jirst witb ba,mers a11d drum 1111d fife
Atid 11txt, as was most meet,
The twice-bom Cock a11d Hen u-ere borne
Along the tbro11gi11g street.
Percli'd on a cross-pole hoisted bigh,
Tbey were raiud in sigbt of tbe crowd ;
And, when lbt people set up il cr-y,
The Hm sbe cluck'd in sympathy,
And the Cock he crow'd aloud.
r. Eine Probe hievon habc ich aus der schon erwiihnten Mônchsl1andscbrift
in der Re1:ue hispanique zum Abdruck gebracht. Eine andere noch viel
interessantcrc, die ich jelioch wegcn ilircr Lànge hier nicht gut aufnehmen
konnte, ist zu lesen in dem anonymen Voyage d'Espagne curieux, historiq11t tl
politique fait en l'a1111k 1655, Paris 1666, pag. 136 ff. och heute hat jcde
spanische radt von einiger Bedeutung ausser der "Procesion del Corpus"
( 1 5. Juni) noch ein halbes Dutzend von fcierlichen U mzügen zu Ehren der
vcrschiedenen Ortsheiligen. Von den mit solchen Anlàssen zusarnmenhiingenden fesùichen Veranstaltungen, zu denen ehedem au.:h die Aufführuag
der Autos sacramentalcs gehôrtc, habea sich bis auf unsere Tage nur noch
die "verbenas" (kirmessartigc Volksfcste) erhalten.

�ROBERT

166

OUTJIEY UND

P NIE.~

LUDWIG PFANDL

A11d beca11se lbey very wtll kmw for wb)'
T!Jty we1·e carried i11 mch sole111111ty,
And saw tbe. Sai11t a11d bis banners btfore
TTiey behaved with tbe greatest propriety,
Ami nwst corrtcl de.corum.

'e111,

The /(nife whirb bad c11/ o.D tbeir beads tbat mom
Still red t(•itb tluir i,mocwt blovd, •was bome,
The sC11llion boy be c;1rrîed it;
And tbe Skt"LVers also made a, pari of ibe s/,ou•,
/Vith wbicb they wert lrms'd for /be spit.

The Cook i11 triumpb bore /hot spit
As bigb as be was able;
.
A11d the Disb ivas display'd wbereiii they we.re laid
1Vheti t/Jty 1,ad been serveJ at table.
Witbeager Jaith the crO'U!d press'd ro1111d;
Tbere was a scramblt of wo111eI1 a11d 111m
For wbo sbo11ld dip a ji11ger-lip
[ti the blessed Grai,y tbm.
Next •wml the Alcaide, l&gt;eati11g bis breast,
Cryinu alolld /ike a 111011 dislrest,
Aml a~iiaz.ed at the loos of bis di1111er,
Sa 11 tiago, Scintiago l
H,l'l:e n,ercy 01i me a sill11er l
A11d lifti11g oftmti111es bis Hands
Tom1rds the cock and ben,
Orate pro ,,obis! deuoutly be crie,l,
Alltl as dti'Olllly the people replieJ,
Wbene-1;er be said il : A mm I
The Fatber and Mo/ber were las/ i11 tbe train;
Rejoicittgly they came,
.
A11d exloll'd, wiib /cars of gratitude,
Snntiago's glorio11s 1w111e.

lm Grunde genommen ist also diese im Schafspelz :in r
frommen Weihnachtserzahlung gebende Verslegcnde mchts

andcres als eine grimme Satire' auf die Aberglaubigkeit und
religiôsc G istesknechtung de spanischen Yolkcs. \Vie radikal
Southc • in diescm Punkte über das von ihm 011st vielfach
bewunderte und verehrte Spanien dachte, das bat sich uns im
Laufe dieser Untersuchuog wiederholc gezeigt. Die englische
Reiseliteratur über Spanien aber belehrt uns, dass Southey
damit gewissermassen auch die Anschauungen einer ganzen
Nation vertrat Für das orthodoxe England war Spanien in
religioser Beziehung von jeher - und ist es heu te noch - das
bemitlcidenswerte Opfcr verdummender Pfaffenherrscbaft und
stumpfsinniger Rückstandigkeit. Warum ? - Das liegt offen zu
Tage. Einzig und allcin weil gerade zwiscben England und
panicn der klaffendste Riss gahnt, der in religiôseo Dingen ·
zwischen moderneo Nationen sich je aufgetao hat. Beide Volker
stellen die Extreme in der Entwicklung zweier divergicrender
Bekenntnisse dar, und dazu kommt noch der dem eoglischeo
Nationalcharakter eigentümliche Ernst seiner Religiositfü, der
nicht selten in beschrankt erscheineode Dünkelhaftigkeit, noch
ôfter aber in hasslichen Fanatismus ausartet. Dieser Urostand darf
auch bei Beurteilung der Stellung Southey's zum spanischen
2 •

1. Um die Satire noch zu verstiirkcn, hatte der Dicbter ursprünglich im
Sinnc gchabt, sic durch môglichst groteskc Zcichnungen illustrieren zu lasseu
(Sel. IV, 11K). Welche Szenen dabci auf dem Bilde festgchalten und karrikien wordcn wâren, kann man sicb nach dem Gesagten leicht denken.
2. Statt vieler Buchtitel môge hier cin ciuzigcs zeitgcnôssisches Bcispiel
angefùhrt wi:rden. In William Dalrymple's Trtwels tbrougb Sp,rill &lt;111,I Portugal
in T7ï4 (Lom/011 1777, 40) heisst es auf cite 112 ,·on dcm genanntcn Santiago de Compostela folgendèrma.sscn : 'J11is I01J.•11 is situa/et/ amidst micufti.

i•11ted bills, is large, aud swarms wilb priesls, tCJbo, mjoyi11g greal i11co111es, live i11
luxury und t:11erJ ki11d of dissip,1tio11; sti/1 prayi11g 11po11 //1t, weakrzm, Jolly and
M-t11 rascality of l/1tir fellow cre11tures idXJ come 011 pilgrimagt to the sbri11e of
tbe s,1cn•d Apostlr. Htre Hypocrisy bas raised a most st11pemlo11s temple, whaei11
Delusion officia/es as bigb pries/, and lg11orn11ce daily cro'll.'ds in s11perstilious 11111/liludes ils 'O/t1ries; tbe credulous 1111d 'l'Îrt11011s to obt11itz andf11rll1tr 111erii be.ivm,
and /be i 1icialt to expiate tbtir crimes, are 11/ike recd1•ed, n11d tq1et11ly mnJt lo coI1lri/1t1/e to tbe ease 1111d ple11s11res of the sacerdolal tribe.

�168

L DWIG PFA..'\DL

- - - - -- - - -----=~- -- -

Katholizismus im allgemeioen pnd seines Gedichtes im besonderen nicht aus dem Auge verloren werden.

Es bleibt nun nach alldein noch die Frage zu diskutieren, was
das Gedicht mit dero Hispanismus· Robert Southey's zu
schaffen bat. Steht es in irgend einem tieferen Zusammenhang
mit dem was wir "Spaniens Anteil am Leben und Dicl~ten"
desselben nennen wollen? Ware das Gedicht in der gle1chen
Fonn undenkbar, wenn Southey niemals den Boden der pyrenaischen Halbinsel betreten hatte, niemals durch diesen Aufeothalt eine besondere Vorliebe für spanische Literatur jedcr Art
und eine umfassende Belesenbeit in derselben sich zu eigen
gemacht hatte? - Der aufmerksame Leser wird sich dies~ Frage
im Laufe der Besprechung bereits selbst Yorgelegt und be1ahe~d
entschieden haben. Das Gedicht weist neben unvertalscht englischen Zügen starke Spuren dessen auf, was wir nun c_inmal
(mehr praktisch als schôn) mit Hispanismns k.urz beze1c_hnet
haben. Ecbt spanisch ist vor allem der Stoff, der de~ Ged1chte
zu Grunde liegt. Nur in Spanien kann und konnte es emen Wu~derort wie Compostela geben, nur dort die blaue Blume r~hofoser Romantik zu solcher Pracbt erblühen. irgends als luer
konnte desbalb auch der Dichter einen Stoff, wie diesen, fast
môchte ich saoen gebrauchsfertig vorfinden. Spanisch sind
sodann in der
der Behandlung die Details, mit denen Southey die einfache Legende ausschmückt und aus_ ihr _ein __kl~ines
Kulturbild mc1cht, die Mittel mit denen er serne 1m ubngen
urenalische Teodenz in die Tat umsetzt. Spanisch sind zu guter
Letzr° wenn wir recht genau sein wollen, auch die authorities, wie
Southey sie nennt, nâmlich die endlosen, " ie zaher chlarom
an den leichtfüssig hüpfenden Verscn hângenden gelehrt~n
Anmerkungen. Die wareo nun einmal so seine Art, u_nd, we1~s
Gott er würde sich im Grabe umdrehen, kônnte er w1ssen, w1e
sebr 'er durch sie heute ooch d m Leser den ungestôrten Genuss
an seinen schonen Versen schmalert.

Art

ROBERT SOUTHEY UND SPA°!'&lt;IEN

Alles übrige aber ist echt englische, bodenstandige Heimatkunst. ln erster Linie die religiôs-satiriscbe Tendenz, die wir
bereits nach Ursache und Wirkung gekcnzeicbnet haben . Ganz
besonders auch die metrische Form, in die das kleine Poem
gegossen ist, eine durch reichliche Aaapaste in Southey'scher
Willkür manierierte Balladenstrophe.
Bevor ,·vir nach diesen Einzelheiten vom Pilgrim Abschicd
nehmen, muss noch seiner Entstehungsgeschichte, seiner
anfanglicben und schliesslichen Bestimmung kurz gedacht
werden, weil diese Dinge ein weiteres helles treifücht auf den
Charakter des Gedichtes werfen. Entstanden war dasselbe im
Laufe des 'ommers 1828 und zwar teilweise in Buckland bei
Caroline Bowles, der edlen Freundin und spateren (7,weiten)
Gattin des Dichters. Es sollte zusammen mit einem ahalichen ,
aber bedeutend langeren Gedichte (Ali for Lave or a Sinner well
saved) in irgend einer Familienzeitschrift seinen Platz finden.
Beiden blieben jedoch die Spalten derselben verschlossen, dem
einen wegen seiner Lange, &lt;lem Pilgrim aber just wegen seiner
Tendenz. In einem Brief an G. Ticknor' stellt Southey die
Sache folgendermassen dar: boih are Romish legends ... aud bath
were inteuded for some of our Ammals ... ; but the first (Ali for
Love) in ils pro!{ress far outgrew al! reasouable limils for sucb a collection; and the latter (the Pilgrim) was objected Lo, beca11se it migbt
prevent /be A11n11al from selling in Roman Catbolic circ/es, - an
anecdote which is but too characteristic of the tirnes. Daraufhin kam
Southey der Gedaoke, den Pilgrim selbstaadig zu verëffentlichen, denn dank der endlosen Anmerkungen würde das Ding
für etwa zwei Druckbogen ausgereicht haben•. Und in seinem
I. L. &amp; Corr. VI, 38; ahnlich schrieb er an Bedford (Stl. IV, 118) und an
Catherine Bowles (Corresp. ed. Dowden, 143).

2. Tbt Poem would Jill Iwo sbeets witb ils prolego111e11a, whid1 coutain the
autborilies. (Briefan Bedford a. a. O.).

�170

LUDWIG PFANDL

heiligen Zorn über die Roman Catholoc circles verfiel er auch noch
auf die schon erwahnte Idee, das Gedicht mit einigen grotesken
Zeichnungen illustrieren zu lassen, uro seine Wirkung nocl~ zu
steigern. Wie viele andere Suppen, so wurde aber au:h d1ese
nicht gan~ so heis.s geges5en, wie sie gekocht war, und die kü!1le
Berechnuna des Verlegers behielt die Oberhand über den he1ssblütigen Eifer des Poeten. lm Frühling 1829 erschien de:
Pilgrim - ohne Zeichnungen - zusammen mit Ali for Love be1
Murray in London. Eine zweite Auflage war di~sem Bandchen
nicht beschieden, und die frame Legendc kam tartan nur noch
einmal zu des Dichters Lebzeiten in Druck, in Band 7 der
gesammelten Werke (1837/38).

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

171

QuEEN MARY's CttRISTENING.

Nicht so sehr dem Umfange na::h - es umfasst nur 45 Vierzeiler - ais vielmehr auf Grund seines Charakters und seiner
Entstehungszeit muss das unterdem obenstehenden Ti tel gehende
Gedicht sich unmittelbar an den Pilgrim to Compost.el/a ansd~liessen. Dle Erzahlung an sich ist in der spanischen Geschichte
wohlbekannt und entbehrt nicht eines gewissen naiven Reizes,
der das Herz des Lesers rührt; ihre Behandlung durch Southey
ist iodes weder rein menschlich anziehend, noch poetisch wertvoll, dafür aber um so charakteristischer for den Dichter.
Pedro Il., Konig von Arragon, der alteste Sohn des als Freund
und Ma.zen der Troubadours gerühmten Ramon Berenguer IV.,
war frühzeitig mit einer Enkelin des Kaisers Manuel von Byzanz,
der frommen Maria von Montpellier, vermahlt worden, hatte
indes in ihr nicht die Auserwahlte seines Herzens gefunden und
dafür bei anderen Frauen Befriedigung seiner jugendlichen
Leidenschaften gesucht. Die Konigin aber sehnte sich nach
einem Erben, teils weil sie ihrem Lande einen solchen schuldig
zu sein glaubte, teils weil sie · damit die Liebe ihres Gatten zu
erringen hoffte. Es war iodes unmoglich, ibn dazu zu gewinnen,
ihr die eheliche Pflicht zu leisten. Da griff die im innersten
Herzen verletzte Frau zu einer List. Durch doppelzüngige
Hoflinge liess sie, ohne dass weder diese noch ihr Gemahl sie
durchschauten, dem letzteren die Nachricht hinterbringen, dass
eine von ihm vor allen anderen angebetete Dame bei 1hr auf
ihrem Landsitze "eile. ln aller Eile erscheint der Konig, nirnmt
mit der hohen Gemahlin in scheinbar bester Laune die Abendmahlzeit ein und legt sich, grosse Müdigkeit vorschützend, zeitig
zur Ruhe. Ein vertrauter Diener ist angewiesen, die angebetete
Fremde zu bestimmter Nachtstunde zum Lager des Herrschers

�170

LUDWIG PFANDL

heiligen Zorn über die Roman Catholoc circles verfiel er auch noch
auf die schon erwahnte Idee, das Gedicht mit einigen grotesken
Zeichnungen illustrieren zu lassen, uro seine Wirkung nocl~ zu
steigern. Wie viele andere Suppen, so wurde aber au:h d1ese
nicht gan~ so heis.s geges5en, wie sie gekocht war, und die kü!1le
Berechnuna des Verlegers behielt die Oberhand über den he1ssblütigen Eifer des Poeten. lm Frühling 1829 erschien de:
Pilgrim - ohne Zeichnungen - zusammen mit Ali for Love be1
Murray in London. Eine zweite Auflage war di~sem Bandchen
nicht beschieden, und die frame Legendc kam tartan nur noch
einmal zu des Dichters Lebzeiten in Druck, in Band 7 der
gesammelten Werke (1837/38).

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

171

QuEEN MARY's CttRISTENING.

Nicht so sehr dem Umfange na::h - es umfasst nur 45 Vierzeiler - ais vielmehr auf Grund seines Charakters und seiner
Entstehungszeit muss das unterdem obenstehenden Ti tel gehende
Gedicht sich unmittelbar an den Pilgrim to Compost.el/a ansd~liessen. Dle Erzahlung an sich ist in der spanischen Geschichte
wohlbekannt und entbehrt nicht eines gewissen naiven Reizes,
der das Herz des Lesers rührt; ihre Behandlung durch Southey
ist iodes weder rein menschlich anziehend, noch poetisch wertvoll, dafür aber um so charakteristischer for den Dichter.
Pedro Il., Konig von Arragon, der alteste Sohn des als Freund
und Ma.zen der Troubadours gerühmten Ramon Berenguer IV.,
war frühzeitig mit einer Enkelin des Kaisers Manuel von Byzanz,
der frommen Maria von Montpellier, vermahlt worden, hatte
indes in ihr nicht die Auserwahlte seines Herzens gefunden und
dafür bei anderen Frauen Befriedigung seiner jugendlichen
Leidenschaften gesucht. Die Konigin aber sehnte sich nach
einem Erben, teils weil sie ihrem Lande einen solchen schuldig
zu sein glaubte, teils weil sie · damit die Liebe ihres Gatten zu
erringen hoffte. Es war iodes unmoglich, ibn dazu zu gewinnen,
ihr die eheliche Pflicht zu leisten. Da griff die im innersten
Herzen verletzte Frau zu einer List. Durch doppelzüngige
Hoflinge liess sie, ohne dass weder diese noch ihr Gemahl sie
durchschauten, dem letzteren die Nachricht hinterbringen, dass
eine von ihm vor allen anderen angebetete Dame bei 1hr auf
ihrem Landsitze "eile. ln aller Eile erscheint der Konig, nirnmt
mit der hohen Gemahlin in scheinbar bester Laune die Abendmahlzeit ein und legt sich, grosse Müdigkeit vorschützend, zeitig
zur Ruhe. Ein vertrauter Diener ist angewiesen, die angebetete
Fremde zu bestimmter Nachtstunde zum Lager des Herrschers

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

r72

LUDWIG PFANDL

zu geleiten. Die Kënigin indes kommt derselbenzuvor, schleicht
sich im Dunkel der Nachun die Seite des Gatten - und feiert
mit ihm, ohne dass er sie erkennt, schmerzlich-süsse l3rautnacht.
Nach Umfluss der natürlichen Frist abtu gab die Glückliche
einem schônen Knablein das Leben.
Nun hatte die Konigin, lange bevor · ihr die List gelang,
unablassig zu den 12 Aposteln gebetet, um mit ihrer Hilfe das
Schicksal zu bezwingen . Zum Dank für den Erfolg sollte der
Neugeborene auf den Namen eines der 12 Heiligen getauft
werden. Darüber, welcher der Auserwahlte sein würde, sollten
die zwôlfe gleichsam selbst entscheiden. Und zwar auf folgende
fein erdachte \.Veise : 12 Wachskerzen von gleicher Grosse, jede
mit dem Namen eines der Apostel bezeichnet, wurden neben
einander aufgestellt und m gleicher Zeit angezündet. Jener von
ihnen aber, dessen Kerze am langsten brennen würde, sollte &lt;lem
Kindeseinen Namen geben. Die Kerzeil brannten, und wahrend
die übrigen aile schon verzehrt und erloschen waren, flackerte
jene des Apostels Jacobus noch eine kurze Weile, und &lt;las
Knablein erhielt in der Taufe den Namen Jayme . Unter seinem
Schutze aber wurde dasselbe in spateren Jahren zu einem der
grossten Kônige, die Spanien je beherrscht und seine Regierung
eine der segensreichsten, die das-Land je erlebt batte.
Das ist die Form der Darstellung in der ausführlichsten Quelle,
die über den Gegenstand existiert : des Miedes Historia del Rey
Don ]ayme de Aragon '. Aus ihr schopfte auch, wie aus seinen
Zitaten hervorgeht, Robert Southey bei der Abfassung von
Queen Mary's Christening. Unter seinen Handen indes nimn1t die

1 73

Erzahlung folgenden Verlauf: Die Konigin ist - mit Hilfe der
Apostel imd durch einen frommen Betrug, wie es in Kürze heisst beteits im Besitze des erse1rnten Erben. Nun steht sie schweren
Herzens vor der Entscheidung, welchen der 12 Hei)igen sie ihm
als himmlischen Paten geben soll. 1hr bischôflicher Beichtvater
und Gewissensberater kommt auf den Gedanken, die 12 Apostelkerzen anzuzünden und die Losung der Frage den himmlischen
Vatern selbst zu überlassen. So geschieht es, und bis hierher
verlauft die Geschichte in einfaltiger Schlichtheit; nun aber
kommt der Pferdefuss des hannlosen Erzahlers zum Vorschein.
Die Kerzen werden angezündet und brennen unter grosser
Spannung des versammelten Hofes nieder. Zwei nur flackern zum
Schiusse noch, Jakob und - Judas. Die hohe Wëchnerin, die
in ihrem Staatsbette der Handlung beiwohnt, bekommt Angstkrampfe, weil sie fürchtet, es mochte der unchristliche Judas
den Atem langer halten und dem Kinde den schrecklichsten aller
Namen geben. Schon beginnt Jacobus zu rinnen und den Docht
zu senken, da ruft die geângstigte Mutter zur Ju:igfrauMaria um
ein Wunder. Und siehe, eine Motte füegt summendzumoffenen
Fenster herein und fallt direkt in die Flamme der J udaskerze.
Mit ihren verbrennenden Flügeln aber verloscht sie im Tode
noch &lt;las Licht derselben, wahrend Jacobus erst ein Weilchen
spater mit siegreichem Geflacker in sich zusammensinkt.
Das ist der Gang der Handlung bei Robert Southey. Ganz im
Sinne derselben sind auch die Details, mit denen er sie zur
Erhohung ihrer tendenziosen Wirkung ausschmückt, und die
vielfach an den Pilgrim erinnern, von &lt;lem er ohnehin den Vers
herübernahm.
Zwolf kleine Altare werden im Wochnerinnenzimmer der

1. La Historia del nmy alto e invencible Rey D01t Jayme de A ragon, primera
deste .nombre llamado el Conquistador. Compuesto primera eu lengua Latina por el
maestro Berrza,,dino Gornez. Miedes, A rcedùtno de Murviedro y Canimigo de
Ti'alencia, agora. 1111ez,1w1ente tmduz.ida por el mismo au/or m lengua Castellana.
Impresso en Valeucia e.n casa. de la viuda de Peho de Huete. A 1îo 1584, 46r S.
40. Libr. I. cap. XI &amp; XIII handelo von der oben erzahlten Geschichte der

Geburt_ und Taufe des Prinzen Jayme. Einen kurzen Auszug bringt auch
Zunta m den A 11ales de A ragon II, 59 . Ein prach twolles Exemplar des
seltenen Werkes von Miedes besitzt die Münchener Hof- und Staatsbibliotbek
(4• Hisp. 61).

�LUD\YlG PFANDL

174

Reibc nach aufgestellt, jcder fur cine Apostelkerze. Das Wachs
zu denselben hat eine beiligma.ssig onne gebleicht, ein andere,
nicbt minder heilige, di Dochtfaden dazu gesponnen. In der
Mitte des Raumes steht ein Hauptaltar, darauf die Monstranz in
Gold nnd Edelsteinen flimmerc. Hier liest der Bischof in prunkvollem Ornate die Messe, wahrend in den ebenraumen die
Herren des Hofes und die Edcldamen der Konigin, letztere auf
den Knien und mir &lt;lem Rosenkranze in der Hand, der Zeremonie
anwohnen. Kurz und dünn siod die Kerzen, damit die Entscheidung rasch fallen muss, und denDocb wird den Wartendcn die
Zeit unendlich lang. Zucrst ueht anct Peter der Atem aus,
cleicb darauf Johannes. Ihm folgen Matthi~s und Matthaus.
Andreas, Philippus und Bartholomaus. Sanct Simon und San~t
Thomas verschwelen eintrachtig zusammen, und es bleiben noch
dreie : die beiden Jacobi und der Vcrrâtcr Judas. Doch Jacobus
der JüDgere ierfiiesst eben in ichts und auch der Aeltere begim:t
schon klaglich zu rinnen. Das ist ru viel für die arme Kômgin :
Up .she me in her bed •
11tt•cr l,1111 rail bim Juàas"
She cJa5pt her lxmds and said.
« [

" I 11e.•er cim call bim JuJ1u ''
Agaiu sbe ditl exclai111.
" Ho/y MotT1er preser1.11• 11s !
lt is 1101 a Christian 11ame. "
Sbc spre11d ber handsa11d claspt tfiem ugain.
A111l the i11Ja11f in the m1dlc
Sel rtp 1l "J, an dngry Cf)',
As lorid as be mis a!,le.

Da sumrnt auch schon die vom Himmel gesandte Motte zum
Fenster herein und befreit durch ihren Feuertod die Kônigin von
qualcnder Angst, und das Prinzlein von dem drohenden ·!uch
des unchristlichen Namens. -

ROBERT SOUTHEY U D SPANLE}I

1 75

un liesse sich darüber rechten, was au der kleinen Geschichre, die die rührende Gefühlsursprünglichkeit der alrspanischen Wundererziihlungen mit der Tecbnik und dem holdseligen Reize einer Novel! von Boccaccio verbindet, hâtte
werden konn n, wenn ein anderer als Southey sich iluer
annahm, - Shelley's zartfühlende Dicbterhand vielleicht hatte
dem Sto:fre eine seiner Aurnut entsprechende Form gegeben doch wir wollen uns hier damit begnügen, das Gedicbt in
Beziehung zu seinem Autor zu setzen und versucben, daraus
einige Gesichtspunkte für die Bemteilung seiner Stdlung zu
Spanien zu gewinnen.
Die Aehnli.:hkeit Yon Quœn Mary's Chri;tening mit dcm Pilgrim to Compostella fallt in die Augen. Der Stoff ist ahnlich, die
Tendenz aber aut.s Haardiegleiche. Eine einf:ilti -frommeLegeode
wird zur Satire umgedichtet. Der Hohn richtet sich ueoen
•
&lt;l
t&gt;O
e.11um er hervorstechendsten Züge des spanischen National.:harakters : Frômmigkeit und Wunderglaube. Die Minel sind
stets dieselben : im Vers die leiernde Balladenstrofe, im Stil der
kurze, durch einfachstcn Satzbau schlagkraftige Balladenton, in
den Einzelheiten der Sto.flbehandlung viel Zeremoniôses und
Aeusserliches. Hierio sind bcide Gedichte gleich. Zu seinem
achtcil aber unterscbeidet sich das letztere von dem Pilgrim
darin, dass hier - in Queen Ma1y's Christmi11g - der ganze
erste und bei weitem schônere Teil der Erzahlung, das Leid der
vom Gatten gemiedenen Frau und ibre erfolgreiche List, durch
die sie in seinen Armen 1.ur Mutter wird, fortgeblieben ist, weil
diese Dinge eben zu viel rein menschliches in sich trugen und
sich zur Satire wenig eigneten.
lm Uebrigen giltdas bei Gelegenheit des Pilgri111 von Southey's
Stellung gegenüber gcwissen Zügen des spanischen Volkscharakters gesagte auch hier. ~
Ouee)1 Mnr)•'s Cbristeuiliaeroanzt
die Er:oebh
O
t&gt;
nisse, die uns der Pilgrim für die B urteilung des Dichters
hierin bot, und darin allein bestebt seine Bedeutung. Mcbr ist
aus dern kurzen Gedichte nicht zu machen, will man □ icht

�LUDWfG PFANDL

ROBERT SOUTHEY

D

PA.'JEN

1 77

Oingt.: in dasselbc hincinlcscn, die tat a hli h nicht darinnen
stehen '.
d p ï · ·t
Uebcr die naheren mstande der Entsteh~ng ~ ~, grim is
bereits berichtet wordcn. Ueber Quem Marys Clmstemng ~nd~~
. h . d'eser Beziehung in outhey's Korrespomlenz k mer e1
stc tn 1
un d wa"Iu end des
A nga ben. Das Gedicht wurdc zum er ten
• d G
lt
Dichters Lebz iten auch einzigen M~le m en esamme en
Werken von 1837/38 (Bd. 7) vcrôffentltcht.
E' , Vermutung die icb iodes nicht zu bcweisen v~m1a?' da posit!,·e
,m1.: A ihalt u~kte dafûr nicht beizubriogen ind, ' t die, d:i s be1de
BeG ldie~eh und 't iunter ~em Eindruàe des Gat/Jolie Q11tslio11 geschrieben ~vurde~,
c c te m1
. .
( 8 8 u d 29) ubcr die
d h 'cner sch.ufen l(ontroverse, die ~,ch d:im:t 1s I 2
n
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, K h liken in die aesetz.gebenden Kôrperschaften entsplnn. I_n
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Practic,-s of lhal Clmrd1, as ut fortb by ber ow11 uor1lap:s .,zu. 11::seonJ Q,,#11 M,11"•
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vath.ismus protcst~ntt l~r ra
g St!În und ais solche soU sic
Da Ge!Ugtc mag mdes cm blo e crmutun
:mch hier stehen.

~eti:~

KLEIN.ERE GEDICHTE.

Von meiner Reise soli a11cb ein nnderes Buch bl1Juiebz, ei11e Reibe
nm Gedirhten iiber allerhand Sz.euen, die mir wrs Auge tratm, und
tiber die Geda11keu, die sic in mir wachriefeu. Uebersitbst du dm gan~en
Umriss dieses Planes? - Gescbicbte, Dicbt111w, Philosophie, alle.s
muss sicb meinem Dimste beugen. Eht hober Plan! .... Dtxb spiirlich
ist die Zeit bemmm, und icb soll J11rist werdm ! - Also kùndigt
Southey einem Brudcr Thomas bald nach der Rückkehr von
seiner ersten Spanienreise und noch unmittelbar unter dem
ticfen Eindruck derselben ein Büchlein an, das eine Art
poecischcs Gegenstück zu seinen Reisebricfen ha.ttc bilden sollen,
aber, wie so vicies von outhey, in den Windeln des crsten
Entwurfi s steckcn bli b. Ein Teil der geplantcn Gcdichte war
wohl entstanden, 'Ufd indes, ais dàs Projekt eines ammelbandes dieser Arr von stets neuen Planen verdrangt in immer
weitere Ferne rückte, b ·reits den im Jahrc r812 v rotfentlichten
Pnetical Works b igegeben und fand darin mit manch anderen Dichtungen ein frühcs Grab.
Wenn wir uns den Jnhalt d s nach der angefülmen Acusserung
uthey's gcdachtcn Bandchens au den verschiedenen
Sammel:msgaben seiner Werk zu rekonstruieren versuchen, so
ergibt sich uns etwa folgender Plan :
a) G legenh itsg dichte :

On Christmas Day (1795)
To a Widuw (1795)
Wrillen in Alentejo (1796)
Wrillen a/ter visiting
the Com:e11t of Am1/,ida (1796)
RetrospectÎ1!e Musings (17n)
REVl'E HISPANIQCE. C

12

�LUDWfG PFANDL

ROBERT SOUTHEY

D

PA.'JEN

1 77

Oingt.: in dasselbc hincinlcscn, die tat a hli h nicht darinnen
stehen '.
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Uebcr die naheren mstande der Entsteh~ng ~ ~, grim is
bereits berichtet wordcn. Ueber Quem Marys Clmstemng ~nd~~
. h . d'eser Beziehung in outhey's Korrespomlenz k mer e1
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un d wa"Iu end des
A nga ben. Das Gedicht wurdc zum er ten
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Dichters Lebz iten auch einzigen M~le m en esamme en
Werken von 1837/38 (Bd. 7) vcrôffentltcht.
E' , Vermutung die icb iodes nicht zu bcweisen v~m1a?' da posit!,·e
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BeG ldie~eh und 't iunter ~em Eindruàe des Gat/Jolie Q11tslio11 geschrieben ~vurde~,
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g St!În und ais solche soU sic
Da Ge!Ugtc mag mdes cm blo e crmutun
:mch hier stehen.

~eti:~

KLEIN.ERE GEDICHTE.

Von meiner Reise soli a11cb ein nnderes Buch bl1Juiebz, ei11e Reibe
nm Gedirhten iiber allerhand Sz.euen, die mir wrs Auge tratm, und
tiber die Geda11keu, die sic in mir wachriefeu. Uebersitbst du dm gan~en
Umriss dieses Planes? - Gescbicbte, Dicbt111w, Philosophie, alle.s
muss sicb meinem Dimste beugen. Eht hober Plan! .... Dtxb spiirlich
ist die Zeit bemmm, und icb soll J11rist werdm ! - Also kùndigt
Southey einem Brudcr Thomas bald nach der Rückkehr von
seiner ersten Spanienreise und noch unmittelbar unter dem
ticfen Eindruck derselben ein Büchlein an, das eine Art
poecischcs Gegenstück zu seinen Reisebricfen ha.ttc bilden sollen,
aber, wie so vicies von outhey, in den Windeln des crsten
Entwurfi s steckcn bli b. Ein Teil der geplantcn Gcdichte war
wohl entstanden, 'Ufd indes, ais dàs Projekt eines ammelbandes dieser Arr von stets neuen Planen verdrangt in immer
weitere Ferne rückte, b ·reits den im Jahrc r812 v rotfentlichten
Pnetical Works b igegeben und fand darin mit manch anderen Dichtungen ein frühcs Grab.
Wenn wir uns den Jnhalt d s nach der angefülmen Acusserung
uthey's gcdachtcn Bandchens au den verschiedenen
Sammel:msgaben seiner Werk zu rekonstruieren versuchen, so
ergibt sich uns etwa folgender Plan :
a) G legenh itsg dichte :

On Christmas Day (1795)
To a Widuw (1795)
Wrillen in Alentejo (1796)
Wrillen a/ter visiting
the Com:e11t of Am1/,ida (1796)
RetrospectÎ1!e Musings (17n)
REVl'E HISPANIQCE. C

12

�ROBERT SOUTHEY UND

LUDWIG PFANDL

b) Geschichte, Legende, Sacre

1

:

Old Christoval's Adi·ice ( r 798)
Tbe Weddi11g Nigbl ( 1 798)
The Luz.•rr's Rock ( 1798)
Go11z..alo Hmniguez_ (1801)
Carei Fernandez_ ( 1 8o 1 )
Kinu Ramiro (1002
Quew Orraca (1803)
E. Blick zunâch t auf die Gelegenheitsgedichte .. Reine tdimin ·td
·
Day' die unter m
. d' die erse On Clmstmas
.
b
mungs l cr sm
entstanden waren, die
Eindruck des Weihnachtsabends 1795

•, Southev's
Gedichtc
- chte vicllcicht manc hcr 1ucr
,
..
Ais drittc Gruppe mo
.
( 8o
) angerciht haben. Sic
.
. 1
fe iu pamen 1, 8- 1814
r·
auf die napoleonisc 1cn '-a_m~
1 k . fschen Mcrkmals bar und ur
. . d
vôlhg Jedeo c 1ara tens t
1
schcinen mir io es so
l , !Iispanismus so absolut outz os,
die Erkeotois und Bewcrtung ,·on _ourb1ey sd
zu bcspn:chen. Tichr übd
- rW . halte ,e cson cr dass ich es für ube uss1g
' p ul Hol haqsen (crcgen desscn Cesamthat dh.:sc Dingc mci~e~ Eract~~s \-icrlicl~ protestie~eo môchte) charaktcbcurteilung ourhey s ich_ al er Bmgsl cBo
irle B,yro11 Ulld die Brilm (pag.
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1,. s. w. darslellm sol/eu.
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For /lit Drserto de Busaco. 0 _
1àl,wern. - For the /1011ks of tbe Dour .
t il 4.1/mhna - Far the walls oj
·
A t B11rrosct. - For " monume,i ' '
1171/llf'tlll . -

Ciudad Rodrigo.

.

. . nell- .miotische Gedichr Tbe Sp111is/J

Ebensowenig môchte ich das ~rad1~1on

.P

A pruch nchmen. Es ist auf

•
•
[- So 1 v's Th ·pa111 mus 1n 11
Ar1111id1t (179 8) ur ut ic_
, t·mn1t und untcrsche1dct sic 11
,
·
u/, /fit Iül?'tS O'CS 1
•
den Ton des Rule Br1J,111111a, r '
.
" . 588 hcrkàmmlichen Freud . d r cnglischco Lncratur sen 1

in nichts von eo Ill Uc
der ph.ilippinischco Armada.
denhyrnocn auf den ntergaog

PANIEN

1 79

Zeilen Written in Ale11tejo, die der Sehnsucht nach der fernen
Gattin glühenden Ausdruck verleihen, das Gedicht auf das
Couvent of Arrabida, das die beitere Ruhe und den stillen Gottesfrieden des in herrlicher Umgebung gelcgenen Monchsklosters
wiederspiegelt, und schliesslich die Retrospective M11si1zus, die nach
Umfluss eines Jahres die Erinnerung an einen stimmungsvollen
Reisetag hatten wiederaufleben lassen. Zwei von ihnen, das
erste sowie das letzte, wurden bereits in die childerung von
Southcy's Spanienfahrten aufgenommen. Sie entzücken den
Leser nicht minder durch den glatten Fluss der Verse, als durch
die Anschaulichkeit ihrer Schilderung und die Wanne des
Gefübls, das ihnen entstromt.
A.ehnlich die in Alentejo entstandenen Zeileo. Des Morgeos,
wenn der Ruf des Maultiertreibers den frühen Tag ankündigre,
nahm der Dichter schweren Herz ns Abschied von den Tr:iumen,
die ihn wahrend der Nacht auf schnellen Flügeln in die ferne
Heimat und zu Edith entführt hatten. Wenn die Sonnenstrahlen
den Morgenoebel durchbrachen und die Pracht der südlichen
Landschaft entschleierten, mischte sich in sein Entzücken der
Scbmerz, dass Edith nicht an seincr Seite stand und die Freude
mitgenoss. Dassclbe Verlangen nach Edith ergriff ihn, wenn die
Entbehrungen und Beschwerlichkeiten d r Reise auf Kôrper und
Gemüt lasteten, und sein ganzes hnen verkorperte sich in dem
Wun che, gleich fern von Reichtum wie von Armut in laodlicher Abg chied nheit und Zufriedenheit mit ihr die Tage
hinzu bringen 1 •
Dem chnen nach dcm Glücke stiller Zufriedenheit gibr auch

l. Der :ilte Dichtcrn•unsch, den schon Hor:iz so verlockend in Verse
gcklèidct hat: Hoc tral iu volis : modus agri 1um i/11 tnag111n / Hortus 1Jbi et
lttlo ririnus jugis aquœ fous/ Et p,ml/11111 silvœ sup,r bis forci. (Sat. 1I, 6).
Achnlich hcisst es bei Alexander Pope: Happy th~ 1111111, wbose wish mu{ œre / a
.feu• paten1&lt;JI 11cr,s bound, / ro11lml lo brtnlht his 11alit-r- air / Iis his &lt;YU?r grou11d...

(0.-Je on Solitude).

�LUDWIG Pl'A. DL

180

ROBERT SOUTHEY UND SP.-'NIEN

Gedichte bercdtend Ausdruck.
d letzte der h.ter zu ern•a·hnenden
' ""
J R h
D~ h liche Laodschaft, die Weihe des Friedeos un er . uh e,
ie err
b"d
b machten auf den Die ter
die das Klo~ter _von AE~~ 1 ;k u:a~ ~r für Augenblicke die ihm
einen so machttgen tn ru '
·
h de
alles was oùt Klôstern zusammenhing, mnewo oen
soost
'
· V htung
vergass un d au·h
'- ihoen 0aegenüber zum
1.. gegen
ge 1ass1ge era~ A f diese Weise allein erkliirt sich, dass dc~M~ns~:~h:~r de~r al~ Historiker die Institution der Klôster m_tt
~~üiendem H~sse verfolgte, ais Dichter aus bewegtem Herzen die
Verse schrieb :
Hllppy tbe àwtllers ;11 tbis boly bouse,
F1Jr srtrtly nrver wordly tbougbts i11trmle
011 tbis rtlreal, tb(s stJCrtd solitude,
Wbtre Quiet tdib Rtligioii 111akt1 ber bo111e.
And ye u,/io temmt s11cl1 a gooàlJ· scei~, .
HMu sbould ve be but good, •u:bert al/ ts f111r,
A11d u41rrr tÎ,e 11,irror of 1/,e mimi rejlrcts
Srrmest be1111ty. • • • • • · · •

. . .
tÏ,is /Joly bouse,
~

0

AJ,~os; ye Ju.~lle~s i 11
Almost l mty ·ou.
0

•

• *

.
Gruppe der Kleineren Gedichce. schei&lt;len
zich
Aus der zwe1ten
/' Ad,·
zunachst die drei versifiziencn Legenden Old Chmtm:a ~ . :::•
TJ W eddinu Niuht und Qucm Orraca ais zusammengehon~ . .
,e
• ersten
o be1
~d en ber1'chcen von z,vei Wundern des he1ligen
Die
b
Isidorus, die denselben ais Beschützer des Rech_ts ~nd gege enen
Vers rechens feiern. Der alte Christoval batte m J~ngen Jah~en,
um ;in kleînes Gut in Pacht zu b kommen, be~ ankt Isidor
in bestimmter Fnst zu
erlegen,
versproc hen, den Pachtschilling
•
dz
hl 1g
dann aber in jugendlichem Leichtsinne Verspre:hen un
u1 .
.
Als d r huldtag kam, rannte Chnstoval vo
ngst
~ergessen.
e
'h
· F.. tragcn
die Tacht vorher davon und floh, soweit 1 n seine usse

1tA

18r

konnteo, um der Strafe zu entgehen. Beim Morgengrauen sank
er erschopft zu Baden und die ersten trahlen der Sonne belehrreo ihn, dass er die ganzc Nacht ruod um die Kapelle Sankt
Isidors herumgerannt war. Ais der Piichter von dieser gerechteo
trafe erfubr, zôgerte er oicht, dem leichtsinnigen Christoval die
umme von neuem zu stunden, und der Heilige segnete fortab
seinen Fleiss ebenso gerecht, wie er seine Faulheit gestraft batte.
In The Wcddiug Night verspricht cin junger Fanc dem Heiligen,
er werde, wenn er ihm zum Jawort der Geliebten verhelfc, am
Hocbzeitsrage 50 Silberlioge auf seinem Al tare opfern. In seinem
Glück iodes vergisst der junge Gatte das Versprechen und muss
zur Strafe dafür, von dem HeiJigen selbst geholt, die Hochzeitsoacbt in Sankt Isidors Gruft verbringen. Q11ee11 Orraca, eioe Martyrerlegende, erzahlt von der Gattio des portugiesischen Kônigs
Affooso II. und ihrem von Gott gewollten und den Mârtyrern
profezeiten plôtzlichen Tode. Von Interesse sind die Quellenwerke, aus deoen die drei Legenden stammen. Für die beiden
ersteo verzeichnet Southey die Flos Sanctorum des Villegas, für
das letztere die Historia Seraftra von Manuel da Esperanza,
beides hervorragend wichtige Materialsammlungen für die
Geschichte der cbristlichen Legende des Abendlaodes '.
Stoffiich unter einander :rusammengehorig sind auch die vier
ilbrigen Gedichte der ais historisch-legeodar bezeichneteu
Gruppe: The Lover's Rock, Gonz.alu Hermiguez., Carei Ferna,ulez.,
King Ramiro.

1. Die (von Southey uicht aogefühncn) voUstàndigen Tite! lauten: lonso
de Villegas, Flos Sanctorum, historia 1fe11ernl tle la i•ida ;v hechos dt ]esu Christo
Dios y Je to.Jos Ios Santos, dt que reza y baz.e fies/a la iglesia rato/ifa. Scvilla
1641. Fol. Ausserdem in lateinischer und in italienischer Ausgabe in mehrcren AuAagen vorhanden. Manuel da Esperanza, Historia Serafira du oràem
dos Fradts de S. Fra11cis(o 11a Pruvi11cia de Portugal. Lisboa 1656 bis 1721.
5 &amp;le fol. Die àlteste und zugleich umfànglichste Sammlung von 1sidoruswundern, das Libro de los _\,{iraglos de Sa11 Isidro von Lucas de Tuy (Sevilla
1525) scheint Southey nicht gekanot 1.u haben.

�ROl3ERT SOUTHEY UND SPA. JEN
LUDWIG PFANDL

182

·
"hlt , bei Gcleo-enheit
des Berichtes über die
Manana
0
erza
·
•
d
Kampfe um Antequera aus ungenanot~n alt~n Chro1'.1ken folgen e
Liebesgeschicbte : Ein Christenjüngling_ m m:ur1s~ber. Gefa_nUod di Tochter seines Geb1eters smd m Liebe zu
gensc haft
·
l · r h
einander entbrannt und ergreifen die Flucbt, um un c mst ic en
. br Gtu·· ck zu becrründen, das ihnen im Süden versagt
r orden 1
o
•
·1
blieb. lm Gebiete von Antequera rasten sie auf emem ste1 en
Felsen, ais sie plôtzlich die Verfolger, voran ~en ~ater des
Madchens, heransprengen sehen. Sie er~eben s1ch n_~c~t. ~er
Maure befiehlt, mit Pfeilen auf sie zu sch1essen. Da sturze_n s1ch
. den Abrrrund
wo sie mit zerschmetterten
Ghedern
be1.de m
o
,
.
.
..
liegen bleiben . Dem Felsen, der die Tragod1~ sah, 1st se1t 1enen
Zeiten der ame Pâta de los Enamorados ge~heben.
,
,
Southey hat die Geschichte unter dem T1tel The lo:er s Rocl.
mit willküdicher Namengebung der Perso~en, ~m üb:1ge1: ~ber
. engsten Anschlus e an die Stelle be1 Manana m ~1mgen
1: Balladenstrofen abgewandelt. Interessant ist seine Version nur
1
nach der stofflichen Seite hin, d. b. ais Etap~e der Wand~rungen
und Wandlungen altspanischen Sagengutes m der Weltl1~erat~r.
In diesem Sin ne mage hier aucb angeführt werden,_ dass erne von
Mariana's Bericht abweichende Version in_ For~ emer Rom_anze
(unbekanuten Autors) erl1alten ist. D1e _L1ebenden he1ssen
Hamete und Tartagona und sind beide maunscher Abkunft. Auf
'h Fl l t werden sie wahrend eines Schaferstündchens aut
1 rer
uo
b· ·
angefallcn und Hamete e1 semer
dem Fe1sen vOn Weaelagerern
o
· hT
Verteidigung durch einen Stciu,,mrf getôtet, ,Yorauf sic • art~. d
Dolche des Geliebten das Herz durchbohrt • Die
gona mit em
.• · h 1
mauriscbe Version im Gegensatz zur spateren c~nsthc en. Eine Dramatisierung des Staffes von der H~nd emes unbeka_nnten Autors des 17. Jhdts. liegt im Manusknpt auf der Madnder

I.
2.

Historia de Espa1ia' libr. À1X, cap. 22.
Duran I, I 18: Bajaba tl gal1&lt;1rd~ Ha111ete.

Nationalbibliothek 1 • Welche von den beiden Versionen ihr zu
Grunde liegt, würde ohne weiteres ersichtlich durd1 eine
Verôffentlichung desselben, die vielleicht auch sonst manches
Streifl.icht auf die Entwicklung dieser Sage zu we1fen vermochte.
Der Held der Liebesgeschichte Carei Fernaudez. - ein Sohn
des in spaoischer und auslandischer Sage und Dichtung mehr ais
er berübmten Fernan Gonzalez - vermahlt sich mit einer franzosischen Grafin Namens Argentina, die sich ü1des nach kurzcr
Ebe von ihrem Landsmanne Aymerique entführen lasst. Dessen
Tochter Abba sitzt zu Hause in trauriger Vcrlassenheit. Sie batte
gehofft, der Vater werde ihr einen Brautigam ins Haus führcn ;
statt dessen bringt er eine Buhlin für sich selbst. Garci Fernandez
aber kom.mt ais Pilger verkleidet zu Abba und bittet sie, ihm bci
sejner Rache belùlflich zu sein. Abba schmeichelt dem Vater und
der Kebsin, und b dient sie bei Tische. Als Gnadenbezeugung
erbittet sie sich sodann die Erlaubnis, ihr Lager, wie in Kindeszeiten, zu Füssen des vaterlichen Bettes aufschlagen zu dürfon.
Von Weine schwer gibt der Graf seine Einwilligung. Ais er aber
des achts mit der Buhlin im Arm nach genossener Wollust
eingeschlafen ist, bolt Abba den wartenden Garci Fernandez und
dieser erschlagt die beiden mit dem Schwerte. Abba wird sodarrn
seine Gattin. Ein falsches Weib sclùckte der unselige so zu Grabc,
cin anderes noch schlimmcrcs heiratete er.
So der Verlauf der Handlung in outbey's Gedicht. Der Quellenbericht, die Crénica general (cap. 730-732), ist in der Form
der Erzahlung und in Einzelheiten ausführlicher und von naiverem Reize ais dieNachdichtung.-Zur aUgemeinen Charakterisieruog
des Grafen erzahlt die Cr611ica, er habe sicb vor allen andercn
Rittern durcb die zarte Weisse seioer Hande unterschiedeo. So
tein und zierlich waren dieselben, dass er sich ihrer schamte und
r. ach Paz y Melia, Calalogo S. 396. Unsichcrc und nicht verfolgb:tre
Spurcn eines solcben Dramas gibt auch La Barrera, Catdlogo S. 390.

�LUDWTG PFANDI.
ROBERT SOUTHEY

Hand chuhe anlegte, sa ofr er in Gegenwart von Frauen war.
Die Flucht der treulosen Gattin ge chieht, -; ahren&lt;l cr selbst
krank darniedcrliegt und sich nicht rülm:n ·ooch helfen kaon. Al
er sich mit der Tochter des Entfilhrers über die Rachc an
dem buhlerischen Paare geeinigt hat und sie einwilligt, seine
Gattin zu werden, schlaft er mit ibr noch in derselben achr,
und Hymens Bande umsd\lingen beide. In !der ordnach~ ab;r
legt sich Garci Fernandez heimlich unter das Bett ~ymenq~e s,
wabrend Sancha - sa heisst hier seine Braut - 1m günst1gcn
Augenblicke an einer an sein Bein gebundenen ch~ur zieht und
ihm so das Zeichen gibt, hen:orzukommen und sein Rache,Yerk
zu vollziehen. Dabci. bcgnügt er sich nicht, die beiden ch~afenden zu tôten sondem schneidet ihnen die Kôpfe ab und n1mmt
dieselben al; Zeichen seioer erfolgreichen Rache mit in die
Heimat. Sancha gebiert ihm einen Soho, wird iodes in B:ilde ~es
Gatten überdrüssig und entledigt sich seiner a~f seltsame We1~e
( cap. 76 3). ic füttert sein Schlachtross statt rn~t Gerste n~r mit
Kleie, so dass es, a1s Garci Fernandez gegen die lauren m den
Kampf zieht, mitten in der Schlacht vor Schwach~ zusammenbricht wobei ihn die Feinde überwiiltigen und tôtl1ch verletzen .
Da; outhey'sche Gedicht hat gewissermassen ein Gegenstück
in der Romanze Castilla estoha mtty triste, die Sepùlveda in den
Romances n11eva111ente sacadas de historias nntig11as ( I 55 I) überliefert hat. Die elbe stimmt (bis zur Geburt des Sohnes der
Sancha) nahezu wortwôrtlich mit de~ Berichte_de'. Crm~~.ca ~eneral
üb rein und bietet eine deraoschaulichsten Be1sp1ele fur die Art,
wie pulveda und die übrigen noch zu erwahnenden Rornanzendichter des 16. Jahrhunderts zu Werk gingen.
ach Inhalt und Herkunft nahe verwandt mit dem GarciFernandez- toffe ist die Liebes- und hegeschichte des Konigs
Ramiro II. von Le6n '. Ranûro hat die Schwester des Mauren, . Die Quelle ist das Nobiliario dt Don PtJro, Condt dt Brau/os des Juan
Bautista Lavafio (Rom 1640).

konigs Alboazar entführt und zu seiner Buhlin gemacht. Aus
Rache dafür nimmt dieser Ramiros Gattin Aldonza als W ib zu
sich. Ramiro sinnt auf Vergeltung. Ais Wanderer verkleidet
wartet er am Brunnen des maurischen hlosses und lasst der
Konigin durch eine Dienerin ein- Zeichen seiner Anwesenheit
zukommen. Sie ruft ibn zusich und überliefert ihn dann &lt;lem
Konig Alboazar. Diesen bittet Ramiro, er solle ibn, da er nun
&lt;loch dem Tode verf-allen sei, die Art desselben selbst be timmen
lassen . Er moge ihn im Srierkampfzirkus vor versammeltem
Volke ein lctztesrnal auf seincm Horn blasen lassen. r werde
mit olcher Kraft blasen, dass er tot zu Boden falle. Alboazar
geht lrotz der Warnuog Aldonza's auf den Vorschlag ein.
Ramiro blast lange und stark. An tatt aber sich zu Todc
zu blasen, ruft er damit nur seine Getreuen, die in der Bucht vor
dem chlasse verborgen liegen, und macht mit ihrer Hilfe den
Konig Alboazar und da ganze versammelte Volk nieder. Aldonza
aber wird mit einem Mühlsteine um den Hals ins Meer
geworfen .

In die Klasse dieser spanisch-maurischen Stoffe gehôrt auch obgleich sie portugiesischer Ueberlieferung ist und einen portu.
giesis hen ationalhelden feiert - die Erzahlung von Gonzalo
Henniguez. B mardo de Brito, dessen Monarcbia Lusitana Southey zu Roderick gutc Dienstc geleistet batte, wurde hier mit
einem anderen seiner enormen Sammclwerke, der Croui.ca de
Cister ', Quelle und Vorbild. ln sein en Geschichtswerkcn hat
Bernardo vielfach Fragmente der altesten portugiesischcn Kunstpocsie eingestreut und so vor dem ntergange bewah.rt. Darunter auch (libr. VI, cap. 1 der Cronica) da Lied Tinheirabos, 11am
tinheirabos des Ritters Gonzalo Hermiguez an seine Geliebte
Oursana. Der Druck der Verse war iodes Southey zu

r . Primtiru Parle da Cro11ii:,.1 tk Cister, onde se co11ldo as comas prfoâpuii
tlest,1 o,-dtm etc. Lisboa 1602, fol.

�r86

LUDWIG PFA.'DL
ROBERT

schlecht und verunstaltct als dass er damit etwas anzufangen
vermochr batte und er be~1üote sich damir, die an der gleichco
, telle in Pros~ hinzugcfügte ctwas beiligmassige Liebes- und
Ehegcschicht des Ritters zu einer kleinen erserzahlung zu gestalten.
Gonzalo raubt bei einem Kampfe Fatima, eine schône 1:tureotochter und emführt sie trotz ihres Widerstrebens. Zu Ha~se
weiss er in zarter \\ erbung ihr Liebe zu gewinnen: sie la t ~1ch
um cinctwillen taufen, erhalt d&lt;.:n 1 amen Oriana und folgt 1h01
zum Altare. Beide sinù der tolz und die Zierde von A~on~o
Henriquc's galantem Hofe. Plotz_Iich r~fft _eine Kraokhcit die
blühende Oriana dahin, und sie stirbt, w1e s1e zuletzt gelebt, ~ls
olâubige Christin. Gonzalo ab r weihi sein junges ~ ben. m
Trauer um Oriana ganz dem Dienste Gattes und erbnngt seme
Tage ais fonch de Klosters Alcobaça.
*
••

Zum chlusse ein \ ort über diese Klci11eren Gcdichte in ihrer
Gesamtheit.
Bcide Grupp n, in die wir si geteilt hab n~ ind von unterschiedlicher Bedcutung. Für die Biografic des D1ch~ers, d. h. zur
gcnaucren Kentnis seines Aufenthalt s in _Spa~1en, der ~o~t
fundenen timmungen und Eindrücke, smd m erster Lm1e
emp
D
. . d
die Gelegenheitsgedichte von einigem erte. _as em1ge ar~nter
auch in \ ers und Sprache formvoll ndet smd, kom~1t 1hrer
Beurreilung nur zu tanen. Die zwcite Gruppe . zc1gt, da s
Southe ,' Volicbe für die kurze Form der balladcnan~gen Verscrzahlung in der ge cbichtlicben und religiôsen Llreratur des
spaniscben Mittelalters reiche ahrung fand . Dass o~they auf
dcm Gebietc der letztercn eioe immense Belesenhe1t bes~ss,
dalür brinat die elbe Gruppe charakteristische Bel ge. An s1ch
jedo h ver~10g n die e legendaren und agcnmotive inde r Form,

OCTHEY

'D SPA 'ŒN

die si durch den Dichter erhielten, lcdiglich ein gcwi es
toffgeschichdiches Interessc zu rwccken .
Old Christova/'s Ad·uice, The Weddùig Night und Qnrt11 Omtca
sind Aeu . erungen jenes halb dichterisch-begei terten, halb
volkskundlich-kritisch n Interesses, das Southey dem reichen
L gcndenschatze der iberischcn Halbinsel entgegenbrachtc.
chon auf seiner ersten Spaaienreise konnten wir dieses lnteresse
vcrfolgen, noch rnehr aber wuchs dasselb , ais ihn die ausO'ebreitcte Lektüre der spiiteren Jahre mit der spanischcn Leg ndcn._
literarur erst eigentlich vemaut mach te. Wahrend der Pilg, im to
Compostella und Q11een Mary's Christening die spatesten, ausgcrciftesten und darum eigenanigsten Früchte dieses Zweiges
seiner Lektüre dar rellen, srammen dagegen Old Chrisun.al's
.ddvice(r798) The Weddù1g. \fht(r798)uodQ11em Om1ca(1803)
noch aus einer Zeit, \\'O in outhey der Dichter über dem Kritiker stand, der Erzahler über dem atiriker. ie sind frei
von jeder tcndenziosen Ausschmückung der childcruog und
gcbeu in einfacher chlichthcit das jeweiJige wunderbarc Ereigni
wicder. Pro a einer cits, Yers andrerscits sind fast di einzigcn
Um r.chiede zwischen Quellenbericht und achdicbrung. Darum
la en sicl1 auch besondere 1erkmale für des Di ·hter rt daraus
nidn entnehmen.
Die übrigen vier Gedichte der ais histori ch-legendar bczei hneten Gruppe - The Lover's Rock, Gonz.a!o Her111ig11ez., Garci Fcr11n ndez.., King Rnmiro- sind spanisch-maurischc Licbesgcschichten,
Romanzen -roffe, wie si im r6. Jhdt. in panien von cpulveda,
Timoneda, Padilla, Hita in , 'achbiJdung der aus d m r3. bi.
r 5. Jhdt. stammenden eigemlichen Romanzcnpo sie :ms den
nationalen Chronikcn ent110mmen wurden. Hier wie dort ist
die Psychologie ihrer hntstchung eine ahnliche : &lt;lichterischc
Freude und historisl.h s lnteressc an den oovellesken Elcmenten
der alt-spanischen Geschichtschreibung. tofllich sind demnach
outhey's ,·ier Gedichte enge ,·erwandt mit der Romanzendichtung des 16. Jahrhunderts in panien. I 11 môchte sic

�188

LUDWIG PFANDL

gewissermassen vergleichen mit Lockhart's englischen Romanzenübersetzungen. Ais Etappe der Wanderungen und Wan~lungen spanischen Sagengutes ver~ienen sie auch Beachtung m
der vergleichenden Literaturgesch1chte. In Sprache_ un~ Form
freilich erinnern die Southey'schen Metrical Tales m mchts an
die herbe Ursprünglichkeit und kunstlose Natürl~chkeit, die ed~e
Einfaltund Gefühlstiefe der spanischen Volkspoes1e. Ebensowemg
wie die in gereimten Jamben und Anapasten einherstelz_enden
Lockhart'schen Uebertragungen. Schuld daran moch~e be1 So~they zum Teil auch der Umstand sein, dass er -~rot~ s~~n~r sonst_1gen Belesenheit die Romanzenliteratur v_erhaltmsn_iass1g we~1g
kannte, worüber bei spaterer Gelegenhe1t noch em Won zu
sagen sein wird. -

Zweites Kapitel.

FREIE UEBERTRAGUNGEN

In zeitlich rascher Aufeinanderfo1ge waren in den Jahren 1803,
1807 und 1808 die drei Uebersetzungen des Amadis, Palmerin
und Gd erschienen. Ihnen schlass sich in harmonischer Folge
im Jahre r8r4 Roderick an, der stoffiich mit den drei genannten
in ein und dasselbe Gebiet gehoi;t. In einer über ein Dezennium
Iangen Periode hatte sich Southey mit echt romantischer Begeisterung und ganz unromantischem Fleisse in die Literatur der
altspanischen Helden- und Ritterchroniken eingelebt, ein Studium, zu &lt;lem er infolge seiner Kenntnisse und auf Grund seiner
einzigartigcn Büchersammlung wie kein zweiter in jenen Tagen
befahigt schien. Wir haben diese Periode, wie sie sich zeitlich in
Southey's Leben einfügt und entwickelt, schon an anderer SteUe
kennen gelernt; hier wird des genaueren darzulegen sein, einmal
wie sich Southey in jedem einzelnen FaUe zu seiner Quellenliteratur stellt, dann aber, wie er ais Uebersetzer an diese nach Form
und Inhalt eigenartigen Texte herantritt.
Der Reihenfolge ihrer Entstehung nach schiebt sich das Chronicle of the Cid zwischen Amadis und Palmerin ein. Doch ist der
zeitliche Abstand zwischen allen dreien so gering, dass man von
einer Entwicklung Southey's als Uebersetzer wirklich nicht reden
kann. Wir dürfen deshalb hier ohne weiteres die Aufeinanderfolge
der Veroffentlichung beibehalten, und beginnen mit Amadis; an
ibn soll sich unmittelbar Palmenn an$cbliessen und der Cid
den Beschluss der Reihe bilden.

AMADIS.

Bevor wir dem Southey'schen Amadis ais Uebersetzung naher
treten, muss Southey's Stellung zur Amadisfrage klargelegt wer-

�188

LUDWIG PFANDL

gewissermassen vergleichen mit Lockhart's englischen Romanzenübersetzungen. Ais Etappe der Wanderungen und Wan~lungen spanischen Sagengutes ver~ienen sie auch Beachtung m
der vergleichenden Literaturgesch1chte. In Sprache_ un~ Form
freilich erinnern die Southey'schen Metrical Tales m mchts an
die herbe Ursprünglichkeit und kunstlose Natürl~chkeit, die ed~e
Einfaltund Gefühlstiefe der spanischen Volkspoes1e. Ebensowemg
wie die in gereimten Jamben und Anapasten einherstelz_enden
Lockhart'schen Uebertragungen. Schuld daran moch~e be1 So~they zum Teil auch der Umstand sein, dass er -~rot~ s~~n~r sonst_1gen Belesenheit die Romanzenliteratur v_erhaltmsn_iass1g we~1g
kannte, worüber bei spaterer Gelegenhe1t noch em Won zu
sagen sein wird. -

Zweites Kapitel.

FREIE UEBERTRAGUNGEN

In zeitlich rascher Aufeinanderfo1ge waren in den Jahren 1803,
1807 und 1808 die drei Uebersetzungen des Amadis, Palmerin
und Gd erschienen. Ihnen schlass sich in harmonischer Folge
im Jahre r8r4 Roderick an, der stoffiich mit den drei genannten
in ein und dasselbe Gebiet gehoi;t. In einer über ein Dezennium
Iangen Periode hatte sich Southey mit echt romantischer Begeisterung und ganz unromantischem Fleisse in die Literatur der
altspanischen Helden- und Ritterchroniken eingelebt, ein Studium, zu &lt;lem er infolge seiner Kenntnisse und auf Grund seiner
einzigartigcn Büchersammlung wie kein zweiter in jenen Tagen
befahigt schien. Wir haben diese Periode, wie sie sich zeitlich in
Southey's Leben einfügt und entwickelt, schon an anderer SteUe
kennen gelernt; hier wird des genaueren darzulegen sein, einmal
wie sich Southey in jedem einzelnen FaUe zu seiner Quellenliteratur stellt, dann aber, wie er ais Uebersetzer an diese nach Form
und Inhalt eigenartigen Texte herantritt.
Der Reihenfolge ihrer Entstehung nach schiebt sich das Chronicle of the Cid zwischen Amadis und Palmerin ein. Doch ist der
zeitliche Abstand zwischen allen dreien so gering, dass man von
einer Entwicklung Southey's als Uebersetzer wirklich nicht reden
kann. Wir dürfen deshalb hier ohne weiteres die Aufeinanderfolge
der Veroffentlichung beibehalten, und beginnen mit Amadis; an
ibn soll sich unmittelbar Palmenn an$cbliessen und der Cid
den Beschluss der Reihe bilden.

AMADIS.

Bevor wir dem Southey'schen Amadis ais Uebersetzung naher
treten, muss Southey's Stellung zur Amadisfrage klargelegt wer-

�LUDWIG PFA, DL

den zuntichst weil er sich selbst zu dieser Frage in seiner Vorrede
ausfübrlich geaussert hat, dann aber auch, weil uns seine Aus~ührungcn hierüber manchen Aufschluss über den mfang serner
Belescnheit und Literaturkenntnis geben .
Die Amadisfrage ist schier so ait wie der Roman selbst. Seit
Montalvo um 1500 diedrei Bücher Amadis'oerbesserle, die 11ur ~t'.·stiim111elt und wrderbt er/Jalleu si11d ', ging der Streit um den Ong1nalarnadis hin und her, und bat, solaoge nicht altcre Versio~en
als die des Monralvo aus irgend" elcher Bibliothek ans L1cl~t
gezogen werden, wenig Au sicht auf absolut sichere Lëisung: Die
Hauptzüge des Problems môcbte ich nach folgendem Plane d1sponieren 2 :
a) die alteren Zeugnisse (bis etwa 1700)
für das portugiesische Original.
b) die franzëisischen Amadisrettungen
der Herberay und Tressan.
c) &lt;las 18. Jahrhundert.
d) die neuere Forschung.
Dab i wird sich outhey's G lehrsamkeit in rebus hispanicis
im günstigsten Lichte zeigen, und wir werden sehen, dass er in
das Amadisproblem bereits soweit eingedrungen war, wie
r. fontalvo's eigeoe Worte in sciner Vorred.:. ld1 se~ o_bc1'._ ais Abfossungszeit des Amadis von Montalvo die Zeit 11111 1500, ';et! die ait st.: er~altenc Ausgabe desselbcn vom Jahre 1 508 ist, wiihren~ w1r von_ der vcm1uthch
noch altcrcn vom J. 1496 nur auf Grund eioig r uns1chercr Zttate annchmen,
dass sie cxistierte.
·
2 . lch halte mich dabei hauptsachlich an die klassischen Ausführ~ngeo vo_n
Meoéndcz y Pelayo in seincn Origeues de la Nove/a (1905) so_w1e _au d1_c
Zusammenstcllung, die G. S. Williams in Band XXl ~cr Rn,,~ lnsl;'1mque mit
eindringcnder Bclcsenheit, jcdoch ganz unübcr_si~hthch, wcü rem chr~~ologisch, an Zcugnisscn und Thcorien der Amad1slorschu11g ?cm~cht l_1at , 1111
lctztcrcn Fallc habc ich lcdiglich vcr ·ucht, ctwas Ordnung in. die z:~a:c zu
bringen ; die Sammluog selb t bleibt das unbestrittene V erd1en ·t \\ t!Ltams,
dessen Abhangigkeit von Mcnéndez ich hier nicht zu untcrsuchcn habc.

ROBERT SOUTHEY UND SPANJE

vor ihm keiner und auch keiner noch Jahrzehnte nach ihm.
Wahrend man die früheste bekannc gewordene Erwahnuoo des
Amadis in der spanischen Literatur bis auf etwa r 350 zu~ickverfolgen kann ', ist man in der portugiesischen erst in einem
etwa ein Jahrhundert jüngeren Werke auf die erste Amadisanspielung gestossen, ungleich wertvoller freilich deshalb, weil sie
z~gleich das :i.lteste Zcugnis for das angeblicb portugiesi cbc Origmal und dessen Verfasser cnthalt. Die Yon Gomez Eannez de
Zurara um q.60 geschriebene Cronica do Conde dom Pedro de Menez.es erwahnt (Buch I cap. 63) ein Livro de Amadis, verfassc von
einem que se chamava Vasco Lobeira, zur Zeit des Këinigs Dom Fernando, se-ndo todalas causas do dito livra fingidas don autor. Bezeuot
wird durch diese telle in klaren Worteo, dass Vasco Lobeira
eine fingiene Lebensbeschreibung des Amadis, also eioen Amadisroman, und z,var (implicite) auf portugiesisch verfasst ha.be.
Da nacbstfolgende uns bekannte Amadiszeuonis ist bereits
wieder um hundert Jahre jünger. Es sceht in den nbur handschriftlicl, erhaltenen Antiguidades e co11sas 11otaveis de Entre Douro e
Mit1ho, e de outras 11111itas de Espanha e Portugal, die Joâo de Barros
im.. Jal~re r 549 verfasste, und lauft folgendermassen : r daq11i
(namhch von Porto) foy naturel Vasco Lobe-ira qfes os primeras ..f.
libros de Amadis, obra certo rm1y subtile o-ra.ciosa e nprcrvada de todos
os gnlla11tes, mas C0/11() estas cou sas se secâo em 11ossrts mdos, os Castelhanos /be 1w1darâo a li11g11oagem e atribuirâo a obm. a si.
. Mit dem Jahrhundert der Renai sance werden naturgemass
rnfolge der rapiden Vermehrung der Druckschriften auch die
Belege für das Amadisoriginal haufiger und verlieren damit zugleich an Wert, da sie grosseoteils nur unter sich nachgeschriebeu
sind. Die wercvollstcn aus der Zeit von r 550 bis r 700 sind die
folgenden:
In den I 598 posthum publizicrten Poe111as L11sitanas des portu-

I,

Em&lt;lt:ckt von Foukhé-Delbosc (Rn.!lle bispm1iq11e, XV, 815).

�ROBERT SOUTHEY U D SPANŒN

LUDWIG PFANDL

giesischeu Dicbcergelehrten Antonio Ferreira steht unter anderem
ein Sonett, das auf Amadis Bezug hat '. Dasselbe führt Klage
geoen Vasco Lobeira über die Ungerechtigkeit, dass er im Amadis
di; schône Briolanja sich in unerwiderter Liebe verzehren liess.
Der ohn und Herausgeber Ferreira's macht im Anhang der
Poemas dazu folgende Bemerkung : Os dons Sonetos ( das zweite
kommt für die Amadisfrage nicht in Betracht) que vii.o as fol . 24
fez. me11 pay na li11g11agem que se costumaua nesle Re~no ~m tempo d~l
Rey D. Dinis, que ha amesma em que foi composta a lnstoria de A'.nad,_s
de Gaula por Vasco de Lobeira, natural da cidade do Porto, WJO original anda na casa de Atteiro. Diuttlgarâose m nome do Iffa11~e J?·
Afo11so fi/ho primogenito del Rey D. Dinis, par q11a mal este prmcipe
recebera (coma se ve da mesma bistol'ia) sera fermosa Briolanja, em seus
amores tam maltratada. Diesen Eingriff des Infanten meldet auch
Montalvo (I, 41) mit den Worten : ... au11que el senor Infante Don
Alfomo de Portugal, habiendo piedad des/a fermosa doncella, de otra
guisa mandasse paner. Wir ha ben bei Southey des niiheren darauf
zurück zu kommen.
Weitere Zeugnisse sind die folgenden : Manuel de Faria e
Sousa, ein spanisch schreibender Portugiese des 17. Jahrhunderts,

r. Das Sonett lautet :
B0111 Vasco de Lubera, e de grào sem
De prcio qur i•os a·1.'ades bem co11tado
0 feito de Amadis o 11a111omdo,
Sem que dar ende porco11la1' irem,
E /a11to ws appr01:e, e a /11111be111,
Que ws seredes sempre e11de loado.
E antre os bomes bos por bometado,
Que vos erno adia11te, e que era br111.
M11is porque ws fiz.esle a Jormoz.a
Briohwja amar mdcado lm nom,
Esto cobade, e co11tra sa amarom rn11iade:
Ca eu bey grao do da a 11tr queixost1
PCJr sa grào Jor111oz.1m1, e sa bo11dnde,
E /Jor porque 11lfi111 amor 110 lbo {&gt;11g1m1o.

193

nennt in sciner Europrt Port11g11ez.a ( 1667-80) Vasco Lobeira ais
den _ersren \'erfasser von Ritterromanen; er habe zur Zeit des
~omgs ~ - Juan I., also zwischen 1350 und 1400 gelebt und in
d1eser Zett auch den Amadis verfasst .
.. Au~h icolas A?tonio, der tausendfach ais Zeuge angerufene,
lass~ stch zu Amadis vernehmen '. Auch er bat indes seine Information nur aus zweiter Hand und das Original nicht zu Gesichte
bek~_m?1en, wa~ er ?1-it vielen dicitur, ul fama est, und 11esrio quis
bekrafogt - em s1cheres Zeugnis übrigens dafür, dass schon
da~1als ( ~ 680) der_Or~{final-Amadis, wenn er überhaupt existierte,
s~v1el "'le unerre1chbar war, vielleicht auch dafür, dass derselbe
m~n_1als zui:n Dr~cke gelangte. Der letztcren Vermutung tritt
f~et!1ch_sche1nbar eme Feststellungentgegen, mit welcher zugleich
die Re1he der alteren Amadiszeugnisse abschliesst : bei einer
Revision der Biblio~hek des Grafen von Vimeiro im Jahrc 17 62
fand man, dass mit manch an&lt;leren Büchern auch Amadis de
Gaula e111 Portugues verloren cregangen war, wahrend ihn ein
Katalog derselben Bibliothek von r 686 noch ais rnrhanden bezeichnet hatte
2•

Der erste, dem es einfiel, den Amadisroman auf seincn
tat~a~hlichen Verfasser hin zu prüfen und einen wirklichen
0~1grnal-Amadis herauszufinden, war Nicolas de Herberay,
Seigneur des Essarts, der frühcste franzôsische Uebersetzer des
Romans J. Ihm blieb es vorbehalten, die Theorie vom franzosischen Ur prung des Amadis ais erster in die We!t zusetzen und
zwar auf ?ru_nd eines vieil livre escrit à la main en fa11gage Picard,
sur leq,œl J estime q11e les Espagnols ont fait leur traduction. Dass er
das vieil livre nur mehr in der Erinnerung hatte, nicht aber vor
. _1 · lch brauchc die bckannten Folianten, die Velus und Nrn1a kaum zu
z1t1cren.
'
2. Ar,,_d. R. de llist. Porlug., Docum. e Me111., t. XI, Lisb., 1 72 6.
3. Paris, 1540-44.

REVCE HISPANIQCE . C

�ROBERT SOUTHEY UND SP ANlEN

LUDWIG PFANDL

194

sich um es mit dem spanischen Texte zu vergleichen, fi.cht
Herberay nicht weiter an. Bcweise für diese Theorie b_emül:te
sich erst Herberay's Nachfolger, der Comte de Tressan be1zubnngen, der r779 eine traduction libre cf Amadis de Gat'.le ve:ëffentlichte. Seine Beweise &amp;ind indes nur starke Moglichke1ten.- Er
erinnert sich dunkel, das in Frage kommende Manuskript in der
Vatikanischen Bibliothek cresehen zu haben ; ursprünglich
mochte dasselbe mit der Büchersammlung der Marie de Bourgogne nach Spanien gelangt sein ; manche Aehnlichke_it mit. der
Lancelot-und Tristansage, die Wahl eines Heldcn parmi les prmces
du S01I" de Fra11ce, der Mangel von echt spanischen Charakterzügen, aÎl das verdichtet sich bei ibm_ zu1n fe~ten Beweise fü:· die
franzosischc Orioinalita.t
des Amadis. Von e1m:m ebensokunosen
t,
.
•
wie vereinzelten Zeugnis für diese Theorie in der portug1e~1schen Literatur wusste weder Herberay noch Tressan. fan
crewisser Jorge Cardoso bchauptet, ohne dass er des weiteren
darauf eingeht, in seinem Buche A5;iologio Lusila,110 ( I 652) ~olgendes : ... trasladM de frances em a nossa /ingua Pero Lobe1ra .._. o
Jiuro de Amadis, que, 11, parecer de varoes doctos be o melhor que saio a
luz._ de fabnlosas historias. Das r8. Jahrhundert brachte for die Lôsung der Amadisfrage
wenig neues und nichts brauchbares. Woferne man ~i~ht !heorien auistellte, die in ihrer Annehmbarkcit über 1edes Z1el hmaussthosscn 1 , begnügte man sich mit der vergleicb nden Zusammenstellung der allerwa.rts bekannten und ergotzte sich an den
Abenteuern des Helden, ohne sich viel um seine Herkunft zu
sorgen.
Das war ungefahr der Stand der Amadis-Frage zur Zeit da
Robert Southey an seine Uebersetznng des Romans herantrat.
Wie legtt sich nun er diesclbe zurecht? 1,

Beispide siehe bei Mcnéndez y Pcl:.tyo, Seite CCXXI, Anm.

I•

1 95

In_ de~ Vorrede zur Arnadis-Uebersetzung beginnt Southey
damlt, die Resultate seiner Forsclmng kurz zusammen zu fassen ;
Amadis of Gau!, heisst es hier, was written by Vasco Lobeira, a
Portugi~ez.e, uho was born at Porto, fotlght at Aljubarrota, where he
was k~tfbled 1tpon the field of battle by King foarn of Good Memory,
and died at elvas, 140 J; ... the Spanish version, which is the oldest
e.xtant, is by Garr:iordo,ïez._ de Montalva, Regidor of Medina del Campo.
He says_ be has corrected Lt (rom the old originals, which weré corrupted b! dif!erent a11d bad writers, and badly · composed in an ancient
(aslJ1on; that he has abridged it of many mperffoous words, and
msertc~ olhers of a nwre polished and elegant style. An den Beweisen
der be1den franzosischen Uebersetzer war nicht viel zu widerle~en. _Southey_z~h~t sie auch nur auf und knüpft daran ein verachtl1ches Tlus ts mdeed French 1wsoning / - Das einzigc bis jetzt
be~a~nt gewordene porcugiesische Zeugnis für den franzosischen
Ongmal-Amadis, _die Stelle im Agiologio des Jorge Cardoso, bat
au~h Southey bere1ts aufgestëbert und zitiert es ,:ur Illustration der
be1den Franzosen. Den Beweis für seine eigene Theorie aber führt
~r mit Hitte des berühmten Sonettes Bom Vasco Lobeira. Dass
thm dabei ais Quelle und Fundort dcsselben nicht die Gedichtsammlung des Antonio Ferreira client, in der wir sie kennen
gelernt h.aben, wurde von entscheidender Bedeutuog. Er fand
dasselbe rn den r791 zu Lissa bon erschienenen Obras i11editas dos
nossos insignes Poetas, dadas a luz por A. L. Camùzha wo es ais
das Werk eines portugiesischen Infanten bezeichnet ~ar 1 • Sour~? argumentier~ nun folgendermassen: Wenn wir auch infolge
e1111ger chron~log1scher Unstimmigkeiten nicht sicher sind, welcher Infant mit dem Sonett gemeint ist, bezw. die von Montalvo
angeführte Aenderung der Briolanja-Episode veranlasste, so
I. Es führt dort die folgende Ueberschrift : S,meto. Feito pela Senhor Jnfanle
Dom Pedro, filho do Se11hor Rey Dom Joam pri111eiro. Outras diz.e1~ que he dCI
Smbor Rey Dom A/Jollso qu.arto, 111ais pr&lt;Tl!ase qtte foi do 1111tecedente porque 0
L11bera morreo 110 anno de 140;.
'

�LUDWJG PFANDL
ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

bleiben dennoch folgende beweiskraftige Momente bestehen : das
Sonett weist auf eine Variante der Briolanja-Episode hin, wie sie
auch durch Montalvo bestatigt wird; seiner Sprache nach gehèirt
dasselbe in die Zeit des Kèinigs Joam 1. (zweite Halfte des r4.
Jahrhunderts) und ist also alter als die spanische Uebersetzung
des Romans durch Montalvo. Da es sich aber auf nichts anderes
ais aut das von Montalvo übertragene Original beziehen kann,
dari auch seine Bezeichnung des Vasco Lobeira ais Autor des
lctzteren für glaubwürdig angesehen werden. Dazu fand Southey, dank seiner immensen Belesenheit und gestützt auf die
Schatze seiner reichen Büchersammlung, (ais erster, was ganz
besonders zu betonen ist), auch noch das ·durch sein Alter
( ca. 1460 !) beweiskraftig erscheinende Zeugnis des Gomez
Eannez de Zurara, ( das, wie wir sahen, noch heute als der al teste
portugiesische Beleg für Lobeira gilt), bei Barbosa Machado' las
er das (zum erstenmale von dem jungen Ferreira aufgetischte)
Marchen von dem im Archiv der Aveiros einst autbewahrten
Originale, bei Manuel de Faria e Sousa fand er den erneuten
Hinweis auf das angebliche Sonett des Infanten und dazu die
stets wiederholte Bezeicbnung Lobeira's als des eigentlichen Amadis-Dichters und so darf es nicht weiter Wunder nehmen, dass er
zu dem endgiltigen Schlusse kam : Therefore it can be no longer

doubted that Vasco Lobeira is the author of Amadis of Gaul.
Southey waren bei seiner Beweisführung zwei grundlegende
Mornente entgangen. Einmal batte er das den Grundstock seiner
Argumentation bildende Sonett in einer ihn total irretührenden
Ausgabe gesehen. Aus dessen erstem Drucke bei Antonio Ferreira batte er erkannt, dass dasselbe in bewusst antikisierender
Sprache (mit der Ueberschrift na antiga lingoa Potugesa.) von
Ferreira auf die in Betracht kommende Stelle des Montalva

I.

Bibliotheca L11sita11a (1741 /59).

1 97

gedichtet worden· war. Fürs zweite war se1·ner Aur.
k
k ·
rmer ·sam e1t
der Umstand entschlüpft, dass aus verschiedenen Stellen bei Monta~vo (Buch 1 , cap. 40 &amp; 42) klar hervorgeht, dass demselben bei
semer Uebertragung des Amadis mindestens d ·
h' d
.
re1 verse 1e ene
Vers10nen d~s R~m~ns vorgelegen sein musstcn; demnach ein
Schl~ss ~uf em emz1ges vor ihm bestehendes Original von vorneherem em Fehlschluss sein musste.
South_ey ist also ein überzeugter Anha.nger des portugiesiscben
Uramad1s _aus der Feder Vasco Lobeira's gewesen . An sîch ware
das nun mchts b~sonderes. Denn manche var ihm hatten den
Glauben an Lobeira und das portugîesische Original kritiklos aus
anderen Autoren herüber genommen und ohne weiteres daran
fest~ehalte.n. South~y indes unterscheidet sich von all denen, die
vor 1hm ~rn :Wort m ?er A~adisfrage geredet haben, dadurch,
da~~ e~ m :rner vor_ iht:1 me erreichten Vollstandigkeit und
Grundli.c?ke1t das w1cht.Jgste Belegmaterial zusammengebracht
und knt.tsch verwertet hat.
Damit wird Southey's Stellung zum Amadisproblem eingehend
genug er_ortert sein. Zum Schluss nun noch eine interessante
F~age, die_ auch zur richtigen Beurteilung Southey's beitragen
wird : W1e verhalt sich Southey's Theorie zu den Eroebnissen
der modemen Amadisforschung' ? - Darüber in Kü;ze noch
zwei Worte.
.. Das was Southey ais zweifelloses Ergebnis historischer Beweisfuhrung betrachtet batte - Vasco Lobeira ist der Verfasser des
von. Montalva übersetzten portugiesischen Originals - ist heme
zweifelhafter und unsicherer denn je. Uns fehlt jeder verlassiae
Anh_alt~p~nkt dafür, i~ ~elch~r Sprache der Uramadis abgefas:t
war, em1ge \Vahrschemhchke1t gewinnt nach den Aeusserungen

Te~fi Deren Ve~treter_sind vor alle~ Carolina Michaelis de Vasconcellos und
b . lo .~raga ln ~robers Grundnss, sowie Menéndez y Pelayo in seinen
ere1ts z1t1erten Origmes de Ja Nove/a.

�LUDWIG PFANDL

Montalvo's nur die Vermutung, es müsse vor ihm verschiedene
gleichzeitige, spanische und portugiesische Versionen des Romans
gegeben haben. Wahrend das oder die Amadis-Originale schon
um die Mitte des 14. Jahrhunderts ais bekannt angeführt werdeo,
ibre Entstehung demnach spatesteos in die Zeit von 1300 bis
13 50 zu verlegen ist, wurde Montalvo's Umarbeitung erst
nach 1492 beendet, da im Prolog von der ais kurz vorher e1folgten Eroberung von Granada gesprochen wird. Für die durch
Montalvo sicherer ais durch das Sonett verbürgte, auf Veranlassuno-b des Infanten Alfonso . vorgenommene Aenderung kommt
zeitlich nur Alfonso IV., des Konigs Diois erster Sohn, in
Betracht, der seinem Va ter im Jahre r 32 5 auf dem portugiesischen
Throne folgte. Die mit hartnackiger Zahigkeit sich fristende Tradition von dem einst von den Aveiro besessenen Manuskript des
portugiesischen Originals kommt ais unverbürgte Legende für
die Amadisforschung nicht mehr in Frage.

Wir kommen nai..:h diesen Praliminarien zum Hauptgegenstand
dieses Abschnittes, dem Verhaltnis von Southey's Uebertragung
zum spanischen Original. Mit Bezug auf die Art wie ich dieses
Verhaltnis festgestellt habe, muss ich eine kurze Bemerkung methodischcn Charakters vorausschicken.
Von den durch den Uebersetzer vorgenommenen · Aenderungen werden in erstcr Linie jene herangezogen, die das innere
Verhaltnis der Nachbildung zum Originale erkennen lasseo.
Auf eine rein sprachliche Vergleichung der beiden Texte habe ich
mich nur insoferne eingelassen, als ·ich die wenigen direkt fehlerhaften Stellen, die ich faod, zusammenstellte, weil sie für die
Abscha.tzung von Soutbey's spanischen Spracbkenntnissen wertvoll sind: Man en,;arte also im folgenden keine ausführlichen,
sa.uberlich geordneten Gruppierungen von Auslassungen und
Hinzufügungen, Erweiterungen und Zusammenziebungen, Um-

ROBERT SOUTHEY U D SPANŒN

199

stellungen und Einschaltungen und dcrgleichen Veranderungen
des Ausdrucks, wie sie bei derartigcn vergleichenden Untersuclmnge~ im Sch\vun~e si?d. ~ei dem grossen Umfange
des Amad1sromans muss 1ch mu übrio-ens auch versao-en for die
. l
b
O
'
~mze nen Arten der von Southey vorgenommenen Aenderungen
1edesmal alle Belege anzuführen, die ich mir notiert habe. Das
h!esse eioe Spezial-Untersuchung in die Abhandlung einzwangeo,
die deren Umfang über Gebühr erweitern und die Gleichmassio-keit ihrer einzelnen Teile erheblich stôren "'iirde.
b
Zu Grunde gelegt sind folgende zwei Auso-eben : für das
sp_an_ische Original die von Pascual de Gayango; in Band 4o der
B1blto:eca de A11 Jores Espano les (Madrid r 857) veroffen tl ich te; sie
h~be 1~h gewahlt, ~eil sie am leichtesten von allen zuganglich
sem durfte und so die Nachprüfung der Zitate erheblich vereinfacht. Von Southey's Uebertragung stand mir nur der bescheidene
Neudruck in der Sa~mlung Library of Old Authors (3 Bande,
London, Russel Smith, 1872, 8°) zur Verfüguno. Die Southey'sche Ori~inalausg:ibe, die unter dem Tite! Am;dis of Gau!
by Vasco Lobeira, translated from the Spanish Version of Garciord01î~z. de ~ontalvo_ by Robert ~outhey (London; Longman 180 3,
4 Bande 8 ) ersch1enen war, 1st, so unglaublich es klinoen maoauf keinet einzigen von den vielen offentlichen Bibliotheke~;
Deutschlands vorhanden. Nun zum Inhalte des Romans.

•

**

Die Liebe des schônsten aller. Ritter und tapfersten aller Helden, Jung Amadis, zu Oriana, der süssen Prinzessin, &lt;las ist der
Grundgedanke des Romans. der nach seinem Helden benannt ist.
Heimtückische Fahmisse aller Art bedrohen der beiden Glück
hindern ihre Vereinigung. Endlose Abentcuer mit Rittern und
Zauberern, Riescn und Zwergen, Feen und Damonen muss der
sieghafte
Held in diesen Verwickluno-en
bcstehcn' Konio-e
Fu··rs .
.
b
b &gt;
ten, Ems1edler, Edelfrauen und Zofen greifeo mit schlimmen

�LUDWIG PFA 'DL

200

und guten Eigcnschaftcn in eine chick al cin, bis er endlich
nach Jabren des Kampfes und der ·hnsucht die Geliebte ais
Gattin heimführen darf.
.
K .
Gall' n hat wahrend ein kurzeo Aufcnthalt
Penoo, ôrug von
' '
.
.
. li 1
r G . ters des Kônigs von Klcin-Britaoruen, m he1m c 1er
H
am 011! ann
,
• .
d
L'ebe mit Elisena der Tochter desselben, und begunstt~t voo cren
1
, crnen
• ' Kii~beo
gczeugt • den die Zofc unnuttclbar
sehla uer zo,e,
"
. nach
d
seiocr eburt auf dem Mcere au :.etzt. Don wird er von emem ~s
Weges fahrenden schottischcn Ritter aufgcfischt, bald darauf v~m Kômg
von Schottland an seinen Hof genommcn und erzogeo. Dorthm kommt
h ~- einige Zeit Oriana, das Tôchterchcn des Hcmcher:. von Gr?ssabu~ u_r o und es wird ihr der gleichalterige Knabe ais Page be1gcntan01e ,
· d
d' r·
b
Die beidcn Kinder fasscn einc ticfi: Licbc zu em_an er, . ie ur
ge en.
h 'd d ~·erdcn soli Auf Ori:rna' Bitten wird der
ibr Lebcn cotsc e1 en "
·
.
. r noch nicht ganz 15 Jahrc ait, schon zum Ritter ~esch~gcn
~~~gz:~~ oun in ungestümcm Tatendrangc in die Ferne, seine Rmcrlaut'babo zu beginnen.
.
.
.
.
.
Er kommt zu seinen Eltern, die mzw1scben die Ehc emgeg~ngcn
. d vo n ümen mit Hilfe gewi er Erkennungszc1chcn
ha.ben unu., w1r
(Wachstlfekhen und Ring) die dt:m cugeborncn von ~cr Zofe u1'.1
d ·n Hals gchangt wordcn waren, ais ihr Soho erkann_t. achdem cr
~
.
w1eder
zu 0 nana
zu ru· ckgckchrt bt und beidc sich thre wachsenJe
Leideoschaft gesranden haben, geht cr von neuem. :tuf ~benreu~r :ms.
- . d' Ha"nde eincs Zauberers, der sich semer Rustung
Er gerat
1n 1e
.
·
D
bemàchtigt und so Oriaua glaubcn macht, der Gehcbtc sc1 tot. ~
hat indcssen schon wieder manch siegreichen trauss _be tandcn un
bal d darauf die Geliebte selb t aus der Gewalt d1eses Zaubcrers
muss
. b o · ' •n dc:n
bcfreien. D r Lohn dafür ist die vôllige 8 mga. e nanas a
lleldcn und die geschlechtliche Vercinigung der be1den.
Wiedcr iieht Amadis in die Fcmc und vollbringt glanzcndi: Tatcn,
befreit cdle Frauen nus Yerbrccherhandc:n, r:icht ~lo~d un_d :ot~lag
Ehre Inzwischen schenkt Oriana irrtumhchcn
und cmter Ruh m und
·
.
'h
M Id geu Gehôr uod hait Am3dis für treulos. Sie schrc1bt an i ~• cr
m~ ;~hr nie wicder uoter die Augea treten. Au ~hmcrz_ übcr_d,csc~
fals~hcn Argwohn der Geliebtco zieht sich maJ1s auf e~e msa~c
b1 cr endhch
l nse l zuru• k uod lebt don ein tr:mriges Einsiedkrleben,
O.
•d
r,n
.
Schuldlosigkeit übcrzeugten nana. v.,e cr gcru,c
voo di:r von semer
. .
.· d Vôllige Vereinigung bt abcrmal die\ irkung d1cscr Ere1gru~se.
wicder ist ihr Glück nicht von Daucr. Die Feinde und Ne1dcr

;:!~

ROBERT SOUTHEY

· . '0 SPJ\?\IE.

201

&lt;le l lcldcn verdiichtigen diescn bei Orinna's V:ncr, so dass ihn diescr
dt:s Landc:s vcrwcist. \\'ahrcnd Amadis ein Lcben des Kampfes uud
wnfric:Jens führt, gcbien Oriaoa zu Hause inen Knabco, den sic eiocm
Einsicdler zur Erziehung übcrgibt.
1 och cine letztc Prüfuog harrt der beiden Licbenden. Oriana oil
nach des Yaters \\'ill n den Kônig von Rom heiraten der um ihrc
Hand angchalten hat. Trot1. ihres \\ïdcrstreben wird sic von eincr
Gcsandtschaft des kôniglichcn Jkwc:rbers fortgeholt und bleibt in
den H;mdco der Rômer, bis Amadis hcrbeieilt, mit den Seinen den
Feind m ciner eschlacht bcsic~ und die Gelicbtc aus dcm Schiffe, in
dem man sie gcfangen hilt, befreit. Er bringt ie auf eine befe tigtc
In cl und Orian:i.'s \ 'atcr ibt schlics lich seine Eiowilligung zu ihn:r
Ycrmlhlung, nachdem ihm Amadis im Kampf gegen ncuc Feindc
Dienst und Hi Ife gclcistet hat.

Das sind die Grundzüge des Romans, einfach, ja eintonig in
ihrcr Anlagc kunstlos in ihrem Aufbau. Was &lt;las Gerippe zum
blühenden Organismus macht und ihm warmcs, frohes Leben
einflosst, dast ist .die Kunst der Gefühlsschildcrung einerseits, das
abent uerlichc Moment anderers its.
Die grosse Leidenschaft der Helden d s Amadisromans ist die
Liebe. Feurige Ritterminne voll ungestümen erlangens, voll
heroischer Aufopferungsfahigkeit, unentwegt r Treue, blinder
Ergebenheit. Heimlich glühende Frauenlieb voll Eife1sucht,
Hingebung und Genussfreude. Daneben, weniger ausgepragt, die
übrigen Edel-Gefühle des 1enschen, Munerliebe, Kindesliebe,
Freundestreue, Dienertreue.
Neben diesem Gefühlsmoment ist es fast aus chliesslich da
Abcnteuennotiv, das die Handlung nahrt. Oblicgt der Held nicht
der Liebe, so obliegt er dem Kampf. Er kampft einzeln oder in
chlachten, besteht Gefahren aller Art, macht sich zum
Beschützer, Befreier und Helfer d r chwachen und Bedrangten,
sucht die Gefahr niemals, findet sie aber stets und wird durch
s ine Abenteucr der Mittelpunkt einer Unzahl von Episoden,
mit iner fonge rnn rebenpersonen und ebenhandlungen,
die nicht immcr mir den Hauptereignis en in innerem Zusam-

�LUDWJG PFANDL

202

203

menh:moe tchen, dafür aber der Erz;ihlung jcne stets wechselnde
Ltbendiukeit und srct ich crneuende • pannung ,erleihen, die
&lt;las Enr~ck n \'011 Gcnerarioncn naivcr, sensationslüsterncr Lescr
gebildet habcn.
AL ourhey mit der Ueberrragung des Romans zu End "~r,
etzte er sich hin und chrieb folgendcs ais sccbsten Abschm~t
sein r Einlcirung zu der elben : lt remai11s that J should state 111
what 111an11er tbt&gt; prese11t i ersio11 bnf bm, exewted. To bave lransl~led
a cliisdy priutcd folio u'Vuld h01.•e bren nbsurd. J bai•e reduced 1/ lo
ab1.wt ball ils lmgtb by abridging the words, 110/ tbe stor_y; by ~11rta;/itzg tl. dialt&gt;une a·midi11g ail rccnpit11/at!o11s of the pnst ac/1011,
cousolidating 111011y of tbose sin.~le bl&lt;Jws whtcb bm.•e 110 .''.ferma h&gt;
arrrwrial a11ato111y and passing m•er Lhe ouasional 11,oraltz..111gs of the
author. T!Jere is 110 im,itv in sayi11g, that tins bas i111pn:n:rd the boo~·.
for wbat long u!ork 111~y not be impr~ed by c~111pressio11? 111cogre
wine ma , be distilled into a/cobol. The m11111/es/ frmls of 111a11ners bave
becn preservcd, and 1101 an i11cide11/ of tbe narrative 0111it:ed. ] bm•e
111 errlJ reduced tbe pic/ure, i'Ver, pari is prescri'Cfi, and ~11 /~Je same
praportions. Amadis of Gau/ is rnluable, no/ 01~!)' for 1/s 111tm1s,c
merit, as n fiction, /ml as a faithful representatwn of mamrers mu!
morality; and as s11rb, tbesevolumes 111ay be riferrui to as amfidently
ns tbe original.
.
..
. .
\ er mit Southey ,·ertraut ist, bat s1ch daran aewohnt 1hn in
den stiirkst n Ausdrücken des Lobes und der Anerkennung von
seinen eigenen \V erken reden zu horen, und wir werden spater
G lcgenhcit haben, ibn von dieser_ it_' noch naher_ ken~~en zu
Jernen. icht immer iodes hat seme cigene hohe Emschatzu_ng
Y0r einer unbefang nen K.ritik standgehalten. So auch luer
nichr.
, uthey vermeint, durch Kürzungen al~es un_noria Llin°ende
ausgemerzt, dabei aber dem Roman se1_nen .'.nnercn dichterischen \ rt und seinen Charaktcr ais Ze1tgcmalde gelassen zu
hab n. 'un best hen seine rreichm1tren in erster Linie und fast
au chlie lich in ciner ganz crheblichc1l A bsch wac h u ng des
1

efüh lsmomcntc und zwar so\\ohl der Aeusscrungen rciner,
edler Empfindsamkeit ais auch der zenen grobcr ïnnli hkeit.
Mit der Unterdrückung der crstcrcn geht cin grosscr Teil der
Gcfühlspoesie derOriginaldichrunaverloren, mit der Bcm:intelung der letztcren ist ihre Wirkung ais a faithful ripresentnlio11 of
mnn11ers aud mornlity, ais ittengemaldc mit einem '\Vonc,
ganz crheblich gc chwachc. Dafür zunachst einigL· charakreri. rische Bclege.
Die Einleitung des Romans bildet Jie Perion-Epi ode. Eli cna,
die Tochter des Konigs, fasst eine ticfo Zuneigung zu élcm jungen, schonen Ritter, der den ater bcsuchcn kommr. 'ïe findet
Gegenliebe, und eine schlau Zofe ermôolicht den bc1den
nadnli.::hcs Beisarnmcnsein. un lecr n sie gar manche lange
•acht den Becher der Lust bis zur 1 eige, und die Innigkeit
ihrcr Liebe kennt keine Grenzen. Da naht die Zeit der Tren
nung. Eliseaa peinigt die An t ,·or dem \'erluste des Geliebten.
In ein n Armcn gesteht sic ihm unter Tranen, dass sie einc
breise nicht überleben werde. Da be. anftiot
cr sie mit fol,.,enden
:;,
I'&gt;
wundcr\'Ollen Trostworten, aus denen die sichere Zuver icht auf
spatere dauernd Vereinigung klin Tt: o tengais tm,or deso; que
aunque este mi rne,po de vues/ra presmcia sen partido, el mi romz.011
junto con el v11estro quederâ, que a mtrambos darit su eJfuerz.o, aws
para sufrir é a mi para œdo me tomar; que yendo sin él 110 bay otra
fuerz.n ta,, dura que deteuerme p11edn 1 • outhey, der schon die
Warme und Ao chaulichkeit der childerung der Liebesszenen
rhcblich abschwacht ( davon an anderer 'tell ), lasst kalten
IIerzens aas ganze gefoblvoll Gesprach wegfallen, nicht ahnend,
dass er damit die nai,·e Liebe geschichte der beiden Menscben
cines ihrer anmutigsten Züae beràubt.
Die Folgen der innig n Vereinigung der zwei Liebcndcn sind

1.

Original Seiu: t, paltc

1•

�LUDWIG PFA DL

in Gestalt eines zarten Knabl ins zu Tage getreten. Die nrschlosSène Zofe nimmt da euocborene ofon an sich und trifft die
o
.
d
notigen Anstalten zu seiner Aussetzung. Rührend 1st er
Abschied der jungen Mutter von ihrem Kinde. Ein letztesma!
presst ie es an ihre Brusc und wie ein verzweifelter otschr~1
klingen ibre Worte, die einzigen, &lt;lie sie unter strômenden Tranen hervorstosst : Mi hijo pequeiio, c11a11 grave es a ml v11estra
mita , / Bei outhey ist der chmerz der Mutrer bei w item massiger. ie liisst die Zofe ruhig hantieren und ~eschrankt sich
darauf, ctbarmlich zu weinen . Den Gegensatz be1der Fassungen
verstarkt hier ,vie auch an aoderen tellen, noch der Umstan&lt;l,
dass der mod:rne Uebersetzer die ei nzelnen Tatsachen mit sprachlichen titteln (Konjunktionen,
ubordinierungen und dergleichen) in innigeren Zusammenhang zu bringen versucht, ais
der panier, der mit der herbcn Einfachhcit seiner kurzen, untereinander un\·erknüpfren ··tze die tiefste \ irkung auf Gemüt und
Phantasie des Lesers ausübt.
Für das Gefühlsleben des Helden Amadis selbst sind Szenen
wie die folgende von wirksarner Charakteri tik .. Oriana, die
durch ZufaU hinter das Geheimnis von Amad1Sens Geburt
gekommen ist, schickt ihm durch eine Dienerin das Bew:iss~ück
(ein mit Wachs überzogenes Pergamentblatt? und he~mhcl~c
Grüsse und Liebesworte dazu . Ais der Held die Ueberbnngenn
wied r verabschiedet übermannt ihn die Rührung. Er wei s
nunmehr, dass er ei1; Konigssohn und der Geliebten ebenbürtia
ist und das rückt ihm die Moglichkeit ihres Besitzes in greifbare
~he. Mit Worten des Dankes und treuer Ergebenheit schickt er
die Botin zurück, und dabei schiessen ibm die Trânem in die Augcn
und rùmen ihm in Stràme11 1iber die Wangen •. Bei Southey entbehrt die ganze Szene des feinen Hauches der Rührung, der bci
r. Orig. S. 5, Sp. 1. Soatbey I, 11..
.
.
A cl vùtiéronle las ldgri111as t! los 010s que d. hzlo po1· la fn{ le raln11. Orig.
S. 24, Sp. 2. Southey I, 62.
2•

ROBERT SOUTHEY U, 'D

PANIEN

205

Montalvo über sie ausgegossen liegr. Kurz und trockeu wird die
Botschaft ausgerichtet und empfangen. Die Verabsd1iedung der
Botin aber, in der sich das kindlich-naive Gemüt des Helden so
natürlich oflenbart, fehlt im Eoglisclien ganz und gar. Im spani chen Originale sind solche und ahnliche kleine Rührszenen
typisch fur den Charakter de Amadis, der dadurch seiner Heldenund Kampfessfiire entrückt und uns menschlich niiher gebracbt
wird.
uthey hat diese kJeinen Züge, wenn nicl1t aile, so &lt;loch
zumgrôssten T ile achtlos beiseite geschoben und ùadurch seine
Charakterzeichnung des Helden bedeutend verfiacht.
Ais Amadis nach manchen Abenteucrfahnen nacb Windsor an
Konig Lisuart 's Hof zieht, um endlich Oriana wiederzusehen
. er zuyor seinen treuen \Vaffeng Iahrten GandaJin in das'
sch1ckt
hloss, um der Geliebren Kunde zu geben \'On seiner Anwesenheit. Sie bestellt Amadis für die acht in den Garten. Mit
die er Botschaft kehrt Gaodalin zurück. Amadis ist ausser sich
var Erregung und ehnsucht. rür ihn bedeutet die Botschafr
L ben oder Tod. Zittcrnden Herzens geht er dem Freunde
entgegen und ruft ihm, sowie er s iner ansichtig wird, zu :
ci A111igo Ga11dali11, i qué 1111e:L'as me traes? &gt;&gt; 11 SeFwr, bumas, »
:.lntwortet der. - « ~ /liste la Donz.ella de Dinamarca? &gt;&gt; - « Sl,
vi. » - « l E rnpisie della loque he de faz.er? &gt;&gt; = « Se,ior, 111ejores
son las 111tel!as que vos pensais. » nd nun muss der getreue
Gandalin Wort für Wort berichten, was Oriana gesprochen, asi
que 11ada q11edo que le no dijese. Er übergibt ihm den Ring, den
Oriana ais Liebespfand schickt, und Amadis bricht in Tranen aus.
Er küsst den Goldreif, binrt ihn an seinem Herzen und kann rnr
eli 0 keit eine Weile nicht sprech n. Wie er icb aber dann mit
den beiden Frauen, die er ais ritterlichcr Be chützer bisher ot:Jeitet hat, zum Abendrische etzt, da füe st er über ror Frohsinn
und redseliger Heiterkeit. Zur bestimmten tunde machen sich
die beiden Freunde sodann auf den \ eg zum Schlasse. Diese
ganze Szene, einc der schônsten im ganzen Amadisroman, was

�206

LUD\\'IG PfA. DL

Charaktcrisicruncrskun t und childcrung rein menschlichcr
Gefühlc anlan t, chrumpfc bei outh y zum ·had n seincr
Bcarbeitung in folgenden atz zusammcn : Ga11d11/in re1111:11ed /o
Amadis with his tidings, a11d after the lxmr of rest tbey tooll thczr an11s
and rode lü I be IO'l.t'll '.
Oriana empfangt den Gelicbten an cinem F nster, das in den
Garten geht. Das Licht eioer Kerze hat Amadis den. W~g
gewie en. \: ie cr ie nun si ht in ihrer ganzen . hônhe1t, tn
wallen&lt;ler ·ide un&lt;l mit crelosten Haaren, da droht 1hm &lt;las Hcrz
o
k.
zu zerspringen im cberschwang d1,;r Gcfühl . Er bringt ·emcn
Laut über die Lippcn, und Oriana muss ihm mit aufmunterndcn
Wortcn zu Hilfe kommen. Tun spricht er zu ihr von seim:r
Li be, &lt;lie ihm aile clbstbehcrrschung raube und unv:i&lt;lersrehlich
zu korperlicher crl!inigung &lt;lranae. Oriana weist seine heiss n
\\·ünsche nichr ab; sie bittet ihn nur um w isc lfusigung und
sucht ihn zu b wegeo am Hofe ihres aters und in ihrer 1 Tahe
zu bl iben. Zum Abschied reicht sie ihm die Hand durchs
Fensrergitter die Amadis unter heissen Tranen mit ungczablr n
Kü sen bed~ckt. In ein Zelt im \J aide zurückgekehrt liegt cr
den Rest der 'acht schlaflos auf dcm Ltger, \'\ie bctiiubt vom
turmc der G fühle der in seinem Herz n tobt. In der englis hcn Fassung d r 'zen wird da , was der Hel&lt;l b im nblick
der Gdiebten fühlt, nur kurz angedeutet mit der Bcmerkung,
&lt;las:. madi am ganzcn Kôrper var Freud bebte. Alles
übrige aber &lt;leckt die puritanisch-dürre Phra~c: !l1ere tbey con1~f
versed till daybre.ak, a11d ùria,1a b11de bi111 re111t1m u.ittb h1•r {t1tber
be sbould e11/rea/ bim, a11d at daw11 Amadis re/11med la tbe tmts•.

ROBERT

OUTHE\ U?l:D

PA."! •

207

wenn er im L-tufe der langen Erzahlung da und &lt;lort noch cine
empfindsame • zcne bcibehalten I har? Gerade im Liebeslcbcn
von Amadis und Oriana sind die Hohepunkte r incr Gefühlspo sie, &lt;lie Szenc, in der Held die Botschaft der Gelicbten
empfüngt und jene, in der sie ihn am Gart nfeostcr trifft, in
erbarmungslos klaglicher Weise \·erflacht und Ycrdorbcn worden.
Damit aber hat sich das ganze \ erhaltois der bcidcn Hauptp rsoncn zu einand r vers hoben; es ist kalrer, konventionellcr,
gefühlloser geword n, wcil di
harakt re sprôd r, fôrmlichc:r,
berzloser 11ewordcn sind. Ausser den zcnen reiner, e&lt;ller Empfindsamkeit rraf uth y'
rcini 0 endcr Baon 1rahl auch die Aeusserungen grobcr innlichkei.r. • uthey ist Zeit incs Lcb os kcin Erotiker gewcsen.
\~1c er ei?crseits ein cifriges Mitglied der Soâe1,, for the S11ppress1011 of Via war, so stand er auch ais Dichter die cr • eit de
menscblichcn Lcbens fremd und abhold e•~enübcr. Es fl.hlt ihm
das rcclnc ersr:indnis dafür, dass es ctwas anderes ist um die
kôsrlichnaive G chlechtspoesie Homcrs, etwas anJeres um die
un cschlachtc • innen- und Genussfreudigkeit des Rcnaissanccmensch n Rabelais, odcr um die woUüstige Kunisanencrotik
cines Lord Byron. Er entrüstet sich üb r die fanicr des Franzo en der die hilderung gcschlcchtlicher zenen im Amadis
ans haulkh n:rtieft~, verurteilr aber mit dt:r gleichen '·harfc di
r~uhc, jcdcr Laszh-itat fcrne atürlichkcit des paniers. Die Folge
d1 s1.;r extremen nschauungen war, d:.tss outhc,· den Amadistt:xt
wi weiland Herakl s jcncn konialichen tall ·reinigte und
.
emen moralisch einwandfreien Familien-Amadis, nicht aber in
~

Auf diese eise ist bei uthey vor allem die Gefühlspoc ie
des riginals zum grossten Teil verloren gegangen. Was hilfr es,
2. · bci,pidswcisc die. 1cnc, in der .\maJis rnn cincn l hem al. ihr
ohn crkannt wird (1,6o), oJcr cinc and.!rc, in Jcr Ori.ma di..: Nachricht
crhfü, AmaJi . ci tot (l, 128).
I.

2.

Orig... 36, 37. OUthC) I, 93·
rig. S. 37. Southey I 94.

11

t. Th,• Fr(lldmwr, ... il:bm h, ji11ds II sborl sei1fl11a to sl,1/t th.ri a k11Ight ,md
fi1ir la,I)• .,;o lob.:,/ lvgdber, Jill~ ,, P'I!' &lt;1bo11t il. (Sel. !, li ).

�208

LUO\\'lG Pf.\. DL

irteogemiildc aus der Ritterzeit, wie er es vermeint batte,
zuwege brachte.
m die 1etbode South ·'s zu charakterisieren, wird es genügen, zwei Beispiele anzuführen, dJe uns zeigen, wie d rsclbe nicht
nur an der hilderung der grossen Begattungs- zenen, sondern
auch an klcinen charakteristischen Zügen und Aeusserungen
menschlicher Sinnlichheit Anstoss nimmt.
Eine reizende zene enchalt in dieser Beziehung die einleite11&lt;lc Episode von den Liebesfreuden P rions und Eliscnas. Die
Zofe Darioleta vermittelt das Stelldichein. Bei nachtschlafend r
Zeit weckt sie ihre Herrin und zieht sic mir sich fort, und z\\·ar
asl dcrnuda romo en su lecho estaba, solammle la camisa é mbierla de
un 111 nnto. ic chleichen sich zur Kammer des Perion. Auf balbem Wege chiesst der Zofe eio echt wciblicher Ged~nke dur~h
den Kopf; sic offnet Elisena den Mantel, berrachtet 1hr n sc~onen r êirper und kichcrt flüsrcrnd : Se1ïora, en b11ena ho-ra 11asc16 ~/
caballero que t'OS esta 110che babra. Worauf Elisena lachelnd erw1derr : Asi lv podes por ml decir que nacl m b1!ena ve11/1~ra. en s~r
1/euada a /al raballero 1 • Die Szene ist ci n typ1sches Be1 pie! for
h~"ndert andere. Die kêistliche, echt weibliche Gefuhlsnaivetat,
die in ihr zu Tage tritt, i t bezei hnend für die feioe Charakter_isierungsl..mst des Erzahlers; ebenso b zeichn nd abe: für die
hicksale des Romans auf seiner Wanderung durcb die ausserspanischen Lander sind die (( "\ erbesscrungc_n », die zwei der
hauptsachlichsten Amadis-Uebersetzer an 1hr. vorgenornmcn
baben. Für uns kommt zunach t nur
urey 10 Betracht. Er
streicht die ganze Szene und sagt eb nso kurz wie rrocken: _Dariole/a rase, and Jbrw a ma11tle &lt;rver ber mistre.ss, and tbey wcnt wlo /be
gardm 2 • Zorn Vergleich môge aber auch ~erbera ~ D~s Essarts
h rangezogen w rden 3. Was outhey zu v1el war, 1st 1h01 noch
r. Orig. S. 3, p. 2.
2.J,6.
,;:· l
3. Walter Küchler hat jüng)t in dnem grundlegcnden Aufsatze ( etlsrn·.

ROBERT

OUTH \' UND SPANlEN

209

zu w nig, und die schlichte Natürlichkcit des • paniers wird bei
ihm hier in einem 1assc zn zotio-er Schlüpfrigkeit, dass sich &lt;las
mildc Urteil Küchlers (a. a. O . . 194) über die Art seiner Erotik,
nur wean man von solchen zencn absieht, vôllig aufrech erhaltcn lii.sst r.

Ein anderes Bild. 1\ach langem Harr n ist endlich die Geleg nheir gekommen, wo Amadis bei der Geliebten Erfüllung for
sein Begehrcn findet. Er bat sie aus Rauberbanden befreit und
rastet mit ibr im tiefen Wald an einer Quelle. rachdem er Jcn
Waffengefahrren Gandalin mit einem Auftraoe fortgeschickt hat
b
&gt;
legt cr die schwere Rüstung ab und tritt klopfenden Herzens zu
Oriaoa, die sich auf das schwell ode Moos hingcstreckt hat und
eingeschlafen ist. Bei d rn Anblick ihrer halbverhülltcn Reize
streiten sich wildes Bcgehrcn und knabcnhafte ha01 in einem
Herzen. Am nde siegt die herausfordernde Blos~"tellung so vicler
Scbêinheit über die B fa□genheit des Jünglings : cc mas pvr la
gracia e comcdimientotft Odana que por la desenwltura ni osadu, dl'
.d madis f11t fecha due,ia la mas hermosa donrella del mutzdo ». c, Und

f. fzos. Spr. XXXI', 158") den spanischea Amadisrom.1n auf scincn Gi:hah aa
Empfinds:tmkcit und Gcfühlsschildcrung geprûft und in dicsen Grenzeu
zuglcich das Vcrh:Utnis der franzôsischco Ueberseuung des Hcrbi:ray zum
Original fcstgcstcllt. Ein Vcrgleich der Ergcboissc jener Studic mit unserer
l;atcrsuchung von Southey's Amadi übersetzung ergibt die interessante Tats.ache, dass der franzôsischc Bearbciter das empfindsame Moment des Romans
nicht wic Southey, sondcm nlch diamctral eatgegengt&gt;setzten Prînzipien
bchandclt hat. \\ïc Herberay sicb zun1 abenteuerlichen Moment des Amadis
\:erb;Üt, ist ooch nîcht ~estgcsreUt. Nicht zu vermeiden war bei dem eigenar!•gen Gcgcnsat1. der be1dea Bearbeitungen von Herberay und Southey, dass
tch da und dort zur Beweisführung Szeaen aus dem Text heranzieben musste
die bcrcits Küchlcr für scinen Gfb-enstand cbcnfalls benützt hatte.
'
J. Bd Herbera} hei&lt;5.t es untcr andcrcm ; Darwlelle, sml,rnt rn so11 esprit
l'ayse p1wbai11, q11t de1:t1il rect"l.'oir ulle q11'elli· co11d11isoit, ,u se po,n•ail Je11ir de
llly 111a11itr, p11i.r les retins, p1tis les wisses tl quelque dJllse 1/'adm11tui_l{t, tl de lrop
v·~lx111t11le ardtur ~upiraiJ so1n-e11t tout ainsi que si dit ettsl deu participer à re.
h1e11 futur de la pri11cesse Elisi111e ... (fol. 4 der Ausgahc von r540).
REVC.E 11/SPA,\.fQCE.

C

�210

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PF A~DL

wiihrend beide glaubten, in dieser Vereinigttng ihre heissen Begi~rden
abz.ukiihlen, wurdm dieselben nur noch stiirker und brennender, wie das
bei rresm1der imd wahrer Liebe z.u sein pflegt )&gt;. - So erzahlt der
spa~ische Autor ohne viel Ziererei, aber_ auch obne j~d~ lüsterne
Breite den Hohepunkt des Romans, die erste Verem1gung des
Helde 11 mit der Geliebten. Wahreud der franzosische Uebersetzer
in diesem Falle, wie Küchler gezeigt hat, die Liebesszene zu
einem Meistersti.ick erotischer Schilderung erweitert, verfallt
Southey abermals in das gerade Gegenteil. Was dem Span.ier
wucbtige, ursprüngliche Natürlichkeit, was für de~ Franzosen
heitere Lebensbejabungund Genussesfreude ist, das bildet für den
nüchternen Southey nur einen Ausfluss schumtziger Sinnlichkeit,
eine eiternde Wunde an dem sonst formvollendeten Korper des
Amadis-Romans. Entstünde nicht eine empfindliche Lücke in
der Erzahluna, so würde er am liebsten die ganze Begebenheit
aus derselbe~ streichen; so begnügt er sich damit, mit zwei
Worten über die Stelle hinwegzugleiten : Tben was bis lady in

his pmuer, nothitig loth; and the fairest damsel in lhe world became a
woman'. Achnliche Szenen enthalt der Roman noch mehr. Jene zum
Beispi 1, in der· die erste Li besnacht zwiscl~en Perion u~1d Elisena aeschildert wird •, oder eine andcre, m der Amadis und
Orian: nach schmerzlicber Trennung und qualenden Zweifeln
cndlich wieder vereint sind und zum zweitenmale die Lust ihrer
Liebe bis :mm Grunde ausschopfen i. Sie alle haben bei Southey
das gleiche Schicksal. Sie fallen der puritan'.schen ~üchter~h.eit
des Anti-Etotikers zum Opfer und verschwmden b1s auf em1ge
magere Andeutungen.

1. Southey I, 197.
Orig. S. 3, Sp. 2. Southey I, 7.
3. Orig. S. 141 , Sp. 2. Southey II, 34.

*
**
Der Gehalt an Gefühlsschilderung ist, wie wir sahen, in der
Southey'schen Uebertragung des Amadis schier vèillig verloren
gegangen. Nicht so das rein abenteuerliche Moment. There is a
great 'uariety of incident, schreibt Southey gelegentlich mit Bezug
auf das Original', and the battles are tbe best I know. Diese Mannigfaltigkeit der Episoden und der mit ihnen zumeist verbundenen
Kampfe gestaltete in seinen Augen den Roman erst eigentlich
zum Zeitgemalde, und ihre Beibehaltung betrachtete er des,vegen
ais eine heilige Uebersetzerpflicht.
Die Kampfes- und Abenteuerepisoden des Amadis haben für
uns nur mehr insoferne Interesse, als sie uns den literarischen
Geschmack einer gewissen Zeit bestimmen helfen. Mit Abenteuern wie jene, die Briolanja auf der Insula finna erlebt, wo
wahrend des Abendessens plotzlich eine ungeheure Schlange fauchend ans einem Erdspalt fahrt, den zitternden Baden mit ihrem
Schweife peitscht, Rauch und Feuer speit, und dann mit zwei
Lèiwen, die mittlerweile ebenfalls &lt;lem Spalt entschlüpft sind,
einen wütenden Kampf beginnt, der solange dauert, bis die drei
Tiere ermattet zu Baden sinken ; worauf die Schlange nach
kurzem Verschnaufcn die beiden Lèiwen, einen nacb dem andern,
in die Erdhëhle zurückschleppt, in der aile drei verschwinden,
um am nachsten Tage den Kampf von neuem zu beginnen - mit
solchen Abenteuern, meine ich, vermèigen wir heutzutage wenig
mehr anzufangen. Oder beispielsweise, wenn der Riese Baodaguido im liizest mit seiner Tochter ein Monstrum erzeugen
muss, im Gesicht haarig wie ein Affe, atn Leibe scbuppig wie
ein Fisch, mit zwei den ganzen Kërper deckenden Flügeln von
pecbschwarzem Leder, das mit seinen eisenharten Krallen
Menschen, Lèiwen, Baren zerreisst, als ob es Kaninchen waren,

r. Orig. S. 84, Sp.
2.

2II

1.

Sel. l,

224.

·

�212

LUD\\'JG PfANDL
ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

das die Erdc erzittern macht, wenn es nur seine Schuppen
rasselt, mit den Zahoeo fletscht oder mit den Flügelo schlagt wenn ein seiches Ungetüm der Phantasie des Dichtersentspringt,
nur damit der Held Amadis einen Feind erhalt, an dessen
Furchtbarkeit er seinen Mut, seine Starke, Geschicklichkeit und
Tapferkeit siegreich erproben kaon, so ist die Wirkung auf uns
nicht mehr die gleiche, wie sie es bei den Amaèislesern des
16. Jahrhuoderts war. Nicht immer handelt es sich natürlich
um Schlangen, Lowen, Drachen und Zwitterungetüme; in der
Regel sind es hochmütige, feindselige, oder verbrecherische Ritter,
mit denen Amadis das Schwert kreuzt, um sie für Beleidigungen
oder Schandtaten zu strafen. Romantechnisch haben alle diese
Episoden nur den Zweck, die Zeitraume auszufüllen, wahrend
welcber der Held nicht bei der Geliebten weilt. Die Art ihres
Inhalts und ihrer Szenenführung aber ist bestimmt, im Herzen
des Lesers Besorgnis, Spannung, Schaudern, Furcht für das Leben
des Helden, Befriedigung über den stets glücklichen Ausgang zu
erregen, mit einem Worte also, das Interesse an der Erzahlung
wach zu erhalten.
Von diesem Standpunkte aus und im Hinblick auf ihrwirklich
bohes kulturhistorisches Interesse wird man Southey nur beistimmen kônoen, wenn er &lt;las ganze Episodenwerk des AmadisRomans ais integrierenden Bestandteil desselben inseiner Uebersetzung beibehalten hat. Hatte er auch &lt;las nicht getan, so ware
das Bild, das seine Uebertragung von demselben gibt, direkt zum
Zerrbild, zur Entstellung des Originals geworden und ware vom
Range einer mittelmassigen Uebersetzung gar zu dem einer klaglichen Nachbildung herabgesunken. Konnen wir nun, nach alldem was wir sahen, &lt;las Wort, das
einmal des Feder entfuhr, ais kurze und treffende Bezeicbnung
der von Southey selbst so hoch eingeschatzten Arbeit aufrechterhalten? Ist der Soutbey'sche Amadis wirklich nur eine mif'telmiissige Uebersetzung? -

213

Der Beweis dafür glaube ich ist erbracht. Wir konnen ihn,
kurz wiederholend, dahin zusammenfassen, dass dem Uebersetzer die Absicht, die Vorzüge des Werkes ais Roman an sich
(the intrinsic merit) und ais Zeitgernalde (as a faithful representation
of 11101mers and 111-0ralif)~ beizubehalten, nur halb gelungen ist.
Der Gehalt des Werkes an Gefühlspoesie ist verflogen, wie der
Duft an der welken Rose, wie der Hauch der Jugend auf den
Wangen des Greises. Geblieben ist der Charakter des roman
d'aventur~, und nicht einrnal dieser vollstandig, denn süsse
Fr_auenmmne gehort zum echten Ritter so gut wie der Karnpf
mit Menschen und Drachen, wie die Abenteuer mit Feen,
Riesen und Zauberern.

••
Es ble_ib_en, nach~em dass innere Verbaltnis der Nachbildung
zum Ongmal auf d1eses Weise festgestellt ist, noch einige Veranderungen mehr iiusserlicber Art vorzuführen, die Southey
vornahm, um den Umfang des Werkes einigermassen zu reduzieren. Er vermeinte, den Foliauten auf etwa die Halfte seines
Inhalts herabgedrückt zu haben, wie er an der bereits früher
herangezogenen Stelle seines Vorwortes sagt. Davon kann natürlich nicht im entferntesten die Rede sein. Schon auf rein mechanischem Wege kommt man zu dem Ergebnis, dass die Verkürzung nicht vie! mehr ais etwa ein Viertel des Ganzen betraoen
kann. Hiezu vergleiche man noch den Umfang der im Folgenden
naher zu charakterïsierenden direkten rreichungen, und man
Wird sich ein annahernd deutliches Bild von dem ausseren Verhaltnis der beiden Texte zu einander machen konnen.
Prinzipiell wegglassen hat Southey nur die von dem Spanier
gelegentlich eingeflocbtenen moralisierenden Reflexionen. Es
sind dies eine Admonestaci6u an aile Kônige und Machtbaber
nicht hinterlistig, grausam und ungerecht zu sein, wie der schur~

�ROBERT
214

OUTIIEY

.'D SPANIE,•

215

LUl&gt;\\'IG PFA. 'DL

kische Abis1::os (Orig. 102 • outh · I, 2-fO), ine weir1::re des
lobalts, nicht so unbed;tcht zu ein, wie Kônig Li uarte ( rig. 81,
outhc, l, 192), cine fü:trachmng üb r di
nbcstündigkeit des
men. hlichen Glückes (Orig. . II r,
uthe I, 262) eint::
Epistcl üb r die schlimmeo Ratgeber der Kêioigc (Orig. . 167,
:outhcy II, ro5) und cin erglcich der ho en \Veit mit einem
verworfeoen Wcibc (Orig. . 209, Southey II, 221). ie sind im
Durch ·chnitt nicht übermas ig Jang und ihre m.:ichung kam
inn rlich wie ausscrlich dem Werkc nur zu Gute. rn volbtündig
zu s in, mü en wir unter dieser Rubrik auch œrmerkcn, da s
' uthey im allgemein n auch die Ten&lt;lcnz ,·erfolgt, au fuhrlich
Gesprltchc, die Jas spanische Original besonders liebt, 1m ·eder
erheblich zu kürzen, oJer gleich ,,ôllig wegzulassen und dann durch
cincn odcr zwei erzahlende Haupc atze zu cr etzen. Eigene Bdcgc
dafü.r anzug&lt;.:ben wünk un hier zu weit vom gcraden \ ege
abfilhr n und, wie ich für hte, &lt;las Interess des Lesers niche in
besonderem Grade erre en.
vie! üb r die rein au erlichen Kürzungen des eoglischen
Textes. Zum Be chlusse. ei es nun nocb gestattet, auf ein p:iar
pr:ichlicbe V r hen d s cbersctzers hinzuweiscn.
Amadis wird bt:kanntlich mit I2 Jahren der um weniges
jüngcrcn Oriana ais Edelknabe beigegcbcn : el serl.'ia anle la
Reina ... mas d1•sq111: alll fué Oriana, diole ln Reina al ])011z.el del Mar
q11e la sirl.'iese ... ( rig. . 10). ach zwei Jahren will Amadis zum
Rittcr ge chlaaeh werden, und riana bitrct auf sein Drilngen
den Konig Perion, er môgc den Rittcr chlag an ihm rnllzichen;
ie tut es mit den Worten : " ... fawlme ese mi do11cel caballcro ".
( . l2 ) . Hier leistèt sich Southey die sinn tôrende Ueb rseczung :
" mal·e tbis my Gmtle1111m k,ii"bt" (I, 33). Zu d~m Worte Gmlle111,111 gibt er sodann die nicht min&lt;ler ab ondcrliche Anmerkung :
A11 awl·ward u;ord, 11111 "mi dorrrl '' ca1111ot here be rend red otber·wise. un ist c einc cosa f11era de litigio, da s dMctl im Amadisroman n&lt;.:ben einer ursprünglichen Bcdeutung "Knabe,

Juocre" auch bercits Jie cbenbedeutung yon " E&lt;lelknab&lt;.:,
Page" angenomm n hat; Jru; geht, abgcseh n rnn zahlreichcn
andercn tdlen, schon :ms der oben ang führten Acusserung
über clic erfügunc, der Kooigin hervor 1 • Unbeareiflich ist s
nun, warum outhey nicht auf die inzig mô liche Uebersetzung
des \Vort durch das englische page verfiel: wohl nur deshalb,
wcil er sich über die Bezcichnuog donz.el nicht r cht klar war und
mchr dahinrer suchte, al wirklicb in ihr steckte.
Ein anderer Fall i t der folgende 1 : Apolidon, Beherrscher d r
Insula firma und wohlbe, ·andert in Zaub rkünsœn ail r Art bat
'
folgendes Mittcl ersonoen, wahre Liebc von falscher zu unt tscheiden. Einen halben Bog n chu s \'Or J.em Tore ines Lusrgarten st llte er eine ei eroc '"ule (zm padrôn de fierro) auf, über dem
Torbogcn aber eine kupferne tatue mir eiucr Tromp te. Sob;ild
mm jemand, Ritter oder Dame, der chon cinmal in der Liche
untreu gewesen war, den Raum zwischen iiule und Tor bctrat, mit ander n Worten : an der :iule vorbeipassierte,
so blies der erzerne Trompeter aus seinem challrohr Rauch und
Flammen und die huldigen fielen wie tot zur Erde. Wenn aber
Licbende von unbefleckt r Treue den Zauberboden betraten., o
liess di&lt;.: Trompete süssen Wohllaut erklingen. Auch Amadis und
Oriana sollen dereiost di se Feuerprobe ihrer Liebe ablegt.:n und
glanzend bestehen. us diesem Grunde ist die ausführlich B schrcibung des gaozen Zauberapparates im Roman gerechtfcrtigt.
Auch outhey hat sie unvcrkürzt übernommen, jedoch dt:n
Schauplatz durch falschc Auffassung eines Wortes wescntlich
entstdlt. Die betretfendc telle : é fiz.o im padr(m de fierro de ci11ro

t. lm 1 cuspanbchcn i t die zwe.itc Bedcutung mchr und mchr vcmltet und
Jurch p,,je crseut wordco; die Hauptbcdcutung von d,, ncd i!;t hcutc n ch
übercinstimmendcr .\u ~:ige der grôss.:ro.:n spanischcn Wôrterhücbcr el q111
110 b,, co11o,;iJo 11111jer, al50 d3.s mànnlichc eg n tück zu "Jungfrau " und cin
Bcgriff, für den Jcm ·luütJ.:utschcn einc pràgoante Bczeiçhnung fchlt.
2. Orig. . 107, outhey I, 252.

�216

LUDWIG PFANDL

codas en alto a ttn 111edio trecho de ballesta e11 un campo grande que
ende era, lautet bei ihm folgendermassen : and about the distance of
half a cross-bow-shot he made a perron of iron. Der Irrtum liegt
in der falschen Auffassung des Wortes padr6n (Saule, Markstein), das von Southey für identisch mit dem franzosisch-englischen perron (Freitreppe, Terrasse) gehalten wurde '; das
Hohenmass cinco codosen alto sucht ermitseiner Version dergestalt
in Einklang zu bringen, dass er in einer Anmerkung beifügt, man
müsse dabei an " einen Fttssboden und eine Bedachung" I denken.
Sobald natürlich an Stelle des Marksteins (padr6n) irgend eine
Art Plattform mit oder ohne Treppe (perron) tritt, ist der Schauplatz der so gewichtigen Liebesprobe nicht nur dem Original
gegenüber total verandert, sondern auch absonderlich entstellt und
in seinen Einzelheiten unklar geworden.
Zum Schluss noch einen Verstoss rein grammatischer Art• :
Ais Konig Perion nach dem Liebeserlebnis mit Elisena wieder
in die Heimat zurückgekehrt ist, lasst er sich von weisen Mannern
einen Traum auslegen, den er in der Zwischenzeit gehabt hat.
Einer der Traumdeuter, der mit den ihm vorgelegten Fragen
nichts rechtes zu beginnen weiss, dreht und wendet sich in
nichtssagender Wort- und Spiegelfechterei. Wie er fertig ist,
lachelt der Kônig, " denn es kommt ihm so vor, ais ob der
andere so vie! wie nichts vorgebracht hatte ", (que le pareci6 que 110
habia dicho nada). Bei Southey wird daraus just &lt;las Gegenteil :
Hearing this the King srniled a little, for it seemed he had said something, nach dem Prinzip :_ duplex negatio (=no ... nada) est affirmatio ( = something). Ich mochte nun nicht zu behaupten wagen,

1. Spanisch paddm geht zurück auf lateinisch patronu111; der Bedeutungswandel ist ziemlich einfach: Schutzherr, Vorbild, Modell, Abbild, Denksiiule
(dies noch die moderne Bedeutung), Saule überhaupt; vgl. Scheler, Dict.
sub verbo. Franzôsisch-eoglisch perron kommt vom latcinischen petro11e111 (zu

petra).
2.

Orig. S. 6, Southey, I, 14.

ROBERT SOUTHEY UND SPANJEN

217

unserem Dichter seien die Elemente der spanischen Formenlehre
in einem Masse fremd gewesen, dass er nicht einmal die gewohnliche, dem franzosischen ne ... rien analoge Form der Verneinung gekannt habe, so sehrder Anscheindafürspricht'. Vielleicht
darf man vielmehr diesen groben Schnitzer ganz auf Rechnung_
der Flüchtigkeit setzen, mit der, wie wir schon früher sahen,
die Amadisübersetzung zu Wege kam. Dafür spricht schliesslich
auch eine logische Erwagung, die ich nicht unterdrücken mochte :
Wenn Southey nicht mechanisch über diese Stelle hinweggeglitten ware, sondern auch den Inhalt derselben überdacht hatte,
so hatte er unvermeidlich aus der konfusen Antwort des Traumdeuters sehen müssen, dass er tatsachlich nothing, nicht aber
something, vorgebracht hatte.
Das sind die wenigen Versehen sprachlicher Art, die der Southey'sche Amadis meines Wissens aufzuweisen hat. Sie schmalern,
wenn man etwa von dem zweiten der drei angeführten Falle
absieht, Wert und Wirkung der ungeheuren Arbeit kaum in
besonderer Weise. Diesem Zwecke sollen sie auch hier nicht dienen. Wohl aber werden sie dazu beitragen, bei spateren Zusammenfassungen einigermassen sichere Schlüsse auf den Grad von
Southey's spanischen Sprachkentnissen zu ermôglichen.
*
**

Damit soli unsere Amadis-Untersuchung zu Ende sein. Zur
Vollendung des Bildes, das sie uns von Southey als Uebersetzer
aus dem Spanischen entwarf, fehlt nun nur noch das Chronicle
of the Cid, da Palmerin, der nur die Ueberarbeitung einer alteren englischen Version ist, Uebersetzungsarbeit von untergeordneter Bedeutung ist.
t. Southey kommt der Ausdruck selbst oicht ganz geheuer vor und er gibt
ihm, gleichsam zur Rechtfertigung, in einer Aomerkung die Originalversion
110 habia dicbo 11ada, indes ohoe jeglichen Kommentar bci.

�218

LUDWIG PFANDL

CHRONJCLE OF THE Cm.

Nie erscholl cin Ruhm gerechter,
Grosser nie als Don Rod1·igo's :
Demi fü11/ Kà11ige der Ma11re11,
Ma11re11 aus der Moreria,
Waren ihm Gefa11ge11e.
(Herder).

Die Gestalt des Cid ist auch in ausserspanischen Llndern dem
grossen Kreise der Gebildeten langst vertraut, zumal dort, wo
sie so beredte Interpreten ihres Ruhmes gewonnen, wie Johann
Gottfried von Herder und Pierre Corneille. Und &lt;loch steht der
Nachruhm, den der Held über die Grenzen seines Vaterlandes
hinaus gefunden, in gar keinem. Verhaltnis zu dem, was er
seinen eigenen Landsleuten von jeher gewesen ist.
Das ist nicht etwa ein Spiel des Zufalls in der Weltgeschichte;
es Jiegt tief begründet in der historischen Entwicklung Spaniens
und irn Charakter seines Volkes. Bei keiner Nation ist in gleichem
Masse in den Kindheitsperioden ihrer Geschichtschreibung so
üppig wuchernde Volksfantasie neben so magerer und trockener
Chronikenführung einher gegangen, wie in Spanien. Wohin
aber das nüchterne Liche gleichzeitiger Geschichtschreibung
nicht drang, da schlug die geschaftige Sage um so üppiger ihre
Ranken um Menschen und Ereignisse. Dazu kam als Wirkung
des abenteuerlichen, ritterlichen und hochgemuten Sinnes der
Spanier, den ihnen die Kampfe der Reconquista im Laufe der
Jahrhunderte anerzogen hatten, dass ihnen die im unsicberen
Lichte fantastischer Ueberlieft:rung erscheinende H,eldengestalt
zu einer Art parangon de vertus wurde, den sie in nationaler

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

219

Selbstbewunderung mit allen edlen und heroischen Zügen des
eigeuen Volkscharakters ausstatteten.
Was uns heute noch zu Handen ist zur Neubelebung der Figur
des spanischen Nationalhelden, scheidet sich in einen historischen und einen poetischen Teil, wobei sich die Grenzlinie
twischen beiden zuweilen stark verwischt '.
Seine politische Geschichte erzahlen uus dürre lateinische
Chroniken und Annalen einerseits, parteilich gefarbte arabische
Schilderungen andrerseits. Die Annales Co111postellani, &lt;las Chronicou B11rge11se, die Annales Toletani 2, das Chro11iron Maxentii 3
und die Chroniken der beiden ehrwürdigen Historiografen Lucas
Tudensis und Rodericus Toletanus 1 erganzen sich mit den
Berichten der Al-Makkari, Jbn-Bassâm, Jbn al-Abbâr, des Kitâb
al-ictifâ s und anderer mehr. Hiezu kommt ais wichtigstes und
heu te in seiner Authentizitat kaum mehr bezweifeltes Dokument
die von Risco erst Ende des 18. Jahrhunderts aufge1undene
Geschichte der Gest a Ruderici Campidocti 6 •
r. Die Cidliteratur (geschichtliche und poetische, und zwar a) Quellen,
b) dichtcrische Bearbeitungeo, c) Forschungen) ist bei ihrem internationalen
Charakter und bei &lt;lem Mange! grôsserer Vorarbeiten eines der beschwerlichsten ;ber auch ergiebigsten Arbeitsgebiete. Selton wird man den
Mange! einer gründlichen Bîbliografic so sehr zu fOhleu bekon1men, wie
gcrade hier. Eine seiche wiire sehr zum Segen der Untersuchungen über
verglcichcnde Literaturgeschichte, besonders der mehr und mehr in Schwung
kommenden Monografien über die verschie&lt;lenen dichterischen Bearbcitungcn
des Cidstoffes.
2. Alle enthalten in dem bekannten Sammelwerk Espaiia sagrnda.
3. Gedruckt in Labbaei Nova Bibliotbera Libror. Mss. II, 216.
4. Beide u. a. in Schott's Hisp11nia illustrata.
5. Uebersetzt in den Werken : Gayangos, History of tbe Moha111111edan

Dynasties in Spain. Dozy, Scriptorum. Arabum loci de Abadidis. Dozy, Le Cid
d'(lprès de nouveaux dornments.
6. Zum erstenmale verôffentlicht in Risco's Buch : La Castilla y el mâs
fmnoso Castellano, Madrid, 1792. Teilweise wieder abgcdruckt bei Huber,
Chro11icc1 del Cid, vollstandig bei Malo de Molina, Rodrigo el Compeailor,
Madrid 1857, bei Cavanilles, Historia de Estaf'ia, Band 2, Madrid 1861, ncucrdings ediert von Foulché-Delbosc in der Revue hispanique, Band 21 (1909).

�ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

220

221

LUDWIG PFANDL

Halb auf historischem Grunde stehend, halb Produkte fantastischer Ueberlieferung, und so die Brücke schlagend zwischen
den rein geschichtlichen und den poetischen Quellen der Cidbiografie, treten uns die spanischen Chroniken entgegen . In das
Dunkel ihrer verworrenen Entwicklungsgeschichte hat erst vor
kurzem der geniale Ram6n Menéndez Pidal klares Licht gebracht,
und ein kurzer Blick auf die von ihm gewonnenen Ergebnisse •
ist für &lt;las Verstandnis des Folgenden unerlasslich. Das Verhaltnis
ist, soweit es hier in Betracht kommt, folgendes :
·

Cr6nica General ( A)
1
1

1

1

Cr6nica de 1344 (Br)

Abreviacion perdida (B 2)
1

1

1

Cr6n. gen. de Ocampo, I 541 (C 2)

Cr6nica de los 20 Reyes ( C J)

Cr(mica de Castiila (Cr)
1

Cr6nica del Cid (Dr)
Davon stellt A - (die Bucbstabenbezeichnung ist lediglich
hier der Kürze halber eingefohrt) - die vorerst als alteste geltende Version des grossen Geschichtswerkes des Konigs Alfonso
dar. Sie liegt den beiden folgenden Versionen Br und B2 zu
Grun de. Erstere nennt Pidal Cr6nica de I J 44, weil sie laut Colophon am 2 I. Januar I 344 beendigt wurde, letztere Abreviaci6n
perdida, weil er ihre Existenz lediglich aus den ihr extrahierten
Ablegern (Cr, C2, C3) erschlossen bat, wahrend sie selbst
bislang noch nicht zum Vorschein gekommen ist. Die Cr6nica

r. ln Betracht kommen dafür in erster Linie die beiden Hauptwerke
desselben, La Leyenda de los Infa11tes de Lara (Madrid 1896) und Las C1·611ic11s genentles de Espa.iia (Madrid 1898).

de Castilla. (Ci) ihrerseits ist die Quelle der von Southey übersetzten Cr6nica del Cid (Dr). Für uns ist damit die Genealogie
dieser Chroniken zu Ende, obschon sich dieselbe auch von Cr
und C2 aus noch vielfach verastelt und fortsetzt.
Von Dr erschien die erste Ausgabe im Jahre r512 zu Burgos,
veranstaltet von Juan de Vellorado, dem Abte des Klosters San
Pedro de Cardena, nach &lt;lem dortselbst befindliche □ Manuskript,
unter dem Tite! Cr6nica del fa11wso e invencible cavallero Cid Ru)'-

diez. Campeador'.
Die rein poetischen Grundlagen des Cidstolfes sind in erster
Linie das ehrWÜrdige Poema del Cid und die Romanzen, dann
noch kleinere Fragmente, wie das sogenannte Carmen latinum
und die Cr6nica rimada . Das Poema schildert Leben und Taten
des Helden rnn seiner Verbannung an bis in die Zeit kurz vor
seinem Tode. Es ist in einer einzigen Handschrift erhalten, die
:rn Anfang und etwa in der Mitte mehrerer Blatter beraubt ist.
Die Zahl der erhaltenen Verse betragt 373 5 und würde mit
Einrechnung der fehlenden etwa 4000 umfassen. Bekannt ist der
Streit um den Verfasser und das Jahr der Abfassung der
Handschrift, die beide in den Schlussversen angegeben zu sein
schienen. Dieselben lauten : Per Abbat le escrivio en el nies de
maya En era de mil e CC.. XLV aiîos, mit deutlich erkennbarer
Rasur an der durch die Punkte angedeuteten Stelle. T. A. San-

r. Weitere Ausgaben, Medina del Campo 15 52, Burgos r l93 und mehrere,
die letzte von V. A. Huber, Stuttgart 1844 und 1853•. Der Vollstandigkeit
halber muss hier auch einer andereo Cidchronik gedacht werden, der Suma ae
las Cos,lS 111amvillosas, dereo erste Ausgabe bis auf das Jabr 1498 zurückgeht.
lilre Herkunft und ihr Verhaltnis zur Cronica del Cid sind bis jetzt noçh nicht
des genaueren festgestellt, und hier ist natürlich auch nkht der Platz,
Ansichten und Vermutungen darüber zu iiussem oder zu begründen, zumal
Southey dieselbe nicht eiomal gekanot, geschweige denn benützt har. Einen
Neudruck ihrer Erstausgabe, deren einziges noch bekannte Exemplar die
Wiener Hofbiblîothek besirzt, hat Foulché-Delbosc in Band 20 der Revue
hispanique veranstaltet.

�LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

chez, der erste Herausgeber des Gedichtes (: 779 ), vermutete
folgendes : &lt;c Per Abbat war nicht der Verfasser, sondern der
Abschreiber, da zu jener Zeit escribir für copiar gebraucbt wurde.
Das radierte dritte C, wenn es ein solcbes gewesen war, bat der
Schreiber selbst getilgt, nachdem er es zuvor aus Versehen oder
in der Eile überflüssig hingesetzt batte, oder aber er hatte die
Partikel e ( = und) zwischen die Hunderter und Zehner geschrieben,
dann aber als unnotig wieder wegradiert; schliesslich konnte
auch irgend ein Liebhaber, um &lt;lem Kodex ein moglichst hobes
Alter zu geben, sptàer einmal &lt;las dritte C ausgemerzt haben . »
- So wie sie dasteht lautet die Zahl 1245, was &lt;lem Jahr 1207
der christlichen Aera entspracbe. Ich führe diese Details deshalb
hier an, weil sie auch Southey, der die Ausgabe von Sanchez
benützte, bekannt waren. Seit Monaci in seinen Facsimili di
antichi 111anoscritti die Handschrift abgebildet hat, besteht kein
Zweifel mebr, dass dieselbe &lt;lem r4. Jahrhundert angebërt und
das dritte C somit zu Recht besteht. Für die einzelnen Phase.n
der Kontroverse muss ich mich begnügen, auf die einscbtigige
Literatur' zu verweisen.
Soviel über die Cidquellen 2 • Die historisch - kritische Literatur über denselben knüpft sich an folgende amen. Der alteste
Speziafoiograf des Cid ist der Portugiese Pereyra Bayarn 3 • Sein
Werk blieb indes fast unbekannt und kaum beachtet, und ist
auch bibliografisch zur Raritat geworden. Mit Risco 4 erst beginnt

( r 792) die Reihe der bekannten und vielbenützten Cidmonografien. Gestützt auf die von ihm entdeckte und im Anhang
seines Buches zum erstenmale verôffentüchte lateinische Cidgeschichte gibt er an der Hand und un ter Kritik der übrigen Quellen eine ausführliche Schilderung von Leben und Taten des Ci.cl
und von den Ereignissen seiner Zeit. Ihm folgt Masdeu ', der
einen eigenen Band seiner umfangreichen Geschichte Spaniens
damit füllt, die Cidquellen, besonders die von Risco entdecktc,
teils zu widerlegen, teils als Falschungen nachzu weisen, und der
auf diesem Wege zu dem verblüflenden Ergebnis kommt, der
Cid habe überhaupt nicht existiert. Zur selben Zeit und
unabhangig von ihm bemühte sich der erste deutsche Cidforscber,
Johannes Müller, seinem Volke eine Biografie des durch Herder
kurz vorher berühmt gewordenen spanischen Nationalhelden
" nach den Quellen " zu geben •. Mit ihm ist denn auch die
Reihe der for Southey und seine Cidübersetzung in Frage kommenden Monografien zu Ende.
Nun erhebt sicb fur uns die Frage, wie sich Southey zur
Cidliteratur verhalt, welche von den zu seiner Zeit bereits erschienenen Texten und Abhandlungen er kannte, in welchem
Umfange und in welchen Ausgaben er sie kennen lcrnte, wie
weit er in die Probleme des Cidstoffes eindrang und dergleichen
mehr.
Die Entstehungsgesch.ichte des Southey'scben Cid haben wir
bereits kennen gelernt. Es wird deshalb genügen, sie hier in ein
paar Worten zu resümieren. Der Dichter war durch seine Studien zur altspaniscben Geschichte mit Leben und Taten des
Helden vertraut geworden und gedachte ihm in seiner grossen
Geschichte von Portugal ein eigenes Kapitel zu widmen, in dem
er an der Hand der Chroniken und Erlauterungswerke die

222

1 • Mila y Fontanals, La poesia beroico-popular ca.stellana. Dozy, Le Cid.
Cornu in Roma11ia IX, X, XIII. Vollmoller in Gott. Gel. Anz.. 1882, I, 509.
Nyrop in Romania XVIIJ. Menéndez Pidal, Cantar, I, 1-134.
.
2. Die Cidromanzen, die ja cbenfalls zu den Cidquellen gehôren, smd von
Southey in so geringcn Umfange heraogezogen worden, dass sie hier at'.sgeschaltet werden dürfcn. W as über Southcy's Stcllung zu den Romanzen 1m
allgemeinen zu sagen ist, kommt an geeignerer Stelle noch zur Besprechung.

3. histrJri11 verdadeira do famosisimo Heroe e invencible Ctivalheiro Hisp.mbol
Rodrigo Diaz de Bivar, etc. Lisboa 17J..1.
4. La Castilla y el nuis ja.moso Castelltr110. Madrid 1792.

I.

Espiuia Restaunulora (Band

20

der Historia critica de Espaiia, Madrid

I80J.
2.

223

Der Cid. Nach den Quet/en. 1805.

�gescbichtlichen Ereignisse und kulturellen Mornente um das
" Leben des Cid " gruppiert batte. Durch die Colecciôn de Poesfas
Castellanas des Tomas Antonio Sanchez auf das Poema del Cid
und dessen kulturhistorischen Wert aufmerksarn geworden,
entschloss er sich, den Cidstoff selbstandig zu behandelu und
zwar in Form einer durch Heranziehung des Poerna, der Romanzen und verschiedener Geschichtswerke erweiterten und lebhafter
gestalteten Uebersetzung der Crônica del Cid.
Dabei ergibt sich folgendes Bild von Southey's Stellung zur
Cidliteratur. Southey besass ein vollstandiges Exemplar jener
wundervollen für die Kentnis altspanischer Kultur, Geschichte
und° Literatur unentbehrlichen Sammlung, die unter dem Tite!
Espa1îa Sagrada die wichtigsten historischen Texte ver:inigt 1 •
Es waren ihm also ohne weiteres die Annales Toletatu, bezw.
Composte/lani, das Chronicon Burgense und &lt;las_ ~hronicon_ Monachj
Silensis, mit einem Worte, die altesten latem1schen C1dquellen
bekannt und vertraut. Dagegen mussten ihm die arabiscben
Quellenschriften samt und sonders nicht nur inhaltlich, sondern
auch &lt;lem Titel und Verfasser nach unbekannt bleiben, da die
Uebersetzungeo der arabischen Cidtexte erst mit Gayangos und
Dozy, also um die Mitte des 19. Jahrhunderts begannen, S:outhey
selbst aber, wie man weiss, des Arabischen nicht kund1g war.
Was im lnteresse seiner Cidübertragung sicherlich zu bedauern
ist. Wahrend namlich mit den sparlichen Cidnachrichten der
aenannten lateinischen Quellen nicht viel anzufangen war, batte
Southey zweifellos durch das Mittel von Werken, wie Gayangos

1 • Espaiia Sagrada. Teatro grtijico-bistorico de la_ Iglesia de Esp~ti a. Orige11,
di'l,isiones y limites de todas sw provi11cias, anttguedad, traslac1011es y esta.do
antiguo y prese11te de sus sillas, con viirias disertacio11es crit~cas .. Por los Padres
Florez., Risco, Mr!rino y Canal. Mad rid 1754 bis 18?9· 5I Ban~e~n-4• .. Genauer?e~
über den Inhalt des \Verkes fin det man bei Hidalgo, Dimo11ario Ill, 8_ ,
Whitney, Catalogue r40 ; Coltccio11 de dowmeu los i11i'd. para la liist. de Es).

Bd.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

LUDWIG PFANDL

224

22.

225

History of the Mohammedan Drnasties in Spain eine Fülle von
cbarakteristischen Einzelheiten aus den breiten, fantasievollen
arabischen Schilderungen geschopft. In einem eigenartigen,
ebenfalls nur bedauerlichen Verhaltnisse stand Southey zu den
von Risco entdeckten und publizierten lateinischen Gesta Ruderici Campidocti : er wusste aus Risco's Zitaten und Anspielungen
(in der E:ipatîasagrada) nur, dass dieser irgendwo eine lateiniscbe
Geschichte des Cid veroffentl icht hatte, konnte sich jedoch nicht
darüber klar werden, ob es ein von Risco aufgefundenes Originaldokument, oder eine von ihm verfasste Abhandlung sei '.
Southey's Kentnis der altspanischen Chronikenliteratur war
eine für seine Zeit ziemlich umfassende, so bescheiden ~ie naturgemass aussehen müsste, sobald man ihr den Masstab der wahrend
eines Jahrhunderts gewonnenen Forschungsergebnisse anlegen
wollte. Er besass die Ausgabe der Crônica !{eiteral von ValJadolid
1604, und legte sich aus Ocarnpo's Vorrede dazu, aus Werken
wie Berganza und Zurita für seine Cid-Einleitung eine allgernein
beschreibende Charakteristik derselben zurecht, die in wenigen
Satzen alles brachte, was man eben damais über die Autorschaft
der Chronik, ihre verschiedentliche Drucklegung und ihre Behandlung durch Ocampo zu sagen wusste. Aehnlicl1 hielt er es
mit der Cr6nica del Cid, Yon der er nur die unifanglicher_e (von
uns mit Dr bezeicbnete) Version kannte, wahrend ihm die Su111a
de las cosas maravillosas wie gesagt überhaupt unbekannt blieb.
Von Dr lag ihm der Druck von Burgos I 593 vor, den er irrtümlich für die zweite Autlage hielt, wiihrend er die tatsachliche
zweite vom Jahre r 552 ais die Originalausgabe bezeichnet. Der
lrrtum stammt aus Sanchez, dessen Einleitung zum Cidgedicht
für Southey eine Hauptquelle der Information in diesen Dingen
war. Beiden, Sanchez sowobl wie Southey war das i. J. I 512 zu
Burgos erschienene Original entgangen. Hier, wie schon bei de.r

r. Sel. Il, 71.
RE VUE HISPA NIQCE.

C

�226

LUDWIG PFA. DL

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ut 11ey abern1a) die ,, j· scnswertesten
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und fügte sic seinen orworte 1,n.
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Das C1dge ic t se s ... C l .. d "'"'sr'as castella11as a11/eriotalteten O t'CCIOII l' rv•
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17ï9
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damais ü cr as oc . , d 1, F ndaciones de San Be11ita und
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ernes ntten, • .'
h Soweit bat Southe • 1c us\Veise zu interpreuertn vers~~ t,~·, . se1·n Vorwort zum Cid
, 1 • fast wort 1c 1 111
führungcn anc 1ez s
T
des Poema elbst las er ebt!nfalls
hcrübergenommen. Den ext
. d Cidübertngung bcgann ( J 8o6) gab es nur
• · Zur Zeit wo Southey mit cr
.
. o 1 anchez nlmlich die von
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b ., . p 11111 :1usscr 1cncr v 1
nod1 eim. Ausg;i c ue oe . '
. • doch Southey vôllig unbck~nnt '-'~r,
G• I'-, • hubert 1804. Dass dic.)elbe
JC, ds crwa-h nt was aanz
w1dcr sc111c
•
·
n•
1
geht daraus hervor, d':'s cr s1e mr~~~virklich ck~nnt hltle.
lb t wi.:1111
Gcwohnhcit gcwc ·en ware, falls cr sic ~g kônnte Jas nichts an der
·e ihm aber nebcn S.inchez vorgelc?en \~arc, d. P·"'ma und über.da. ·lbe
s1
.
e Kcnm1s von cm .,..
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Tatsachc ândcro dass eme gaw. •rt druckt cbcnfall nur :ib, was ihm e1
von Sânchez M::immt, dcnn Schubc '
Poe1m1 dt! Cid im L1ufo des t9.
" ' ' . sch d:1 lnrcressc :im
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1 •t •o
jcncm vorlag. " ic ra .
. ~ be ten die Li u: der von thm vc:r:insta 1" "
Jahrhundcru 7.llOahm, Jas zc1gt ~m ,. .... Bo• J iw,,, l) (Anonym), Bar., h ,. , - 2) Schuvc,. 1 -,, =7
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P -. i"·8
Ausgabcn : 1) anc cz 7 19·
~ . . 8 ~ ) Damas-HmJ.rd, ans 0 &gt; •
cclooa 18➔0- 4) anchcz-Ochoa, l ~ns ' 4H-·115 18-9 8) Hello, Sauti:igo de
"d 86 7) \'ollmoller, a e
1 •
•
_
6) JJ.m:r, Matin '. 1 4.
io) Huntington, • 'cw-\ork 189r 1003
r ·
Chilc 1881. 9) L1dfom Lund t 895.
i i) Mc111:ndcz Ph.lai, Madrid 1898, 1911•.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

227

m

anchez's Buch unJ teilweise in Frere's Uebertrngung.
An Ci&lt;lbiogr:ifien waren, wie wir ahen outhey die Werke
von Pereyra Bayam, ,·on Risco, fasdeu und Müller zur Verfogung gewesen. igentümlicherweise indes bat der Dicbter keine
einzige rnn diesen Ionografien zu Gesichte bekommen. Die
erstc scheint damais schon selren und schwer zuganglich gewesen zu sc:.:in. Von Risco wusste er, wie schon erwiihnt, nur, das
von ihm eio \ erk über den Cid existiere, ohne dass er d ssen
Inhalt gckannt ha.ttc. Die Uot rsuchungen von fasdeu und
Müller aber, die beide r805 erschienen, also eben zur Zeit, wo
sid1 Southey mit der Cidübersetzung beschaftigte, waren damais
noch buchhiindlerisch Novita.ren und konnten Soutbe · bci der
Mangelhaftigkeit und geringen Entwicklung der damaligen periodisch-bibliografischen Berichrerstattun •, wcnn niche durch Zufall,
uom6!!li h schon bekannt geworden sein.
weit a1so nicht die Quellenwerke, sondcrn die hi5torischkritische Litcratur in Betracht kam, holre omhey sein Wi sen
über den Cid und seine Zeit lediglich aus spanischen Geschichtswerken allgemeioen CharJkters. Die Zab! derselben ist inde
Lcgion und es ,vare eioe Arheit ohne Zweck und Erfolg, wollre
man Southey's K ntnisse auf di s m Gebiete an einer endlosen
Rcihe \'On Titdn solcher \Verke messen. Die bekannte ·rcn dersdbcu sind die grundlegen&lt;le Ges hichte paniens von foriana,
&lt;lie Chronik des Morales, die ynopsis des Ferreras, die Altertümer des Berg:mza, daneben einige pezialwerke, ,vie die Gcsd1ichre Kastiliens von Sandoval, und Zurita's Annalen ,·on
Arragon . .\us ibnen schopfte outh y zumeist für Einleitung und
Aomerkungen sein r Uebcrsetzung, wahrend er für Eiozelheiten
ab und zu auch noch cntlegcnere Werkc beranzog. outhe ·'s ertrautheit mit den Quellen und Forschungcn der
Cidg chichte ist, wenn wir rückblickt:11J r ümieren, eine für
seine Zeir und seine Verhâlmisse immerhin noch über das Mitrelmass hinausgchendc. Freilich steht sie an Gründlicbkeit und

�ROBERT SOUTHEY

LUDWIG PFA DL

22

Umfang ganz erheblich zurück im Yergleich zu jener, die er, wie
wir teil schon sahen, teils noch ehen werden, auf dem Gebiete
der Amadis- und Palmerin-Literatur besass. Zu outhey s Zeit
waren eben die an sich mehr historiscben denn poetiscben Probleme des Cid toffe noch lange nicht zu der Reife gediehcn, wie
sie die Fragen der allerorts ,·erbreiteten Ritterromane schon hundert und mehr Jahre früher erreicht hatten. Die zu outhey's
Zeit be tehenden Cidfragen schienen in der rnrhandenen Literatur aufs befriedigendste gelô t, und neue Kontroversen tauchten
erst im L-iufe des 19. Jahrhunderts auf, wo Mnsdeu den gcschichtlichen Cid einer ultraradikalen Revision unterzog, der
vielbcwundertc und vielzitierte Dozy in einer ( wie er t die allcrneueste For chung dargetan hat ') wissenschaftlich reichlich anfechtbaren Weise ein oeucs Cidbild zu schaffco strebte, wahrend
eine Rcihe von gelchrten Romanisten, ais bedeuteod ter untcr
ihneo Ramon 1enéndez Pidal, den Problemen der poetischcn
Cidliteratur mit Erfolg zu Leibe gegangeo sind.
Auf der damit gewonnen n Grundlage outhey'scher Bekanntschaft und \'emautheit mit dem toffe wird die Aufgabe, das
Verhalmis seiner Uebertraguog zu ihren Vorlagen im Einzelncn
fe tzulegen, um so sicherer und einfacher zu lôsen sein.
Zunachst ist darzutun, wie Southey den Stoff der Chronik
b handelt hat, d. h. wo und warum er eioerseits Kürzuogcuvornahm, andrerseits einzelne Abschnitte und Motive aus andcren Qucllen herbeizog. Eine gedraogte InhaJtsangabe der spanischen Chronik ist dabei nicht zu umgeheo, weil sonst die Zusammenhange unklar bleiben und die einzelnen Beispiele haltlos in
der Luft haogen würden. Aus demselben Grunde wird sich darao
eine kurze Darstellung des Verbalmisses von Chronik und Poema,

1.

Vgl. Julio Puyol : El Cùl dt

S. 424-476.

D,&gt;t ''· Rrt•tte bispa11iq11e

Band 23 (1910)

ND

PA. JE

229

die
D teilweise in ihrem. Berichte para li el laufen ,,ansc hl'ies en mussen.
~~ n er _t kann die Behandlung beider Texte durch unseren
D11.:ht~reingehend und übersichtlich daraestellt werden Zu .. l
al o d Cl
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_1ro01 •' t den Grundsrock der outhe\''schen Uebe tragun bilder.
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Der Cid beginnt seine Heldcolaufbaho zur Zeit Kônia Fernand •.
I . der Leon und K ·1·
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as 1I ien vcrc101gte.
Ais dereiost fünf Maurenfürsten mit bewaffoctcr Macla in Ka tilicn eiofielen und das La J 1_ricf R~ri_go de Bi var aile waffenfàhigcn Mânncr zum nKa~;';~
' cs1egte n11t ihnen die Maurcn und nahm die 1~u-of 11 · 1·
efang
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aupt mgc
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sc·n• en. ac c1111gcr Zen lies:, er sic wieder 11rrc·1 , u n d sic
i en amen und nanntco ihn den Cid d . d &gt; H
d Cd x·
• · 1. i:n crrn achdem
i:r ' • m~t!na, die Tochtcr des von ihm im Zweibm~f ctôtetco

:;;c;,

~;;1;~oa~fu1:~~crlangen /ehciratet h:it, zid1t er aus, umg sich in
.
enteucm uhm und Beure zu crwerbco. lm ,\uftta
des Kônigs Fernando misst cr sich mit Martin Go zaJ
d
V. g
0
trctcr Kôni R · ,
ez,
m er.
. ~ ~nm~ s von Arragon, im Zwcikampfe, bcsiegt ihn und
errmgt
Gebieter die Stadt aI3 h orra. Des wencren
.
.
·bda1111t .fur. cmen
.
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Gallizien
eingef.11lencn
M·1uren
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IC SIC 1 gcgcn
i 10 ~erse
1 1 n aus d cm Lande. Er hilft
d,
K •iwôrendcn
.
. Grafen ,·on Kast'l'e
cm ôn~g die Sw~te Lamego und Coimbrn crobern und wird zum
Dank _d~fur zum ~mer geschlageo. Er hilft Fernando fcmer die Tributan pruc e des Kaisers Hc!nrich mit bewaffnctcr Faust zurùckweisen
so Jass sogar der Pnpst Fncden vermiuelt und der v -1·sc
ü k . '
' hd
T
nu r 7.Ur c ·tritt.
d ac . ~m ode Femaodo'swird das Reich unter ine drei
hoc
u~ z_wc1 ôch~er gc~eilr. S!ncho, der iiltestc, sichert sich die Hilfo des
~1d, '.ndem r ihm cine G~afschaft verlciht. Mit sciner Unterstützung
cntrt:tSSt er nun nach emaoder seinen beiden Brüdem J' 'h
~ugefall_cnen Teil~ des Rciches. Ais cr sich auch der Stadt i;a~:~n
es Bes1tzes der alteren Schwester bemàchtigen will fàllt er durch'
M
euchelmo
' blutigen Einzelkàm
~ r d . o·ie Za moraner aber müssen sich in

·r

. . . p en von dem Verdachte, den Mord angestiftet zu h b
re1mgen.
a en,
. Sancho's Bruder Alfon o wird nun Kônig. Der Cid allcin wei ert sich
i~n anzue~~enncn, bis er dreimal schwôrt, bt:i Sancho's Er!ordu '
n:c:t bete1h~t gewcscn zu sein. Alfonso fasst darob grimmigcn
g g n den Cid und harrt nur eincr pass ndcn Gelegeohe·1r . h .
zu • ted·
D
.
.
, 1c semer
i ~o. er C1d cmngt unterdes en im Solde Alfonso's verse ie ene S1ege. Sowie er aber cin Tages iu der Verfolguog der

H:~

/"J

�230

LUDWIG PFA.'OL

:\faurcn zu wcit gcht unJ in da· Gcbict cinL'S Alfonso bcfrcundctcn
H1ïuptlings einfàllt, l.'rgrcift der Kouig die Gclcgcnhl.'it, ihn ~l!incn Zorn
fühlcn 1.u bs en und vcrh.tnnt ihn .1.us dem Rdchc.
Nun zicht der Hcld ins Exil. Von zwei judi chen Mal lem verschafft
cr sich ruersr noch durch Bctrug einc rcichliche ummc Gcldc , dann
übcrgibt er Frau und Tôchtcr dcm 'chutzc eine sichercn Klosœr·
und begibt sich hicrauf, von Scharen treucr Anh:inger bcglcitt:t, aut
maurischcs Gcbiet. Hier crringt er sich durch Eroberung von tadtcn
und Burgcn grosse Reichtümer und schickt dem Kônig, um ihn zu
vcrsohnen, schwerc Geschcnke. Alfonso nirnmt ic an, will jcdoch
vorcrst von cincr Bcgnadiguag des Cid oichts wissen. Erst ais cr ,·on
den f:Ïuren bei irgend incm Anlas. c scbmâhlich hintcrg,mgen wird,
ruft cr den Cid ais Riichcr zu llilfc. Der Cid bcstraft dit: M,turcn,
übcrlicfcn die Hauptschuldigen den Hicden des Kônig und sitzt von
nuo ab fcster deno je in scioer Gunsr.
Hier beginnt der am wcnigstc:n !ntercssc erweckcnde Teil des Chronikenberichtcs namlich cine lange Reihe von I&lt;iimpfen und Kricgszügcn d Cid, der sich schlicsslich die untcr maurischer Herrschaft
stchende Stadt Valencia al Bcsitz crobert. Alles das emwickclt sich
folgcndcrmas. en : Der :\faurenkônig von Toledo, Yahia, war bci den
Bewohnern der tadt dermasscn vcrhas.t, dass die elben den Kônig
Alfon o riefi;n, damit cr ïahia absetzc. Der letzt rc indes machtc dcm
Kôoig den Vorschlag, ihm die Stadt ohne Schwertstreich auszulicfern,
wcnn cr ihm dafür zum Besitz von Valencia verhelfon wolle. Alfonso
ing darauf ein in der Hoffnung, auf dicsc Wcise auch Valencia in
seine Gewalt zu bckommen. Alfonso schickt aun den Grafen R:imon
Berengar von Barcclooa .1.us, Valcnci:i zu bclagcm. Ihm gcdcnkt aber
oun der Cid zurnr1.ukommen und sich Valencia sclbst zu sichcrn. Er
besiegtden Grafen und macht mit dem inzwischcn von den \'alcnciauern aus Furcht ,·or Alfonso zum Gouverneur aagenommeuen
Yahia in Abkommcn, das einem gegcn citigen Bündnisse glcichkommt,
und setzt sich zu Yahia's chutz in Valencia fcst. Die Be"·ohner der
t:tdt ind der ihnen durch Stcucm und bgaben tcuer zu stehcndcn
berhoheit des Cid in B:ilde s:ttt. Sic sch.icken um Abhilfe zu den
Almor,widcn. Die e kommen und erobem die Stadt. Daraulhin
schickt ich der Cid an, die lmoraviden zu vcrtrcit&gt;,m und die St:tdt
erst vôllig in sciocn Besitz zu bekommen. Er erobcrt einigc \'orstadtc von \'alencia UDd droht mit Bclagcrung der eigeotlichc:n . tadt.
Die V:tlenci:mcr bitten um Fricden. Er gewahrt ihn uoter der Bcdingung, dass die Almor:ividcn :ibzichen. Das geschieht. 'acl1 kurzcr

ROBERT SOUTHEY U .'D

PANIE. ·

2 31

Zdt kchrcn . i-c indcs mit \·t:rst.lrktcr • facht 1.Urück, um ich wicdcr in
d~n Bc:itz der tadt zu sctzcn. , ·àchtlicherwcilc aber f.11len • turn1 und
\~ olkeobrüchc ein und ,·errr ibcn die vor der tadt lagcrndcn AJmorav1dcn, bcvor sie ooch cincn .\ngriff wa n koooten. 'un bc!!'innt d
C'd lb
·
·
cr
,1 ~ st w1eder cmen Ring um die tadt iu schlic s n und die
'~r _rad~e zu _plündcm. 'ot an Lebcnsmitteln relit ich cin, da der
C~d JCgh~hc Zufuhr abhiilt. Eia Angriff, den cr auf die tadt macht,
w1rd zuruckgeschlageu, r s lbst rett t . ich mit 1.üh . V rschàrfte
Bclagerungsmassr gela sind die Folgc Javon. un schickcn die Valenc!aner cinen ~ntcrhandler 1.um Cid, der mit ihncn folgcodes t:cbercmkommeo tr1fft : ie dürfen Boten um Ililfe zu den Almoravidcn
~od zum Kônig von Z1rago1.a schickcn. Falls di~e Hilft: aber nicht
m_ncrhalb 14 Tagen cintriffr, soll die tadt dem Cid übcrgcbcn wcrdcn.
Die Boten îan der Cid heimlich ab, nimmt ihoen die reichcn Gesche1~kc, ~ie sic mit sich führen, und damit auch von vornehercin die
M~gl1chken auf Erfolg ihrer Bin u. Tats:ichlich bleibt die erbctene
l!~lf~ aus, un~ der Cid nimmt Besitz von Valencia. Er 1.ieht in die
~001gsburg cm und schaltct und walt t mit parteilicher \\ïllkür gcgcn
d1~ fauren. Der Maurenkônig von &amp;!villa, den die Almoravidi:n zur
\\ 1cdcrcrobertmg Valencias auss odea, wird vom Cid vôllig gcschlacn._ In der tadt sclbst Llsst der Cid einc Z.ihlung ciner chrisdich n
Anhanier veranstaltcn und verbi ten, dass cincr von ihnco ohnc einc
E~laubnis von Valencia weg~oge. Für den zugcwandcrtcn Bi. chof
H11:ronvmu gründet er in der tadt ein Bistum uad überdies zahlrcicbe Kirchcn und Pfamien. Er schickt reiche Gcschcnke an Alfonso
u_nd lisst Frau und Tôchtcr aus dcm J{loster San Pedro de Cardcna zu
s1ch h_~lc.n. _Auch die rw i betrogcnen Juden entschàdigt cr reichlich.
Der Kômg 1st hocherfreut über die Anhilnglichkeit des Cid und besta.tigt ihn im Bcsitze von Valencia. Konig Yuccf von Marocco der
mit einem grossen Heere zur Eroberung Valcncias einherzicht 'wird
vom Cid in blutiger Schlachr vôllig besi gt. Aus der oberr'cichen
Beure geht ein crklccklichcr Anteil al Gcnscheok ru1 Kôoig Alfonso
ab.
Damit beginot ein ncu r, b dcutuagsvoller Abschnitt d r Cidbio&amp;i:afie : seine tragischcn Erlebnisse mit den fofaotcn von Carrion.
D1cse, ngehàrige cines altcn Addsgeschl cl1tc UDd am Hofe Alfono's wcilcnd, hôren bei Gelegcnheit der Ge chcnkc de Cid von
des en grossem Rcichrum und eioer weitrcichendco Macht. ie beschlic~scn ~ahe~, seine bcidcn Tôel11er zu hciratcnund bittco den Kônig
um cmc ' crmmlung. Dies r bringt die Doppclheirat zustande, in der

�232

LUDWIG -PFANDL

Annahme, dem Cid damit eine Ehre zu erweisen. Der Cid selbst ist
nicht sonderlich erbaut von dem Plane; wagt aber dem Kônige
keioen abschlâgigen Bescheid zu geben. So findet denn die Vermiihluog in Valencia mit grossem Aufwande statt. Die b~iden !ungen
Paare bleiben bis auf weiteres in der Stadt wohnen. Die schhmmen
folgen der unseligen Wahl aber lassen nicht l_ange aut sich w~rten.
Eines Tages kornmt ein im Palaste des Cid gehaltener Lowe aus
seinem Kafige los und spaziert geradewegs in_ den grossen S_peisesa~l,
wo der Cid, urngeben von seinen Kavaheren, nach T1sche e1'.1
Schlii.fcheo irn Armstuhl macht. Wahrend sich alle übrigen kamplbere1t
um die Person des Cid scharen, ihn zu schützen, salvieren sich die
zwei Infanteo in zitternder Angst ; der eine verkriecht sich unter den
Sessel des Cid, der andere springt zum Fenster hinaus. Der ob des
Liirms erwachte Cid fasst den Lôwen mit festem Griff an der Miihne
und führt ihn in den Kafig zurück . Die lnfanten aber sind dern allgemeinen Hohn und Spott preisgegebeo. In ihrem ohnrniichtigcn
Aerger darùber beschliessen sie, sich zu ràchen, zumal sie glauben,
der Cid habe das Lôweointermezzo eigens veraostaltet, um sie blosszustellen. Die Tôchter des Cid, ihre Frauen, sollen die unschuldigen
Werkzeuae ihrer Rache werden. Sie bitten den Cid, ihoen zu gestatten ;it ihrl!n Fraueo in die Heimat Zll ihren Eltern ziehen zu
dürfon'. Der Cid gibt ;eine Einwilligung, und beladen mit reicht!n
Geschenken und nach schrncrzlichem Abscbiede von den Eltem
ziehen die beiden Frauen mit ihren Gatten von dannen . Mehrere
Tagreisen von Valencia entfernt, in einer :'7aldlichtung, führen
sodann die Infanteo ihren Plan aus. Nachdem s1e das Gefolge vorausgeschickt haben und mit ihren Frauen all~in sind, en~kleid_en ~ie
dieselben bis auf die Untergewander und m1sshandeln sic mit fücmenschlàaen und Sporeostôsseo so lange, bis die Aermsten ohnmiichtig
zu Boden° sin ken. Daon lassen sie diesel ben für tot liegen und reiten
davoo. Felez Munoz, ein Neffe des Cid, den er im Gefolge mitgesandt
hat kehrt heirnlich um und findet die Fraueo. 1n einem nahcn Dorfe
lass~ man ihnen die erstl! Hilfe angedeihen und bringt sie dann nach
Valencia zu den ob der Untat verzweifelten Eltern.
Hier beginnt der vorletzte grôssere Abschnitt der Cidereigoisse: die
Bestrafung der schurkischen Infanten durch die Cortes von Toledo.
Die Cortesvcrsammlung gestaltet sich ,n ihrem Verlaufe in hohem
Grade drarnatisch . Zùvôrderst verlangt der Cid seine beideo Schwerter,
Colada und Tizon von den Infanteo zurück. Sie geben dieselbeo ohne
Widerredc heraus, im Glauben, es sei dies ihre ganze Strafe. Der Cid

ROBERT SOUTHEY UND SPANJEN

233

ind~s hat seine Forderuogen in wohlberechneter Weise abgestuft. fürs
z,;e11e_ verlaagt er von den lnfanten die Mitgift seiaer Tôchter zurück.
~ie ~1chter sprechen ihm dieselbe zu, und unter grossen Schwiengke1ten bekommen die lnfaoten die nôtige Summe zu Jeihea um
sie &lt;lem Cid zurückzuerstatten. Zuletzt tritt der Cid auch nocl~ mit
seiner letzten und schwersten Forderung hervor: cr verlanet Sühne
für die seioen Tôchtern angetane Bescbimpfung. Er will selb~ Rache
an den Infanten nehmen, &lt;loch der Kônig weist ihn zurecht und
befiehlt, die Verurteilung ordnungsgernass durch die Cortes vollziehen
~u lassen. Di~ Infaoteo, aufgefordert sich 1.u verteidigen, rechtfertigen
1bre Tat damtt, dass sie zur Einsicht gekornmen seien des Cid Tôchter
s~ien_ihnen nicht _ebe~b?rtig g~wesen. Das ist eine ~eue Beleidigung
fur di~sen, und em hitz1ges Hm- und Herstreiten beginnt zwischen
d_er ~1d- und der Infantenpartei. Eio Ritter des Cid gibt &lt;lem Grafen
Garcia, dern grôssten Schreier der Gegner einen FaustschJaa ins
Gesicht. Darob allgemeioer Tumult und wüstes Geràufe. Zornb:bend
springt der Kônig von seinem Thronsessel auf · nur mit Mühe schreit
er die Versammlung zur Ruhe. Nach kurzer Beratung mit den Richtero fiillt er sodano folgenden Entscheid : Drei Paarc sollen im Zweikampf einaoder gegenübertreten, drei Ritter des Cid einerseits und
die beiden Infaoten mit ihrem Onkel Suero Goozalez andre:seits.
Auf ihre Bitten bekommen die Infanten drei \Vochen Rüstezeit zugestanden.
Mittlerweile kommen Boten von den Kônigen von Arraaon und
Nava_rra,_ die des C!d ~ôchter für ihre Prinzen zu Gattinen b;gehren.
~am1t w1rd dem Cid eme schmeichelhafte Genugtuung für das schimpfhc_he Verhalten der Infanten. Zufrieden kehrt er, uoter Zurücklassung
semer drei für die Zweikàmpfe bestimmten Ritter nach Valencia
heirn.
Der Terrnio der Entscheidung ist inzwiscben herangerückt. Unter
Jebhafter Teilnabme vollzieht sich dt:r kurze Kampf. Einer der
Infanten wird schoo beirn ersten Gang aus dem Sattel geworfen und
erklart sich selbst tür besiegt. Der zweite flieht vor &lt;lem ihm drohenden Tode aus den Schranken . Der tapfere Onkel allein erklàrt sich
erst für besiegt, nachdem ihn sein Gegner mit &lt;lem Speere durchbohrt
hat. Die Vertreter des Cid habe 11 die Sache gliiuzend oewonnen die
Infanten werden für ehrlos erkliirt, Waffen und Pferde 0 werden ihnen
abgenommeo und ihre Besitzungen falleu dem Kônige zu. Der Cid
e~1ptà~gt seine heimkehrenden Getreuen mit grossen Ehren und
fe1ert m achttâgigem Feste die Bestrafung der Uebeltater. Nun kommen
0

�L O\\'IG PfANOL

234

ROBERT . 0 THEY V. D SP.\. 'IE.'

'!Uch die Infanten ,·on Arr.igon unJ '':n-arr.1 zur Ho.:hzcit mit den
Tôchtcrn dt:s Cid. Der Bischof llicron~·mus ,·ollzicht die TrJuung
und r.tuscht!ode Fe le folgcn aufcinandi.:r.
D C'd
• ab ri• ·h dem Schlus : e zu. er. 1
Die Cidhiografic dràngt von 111er
ist cin alter .M:mn geworden un d fu hlt sein Lebcn ·cnde n1cht mehr lem.
.h
Eine , 'achts erschcint ihm der hl. Petrus im Traume und s:ig~I •• •;1
seinen nach Umfluss von 30 Tagcn cintretenden ,:~d vor~us. ~ug ~~~
. ach """,
·.Lt d'"s
kommt d1e,
...., Kônig Bucar von 11.UOCCO, hen cr
h
. ul entscheideod gcschlagcn bat, einen ucuen Rac t!zug g:gen
se on ~mnl
un ibt der Tapferc noch seine letzten Befchlc. \\ enn
Valencia_ p an_t.
Hg
I t sollen die Christen von Valencia mit
Bucar mit semem eere na l •
• 1
f dcm
H b d Gu t die Stadt vcrlassen, cinen (de Cid) Le1c rnam au
a un
.
.
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das Heer anPfrrdt! Babicca in ihrer Mine. Die Kncger so en a~n .
la der
reifen
sic
würdcn
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mit
Hilfe
de
hl.
Jacobus
cs1egeuk.
g
'
. .
d Cid sein Volk zus:immcn ommen,
Kirche S:ioct PetnEIJ st ~a:n :r des Abschied an das~elbc, bckennt
richtct \Vorte der rma nuno un
.
d crh:ilt von ibm
d
Bischof Hieronymus ôffentlich seine Sùodeu un . ,
em
.
T d
. cht er oocb cm Te!tameut.
die Absolution. Am Tage emes O es ma
•
· •r und oldatl!n
vcrtcilt scinen reiche~ B~sitz ~n seioe Frapu,d ·em; ~~rden:1 ~gr1bc~
.
d
mao ibn 1m Kloster an t: ro c
.
be nmmt, a s
. •
Hecre vor V Jlcnci:i
oil, und stirbt. Ais Kôuig ~ucar mit semem . • dche des Cid in
kommt, ziehcn die Christcn mit Hab ~nd f,G~\~.::Cod ein Teil der
'hr'r Miuc zur cntgcgeng.::sctztl!n
ite o .
. d'
i c
'
·r in andcrer das Lager Bucars an . cr
llittcr den uszug dec~t, ~rei t e
R'
d die , 'iedcrla e der
hl. Jacobus hilft dabe1 mit 70.000 ittem, un
Mauren ist eioe vollst:ïndige.
der Leichc des Cid
Elfi be"
•
In an Pedro de Cardc1ia angekommeo tut m:111
.
(
·
hl
von
en m un1.1
- ht' ' Klcider an
•tzt s1e au emcu tu
prnc 'bige_ e mit eine~ kô ·tlichen chrcin, der zur Rcchtcn des !tares

~::~s:el ~

wird. Ximeoa bleibt im ~lo_stcr, wo sic vier Jahre nach dem

Tode ihres Gatten glcichfalls da Ze1tJ1chc egnct:
h .· k Gcgen
fâll' s'od die Wunder, die der totc Cid noc :'1'r t.
•
Augeu . i~ t
• .
am Barte zupfeo will, ueht er plot1.eiocn vorw1mgen Juden, der i_hn . d Scb 'de so dass der Jude vor
lich das hwert in Stück we1t aus er
e1 ' f
Cbristcntum
Schrecken halbtot umfàllt und ic~ gleiJc\ ~a:~ :~:eincm Schrein
g
J ' , be
bekehrt , •achdem ~ r der rote Cid 10 a r
· ••
·ch ·
•ase zu vcnar ' D

:::u

n!~~:1 ~~:ralsg:~1;;;s ~:~~h!~~:; ::gin:~~den

erwcsung und

be tattcte iho nun in einc:r Gruft u~ter dc~1 ,\!~ar~'.Onige von . ·avarrJ
86 Jahre nach dcm Tode des C11.l kamcn ic "

235

und Ifa tili.:n in J,rieg mitcinander. SJncho von , a1·arr:i, der ·rcnkd
d1:s Cid, drang in Ktstilien cin unù raubt.:, was 1.u raubcn war, n.11ncntlich l lcerdenvieh. Ais cr c Jll 111 Pedro de- CarJcàa vorbeitrieb, zog
ihm der Abt mit dcm Banner des id und 10 .Monchen entgcgen und
be chwor ibn bcim ndenkcu des Cid, die Beutc zurückzugebcn und
Fricden zu h:1lten. Der Kônig tac es olme Weigerung. Solcherlci Wuoder wirktc der Held noch nach sciucm Todc.
Mit cincr kurzen Schilderung &lt;lu- lctztcn Jahre des Kônigs Alfonso
schliesst die Chronik. , 'achdem Alfonso Toledo gcwonnen hane,
lics cr ich zum Konige von panien crhcben und hiclc glànz1.-ndeo
Hof in diescr Stadt ; den Maurcn aber fügte er auf Krieg- und Beutczügen allenth:1lbcn gros en S.:hadcu zu. Ais sein Ende naine, wt:inrco
in dl!r Kirchc San Isidro de Le6n &lt;lie tcioe der Altarstufcn zum Zeichen der Traucr des ganzcn L:indes. N:1cbdern cr sein Testament
gemacht und die Sakramcote crnpfangcn hatte, s1arb cr cim:s s ligen
Todes.

• **

Da s ein enges Abhangigkeitsverhaltnis zwischcn den Yom Cid
handelnden bschnitten der Alfonsinischen Chronikcn und dcm
Paema del Cid be tand, wusste man ,·on jcher, dcnn die Lektüre
irgend eincr Aus 0 abe der crstercn überzeugtc ohne wcircres
Javon, dass das Cidgcdicht bci ihrer Abfa sung stark benutzt
wordcn "ar. Dass die Yon Velorado ,·eroffendichte Cidchronik
vielfach sogar wôrtlich &lt;las Poema kopierr haoe, darauf wies aucb
bereits T. A. 'nchez hin '. \V eder cr, noch auch outhey natürlich, der cine Kentnisse hierüber ausschliesslich ihm verdankt,
konntt! im tande sein, klares Licht über die Einzelheiten dicses
Vcrhaltnisses zu verbreiten. rst in ncuester Zeir ist das &lt;lem
schon mehrfach erwahnten Menéndez Pidal gelunl)'en 2 • Für
unserc Zwecke hier ist aus seinen Forschungsergeboissen nur der
1. ... me ht C
t.&gt;Tlt:mcido que û autor de la Cr,i11ic11 tim, p1·est11/e d Pr)tma, sig•ti•
lndolt Jnmtualmente en mucha parte de los be,:hos, y muchas ivus copia11tlo las 111is111as expresio11ts y /rases, y 01111 g1111rJa11.lo los mismos aso11,mlts. (fttlrodu,:ciô11).
2. l:ï P~m,1 dt/ Cid)' las Crti11ic,1s gmeraln. R.n•ut hisp.111iq11t 1~, 4J5-469.
C,111/ar I, 12,1-r J.I·

�236

LUUWIG PFA 'DL

eine Urnstand von einigem Intere e, dass zur Abfassung der Cronica del Cid neb o den übrigen Chroniken eine jetzt verlorene
Version des Poema benutzt wurde, die ich von der uns erhaltenen und Southey vorgelegenen Form desselbe1~ nic~t u~~rheblich unterschied ; insoferne namlich, ais s1e eme Jü_ngere
und zwar erweiterte, frasenreichere Version des Ged1chtes
dar tellte.
Inhalrlich, d. h. nach Umfang und erlauf der Erztihlung,
stellt sich das rhaltnis d s uns erhaltenen Poema-Textes zu
dem der Cidchronik folgendermassen dar. Die Chronik zerfallt
innerlicb (ohne &lt;las natürlich eine solche Einteilung i_n den
Drucken derselben ausserlich irgendwie markiert w:irc) 10 folgende Abschnitte ' :
.
.
.
Einleitung
:
Die
J
ugendtaten
des
Cid..
Reg1erung
der
1
Kônige Fernando und ancho. Kap . I b1 74·
.
2 . Hauptteil: Der Cid auf der Hôhe seiner Macht. Regu:rung
des Kônigs Alfonso. Kap. 75 bis 277.
.
a) Die erbannung. Die Kampfe ~m ale~cia.
.
b) Der Cid im Besitze von alenc1a. Aussohnung mit
Alfonso.
c) Das \'erbrechen der Infanten von Carrion und ihre
Bestrafung durch die Cortes.
3. Schluss : Der Ausgang. Kap. 278 bis 297 .. ,
.
a) Te tam nt und Tod des Cid. alenc1a s Sch1cksal.
b) Cid-Wunder.
c Tod Alfonso's.
Die Erzahlung des Poeina hingegcn s tzt mit de~ ~rbannung
d s Cid ein und verlauft parallel mit der Chronik bis zur Be-

•

1. Der Vcrsuch ciner derartigcn Einteilung ist hier zum erstenmale unternommen.

2 37

strafung d r Infanten einschlie slich. ln Wegfall kommt sonach
beim Poema für erste der ganze von uns ais Einleitung
bezeichnete Teil der Chronik, sowie der gesamte bluss. für den
Rest bezw. Hauptteil der Chronik aber ist das Poema nichtetwa,
wie man anzunehmen geneigt ware, ein treu befolgtes orbild,
oder mit anderen Worten die Chronik eine blosse Prosaauflôsung
d r Verse und Rh •thmen des Po ma - nein, das Verbàltnis ist
etwas komplizierter.
Das Poema geht, wenn ich so sagen darf, ruckweise rnr. Es
greifr aus dem ursprünglich mündlich überlieferten Cidstoffe nur
jene Momenre heraus, die ihm für eine dichterisch wirk ame
Behandlung geeignet erscheinen, lasst dagegen Dinge beiscite,
die Jes Zuhorer Interesse in gerinrrerem Grade fe eln kônnten,
oder gardas elbe zu lahmen drohen. Dafür verweilt es mit breiter
Anschaulichkeit nicht nur bei den effektvollen Hôhepunkten der
Haupthandlung, sondcrn gelegentlich auch bei wirksarnen Episodenszenen. Es bescbafriat sich ausschliesslich mit der Pcrson und
den chicksalen des Cid und bande!t ,·on d n gleichzeitigen
Ert:ignissen nur insoweit, ais die elben für die Cidaeschichte
unmittelbar von Bedeutung ind. Die drei Gipfelpunkte sein r
Handlung sind die erbannung de Cid, seine Aussôhoung mit
Alfonso, und seine Erlebnis e mit den Infantcn von Carrion.
Die Sprache ist trotz eingehend r hilderung knapp und straff
gehaltcn, die Per onen sprech n kurz und bündig in direkter
Rcde, Konjunktionalverbindungen und überleiteude atze fehlen
fast ganzlich.
lm Gegensatze dazu srellt die Chronik, \\' nn ich es mit zwei
kurzen \Vorten ausdrücken soli, eine vereinfachtere, in Details
sparsamere, dafür aber aleichmàssigere, behaglich dahinplatschernde Prosaerzahlung des
toffes dar. ic verweilt mit
einfôrmiger Beschaulichkeit ebenso einaehend bei den dramati hcn Hohcpunkren der Handlung, wie bei irgend einer langweiligen Belagerungsschilderung, oder einer genealogi chen
Aufzahlung der achkommenschaft von Kônigen oder ihrer

�238

LUDWIG PFANDL

Kebsweiber. Sie mei.det die direkte Rede eher, ais dass sie sie
sucht, und zeigt bereits die Anfange der in der spateren spanischen
Geschichtschreibung (Morales, Mariana, etc.) bis zur Virtuositat
entwickelten Glatte, Ruhe und Einheitlichkeit der Darstellung.
Umfancr und Charakter der vorliegenden Studie verbieten es
b
.
d
lei-der, Belege für die vorliegenden Ausführungen m geor ne~er,
abschliessender Weise vorzuführen - man müsste sonst eme
bislang noch fehlende Spczialabbandlung hier einz~angen -: ein
paar Belege dürften indes, um von &lt;lem Gesagten emen Begrrff zu
geben, erwünscl1t sein. Ich greife sie aufs Geratewohl aus den
beiden Texten heraus und stelle sie in wortlicher deurscher
Uebertragung ' einander gegenüber.

a) Die Judenepisode.
Cronica, cap. 90 &amp; 91 :
... Hierauf rief der Cid den Martin
Antolinez, seinen Neffep, den Sohn
saines Bruders Fernando Diez, nahm
ihn beiscite und sagte zu ihm : Martin Antolioez, geh oach Burgos uod
rede mit Rachel und Bidas, sie salien
zu mir kommen, - es waren dks
zwei reiche Juden, mit denen er gewôhnJich Geschàfte machte - ich
will sie ein wenigschrôpfen, dcnn ich
brauche etwas, was ich meinen Getreuen s.chenken kano. Uod als Martin Antolinez nach Burgos ging, liess
der Cid drei grosse, mit eisernen Biio-

Poema, V, 80 bis 180:
... Da sprach der Cid, der zur guten Stuode das Schwert umgürtete :
Martin Antolinez, ihr scid ein küboer
Degen ; wenn ich noch am Leben
bin werde ich eureo Sold vcrdoppeln.
All~s Gold und Silbcr hab ich ausgegeben. 1hr seht es wohl, dass ich
keine Schàtze mit mir führe und &lt;loch
wiire das mir nëtig für meine gaoze
Gefolgschaft. Ich wcrde es wider
Willeo tun, freiwillig wùrde ich nichts
bekommen. Mit Eurer Unterstützuag
will ich zwei Kàsten herrichen. Wir
wollen sie mit Sand füllen (sie wer-

r. Die Chronik übersetze ich dabei selbst, w iihrcnd ich für das Cidgedic~t
die jüngst von J. Adam versuchti;!, im allgemcinen brauchbare, wcnn auch m
Einzelheiten oft schwache Uebertragung benùtze.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

dern beschlagene Kisten briogen, jcde
mit drei Schlôssern und so schwer,
dass vier Mânner mit Mühe eine
davon in leerem Zustande heben
konnten, liess sie mit Sand füllen und
oben drauf Gold und Edelstcine legen. Als die Jnden kamen, sagte er
zu ilmen, er habe hier grossen Vorrat an Gold, Perlen uod Edelsteinen,
und, da ibn der Kônig des Landes
verweise, und er rucht soviel mit sich
schleppeo kônne, môchte er sie ersuchen, ihm auf diese Kisten zu borgen, was er brauche, um sich fur
seinen Fortzug ausrüsten zu kônnen.
Die Juden aber \Varen sehr reicb und
vertrautén dem Cid vôllig, da sie
niemals ein Falsch an ihm gefunden
hatten, denn sie machten gegenseitig
reelle Geschiifte. Die Juden oahmen
also die Kistcn des Cid mit der Bedingung, sie auf ein Jahr zu behalten, falls der Cid sie nach dieser Frist
zurückniihme ; weon nicht, sie ôffnen
und sich an dem Hioterlegten für
Kapital und Zinsen schadlos halten
zu dürfen. Und nachdem das Geschiift
abgemacht war, liehen sie ihm
300 Mark in Gold und 300 in Silber,
und machten hierüber ein.schriftliches
Abkomme.o, das sie geuau festlegten.
Hietauf liessen sie ihre Kisten aufla-den und fîlhrten sie nach Burgos ...

2 39

den dann sehr schwer sein), bedeckt
mit gepresste1u Leder und wohl vernagelt, das 'Leder rot und die Nagel
gt1t ' vergoldet. Geht mir schnell zu
Rachel und Vidas. Da man mir in
Burgos den Eiukauf verbot und der
Kônig mir zünn, kann ich meine
Habe nicht mit mir nehmen, denn
sic ist sehr schwer; icb wcrde sie
ihnen verpfünden gegen eine ange
messene Summe. Des Nachts sollen
sie sie fortholen, damit die Christen
es oicht sehen, &lt;loch sehen solls dei:
Schôpfer mit a!Jen seinen Heiligen.
Ich kann nicht anders und tue es
ungcro. Martin Antolinez \'erlor keine
Zeit. Er dtt durch Burgos, trnt in
das Kastell ein, nach R:ichel und
Vidas fragte er schnell. Rachel und
Vidas waren beide beisammcn, beschaftigt mit der Berechnuog der Güt'er, die sie erworben 11atten. Martin
Amolinez k.:m1 heran, wie sichs für
einen verstandigen Mann zicmt, uod
sagte: Wo seid ihr, Rachel und Vidas, meine lieben Freunde? Ich
môchte im gelieimen mit euch sprechen. Sie verliercu keine Zeit, aile
drei traten beiseite : Hache! und Vidas gebt mir eure Bande drauf, dass
ihr mich weder Mauren ·no-ch Christen verratet. Ich werde euch reich
machen fûr immer, dass ihr keiuen
Maogel leiden sollt. Der Campeador
batte es übernomtneu, Tribut zu erheben. Grosse und sehr zahlreiche
Schiitze empfiug er ; vieles behielt er dav-ou zùrück . Deswegc1i ist es soweit gekom1nen, dass er darob angeklagt wurde. Er besitzt zwei Kàsten
voll reinen Gold.:s. Doch kann er sie nicht mit sich führeo, sonsr würdeu sie
bemerkt werden. Der Campeador wird sic in eurcr Hand lassen; borgt ihm
dafür an Gt.!d, was redit und oillig ist. N.ehmt die Kâsten und bringt sie

�LlïD\\'lG PFANOL
ROBERT SOUTHEY UND SPA~lEN

bei cuch in Sicherhcit. Sch,vôrt einen heiligen Eid dar.mf, da~ ihr ~ic nicht
anschaut &lt;las g:inzf' Jahr hindurch. Rachel und Vidas berntschlagtcn sich:
\\ïr brauchcn durcbaus cincn kleim:n Profit; wir wisscn wohl, dass er etwas
gewann, dass cr viel Gut mit fortnahm, ais cr ins Land der Mauren kam.
icht schlaft ohnc Besorguis, wer gemünzte Gut mit sich führt. La st uns
diesc beidca Kàstcn nehruen und sie àn einen Ort brinaen wo sie nicht gesehen werdcn. Aber sagt uns doch vom Ci&lt;l, womit wird er zufriedcn sein oder
welchen Gcwinnst wird er uns geben für dies ganze Jahr? D r Cid wird das
wollen, w:is recht und billig ist, antwottete Martin Amolioez, ganz wie es
.:inem verstandigen Manne geziemt. Um ein weniges wird cr euch bitten dafür,
dass cr seine Habe bei euch io Sicl1t:rheit zurücklasst. Es trômen ihm von
allcn Seit_en her notleidcnde Menschen zu. Er braucht 6oo Mark. Da sagtcn
Ra-chel und Yidas : Wir gcben sie ihm geme. Ihr seht schon, dass die 'acht
hercinbricht der Cid bat es eilig ; wir ll.'lben es nôtig, dass ihr uns das Geld
gcbt. Da sagten Rachel und Yidas: So wird der H:indel nicht abuemacht, sondem zuerst hcissc es, nchmeo und dann gebcn. Autolinez sprach: Des biu kh
zufricde11. Bringt s beidc zum bcrühmten Campeador, und wir werden euch
hclfen - deon so ist es recht und billig - die Kastcn herw~chaffen und bci
euch in Sicherhelt zu bringen, so dass wcder Mauren noch Christen es wissen.
Rachel und Vidas sagten : Damit sind wir zufrieden ; sind die Kiisten hergebracht, d:mn nchmt die 600 Mark.
Antinolez ritt schnell mit Rachel und Vidas davon, willig und gem. Er
gclangt nicht zu der Brücke, sondera cr ist durch das Wasscr gerinen, damit
es von Burgos aus niemand sehe. Siehe, da sind sie bd dem Zelt des berühmtcn Campeador. Sowie sic eintr:ueo, küssten sie dem Cid die Hàndc. Der Cid
lâchelte und sagte zu ihnen : Ei, Rachel und Vidas, habt ihr ruich vergcssco?
kh \·erlasse jctzt das Land, denn der Kônig zürm mir. \Vie mich bedünla,
werdet ihr cinmal etwas von mcioeo Schatzen bekommen. Solange ihr lebt,
wcrdct ihr nicht Schaden kideo. Don Rachel und Vidas kü stca dem Cid die
Hànde. Mar-tin Aotolinez hat den Venrag abgcschlossen, d.1Ss sic ihm auf jenc
K:lsten 6oo Mark geben und sic ihm wohl verwahrten, bis zum Eude des
Jahres ; denn darauf hatteo sie ihr Wort gegebeo und es ihm geschworen, dass
sic meincidig sein würden, wenn sie sie vorher aos:lhen; nicht einen roten
Heller würde ihnen der Cid daim von sciocr Beutc gcbeo. Da ~gte Martin
Antolinc1, ; Sie môgen die Kâsten schndl aufiaden. Mehmt sie mit euch fort,
und bringt sie bei euch in \'erwnhrung. kh wcrde mit euch geheo, damit wir
das Geld herbringco, denn der Cid muss aulbrcchen, ehe der Hahn kriiht.

2.p

b) Eine Zusa111111enkwift z.uischen Alfonso und dem Cid'.
Cré11ira, Car. 225 :

Poema, V.

lO!j

bis

205s;

•·· Ais der I&lt;onig erfohr, d~s der
Cid nahe, zog er ibm mit allen Edlen emgcgen, über einc Mcile wcit.
und :ùs der Cid mit dcm Kônig zu~
sammen traf, schickte cr sich an
abzusteigen und illin den Fu~s z~
kil sen; doch der Kônig liess es nicht
geschehcn und sprach: Cid, den Fuss
nicht, die Hand genügt. Darauf küsste
ibm der Cid beide Handc, und der
Kônig umarmte ihn; und um ihrn
~och grôssere. Ehre :im:mun, gab t:r
ihm den Frjedcnskuss. Und ais die
Uebrigen aile das sahen, frcutcn sic
sich darob sehr ....

... Ais ic s:1J1ea, dass der r,utc
Campeador sich nahtc, zieh o sie aus,
um ibn untcr gar grosscn Ehren w
empf:mgco. Ais der, wekhcr zur gutcn tunde gcboren war. die~ merktc
bcfahl er aUen den Sciocn tchen z~
hleibcn, ausser den Rcitern, die er ,·on
Herzen liebre. Mir ctwa 1 5 sprang er
zu Boden so, wie cr, der zur gutcn
Stunde ~ebor~n war, es sich übcrlcgt
hme. Mit Kn1en und Hiioden berührtc
cr die Erdc, die Griiser des Fcldcs
erfas.ste .:r mit den Zâhnen, und aus
den Augen rannen ihm die Triinen:
so gross w:ir si.:ine Frcude. 0 weiss
Alfi
.
cr seine Ebrcrbietung zu ,:cigen \'Or
o~so, scmcm lfcrrn ; auf diesc Weise fiel er ihm zu Füs en D·
~ed~:k~c den Kô?ig ~ar c~r. Stehet doch auf, Cid Cam~dor, l;ü~t 111~;
Liebe an_~• d:h. die Fusse nicht. Wenn ihr dies nicht tut, werdet ihr meiae
Gnad n'.c 1t. cs1tzen l le_ kuicender SteUuog verharrte der Campeador. Vm
ilhr e b11!e tch euch, 111c1ncn rcchtm.ïssig,m Hcrro. Schenket mir eurc Liebe
;r K~:~ •~h so vor e~ch knicc, damit es aile hôren, die hier siod. Da sagt~
scbeake ~~c~as ~-erde_ ich von Herzen gern tun. Hier verzeihe ich euch und
voo hcute ab ;e1oe Licbe und ge"'·àhre cuch dco Zutritt .zu mciaen Reichc
h
· arauf spr,1ch der zur guteo Stuude geborene und sagte : Danke
1• h
c ne me es an O /lit
· H
•
und daun eu
• •. onso, me1a , crr. Jch danke Gott im Himrncl da(ür
Stelluo - ch, u~d d1e~en ~aren, die rings herum stchco. lu knieeader
Gg kusste er ihrn die Haodc. Er crhob sich und küsstc ihn auf den Muad
zum russe. Alle faadeo Gcfallea darao ...

1. Eine àhnlkhe in dieser Beûehung iostruktive Stelle \\àrc u ~ ~u -h
Cron.
cap 2 b . p
.
· ~- " '
Gründ
3i/z". oema 2720 bis 2750, doch muss ich es aus riiumlichcn
en em ser überlassen, dicsclhc sdbst nach7.llsd1ea.

d

RE/,'rE H/Sl'AN/Ql"E C,
16

�LUDWIG PFA, DL

outhey war b i der Lcktüre des Po ma alsbald der \'orzüge
gc:wahr o ,vorden, di dasselb vor d r Chronik voraus hat. ie
boten ihm einc willkommenc Gelegenheit, das " altspanische
Kultur· und itteogemalde" ais das er di Chronik ausschliesslich
auffasste, durch die reichen Details des Poema leb nsvoller und
farbiger zu gcstalten. Dabei hatte r nun einfach da, wo die
Erzahlung des Gedichces einsetzt, di Chronik ausschalten und
da übersetzte Pocma angliedern kônnen, um bei Beendigung
dess lb n wieder mit dem no h übrig n Teil der Chronik w Î·
t rzufahren. Glücklichcrweise indes i t er der nahelicgendcn
Versuchung, ich die Arbeit auf diese Wcise zu vereinfachcn,
nicht erlegen; er hat die Zwiespaltigkeir des tiles - wekher Art
dieselbe gew sen w:ire, saheo wir vorhin beim Yerglcich der
beiden Te. te lücklich vem1ieden, indem er, uro es kurz aus•
zudrücken, das Poema im Sri! der Chronik, oder besser gesagt :
im tile seiner Chrooikenüber·ctzung, bchandeltc und übertrug,
und o dem \ erke zum mindesten diese An von Einheitlichkeit
wahrre, d ren es sonsr verlustig gegangen ware.
Bevor wir uns indes auf ein nahere Betrachtung der
uth y' -hcn Uebersctzungskunst einlas n kônn n, mü sen
wvor Art und Umfang d r Entlehnungen aus dem Po ma ft..'S·
tgestellt erden.
Chronik und Po ma decken sich, wie wir sahen, im mittkren
oder Haupttcile der Heldenlaufbahn d Cid. ein unter die
Regierung der Konige Fernando und Sancho fallendcn Jugendta·
ten, eb nsowie ein Leben nach der Bestrafung der schurkischen
lnfanten lasst das Poema unerwahnt. Damit ist auch schon der
outhey' che Plan im Grundris dargelegt 1 • Er folgt der Chronik
bis zo dem Momente, wo die Handlung des Poema cinsetzt und

Oie Ccbersich lichkeit der folgcndco naturgcmlss ctwas vcrdckelteo
Darleguog wird sich wesentlich erhoheo, wenn Jer Leser stets den von tin
plg. 136 gegcbeoen Jnhaltsplan der Cronica im Auge behillt.
t.

ROBERT SOUTHEY U D

PA IEN

2 43

childcrr dann an der H d d I
in die V b
.
an . es etzteren den Zug des Cid
.
er annung, die Art, w1e cr von Raubzü en .
gcb1ete leben und sich tapter durchschla
g 11:" Mauren•
er wicder an der Iland der C
. gen muss; h1:rauf fahrt
fülu'lich des Cid Kampfe um Val~~:~~k lort und scluldcrt aus.
summari ch erw··J
fi
' te Jas Poema nur oanz
Erzablu11g
d' aAmr. -,un olgc für d n Hauptteil der ga~zcn
,
- 1e usso rnung · Alfi
•
·
Tôchcer des Cid mit den Infant:11t
~nso_ die erbeiratung der
letzteren und ihre Bestrafun n ;~~ arr_10n, die -handca_t der
ausschliesslich das Gedicht da g d . h _di Cortes - w1eder
hlu s &lt;l l1 r.u•·rd·
h'ld' s am1t sein Ende erreicht. Zum
ie c l rung d T
dens d s Cd d' U b
s CSramente und Hinschci.
1 ,
ie e ergabe Valencia's a d" 1
Cidwunder, tritt abermal die Chron,·k . ?I ieR al uren und die
I z·ffi
m 11re cc 1te.
P0t·::a ~n e~;r da,;:tcll~ ,~•iire dSoemnach der Anteil von Crvnica und
ar itung uthe •'s folgendcr :
'

•

•

, 1

Southey's Chronide
I, 1 bis III, 1 8 = Cronicn del Cid. I bi 90 (Jugendtaten).
Ill, r9 bi IV, r 7 = Pciema r bis I08o ( erbannungs·
kampfe).
1', r8 bis .VII
. 2rr (Kampfe uin
19 = Cron. 109 61s
VaIencia) . '
VII,ro bis X~
n
,t -- rOt'ma
1230 bis 3718 (A ··1
mit Alfo
n·
I c
us o rnung
X
.
nso. ie nianten von Carrion)
,8 bis XI,20 = Cran 26 6. 2
·
Cid).
· 9 is 93 (Der Ausgang d
1

:

Um das Bild zu v rvollstandi
d .. r. . .
rungen J·
h
gcn, urren e1111ge kh:incre Aende
übersel; u•:·crd:n.ey :tuss rdem noch vorgenommen hat, nid,;

1. Die rômischeo Zilfern bezieh
.
.
auf die (je 20 bis 30) Kapitel d . :" s1ch auf die 11 Bücher, die arabischeo
Chrooik lm lcdi lich..dun:hlau~er em~el~eo ~ùchcr des Werke . Die panischc
oach Versen (1 bis 3735).
eode Kap1tel7.ahluog (r bis 297), das Poema zâhh

�LUDWJG PFANDL

ROBERT SOUTIIEY mm SPANIE.

Die historische Ohrfeige, welche Don G6m z gelegentlich
eine gerinfügigen Streites dem grei en Diego Laynez, des Cid
Vater, versetzte, und die durch das Ciddrama des Pierre Corneille b rühmter geworden ist, ais alle übrigen Ereignisse der
Cid&lt;reschichte zusammen, fehlt in der Cr611ira, ebensowie' im
Poe,;,a. Das mochte Southey ais ein Manko der beiden Texte
er cheinen, das er um jeden Preis in seiner , 'eubearbeitung
"'ettmachen musste. Eine Cidbiografie ohne die weltberühmte
Ohrfei(Je ! Undcnkbar in der durch die franzôsisch Jammertra ikomôdie besser informierten Lesenvelt ! Also herein mit der
Ohrfeige ! - Zum Ruhme outhey's und seines guten
Geschmackcs muss gleich beigefügt werden, dass cr die lacherliche Episode, die bckanntlich nur in Romanzenfonu übcrliefert
ist, so gescbmackvoll wic rnôglich zu gestalten suchte. Er berichtet
nur von einem Schlage, den der jahzornigc Don G6mez dem
altersschwachen Diego Laynez versetzt babe, unrerdrückt die ,·on
der Romanze in behaglicher Breite geschilderte Kraftprobe, die
der alte ater mit seinen ohnen anscellte, um ihren Mut zu prüfen, und die nur der junge Rodriao b stand, - und fügt in
lapidarer Kürze den Re t des Ereignisscs bci, die Totung des
G6mez durch den jungen llelden und die triumfierende
Freud des gerachten aters. Ais Quelle für diese Interpolation
(1, 3) dienten die ersten vier Romanzen der bekannten Escobarammlung '.

vertraute Handlung, sonsr würde sich nichr der Chronikenbericht
aut die kurze Meldung ( cap. I..j) be chraokt ha ben : Estonce fiz..o
ri Rey Don Fernando cmmllero û R&lt;&gt;drigo de Bivar m la Mesqnita
Mayor de Coymbra, que pusieron nombre Sa11/a Maria. E fi~o/o
cmml/ero m esta fllisa, ciiiiendole el espada; e di6/e paz. e,;'· /a
bora, mas no le di6 pescoçada. Southey aber war vor allem darum
zu tun, bei seiner reubearbeitung der Cbronik &lt;las kulrurhistorische Moment hervorzuheben, und er batte sicher hier am
liebsten eine detaillierte childerung der Zeremonie des Ritterscblags eingeflochten, wenn einer d r anderen Cidtexte
h~lb~vegs dazu Anhalt geboten hatre. Der Ritterscblag am jungen
Cid Jedoch findet sich nur nocl, in einer Romanze • und auch
hier kaum viel ausführlicher ais in der Chronik. Es heisst dort :

Ein weiteres \\'Ïchu 0 es Ereignis der Cidbiografie war der
Ritterschlao an dem juncreo Helden. Auch hier versagte iodes die
Chronik fast ganzlich. Zweifellos handelte es sich dabci um eine
dem mittelalterlichen Spanier ohne weiteres gelaufige und langst

Nombrou S1111/&lt;1 Muria
La M~quita qut ban ha/Judo,
Comagril11dola m su 110111bre,

Y t11 tlla se a ·ia anm1do
Ca1.'G/ltro Don Rodrigo
De Vibar, tl a/Jmado.

El Rey lt citio la espnJa,
Paz m la bocn le ba dada,
No Il tliua pescoznda.
Como 1/ o/ros m1ia d,1Jo,
Y par haetrlo mas bo11ra,
La Re;•ua le Jitl el carnl/o,
Y Do,ia Urram la I11fu11ta
Las tsp11rl,1s le ha ralt_ado.

_In Ermangelung von etwas Besser m begnügte sich Southl! ,
mtt der Romanze und übersetzte in engem Anschluss daran

(1, r8): Then King Don Fernaudo lmigbled Rodrigo of Bivar in the
greal 111osq11e of Coimbra, which be dedicated lo St. Mary. And the
reremm1y was after this 111m111er : the Ring girded on bis su,1ord, and

Historia y Ra111&lt;111uro dtl muy i-aleroso rai-alltro El Cid R11JJi11z de Vi/tar,
/tnguage a11/ig110; mopilado por J111i11 de Esro/,ar. En Madrid. A1i1i/ldt '7 li·
Bei Dur.ln steheo die Rom:iozeo 1, 478.
1.

tll

1.

Bei Escobar Nr. 13.

�LUDWIG PFA DL

gnve bim the kiss, b11l 110/ the blcrw. 1à do bim more. lxmo11r tht
Q11ee11 gave bi111 his borse nml the. Jnfa11ta Do,îa Urrara fastmed ou
bis sp11rs; and [rom thnt day forlh h, was called R11ytlil';;_.

Damit ist &lt;las Ergam:ungsmacerial, das urhey der Romanzendichtung encnommen bat, zu End . fan sieht, es ist nicht
be onders viel und verdankt s ine H ranziehung I diglich &lt;lem
Bcstrebcn des Dichrers, den Gehalt des \ crkes an kulmrhi tori ch wichtigen oder interessanten Momenten zu erhohen . Dcrsdben Absicbt entspringen einige weitere Erganzungsversuche,
die der Dichtcr an der Band erschiedcner Allgemcincr Chronikcn
und Gcschichts,Yerkc unternimmt.
Bekannt ist in der Cidlireratur die ( allcr&lt;lings nur rnn der
Cr6nim general übcrlieferte) ogenannte" Klage über Valcn ia" '.
Die erwahnte Cbrorrik bcrichtcr hierübcr, dass wahn:nd der
Bdagcrung \: alencia's durch d n Cid, zur Zeit Ja die 'ot aufs
Acusscrste gestiegen war, ein durch Alt r wic durch \ eisheit
glcich würdiger aure cine Art Klagelied über d~c tadt v~rfa. t
und dasselbe sodann von einem der Türme aus mit lauter umme
rczitiert hab . Die Cronira gmeral bringt die angebliche spani che
Ueber etzuno der Klage. Uebcr Herkunft und fahtheit diescr
nacb Art u~d in offenkundiger achbildung der biblischen
K!agclieder aboefassten Lamentation ist hier nicht zu entschciden; für uns ;enügt die Konstatierung, dass
uthey die5elbe
( I, 17), da die Cidchronik nur die ersten paar Zeilen davon
cntbalt in ihrem vollen Umfange von 16 trofeo aus der
Crémir; gimeral herübernahm, in dem Bcstreben und der 1einung offenbar, damit scinem Bilde eiae bcsonders bunte Farbe
an1 i;echt-en Orte aufg sctzt zu hab n.
Die letzte und umfangreichste Interpolation Southey s am

1. 1'1iberes lùevoo bei Dozy, ù Cid (186o) Nr. 24 des Appendice.

ROBERT

OUTHEY UND

PA. ID,

247

Text d r Cidchronik bczicht sich auf den
hlu s dersclben 1 •
Das spanische Original beendet die eigenrliche Cidbiografic mit
der childernng cinigcr wunderbarer Ereignis. e, die auf die
überirdische Macht des bcreits toten H !den ½urückzuführcn
waren. Damit verlassr di Chronil den Ci&lt;lstoff und b endigt
ihren Bericht mit eioer kurzen childerung der letzten Regieruog jahre Alfonso's, ·o gleichsam den Rnbmen schliesscnd,
innerhalb dess n sich das Leben und Wirkcn de Cid abgespielt
hatte. Di s Art de Schluss s mocht outhey zu w nig cioheirlich er chienen sein, vieil icht auch zu lu de Interc ses bar
- kurz, erg dachte den Schluss gründlich zu iindern. Leider
schoss er dabei, in dem Bestreben, nicht nur zu andern, sondcrn
auch rheblich zu bess rn, wieder einmal weit über das Ziel
hinaus. Das Einfachste und dabci atürlich te ware gewe en,
mit dcm Bericht üb r Tod und Bestattung de Cid, mit oder
ohne Einbeziehung der paar ab chlie senden Wunder, aufzuhoren und den chlussbcricht üb r Konig Alfonso' letzte Jahre
einfach falfon zu lass n. Letztercs tut nun Southq wohl, &lt;loch
kaon er sicb nicht versagen, an desscn telle ein n aus verschiedcnartigeo Be randteilen zurechtkomponierren S hluss eigener
Etfindung zu setzen. Aus zwei hetcrogenen G chi htswerkcn
des 17. bezw. r8. Jahrhunderts i kompilien er folgende Details:

1. \'on oebensiichlicher Bedeutung und deshalb nur der Vollstàodigk it
wegen anzuführen ist eine kür1.ende Interpolation in den Kapiteln • und
4 seines 5. Buches. Dort set7.t er o:i.mlich an telle von Kap. u7 bis 131 der
Cidcbron.ik die hier in einer endlosen h cbwdfung von den Kiimpfco
Alfonso's um die Stadt Toledo erzàhlt, einen gekürzsen Beri~bt aus Sandoval,
Historia d, los Reyes de Castilla y Je Lt,;11 (161 5) fol. 76, und Garibav, Los XL
libros del Co111Jie11dio historia/ Je las Crénicas (1571) .'I, 17 über die Tatsache,
Jass sicb Tol do nach 1:mger Belagerung schliesslich ohoe Schwertstr ich an
Kôoig Alfonso ergeben 111usste.
2. Amooio Je Yepes, Cordnica ge,ural dt lt1 ordm de Sem Bmi/o. Vnlfadolid
1009-21. 7 Bde. Fol. - Franci co de Bergan,-:a, A11lig11edades dt Esp.1iia propugnadas en las 11olici11s de sus R.t)•es, elc. Madrid, 1719-21. 2 Bdc. Fol.

�LUDWIG PFA. DL
. spJteren
J a h reo neu e Scharen Ungliubiger
Ais m
. :ms
. Afrika kamen,
h
d
. heo Kôoig zu kâmpfen, da ntt e1nes Nachts dure
um ge~en ~ s~ao~eer an der Spitze den Cid, und wecktc im KlosLe6n e10 ~,ac
toten 'Kônig Fernando den Gros en, um mit ihm

li~!~

dter ~dr::~:freien. Die am anderen Tage gegen die ~:mreu_ gelieferte
d.S
•
der grô sten uber die Mauren
Schlacht bei avas de Tolosa war emer
d
I K' l
~ •
. .
lm Jahre 1447 wurde an telle er a ten ire ,e,
JC errungeoen 1ege.
. Jh
de
. d d, Cid bestattet lag, eioe oeue erbaut und tm a re 1540_ r
m er cr .
.
- d' es Grab derselbeu Kirchc traDSfenert.
Leichnam m em neues wur tger
•
Di
der Cid in dem von einer Wassemot bedraogten . D k li
Zum an es
D' M.ô he hatten iodes die
strikte reichliche Regengüsse cinfavllenlk. ie
~t das in seiner Ent• osf .
ohne Wissen des o es gemac '
.
fra erieru~i b .
Kônige Klage fùhrte. Dieser verfùgte daraufhm
'.üst~ng da~: ;n ~:t:fe an den Abt, die Leichc des Cid müsse in ibr
Ill emGemb
~ kgeführt werdeo. An verschiedenen Stellen werden die
altes ra zuruc
• ufbewahrt
idreli uien wie seine Schwerter' sein Halskreuz u. s. ~. _a
C
q
'
d C'd bci den Seligen im Himmel we1lt, hat man

;:~~::;/;;wa;;

~t:~s
a~ch un ter Philipp Il, ( 15 56-98) beinaltd hàtt~n
. ht Kriegsnôte die Ausfùhrung des Planes verzôgcrt un
aon in
~!;rgessenheit gcbracht, selig gesprocben worden '·

Das diese Dinge de organischen Zusan:menba~ges mit dem
.
. h abgeschlossenen Berichte der C1dchro01k entbehren,
m _sic . J'e Aua n. lieaen sie ja doch zum gross n Teil sogar
spnngt lll I
b d ' lbb
In lluer bunten Fremdartigkeit
a ch Abfa sung er e en.
. 1· hk .
11
• k
•
d
r
stôrend
und
erschüttern
die
Einbe1t
wir ·en ste zu em nu
.
'b h 1 1c d·e1t
&lt;les Chronikenberichtcs mehr, al. dies die Bc1 e a tungher
. 1 u- ber K..omg
· Alfonso zu tun vermoc t
originalen Schlusskapne
hatte. . nu n zuvo"rderst die s toffl i ch c Seite
Fassen wu
. d' d r Southey'
schen eubearbeitung in eine abschlie seode Wur iaung zusammen.
. .
oheit wurden, wie nebenbei bemerkt werdeo môge,
r. Be1 d1eser GeJcge
. _ , l' be Hof aes:indt wo sit: scitdem verwichtige Ciddokumente an den pap~t ic n
o
,
schollen sind.

ROBERT

OUTHEY

Southey bat sich vie! darauf zu Gute getan, in seinem Clm:&gt;11icle of the Cid ein alrspanisches Kultur- und ittengemalde
allerer ten Ran° s gcgeb n zu ha ben 1 • Tatsachlich ist der \ en
seiner eubearbeitung ais cin solches ein erheblicher, und ware
sogar noch bedeutend hoher anzuschlagen, wOrden ihm nicht
gewichtige Kompositionsfehler in aufdringlicher tôrung entg gen arbeiten. Einerseits namlich har Southey die kulturhistorisch
wertvollen und .:harakteristischen Züge der Cidcbronik mit
feinem Verstaodnisse festgehalten, sie sogar durch Hcreinziehung
des Cidgedichtes zu ermehren und lebhafter zu gestalt n
gesucht. Auf der anderen eit jedocb hat er sich nicht dazu
verstehen konnen, den Chronikenb richt von dem zahen
Schlamme langwcîliger eb ndinge zu befreien, die in derselben
allenthalben die schooen tellen überwuchern und ihren vollen
Genuss schmalern. Beides soli zunachst durch Hinweise und
Belege veranschaulicht ,verden .
Welcher Art siod zuvôrderst die :tltspanischen Kulturbilder, die
Southey in seinem Clmmiclr der Vergesscnheit entrissen und
den weiten Kreisen der englischen Leser chaft zuganglich
gemacht hat ?Walter Scott, dem vcmauten Kenner und begeisterten Freunde
mittelalterlichen Rittertums gefielen 2 charakteristischerw ise
folgende zenen YOr allen anderen : Einmal die Art, wie der
junge Held die einem greisen Vater wid.erfahrene Beschimpfung

1. . .. ] lhiuk this u•i/l cuJai11ly bt the 111ost curious pieu of chit'iJlrous histor_v
that bas t'l!tr appeared;,, our l,111t11age (Sel. II, IJ) ... U11qutstio11ab/y that Chro1,icle ir 011t of the ji11est thi11.fs i11 tbt u:orld, a11d so J think it «:i/l be admitttd la
1&gt;e (L. &amp; Corr. Ill, 171) . ... Two lhi11gs are req11ired for the 1't'l!iewof that book,
tt:hicb wi/l 1101 be fo1111d in one perso11 : t1 k11a,wltdgt of Spo11is/1 litrratrirt, a11d of
th, ma1111ers of chit-alry, so as la tstimate the œmporalit-e value of my chro11ide
(L. &amp; Corr. Ill, 186).
2. Ygl. Quarter/y Rnùw 1809, S. 134 ff. · dassclbe wieJer abgedruckt in
Scott's Misullt111e.o11s Prose /Vorks, Band b (Paris, 1838), . 22 3 ff.

�LUD\\'JG PFANDL

riichte ', dann die Herausforderung an die Zamoran r, ich durch
Gort surteil (Zweikampf) YOO dem erdachte zu reinigcn den
Meuchelmord an Konig • ancho angestiftet zu hab n 2 ferner di
ritterlich kühne Art, wie der Cid den Konig Alfonso zwingt, skh
durch dreimaligen h, ur dagegen :m verwahren, er habe bei
der Ermordung seines Bruders ~ ancho die Hand im Spiele
gehabt 1, und nicht zuletzt die ganze Cortes-Episode, die ja in
ihrer malerischen An chaulichkeit und realistischen Originalitat
den Hôhepunkt der gesarut n childerung bildet. ic :var es
auch, die in outhey's Augen den Glanz- und Hoh punkt des
ganzen Werkes bildete, deren /ruth of feeling er mit Shake peare
ergleicht und sogar über Homer stellc ➔•
Zweifellos hat ott's feine erstandnis das Richtige gctroffen,
wenn cr die angeführten zenen ais die Glanzpuokte kulturhiscorischer Darstellung empfand. Ihnen môchte ich nach meinem
Gefühle noch ein paar childerungen allgemeiner Art anr ihen,
die mir besonders charakteri tisch für da Ver t::indnis altspanischer Kultur zu sein scheinen. In erster Lini die Art der z,_ eik::impfe, wie sie vor Zamora und in Vollstreckung des CortesUrteiles ausgetragen werden s. Ein aoderes Bild zeigt uns deut-

1.

Bci Southey, I, 3.

2. lb., III, 2,

3. lb., Ill, JO, II.
4. Sel., Il, 99.
5. 12 oder 24 K:unpfrichter greoien deo Tumierplatz ab un&lt;l stecken iomitteo desselbeo einen haft in die ErJe, dr.:n der 'ieger nach gefallener Entscheidung crgrcifen und dabei but ausrufeo muss, er lube gesiegt. Wenn die
beidcn Klimpen erscheinen, werden sic von den Kampfrichtern in die Arr.:oa
gefùhrt und die S01111e z.wisd1m ilm~n valeill. Das gaffende olk 1.virJ ringsum
aul mehrere SpeerlàoA n hinter die Greo,:eo 1.urückgedringt und das Zeicheo
gegebcn. Mit gesenktem Kôrper gehen die beidcn auf eioander los, bis die
Sp ere splittero; dnon greifen sic zu deo Schwertern, und nun endet der
Kampl 1.Umeist in Bàlde mit der tôtlichm \'erwundung de einen. So geht es
beispiclsweise in den Zweikampfen vor Zamor:i, die den Ari Gonzalo oicht
weniger ais drei hne kosteo. Minder blutig \lerlaufco die Kampfe in Car•

ROBERT

OUTHE\' U, D SPA 'JE

liche und &lt;larum wertvolle
b'
spanischcn tofie tellenweise ~~ren a_~a ts~her Kultur, die &lt;lem
Intercsse in kulturhistor1·sc11e inBge~ragl21: smd '. Von ,vert und
r ez1e mno- sche·
· •
rnletzt auch di e 111'Id erungen der zu IJ J · men
d mir
. nicht
abgehalten n offemlichcn Fcsre u d Lr bock1z~1t 1 er C1&lt;lt6chcer
n u t ar etten •
ri~n, w~ die Feigheit der lofanten j dem Blutver .
.
,1.1rd b im erstcn Gang a d
g1esseo abhold I t. Der cine
.
us
em
an
I
geworfen
d
kl
.
bl!s1cgt. Der zweite flieht vor d
un er · art s1ch selbst für
1 be nen Schwe
em
er10
t
d
G
hangten Zùgclo aus den Schrankeo. Thr Onk 1
. r e . es . egners mit vernachdem r.:r die Brust vom Speer durchbol e - allein g1bt sic~ erst bcsiegt,
al. ol,er ter Grundsatz dass . 1 d B . 1rt fuhlt. In alleo Fallco aber gilt
'
ic I er e ,egte tot od I b .
dcr Gre111.cn des Kampfplatzes
bcfinden mu 'r
er. e _endig, ausserhalb
schon für be;: iegt dcsseo P' d . .1
• )adurch g1lt cincrseits auch der
.
,
,cr mit 11m sche
d d
kann 1.:ner, der den Gegncr kam fi (- .
ut un
urchgcht, andrers i1
Si gcr den Schaft crgreifcn wcn: :•: s:~~g macht, odcr_ t?tet, cr t dann ais
ncn au der ahgestccktcn A'r,•r~ cnt'• 1st und ohnc Be1hilfc d n lJmerlegcl•
" ...
,crot tat.
• r. J,s zum ultan von Persieu ist der Ruhm e .
Gcsandtcr de femeo Lind b .
F
&lt;l Cid gedruogen, und ein
Gcschenke iu den Palast dess Grmgtb_ rr.:undschaftsangebotc und unermessliche
•
e ieters von Valcnc·a G0 Id
GcId m
lcdcmen Beureln Platt
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und gcmünzte
und full c1m11i11tly wrougl;t goldec~• Be chr, husseln, Bccken feio ·t n Silber
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•
ne ec er und Schal
· Ed
.
z1crt und. mit ko tbaren Münze
mit elste1oco
gc. n b'IS zum Ra ode g·r- uten 'lb
dcnen D1amaoteo
und sch·
d p
c u , s, erne Fasscheo in
c erlen au~ ,J - fi t·
•
Se .iden tofl'e, Myrrhen und immern
BJlsam in üJd
g~ tau t ,egeo, goldgewirkte
brctt aus Elfenbein mit Gold e· 1 g eoe~ Kastchen, zuJetzt ein Schachocn ger.iert, Jazu 'Fi!nITr.:o von m!/1~gt ~'itog ·herum mit kos1bareo SteiSaale ,·or dem Cid Xi.mena de To - bu □ ' ber - alles das wird im hoben
BaIl en eninommen• und a f, k 11b oc tem und den R'Jttero :ms Kàsten und
u ·ost aren Tepp'ch
b .
bcstaunt und von dem cr is 1
•
' . eo ausge re,ter, oach Gebühr
schcok aogeboteo. Das sfnd di: ~n tndh~g mit dcmOtiger Gebàrde ais Gesic in der Vor telluog jenc 2 . r~ :hkent:n des fcrncn Morgcnlande ·, so ,,;e
Tcppichwcbert:i d1'e i·u d
~Jt de t o. Arabische Gold chmiedekunst und
'
er e1t es ausgch d i\.f
hohL'r Blütr.: tchen li1lem d
Ch .
en en ittelalters in p:mien in
_ .
,
c:m
ronisten die not'g
, Il · r •.. ·
I en cgnhe lur cme von
dr.:n uhhd1cn
Pferde und f 1 . G
• au lier• e chenkcu de· C'd
b •
1
voile orientalische cbenk ung zene. ·
a W\!1chende prunk-

rz

2. 15 Tage waJ1reo die Festlichkciten be' d
.
C3rrion, 8 Tage bei jener ni't d p . , cr Hochze1t mit den lofantcn von
seode von Pcr one□, hoch un~ nt~ri rmzen von -A~ragon u~d ~avarra. T:iuauf &lt;lem Vcrgnüguog platze . d Sg, ,d~-crden tagltch aufr upp1gstc gr.: peist
. ,or cr ta t wcrden Volksbclustigungcn und

�2

Auf diesen Dingen beruht &lt;ler \ ert &lt;les outhe •'schen Clm&gt;11icle ais ittengemalde vor allem. \ er den fot_ und. die
Ausdaucr hat, sich durch die 366 Quarts iten ~ s e1gentltchen
Textes hindurch zu Jesen, wird vielleicht noch l11er un_d do~t auf
eine zene, eine Schilderung oder Erzahlung stosseo, die sem rn
Geschmacke besonders zusagt und für ihn den ~ ert de~ Buches
ais Kulturdokument noch um einiges erhôhcn mag. Doch st~ht
.. hten dass wirkliche L ser de Werkes heute schwerhch
zu befure
,
.
.
• d d
noch zu finden sein wcrden. fan müs te s1 , w1e wetlan
er
athenische Philosoph die 1enschen, mit der Laterne s~c_hen.
Damit aber sind wir bei dem ausschlaggebenden Kompos1t1onsfehler anaelaogt, der den inneren Wert des Buches ais Kunstw~rk
schmalen und dem Leser die Lektüre wobl au nahmslos 'erleidet.
c·d 1 ·k
In der ersren Halfte des Hauptteiles der spanischen 1 c 1r~01
_ wir halten uns dabei wieder an die von uns versuchte stoffiiche
Disposition derselben Seite _327 -:-- da e si.~h darum ha~delt,
wer das reiche alencia an s1cl1 re1ssen soli, faUt der Komp1lator
der Chronik aus &lt;lem enggesteckten Rahmen seines toffes ~nd
eraeht sich vielleicht aus Lokalpatriotismus und -Interesse, v1elle~ht nu/ in gedankenlosem Kompil_atorene~fer, in -~ndlose_n
Abschweifungen und detailli rten ~mzelb~nchten uber .. die
Kampfe Alfonso's mit dem Maur nkômg Yahia von To~edo, ub~r
die Bemühungen des Konigs Abenal~ange von Den_~a. um die
Qberhoheit über alencia, die Einm1schu11g des Komgs _von
Zaragoza, und ahnliche Ereignisse aus der detaillierten h1lde-

Wettkâmpfe :1bgehalten, Stiergefcchte Lanzeower.fco, ruauri c~e Reitcrkunstü k
d dcrglcichen und - was in einer bc1.c1cho aden Kurze vo~ allcm
. c c un t 'st
d'ic 1-,',"1i1rts crhicltea vicie Kleider S:ittel und Pfcrdcz1er; (zu
mteressan 1 ,.
.
b• )
let1.tercm vgl. Stimming in Grôbers Grundns ~d. 2 , Abt. 2 , . 17 o en ·
Wie wir aus den hiermit übereinstimmeaden Benchten des P0t111a dt Ftnr?"
Go 11-._altz (Str. 68 2 -s4) und des Poem~ de _Al~xa11d:·o ( tr. ?69) ersehen, 1st
d:imit der Typus altspaoischer Hoch1.e1tsfe1erlichke1ten gegcben.

53

rung der Cronira general die mit dem Cid in keinerlei unmittelbarcm Zusamruenhang stehen. Diesen Wu t unnôtiger und jeglichen lnteresses barer 1 eb ndinge hat outhey mit geringen
Kürzungen herübergenommen und in Buch 5 und 6 seiner
Uebersetzung versraut. Dazu kommt noch ein besonderer. Inrercsse und Le efreudigkeit mordender Umstand. Die Dinge·gehen
gaoz allmahlich und ohne ausserlich merklichen Abschnitt
wieder in den tolf der Cidchronik über, so dass der
Leser nicht etwa von vorneherein merkr, wie viel er überschlagen darf, sondern sich in zaher Sisyphus-Arbeit durch das ode
Gcbiet hindurch schleppen muss, um allmahlich wieder in die
gangbaren Bahnen der eigentlichen Cidgeschichte zu gelangen.
Wie ein Keil schiebt sich diese langwierige Abschweifung in
die Einheitlichkeit der Chroniken childerung. Dass sich outhey
des stôrenden Eindringlirigs nicht erwebrte, mag auf den ersten
Blick befrcmden und konnte leicht zu voreiligen chlüssen auf
mangelndes künstlerisches erstfodnis des Dichters und dergleichcn führen. Dass indes wahrsd,einlich ganz andere Gründe hierin ma sgebcnd waren, dafür gibt uns wiedcr Walter Scott (am
Schlusse sein r Rezcnsion) eine beaclnenswerte Andcutung, er,
der wie kein zweiter auch in di s n Dingen Kentnisse und
Erfahrungen gcsammelt ha ben dürfte : ..... the story ·w,mld bai•e
brm i111prcn't'd by abridging some of tbe Cid's ca111paig11s, if t be
conscience of the editvr bad per111illed bilJI.
Aehnlicher, weno auch nicht ganz so schwerwiegender Art
sind die achteile, die dadurch cntstehen, dass der Uebersetzer in
einzelnen Abschnitten, die an sich lnteresse bieten und wicbtige
Glieder der Cidgeschichte darstcllen, an der Hand der Chronik
vicl zu ausführlich und weitschwcifia bleibt, und so durch
überflüssigc Br ite langweilt, wo er durch hcrzhafte Abstriche
und Zusammenziehungen eine doppelt wirksame
hilderung
batte erzielen kônnen.
geht es bei den Kapiteln, die von den
Anfangen der Cidhcrr chaft in alencia erzahleo (VII, 1-16 · in
Betracht kommt ein Zeitraum von nur Jrei Monaten), die da

�LUDWJG PH~DL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIE

Verhalten des Cid gegen Christen und Mauren, seine tückische
Ueberrôlpelung des verriiterischen Abeniaf, seine den Mauren
bestandig wiederholten und nie gehaltenen Versprecbungcn,
seine Volkszahlung, Bischofsernennung, Gründung von Kirchen
und Pfarreien, die Reise der Familie des Cid nach Valencia und
ihren Empfang dortselbst in ermüdender Ausführlicbkeit zur
Anschauung bringen. So geht es abermals bei der Schilderung
der Kampfe, die der Cid gegen die mauriscben Hauptlinge
Yucef und Bucar von Marocco, die ihm Valencia wieder entreissen wollen, nach einander zu bestehen hat (VII, I 7-2 3 ; VIII,
5-9), und wobei das Heranziehen und Lagern der Feindc, die
Angriffsplane des Cid, seine aufmunternden Ansprachen, seine
Kriegslisten und deren stetes Gelingen wiederum in extenso
bescb.rieben werden.
Zweifellos gilt auch hier das Wort Scott's vom Verlegergewissen,
das den Erfolg des Buches nach der Bogenzabl berechnete und
den Verfasser nach der Hobe der Zeilenziffer honorierre. Damit mag die inhaltliche Behandlung&lt;ler Cidchronik durch
unseren Dicbter zur Genüge erlautert sein. Eine Betracbtung der
sprachlicben eite wird uns nunmehr das Bild von Southey's
Umarbeitung noch vervollstandigen.
Ein Ding der Unmoglichkeit ist es, Werke von der Art der
altspanischen Chroniken wirklich zu übersetzen, das heisst mit
all ibren charakteristis ben Eigenheiten in einer modemen
Sprache wie&lt;lerzugeben. Soli die Uebersetzung ein getreues
Anschauungsbild von der rauhen Einfachheit, der klaren
Durchsichtigkeit, den altertümlichen Wortbildungen und dem
in den Anfangen der Stilkunst liegenden Satzbau des Chronikentextes geben, so entsteht in der Fremdsprache ein modernes Surrogat künstlicher Altertümelei. Verzichtet andrerseits der Uebersetzer auf sprachliche Treue und modernisiert den Stil der
Uebertragung, so geht darnit ein grosser Teil dessen verloren, was
der Chronik ibre Besonderheit erleiht, die sprachliche Eigentümlichkeit.

_Notged_rungen muss darob der Uebersetzcr zu einem KompromISSe gre1fcn. Er muss (als Zugestandnis an die Chronik) seine
pracbe Huer komplizierten Darstellungsfonnen entkleiden und
sie auf den deokbar einfachsten Ton zu stimmen wissen ·
andrerseits (als Zugestandnis an den Genius seiner eigene~
prache) darauf verzicbten, die dcm Chronikenspanisch eigcnen,
der modernen Sprache aber fretnden altertümlichen Wortfügungen nachahmen und wiedergeben zu wollen.
Southey hat die Notwendigkeit eines derattigen Mittelweges
von vornebcrein gefühlt. Ausschlaggebend für denseJben wurde
dabei, dass sich Yon Anfang an Assoziationen mit dem Stile des
Bibeltextes ergaben, die so miichtig wurden, dass sie iu eine
bewusste Tachahmuog der englischen Bibelspracbe ausarteten.
There is a la11g1tage, schreibt Southey mil Bezug auf die Sprache
seiner Cidübersetzung 1, which was spoken in Cbaucer's time, and is
spoken in ours; equally t11uierstood thm and 1u1u.,; and of wbicb the
Bible is the written and permanent sta11dard, as il bas m1dottble1.lly
bem the greal means of preservingit. To that beautiful mamier of 11arralio11 which characterises the best C/Jronicles, this la1tg11age is pm,ltarly adaptcd.
. Besonders charakteristisch fur den Grad dieser achahmung
smd vor allem die einleitenden Worte der eiozelnen Kapitel. Die
spaniscl1e Chronik verwendet bei einer GesamtY.abl von 297 Kapiteln, so oft sie ein neuessokbes beginnt, nichtweniger als 208 mal
den einfachén Au druck c11e11/a la historia .. ,, aq11! c11e11fa la historia ... , la historia dice ... , und 2 I tnal die Wendung andados 2
(J, ..J, 10, 20, etc.) anas, d. h. "nacb Umfluss von ... Jahren ",
wiihrend sie die übrigen 68 Kapitel mit Prapositionen , ie c11a11do,
desp11es que und ver\vandten Wendungen einleitet.
Southey hat &lt;las cuenta la historia (=mrdi the his/01)' relates)
lediglich fünfmal 2 in seinen insgesamt 289 Kapiteln verwendet;

2 54

I.

2,

Io eioem Bricfc an seineo Bruder Thomas, L. &amp; Corr., IU, 193.
I, 8; 1, 12; II, I; VI, 29; VIII, 1.

2 55

�ROBERT SOUTIIEY UND SPANIE

LUDWIG PFANDL

den zwciten Ausdruck (andados ... aiios) aber nicht ein einzigesmal. Dafür leitet er seine Kapitel ausschliesslich mit den d~r
Bibel gelaufigen Ausdrücken ein, und zwar genau zehnmal ' mit
der bekannten Wendung ow il came lo pass tbat ... , A11d il came
10 pass tbat ... , die in der (eogli chen) Bibel fast auf jeder zweiten
Seite vorkommt • und in den deutschen Ausgaben dem Ausdruck
" un aber geschah es, dass. .. ' entspricht. In allen übrigen
Falleo verwendet er - eio Dutzend Ausnahmen vielleicht
abgerechnet - die übrigen ob ihrer Haufigkeit und Einfachheit
jedem Bibelleser besonders im Gedachtnis haftenden Wendunge~
nfJW •••• tben ... , a/ter tbis ... ,by tbisti111e ... ,i11 ll1tsedays ... -Dam1t
aber kommt die durch Vermeidung des teten c11eu/a la historia
zur einen Türe hinausgetriebene Eintônigkeit mit doppelter
Starke zur anderen wieder herein.
In der atzfügung des Textes selbst verwendet outhey mit
Vorliebe veraltete und insonderheit der Bibelgrammatik eigene
Formen. So finden sich an altem Gut (namentlich in direkter
Anrede) die Pronominalformen tlxm, ye, thy, tbee 3, die Konjugationsformen thou hast, art, ·wilt, toldtsl, lx balb, dot!,, refuselh,
km,wetb, ro11smletb, touc/Jelh ~, von alten Prateritis noch beispielsweise die Form spake s.
1 13 ·116·11 20·IV, 14·,IV,19;V,25;VIII,8;X,9;Xl,2;Xl,z2.
' ' ' ' ' Buch
'
' l. . l,.
der Cbro11irlts, cap. 17, 18, 19. Buch ,\e1e111111
2.• Beispielswcise:
cap. 6, 7. Buch Jomab, cap. 1, 4, 5, 9, 10.
.
.
3. Beispielsweise: ... yt su bue tbe Ki11g our Lord, II, 1; . ... if Je
a.ssmt to tbis, III, 1. - •• • ti•e b,we su11 tby ltlltr, V, 18. - ... tb11t we 1111gbl
bat•e /be more qunrrtl againsl tb,t, V, 18.
4 .... tbm wilt tlxm te Rrdrigo //Jt, C11111J&gt;&lt;ador, V, 18. - ... tl,ou art ,1 f,lse
ti-ailor tb)'StlJ, V, 1 9. - ... tbou told1•sl bim, V, 18. - ... f say /bat bt 1s 11
troilor td,o botb 11 tr11itor t1:itb bim, ij l,e brotL·elb ,wJ co11smldb 1111/0 /be lrt&lt;1so 1'.,
III 2 , _ ... Y1m, Sir, ku0111 lxr&amp; grcal Jbi, t•ill1111v balb /&gt;wi and lmt• 11r11rly 1/
toud1tlb you, Vllf, 20. - ... be balb j11st shii11 a Moor, /rom V.'l,0111 bt balb u-011
Ibis IJOrse, VII[, 8. - ... we/1 dotl1 be dmrve to be /be lord oj some great /ami,

«:·,li

Il, 2 1.
5.... i11,-011/i11t11ll.i• !Jt spake
spakt boast/1111_1' ... , IV, 1;.

1111/0

Iwo Mrori,b Ki11.f!.1, IV,;. - ...

0111

11

:r

Es_ lieo-t auf d r Hand, dass dies Anlehnunaen an da BibelEnglisch der Uebersetzung eine dem Geist der spanischen Chronik
absolue fremde Form und_ Farb ge~en ; Form und Farbe jenc.
ausgewa~chen~n, gesucht emfachen, mdifferenten tiles, des nach
?ut.bey~ Metrnn? bea11tif1~I 111a1111er of 11arratio11, das \'On Chaucer
bis
·
Bed m die euze1t - eme Art , englisch r xr.w11'
·· ,
seme
eutung ais Chronikensprache par excellence beihehalten
hatte. Intere, anter und für die Ge_ amtbemtcilung des \Vertes der
~utbey sc~en _lJeb~rtragung w1chtiger, ais die Erorterung die cr
ttlfragen, 1st em Bhck auf die rein sprachliche Korrektheit der
Uebersetzung im \ erhaltnis zum Oriainal. Das um so mehr
ais sich, dabei die charakteristische T:tsach ergibt, dass de;
Southey che Text des Chro11ide, gaoz ahnlich wie der des Amadis
durch eine Reihe von fehlerhaften tellen verunstaltet ist:
die_ ihrer ~-erk~nfc nad~ nichr irnmer und unbedingt auf
Rechnung flucht1ger Arbe1t zu setz n sein dürften und so des
~ichters _spanisc_he. 1~rachkcntnisse in nicht eben günstigcm
L1c~te ze1gen, die m 1hrer \Virkung andrerseits den inn d r
Erzablung vergewaltigen und einzelne tellen ganzlich um·erstandlich machen.
~ mus naturlich auch hier pezialuntersuchungen rnrb halten
ble1ben, das prachliche Verhaltnis im Einzelnen ( auf Grund
methodischer
mmlung und. Ornung von Belegstellen) des
genaueren festzustell n und zu illustrieren. \: ir müssen uns hier
ahnlich wie beim Amadiskapite1, &lt;larauf be chranken, diese Ding~
mehr anzudeut_en_, denn amzuführen, und lediglich einige besonde~s _charaktenst1sche tell n al Belege :tnzugeben. Folgende
Be1sp1cle werden dazu genügcn :
Eine telle bei ânchez (Poema 912) lautet:
Elias t&gt;ienm cuestny11so, e tndos tram rnlzlls
E las siellas rocerns, ,, lns ri11cht1s a moindas ...
REVt"F HISPANIQl'E . C

,;

�LUDWIG Pl'A. 'DL

wortlich: Sie(= die Feinde) kommcn den Abhang herab und
trag n aile Hosen, haben leichte attel und lockere attelgurte.
Southey macht (IV, 15) daraus : They come dmun tbe bill, dresse~
in tbeir hosc, with their gay sadd/es a11d tbeir girths wet. Dabe1
gibt ;inch z erklarende Fu snoten und zwar :ru roceras : V~
aplirnda co1110 adjetit·o a las si/las de los caballos que e:an apropos~to
para carrer y hacer la guerra; und zu am~iada~ : a~ltcado lt la cmcha del cabnllo pa,rece mojado, jlojo. Gememt smd 1m ersten Falle
die fast aewicbtlosen Sattcl der Pferdc bei Rennen, im Gegensatz
zudcn s~bweren dcm Reiter Halt und tütze bietenden Kampfsat'
.
teln. In diesem inne ist die rkHirung von Sanchez zur emcn
Halfte zutreffend, zur anderen jedoch ganzlich falsch; es müsste
bei ihm heissenpara carrer, pero 110 para /Jaur la guerra. Da Wort
bat also hier die Bed utung " leicht, gering " outbey wus te mit der Erklarung bci anchez nicht vie! aozufanaen und wahlte daher eine môglichst indifferente Uebcr. et;ung, indem er die attel ais gay (" bunt, glanze~d ")
bezeichnetc. Der Fehler ware nicht so sehr von Bcdeutung, wurdc
er nicht den gleich darauf folgenden Gegensatz: os ca'l.'algare111os
sic/las gal/egos (gallizi che, d. b. chwcre Kampfsatt 1) autheb 11,
bezw. unv rstiindlich machen. Southey's Ueber etzung von
cùzcbas amoindas mit wel girths (" feuchre attelgurt n") aodrcr~
eits beruht direkt auf mangelhafrer Kentnis der prache. Be1
Sanchez stand ausdrücklich : mojado, ftojo; 111ojado heisst im
eigentlichen inne "durchweicht ", figürlich " chlaff, locker ",
ftojo bat nu r den inn des letzteren. Die "Iock r n Gurte"
aber bilden das einzig richtige Gegenstück zu d n cc leicht n
atteln ". Mit Southe 's cc bunten att ln" und "feuchten
attelgurten " i t natürlich d r inn d_ r ganzen _St~lle getalscht
und will sich dcm Zusammenhange mcht mehr mfügen.
Achnlich liegt folgendcr Fall : in der prachtigen zcne, da die
zwei Juden die mit and gefüllten Kisren um einen horrendcn
Preis an Zahlungsstatt annehmen und ob des gemachten Pro~tcs
ausser sich sind, sagt der eine der beidco, dem der gcsch:ifthche

ROBERT SO TIIEY

ND

PANIEN

2 59

~igenn~tz vollig ~i A.ugen °eblendet hat : Fürwnbr, CamJlt•ador,
uute, St1111de gnrtet 1hr euer Sc/Jwert ttm. Ans Castilien ireht ihr
z.11 fremdm Voe/kern; so will es e11cr Gfück. Gross wird eu~e Beute
sein. lrh mochle wohl daraus - ich bitte ergt'benst - t'Îll wrnehmes
rotes maurisches Feil• 'l!On euch geschenl.-t befo111me11. 1st mir recht
st1gle der. l Cid, es sei euch gewiihrt ,- brinir
ich es mit, sa ist es g,11',
ô
w1·111111101, so ·uerrechne es auf die Kiisten•.
Southey missv rsteht die einfachc Form aya (habeam) un&lt;l
ub rsctz~, ais ob die elbe gleichbedeutend ware mit {aga (faciam,
neuspan1sch baga~: Now, Campeador, •ott are .fOÙ1~ fro111 Cnstile
a111011? stra~1ge 11a1to11s, and 7our gain will be great, l''l.!eu as )'Our forl1111t ,s. I km JOllr band, C1d, and bave a uiftfior •011 a rtd ski ·
• ·
l,f
· l
l&gt;
,
11,
tl lS m()()ns J n11d honourable (Ill, 12). tatt in echt jüdischer Profitsucht noch obendrein um inen klcinen Bcurcanteil zu betteln
wie :s &lt;las Poe ma schildert, bietet bei utht' , der Jude dem Cid
&lt;las Feil ais Geschenk an ! - It p!eases me, antwortet drauf der
Ci.~, .i~ive it me if)'~ bat•t' broughl it, ,f rwl rerko1i it 11po11 the cht'sfs.
~ 1e s1~h ~er engl!sche ~e~er den organi hen Zusammenhang
d1e~~r in 1hrem mne voll1g verdrehten zene mit der übrigcn
Erzahlu?g l~erstellen mocht , ja, wiedies Southey sclbst môglich
wurde, ~ t ~m Rat el. 1 Tocb ungereimter wurde die ganze telle
durch die smnlose Uebersetzung von ondrada mit honourablc statt
mit precious,fine, noble oder einem ahnlich n Begriffe.
'
..._Il

1 • • 'ach Pidal (C,wtar H, 788) ein von M.ïnncrn und Fraucn über dcm
Lcnd~nrockc und unter dem Mantel getragcocs àrmelloscs aus fcinem Lcdcr
gcfi:mgtes Wam . Adam über ctzt c ( . 7) fiilschlich mit Mau,wpel·.
2.

Poem.1 175 ;
'
r.1 Camptador m b11e11 ora â11xiesles tsp,1da.
De Castül/a t•os ytks pora las g-tnles tstralllts.
Asi u ~mestra t:m1urt1, gra,ulrs s011 'i!Uts/ras _fllll,111das.
U,w fttl b1•n11e,a morisca, 011druda
Cid, beso t•uestra ma110 m don qua fa yo 11ya.
Pla• mt, dixo tl C{J, d'1UJ11i sea 111,111daJ,1.
Si z·os f11d11xier' da/111, sino11 co11J,1ldasolw /11s arcm.

�260

LUDWIG PFA,'DL
ROBERT SOUTHEY

Besondere hwierigkeiten bereiten outhey in einigen Fallen
Wôrtcr orientalischen Ur prungs. Bei der Bcschreibung des itzes
beispielsweise, der für den Cid im Cortes- aal aufgestellt wird,
heisst es ( Cron. cap. 248), er sei mit inem farta ri 1 11111y _1wble
bcdcckt gewesen. Southe la st (was auch dasklü~stewar! d1esen
Passus einfach weg und fügt in einer Fussnote be1, er e1 ausser
tande sich dieses fartar1 zu erklaren.
Minder aufrichtig verfahrt er in ein paarahnlichen Fallen. po_ttend fragt da beispielsweise der Graf uero Gonzalez den Kôrug
beim Anblick de prachtigen für den Cid b reit 0 estellten Sessel~:
Se,ïor sea la ·vues/ra merced que me digades, aquel tala1110 que pusie.
11)' •,?
ron hy, cerca de la imestra sil/a, para quai dueii.a Io p11s1ero11
si ,1.,erna •1.'estida dt• al111exia • y de algrinales blancos 3 en la cabeca, o
como verna hy guarnida?
Southey's Uebersetzung lautec folg ndermassen (IX,_ 5) : I
beseecb )'Our Grace, tell 111e for whom that coucb is spread beSll~e your
seat; for wbat dame is it made ready; will she came dmt m the
almexia, or with white alquinnles 4 on ber head, or after 'i.L'bat
fashion wi/1 sbe be apparelled? .
\J ie der Cid und seine Getreuen m den Cortes- aal einzi ben,

1. Das Wort schciot spe1.iell für die dure~ die Cidc~r?nik d_argcstelltc Kul~
turepoche von bcsonderem Interessc. Spao1sch lar/ar,, JCtzt langst ausscr Ge
brauch, bczeichnete ein kostbares, aus dem Orient stammcnde_s Gewebe, uad
entspricht annâhemd un crcm \\'orte Ptrsrrteppir/1. E1ymolog1 ch geht es auf
das Per. ischc zurück (ltittir, vgl. Zérolo, Diuio1111rio, Il 84;2) uad _koonte ais
Volk bezeiclmung our von den pcrsischcn (nicht aber den m_ pam~n damaJ~
unbekannten chinesischcn oder kaspischen) Tartareo gcmcmt s~m, wob:1
eben, wic des ôftercn, der ame eines einzclnen tamme :il Be~e1chnung ~~r
das gesamte Volk diente. Die Beziehungen_ derselben zum damaligen _pamcn
aber crfahren in der schon erwlhnten pers1schen Gcschcnkszenc der C1dchronik eine be oodere Illustration.
2. Maurischer Schal (Dier. de la Acad.).
.
3 Maurische Frauenh:iubc (ib.).
4 : Bei Southey steht zu allem Ueberlluss infolge eincs Druckfd1lers 11lq1111111lts . tau 11/gri11afrs.

•D

PANIEN

261

sind sie (Poema 3070 ff.) gar vornehm gekleidet : They wore (bei
uthe ' IX, 6) vel111ez.es • 1111der their hamess, that they might be
able lo brllr il, nud lhc11 t!Jt'ir 11111il wbich w11s ns bright as the su11.
The Cid... wore a shirt of ra11z.al • which was as white as the
Sil Il.

Der geneigte L er mochte sich bei diesem almexia- und
alquinales-Schmuck, bei dem 'l!r!m~es- und ram;_al-G hemde denken was r wollte, der Dichter stôrte ihn nicht dabei, nicht einmal,
Jurch eine freundliche Fus, note! Einig an ich unbedeutende grammatische Fehler, die den,
Gesamtcharakter des Chro11icle wenig Eintrag tun, die indes die
Gründlichkeic von outhey's spani chen Sprachkentnissen in
nicht eben günstigem Lichte zcigen, zumal wenn man sie im
Zusammenhalte mit einigen groben Yerstüssen im Amadis
betrachtet, sind die folgenden.
Das Poema gebraucht für den Begriff der vom Konig zum
Zwecke der Gesetzgebung, Rechtsprechung, oder wichtiger
Beratung einberufenen ersammlung die Bezeichnung : la c()rt
(esta cor/ )'O fngo, 2971; el rey fazfe cor!, 2986), die Cidchronik
dagegeo verwendet bereits den im Laufe des spiiteren Mittelalters
dafür gtbrauchlich gewordenen ( und auch heute noch zur
Bczeichnung der spanisch n Landstande dienenden) Plural : lm
Cortes; (que se hnvinn de començar las cor/es, cap. 248).
uthey
kombinien die beiden Ausdrücke in der denkbar widersinnigsten
Weise, indem er den Plural beib hait, ab r ais ingular konstruiert. Dabei kommt folgende Monstrum zu Tage : he ·wo11ld
hald a Cortes in Toledo (IX, 2) und the Palace of Galia no, where the
Cortes was to assemble (IX, 5). Im Anschluss daran konnte man
fast die Behauptung wagen, outhey habe von den Elementen

1.

2.

Schutzhemd; vom arab. mrlber (Dozy, Suppl., Il, 512).
linorn; vom arab. r,1ça11 (Dozy, ib. r, 529).

�LUDWIG PFANDL

der spanischen Flexionslehre keine blasse Ahnung gehabt, doch
wird wohl auch hier seiner gewohnten Flüchtigkeit un&lt;l Ueberhastung ein Teilchen der Schuld zufallen.
Ein Zeichen hastiger, ungenauer Arbeitsweise ist es auch, wenn
Southey (I, 4) zwei ahnlich lautende Wèirter verwechselt und
dabei durch den nicht eben logischen Sinn seiner Uebertragung
auf das Versehen nicht aufmerksam wird. Die oach dem Tode
des Diego Laynez in Kastilien einfalleoden fünf Maureofürsten
plündern das Land und schleppen Manner und Frauen, Pferde,
Schafe und Rinder in Scharen fort. Mi tten auf ihrem Eroberungszug, "da sie mit ihrer grossen Beute einherziehen" (veniendo
con su grande presa), überfallt sie der Cid, entreisst ihnen den
ganzen Raub und nimmt die fünf Maurenfürsten gefangen (Cran.
cap. 2). Southey verwechselt in der Hast des Uebersetzens presa
(Beute) mit prisa (Eile) und schreibt: a'S they were retnrning with
all their speed. Dass er dabei, um halbwegs Sinn in den Ausdruck
zu bringen, dem Text der Vorlage einen kleinen Stoss versetzen
muss, veniertdo mit ret11rning, also so ziemlich mit seinem Gegenteil wiedergeben und für die Begebenheit einen fluchtartigen
Rückzug der Mauren zurechtkonstruieren muss, ist eine weitere
üble Folge seines Versehens.
Storend wirkt auch ein gedankenloser Fehler, der zwar l?-eute
noch gang und gabe ist und in Handbüchern und gelebrten Untersuchungen noch haufig nachgedruckt wird 1 , der in des damit nicht
entschuldbarer wird : den Beinamen El Sabio des X. Alfonso mit
"der Weise ". (The Wise, Southey XI, 22) statt, wie es das
einzig zutreffende ist, "der Gelehrte '' zu übersetzen.

.

I. Beispielsweise : Vdasquez-Dieze, Gescbicbte der Spaniscbe11 Dirbtku11st,
S. 132. Ticknor, Gescb. der Span. Literatur (Deutsche Ausgabe), I, 32 u. ô.
Clarus, Span. Literaltlt" des Millelalters, I, p8. Diercks, Spa.11iscbe Gescbichte
(Kleioe Ausgabe) S. 6r .

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

*
**
Damit wird über Southey's Chronicle of tbe Cid, soweiJ dasselbe
un ter de~1 Tite! m:serer St~die fallt, das Wichtigste gesagt sein.
Bevor w~r aber we1terschre1ten, wollen wir, einem alten Prinzipe
getreu, m kurzer Rückschau die Hauptero-ebnisse weitlaufio-er
Auseinandersetzungen in zwei, dreÎ übersichtliche Satze zusa~1•
menfassen.
Durch die Colecci6n de Poesias castellanas des T. A. Sanchez
auf das ( darin erstmals gedruckte) Cidgedicht aufmerksam o-ewor~en, e~tscl:loss sic!~ Sout~ey, d:n Cidstoff, der ihm zuvo;ledig!1ch lustonsch ais em Ka pite! semer Gescbicbte von Portugal vorgesclnvebt batte, weniger ais Historiker, denn ais Dichter zu
b~l1andeln; und zwar als eine Art Kulturroman, ais ein "altspanisches Ze1t- und Sittengemalde ". Das glaubte er am besten zu tun
in Form einer durch Heranziehung des Poema und verscbiedener
an&lt;lerer Texte erweiterten und verbesserten Uebertragung der
Cidchronik.
In ha Itlich setzt er dabei an Stelle jener Abschnitte der Chronik, die gleichzeitig im Poema behandelt sind, die bei weitem
lebhaftere Schilderung des Cidgedichtes, fügt dem Text ausserdem einige ihm besonders charakteristisch erscheinende Einzelh~ite~ aus_ den Cidromanzen und der Cr6ni'ca general ein, und
g1bt 1hm emen aus neueren spanischen Geschichtswerken ad hoc
konstruierten, weoig glücklichen Schluss. Mit Recht ist er dabei
einerseits angstlich auf die Wahrung aller kulturhistorisch wertvollen Bestandteile der Schilderung bedacht, wahrend er sich auf
der anderen Seite (aus mehr praktischen Gründen) nicht dazu
v~r:tehen k~nn, die dem Texte der Cidchronik so unbedingt
notigen Stre1chungen eines ungeheuren Wustes unnèitiger und
langweiliger ebendinge vorzunehrnen.
Stilistisch legt sich der Dichter eine Form des Ausdrucks

�LUDWIG PFA. DL

zurecht die in Einzelbeiten der Fraseologie und Grammatik
bewus ~ den englis hen Bibeltext imiti rt, im allgemeine~ ab r
in ac uchter Einfachheit und Eintônigkeit ein dem D1chter
vor chwebcndes Ideal, ein gewisses standard lmmicle Englisb
darst Uen soli. Mît Bezug auf die sprachliche Korrektheit des
Aus&lt;lruckes unterlaufen dem Ucbersetzer eine Reihe schwenYieaender Irrtümer und er ehen, die einerseits den inn de Textes
;rheblich otstellen, andrerseits die Gründlichkeît der panischen Sprachkentnisse d s Dichtergelehrten in peiorem partem
harf charakterisieren.
Bibliografiscbe Bescbreibung der Ersla11sgabe von Southefs
Cbro11icle of /be Cid'.
r Band in 4°:
1 Karte von Spanien (Schwarz-Weiss-Druck).
Titelblatt : Chronicle of tbe Ci4, From !be Spanisb ; by Robert Southey, LO TDON : Pri11ted for Long111a11, H11rs1, Rees, and
Orme, Palenwster row, 1808.
5 BI. unpaginiert : Co11te11/s.
.
.
1 Blatt unpag. enthaltend recto : Errors (4 Zetlen), ver o : 11 te
von Sourhey's Werken.
cite III bis XI : Prejace.
. XIII bis XLI : lntrod11ction .
. 1 bis 336 : Text des Cbronicle of tl·e ~id.
S. 367/68 unpag. Blatt mit der Aufsc~nft : oler.
. 369 bi 384 : oies 011 the lntro~11ctw11.
. J8S bis 433 : Notes on tbe Chromcle.
S. 43 5 bi 468: Appendix enthaltend: ers 662-764, 3242-3389,
JS04--J6 9o aus J. H. frere's englischeryebersetzung des
Poema del Cid, mit beigegebenem spamschen Text.

J.

thek.

ach &lt;lem Exemplar d r Strassburger

oiversitàts- und Laodcsbiblio-

ROBERT

OUTHEY U:-10 SPANIEN

PAL IERt' OF

E. GLA.·n.
1

Eio fundamentalcr Unterschied b steht zwi chen Soutbey's
A111adis-Uebersetzung und seiner Bearbeitung des Pahneri11, so
ahnlich die beiden nach ihrer Entst hungsgeschichre zu sein
cheinen. , abread nâ.mlich uthey die U bertragun des Amadis-Roman nur auf Grund des spanischen Origioals \'Ornabm,
ohne dass ibn dabei die ait ren franzôsiscben und englischen
Ueber etzungen im eringsten beeinflu sten, war s in Pa/111eri11
,·on vorn herein al nicht mehr, denn eine eubearbeitung der
aus dem r6. Jahrhundert stammenden englischen ebers tzung
dieses Romans durch Anthon ' Munday beabsicbtigt •.
Ein Zeitgenosse hakespeare's, Tragôdiendichter und in der
Literaturgescbichte seines Vat rlande den , orlaufern des gro s n Dramarikers zugezahlt, hat Antony Munda (r553-1633)
sein Hauptbedeutung auf dem Gebiete der Ueber tzungcn spanischer und portugiesischer Ritterromane. ln dem Jahrzehnt
,·on 1580 bis 1590 er hien au seiner Hand ine Reihe der gelesensten dieser Romane in englischer Uebertragung : Palmeriu
of E11gla11d (1581), Pa/merin de Oli'l!a (1588), A111adis of Gan/
(1589), Pri111aleonofGreeœ (i589), und Palmendos (1589). Ein
Umstand aber macht jede einzelne dieser Version n .zu einer crux
borri/,ilis der lirerarhistori chen For chunu : Munday, der Zeit
seines Lebens nie in panien war und aucb durch keinerlei Kentnis des spanischen oder portugi sischen ldioms ein Uebersctzergewissen beschwert fühlte, fertigte seine enolischen Uebertra-

1. I am roing lo rtpri11t Pal111rri11 of E11cr/a11d, m"u/Ïl/g th~ oh/ tr.1,1slatiC111,
141e11 Il req11ires il, a11d addi11g- a leanitd prefare. (Sel. l 376 und 382).

�LUDWIG PFA. DL

zurecht die in Einzelbeiten der Fraseologie und Grammatik
bewus ~ den englis hen Bibeltext imiti rt, im allgemeine~ ab r
in ac uchter Einfachheit und Eintônigkeit ein dem D1chter
vor chwebcndes Ideal, ein gewisses standard lmmicle Englisb
darst Uen soli. Mît Bezug auf die sprachliche Korrektheit des
Aus&lt;lruckes unterlaufen dem Ucbersetzer eine Reihe schwenYieaender Irrtümer und er ehen, die einerseits den inn de Textes
;rheblich otstellen, andrerseits die Gründlichkeît der panischen Sprachkentnisse d s Dichtergelehrten in peiorem partem
harf charakterisieren.
Bibliografiscbe Bescbreibung der Ersla11sgabe von Southefs
Cbro11icle of /be Cid'.
r Band in 4°:
1 Karte von Spanien (Schwarz-Weiss-Druck).
Titelblatt : Chronicle of tbe Ci4, From !be Spanisb ; by Robert Southey, LO TDON : Pri11ted for Long111a11, H11rs1, Rees, and
Orme, Palenwster row, 1808.
5 BI. unpaginiert : Co11te11/s.
.
.
1 Blatt unpag. enthaltend recto : Errors (4 Zetlen), ver o : 11 te
von Sourhey's Werken.
cite III bis XI : Prejace.
. XIII bis XLI : lntrod11ction .
. 1 bis 336 : Text des Cbronicle of tl·e ~id.
S. 367/68 unpag. Blatt mit der Aufsc~nft : oler.
. 369 bi 384 : oies 011 the lntro~11ctw11.
. J8S bis 433 : Notes on tbe Chromcle.
S. 43 5 bi 468: Appendix enthaltend: ers 662-764, 3242-3389,
JS04--J6 9o aus J. H. frere's englischeryebersetzung des
Poema del Cid, mit beigegebenem spamschen Text.

J.

thek.

ach &lt;lem Exemplar d r Strassburger

oiversitàts- und Laodcsbiblio-

ROBERT

OUTHEY U:-10 SPANIEN

PAL IERt' OF

E. GLA.·n.
1

Eio fundamentalcr Unterschied b steht zwi chen Soutbey's
A111adis-Uebersetzung und seiner Bearbeitung des Pahneri11, so
ahnlich die beiden nach ihrer Entst hungsgeschichre zu sein
cheinen. , abread nâ.mlich uthey die U bertragun des Amadis-Roman nur auf Grund des spanischen Origioals \'Ornabm,
ohne dass ibn dabei die ait ren franzôsiscben und englischen
Ueber etzungen im eringsten beeinflu sten, war s in Pa/111eri11
,·on vorn herein al nicht mehr, denn eine eubearbeitung der
aus dem r6. Jahrhundert stammenden englischen ebers tzung
dieses Romans durch Anthon ' Munday beabsicbtigt •.
Ein Zeitgenosse hakespeare's, Tragôdiendichter und in der
Literaturgescbichte seines Vat rlande den , orlaufern des gro s n Dramarikers zugezahlt, hat Antony Munda (r553-1633)
sein Hauptbedeutung auf dem Gebiete der Ueber tzungcn spanischer und portugiesischer Ritterromane. ln dem Jahrzehnt
,·on 1580 bis 1590 er hien au seiner Hand ine Reihe der gelesensten dieser Romane in englischer Uebertragung : Palmeriu
of E11gla11d (1581), Pa/merin de Oli'l!a (1588), A111adis of Gan/
(1589), Pri111aleonofGreeœ (i589), und Palmendos (1589). Ein
Umstand aber macht jede einzelne dieser Version n .zu einer crux
borri/,ilis der lirerarhistori chen For chunu : Munday, der Zeit
seines Lebens nie in panien war und aucb durch keinerlei Kentnis des spanischen oder portugi sischen ldioms ein Uebersctzergewissen beschwert fühlte, fertigte seine enolischen Uebertra-

1. I am roing lo rtpri11t Pal111rri11 of E11cr/a11d, m"u/Ïl/g th~ oh/ tr.1,1slatiC111,
141e11 Il req11ires il, a11d addi11g- a leanitd prefare. (Sel. l 376 und 382).

�L O\\'IG Pf.\.'DL

gungen der gen:mnten Romane sarot und sonders nur nach
franzôsi chcn odcr itaJienischen er ionen dcrselben an. Di letztcren bciden Sprnch n ,varen ihm bis zu einem gewi en Grade
,·on einer lângercn Reise durch Frankrcich und Italien geltiuficr,
auf dt:r er auch mit der Liceratur dicser Ritterromane bckannt
geworden war. So ist z. B. sein Pnfmendos wie man weiss, nach
dem Franzosischen des ernas ol gearbeitet, der selbst wieder
teils nach einer italienisch n Vorlage, teils nach dem Franzôsischen des Gabriel Chappuis übersetzt batte. Für den Pnlmerin
aber, der uns hier in er ter Linie intere siert, beoützte auch
Munday zweierlei orlag n, die franzôsische Uebers tzuog des
Jacques Vinant für die ersten beiden Bücher, filr das dritte aber
die italieoische Version de Mambrino de Roseo.
un ist natürlich eine richtigc Erkentnis und Würdigunrr de en, was outhey dem Tcxt de porrugie ischen Originals gegenüber getan hat, wenn er die unday'sche Ucbersetzung an der
Hand de ersteren revidierte und verbe serte, vollig unmôglich,
wenn nicht im Einzelncn zuvor fe tgestellt ist, inwieweit für
dicse und jene Auffa sung, für diesen und jenen Fehler entwedcr
schon die beiden ebers tzer vor Iunday, oder erst diescr selbst
verantwortlich ist. Mit anderen Worten : Bevor nicht Munday's
Yerhaltnis zum Original (auf dem mwege über die franzôsische und italienische ersion) fe tge te lit ist, kann auch outhey's tellungnahme zu Munday nicht auf sicherer Grundlage
behandelt werd n. Das hie e ein Haus bauen und mit dem
Dachstuble beginnen wollen.
D r Plan dieses Palm rinkapitel war al o ursprünglich folgender : auf Grund einer (getrennt von dieser tudie zu veroffentlichenden) orarbeit über M1mday's Pnlmeriri of England
1111d sein Verhiiltnis zym Original wtiren die Grundsatze der Southey'schen Revision geordnet und durch Belege im einzelncn
charakterisiert worden. Lcider schciterte aber der ganze Versucb
an dem einen mi slicben Umstaode, dass die Munday'sche
Palmerin-Uebersetzung auf keiner der offentlichen Bibliotheken

ROBERT

OUTHEY

· D SP:VIE,

Dcutschlands vorhanden ist' I h
.
gnügen, Umfanu und Gren . ~- mu~te m1ch daber damit bcich sie allein fü~ richt1'g I zl,en ic erdEmzeluntersuchung, so wi
1a te anzu cute d. A r_••
s lbcn aber and ren .. b I
n, ic USlllhrung d ru cr assen.
on Vorteil wird es auch in fi
Ausfall dies s Kapitels an Er eb~isesrzu~~ellen, was durch den
ren gehr. Tach outhe , ~
sen fur unsere tudic verlo, s e1genem U t ·1 · d.
zuna Munday's im hochsten Grad
r e1 e ist ie Ueber etprachliche
rsehen und r
fehl~rhaft und nachlassig 1_
Ausla sungen und Zusa
is~vl r tandni ·e erganzea sich mit
- mmenz1e rnngen
· V f1
ergrôberung jcder Art im Gan d H ' mit er achung und
they damit gur zu nuchen da! er _a n&lt;llu?g. ?as suchte SouFehl r be . erte andere .' d s r emers tts die sprachlichen
'
r eits en erlauf d E ··LJ
d.te klein tcn Einzelheiten
wi derhe
er rza,_1 ung bis in
Art, wie wir St·e b . So h
rstellte. Ergebnisse von der
e1
ut ey' A d. f:
Dichtcr nach eio-encm Ge b k V .. ,na rs ao&lt;len, \\'O d r
•
b
se mac e erande
ie charakteristi cher nicl1t h:.
.. rungcn vornahm,
wic
..
1
PaImerin nicht zu erwarte I,lttenI sem konil en, warcn
a so bci
they offenbar nicht so set' m. btz~eren Falle fühlte sich Sou1r, w,e c1 Amadis, ais sclbst:indigcr

1 • Der einzige \V"" .,.
n.. .
"t&gt;&gt; uies zu crmiuelo ist b k
·
.
,xrlmcr Auskunftsbureaus. Wo diesc w· . c anothch die Rundfrage des
nur mchr die ~foglichkeit si h
f ' i~ h'.cr, ohnc Resultat bleibt bestcht
der gcsuchtcn Werke anf~rti~eu au J ausland1schen Bibliothekeo Ab;chrifren
Iandsrcisc nicht 1.uru-ck
ho zu asscn, oder aber vor eincr l:ingeren A
·
zusc rcckcn Be· d.
· .
u&gt;obald es sich um Werkc von d
.
i c w1rd mdc· zur Unmôglichk ir
Rittcrromane handelt.
em ungewôhnlichcn Umfaug der altsp:inischc.:~

2. (Pr face zu Palmnin, pag. xur) .
.
lra11s/a/ed Palmeritt oif Ena/a d l
, ... if he hntl b,mged bimself bifore be
11 ' 'Je fi.'Oulif hat•esar J
u· ,b'10l Il)Ild ,10 txNCf,1tio11 ·' wl•in
I L
e mt a g-real dta/ of labour oif
r
= vegm1 to rl'Vis h'
,
'
so111e rare, but /Je s0011 nsiu11ed JI.·~ t k
l
e ,s verston. He hegn,1 if with
tam
· ,s,
· liat
l
·'
~ 4S tnot'Jlrs/ess
/1GJ1ba
•
al te.ut tbru /orfb of the book
q1111 ,,.,
"himsdf; for urs/{',()J Frt11ch, nor Englisb, 11or lhe slor' w~~;ran/a/ed b)' one wl1C1 ndtha imdertuog 5?uthey's, Munday habc zum
be ~~s lra11slali11f.'. Die Bchaup•
u_nbcw1c en, aber nicht uuwahrsch . r mit ~ch1lfen gcarbeitet, ist annoch
z1crthcit die es toffgcbietcs,
em ic l - em neuer Beleg für die Kompli-

,{."'~''.l

li

�LUDWIG PFA. 'DL

rachdichter, denn ais unpersônlicher Korrektor und Herausgeber. Andererseit fr ilich entschlüpft uns mit der Môglichkeit,
outhey's R Yision nachz.uprüfen, auch die einzigc Gclegenhcit,
die sich geboten hatte, des Dichters portugiesische prachkentnisse halbwegs auf ihr Tiefe und Gründlichkeit hin zu untersuchen. Das letztere ist aber auch die einzige Lücke, die durch
den Wcgfall einer eingehenden Palmerin-Untersuchung in den
Ergebnissen der vorliegenden tudie entstebt.
Southey's Palmerin 'of E11gla11d ist meines Wissen nur ein
einzigesmal ( 1807) im Drucke erschienen. Dies Originalausgab ist zudem von grosser cltenheit, so dass eine genaue
bibliographische Beschreibung derselben nicht ohne Wert und
Interes e sein àürfte. lch gebe sie nach d m Exemplar der
Darmstadter Hofbibliothek, anscheinend dem einzigcn, das sich
auf den ôffentlichen Bibliotheken Deutschland befindet.

R.OBERT

OUTHEY

:,;D

PANIEN

Text; r Blatt unpaginien (enthalrend Errors und
cine Liste Works b 'Robert Southey).
Der T xt veneilt sich folgendermas n auf d·e . 1
Bande :
'
,
1 emze ncn
Band 1 : Kap. 1 mit p.
Band 2 : Kap. 50 mit 9..,._
Band 3 : Kap. 95 mit 125.
Band 4 : Kap. 126 mit 172.
Die Duplizitat der Kapitel 50, 5 r, 52 in Band I und 2 ist
offe~bar durch ein \ ersehen des ètzcr entsranden. Das erstc
Kapitel de 2. Bandes sollte recte mit ](op. 53 u
. ··b
I · b
·
· . ,, . u er. c me n ern, so dass der Southey'sche Palmerùr tat iichlich
u~sge!a'.nt r75 Kapitcl (statt der an ezeioten 172) enthaÎr. Auf
die l xtfolge hat das Druckverseh n im übrigen kcinen Einfluss.
*

• *

4 Bande klein-8°. AIJen vier Bandcn gemeinsam :

cbmutztitelblatt mit dem ufdruck Palmerin of England,
in Jour t'Olmnes. Corrected by Robert Southey {rom tlx origi11al Port11g11m. Sodann das Haupttitelblatt mit dem Aufdruck Pal111eri11
of E11gla11d by Francisco de Moraes . London, Pri11ted for ùi11g111a11,
Burst, Rees, and Urme, Patemoster Rou•., 1807.
Die einzelnen Bande wie folot :
Band r : LVI, S. ; 4 Blatt unpaginiert (die Inhaltstafel des
r. Bandes enthaltend); . 1-466 Text.
Band 2 : 2 Blatt unpaginiert; S. 1-423 Text; 4 Blatt unpaginiert (enthaltend eine Liste Works by Robert Southq
pri11Jed for ùingman, Burst etc., und 3 Blatt
Inhaltstafel des 2 . Bandes).
Band 3 : 5 Blatt unpaginiert ( enthaltt!nd die beiden Titelblarterun&lt;l 3 Blattlnhaltstafel des 3. Bandes); . 1-414
Text.
Band 4 : 5 Blatt unpaginiert (enthaltend di b iden Titelblatter und 3 Blact Inhaltstafel de. +Bandes); . 1-438
1

Zurn
hlusse
wird noch cin lmrze n:rort
.
~,
u.. ber
ut 11e •,s
Ste Il uno zur Frage
der
r. . . 1 r: d p
.
•
r,
•
•
errass 1sc 1art es alml'ml de Inglalerra
zu sa '~n em, em Abschnitt, der immerhin ein cherflein zur
Kemms. \'On Sourhe ,, BcIesen he1t· be1tragen
·
rnag, wenn er uns
auch n1ch~ ebenso weite Ausblicke rewahrt, ais die Erôrteruno
der Amad1sfrage es rar.
i:,
. Abges hen _n~n der bekannten Stclle bei Cen·ames, der Y0n
ernem portug1es1 chen Kônige ais Verfasser spricht, war Palmerin
d~ Inglaterra se ts unb zweifelt for das \ erk des Portugiesen Francise~ de Mora sgehaltcn word n. Einen b gründet cr cheînenden
Zwe1fel und &lt;lamie ine Palmerinfrage gab es erst, seit der
Hera~sgeber der Ausgabe von Lissabon 1786, der Portugiese
Agosttnho José da Costa de Maccdo, in seiner orrede ausführce
er habe aus de Bure • erfahren, da s cine franzo. ische Ueber~
r • Gemeint ist offenbar • G F D b

B ••, -

.

.
·
.
· · • e ure, "' 1ograplue i11slruclfrt ou traité de
1
a co1111111ssa11re du !lt'res rnrts tl si11u11fi,rs.
P;tris , 1-6•
ô
,
&gt; 6 . 7 Bde.

�270

LUDWIG PFANDL

setzung, die sich ais traduit dtt castillan beieichnete, bereits 1 5p53 erschienen war. Es müsse dernnach, da die alteste bekannte
portugiesische Ausgabe erst von 1567 datiere, ein offenbar spanisches Original existiert haben. Im Jahre 1797 kam Pellicer in
den Anmerkuogen des von ibm edierten Don Quixote (I, 60)
darauf zurück und verwirrte die Frage erheblich dadurch, dass
er - aus Uogeoauigkeit oder mit Absicht die Tatsachen
falschend - schrieb, der Herausgeber der Palmerioausgabe
von 1768 versuche nachzuweisen, dass das Original von Francisco de Moraes in portugiesischer Sprache geschrieben und von
ihm r 567 zu Evora publiziert worden sei. Er selbst (Pellicer)
halte es indes auf Grund der Notiz bei de Bure für sicher, dass
das Original spanisch gewesen sei.
Der nacbste, der sich mit der Losung der Frage beschaftigte,
ist bereits Robert Southey. Ihm blieb jedoch die Stelle bei Pellicer, die sicherlich seinen Widerspruch herausgefordert batte,
unbekannt und erschreibt (Pre/ace, S. XIII) : The Spaniards, as
jar as Jam aware, lay no daim ta the romance. lm übrigen ist
Southey's Stellung zur Frage der Verfasserschaft des Palmerin
die folgende. Er kannte an Orlginalausgaben des Romans 1 die

'"

r. Hier zum Vergleiche die vollstandige Liste der Ausgaben und Uebertragungen des Pal111erin de I11glaterra :
a) portugiesisch: 1) 1544 (Ort unbekanot).
2) Evora 1567. 3) Lissabon 1592.
4) Lissabou r786. 5) Madrid 1852.
6) Madrid 1908,
b) spanisch: Toledo 1547/48.
c) franzôsisch; r) Lyon 1552/53. r574•. 2) Paris 1829.
d) englisch: 1) London 1581. 2) London 1807.
e) italienisch: Venedig 1553/54. 1555•.
.
Eine deutsche Uebersetzung ist bis heute nicht bekannt geworden. Dem Leser
môchte ich zur Erhôbung der Uebersichtlichkeit empfehleo, sich in dieser
Liste nach den oben gemachteu Angabeu einfach die von Southey gekanoten
Ausgabeo zu uoterstreichen. Er hat dann gleichsam eioe grafische Darstellung
des Verhiiltoisses Southey's zur Bibliografie des Pa.ltnetin de lnglaterra.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

27r

zweite und dritte portugiesische von Lissabon 15 92 und
Evora 1567, ~ei~e jedoch nur am derVorrede der vierten (Lissabon, 17~6), d~e 1hm vorl:1g und deren er sich auch zur Revision
Munday S bed1ente. An Uebersetzutigen waren ihm die spanische
v?n _Toledo_ I 547-48 aus ebenderselben Vorrede, sowie aus der
Btbhograph1e von de Bure bekannt (aus der ja auch die Kenrnis
d~s genam~ten Herausgebers über sie stammte); ferner kannte er
dte franzos1sche von Lyon I 552-53 aus Autopsie und zwar in
den~ Exemplar der Advocates Library in Edinburgh, sowie die
zw_ene_ A~flage der italie_nischen Version von Venedig r 555 aus
der Btbhografie des Nicolas Antonio. Vergleicht man diese
Zusammenstellung mit der unten angefühttem Gesamtliste so
ergibt sich die Tatsacbe, dass Southey von den zu seiner 'zeit
und zwar ~is 1807 erschien~nen Ausgaben und Uebersetzungen
des Paimerm de Inglaterra mtt Ausnahme des Originals von 1 544
der Erstauflage derVenedigerausgabe (1553- 54) und der zweite~
des Ly~ner Druckes ( I 574) die vollstandige Bibliografie derselben be1satnmen batte, wobei seine Kentnis der einzelnen Drucke
zum Teil auf Autopsie, zum Teil auf sicherer bibliografischer
Ueberlieferung beruht.
Von besonderem Interesse ist nun die Steliungnahme
South?'s zur Fra~e des portug.iesischen Originals. Bis auf 1786
:,va:, w1e gesagt, die Autorschaft des Francisco de Moraes kaum
JC 111 Zweifel gezogen worden und Southey selbst hatre wie er
(S. XIV) sagt, eine Menge Belege für diese jahrhunderte-alte
Annahme beibringen kônnen. Nun brachte plôtzlich der
Herausgeber von 1786 berechtigt erscheinende Zweifel daran zu
Tage, indem er auf ein vor Moraes und seiner offenbar ersten
Ausgabe liegendes s pan isches Original schloss. Mit dieser
Theo_rie ko~nte sich_ indes Southey nicht befreunden . Er argument1erte v1elrnehr rn folgender Weise, die teilweise nicht ohne
~charfsinn ist : ~oraes ging, wie aus seiner Biografie bekannt ist,
111:- Jahre I 540 1111 Gefolge des Conde de Linhares nach Paris.
immt man an ( und nichts widerspricht dieser Anuahme), dass

�LUDWIG PFA 'DL

ROBERT SOUTHEY UND SPA.NIE,

er wabrend seines Aufenthaltes in der franzosischen Hauptstadt
den Roman schrieb aber dt!n Dmck bis nach seiner Rückkehr in
)
L 1. •
die Heimar aufschob, so ist damit ohne weiteres die Moglic1u-;_e1t
gegeben, dass das Manuskript in der Zwisch_e:1zeit in -~as F~anzosische übertragen und noch vor dem Ongmal veroffentlicht
wurde 1 • Ais i11lemal evidenre führt Southey for die Autorscbaft
des Mornes hiezu noch die Desculpa de 1111s amores • desselben an.
Aus ihr gebt hervor, dass Moraes in Frankrejch zu einer Dame
amens Torsi Zuneigung gefasst batte; gegen Schluss des Palmerin aber finden sich elf Kapitel, die von di ser Dame und noch
drei anderen handeln i. Darnit aber ist für Southey der Beweis
erbracht, dass das Original des Palmerin de Jnglaterra der in po~tugicsischer 'Sprache 1567 zu Evora erschienene Druck se1,
und dass derselbe aus der Feder des Francisco de Moraes stamme.
Verwunderlicb ist bei dieser Argumentation vor allem, dass
Southey durch die grosse Differenz der Jahreszahlen - 1 540
Aufenthalt Moraes' in Paris, I 552 Verôffendichung der franzôsischen Version, 1567 Ersche-inen des Originals - nicht stutzig
gemacht wurde, besonders aber der Umstand, dass er sich über
das traduit du castilla11 der franzôsischen Ausgabe mit folgender
Ausfl.ucht hi~wegzusetzen wagte : Why the French translator should
say fro 111 the Castilian, I do not 1111dersland; had the general wor1
Spanish been used instead, l sbould have bad ,~o doubt, /bat it
was used ge11ericall:y•, as Spai11 is for the whole Penmrnla (thus the

Portugurz.e cal/ Camows the Prince of the Poets oj Spain) . ln all likelihood he bas 11sed the word blrmderingly as synonymous 'With Spanish
(Pre{., XlII). lm Jahre 1826 tauchte im Antiquariate des in London ansassigen spanischen Buchhandlers Vicente Salva ein Exemplar der
bis dahin nur aus bibliografischen Notizen bekannten spanischen
Uebersetzung von 1547-48 des Palmerin de Inglatcrra auf, und
siehe da, aus der Widrnung ging hervor, dass der Spanier
Miguel Ferrer (seines Zcichens gleichfalls Buchh:indler) der Verfasscr dieses offen bar das Original des Romans darstellendcn
Druckes sei, wie denn auch Salva in seinem Kataloge anzeigte.
Schon ein Jahr darauf indes berichtigte eine Stelle der zu
diesem Katalog erscheinentlen Fortsetzung die vorige Bemerkung
dahin, dass nicht Ferrer ais Autor in Betracht komme, sondern
vielmehr Luis de Hurtado, de1rn ein kurzes Widmungsgedicht
zu Beginn des Bandes ergebe (so hatte sich nachtrtiglich herallsgesteilt) mit den Anfangsbuchstaben seiner Zeilen den Satz :
Lnis H11rtado autor al lector da salud. Wer hiitte auf diese
Entdeckung hin noch gewagt, die Autorschaft des sonst aucb ais
Dichter von Eclogen und ais Ovid-Uebersetzer bekannten Hurtado anzuzweifeln? ogar Gayangos, dessen Einleitung zu dem
Bande Libros de Caballeria (1857) der Ri\'adeneyrasammlung bis
\·or kurzem das Haodbuch par excelle11ce für ditse Art von Fr-agen
war, blieb bei Hurtado stehen und hielt Moraes nur für den
Uebersetzer. Dieselbe Ansicht ist auch noch in der deutschen
Uebersetzung von Ticknor's gruodlegendem Kompendium
(1867; I, 193-94) zu Jesen.
Erst ab 1876 regte sich der Wi&lt;lerspruch. Nicolas Diaz de
Benjumea, Carolina Michaëlis de asconcellos, W. E. Purser
und Menéndez y Pelayo haben in den lctzten vier Dczennien in
einer Reihe von Untersucbungeo ausführlich dargeJegt 1 , was wir

272

1 • Ais ahnlichcs Beispicl füh rt Southey die vor dem deutschen Original im
Druck erschienene Ue bersctzung des Schillerscbea Wallenstein durch Cole-

rid ge ao.
2. Posthum zu Evora 1624 gedrucktc und auch der Palmerin-Ausgabe :ou
x786 beigegebene Rechtfcrti-gung einiger Liebesabenreuer wâhrend des Par_1scr
Aufepthaltcs. Der vollstandige Tite! Jautet : Desculpa de ,ms amo,·~s, q,'.e l11tf1.i,
em Piiris com uma dama Jr,111a-z_11 d,1 rai11ba Do1ia 1.eo11or, por nome_~ors,, seudo
Portuguez, pel,1 911111f ez. a historia das damas frnurez.as l~O seu P.1/'.1,ri rim.
.
3. Leldcr bat Southey in seirter Be~rbcitung ~es fext~s ~1ese ell Kap_1tel
gestrichen, wcil es ihm plotzlich bcind . da s sic c/11111sil)' msertrtl a11d /1/1/e
i,,/eresli1t!f wfi ren (Pre]. XV).

1. ' . D. Benjumea, Dismrso sobrt el Pal111eri11 dt fogfote,·m . Lisboa, 1876.
C. Michaiili de Vase. Vtrs11d1 ül·cr dm Rillerro1mm P,tlmeirim de bigla-

REVf"E H l S PANIQCE

C

,s

�274

LUDWIG PFA DL
ROBERT SOUTHEY tJ. D

. .
.
atz zu ammen zu ias
{'. en un beschranl11cr in folgcnde kurze . .1
• ben Textes mit &lt;l m por{'.
E. -i-,, glc1ch ues spa01sc
.
ken dunen : m vcr
1·
dass &lt;las Onb · d -h seine Portuga I men' ·
tugiesi chcn • ewe1st
url, D'1e se11
cl1te Prosa des spani chen
• 11 ~ar
1c
ginal portugiesis
'.
·
.
. enl hriftsteller von der
.
• 11 .. bri ens gar nie em
.
T xte h s e si u
D elbe z:ihlte obendr 111
d L .. Hurtado zumuten. ers
.
.
, k
Elc anz es u1s
. Alter in detn man nicmals in \.v r.
I 548 erst I 8 Jahre, em
'. 1 't des Palmerin de Inglaterta.
K 1
d Lebenswe1s 1c1
. .
von der u tur un
o· \ idmuoa des ersten T e1·1 .,, der n Zeilen1verfa
. . ·endkann. ieL,us. Hurta do at1 101• al Ier/or da salud erg ben,
h
muai n en at~
d' Autorschaft. Das Wort au/or :tt
bat k ioe B we1 kraft for ie G d' 1 . " oder aber auch nur
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11

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d 6 1882). W. E. Purser. Pafma!ii of
rom. ~b,Z. B · ,1 (Rolcosion voh Fitzmauncc-Kclly,
tntt wcrtvo er ~ ·
p J O rigmes de /a Not•ela, 1, 2 66 •

1904,

Enu/u d.. Loudon, Menéndez v e ay ,
Rtt•11e bup.,
• , 6 14 •
•

PANIE.

275

amen und &lt;lergleichen. nwiderleglich für die Per on &lt;les Franci ·co de foracs ab r z ugt die Episode in den Kapiteln r 37 bis
q des Roman , in d nen die Licbesalfaire wiederk lm, die wir
unabhiind 0 ig vom Palmerin aus der Desmlpa de 1111s amores des
foraes kennea.
i

Damit hat sicb auch schon von selbst ergeb n wie sich
outhey' · Theorie zu den modcrnen For chungsergebni sen
vcrhiilt. Southc war von vornel1erein überzeugt von der
Richrigkeit der alten eberlieferung der Autorschaft des Moraes.
Die nur aus den Bibliografi n bekannre panische Ueber etzung
war ihm %U der Zeir, wo er sich mit diesen Dingen beschiiftigtc,
ebcn owenig wie anderen zu Gesichte gekommen. ImJahre 1826
aber, ais in Sald's Katalogen die amen von Fcrr r und Hunado
und mit ihnen die Theorie vom span ischen Original de PaJmcrin &lt;le Inglatcrra auftauchte, da dachte . ourhey liingst an
andcre Dinge, und die Periode der spanischen Helden- und Ritrerbüchcr lag weit hinrer ihm in wcsenlo m heine. Sonst hlittc
woh) auch ihn die scheinbar 0bcrzeugende Beweiskraft des Lw's
HurJado au/or al l1•ctor da salud in ihren Bann gezogen und zur
Aen&lt;lerung seincr Aasicht veranlasst.
o begnü 1 re r sich &lt;lan1it, die ( cbeinbare) Prioritiit der spani chcn Ueben:tzuag plausibel zu machen und aus den von
Momes bekannt n Pariser Erlebnissea den
hlus ' auf de sen
Autor chaft am Palmerin zu ziehcn. Dabei mu besonder hcrrnrgchoben werden, da s uthey diese Liebes pisode, die noch
heutc den I&lt;ernpunkt aUer Beweisführung zum Moraes' ·chen
Palm rin bildet, ais ers/tr for b wei kràfrig rkannt und zur
Darlegung des richtio-en crhi.iltni.
heran zogen hat. Damit
aber bleibt seinem am n für immer in Ehrenplatz in der
Ge chichtc der Palmerin-Forschung (nicbt nur der Palmerinbersetzung) g sichert.

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                  <text>ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

Schlussbpitcl.

RÜCKBLICKE UND ERGEBNISSE

In einem kleinen Gedichre bat Robert Southey einmal seinen
eigenen Charakter mit der Steineiche verglichen, die unten
ringsum durch eine Lage spitzer, scharfkantiger Blatter gegen
die Angriffe von Menscb und Tier geschützt ist, wahrend in
sicherer Hôhe die Blatter von weicher Zartheit und frei von
scharfen Spitzen und Kanten wachsen. Aehnlicb meinte er sei
es bei ihm :
Thus, tho115h abroad percba11ce J migbt appear
Harsb and auste,e
To lbose u:bo 011 my leis11re wout.l i11trnde
Reserved ami rude,
Gentle at home a111id my friend I'd be
Likc tbe higb /eaves 11po11 the bolly tree.

Southey's Leben war, nach den ersten wechselvollen Reisejahren der Jugend, eine einzige, ununterbrochene Mussestunde,
fern vom Welcgedrang in landlicher Stille und Einsamkeit. Drei
Worte umschlossen von Anfang bis zu Ende sein irdisches Paradies, sein Wünschen und Hoffen, sein ganzes Leben : Boolts,
Cbildren, Leisure. - Bücher ohne Zahl und - bis zu einem
gewissen Grade und auf bestimmten Gebieten - ohne Wahl
waren der Inbegriff seiner ideellën Bedürfnisse, sein geistiges
Handwerkszeug, seine geistige ahrung. Kin.der waren ihm die
Quintessenz glücklichen Familienlebeos. Und unter Musse ver stand er nur die Moglichkeit, in landlicbem Frieden, frei von
Nahrungssorgen bei bescheidensten Ansprüchen seinen Angehôrigen und seinen Büchern leben zu dürfen.
lm engen Kreis verengert sich der Sinn. Auch bei Southey
ward es unvermeidlich, dass die lange Gewohnheit stiller Abge-

277

schlossenheit und selbstgenügender Unabhangigkeit in gewissem
Sinne Geist und Herz veœngern musst~. Nicbt in der \Veise, dass
seine geistigen lnteressen sich auf ein engbegrenztes Feld beschrankt hatten, aber darin, dass die angeborene Unzuganglichkeit und Selbstzufriedenheit sich im L-1.ufe der Jahre immer mehr
steigerte. Wie wenig Southey Gesellschaftsmensch _,var, hat uns
sein Aufenthalt in Lissabon gezeigt. Die langen Jahre in Keswick
trugen natürlich nur dazu bei, seine Neigungen und Abneigungen auf diesem Gebiete zu starken. Daher kam es, dâss er sich
gegen alle jene, die die beschauliche Ruhe von Greta Hall zu
stôren sich unterfingen - einige wenige intime Freunde ausgenommen - harsha11da11stere benahm, wahrend er nach dem übe'reinstimmenden Urteile aller, die hierüber zu urteilen in &lt;ler
Lage wareu,,.als Gatte, Vater, Bruder und Freund das unvergleichliche Muster eines edlen Menschen war. Daher kam es auch
dass er, obschon gegeu seinen eugen Kreis von Angehôrigen und'
Freunden die Aufopferung, Uneigennützigkeit und Nachsicht
selbst, ais Dichter, Geschichtschreiber, Kritiker selbstsüchtig und
selbstgefüllig, eitel und ungerecht, neidisch und intolerant war
bis zum Aeussersten, sowie es sich um Anschauuugen handelte,
die nicht seine eigenen waren. So sehr war ihm überdies im Laufe
der Jahre die eintônige Regelmassigkeit seines Keswicker Lebens
mit ail ihren Wirkungen in Fleisch und Blut übergegangen, dass
er die verlockenden Arigebote vielgesuchter Lebensstellungen ausschlug, nur um nicht das ausgetretene Geleise seiner Gewohnheiten verlassen zu müssen.
Southey's sittliche und religiôse Grundsatze waren zum grossen Teil eine Folge seiner Erziehung. Aufgewachsen unter der
O bhut der freigeistigen Rousseauschwiirmerin Miss Taylor fand
der Jüngling beim Eintritt in Westminster School reiche Nahrung fur seine Ideen bei gleichgesinnten Altersgenossen. Doch
hat er, wie Hennig ausführt, auch in diesen Jahren den Boden
des Atheismus nicht betreten, sondern ist nur bis zur Grenze des

�LUDWIG PFANDL

Zweifel g l:tngt. Ein auf nacktem Reali mu fussendes rntionalisrisches Chri tentum bi:dete fortan die Basisscines cthischcn und
r ligiô en Denkcns. ' Ihn ais blinclcn Glaubenscifercr zu b trachten ·• so meint der genannt Hennig, " ware ung rcchtfcrtigt ".
Uns wird die Betrachtung des " Hispani. ten " outhe , einc
nnderen b lehren.
Ais Dichtei: wird Robert outhcy noch heutzutage verschic
dentlich b urteilt. Die inen halten zahe an sein r dur h fast
in akulum geh iligten Zugehorigkeit zur '
e chule '' fc t
lll1d bringen ihn dadurch in ein Vcrhiiltnis zu Wordsworth und
Colerid , das für aile j ne, die uthe · nicht au eigencr Lektüre kenneo, cin d r Wirklichkeit nicht immcr ent prcchende
Bild von scincm dichterischcn chaffon gibt '. Anderc wollcn
in outbey nur d n profuscn Yiel chreiber ehen, nu des en
unzahliu n Banden nur das cine oder andere Gedi ht, da ine
od r anderc Prosawerk noch le ens- und erwabnenswert ist, wiihr nd. in schriftstellerisch s Gesamcwerk eine Beachtung de Litcrarhistorikers, eine Eingliedcrung in litcrarische Gruppen od r
Richtung n kaum verlobne. !ch meinc, man sollte outhey al
&lt;las auffas en, was er nach d m Grundron aller sein r \V rke vor
allem z~ sein . heint, ais Schild rer, al Erzahler. Er ist es al
Dicht r nicht mindcr in . in n Ep n, dcnn al Historiker in sdn n umfa enden es hichtswerken und einen pezialbiogr:ifi n. o lasse n,an denn den Historiker, die Erkentois seines
, esens ais solchen, seiner Prinzipien, seiner Verdienste und
Fehlcr der Ge chichte der Historiografie, und behaltc für die
Literatur s hichte, für die Engli he Romantik outhcy, den

ROBEU SOUTHEY

Es wa.r.: zu wünsch n, dass Helcoe Richter, die bcrufen Geschi htschrci•
berin der E11glischm Ro111a11tik, wenn sie an Sou1hey kommt, 111it der veraltc•
tcn Kla~sifiûcrung inmal bràche und Southey, losgelôst vom Lyrikcr Words,
worth und vom Bllladendichter Coleridge, :ils deu Epiker par excellence der
Ennli çhcJ\ ,Rom11ntik beh11. d11ln wùrde.

D SPA IR.~

E~iker. In s_eïner Epik ~nd den mit ihr zu ammenhangenden
D1chtungen 1ster Romantiker, so gut Walter Scott beispielswei ,
so gut Coleridg oder B •ron es ind. Freilich isr die uthe 'sche
Ro?1antik von ga nz a nde rcr
rt, ais Jie der genannten
dr 1, ~anz anderer Arr auch, aL die der übrigcn nglischen Romant1ker.
uthey's Romantik in ]01111 of Arc, Thnlaba, Madoc,
Ktha111a ist von ciner ver chrobenen, übem1en chlichen Art
eine Romantik de rcligio en Wahn inos, eine Romantik de;
Damonen und Znuberer, indi.cher Gôttermythcn und üb r _
i cher Menschenfresserkultur. Ein Rückblick auf de Dichters
Hi6panismus wird uus neue, menschlichere it n, unbeachcete
Vorzüg und auch uobeachtete hwachen d r outh y'schcn
Romantik von Au en filhren.

Manche blieb noch zur allg m in n Charakteri tik de Dichter. outhey zu sngen. o bcispi lswei.e 1ib r &lt;las gelelme Elem nt in_ . ei~ r Dkhtung ': _über ein i n;irrig Arb it w i c, die mcht . lt n klemhchcn Kriim rsinn dokumenticrt
üb r Art und rnfang iner Bele enheit, von d r ricsige Exzerpt~
nmmlung n b r dt Zeugnis abl gen 2 , \ib r sein Biblion~.ani , nL_ dercn Frucht zul rzt in :tmmlung von über r4.000
Banden die Giingc und tub n von Greta Hall füllte ,, üb r
1, Sourh y hatte eio Shtrke Vorli b für G lehr mkeit in der Poe i .
Dahcr scioc unem1üdlichen 'achwcise von intcrcssamen Quellcn seine illustricrendcn Ziratc und Par:11lels1ellen aus a lien erdenldichen Schrif1s1~1lcrn. Kein
- mhey'sc!1c \\'erk ist deshalb ohne eine erdrückende Menge von Anmerkung n, d1 er All:rwc!tssup~, wl er ie ( ,J. I, 1 M) tlbit cnannt hat,
t/i.11 IJtippy ol/a poànda 1l1sb of lit1ral11re, /11 which ail h,terog111cc111 m11tuials may

be urwd

t.

u

11p.

:t. Die elbco wurden untcr den Titcln The Doctor (7 Blinde), Onmit111a
(2 Bd~), Th~ Co;1monp~ace Book (4 Bde.) teilwei e ooch von outht,y selbst,
tcllw I von \\ ood \\ arter n ch utbt:y' Tode veràff'emlicht.
J. lhrc Zusammensetzung aus Southey's eigenen Rücherzitaten zu Yersuch_cn_, w~r~ ein m?lu lige und dabci aussichtsloscs Umerfaogeo. Der K:italog
semer B1bliothek iedoch (Catalogue of Southe_v's librar , so/d by auctio11 , London, 1884, 208 , 8°) ist au( d utsch 11 Bibliothcken nicht vorh;mdca,

�281

LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

sein diçhterisches Selbstbewusstsein und die hohe, jeder Bescheidenbeit bare Meinung, die er von seinen eigenen Werken
batte 1 und mehr dergleichen. Doch ta.lit auf diese Dinge
durch seine Beziehungen zu Spanien kein neues Licht, sie dürfen also hier übergangen und ihre ausführlicbe Darstellung der
eigentlichen Southeybiografie überlassen werden. Uns bleibt
nach alldem noch ein wesentlicher Abschnitt unserer Darstellung:
die Frage, inwieweit Southey's Beziehungen zu Spanien für
seine Beurteilung ais Mensch und ais Dichter von Bedeutung

Sprache und Kultur seines Volkes an ihrer Quelle zu studieren.
Er ahmt nicht, wie etwa Victor Hugo, eine bestimrnte spanische
Dichtungsgattung oder Versart 11:\Ch, dramatisiert nicht, wie Rotrou, Thomas Corneille und Scarron es taten, in mehr oder we~
niger freier Umarbeitung spanische Schauspiele, er inspiriert sich
nicht mit der oder jenen Anschauung ~iner literarischen Richtung - nein, durch zufallige Verkettung ausserer Umstande
kommt er mit Span_iens Land und Volk in Verbindung, lasst
dort fast widerwillig die Dinge an sich herankommen, ohne sie
zu suchen, vertieft sich dann mit stets steigendem Interesse in
Kultur und Literatur des Volkes, und aus diesem Studium heraus
erwachsen ihm Auregungen und Stoffe für seine Dichtungen.
Dass sich Southey's dichterische Beschaftigung mit Spanien nur
auf einen ·Teil seiner Schriftstellerlaufbahn erstreckt, das hangt,
wie wir sahen, mit Gründen inneren Wandels zusammen.

280

sind.
Die landlaufige Ansicht ist, dass Southey's Hispanismus zum
überwieaenden Teile nur die Frucht und Folge seines lebhaften
b
.
d
Interesses an den politischen Ereignissen seiner Zeit seL, an enen
ja Spanien einen so traurigen Anteil batte. Das entspricbt, wie
uns der Verlauf unserer Untersuchung dargelegt hat, keineswegs den Tatsachen. Dass Southey den Ereignissen der napoleonischen Aera starke Teilnahme entgegen g.ebracht hat, steht
natürlich fest, und The History of the Peninsular War dürfte fast
ausschliesslich auf Conto dieses poiitischen lnteresses zu setzen
sein. Seine intensive dicbterische Beschaftigung mit Spanien
konnte aber schon deswegen nicht ein Ausfl.uss seines politischen
Interesses sein, weil erstere n.ahezu schon am Erlôscben war
(Roderick /) ais dieses (mit Beginn des spanischen Befreiungskampfes) Southey's Anteilnahme hesonders stark in Anspruch
nahm.
Auch davon abgesehen sind Southey's Beziehungen zu Spanien nicht die gebrauchlichen Wege gegangen, an die man in
der Literaturgeschichte gewôhnt ist. Er wird nicht, wie beispielsweise Wilhelm von Humboldt, durch besondere Neigung oder
Richtung seiner Studien dazu angeregt, das Land zu bereisen,

1.

Man lese beispielweise L. &amp; Corr., II,

121,

r33, 134, 341.

Inwieferne nun Southey's auf ungewôhnlicher Basis beruhender Hispanismus uns für seine Beurteilung ais Mensch und
D.ichter besondere Gesichtspunkte an die Hand gibt, &lt;las soli
zum Schlusse noch an der Schilderung seiner Stellung zu
Spaniens Kultur im allgemeinen - zu Religion und Kirche,
sozialen Zustanden, Kunst, Sprache und Literatur - dargelegt
werden.
. Die geistige Entwicklung des spanischen Volkes ist, mehr ais
die irgend einer Nation, eine ausgesprochen religiôse gewesen.
Infolge der exponierten Lage des Landes batte der Kampf um dasselbe zwischen seinen Bewohnern und den moslemitischen Rassen des afrikanischen Kontinents schon zu einer ·z eit begonnen,
da diese letzteren den Nordeuropaern auf lange hinaus noch
kaum &lt;lem Namen nach bekannt waren. D.iese . fortwahrenden
das ganze Mittelalter durchziehenden Kampfe der spanischen
Cbristen gegen die Unglaubigen legten den Grund zu &lt;lem für
den Spanier so charakter.istischen Glaubenseifer, zu der in der
Geschichte seltenen Erscheinung, dass einem Volke Vater-

�LUDWIG PFANDL

landsliebe und Hass gegen Andersglaubige ein und das~
selbe geworden sind.
Dadurch dass Ferdinand und Isabella die beiden grossen christlichen Reiche in eines verschmolzen und durch die Einnahme
Granada's die Niederwerfung des Islam und damit die Einbeit
des Landes vollendeten, wurde der siegreichen Herrlichkeit des
spanischen Katholizisnrns die Krone aufgesetzt. Wührend der
glanzenden Rntfaltung der spanisehen Weltmaeht unter den
er:,ten Habsburgern vollends erreichte die spanische Kirche einè
Hôhe des Glanzes und der Macht, die ihresgleichcn kaum am
Sitze der romisch-katholischen Zentralgewalt jemals gefunden
hat. Das Land bedeekte sich mit unge~ahlten Klôstern und
Ordensansiedelungen. Die Inquisition übte ihren Druek auf
das gesamte geistige Leben, und alles, Rechtsprechung und Verr
waltung, Universitat und Schule, bewegte skh in den Bahnen mônchischer Strengglaubfgkeit. Die Kirche prangte dabei
im üppigsten Glanze, der gewissen Zrtgen des spanischen Volkscharakters, dessen stolzer Prunksucht, seiner glühenden Fan,
tasle, seiner naiven Freude an eitlem Flitterwerk, seiner Neigung z1._1 leidenschaftlicher Ekstase, fordernd entgegenkam, sie
nahrte und mehrte, und umgekehrt wieder reichen Nutzen a.us
ihnen zog.
Die Regierungszeit der letzten Habsburger ( I 598 bis r700)
bedeutete für Spanien eine Period~ des tiefoen Verfalls. In
ihrern verrotteten System, das die Nation langsam aber sicher
an den Rnnd des Verderbens bntchte, pielen die Schaden einer
im Laufe der Jahrhunderte übermachtig gewordemm Kirchen~
herrschafr, die Nachteile eines einseitigen, übertriebenen Kntho~
lizismus gewiss eine nicht unbedeutende Rolle. Die Domkapitel
der grossen Bischofsstadte zahlten ihr Vermôgen naeh Millionen,
aber es war nichts aussergewôhnliches, dass der einfache Land...
pfnrrer betteln glng. Auch der letzte und harteste Sçhl;ig, der in
dieser Zeit gegen die wirtschaftliche Gesundheit und Blüte des
Landes geführt wurde, die V -rtreibung von fast einer Million

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

dei: betriebsam_sten Unterta11en, der Morisken, fallt zurn grossen
Te1le dem blmden Fanatlsmus spanischer Kirchenfürsten zur
Last. Gleichwohl ist es verfehlt und zeugt von einem in enger
Unduldsamkeit verknocherten Sinn, wenn man ~ wie J. Dun,
lop, Ch, Weiss, H. Baumgarten, G. Diercks es tun ~ Kirche
und Klerus allein for die habsburgiscbe Misere des 17. Jahr.
hunderts in Spanien verantwortlich zu machen sucht. Was
hatt_en beispielsweise Kirche und Katholizismus zu schaffen mit
der enormen Schuldenlast, die von Philipp II. bis auf Karl II.
von Herrscher zu Herrscher in stets wachsender Grosse vererbt
wur~e, oder rnit der Berufung unfilhiger (Denia !) oder kriegswüt1ger (Olivares !) Minister, deren Verschwendunossucht und
Günstlingswirtschaft den Ruin nur besçhleunigte Wie kann
man angesichts gewisser Kunstwerke eines Murillo, oder der
Aulot Sacramentales eines Calderon sich zu der Beu1erkung ver~
steigen, das religiôse Leben habe an der (in die Zeit des wirr~
schaft!ichen Niedergangs fallenden) Hocbblüte von Literatur und
Kunst keinen Anteil gehabt !

!

Ais mit Karl III. in der zweiten Halfte des r8. Jabrhunderts
gesunde Reformen auf allen Gebieten die tiefon Schaden der
vorausgegange'nen Perioden zu heilen suchten wurden auch
die Auswüchse der kirchlichen Macht nach Môglichkeit "beschnitten. Nicht wenige von den spànischen Rirchenfürsten und
Pralate1~ aber - das geben die genannten Hyperkritiker, wenn
a-~~h _mrt_Zôgern, selbst zu - traten dabei aufrichtig und selbsttattg 111 die Babnen der Reform ein, halfen das Bette! und Almosenwesen sanieren, einer gesunden weltlichen Bildung treien
Lanf schaffen, und das selbstandige Walten des Staates zu Wirkung und Anerkennung bringen.
Die Masse des spanischen Volkes war in seiner reliuiosen
En~icTdung die langen Jahrhunderte hindurch sicb selbs~ treu
gebheben. Glübender Glaubenseifer gege[)über ;\ndersglaubigen,

�LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

blindes Vertrauen auf Gott und unzahlige Heilige, ei n bis zu abgôttischer Leidenschaftlichkeit entwickelter Marienkult, unerschütterlicher Arnulet- und Wunderglaube, kindliche Ehrerbietung und
Hochschatzung gegenüber dem Klerus, zahes Festhalten an ~en
von den Vatern ererbten religiosen Gebrauchen, lebhaftes Bedurfnis nach den pomposen Zeremonien des katholisch~n Ritus. alles das haftete dem spanischen Vo Ik e seit urdenkhchen Ze1ten
als unverausserliches Erbgut an 1 , mochte sich Klerus _und
Kirche noch so oft vom Guten zum Bosen und wieder umgekehrt wandeln.
Da kamen nun der Reihe nach die unzahligen Reisenden
aus allen europaischen Landern im Umkreis, vorab_ die Briten und die Franzosen, saben die charakteristischen _Zü~e der
reliofosen Seite des spanischen Volkscharakters, die 1hrem
eia:nen Empfinden unendlich fremd waren und für die ihnen
int&gt; leicht begreiflicher Unkentnis der historischen E~twicklung des Volkes jegliches Verstandnis fehlte .- un_d ferug war
das Urteil bei den meisten. Spiitere fanden 1hre etgenen Beobachtunoen in den Berichten ihrer Vorganger bestatigt, und so
wurde 0 es zur- Tradition, dass Spanien das Land finsteren_ Zelotentums, greulichen Aberglaubens, religioser Unduldsamkeit und
rückstandiger Pfaffen herrschaft sei 2 •
·
Nun sollte man meinen, dass zum mindesten Robert Southey, der in einem Masse; wie wenig andere vor i?m, Zeit,
Mühe und Begeisterung auf das Studium der Gesch1c_hte und
Kultur der iberischen Halbinsel verwendet batte, der s1ch zum

Geschichtschreiber des Landes berufen fühlte und sich auf Grund
dieses Werkes sogar einen Platz in der Literaturgeschichte des
fremden Volkes gesichert zu ha ben glaubte ', - dass zum mindesten e r auf Grund seiner Studien sich zu einem tieferen
Verstandnis der historischen Entwickh:tng des. spanischen Volkscharakters durchgerungen batte.
lm Gegenteil. Was andere Besucher der Halbinsel par tradition
übernahmen und ais feststehende Tatsache v,,eitergaben, &lt;las
war bei Southey eine selbstandig gewonnene Ueberzeugung, die
er notigenfalls mit hundert Belegen stützen und rechtfertigen
konnte.
Hatte er nicht damais im Dome zu Lugo eine Frau aus dern
Volke beichten sehen und bei dieser Gelegenheit die Verwerflichkeit dieser Institution in ihrer ganzen Schwarze kennen
gelernt? - Hatte man ihm nicht die haarstraubendsten Beispiele
dafür beigebracht, wie diese angeblich so segensreiche Einrichtung
zu Lug und Trug missbraucht wurde und einen offenkundig
demoralisierenden Einfl.uss auf das Volk üben musste •?-Ratte
er nicbt in den Sommertagen des Jabres 1800 in Lissabon das
lebendige Beispiel einer jener spezifisch spanischen Fronleichnamsprozessionen erlebt, be-i der er die Quintessenz spanischer ·
Gottesverehrung mit eigenen Augeh kennen zu lernen Gelegenheit gefunden hatte ? - Und in Alcobaça vollends war es
1. ..•

a11 end,

Porlugueze lilerature... i11to which, wbe11œer the reig11 of pricstcraft is at

! hope to be one daJ adopted. (L. &amp; Con. III,

89).
Southey bekam von irgend jcmand die uralte, gesunden Witzes nicht entbehrcnde Kleriker:mekdotc crzâhlt, die er wic folgt wiedergibt: A Catbolic bnd
2,

.

1 . Seit die folgen der franzôsischen Revolution einerseits, ~ie grossen
Erfindungen des 19. Jahrhunderts andrerseits die Schranken zw1_schen_ den
europâischen N:itioneu auf dcm Felde der Kultur mehr und mehr ~1ed:rn~sen.'
ist nàturo-emiiss auch hier ein starker W:mdel eingetretcn, und die Zugc mdt·
vidueller0 Eotwicklung ha ben sich vielfach verwischt.
.
2 . Sehr zutreffend spricht Farinelli mit Bezug hicrauf von der ex,,ltnt,on? le

fanatisme religieux, la sensiblerie bigote que la plupart des voyageurs adme/laieut
par tradition. (Rerne /Jisp., V, 62).

1·obbed his co11jessor. " Fnl/Jer " said be al to11fessio1t, "1 bai•c stoleu some 111011ey :
will you bave it?" " Cert11inly uot" replied tbe pries!, "you 1111tSt retum il ta
tbe owner" " But "said he" I b,n•e ofjered il thJ the CYf,l/1ier, Father, and hewill
riot receh:e it. " " J,z tbat case "said the pricst, " the 111011ey is lawfully yours. "
And he gave him nbsolutio11. (Lett. I. Aujf. S. 44). Dass Southey dicselbe allen
Ernstes ais eines seiner Hauptargumente gegeo die Beicht anführt, charakterisicrt ihn besser, ais lange gelehrte. Erôrterungen es zu tun vermôchten. Vgl.
auch hier S. 12.

�LUDWIG PFAl DL

o-ewesen, wo er die degenerierten Vertreter eines Jahrhunderte
:lten Mo~ch tums gesehen hatte, lauter geschmeidige, rosenwangige Fettbauche, die pro Jahr 200.000 engli~che ~fund vcrpra st n und die Geg nd auf Meilen im Umkre1se rmt gesunden
Kindem bevolkerten !
Und was war das Resultat seioer fast durc:hv:egs a.uf
Alltôpsie beruhenden Erfahruogen und Inforn1ationen in diesen
Dingen?
Wir wissen es àus dem Bishcrigen zur Genüge. Ais Mensch :
fooatisches Gezeter, for dessen Hohepunkt tl:ie naked 1101tsense of
blasp/Je111y 2 und &lt;las offene Bekentnis. seines Hasses f~ diese ~t
von Gotzendi nst , gelt n darf; ais Dichter: scharfgewurzt7Sattre
(t/Je Pilgri111 to Compostèlla, Q,uen Mary's Christ,.mingj, di~ uns
freilich eben durd1 ihre dichterische Form und Etnkletdung
menschlich nàhe gebracht wird.
Ergiinzend zu diesem Bilde treten noch einige sparlicl~e Aeu:
serungen Southey's über die religiose Dramatik der Span1er. W,e
Southey über Calderon als Di_chter der Autos sacramenta~es dachte,
wis · 11 wir nicht. Wir vermogen lcdiglich &lt;las eme noch
'festzustclleu dass er den frommen Spielen der religiôsen Bühnc
gegenüber,
bekanntlich noch teilweise mit den Requisitert der
altcn Mysterien, mit Personifizienmg von Tugenden und ~stem un-d der Darstellung der drei gottlichen Personen arbe1t ten,' lediglich sein altes Schlagwort von der pious blaspbemy 4
gebr:tuchte.
Wie hach stand doch in dieser Hinsicht helley über detn
Fanatiker von Kcswick I Et las sich mit glühender Begeisterung

in die Autos eines Calderon hinein uod konnte der Schôohciten
in ihnen nicht gcnug entdccken '.
\Venn wir daher von ot.Jthey schciden, so tun wü es mit
dem weni erbebenden Bewusstsein, dass ihn die Betrachtung
seiner Beziehungen zu Spanien ais blinden Glaub nseiferer, der
cr nach Hennig's Urteil keineswegs zu sein schien, erwi~sen hat,
ais masslos voreingenommenen Religionsfanatiker, ais engherzigcn Zeloten, der nicht im Stande war, sich über kleinlichen
Gbubenshader hinwcg zum warmen Verstehen eines anders
denkenden und fühlenden Volke emporzuschwingen. -Kaum sehr vi I günstiger wird das Bild, dus sich von Sou..
they's Kentnis und Verstandnis der sozialen Zustande der Pyre~
nâ nhalbinsel ergibt.
Hier indcs isr der Grund dafür ein verschiedener. Wenn sich
bei der Frage, wie ich Southey .zu den sozialen Zustanden der
Halbinsel verhalt, geringe Ergebnisse zeigen, so heisst das nicht
ctwa, der Dichter habe nicht mehr zu sagen gewusst. Schuld an
der Sparlichkeit der Ergebni se ist vielmehr in den meistcn
Fall n der Umstand, dass der weitaus grôsscre Teil der von S~u•

die

Vgl. hier S. 46.
L. &amp; Corr., I, 86 und Sel. 1, 104. Hier . 38.
3, 1 hale t/Jis idolatry 11S nmcb as 1 dupise ,t. (Sil. 1, 106).
4. L. &amp; Corr. Il, 102,
J,

2.

1.

In einerti Brierc von Ende

182.0

schreibt er, Plata und Caldetoll

cien

seine Gotter, la einem nodercn aus ungcfiihr derselben Zeit heisst es: Jam
bat/Jing myself in the light and odottr of the Jiou•ery and sfar,-y Autos, (A. Droop,

Shcllefs Belm11btil, S. 157). E. Dowden, der mir manches mit dem von ih,n
auch biograficrtcn Southey gemcin zu habca scheint, kana sith bei diescm
Vcthalten Shcllcy's deru panier ge?enüber nicht rechr beruhigen. li fs scmt•
w!J11t remnrquable, so schreibt er iu seinem Buche über Shelley (H, 276), lo fi11d
bis i111agi11afii•e dehgbt so littlc troubled by the rûigio11s ardours of tbe great
Ca/110/ic wri/lcr. Was F. Asanger (Sbeiley's Sprrichstudien, S. H) zur \Vidctlegung Dowdcns hicrüber von Shelley's langem ufonthalt in katholischcu Lindem und seiner Vertr:mtheit mit den Werken katholischcr Dlchtcr und Den~
ker bcmerkt, ist blosses GcrJunkcr. Die Sache scheinl mir viel tiefer zu liegcn
und mit Shelley's eigenartigem Se1:lenleben zusammen zu h.'ingcn. Auf Shclley's Be~iebung..:n zu Spanien überhaupt môchte ich, so Kraft und Muss rd•
chen, in einer eigenen Studie zurückkomrncn.

�LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

they über Spanien gema~hten allgemeinen Aufzeichn_ungen _v_erloren gegangen, bezw. nicht verôffentlicht word_en 1st. Fre1ltch
wirft auch das Wenige was uns erhalten bheb, zusammen
mit dem, was uns des Dichters Werke an Kriterien an die Hand
geben, kein allzu günstiges Licht auf Southey ais Kenner der

erhalten geblieben. "Der annste Bauer kannte die vergangene Grosse seines Landes ... und er sprach von der Vergangenheit mit einem Gefühl, &lt;las das beste Omen für die Zukunft
war ".
Niemand, der mit diesen Dingen halbwegs vertraut ist, wird
behaupteo wollen, dass diese einseitige, uovollstandige Schilderung ein Bild der geistigen und moralischen Verhaltnisse des
spanisch-portugiesischen Volkes darstelle. Auch in Einzelzügen sieht Southey Leben und Treibcn, SiLten
und Zustande des fremden Landes durch seine besonders baefürbte
Brille. So nimmt er beispielsweise an den zu seioer Zeit verbreiteten Ansichten über spanisches Frauen- und Liebeslebeo oflenkundig nicht teil. Sch warzaugige versch leierte Schone, hasslid:e
duenas, liebestolle, tapfere und &lt;loch sentimentale caballeros,
vergitterte Fenster, Zeichensprache, heimliche Briefchen, Girarrenklang und Facherwinken, grausame Vater, eifersüchtige Rivalen, Entführungen und flagrants délits - aus diesen Elementen
ungefahr setzte sich &lt;las Bild zusammen, das man sich aus
Romaneo und Reiseschilderungen zurechtlegte.
Ist es Zufall, dass Robert Southey an der spanischen Frau,
ihrem Leben, ihrer traditionellen Schonheit, ihrer Kleidung,
ihrem Gehaben im Hause und in der Oeffentlichkeit achtlos
vorüberging? Oder ha ben die geistlichen Herausgeber seines
Briefwechsels (Sobn und Schwiegersohn) die darauf bezüglichen Stellen, weil sie etwan ihrem puritanischen Gewissen
zu ungebührlich erschienen, ausgemerzt? - lch glaube, wir
dürfen beides verneinen. Southey war im innersten Herzen nur
ein halber Romantiker. In seiner mittelalterlichen Welt fehltedie
Frauenminne ebenso naturnotwendig, wie sie ihm im eigenen
Leben feblte. Das Weib sah er zeitlebens nur im Glorienschein
der treuliebenden Gattin und sorgendeu Mutter. Keine Mary
DufI, keine Margaret Parker erregte in dem unreifen Knaben die
ersten züngelnden Flamrnchen der Liebe, kcine Thyrza, keine
Harriet Grove lasst die lodernden Flammen der Leidenschaft

pyrenaischeo Halbinsel.
. .
.
Die ersten zwolf Paragrafen des Emle1tungskap1tels der
Geschichte des Peninsular War schliessen mit der hochtônenden
Versicherung : S11ch was the moral and intellectual state of tbe
peninsular_kingdoms toward the close of the ei~hteent~ cent1_iry. Sollte
man nicht meinen, es müsse da unbedmgt e111e emgehende
Schilderung der geistigen und moralischen Verhaltnis~e vorausgegangen sein? - Folgendes ist ihre tatsachliche Qumt~s~enz_:
Spanien und Portugal steigen von ihrer Entstehung an 61s m die
Mitte des r 6 (!) Jahrhunderts in beispiellos heroischer Entwickluno zu ihrem Hohepunkte empor. Von da ab(!) bis zum Ende
de/\ 8. Jahrhunderts sind sie in einem staodigen Nieder?ange
beariffen. Warurn? - Weil sich die rômische Kirche mit der
m~narchischen Staatsautoritat zu identifizieren verstand und
unter dcrn Drucke solcher Doppeltyrannei alles, Gesetz, Moral,
Gewerbefleiss, Wissenschaft, Kunst und Armee, im innersten
Kern verdarb und seine Entwicklung hemmte. Die Gesetze boten
keinen Schutz, da der jeweilige allmacbtige Minister dieselben
nach Belieben seioem Willen bengen konnte. Selbsthilfe, Mord
und Totschlag traten im Volke an Stelle der Rechtsprechung. Die
alte Einrichtuno der Cortes wurde zur nebensachlicheo Farce.
Die hohen St;tsstellen wurden nicht mehr nach Verdienst,
sondern nach Grundsatzen der Protektion besetzt, der Adel
degenerierte. Die Armee, schlecht bezahlt und in _lockerer Diszip\in gehalten, entartete und wurdc dem Volke eme Last'. ohne
ihm Sicherheit zu bieten. Die niederen Scbichten verfielen mfolge
der unter ibnen verbreiteten Schundliteratur, die Rauber und
Morder zu Nationalhelden macbtc, in beispiellose Entartung.
Gleichwohl war der Nationakharakter in vollendeter Reinbeit

REVCE HISPANIQOE. C

�LUD\\'lG PFA.'DL

ROBERT

über dem zum fannc \\'crdenJen Jüa 0 ling zusammenschJagen.
lm Amadisroman unterdrückt er die Szcnen feurig r Fraucnminn , des ciocnen Lebens Freu&lt;len und Leiden aber drd1cn
sich, fem von gro en, heruermürbenden LeiJenschaften, im
cngcn Krei.e pastorenhafter piessbürgerlichkeit '.
\: cnig harakteristischcs biet n uthey's Acusserungen über
t:ine bcsondere
ire des panischen Lcbens, die landlichen
Gasthôfe oder posadas. Hier weicht seine Stcllungnahme ausnahmsw i c \On der aller übrigen panicnreiscnd n ka.uro oder
gar nicht ab. Briten, Franzo. en, D utsche und Itali ner, aile
waren, da da Reisewe en im r7. und 18. Jahrhundert in Jicsen
LanJern ~chr Yiel bes er entwi kelt war, an bequcmere \'erhaltnisse gewôhnt, ais sie noch zu Anfaog d 19. Jahrhunderts in
Sp:micn zu treffcn warcn. Oaher kommt es, dass sich die
Reiseschrifi relier insgcsamt - einige Ausnahmen bestatigen
nur die Rcgcl - über die Aermlicbkeit, den · hmutz und die
Primiti\·itlt der pani ch1;n posada über instimmend in lauten,
Hbcrlaut n Klag n ergehen.
Aehnlich ist s mit dt!m der Pyreniienhalbinsel ganz besonders
ciuemümli hen B tclcrw sen. Hier iode n:rdi nt
uth v's
,
haraktcri tik de dbcn ais ein 1u ter tr /Tender Kürzc auscrchobcn und in vollcm Umfan c wicdl!rCTC 0 t!bcn zu werdcn.
'outhcy schrcibt (Lei/., I. Ault . 359) :

OUTllEY U. 'D "P.-\ 'IE. ·

P,:c,ple sbo11IJ 110/. bt s11J,·r:d lo 11w11glt th.: fftli11gs ,111./ ÎIISll/t 1l1t ,l,·wi,-y of
Il, J&gt;assmgtr : if lhey u:11/ 11&lt;'1 uctepl /l1t rtlitf of the bospitc1l, ll1tl• :il 11/J
b,· ~ompclltd lo md11re th,· restrniut of the priso11. Pnbaps yt&gt;u 111 ;1_y thiuk
1 ~-tpress m_vs,lf loo harsl,/y au11insl tl. •u mr'seruNt tÛll!!S: if J u..-rr to drscn/&gt;e SOl/lt' of lbe disg11s/i11g objttls /bal tht_v force upc11 obset'l!lllion 1,011
.. u,i/J ,rgru ii-itb me in IIJt cmsure. l rio 1101 o:/mJ il Jo {/~ mu/fit,;./; of
z,,._ iars ·u:bo iiw1r)" )'OIi 11/ &lt;'t\'IJ cornu u•ilb s11pplic.1tio11s for the /ot·•
of Go,i 01111_ the Virgi11; //use u•relthes, so 111r111y and sa mist'rable, d:
111Jud «c&lt;1s1011 b11rsl, aud 1111g(ll//y frdi11gs, ,rot a,:ai 11st thm,, but agt1illsl
lbat d,'jlrtn•ed Society /bat Jisi11herils of happitu:ss half the ch&gt;ili·td
i,.'(lr/J.
~

\'on Kunstberrachtung und KunstYerst:indnis der panienrcise1nden d~s Iï. und I 8. Jahrbundens gilr das "'ort Farinclli's
(Ae-:,•ue_ lnsf- V, 8~): (ils) se so11ciaie111 fort peu de l'art, ou du
11100,s lis 11 m_ ~a riaient que /rés superfiriellemenl dans leurs rlcils de
~'O)'agc. Dabe1 1 t natürlich zu bedenken, dass die Kunsterkcntnis
1m letztver0 angenc~ Jahrhuodert ganz g waltig Fort chritte
gemacht hat, und die tausend b quem n Pfade, auf den 11 wir
hcute 0 eruh amen ·hrittes den Tempe) d r Kuast betret n vor
hundert und mebr Jahren no h redu sparlich mid unoa;gbar
waren.

~

771,• slr«ls ... are i11frstt./ by n110//Jcr 1111i,a11re 111111~ i11/olaablt //uw tlJt
11igh//y J11rk1,.!SS or lbâr e/unal dirl, tlu b,·l!gt1rs. I 111-i:er saw so borriNe ,1
11111111~-r ,&gt;f u•nlc/J?s 111&lt;1Je ,wmlrom b_1· Nature, or still more mcmslrot1s
b • th,· d1w1djul diu,rs&lt;'s tliat tl1tir , en 1•fres h,n•e contracled.
mn110/
Jw 11 {/1·u/ •u:itlxnd bti111r sickmed I')· s0111,: fm,.e /t11no11r, some misbapm
111e111/ta, or 1111cm•,•rttf wott11J, canfu/1_1• ,·x/'(lsc.l /il tb,• public tyt. Tbest

ro,i

1.

\\ïc "runJ\"cr~chicdcn 5i.:h Lord Byron 1.u den p;mi ·chen frau"n ,tcfü •,

m.1g man :ius der :mziehcmkn Schildcrung Ph. 1L hurd11nan' (B11l1di11
J.isp,111iq11e, XL, 1;2-117, 1 p•I 57) er ehen.

Das crste und einzigemal, da outh y Gelcoen hcit hatte die
zemralen Provinzen der Halbiasel zu bereisenb hino e
.-' .·
l
'
, b • , " te '\\ If
sa 1en, mit der ungüns6g gewahlten Rei eroutc zusamm n, dass
dc_r ganzc Osten mit Zaragoza, alen ia, Murcia, der, üden mit
Cordoba Granada,_ ev_illa, im orden Le6n und Burgos, ala~1anca u~d
g6via, 101 Zentrum Toi do unbcrührt b iseitc
heoen bl1eben. D:1~1it enrginge'.1 ihm aber oerade die wichrigsten
der alten Kulturstatten des sd11cksaJreichen L1ndes mit ihren oft
nahe~u tau ~nd!:ihrigcn Bauten, der Fülle ilucr gotischen,
mauns~~1-chnstl1cb n und habsburgisch n Erinnerungen und
Denkmalcr.
. Aber auch da, wo ihm die\ under der Kunst auf seincm \Vcoc
dm:kt cntgegen tratcn, vermo ht n sic ihn · lten in ihrcn Ba;n

�LUDWIG PFANDL
ROBERT SOUTHEY U D SPANJEN

zu zwingen 1 • Der Reichtum der iberischen Halbiusel an gotischeu
u:1 d Renaissancekirchen, die in den Museen von Madrid und
Lissabon aufirestapelten Gemiildcschatze, die Ruinen der Maurenpalastc und -Burgen waren for ihn bcs:e~falls _vo~1 ei_ncm
gcwissen historischen Interesse. Charaktensu~ch 1st 111 d1eser
Beziehung auch einc Aeusserung, die er gelcgenthch des Besuches
von Coimbra an Charles Danvers schreibt : Of 11t11se11ms and
colleges and public bttildi11gs w/Jat is to be said? Wo11ld you not
yau•n &lt;n"er the description as we did over tbe sig/Jt _? Thi11gs t_hat
mig!Jt each have excited admira/ion if seen singly, cloy 111 a collect1011,
like a dinner of swee/111eats 2 •
Southey war zu Kunstbetrachtuog und Kunstverstandnis nie
crzogen wordeo . Auch nid1t auf seiner Reise durch Spanien un&lt;l
v,;ahrend seines wiederholten Aufenthaltes in Lissabon, wo
Herbert Hill in diesen und abnlichen Fragen sein Führer und
geistiger Pflegevater war. Abgesehen davon fchlt jcdoch _an
outhey auch jenes ancreborenc Kunstempfinden, ohnc &lt;las eme
Kunsterz1ehung vergeblich und unmëglisch ist.
Den Dichter aber schandet der Mangel an Verstandnis und
VerStehen in diesen Dingen nicbt und braucht ihm auch nicht
unbedingt zu schaden. Hat sich doch selbst Lord Byron der
I unst gegenüber" manchmal geradczu banausenhaft "verhalten,
wie überhaupt bei ihm " von einem tieferen Kunsterfassen kaum
die Rede war" i. Der Umstand, dass nur ein Teil dessen, was Southey Jn
Aufzeichnungen über seine Erfahru □gen und Erlebnisse in
Spanien hinterlassen batte, an die Oeffentlichkeit kam, muss
auch den Gesichtskreis, unter dem wir seine Beziehungen zu

1. Dit: einzige Ausnahmc bildete die berühmte l{lostermioe des portugiesiscben Stàdtchens Batalha. Siebe hierüber S. 46.
2.

Sel., I, I 38.

3.

Eimer, BJ1·1.11r 1111d die K1msl, S.

H·

2 93

Sprache und Literatur der HalbinseJ betrachten, erheblich
verengern. Es fehlen beispielsweise Bemerkuogen und Urteile
über offentliche, Kloster- und Privatbibliotheken r, deren Southey zweifellos eine stattliche Zahl nicht nur seheo, sondern
auch benützen durfte. Es fehJen solche Aeusseruno-en über das
licerari che Leben irn allgemeinen, über Univer:itaten, ihr
wissenschafrliche Tarigkeit, ihre Zusammensetzung, ihre Lehrv:eise, über hulwesen und Volksbildung, über Anteilnahme
von Kro□ e und Rcgierung an diesen Dingen, und dergleichen
mehr.
\Vir ha ben uns infolgedesscn hier darauf zu beschranken
Umfang und Art Yon outhey's Bekantschaft mit spanische;
und portugiesischer prache einerseits und deren Literatur andererseit~ aus den Ergebnissen unserer bisherigen Untersuchung,
aus semen einzelnen Aeusserungen und zusammcnhâncrendcn
kritischen Ausführungen hierüber zu einem Bilde zu grup;ieren.
Von ausschlaggebendern Einflusse auf das gesamte spanischportugiesische prach- und Literaturstudium Southey's war der
~mstand, dass urn 1800 Gramrnatiken, Wôrterbücher, Kompend1en und bibliografische Hilfsmirtel in anderen ais den antiken
Sprachen gar eltene Dinge v.•arcn. Wer sich heutzut"age einc
spanische Bibliorhek anlegen will, der greift zu dem und jcnem
Band buche oder Kataloge, wer spanisch lernen will, wer Calderon,
oder Mariana, oder Camoens lesen will, wer sich uber Wesen
und Geschichte der spanischen Romanzen zu informieren
wünscht, der nimmt die entsprechenden KompendieH vor und
unterrichtet sich zunachst bequem und übersichdich aus zweiter
und dritter Hand, bevor er an das Studium der Quellen gebt.
Das war zu Southey's Zeiten gnrndverschieden von heute.
1. Ausgenommeo eine einz.ige gelegentliche
oti.z in einem Briefe (L. &amp;
Con:., II, 12_!), das~ auf der Liss.1boner Offentlichen Bibliothek die Bücher iri.,
verg1ttcrtc Kasteu cmgeschlossen seien und so die unbeschriinkte Benûtzung
derselben sehr erschwerr, wena nicht unmôglich gcmaclu werdc.

�LUDWIG PFANDL

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

Franz Grillparzer benützte, um sich die ersten notigen Kentnisse im Spaniscben anzueignen, eine uralre spanischc Grammatik; deren Ti tel man heuteni ht mehr zu identifizieren vermag,

Iriarte, Montemayor, Lope de Vega, Luis de Le6n, Villegas,
Quevedo und G6ngora.

so uralt, dass sie selbsl der Sptache Lope's de Vega und Caldaon's
vorattsgùig, und ein miserables, des ganzen Bucbstaben A

~1chters. n'.it dem fremden Idiom infolge seiner ausgedel~nten,
b1enenil.e1ss1gen LeJ;:türe stetig wachsen. Sein Amadis und Cid
l~gen an: besten Zeugnis dafür ab. Andrerseits sind es aber gerade
diese be1den Uebertragungen, die uns die Grenzen seiner rein
spracl~lichen Kentnisse in drastischen Belegen var Augen führen.
Aus 1hrer Betrachtung ging mit Deutlichkeit hervor dass
Southey zwar im Stande war, jeden spanischen Schrifrsteller
ohne weiteres zu Jesen und mit Verstandnis zu Jesen dass 1·11
jed~ch die Elemente der fremden Sprache nie zur:i sicher;:
Bes1tz gewor~:n waren. Seinen in die Breite gehenden, auf
blosser Empmk fussenden Kentnissen fehlte das metbodisch
angelegte, das absolut sichere, in die Tiefe dringende Fundament.
11:_n, d~r ganze Bande ohne Anstoss las und mit sicherem Verstand01s &lt;lurchdrang, konnte unversehends ein einziges im Sinne
wechselndes oder unterschiedliche Bedeutuno-en aufweisendes
Wort, :ine nicht ohne weiteres klare Flexionsform, ein simples
Adverbmm aus dem Geleise bringen und zu den torichtesten Verdrehungen verleiten.

2 94

beraubtes Taschenworterbuch, giog jedoch so bald wie moglicb
daran, sich an der Uebertragung eines Calderonstückcs zu versuchen, um das Brett ;;u bohren, wo es am dickstm war '.
Southey hatte vor solchen Methoden den Vorteil vorau~,
dass ihn Herbert Hill wahrend der ersten Ueberfabrt und auf
der spanischen Reise in die Elemente des Kastilianischen, ebensowie spiter, wahrend des Aufenthaltes in Lissabon, in jene des
Portugiesischen einweihte. lm Uebrigen, d. h. bei se inen Büchers-tudien, dürfte er ahnlich wie Grillparzer zu Werke gegangen
sein. Ais spanisches Wéirterbuch, - das wissen wir aus verschiedenen Zitaren - cliente ihm der ehrwürdige Minsheu 2 , der die
Begriffe der fremden Sprache gleich doppelt (auf lateinisch und
. englisch) übersetzte. Ob Southey auch desselben gelehrten Vcrfassers Spanish Grammal' (London I 599), oder gar seine
Pleasant and delightful dialogues in Spanish and English (ib.)
kannte und benützte, steht 11icl1t fest. Schon von Coruiia aus
schreibt er (Dez. r79 5) : I apply lo the language; it is very easy,
and with a little assistance (scil. of Hill !) I can 11nderstand their
poetry i. ln Madrid (Jan. 1796) besitzt er schon progress enough in
the language to talk about it very learnedly +, und die erste Ausgabe
seiner Reisebriefe (1797) wimmelt bereits von mehr oder minder
freien, mehi oder minder schlechten Uebersetzungsübungen aus

I.
2.

Farinelli, Grillparz.e-r 1111d Lope, S. 34.
Tlocabula1'imn Hispa11ico,.Latim1111 et A11glicum . .A 1110s1 copious SpanisbDic-

tio11arie wilb Lati11e 111111 Englisb and someliine othcr lnnru.ages, witb !be etymologies. By John Mins/Jeu. Lo11do11, 16rr,
3. Lttt. S. 9.
4. lb., S. n9.

2 95

_lm Laufe der Ja 11re musstc naturgemass die Vertrautheit des

Da_~sel~e, -:as wir damit für das Spanische und Southey's
Ver?altms zu 1hm festgesrellt haben, gilt narürlich in ahnlicher
WetSse vom Portugiesîschen. Moclue er sich auch in dieser
Spracbe infolge seines liingeren mündlichen Gebrauches zuerst
grossere Kentniss~ ange_eignet haben, ais im Spanischen _ J speak
the lang11~ge, schre1bt er 1m August I 800 von Cintra aus r, not indad
gra_mmattc~lly, bnt fluent/y- so glich sich dieses Verbaltnis in der
R:u11a~ w1eder zu Gunsten des Spanischen aus, da er ja in ihm
be1 _w:1tem mehr las und ûbersetzte als in jenem. Southey s portug1es1sche Sprachkentnisse des genaueren festzustelien, dafür

r L. &amp; Corr., II,

103.

�LUDWIG PFANOL
ROBERT

bleibr al cinzig môgli.:her \Veg nur einc Prüfung einer Uebcrarbeitung des 1unday'schen Pa/meri11, da andt're und vollends
direktc Uebenragungen au dem Portugiesischen von iner Hand
im nôtigen Umfangt' nicht xi ti ren. Der Au 0oanaspunkc
aller auf die Literat11rw der Halbinscl
l'&gt;
bezüglichcn tudien war für uch y. ine geplant Geschicbte von
Portugal. Er gcdachte sogar, the litcrary pari of the histOI)' getrennt
vom rein geschichtlichen Teil und sclbstiindig zu verôffentlichen ',
kam indes niemals zu einer usführung die es Plane . eine
Art bei die en tudicn zu arbeiten, war vorwicgend kompilato'
ri ch, es war, wie er selbsr einmal trefft'nd hem rkt •, cin lnmti11g
a s11bj1•ct throrwh a series of a11thors. Hiebei kam er naturgemass
vom hundertsten ins tausendstc und seine malerin.ls, von denen
er mit orlieb redct, schwollen, da er stiindi und ausführlich
xzerpiene, ins ncndli he an. Diese Exzerpte bildeten dann
den Grundstock und die umme seines Wissens üb r den
Gegenscand.
'\Vie schon des ôfteren, so ist es auch hier der Mangel an
erhalteneo ufzeichnungen, der uns die Komposition cines
vollenderen Bildes rnn Southey's Verhaltni. zur spani chen und
portugie isch Literatur unmôglich macht. Wir wi en nicht
inmal halbwegs gcnau, wie weit sich seine Bdesenheit auf &lt;lem
Gebiere der schoaen Litt·ratur erstreckte. outhey las zumeist
n,;r was er selbst besass i, was er abtr besass, das laser alles. Ein
Blick in den (!eider so vi I wic unzuganglicheo) Catalog seiner
Bibliothek wiirc demnach lchrrcicber ais cine lange Belesenheitsabhandlung über ibn elbst.

1.

Vgl. hi1:r, S. 61.

2.

L. &amp; Corr., Il,

121.

3. Ausgeoommeo die F:ille, in denen er für seine Arbeiten Texte benôtigte,
die er sich selbst nicht bcschaffen kounte, und die cr dann in è&gt;ITcntlicheo o&lt;ler
Pri\•atbibliothcken bcnutzte.

Ot:THEY UND

PAXŒ.

:,in Essa\•011 the Ptietry of pain and Port11gn/' hat fol Yendl'n
eio-cnarti rcn Gcdankeogang:
~ zahlreich die Entlchnungen und direkten Uebertragungcn ngli.schcr
Schnftstellcr aus dcm Franzô ischen und ltalicnischen im Laufc der Jahrhunderte waren, so ~plrlich simJ sic mit Bczug auf die Literaturcn von panÎl'O
und Portugal. ic beschrlnken sich im Grossen und Ganzen auf Ccrvantcs
Quevedo und Mendoza für Spanien. auf Ctmôcns für Portugal. ln alkn Lltrra~
turen ging der cra des Geschmackes cine solche des Genies vor;1us. In
Englaod waren Cowley und Dryden die Vorgiinger Pope's, in Italien Dante,
Pulci und Bojardo jene des Tas o. , panicn und Portugal alkin haben die Acr;i
des Ge chmackes in ihrcr Liter-Jtur nie erreid1t. J urz und rasch war ihr Aufstieg, langsam und dauernd ihr 'ied~'l'gang. ·huld daran w:m:n teils die politi.schen Verhiiltnisse, teib literarische Schaden, wic die Manier des Gongori mu , die sorglo c Viclschreibcrei cines Lope de Vega, die den Gcs.:hma,k
des Volkes verschlimmcnc, teil die verdummendc und mirtels der Inquisition
jede freie Entwicklung hcmmende Herrschaft der Kirche. Man darf ich also
nicht da ni ber wundern, dass die spanischcn chriftsteller nkht mehr gcleistct haben, ondem vielmchr da rübtr, dass ie unter diescn Gm rândcn überhaupt einen sokhen Grad der Emwicklung erreichen konoten.

Der langen Rcde kurzer inn i t also folocnder: Enolands
chriftsteller hatten, ebenso wie sie die Blüt~ ande-rcr Literaturen mit Eifer und erstandois pflückten und in ihrem Lande
heimis h machren, auch aus panien und Portucral reicheren
Gewinn geholt, wenn niche der frühe ied rgang di ser Literaturen es unmôglicp gemacht batte.
Was lasst sich zur Rechtfertigung eines solchen Essay 011 tbt
Poetry of Spain and Portugal sagen ? - Hochstens das eioe, dass
seine Verfa . er er t 22 Jahre zilhlte und seine Bekantschaft mit
panien en,t nach Monaten datiertc. outbey selb t scheint den
\ ert dieser Jugendarbeir spiit r richtig eing schatzt zu haben,
denn in der dritten (überarbeiteten) Auflagc der Reisebricfe ( I 808)
ist der Aufsatz bereits gestricben.

1. Ltll.

S.

121-130.

�LUDWIG PFA DL
ROBERT

Am vertrautesten war outhc · das Gebier des altspanischcn
Romans. Und zwar so,,ohl die Jibros de rabnllala : die Amadisund P11/merin-Dichtung, ais auch der hisrorisd1e Roman : Jic
Rodrigo-Fiktionen des Pedro de Corral und Miguel _Je Lun~,
und die Gra11adi11isclxn Bürgerkriege des Pérez d_c H1ra_- _Zwe1fellos crstreckte sich seine Belcsenheit und seme knt1schen
Kemnisse auch auf die über Frankreich in panie_n einged;u~aenen C •klcn der Ritterbücher: auf Turpin und Fierabras, Tmlt1n und La11z.nrote, Merlin und den Santo Grial.
.
In dem was wir kurzcr Hand die Amadis- und Palmenn-~roblcme gcnannt haben, war Southey erwiesencnnasscn ve1: 1crt
wie kein zwcirer vor ihm, hatte als erster kaum aekaoote \\ crk_e
und Ycrstcckte Bcwei stcllen heranaezo 0 eu, auf d~nen zu~ Teil
noch die heu tige For chu no- gcwichtigen Fu ses bas1 rt. Dann aber
ist Southey - und Jas môchte i h bcsonders betonen Romantikcr, wi in gcwissem Sin ne Johann Caspa'. Zeu~s Ja ob
Grimm, Friedrich Diez es warcn. Diese liebc\'oll-e!fngc mc~t nur
dichterische, sondern ;mch kritische Be chaft_1gu~g nut &lt;l_er
mittdalt rlichen Literatur und ihren Problemen 1st cm Zuu retn
outey'scher Romantik, wie ihn ahnlich hochstcns noch
WaJt r ott besass, wic er iodes Byron, helley,
ordsworth,
Keats ofozlich mangelte.
Da ; outhey die nichtdramatischen Dichtungen ~on Lo~_e Je
Yeoa die Oden de Luis de Léon, die Fabeln des Iriarte grundlicl~ knnntc, geht bervor aus seinen Uebers~tzungsprobcn _aus
&lt;lcns lben und aus sein n haufig n Ansp1elungen a~f 1hre
\Verke. Daoe,Yen scheint er dcm spaniscben Drama ffiinzlich fer~
gcstanden zu sein, was bei cinem absoluten Mang 1 an dramattscher Begabung weitcr nicht \ under n hm ~ darf. In dem
bereits besprochenen Essay 011 the Poetry ~f Spam and P~rtttgal
kommt d r ame Caldero11 überhaupt mcht vor, u~d JO der
Rezcnsion von Lord 1Iolland's Lope-Bio rafie \·erme1dec outhey ein Eingehen auf die Dra.men des paniers mit d~r Begrü~dung: it tt.'Ould be too wide a field to enter 11pon Lope s dra111at1c

O 'THEY V. 'D

P

'IE ..

299

wrl.:. Cervante bat er zweifcllos aus eiuener Lektüre gck:innt,
&lt;la cr sogar cinc englischc Uebcrtraguncr des Dl,)11 Q11irotc zu vcrfassen gedachre •.

Di spani chc Romanzenlit ratur wurde outhey cinigcrmas en venraut durch seine Beschiitrigung mit dem Cidstoffc.
Der Umfang s iner B le enhcit a.ut diesem Gebicte konntc
indes in keincm Verhaltnisse zu der Masse des im Laufe des r 6.
bi 18. Jahrhundert verôfientlichtcn Materials stehen. m da
richtige Mass zu gewinnen, muss man sich vergegenw:irtigen,
dass bereits ungeh uere ammlungen an Romanzen gedru kt
vorla en, so die alteste ,·oo a.lien, der Ca11âo11ao de R/1111a11ces
(vor 1550), dann die Sil·m de 1.10rios Romances (r550),
die Romances 11ueva11unte sa.ados de historias a11t~r11ns dl:s
Lorenzo de cpti lvcda ( I 55 r , die Q11are11ta
autos des
Alonso de Fuentes ( r 550 ), die Fior de e11n111orados des Juan
de Linares ( r 573), die R,&gt;sa de amores des Juan de Timoneda
(r 573), d r Romancero bistoriado des Lucas Rodriguez ( r579),
die Fior de varifls R&lt;mutnces de Andres de Villalta (1588), der
Ro111a11cero genera/ ( r 600 und 1602) der jardin de amadt&gt;res des
Juan de la Puente(1611), die Historia del Cid des Escobar(r6r2) 1
die Prù11auera y Fior des Pedro rias Pérez ( r 621 ), die Maravillns
del Parnasse&gt; des Jorge Pinto de forales (1640), das Lnberinlo
amoroso des Juan de Chen (r638) 1 die Flomla des Damian Lopez
de Tortajada (1711), die Poesias escogidas de los Cancioneros y
Romancaos des Manuel José Quintana ( I 796).
Die:: wichtigsten derseJben, namlich der Romancero ueneral
b
,
O\\·ie die ammlungen des epukeda (1551) und des Escobar
(r6r2) , aren auch in ouche ·'s Bcsitz und wurden von ihm
wic wir sahen, teilweise zur Aus taffierung eincr Cidübersctzung'
hera ngezogen.
, un weiss man, . eit Ticknor etwa, d s sich die Ma se der

1.

Ygl. hier . 68.

�300

ROBERT SOUTHEY

LUDWIG PFANDL

sp:rni chen Romanzcn in zwci di tinktc Gruppc~ cl_1eidct. so,,·!e
man sie nach ihrer Hcrkunft bctraclner. Die em n smd d,c
volkstümlichen oder alten Romanzen, d. h. jcne, die um 1550
aus dcm olksmunde, d. h. aus dem Erinnerungsvermôgen der
Leute gesammdr und verôffenrlicbt wurden. Die ander~n sind die
kunstmassigen oder neuen, d. h. jeue, die, angeregt durch das _Ersch inen jener altcn und nach dem Beispicle dersclben von _D1chtern wie pulveda, Timoneda etc. im I 6. Jahrhunderr ged1cbtet
wurden.
Di . e Dingc in des, die ich erst im spateren Verlaufe des
19. Jabrhunderts der neuer n Forschung (unter führung von
Ticknor, Duran, Ferdinand Wolf und Menéndcz y Pelayo)
hritt für hritt und in Jang amer Enrwickluna erschlo en,
konnten outhey, zumal er für die Romanzenlireratur kein
be:.onderes Interesse zu fühlen schien, unmôglich schon
b kannt und vertraut . in. Keiner von den Literarhisrorikern
vor und um 1800, die von panischen Romanzen handelten, war
sich übrigeos di ses Fuudamentalunterschiedes bewusst_ gewor~
den, weder armi nto, noch auch \'elasquez, wcder 1smond1
oder Bouterwck, noch Abel Hugo oder Depping.
Zum chlusse noch ein \ ort üb r outhe r's tellung zur
portugiesi chen Literatur.
Für die Mai- ummer des Jahrgangs 1809 des Quarter/y
Review sollte
uthcy ein in London erschienene englischporrugie isches prachbüchlein •~ ei_ne Art Anrholog~~ z.ur E:.leichterung des tudium der portugics1schen prache fur England~r,
rezensieren . Der Umstand nun, das das Buch nur porrug1esische Uebers tzunaen fremder, d. h. nichtportugiesischer Texte
und Literaturdokumente enthielt, (so z. B. den Telm,ach, den
Don Quixole u. a.), brachte Southey auf den Gedanken, in

1. Extrartos tm Porl11g11e, e tlll lngle{; com ns Pnlnt'l'(IS Port11g11ez.as prc&gt;prinmmte nccmt11ad11s para J.1cilitar o es/11,/0 1f11q11û/a li11.1;e&gt;a. Lo11Jo11, 1, 08.

NO SPANIEN

301

Form eines kurzen Abrisse der portugiesischen Litcmturgeschichre in erster Linic den E11glish booJ..•sellers and co111pilers zu
zei~e_n, dass die portugiesi ·che Lireratur selbst reich genug an
Ongrnalen sei, um darau
nicht aber aus Uebersetzuncren .
B d
b
emen an wertvoller Extraclos zu kompilieren, andrerseit. aber
das Interesse des Lesepublikums im allgemeinen auf dicses
wcnig b kannre Gebiet zu lenken.
Der einigc 24 iten starke Auf atz wurde bald darauf ins
Ponugiesi .:he übersetzt I und galr keinem geringeren al. Ticknor
noch ais ein vorrreffiiches gedriingtcs Handbuch der portuoicsischen Literaturg schichtc 2 • Er ist wert, d s nahcren betrachtet
zu werdcn, cinmal weil er outhey's Kentnisse und Anschauungen
\'On d r fremden Literatur ziemli h deutlich und au führlich
danut, dann ab rauch, weil er(chronologisch oach Bouterwek)
den rsten \ ersuch iner Darstellung des portuoiesischen chrifttums von d r Hand cine Auslander repriisentiert ;.
Bei aufmcrksamer Lektüre der ourhey' chcn tu die lü st sich
folgcnder Anlage-Plan der !ben herausschalen :
r) Die altesre Poesie.
2) Die Romanzcn .
3) Die wichtigsten Dicht r (mit Au chluss von C1
moens).
a) Francisco de :ide .1iranda.
b) Antonio Ferreira.
c) Pedro Andrade de Caminha.
d) Diogo Bernardes.
4) Da Epos.

litrralum f'&lt;'rl11g11e;a, tr,1dmJtl11 do ùi,([le• .. . por J. G r .
\'gl. \\'hitnc~, C11t11l,igue, •. 337.
2. Ticknor, Gmh. dtr span. Lit. (Deutsche Ausg.), J, ri, Anin.
3·_ Bouterwek s.:hri_eb bckanntli h 18o5 seini: Gtschichte der portu_i:frsisd1e11
Poesu t/1/d Bt•n·Jsamke1t, ismoodi Band I s iuer Li//eraturc du Midi dt l'E111.

,\J1•11111ri11 s11brl

.\ftïller. H;:1.111bur~.

1ope crst r81 3.

II

18ocJ.

•

�302

LUDWIG PFANDL

5) Das Dra ma.
6) Die Arkadische Gesellschaft.
7) Der Roman.
8) Religiose Dichtung und Prosa.
9) Reiseliteratur.
ro) Geschichtschreibung.
Die blosse Aeusserlichkeit einer solchen Einteilung springt in
die Augen. Es ware iodes verfehlt, nun an der Hand der Portugiesischen Literat11rgeschichte par excellence ' Southey die Mange!
und Fehler seiner Einteilung im allgemeinen und der daraus
resultierenden Behandlung im besonderen nachzuweisen und
anzukreiden. Uns bleibt vielmehr lediglich die Aufgabc, darzutun,
wie weit Southey's Kentnisse in jener Frühzeit literarischer
Kritik und literarischen \Vissens bereits vorgedrungen waren .
Das Mittelalter in Portugais Schrifttum beschriinkt sich für Southey auf die
spiirlichcn Fragmente der vou Bernardo de Brito überlieferten Romanzen '
und auf den Ca11cio!lcro de Reseude, l'ine i·o11 Hofleuten Ajfo11so's V, gesrbriebene
Sa111111l1111g. Southey kannte das \Ycrk nus dcm Exemplar der füng's Library
und urteilte darüber wie folgt : so mucb is Lo be gleanei/, from it respectfog wbat

may be called tbe dcmestic and intellectual bista,y of ils age, /bat its upubliration
would be one of tbe r1-calest beuejils whicb catild be ro11ferred upan the literature oj
Portugal;.
Eine der crsten namentlich .iufführbarcn Dichterpersêinlichkciten bt Sâ de
Miranda . Er war 1495 geboren und führte in Nachahmung des Spaniers
Boscan italieuische Metren in die portugiesischc Poesie ein. Sein Hauptverdienst aber beruht auf der Vcredlung der Sprache, die von seincn Werken
ausging. Nach dem Vorbilde Mirandn's dichtete Antonio Ferreira; er ahmte

r. kh meiue natürlich die Arbeit von Michaelis-Braga in Grobers Grwulriss.
2. Di.:selbcn stehen }!011. Lus. lI, 296 und wurden von Southey in den
Anmerkungen zum Cid (S. 377) wieder abgedruckt.
3. Bouterwck, dessen Werk Southey offenbar nicht kannte, wusstc von der
Existenr. dieses Cancùmriro d~ Resende nur aus eiuigen Zitateo, vcrbreitcte sith
aber dafùr uni so eingchender über die Romanzenfragmente,

ROBERT SOUTHEY UND SPANIE

ihn in Sonett und Elegie nach und fübrte selbst Epigramm, Ode und Epithnlamium ein. Auch Andrade de Caminha dichtete in der Art der beiden
genannten, doch sind seine Poesien YOD rauherer, wenig poliertcr Art. Der
mit den vorhergcheuden ebenfall;; gleichzeitigc Diogo Bcrnardes zeichnet sich
wicder besonders durch die süsse Gliitte seines Stilcs nus.

So sparlich diese Ausführungen auch sind, so treffen sie im
Grunde doch bereits (freilich ohne dass Southey es ahnte) den
Kern ::ier Sache : die (auch von Bouterwek noch nicht in
vollem Umfange erfasste) Einführung und Entwicklung der
soo-enannten Italie11ischen Scinde, die, wie wir heute wissen, den
gr~ssten Teil des I 5. Jabrhunderts in Portugais Literatur
beherrschte.
Die epische Dichtuug, so fiihrt Southey fort, kam in Portugal früh zu Ehren
und blieb bevorzugt bis in die neuere Z.!it. Manche Epiker sind sklavische
achahmer von Tasso,andcre wieder schreiben ohne Vorbild drauf los, wic
es ihnen das Herz gebeut. Zahlreicbe Stellen von überraschender Schônheit finden sich in diescn Epen vcrborgcn, daoeben allerdings auch sinnlosc, langweilige Tiraden 1 • Die Octavstaoie ist das gebriiuchlichste Mctrum.
Der erste bcdeutcnde Dramatikcr Portugais ist Gil Vicente. Nach dcm
Urteilc des Erasmus, de~ eigens portugicsisch gelernt haben soli, um Vicente
zu lesen, kommen dessen Dramen mehr ais audere den plautinischeo nahe.
Troll dieser vielversprechcnden Anfiinge hat indes d:1s portugiesische Drama
nicht floriert. Der Reichtum des spanischen mag darau schuld gewcscn sein.
\\'iihreud der kastilischen Usurpation vollends schricbeo zahlreiche portugiesische Amoren ihre \Verkc in spanischer Sprache und w1ter der Ikrrschaft
der Philippe wurden spanische Schauspiele in Lissa bon hiiufigcr auîgefübrt als
portugiesischc.

Was Southey damit dem Leser über die Entwicklung von Epos
und Drama bei den Portugiesen vortrligt, ist allerdings der Gipfel
kondensierter Gedrangtheit. Zum mindesten hatte vielleicht ausgefü brt wcrden müssen, dass das iilteste portugiesischc Epos, des

1. Von Camôens in dicsem Zusammcnhange zu sprechec, unterliisst Southey wegen der Beschriinkrheit des ihm zu Gebote steheuden Raumes,

�LUDWIG PFANDL

Affonso Giraldes Dichtung über die Schlacbt am Rio Salado
(30. 0kt. 1340) nur mehr in einem Fragmente von 12 Strophen
(Mon. Lus. II, ro, 45) erhalten ist, dass indes, abgesehen von
dieser Reliquie, von keinem Portugiesen vor Carnoens ein in
seiner Muttersprache abgefasstes historisches Epos überliefert ist.
Direkt ineführeod ist die Behauptung, die Oktavstanze sei &lt;las
gebrauchlichste Metrum gewesen, angesichts der Tatsache, dass
die drei Epen eines der bedeutendsten Camoens-Nachbeter, des
Jeronirno de Cortereal, in reinen Blankversen gedichtet sind.
Dass Southey über &lt;las portugiesische Drama so viel wie nichts
zu sagen wusste, - wo doch von Gil Vicente, &lt;lem auf dern
Spanier Juan del Encina fus~enden Schopfer des portugiesischen
Dramas, bis herab zu Sâ de Miranda, &lt;lem italianisierenden Hohepunkt und Schluss aller portugiesischen Dramendichtung so
manches Wissenswerte und auch für Southey bereits Wissensmëgliche zu sagen gewesen ware - da1f uns nach allem, was
wir von Southeis Stellung zu Drama und Dramatik überhaupt
erfuhren, nicht mebr Wunder nehmen.
Allgemeine Erërterungen unterbrechen sodann, nach einer
kurzen Schilderung der Gründung und Tatigkeit der Arkadischen
Gesellschaft, den Fluss der Darstellung. Sie gipfeln in dem Satze,
dass Portugal keinen Dichter wie Dante oder Shakespe.rre aufzuweisen habe, denn solche Dichtet gabe es nur bei freien und
aufgeklarten Nationen. A beautifnl anthology, so resümiert Southey, may be fonned from the Portuguese poets, but they have no great
poem in their language. Wornach ein Beweis, dass Southey die
Lrts_iaden des Camoens nicht gelesen batte, kaum mehr von
Noten sein dürfte.
Zum Schlusse erst kommt Southey in sein eigenes Fahrwasser, das der Historiografie.
In der narionalen Gcschichtsch reibutJg, so führt er ai:;s, sjnd die Portugiesen
unerreicht. Ihr bester Chronist ist Fernam Lopez und dcsscn bedeutendstes
Werk die Geschichte des portugiesisch-kastilischen Selbstandigkeitskampfes.

ROBERT SOUTHEY UND SPANIEN

Southey nennt ibn sogar the best chronic/er of any age or t1ation (!). Zeitlich und
auch an Bedeutung sei.11 Nachfolger ist Gomez Eamiez de Zurara. Er verfassre
die Geschichte d~r Eroberimg vo11 Ceuta und den ersten Teil der Cbronica de
Affonso. V. ~Ruy ~e Pin a vollendete diese Chronik in würdiger Weise und fügte
auch die Chromk Joam II. dazu. Francisco de Andrade schrieb die Gescbid,te
Joam Ill. Die kastilischen Chroniken derselben Zeit sind, obschon verlassig
u~d braucbbar, deonoch den pottugiesiscben an Schônheit der Auefülmmg,
w1e an G'anz des Stoffes nicht ebenbüttig. Die portugiesische Geschichte in
Indien behandelte Femam Lopez de Castanheda, dessen Lebensumstiinde Southey ausführlich darstellt. Auch Joan, de Barras gehôrt zu den Historikern
des portugiesischen Indiens. Seine Decadas da Asia übertrdfen a.lie früheren
Geschichtswerke an Gl!khrsamkeit und dokumentarischem Reichtume. Doch
haften ihoen bedeuti::ode Fehler an, vor allem eine ausgepriigte Parteilichkeit.
.
w_ahrend der Periode der Usurpation lag auch die Geschichtschreibung
daro1eder. Nach Umfluss derselben schrieb Luis de Menezes, ei11 Nachkotume
der literarisch bedeutenden Grafenfamilie der Ericeira, eine grosse Historia de
Portug-al Restaurado. Braganza begrüodete eine kônigliche AkademieJür Nationa.lgeschichte, doch brachte &lt;lieselbe wenige Werke ihres ausgedehnten Arbeitsplanes zur Ausführung, und diese wenigen. sind von einer Art, dass es nicht
zu bedauern ist, dass sich die ge)ebrte Gesellschaft wieder auf!ôste.

So ungefahr sieht das von Ticknor gepriestlne Handbuch der
portugiesiscben Literaturgeschichte aus, und in diesen Grenzen
annahernd bewegte sich Southey's Wissen von portugi~sischem
Schrifttum. Was lernen wir mm besonderes für die Erkentnis Southey's aus dieser seiner Hterarhistorischen Arbeit im
Zusammenha,lte mit seinen übrigen literaturgeschichtlichen
Studien? Southey fehh der weite, umfassende Blick für die inneren
Zusammenha.nge der literarischen Entwicklung eines Volkes. Er
klebt kurzsichtig am einzelnen Werk und siebt immer nur einen
bestimmten Autor, im günstigsten Fa,ll'e eine bestimmte Dichtungsart für sicb. Insbesondere kennt er die Beeinflussung von aussen
ber nicht in dem Grade, wie sie beispielsweise be,i &lt;ler portuoiesischen Llteratm: von Seiten des franzosi,;chen; provenzalisch~n,
REVCE lllSPANJQUE.

C

�306

LUDWIG PFANDL

spanischen und iralienischen Schriftt~ms eingetreten ist '. Dagegen
hat Southey eine ausgesprochene Begabung dafür, irgend einen
bestimmten Autor, ein einzelnes Werk, ein spezielles Problem
zu bearbeiten, erganzendes kritisches Material dazu beizubringen
(to hunt a subject through a series of authors !) und den verschiedensten Seiten der betreffenden Einz.elfrage gerecht zu werden.
*

* *
Damitsind wir am Ende. - . Atn Ende einer langen Fahrt
dutchs alte romantische Land. Nicht mehr als billig ist es, vor
dem Abschiednehmen noch einen Blickrückwarts zu tun und das
Erlebte kurz noch einmal zu überschauen.

Leben nnd Dichten eines englischen Romantikers 1111ter dem Ei11druclœ seiner Bez.iehungen z.u Spanien, das war die Aufgabe, die wir
uns, vielleicht allzu vermessentlich, von Anfang an gestellt. Was
brachte uns ihre Lôsung an Ergebnissen ?
Wir sa·hen zuvôrderst, wie Robert Southey - nicht so sehr
aus Neigung und innerem Drang, ais vielmehr infolge zufalliger
Verkenung ausserer Ursachen und Ereignisse - mit Spaniens
Land und Volk in Verbindung kam. Welcherlei die Eindrücke
und Kentnisse waren, die er im fremden Lande in sich aufnahm,
und wie dieselben spater einer bestimmten Periode seiner
schriftstellerischen Entwicklung die Richtung gaben.
Von Amadis über Palmerin und Cid zu Rodrigo konnten wir
eine fortlaufende spanische Linie in der Entwicklung Soutbeyscher Romantik feststellen, einer Romantik des Philologen und
Bücherwurmes, die nicht nur von der der übrigen englischen

r. Die neuere Forschung teilt bekanntlich die Literatur Portugals in folgeode bezeichnende Abschnitte :
.
1) Provenzalisclu: Schule (13. &amp; 14. Jhdt.) ; 2)SpamscheSchule (15. Jhdt.);
;) Italienische Schule (r6. Jhdt.); 4) Spanisch-italieaische Scl1Ule (17. Jhdt.);
5) Franzôsische Schule (18. Jhdt.); 6) Romantische Schule (19. Jhdt.).

ROBERT SOUTHEY UND SP ANlEN

r

307

Dichter dieser Periode, sondern auch von Southey's eigenem
Dichten in der der ersteren paùllel laufenden orientaliscben
Linie Tbalaba Madoc, Kehama grundverschieden ist.
Soweit erstreckte sich Spaniens Anteil am Leben und Dichten
Southey's. Sein dem Land und Volk entgegengebrachtes Verstandnis andrerseits zeigte sich uns in einem durch verschiedene
Mange! entstellten Bilde.
Ais echter Sohn seines Landes vermochte sich Southey zu
einem richtigen Verstehen der nationalen Entwicklung des
frernden Volkes und vider damit unzertrennlich verbundenen
Eigenheiten niemals aufzuschwingen. Die beiden Landessprachen
beherrschte er mit virtuoser Lesefertigkeit, ohne dabei in die
Tiefe ihres Verstehens einzudringen. Die Literaturen der beiden
Sprachen waren ihm in ihrer Gesamtheit, den damaligen
Verhaltnissen entsprechend, nur in bescheidenem Umfange
bekannt, wahrend er sich auf bestimmten Gebieten derselben
(Amadis, Palnzerin) in selbstandiger Forscbung zu einem
Grade der Vertrautheit mit ihnen hindurchgearbeitet batte, der
selbst heutigentags mcht allzu haufig ist. Soutbey's ame wird, und damit soll unsere Untersuclrnng
endgiltig zum Abschluss gebracht sein, in der zukünftigen Geschicbte der Literarischen Einwirkungen Spanieos auf England
ei n en starken A bsch nitt beanspruc ben, er w ird aber ausserdem aucb
nochauf den genannten beiden Gebieten der literarhistorischen
Forschung allezeit ais Bahnbrecher seinen Ehrenplatz behaupten .

�ROBERT SOUTHEY UND

ZEITTAFEL

PA. 'IE."

309

Cbronicle of the Cid.
Cnrse of Keha111a.
His tory of Braz.il, vol r.
1812: Omniana.
r 2 16: Poetical WorA·s in 1 -1- ·wls.
18r3 : Life of elson.
outhey wird Poeta Laureacus.
1 r4 : Roderick 1. Ausgabe. Carmen Triumfthale.
outhey 40 Jahre alt.
1

08 :

1810:

zu

UTIIEY's LEBEN O?,;D \VERKEN

1

I.

1

1774: Geboren zu Bristol.
1788: Wescmin ter· chule.
1792 : Entlassung (The Flagellant!).
Balliol Coll ege Oxford.
Tod des Vaters.
1794 : Panlisocracy. Poenrs in one vol.
1795 : Erste Abreise nach panien (}{ovember).
ourhey ist 20 Jahre ait.
1796: Rückkehrnach Eogland ( lai).
Joan of Arc wird publizierr.
1797 : Letters {rom Spain and Portugal, l. Ausg.
Mi11or Poe111s.
179 : Uebersiedelung nach Wcstbury.
1799 : Uebersiedelung nach Burton i, Ham p!&gt;hirt:.
Madoc vollendet, jedoch erst r 805 publizicrt.
1800: Zweire Abreise nach panien ( pril).
Dortselb t Be ndigung \'On Thalaba.
tofl- und Bücher ammlung z. pani chen GcscbiclHL.
1c 01 : Rückkehr nach England.
Thalaha verofü ntlicht.
01 1 03: Wechselnder Aufenthalc in K swick,
Dublin und Bristol.
1803 : ( ptember)
urhey zieht for immcr nach Gru.i
Hall, Keswi k.
Amadis vollendet und publiziert.
1 05: Hetrica/ Tales. Mcuioc I. Ausgabe.
1807 : Palmerin. Espriella's Lei/ers.

II.
I &lt; 15

I

: }.finor Poem.s rearranged.
r8r6: Lay of the Lnureale.
Pi/grimage to Waterloo.
18r7: Morte d'Artlmre. Wat Tylor .
History of Bra:;,_il, wl. 2.
r 819 : His tory of Brnz.il, vol. J.
1 20 : L,fe of Wesley.
Southe ·Dr.der Universirat Oxford.
182r : Vision of Judgmenl.
Expedition of Orsua.
1822 : History of the Peninsular 1Var, wl. 1.
I 8 :.14 : Book of tbe Clmrc/1.
Hfrtary a( the Pe11ins11/ar War, wl. 2.
r825 : Tale of Paraguay.
1826: Vi11dicia: EcclesùeA11glicame.
r829 : Ali for Lave and the Legmd of a Cori: ami a Hm. Lin-s
of Uneducated Poets.
1830: Lifeof John Btt11ya11.
18 J r : Select Works of Brilisb Poets, with Biogrophiml .\'otices.
1832: Historyofthe Peninsular War, •vol. 3.
33 40: O'l!al Historyof England, 41.·ols.

�310

LUD\\'lG PFA,'DL

1834: The Dxtor (uovollstandi 0 ; Rest nach outhe ,, Tod
von \Vood-Warter heraus 0 eg).
18 3 5/37: Tbe Life and Works of Cwper ed. 011/hey, T5 wls.
1837: Tod Edith's in geistiger Umnachtung.
outhey's Poems in ro 1!0/s.
18 39 : outhey heiraret in zweiter Ehe Caroline Bowles.
184 3:, inToù am 31. 1arz.

ABKUERZUNGEX

(;.ul{ltich Lisle du mtisl/Jt11üz.ten biogmphisdx11 Qud/e,,u:erke)

'

r. L. &amp; Corr.

2.

Let/ers writtm durùtg a short Residena in pain and
Portugal. 1. Aufi. 1779. 2. Aufi. 1799. J . .dull.
1808.

Let!. -

3. Sel. -

Tbe Life nnd Correspondence of the lote Robert
Southey, i11 six rnlumes. Edited by bis son, the Rn.•.
Charles Cutbbert Southey. Lo11do11 18-19-50. 6
Bànde, 8°.

Selertùms {rom tbe Lettas of Robert So11they. Edited l~v
his ou-in-Law John TJfood-TVar fer. Lond,m
1856. 4 Bànde, 8°.

+ Rem.
5. Works. -

Reminiscenm of S. T. Coleridge and R. , 011/hey. By
Joseph Coule. London 18-18. 8".
The Poetical Works of Robert outhey. Complete in
one volume. Le1ndon r844, 4°.

�ROBERT

I HALT VERZEICH I

Vorwort .. . .... . . .... . .. . . . .. ...... . .•. . . , . . . .. • • • • •

ERSTER TEIL
CTHEY's PERS0BNLICRE Bl!ZIEHUNGEN ZUR PY RENAEISCHEN HALBfKS.EL.

Kap.

Kap.

CHR0N0LOCISCHE ENn\1CKLUNG SF.JNES H 1SPANISMCS.

Erste Rt:ise nach paoieo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... . .
011/luy rmd Hill. Ai,rriu im Novm1ber 1795. Aufmlhalt i11
Cor111ia . (Seite 8). Qutr durch dns lrmrrt drs L,mdes. Rrligiosr
Eilldrüch. Weih11achlsstim111u11g (S. ro). A11k111rft ill Madrid .
Srhlimmr Erj,ilmmgm 1111d geriugt A11sbrule (S. 15). Eslrnm1,l11ra. IA11dsclldftliche Scho11beitm 1111J hislorische Eri1111erungm
(S. r7). Aii der Grt11{e t.'(m Port11ial. A11k1111Jt in Lissabo11
(S. 19).

1 :

Lissaboo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Byro11's Erùmer1111gm a11 ditst Stad/ (S. 21). Erste Eindri1cke
auf S011//Jty (S. 22). Sein Tageu-erk ill Lissabo11: Bibliotbek dts
011kds (S. 2;). Ausjlügr in die Umgegmd (S. 24). Teii,,a/mu am
gesellschaft/iclm1 ltbm (S. 24) . Erwacl,r11 des Htimwehs . Abniu
11nch E11gla11d, Mai 1796 (S. 27).

2:

Kap. 3 : Zweite und letzte panicnreisc . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Aeusserrr Anlass {" diesrr Reise. Hi/I's Zut'Orko111111mbt'ÏI (S. ;u) .
Southey's Vorbtrât1111ten for tint /ii,,gert Abwese11heit. Abrtise mit
Edith arif dirtklem Stt'Wtgt narh Lissa/&gt;011, April 1S00 (S. JI).
Ediih's trsft Ei11drrïcke. Die Wolmu11g des P11nm (S. JJ). Der
FrieJhoj der E11glisd1t11 Kolo11ü (S . J.I). Fro11ltich1111mspro{mio11
(S. J5) 1111d Stitrknmf (S. 19). Lamlaufe11th&lt;1lt in Cilltru (S. 41 ).
Paraditsischts l..tbt11 11tbt11 jlriss~l{tr Arbtit. Gml/schaftlù:he Ruht.
Southey's Ges1111dl1til (S. 42). R1ickkdJ1" m1dJ Lisstlbo11. Mn 11gel jea/ ;.
cher Korrrspo11dt11{for die /Viuler,,10110/t (S. -IJ). R1111drtist durci,
die Prot1ù1z Estremadura (S. 4-1). Alcobll(a. Balulba. Coi111brn.
RtiJ./uhr {" Srbijft 11ad, Lissabo11 (S. 45). Rtist d11rd, dit Protùtz.
Altmlejo . Ma11gtl gt11a11rr,r Nachrid,tm bitrüber (S. -19). Griintle

PANl :

313

1111,I U111strï111le ei11e, btsrbler111(l{l,•11 Heimlul!r 11ad, E111;/,md,
}1111i 1So1 (S. 49).

• ile.

Dm

OUTHEY UND

Kap. 4: outhcy in derHeimat. 'do Hi~panismus in zcitlichem \\'erJegang· . ... .. . . ....... ... . . . .. . ..... . . . . ... .. . . . .. .
Soull•,:v's Ltbmsu:alt. Die {'Wâ Hauptperiodw sû11tr /;11/u:icklu11g: dit rpisd,e uud die hislorisch-/,iographischr (S. 51). Spnuims
Anlril a11 jtdrr drrstlben ( . 52) .
• Ers/,• Pl'riodt. Reistbritfe (S. JJ), Edn11m111gm 1111d SelJ/isrichlt (S. 59). l:.ïfrigu Studi11111. Vorlù/,e f,ir Chro11ikm 1111d Ro111,mt. Amwlis, Pal111eri11, Cid, Rodrigo (S. 61). Pl1ï1u, Halb"'.'d U11a_1isgtJ:ïbrlrs. l;fot portugitsiscbt Bibliographie (S. 66).
,\ eu_t Rmebmfe (S. 6 1). Ei,u Quixol(- Ueberselz.u11g (S. 6S).
Btz.uh1111gm ,u z.dlgmossischen Hispa11ophile11 . W . Sro/1 (S . 7,).
l,irJ Ho1/a11d (S. ïr). W. S. LmJor (S. 7-J). j. H. Frm
(S. ;;).

Utbt·rua11g zur v-,'«'ilm Pn-iode: Spanische Polilik u11J Gtsd1ir/11,
(S. 7.'i). Zeitgmôssisdu Sli1111111111gr11 in E11.i:lt111d (S. :;i ). Dit
Gtschkhlt des Pminsular War 1111d South,· ·'s Hispa11is11ms (S. •4).
Rrlt'kblick (S . 8S):

Z WEITER TEIL

21

PA IEN 1~ Sot:TREY'-s· OJCHTt;!!.'G.

Kap.

1:
lbstàndigl.! Dichtungen . ... . . . . . . . . . . . . .... . ... . . .
11) La Caba. Roderick the Last of the Goths.
Be~itN~Jeil des Rodrigosto.ffes iti der Dic/1hmg (S. 90). Sei,,,.
_::esduch//uhm Gr1111dlagm (S. 9r). Rodrig1&gt;-Roma11r ais H,iup1.
1/11tllt11 J1ir spJlere Bearbâ//mgm (S. 9J). Southe_v's ;_u:irfad1r Brb,111dlu11,i: Je lo.ffes u11,l ihre Q11ellt'11 (S. 9;). Der Caha-,\fo 1111/og
1111,/ stin dirl,teriscbrr Wert (.S. 9-1)- Dc1s Roderick-Epos . .H, 1tsleh1111v.E:•'Scbichlt (S. 96). Erslt Quelle 1111,/ 11rsp,:1ï11glid1 g,p!aule
Ges/11//11/lg (S. 9&lt;S). Ztriespijlt(i:JuiJ deJ. StoJTes 1111J dtr.ei, hvgm
jiir dù hï11hûtlid,ktit de. Wtrkts (S. 99).
Ei11{dbei1m der Stojj/ttbc111J/1111g 11ml ihre Ht1 k111rft (S. 1 u5) :
1) P~r~onen und Gang dl•r H.tnJlung: Rodairk's Verl0/111i&lt; z,,
Flor111d11 uud die Eiirf1ïbrrmg l;~![i/01111's ( . 106); Rodt'rick 11111/
Rc11na110 (S. 107); RoderirJ, u "I R1wl/a (S. r w); Rf,Jrrid: 1111,1
}11/i,111 (S. 111); Pd11yo 1111,l R,&gt;Jerük-Flori11J11 (S. 11 J); Prla,•o
1111,I sd,u Ft1111ilie; Pdc1_yo und Ptdru ( . 1r5) 2) Histori chc

51

�ROBERT SOUTHEY UND SPANlEN

und Lokalfarbe: a) Googra.fte 1111d 0rlsschildmmg (S. I Iï) : Die

111e111r iVlirdigu11g 1111d Z11Samme11fassr111g dieser l11/trpolatio111'11
(S. 249). Die spracbliche Sdle der Neubearbeit1111g (S. 254) . RiickNick (S. 263). Ribliogra.ftsche Btscbreibu11g der S011lhty'sche11 0rif!Îllalausgabe (S. 26,J).

Wa1ulerroute11 Roderick's und Pelayo's . C(Yl)ado11ga. ùmdscha(lw
aus des Dicbters Eri111uru11g. b) Siltm 11nd Gebrüuche (S. 12ô) :
Ka111pf'IL'(lgm; Ritrersd,!ag; Kon(fStuahl; Allgt111eines. c) Zauber11nd Ww1iurapparat (S. IJ4):
Torre e11ca11/ada; Marimw1mder; Visio11m; UmzaJürliche Todesnrten der He/den. J) Roderick's Charakter (S. 146). Rückblick (S. 151).

ut

Kap.

315

LUOWJG PFANDL

,-) Palmerin. . . . . . . . . ...

b) The Pilgrim to Compostella... . . . . . . . . . . . . . .. ... . .. . .. .
l11halt u,ul E11tsteh1111g der Spanisdm, Legende (S. r55). Soutbey's
Quellen (S. 160) . Seine satirise/Je Behamllung des Stoffes (S. 162).
Hispa11ismus una bodenstiindige Heimatk1111st (S. 16K). UrsprïmgliclM Besti1111111mg des Gedichles 1md sein sd,liuslirbes Sc/1icks,il
(S. 169).

I))

c) Qucen Mary's Cb risreniog ........ . . . . .. . .... . . . . .. .
Di:r gescl1irbtlic/,-Jege11diire Sto.lJ und seine Hauptquelle (S. 171 ) .
Soutbe_v's Geslaltw1g dmelben (S. 173). Quee11 Mary's Christe11i11.~
1111d der Pilgrim to Compostel/a (S. 175) .

171

d) Kleinerc Gedichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... .. .
E11tstebrwg (S. 177). Gelege11beilsgedichle (S. 17K). Geschichte,
Legende, Saie (180) . Rrïckblick (c86) .

1 7i

Freie Uebertragungen . . . . . . . . • . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . •
a) Amadis.
Die Hauptz.üge des Amadù-Problems (S. 190) . Southey's Stell1mg
zu demselbt11 (S. 195). Die Resultate de,- modmw1 AmaJisforschw1r z.um Vergleicbe berangez.ogen (S. 197). Soutbey's Uebertr11gur1g des Roma11s. MtlbodisclM Vorbemerkung (S. 19K). Zu Grnm~
litge11de Ausg11ben (S. 199). Der Roma11 selbst. G,-u11d,,il{e sei11er
Ha1Ldlu11g (S. 200). Dichteriscber Gehalt bestebend in Ge{Ïlblspoesie

189

2 :

Beilagen :
Laodkartc von Sp::mien mit Southey's Reiserouteo ... .... . .. . . .
Zcirtafel zu Southey's Lebeo und Werken. . . . . . . . . . . . . . ...

Abe11leuerpoesie (S. 201). Soulbey's vermtintlicbe Verbesserrm_l{
des 0rigi,ials (S. 202). Was er latsocblich erreicb/8 (S. 2 r2)

lage11 des Cidstoffes 1111d dil kritische Cid-Literatur bis auf Southey
(S.2r9).Desst11Ste/lu11gz.u btidm (S.221 ). Seine .Veubearbdtu11gder
Cidcbronik. Gege11sta11d ditstr OJrouik(S. 229). lbr Verbàltnis z.11111
Cidgedicht (S. 235). Soutbey's Heranz.iehu11g des Poema (S. 242).
Stitu Be11utz.1111g der Roma11z.m (S. 244). Seine Entltlm1111gen 111,s
a11dert11 Cbro11iken 1111d sei11 eigmmadiliger Schluss (S. 246). A lige-

'chlusskapitel: Rückblicke und Ergebnisse. Southey als Mensch und ais
Dichter uorer der Einwirkung seines Hispaaismus ...... . .. .•.. . .
Allge111ei11es ,ïber S0ttlhey als Mmsch 11111l Dichte,· (S. 276).
Sein Hispa11is111us ei11 'IL•icbtiger Fak/o,- ill Jieser Beurtet11111g
(S . 280). Seine Siellw1g zu Spanieu 1111d die Rückwirkung derselbe,1
au/ seine Ausd,auwzgm 1111d seine Dichlu11g : a) Religion 1t11d
Kirrbe (S. 28r). b) Soz.iale Zustâ11de (S. 287). c) Kumt (S. 291) .
d) Spracbe rmd Literu/111• (S. 293). Schlusswot·t (S. 306).

Lmdkarte zum Roderick-Epos. .. . ... ... . . . . . . . . . . . . ... .. . .

1111d

b) Cid ... . ... ... ... .. ... ... .... . . .... ........ ... ....
BeJe-uhmg des Cid Jrir Spa1iien (S.21ô) . Die literariscbm G,-u11d-

Untersdiied z:wischm S011/bey's Amadis- 1111d Pal111~riu- Uebertmg1111gen (S. 265). A11tho11y Mwulay rmd seine e11glischm Versioue11
der spauische11 Rillrrromuue (S. 265). Soutbey 11nd Mumlay's Palmeriri. Vorlâu.ftge Unmôglicbkeit ei11tr Feststcllung dieses Verhâltufsses (S. 266) . Bibliografische Bescl1reibw1g der S0ttlhey'scbe11 Au.sgaZ.e (S. 268). Sou/bey u11J das Palmerin-Problem (S. 269). StÎlt
Platz. in der GeschidJte der Palmerin-ForsclJ1111g (S. 27 5).

218

112· 113

�UN RO IA, CIER ESPAG OL

M. FELIPE TRIGO

Les critiques, tant espagnols qu'étrangers, s'accordent à reconnaître, :i. l'heure actuelle, la manifestation d'un esprit nouveau
dans les lettres castillanes. A côté des vétéraus de la fin du
siècle dernier, reconnaissables, même les plus indépendants,
même les plus révolutionnair s - tel Ganivet - à leur respect
pour la langue, à leur souci du style, d'autres écrivains se
sont fait un nom où ces qualités n'entrent presque pour rien.
L'année 1898 - celle de la guerre avec les Etats-Unis - pourrait, sans trop d'imprudence, être prise comme point de départ
de cette ère qui s'annonce féconde. Sera-t-elle également glorieuse, voilà ce que nous ne saurions dire aussi facilement : pour
en juger nous avons bien, sur les critiques espagnols, l'avantage
du recul dans l'espace, mais le recul dans Je temps nous manque
autant qu'à eux. Faute de mieux, acceptons la dénomination de
modernistes qu'on leur a appliquée un peu confusément et
essayons de dégager des controverses dont elle a été l'obj t, le
caractère constant auquel elle correspond. Un moderniste, pourrait-on dire, c'est, dans le sens large du mot, un littérateur qui,
las d'entendre jouer sur la guitare nationale le5 airs traditionnels, lui préfère délibérément le phonographe où il s'essaie à
exécuter des motifs européens : idées nouvelles, moyens d'expression nouveaux ; voilà les deux termes de son acti\·ité. Et,
sans doute, ces aspirations, trop vagues et trop vastes, ne
suffisent pas à marquer assez nettement les limites d'une vériREVCE HISPANJQre. C
21

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TR!GO

table é-ole littéraire ; elles laissent une marge immense aux
diYcrg n es indî\·iduellc , mais il n'c t pas interdit de 1 im·oqu r pour rapprocher, ne fût-ce que par simple ,curiosité, cc~tains écrivains significatif: de l'heure pn'..-s ntc. C est pourquoi,
apr~ · M. Pio Baroja, M. l'clipt: Triera con titue un sujet d'~rnde
auquel nous am ne nombre de similitudes frappantes. Et s1, par
la suite, des incompatibilités non moins frappante se réYèlent à
nous, nou hercheron s'il est impossible de les réduire à un
idéal commun et de les ranger dans le même chapitre d'un travail ur I écrivains d'aujourd'hui.

fcste ce mépris de l'arr, cet amour de l'inachevé, de l'imparfait, de l'informe, cette aversion pour les intellectuels, cette
fureur iconoclast comr le passé dont l'Ecole Futuriste nous
donne un savoureux e~emple, mais a\·ant tout et surtout cette
religion frénétique de la Yie avec un grand V dont ietzsche
fut le prophète et dont f. Bernard baw, en Angleterre, et
L Romain Rolland, n ·rance, entretiennent le culte ardent.
Aussi ne faut-il pas chercher leurs modèles et leurs maîtres
dans la génération de romanciers qni fit d la seconde moitié
du xrx siècle une période de splendeur sans égale en ·spagne.
C'est à d'autres sources qu'ils puisent, ce sont d'autres courants
qu'ils rnudraient détourner pour fertiliser t renouveler le sol
épuisé de leur pa ·s. Mais là il commencent à se différencier
nettement : Tolstoï, Dostoiewski, Ibsen, Dickens, voilà le
idole de M. Baroja, pour qui Rome et la ci,·ili!&gt;ation latine
représentent l'abomination de la désolation ; l'lcalie et la France,
au contraire, se partagent l'esprit subtil et le cœur voluptueux de
M. Trigo. D'autre part, le premier, de n~gation en négation,
aboutie à un nihili me dé e péré, le second est dominé par une
idée fixe et n'écrit pas une ligne sans la rattacher à une thèse,
fréquemment taxée de chimériqu , mais dont l'intention généreuse mérite mieux qu un de ce jugements à l'emporte-pièce
si souv nt sujets à revision. M. Baroja brusque cr prime autier, frappe d'estoc et de taille quiconque passe à la portée de
son humour intermittent; M. Trigo, tout n oradation5, tout en
nuances, suit sa route a,·ec opiniâtreté sans se laisser distraire de
sa mission, pour ain i dire, évangélique. Pour lui, le monde
est plongé dans la plus abominable corruption i l'humanité, tell
qu'il se la représente, serait ass z bien . ymboli ée par li.: roi
Rodri!!llc dans a fosse où de serpents commencent à le
dé\'Orer

otons d'abord et:" qui l . rapproch : M. Pio Baroja t né
en 18ïo, 11. Felipe Trigo en r865 ; tou deux sont fils d'ingénieurs; tous deux, médecins, ont abandonné la médecine pour
faire de la littérature. Le premier ouvrage de 1. Pio Baroja,
Vidas so111l•rias, date d 1900, le prcmi r ouvrage de L F lipe
Trigo, Lu i11gm11ns, &lt;le I 901. L'un et l'autre, doué d'un. fécondité tourdissante, écri\'Cnt à la diabl , san aucun souci de la
fonn · l'un et l'autre, par l'audace de leurs idée , ont forcé la
main a~ publi et ont connu d su cès de librairie dont la
raison n s'impose pas à pr mière vue au Ieee ur impartial.
Parvenant Jitficilement à onir d' u. -meme , ils se sont liné à
nou d'un bout à l'autre de leur
uvres, 1 quelle n ont
qu'une sore d'autobiooraphi dont le passage rdatif à _leu~ Yie
d'é~udiants a été traité à part dans El ârbol de /11 m,ma de
l 1. B.iroja et
dans En la carrera de l. Tri 0 o. R volutionn ir s t mystiques, l'un a emprunté à ainte Thérèse le titre
&lt;l'un livre ubver if, l'autre n'a pas craint de mêler, par la dénomination sacrilège &lt;l La altlsima, I od ur de l'encen et de la
nwrrhc à des relent d'al ô,· . Il n'est pas ju que dans l'cmpl~i continu 1, obsédant de certain~ mot&lt;; M~~urnés J_e ~Lur
sens habituel qu'on ne trou\'e un cuneu. parallelismc : 111g,1111tJ
t brnlo recevant de L Trigo un , c cpti n aussi étrange que
1w11 (wtin&gt; cr discrl'fc&gt; d M. Baroja. Ch z 1.:tu, également se mani-

por do mas pcoJo habia.

.M. Baroja, bornant scs regards à l'Espagne, • \·oit, sinon le

�320

H. PESEUX-RICHARU

séjour de toute les vertus - ce qui ne serait guère de son goût
- du moins un terrain où les victs végètent sans vigueur et
sans éclat. Quelle envie ne doit-il pas porter au pays où Théophile Gautier déplorait l'absence d'un huitième péché capital ;
en Espagne, les sept premiers suffisent aux besoins de la consommation. Partisan forcené de l'action pour l'action et se
complais:int dans les visions sanglantes d'une révolution, il abomine les courses de taureaux ; apôtre de mansuétude et de tendresse, M. Trigo est un amateur de lidia et il a écrit à un volume
Je Ricardo Torres (Bombita) un prologue vibrant. Le style de
l'auteur de Paradox est d'une clarté et d'une nudité absolues ;
M. Trigo, en sa qualité de prophète, s'environne parfois de mystère. Enfin !'écrivain basque, à l'exemple de M. Miguel de
Unamuno, Basque également, n'attache à la femme qu'une
minime importance, tandis que le romancier extrewe,ïo , né sur
les confins du Portugal, justifie pleinement la réputation qui,
dès les temps éloignés - Cervantes en fait foi avec son derretido port11g11és - s'attache aux habitants de l'ouest de la péninsule. Mais parler de la femme dans l'œuvre de M. Trigo, c'est
entrer dans le cœur du sujet et il nous faut, auparavant, faire
connaissance ave l'auteur.

Les hasards de la carrière d'ingénieur ayant amené son père à
Villanue-;a de la erena (Extréma&lt;lure), c'est là que M. Tricro vit
le jour en 1865 . De on enfance, qui s'écoula principalement à
Badajoz, nous arnns, selon toute vraisemblance, quelques
détails et quelques souvenirs dans son roman En la carrera,
et cela nous est d'autant plus précieux que jusqu'à présent
l'Extrémadure est parmi les plu-; délaissées et les moins littéraires des provinces e pagnole . Enfant triste, au caractère concentré et réfléchi, dès qu'il a atteint l'âge de discrétion, il manifeste du goût pour les lectures sérieuses. Bientôt il s'éprend de

�FELIPE TRIGO

•

321

sociologie et s'attaque à pencer, à Darwin; au si ne tarde-t-il
gu re à rejeter les idées morales et religieuses reçues de sa
famille. Il vient à Madrid pour achever sa médecine, se lie
avec Pablo Iglesias, collabore à El socialista et s'occupe de
propagande dans sa province. 'étant marié, et devant sub\'Cnir aux besoins de sa nouvelle famille, il s'exile courageusement dans une bouroade pour y exercer son art. (li rassemblera
plus tard ses impressions de praticien &lt;le campagne pour composer El médico rnral). Puis il entre dans le corp de santé
militaire et part aux Philippines, où l'on se battait. Il est
blessé de quatre coups de mach&lt;'le à la main gauche, d'un
autre à la main droite et d'une balle au front. Ces péripéties,
bien entendu, ne sont pas perdues pour la littérature : un chapitre tout entier de Las lnge1111as remémore ce glorieux épisode.
Del /rio al fuego, d'autre part, n'e t sans doute que son journal
de bord au cours de son vo age de Barcelone .aux Philippines.
Enfin Las Evas del Parafso lui sont in pirées par le cadre
merveilleux et l'ambiance de sereine impudeur d s îles des tropiques. De retour en Espagne il dte du journalisme, ne
s'y attarde pas longtemps et écrit son premier ouvrage : Las
lugmuas.
Ce n'était pas une mince ~ntreprise pour un auteur inconnu
que de publier, du premier coup, deux gros volumes. L'éditeur
catalan auquel il les propo a voulait la propriété exclusive de
l'ouvrage. M. Trigo prit un parti héroïque, celui de le faire
paraître à ses frais. A cet dfet, il alla de nou,·eau xerccr la
médecine dans une province écartée. Un an après, il était en
mesure de réaliser son rêve et le roman de Las l11gen11as était
livré au public. Celui-ci, rompant en visière à la critique espagnole, gfoéralemenr hostile, lui fit un accueil sympathique et
rémunérateur. L'édition fur épuisée en six mois er cette œuvre
&lt;le début, qui en est aujourd'hui à son sixième tirage, constitue,
en Espagne, un gros succès de librairie. Que cc succès oit dû à
&lt;les causes purement littéraires, voilà ce que nous examinerons

�322

FELIPE TRIGO

H. PESEUX-RICHARD

bientôt; qu'il ait pr:rmis à !'écrivain de s'affirmer dans sa foi,
de pousser plus loin ses audaces de pensée, ses singularjtés de
style, de justifier l'emploi de moyens discutables par l'affirmation répétée d'une fin noble et haute, cela n'est pas douteux,
mais, d'autre part, ce fut comme une digue rompue par où
devait s'échapper pendant dix ans le flot tumultueux des
volumes. Le dernier en date, El médico rural (1912) vient,
après seize autres, nous inspirer quelques doutes sur la méticulosité qu'on lui prête dans la correction de ses cuartillas.
Quoi qu'il en soit, discuté et contesté par ses pairs, il n'en est
pas moins un des auteurs les plus lus - les bibliothécaires
publics disent le plus lu - de la génération actuelle. Il est
parmi les rares Espagnols qui vivent exclusivement et largement de leur plume ; il a trouvé dans la littérature le moyen
non seulement d'affirmer ses idées, mais de les mettre en pratique. L'indépendance, laborieusement conquise, lui permet de
conformer, dans la mesure où cela est possible, sa vie à son idéal,
et même, dit-on, dans l'éducation de sa nombreuse famille, de
suivre celles de ses théories qui sont, dès maintenant, réalisables.
, 11 faut bien reconnaître, en effet, que celles dont il attend la
réoénération
du monde nous emmènent dans un avenir terrio
blement éloigné. Avant d'être à même de vivre cette vie nouvelle, il faut que l'humanité fasse peau neuve, qu'elle oublie la
plupart de ses vices, qu'elle soit tout entière uniformisée dans
la pratique du bien et dans l'admiration et la poursuite d'une
beauté universellement reconnue. En célébrant ainsi les délices
de l'âge futur, M. Trigo s'arrogeait le droit de flageller les ignominies du présent, mais en même temps de s'étendre sur elles
avec intérêt sinon avec complaisance; il s'abritait sous un pavillon
qui pouvait couvrir la marchandise la plus faisandée ; c'était pour
lui de bonne guerre d'accumuler les horreurs, de mettre à nu les
plaies les plus sanieuses de la société. D'autre part, en reculant si
loin l'avènement des temps nouveaux, il coupait d'avance les ailes
à la critique : seulement il courait le risque de ne pas être

323

pris au sérieux. Et, en effet, ce ta11 largo me la fiais n'a guère
été accepté que de quelques écrivains d'avant-garde ou de quelques
coreligionnaires politiques ; il a été regardé un peu partout
comme une aimable et habile plaisanterie, comme un pur jeu de
l'esprit. C'est bien, au demeurant, l'impression que donne une
première lecture, ce qui revient à dire que c'est rimpression définitive, car les interminables volumes de M. Trigo ne se laissent
gu relire deux fois. Il est même de toute évidence que la plupart de
ses juges et quelques-uns de ses admirateurs et de ses imitateurs ne
sont pas allés jusqu'au bout d'une lecture unique, complète et
sérieuse. Et si cette constatation s'accorde mal avec les forts tirages
que nous connaissons, c'est que le public, moins encore que les
critiques, se soucie du côté doctrinal, moralisateur de l'œuvre et se
jette avec avidité sur les mets épicés qu'on lui sert. Faut-il en conclure, avec la majorité, que l'auteur ne désire pas autre chose?
Pour ma part, j'hésite à le croire ; j'ai lu et relu toute son œuvre et,
sans préjuger de sa valeur littéraire, j'ai plaisir à constater, dès
maintenant que .l'impression initiale, ressentie par moi comme
par tout lecteur, s'est effacée petit à petit et que M. Trigo gagne à
être connu. Si nous voulons le juger équitablement, il nous faudra
abandonner le critérium étroit qu'on lui a trop souvent appliqué.
Ne le considérons pas uniquement comme le romancier érotique
par excellence, comme l'introducteur en Espagne du genre
sicaliptico ; prenons-le, sinon pour ce qu'il est, du moins pour
ce qu'il veut être, c'est-à-dire, avant tout, un sociologue, un
homme à système. 'oublions pas non plus qu'il fut médecin et
nous comprendrons ces habitudes de rigueur scientifique, cette
préoccupation de la thèse, ces qualités de composition et d'ordonnance qui frappent l'attention dès l'abord. M. Trigo nous facilite, d'ailleurs, singulièrement la besogne. Ému, sans doute, de
voir la critique méconnaître ses intentions, il nous a donné, sur
ses théories sociales, sur son éthique et sur son esthétique, un
commentaire d'un prix inestimable dans deux livres qu'il faut,
avant tout, examiner.
0

�324

H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

*

avec la luxure. Or, l'une et l'autre sont des formes pathologiques
de l'amour.

**
Du premier, intitulé Socialismv individualista, nous ne retiendrons que les idées maîtresses. Une étude plus approfondie rentrerait, en effet, dans le cadre d'une revue d'économie politique
ou de sociologie. Cependant, tout étranger à la littérature que
soit ce traité, il fixe, pour ainsi dire, la charte de ce monde
futur que certains personnages de M. Trigo portent déjà en euxmêmes et dont les autres, par leurs turpitudes ou leurs misères,
nous font souhaiter l'avènement. Cette charte, une formule lapidaire la résume : cc Es bueno y justo socialmente todo lo que le
conviene al individuo » et, en attendant d'autres certitudes, elle
nous ouvre tout de suite un jour sur l'âme naïvement généreuse
de l'auteur. Pour lui, le triomphe du socialisme n'est pas douteux : vouloir s'y opposer est une pure folie, mais ce triomphe
est subordonné à une série de transformations préliminaires qu'il
étudie très habilement. Remarquons, en passant, que sur certains
points, il ne manque pas de clairvoyance. C'est ainsi que le
désarmement universel lui semble, pour le moment, une énorme
stupidité et qu'il détermine, avec un vigoureux bon sens, le
temps où il deviendra possible et désirable. La théorie de l'hérédité des anthropologues italiens s'opposant aux besoins de sa
cause, il la combat énergiquement ; il est avec Rousseau pour la
bonté native de l'homme, il attribue ·à l'éducation un pouvoir
absolu et bienfaisant dont nous pouvons attendre des merveilles.
L'hérédité morbide, elle-même - croyons-en ici le médecin, n'est pas aussi infaillible qu'on le prétend et peut souvent être
évitée. C'est pourquoi M. Trigo juge barbare la thèse de certains
théoriciens modernes,'renouvelée de l'antique, qui condamne à
mort les enfants mal constitués. Une seule force est irrésistible
et irréformable, c'est l'amour. Heureusement, il ne s'agit pas de
le réformer, mais de ne plus s'acharner à le déformer. Jusqu'ici on
l'a toujours mal compris ; on l'a confondu avec la passion ou

325

cc La misma diferencia que ,•a desde el hambre fisiol6gica (aviso tr6fico de
la necesidad de corner, cuya satisfacci6n engendra un placer sano y sereno) â
la repugnante voracidad pasional del exteauado, por un lado y por otro â la
nauseaate saciedad del harto que se obsti11a en la glotooeria, va desc\e el amor
(propensi6n de necesidades nerviosas, emotivas é intclectuaJes) a la pasiim de
los famélicos de amorcs y a la luj111'ia indifercote y !ria de los saciados &gt;&gt;.

L'amour a subi, au cours des âges, l'influence des civilisations
successives : purement sensuel dans l'antiquité, il s'est spiritualisé
avec le christianisme. La fusion de ces deux éléments donnera la
caractéristique ·de l'amour futur, cc Venus idealizada por el mistico resplandor de la Concepci6n inmaculada. » L'amour, ainsi
conçu, constitue la puissance civilisatrice par excellence.
Bien loin qu'il soit le fléau · du monde, l'exécrable folie des
romantiques, il apparaît à M. Trigo comme le plus partait des
liens de sociabilité. Il est l'adaptation la plus complète possible
d'une vie à une autre vie. Il résume toutes les sympathies humaines. C'est un sentiment large et synthétique où la tendresse
maternelle, l'amitié et l'attraction des sexes se mélangent, se
complètent et, au besoin, se neutralisent en s'opposant. L'am i
pardonnera là où l'amant aurait châtié; l'époux aura des indulgences de père pour les incartades de l'épouse. L'infidélité cessera
d'être une trahison amoureuse dès qu'on aura décrété qu'on ne
la considère plus comme telle. Ce faisant, on mettra fin à une
farse indigne, car quelle est la femme qui, tout au fond de son
âme, est restée, sans défaillance, fidèle à un seul homme ?
La foi conjugale ne se borne pas à ce qui est strictement matériel : l'Evangile nous parle déjà de ces adultères ..d'intention aussi
coupables que les autres . Quant à la disproportion entre la faute
de la femme et celle de l'homme, pur sophisme dont on a, depuis
longtemps, fait justice. D'ailleurs, après le triomphe du socialisme, il importera peu que les enfants soient de tel père ou de tel

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

autre, l'héritage étant supprimé et le foyer tout différent de celui
que nous connaissons .
Mais, dira-t-011, l'infidélité une fois admise va multiplier les
ravages de la jalousie. Rien de moins sûr, répond M. Trigo: la
jalousie est un reste de barbarie, or qui dit barbarie dit ignorance
et l'ignorance n'est pas éternelle. Les classes les plus aristocratiques, les pays les plus avancés professent, sur ce p0int, une tolérance significative. D'autre part, la jalousie est sœur de la Yanité;
elle redoute, par dessus tout, le ridicule; mais le ridicule est essentiellement variable, ce qu'il frappe aujourd'hui, il peut l'épargner
demain. Aussi bien, quoi de plus ridicule que la jalousie elle-même?
Le jaloux ne connait pas le véritable amour; il souffre non de l'a~andon de l'aimée mais de sa propre défaite; il n'est pas jaloux de
la mort qui la lui ravit et il est dévoré de haine pour l'indifférent
auquel elle accorde un sourire sans y songer. Rares sont les
hommes assez dédaigneux des préjugés pour épouser une jeune
fille qu'un autre a possédée. Personne ne songe à invoquer ce
prétexte quand il s'agit d'une veuve, etc., etc. Enfin - et ici
nous entrons dans le domaine de l'hypothèse, d'autres diront de
l'utopie - il n'y aura plus de place pour la jalousie le jour où,
grâce à une éducation commune, à des soins éclairés et uniformes, à des occupations identiques, toutes les femmes seront
également belles et aimables, comme sont également belles toutes
les alouettes des champs.
Passons sur les chapitres relatifs à l'organisation du travail, à la
formation de la propriété collective, aux échanges, à toutes les
modalités de la Société à venir. Tout cela est très séduisant, très
adroitement déduit et, si l'on en accepte les prémisses, le système
de M. Trigo ne se défend pas plus mal que celui de tel ou tel
parmi les plus célèbres bâtisseurs de cités futures ; fidèle à son
titre, il s'efforce de concilier le droit de chacun avec le droit Je
tous et de ne pas sacrifier brutalement, comme le font d'autres,
l'individu à la société. Mais les temps ne sont pas révolus; nous
vivons encore sous le régime de la propriété individuelle, les pcr-

sonnages des romans de M. Trigo qui sont nos contemporains se
meuvent dans le cadre de l'organisation sociale actuelle. Inutile
donc de nous appesantir sur celle de la Salcnte de demain . L'évolution de l'une à l'autre se fait sous nos yeux et commence, comme
de juste, par la base de toute société, c'est-à-dire par la famille.
Les divergences entre la conception de la famille chez les
peuples les plus avancés en civilisation nous font voir que l'unité
morale est rompue et que le foyer, tel que le connaissaient nos
pères, est éteint. Par quoi le remplacerons-nous ? L'émancipation
de la femme ne saurait être ajournée plus longtemps; elle s'impose per fas et 11efas. M. Trigo y voit la source de toutes oos
félicités futures. Des droits égaux, un travail également rétribué
et réparti selon les aptitudes de chacun supprimeront tout conflit
entre les sexes. Pour les femmes, la maternité et l'allaitement comporteront les mêmes rémunérations que toute autre besogne et ne
les écarteront que momentanément de leurs occupations ordinaires.
Recueillies dès le sixième mois de la gestation dans des maisons
spéciales, elles serviront de garde-malades aux nouvelles accouchées ; mères à leur tour, elles soigneront indistinctement leurs
propres enfants et ceux des autres jusqu'au moment où ils sortiront de la Maison hospitalière pour entrer à l'école maternelle.
Les unions entre jeunes gens et jeunes filles, basées sur les affinités électives, suivront de près la fin des études et n'auront
d'autre durée que celle de l'attraction amoureuse. De toutes
façons elles ne seront pas retardées par la préoccupation d'une
carrière, puisque l'organisation de la Société trouvera un emploi
à toutes les activités. Affranchi de la charge des enfants - ils sont
pensionnaires à l'école - libéré du souci de la nourriture - elle
est dist~ibuée dans les restaurants de l'Etat - à peine préoccupé
des soins du ménage - car, s'il n'y a plus de domestiques, les
maisons sont pourvues d'un tel confort que la besogne se réduit
à presque rien - le couple, éphémère ou durable, échappe à ces
petitesses, à ces intimités d'o1dre hygiénique qui tuent si rapidement l'amour et peut enfin vivre sa vie.

327

�H. PESEUX-RICHARD

En effet, ne l'oublions pas, M. Trigo est, avant tout, un romancier de la vie. &lt;( De quelle vie ? lui demande M. de Unamuno ;
vous employez là un terme aussi abstrait et aussi vague q~e tout
concept métaphysique &gt;&gt; ; et cela lui attire, dans l'avant-propos du
second livre exégétique que nous avons à examiner, El Amor en
la vida y en los libros, la plaisante réplique suivante:
&lt;1 Esto era antes. Hoy, yo, y lo menos diez mil millones de hombres de
este mundo, no sabemos de mas vida (y de ella hablo) que ésta - nada metafisica ni abstracta - de los barcos por el mar, de los astros por el cielo y de
las gentes por las calles, de ésta en que se esquila â los perros de !anas dejandoles uoa borla en el rabo y en que si uno no se aparta de la v(a lo parte por
el eje el tren, de ésta de las rosas y de las sonrisas de alegria y de la fresa à
dicz reales ».

Mais ce ton de badinage le cède, dès les premières pages de
l'ouvrage, aux apostrophes enflammées et aux objurgations impétueuses. C'est que M. Trigo défend sa thèse contre les attaques
réelles ou imaginaires des intellectuels (M. de Unamuno), des mystiques (Tolstoï, spécialement dans La Sonate à Kreutzer), de tous
ceux qui attribuent (à les en croire) plus d'importance (( a un problema de geometria, a un soneto, aun candi! romano que a unos
mus los blancos &gt;l. (( Hablar mal de los muslos blancos cuando son
de carne y obra de Dios y bien cuando son de piedra y obra de
Fidias, sin perjuicio de preferir aquéllos en secretas boras &gt;&gt; lui
semble un blasphème, une sottise et une ingratitude. Car le problème sexuel est, pour lui, le problème fondamental. Il se donne
beaucoup de mal à nous prouver que tout s'y ramène. Plus tard
il appellera à la rescousse M. Jacinto Benavente qui lui donnera
cette épigraphe pour un de ses derniers romans, Las Evas del

Parai.sa:
Llueven censuras sobre Felipe Trigo â cada novela que publica. Graves
moralistas laozan contra .:1 los mas terribles anateruas. Dicen sus detractores
que abusa de la cuerda sensible amatoria. &lt;No hay asunto ruas interesante para
el sefior Trigo que éste de la sexualidad ? Y l creen 11stedes, en ef~cto, que
hay otro mas importante? De ahi nacimos todos y ésa es toda la vida. No
sirve hacerse los desentendidos.

FELIPE TRIGO

329

A quoi les détracteurs en question auraient beau jeu à répondre (j'ignore s'ils l'ont fait): M. Trigo enfonce des portes ouvertes
et se bat avec des moulins à vent; il s'échauffe à nous persuader
d'une vérité tellement évidente que son évidence elle-même lui
enlève tout intérêt. Qui pourrait nier la proposition suivante :
tout ce que les hommes ont fait de grand et d'admirable, c'est
l'amour - considéré au seul point de vue du rapprochement
sexuel - qui l'a fait, puisque c'est lui qui fait les hommes? Mais
qui pourrait prétendre que cela fait oublier tout le reste? La cause
est unique, les effets sont multiples : s'absorber dans la cause et
négliger les effets, c'est se condamner à une fâcheuse monotonie.
La fonction de nutrition a autant d'importance pour la conservation de l'individu que celle de reproduction pour la conservation de l'espèce; est-ce une raison pour que les écrivains s'occupent uniquement de gastronomie?
Tranchons le conflit en disant qu'il y a eu, sans doute, de part
et d'autre, un peu de passion, que M. Trigo a forcé la note parce
que ses adversaires en avaient fait autant et que si la question
sexuelle lui semble primordiale dans la Soci.été telle qu'elle existe,
c'est justement pour la réduire à ses justes proportions dans la
Société future, qu'il combat et qu'il prêche. e le rendons pas
responsable des ignominies dont il est le témoin attristé, mais
véridique: avant d'accéder aux délices de son paradis, suivons-le
dans son purgatoire. Les femmes y forment un troupeau de pâles
victimes, chair à plaisir parée pour le sacrifice, ramassis d'esclaves
bénissant leur esclavage ou impatientes de leurs chaînes. Seules,
nos sœurs et notre mère émergent, nobles et respectables, de cette
lamentable cohorte. Mais les autres femmes sont aussi des mères
et des sœurs, alors ... soyons indulgents, demandons-nous s'il y
a si loin des pures aux impures et ne condamnons personne. Ne
haussons pas nos regards vers un idéal de beauté inaccessible;
n'écoutons pas Jes esthètes qui viennent vous dire: C( El amor ha
de ser belleza. No puede ser amor, entonces, el amor humano
basado en los humanos cuerpos llenos de impcrfecc.i6n, de

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H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRTGO

suciedad, de repugnancias·&gt;&gt;, quittes à se livrer à la crapule la plus
grossière. Cherchons à voir ce gui se cache derrière la façade des
gens graves : dans le journal de leur vie, comme dans les feuilles
quotidiennes, la quatrième page est souvent suggestive et contredit singulièrement les trois premières. Là comme partout, c'est
l'amour, sous forme de passion ou de luxure, qui se manifeste,
implacable et irrésistible.
Mais l'amour est-il également irréformable? Beaucoup de
penseurs émérites en sont persuadés et non seulement penseurs
traditionna1isces, mais encore théoriciens hardis, apôtres des
temps nouveaux. Charles Malato, dans sa Philosophie de l'Anarchie, Novicow, dans son li ne l'Affrancbissement de la femme, y
voient un grave sujet de souci, un dangereux élément de discorde pour la Société future: Tel n'est pas l'.avis de M. Trigo:
d'après lui, l'erreur vient de la confusion entre les phénomènes
d'ordre social et les phénomènes d'ordre physiologique. Comme
on désespère de modifier jamais le ten1pei:ament de la. femme,
essentiellement variable d'u n sujet à l'autre, et de le ramener à
la normale, toute réglement1tion demeurera superflue en matière
amoureuse et ce sera une sérieuse entorse à la constit11tion de
l'Etat socialiste où tout doit être réglementé. M. Trigo a, comme
nous l'avons remarqué, une foi robuste dans la toute-puissance
de l'éducation : c'est pourqi.:oi il compte bien - et là encore
nous ne saurions contredire le médecin - rapprocher les
el(trêmes, concilier les contraires, ~quilibrer les humeurs, en un
mot, créer un type de femme harmonieusement constituée.
D'ailleurs si l'on redoute, pour la pail( de la Société future, la
prédominance de certains tempéraments féminins, c'est surtout,
cela va sans dire, celle des tempéraments ardents et lascifs; or, le
. présent ne justifie pas ces appréhensions. M. Trigo, lorsqu'il
exerçait son art) s'est livré, sur ce point, auprès de ses clientes, à
une enquête de huit années d'où il résulte que sur cent femmes
mariées, cc 16 paredan corresponderde un modo normal, aunque
no constantemente â la sensaci6n i&gt;, une seule était vraiment

ardente, les autres accusaient soit une insensibilité complète,
soit une indifférence rarement démentie, soit même une répugnance allant jusqu'à la douleur. Un livre de Havelock Ellis,
reproduisant les observations d'un cenain nombre de physiologistes éminents, conclut à peu près dans le même sens . Et pourtant, il ne devrait pas en être ainsi : si l'on nous permet de substituer aux termes techniques de M. Trigo un langage plus
courant, nous dirons gue le clavier voluptueux de la femme est
beaucoup plus riche et plus sensible que celui de l'homme; s'il
ne vibre pas avec une égale intensité et une égale régularité, c'est
que certaines touches en ont été faussées par des mains inhabiles
et que d'autres, faute d'être frappées en temps voulu, sont restées
à tout jamais immobiles et muettes. L'instinct sexuel est, en
réalité et malgré les statistiques, plus fort chez la femme que chez
l'homme . La preuve en est que

33 1

« la j6ven reflexiva y responsable, la absoluta consciente de la trascendeocia
cruel de su ac:iôn para su vida entera, la que no ignora que en la seduccion
cl scductor no arriesga nada, sü10 que, antes aJ reYés, cifra su espenu1za dé un
gallardo timbre tenorit:sco, mieutras que ella le ponc al peligro su honra
soci~l y sus entraiias donde puede quedar el germen dmmatico de un hijo ...
se entrega, se entrega a veces herôicamente. "

Les perturbations qui l'affectent découlent de Jeux sources: du
vice le plus brutal ou de la chasteté la plus absurde. Vice brutal
parce qu'il est l'amour sans amour; chasteté absurde parce qu'elle
est imposée à un pauvre être délicat, formé dès son enfance
« para los temblores eroticos »: Et c'est une question de savoir
lesquelles sont le plus à plaindre, des professionnelles dispensatrices d'une volupté qu'elles ignorent parfois elles-mêmes ou des
vierges élevées dans une atmosphère de coquetterie, sans cesse
en butte au galant marivaudage des jeunes gens qui, au nom de
la morale et des convenances, les laissent toutes frémissantes
pour aller satisfaire ailleurs leurs sens émoustillés. Cette nécessité
jamais assouvie, cette soif d'aimer jamais étanchée est, sans doute)
ce qu'il y a de plus atroce, car il s'agit ici d'une fonction qui met

�332

H. PESEUX-RICHARD

en jeu tous les or anes, qui correspond à tous les centres nerveux, qui réalise la vie dans sa plénitude. e pas l'exer~er quand
Ja nature parle, c'est se vouer à une déché~ncc p:och~me .. Tous
les désastres que l'on impute à l'amour doivent etre mscnts au
compte de la luxure ou de la pa sion. La atisfaction naturel~e et
normale du sens géné ique produit les effets les plus salutaires.
« unca coma después que mi marido me abraza enamoradamente ( dit une femme) me siento âgil, fuerte, sana, alegre y llena
de carino hacia mis hijo ».
Arrivé là, l'auteur reprend, en les complétant, les chapitres du
Socialismo individ11al relatif! à la conception de l'amour et à l'organisation de la famille dans la Société future. Il y voit des panacées
capables de guérir tous les maux de ce bas monde. Rien à craindre d'un excédent de population du fait de certaines fi mmes
séduites par la perspective d'un agréable repos dans les Maisons
de Maternité • d'autres femmes, effra ées par les douleurs de la
parturition e; les ennuis de l'allaitement, r~tab,Iiraient l'équil~bre.
La sécurité du lendemain, l'absence de soucis d ordre économique
ainsi que « el ansia por la plena po ~s'.6n amorosa_ sin trab~s _»
limiteraient les fraudes de l'amour, d ailleurs parfattement leg1times.
Et nous arrivons à la conclusion Je la première partie:
1

y O me complazco en ha ber cerrado este bosqucjo de. estudio a~tr~po16gico
del amor con uoa dcmostraci6n, en el problcma social mâs d1flc1I, de la
arm6nica y gigaatcsca fuerza que tienco por si los iostiotos hu~aaos naturales
de no impona que Indole, para rcsolver, cuaodo se los deJa act~ar en la
concurrcocia de su total libertad, tod:i clase de problemas de l:i v1dJ. ada
menos sorprendentc : son ellos mismos ... l:i Yida.

Dans la seconde partie, M. Trigo, fidèle à son titre'. aborde ~a
question littéraire: comment l'amour a-t-il été compris et étudié
dans I s livres comment doit-il l'être? Heureusement pour
nous, le premi:r point ne le retient guère; il no~s f:it ~râce des
innombrables traités qui, depuis l'Ars ama11d1 d Onde, ont
analysé et disséqué l'amour. A peine s'arrête-t-il à dégager la

f'ELIPE TRIGO

333

conception de l'amour chez certains auteurs contemporains dont
l'œuvre l'intéresse particulièr menr, Toi toï, Zola, Mirbeau,
d'Annunzio, etc. Inutile de dire que cette conception est erronée:
poursuite de la fem lie par le mâle avec un rncabulaire emprunté
à la chasse ou à la guerr - Don Juan, la bête noire de M. Trigo,
est arnnt tout un conquérant - a te mécanique et bestial pour
assurer la perpétuité de l'espcce, pure spéculation de l'esprit,
humble hommage à l'immortelle beauté, etc ... rien de rout cela
. n'est l'amour, cc esa gran casa e11orme desconocida en el mundo ».
Le véritable amour, libéré de tous les es la,·ages, est aussi nouveau dans la littérature que dans la ,·ie. L'étude de cet amour,
nié par tous, appartient à la « novcla erotica ,i. C'est pourquoi
nous serons bien empêchés d sonnais pour dé igner certains
ouvrages frivoles. i la « o,,ela er6ti a» est la propriété exclu ive
de I. Trigo, comment qualifieron. -nous, par exemple, l'Ane d'vr,
le Satiriro11 ou ln Tia /ingida? Pour l'auteur, ce ne sont pas des
cc novelas er6ticas ». 'ous p rmettra-t-il de lui dire que, puisqu'il
inventait un genre, il aurait bien dû nou fournir du même coup
une dénomination qui s'y appliquât exclusivement?
Ler ste de l'ouvrage El amor en la •uida y en los libros conti nt
des réponses à certains critiques, des justifications, des reproductions d'articles élogieux où « l'humble orgueil » de I t Trigo
s'affranchit volonticr de son épithète. L dernier chapitre tran critune conférence donnée à 1Athénée Je Madrid le 17 février r907
et intitulée : lA impolcncia de la critira aute la importnncia de lei
emoâonal en la ntlllela mode-ma. L'importance en est capitale. Elle
nous éclaire sur la philo ophie de l'auteur: l'hérédité est un vain
mot, l'homme à l'état de nature n'est ni bon ni méchant, c'est la
Société qui le pervertit; l'intelligence n'est rien sans la sensibilité,
l'inscinct constitue un précieux instrument de connaissance,
l't:moci,·ité doit êtr regardée comme la plus importante de nos
facultés - on rnit que Rousseau et M. Bero on ont pas! é par làd'autre part, tout est dans rour l'univers est Dieu et Dieu est
l'uni\'ers · il faut que chaque homme ente au fond de lui-même
RE.VrE HISPANIQre c.

,.

�H. PESEUX-RICHARD

334
«

L'amor chc muove il sole e l'aitre stellc »

c' t-l.dire le plu. large panthéisme et les pin nobles conception .
fols -omm , en continuant l'anal se de c tte conférence, nous
serions entraînés à préjuger de procédé et de l:i val ur artistique de M. Trigo, il vaudra mieux y revenir lor que l'examen de
e nurre ounagcs nous aura fourni de léments d'appréciation
uffi ants. 1 ous n aurions déjà trouvé de très précieux dan le
deu.· livrcs que nou venons de parcourir, car M. Trigo, à l'instar
d'un bon ~rammairicn - qu'il n'est pa et qu'il ne veut pas
être - joint pour ain. i dire, l'exemple à la rc.: le. La démonstration suit immédiatement l'exposition sou forme de passages
déwupés dan se romans et qu'il cite en temps opportun. Mai· il
t temp d'abandonner es œuvre · dogmatiques pour aborder s
œuvre purement littéraires.
*

*•

elle. -ci s · &lt;livi nt n deux parties : l'une étudie cette iorme
imparfait et condamnable de l'amour qui nous e r familien:: dk
relève donc urtout d I' bservation ; l'autre e prop e de nou
m1t1 r au arL n s de l'amour futur, vérirablt: rlrf (Ln r/111:t) de
notre réd mption : lie fait appel de préfér nec l'imagination.
M. Tri o lui-mêm n pris la p ine d nou indiquer le. ou ·rage
appartenant à c ttc seconde at oori et qui ont, comm de juste,
pr fér' : Alma m los lnbios, Ln A/tlsimn, Del frln al f11e o.
D puis, d' utre ont paru qu'on peut, sans trop d'imprudence,
l ur adjoindre: Las posadas del amor, Las E1.·as del paralso et, dan
une crtaine m sure, Ln Brula. Cependant, la coupure n' t pa
:mssi n n qu'on I d ~si rerait ntre l Jeu · yd . ; l'a, enir ni!
saurait êtr con idér~ ab ·traction faite du pré. cm qui, de son
côté, plono dan le pa sé. 'est I ourquoi observation et imagination, typ s d':rnj urù'hui et type ù lem:tin, • m lent dan

FELIPE TRI O

335

tourc I' ·u,·r de M. Tri 0 o. Les proportions seules varient t
ùétermin nt la la sification.
Mieux vaudrait donc adopter une divi ion moins contestable.
L'ordre hronologiqu lui même n sionifie ri n. L'œuvr de
M. Trigo n'accompagne pas une évolution de s idée : sa thèse
est antérieure à e écrit ; ceux-ci n'en sonr que le déYeloppemenr. La commodité de l'expo ition nous cra era donc une voie
peut-être un peu arbitraire, mais une autre quelconque l'etit été
toue autant. La seule séparation vrnimenr tranchée s placerait
encre ses romans clair et acce ibles - c'est la grande majorité
- et ses roman hermétiques et nébuleux qui se réduisent en
somme à deux: Alma m los labios et la .Altîsima. Il va de oi que
ceux-ci viendront en d rnier lieu.
Que ignifie au juste le titre du premier et YOlumineux ouvrage de 1. Trigo ? Las Ingcnuas ne se lai cm pas aisément
~éfinir._ Ce r~rme d'ingenua assume, suivant les cas, deux acceptions bien différentes. Peut-être la première appartient-clic à
notre , ociété qui décline et l'autr à la ociété en voie de formation : le fait est que 1. Trigo, par une préférence bien explicable, use plus volontiers ùe cette dernière qui nous déroute un
peu. Voici celle que nous connaisson tous: l'ùwe1111t1, c'e t la
jeune fille candide. Or, la cand ur n'a ri n à voir avec la pudeur,
ou plutôt c' st l'absence de pudeur. La candeur ignor , la pudeur
sait; l'une est naturelle, l'autr factice : c lie-ci contrarie l'instinct, celle-là · cèdt! sans rési ·rance, lie peut succomber aux
entrain mcnts des os aux savantes attaques du séducteur : elle
n'y entend pas malice. Mais quand t Trigo intitule un ouvrage
Las l11.1;muas et un autre Cnmlos inl{t1111os, ce n'est certc · pa cette
intlrprétation qu'il faut adopter. En effet, la petite oie blanche
e t un oic;eau rar daric; la faun hispanique. n croirait même
tout d'abord à une contradiction absolue cntr l'i11,,:t1111a nouYcau
jeu et son aînée.:. ulc, une lecture atrenti,·e et prolongée finit
par \·ous faire découvrir le fil qui le rmachL l'unc à l'autre.
L'i11,i:1•1wa, econdt: manière, ne sait pas, lie non plu ; dl u'a

�H. PESEUX-RICHARD

336

pas connaissance de la profonde révolution opérée, sinon dans le
monde, du moins dans l'esprit d L Trigo par l'amour, sau,·cur des hommes ; nul ne lui a ré,·élé les saints mystères; elle
porte encore, dans la religion nom·elle, la robe blanche des catéchumène . Pour le reste, péu importe quelle ait reçu l'empreinte
du vice, car le Yice, comme la vertu, n'est qu'un mot. « Luz,
Flora, faria, fontilla ... ; Pobres ingenuas, que se da ban 6 no se
daban por amor (e to dcpcndia d la ocasi6n), que se casa ban 6
no despué ( esto depcndia de la suert ) ... ~eran el las las ma las, o
era el mal aigu na cosa horrible y superior â ellas ... ? 1 »
Ailleurs M. Trigo nous parle de cette génération actudle
d'i11gen11as qui confondent si bien l'amour divin et l'amour humain
qu'elle se font prêtre ses de Vénus pour les prêtres de Dieu.
Enfin - et ce dernier exemple servira pour nous édifier une des figures les plus curieuses &lt;lu roman, dofia alud. qui,
pour sauveoardcr certain secret compromettant, consentirait à
pousser Flora, sa fille adultfrinc, dans le bras du mari d son
autre fille Amparo, est qualifiée également de « pobrc ingenua 3 ».
ous pourrions glaner dans les autres romans de M. Trigo de
tr' nombreuse citations où le contexte nous confirmerait dans
cette explication d'un mot employé par lui à profusion, mais œ
serait une entreprise au-des us de nos forces que de la concilier
avec celle qu'il nous donne lui-même ex catbedra àla page 237 et
suivantes du 2 ° volume de Las b1geu11as. Là, les ingmuas appartiennent en propre à l'Espagne: elles représentent, dans l'évolution de mœurs, un stade que la France, par exemple, a déjà
d passé. Celle-ci en est aux demi-vierges : or, la demi-,·ierge est
fille de l'ingmua: c'est une escar111e11tada devenu disert/a qui ne
se donne qu'à bon escient.
2

Las i11gm111u, 5~ édition, 11, p. 366.
Id. , p. 365.
3. Ibid ., p. ~79.
1.

2.

l'El.lPE TRIGO

337

erait-il téméraire de conjecturer une lecture du roman de
L farcel ~ré\'~St faire avant ou pendant la composition de Las
l11gen11as et msp1rant à 1. Trigo sinon le titre, et peut-être l'idée
de _son œuvre de début, du moins, ce rapprochement particuiter ?
~uo! qu'il en soit, sur le point d'aborder cette œuvre, nous
v~1c1 b~cn em_bar~assés. Analyser un livre de 1. Trigo est à la
f~1 ~acile et difficile: facile tant l'action se réduit à peu de chose,
d1fncile tant la trame psychologique st serrée. ·e borne-t-on à
l'exposé des faits, autant vaudrait ne rien dire. \ eut-on démêler
la co1~1plexité de leurs mobiles et les mille manières dont ils
retentissent dan nos âmes, impossible d'isoler un fil ou plusieurs
s?ns détruire la contexture aénérale. Ce n'est pas que la vie inténc.:ure de personnages soit riche ou \'ariée; elle ora\"ite dans un
' . autour de l'acte sexuel mais elle e,;t singulièrement
'
cer~ 1e. ctro1t,
fouille et surtout rigoureu erneot enchaînée. Chose inoulière l
M. Tri?~'_qui part en guerre contre l'intelligence, la ubo;donne à
la. se~s1b1hté et, prétendant inaugurer le roman émotionnel, apparatt a nos Y:ux ~o~me un homme à la logique impitoyable,
comme un dialect1~1en émérite, comme un Yirtuose du syllogisme.
Entr: une déd~ctl?n et une autre, il ne laisse pas de prise au
fractionnement md1spensable à tout examen.
C'est pourquoi, dans l'impossibilité de donner une idé complète de tous s~s romans, nous nous bornerons à exposer, en peu
de mo~,. le suJet de chacun d'eux, nous efforçant de dégager ce
en quoi 11 se rattache à la thè e sociale de l'auteur. Puis, pour
nous rendre compt~ _de ses procédés d'analyse psychologique, il
nous suffira de cho1s1r de ci de là quelques traits saillants qu'on
retrouve un peu partout dans son œune.
Cela dit, re,·enons à Las fogenuns. 'ous sommes à Ata 1·ara
bo urg quon
' supposee~ Andalousie tq_ui, comme tous c uxque,
~ous représente M. Tngo - et avec lm la généralité des romanciers _espagnols d'aujourd'hui - est &lt;&lt; un mélange d'orgueil de
fanatisme et de bassesse, pétri de manière invraisemblable par

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

l'égoîsme et l'ignorance. » Un ingénieur, mâtiné d'homme de
lettres, Luciano, est venu, avant son départ pour Ceylan, y passer soi.xante"jours de congé avec sa temme Amparo et ses enfants.
C'est sa belle-mère, dona Salud, qui les héberge. Veuve d'un
ingénieur enrichi parun travail acharné, cette dernière a laissé se
fondre sa fortune dont la plus grosse part, à la suite de combinaisons variées, a passé entre les mains de son amant Don Gil, père
de Flora, son autre fille. Une communauté de goôts aristocratiques établit bien vite entre Flora et son beau-frère, des rapports assidus et mutuellement agréables. Nouvelle Marthe, Amparo, ménagère accomplie, toute au train-train de ses occupations
domestiques, laisse sa sœur, autre Mari-e, s'asseoir aux pieds de
Jésus-Luciano et le contempler à son aise. Et voici souligné, en
passant, par cette comparaison tirée de l'Evangile que j'ai employée à dessein, un des traits les plus typiques des protagonistes
de M. Trige : ce sont plus que des l1éros, ce sont plus que
des surhommes, ce sont des dieux et lui-même leur donnera
ce titre difficile à porter et qu'une critique malveillante aurait
beau jeu, pour tel ou tel d'entre eux, à remplacer par celui
de Bel-Ami. Ce commerce journalier a une suite que l'on
devine aisément, mais ce que l'on ne peut soupçonner, c'est
l'art consommé avec lequel M. Trigo nous détaille l'éclosion
de cet amour. En cettè matière il est inimitable; il l'a traitée
souvent, toujours avec une égale maîtrise. Nul, mieux que lui,
ne sait discerner, dans la subconscience des amants, les signes
avant-coureurs de, la passion; nul, mieux que lui, ne sait doser
et graduer ces impondérables dont la somme forme son noyau
primitifJ nul, mieux que lui, ne sent palpiter, dans l'âme des
choses, les séductions profondes qui font du livre entier de la
nature l'entremetteur éternel, le Galeotto tour à tour béni et
maudit des humains. La progression de cet amour est moins subtilement notée: abandou chez Flora l'ingénue, résistance puis
capitulation chez Luciano. Heureusement le départ pour Ceylan
vient interrompre ce qui n'est encore qu'une idylle. L'éloigne-

ment, la vie nouvelle, plus encore une affreuse blessure recue
dans une révolte d'indigènes et soignée avec sollicitude par Amparo, le ramènent à celle-ci. Il éprouve des remords, il jure
solennellement de renoncer à toutes les autres femmes, même à
Flora.
Des lettres d'Espagne, écrites intentionnellement par Dona
Salud et prêtant à Flora des projets de mariage, l'entretiennent
dans ces sentiments, tout en aiguisant son amour de jalousie.
Mais la convalescence - et aussi le secret désir de revoir Flora le ramènent en Espagne. La supercherie de Dona Salud dévoilée,
sa passion renaît plus violente et l'irtéparable s'accomplit.
Cependant, la vie des amants est coupée de traverses: clona Salud,
selon l'intérêt du moment, ferme les yeux sur leurs relations ou
les leur rend impossibles. Amparo, longtemps aveugle à l'évidence,
ne peut plus se méprendre devant l'attitude de Flora. Malgré les
explications merveilleusement subtiles de son mari, sa belle confiance s'en est allée. Sur ces entrefaites, Luciano est appelé à
Madrid pour recueillir un héritage; là, il cherche à se consoler,
dans de nouvelles amours, de ses déboires amoureux. Flora en est
informée ; par malheur, elle n'a pas, comme les héroïnes ultérieures de M. Trigo, lu les romans ou celui-ci fait justice des
antiques concepts de fidélité et d'infidélité. Elle appartient encore
à la vieille école; elle rompt sans retour aYec son beau-frère et,
agréant enfin un prétendantlongternps éconduit, elle finit, comme
tant d'autres, par un mariage de convenance, ce qui constitue
pour l'auteur la pire des prostitutions.
Telle est, en résumé, l'intrigue assez banale de Las Ingenuas.
Quelle en est la signification ou, pour mieux dire, le symbolisme ? Je doute fort que la lecture de l'ouvrage ait pu en donner la clef aux critiques; je ne suis même pas très sûr que celle
des ouvrages subséquents me préserve de l'erreur. Voici, vaille
que vaille, ce que j'ai compris: un homme, supérieur, pressentant
l'aurore des temps nouveaux, s'efforce d'élever jusqu'à soi, c'està-dire assez haut pour apercevoir la lueur qui pointe à l'horizon,

339

�340

H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

celle qui, parmi toutes les autres, lui paraît le mieux. préparée à
cette peine et à cet honneur. Il y réussit jusqu'à un certain point;
déjà préjugés et faux semblants sont en déroute, mais l'éducation
première et le milieu reprennent le dessus, et lui-même ne sort
pas, sans dommage et sans mal, de cette téméraire aventure. Ce
thème essentièl reparaît, avec des variantes, dans la plupart des
romans de M. Trigo. Notons, comme détail se rattachant à sa
thèse, que la bonté , la docilité, la tendresse un peu terre à terre
et bourgeoise d'une Amparo ne sauraient prétendre à retenir
au foyer l'homme d'une certaine culture, et disons, pour finir,
que, considéré dans son ensemble, le premier roman de M. Trigo
peut être pris pour une étude de l'une des deux formes pathologiques de l'amour qu'est pour lui la passion.
L'autre, la luxure, fera l'objet de son deuxième ouvrage, La Sed
de amar (1902-1903), et jamais titre ne fut mieux mérité. Ici,
plus encore qu'ailleurs, tout converge vers l'alcôve. A chaque
femme qui apparaît, il convient de se demander : comment estelle tombée, ou bien: comment tombera-t-elle? Et les femmes
succèdent aux femmes et les étreintes aux étreintes : femmes de
toutes conditions et de tous tempéraments - nous savons que les
insensibles dominent - , étreintes allant de la possession pleine
et entière aux limitations et aux subterfuges inspirés par la
crainte ou la prudence. C'est tout juste si nous nous contentons
de friser l'inceste. Aussi, nulle fin ne pouvait couronner plus
dignement cette œuvre d'un réalisme parfois brutal, mais d'un
souffie puissant, que la transposition dans le roman d'une aventure réelle de deux femmes de la Corogne. Pour sauver l'honneur de l'une d'elles, séduite et enceinte, l'autre n'avait pas craint
de recourir à unè falsification d'état-civil, de se faire passer pour
un homme et de l'épouser. Quel épisode pouvait fournir à
M. Trigo une arme plus acérée contre la Société actuelle, contre
la conception actuelle de l'honneur justificative de tels égarements ?
A considérer le notnbre des victimes 1 on serait tenté de con-

dure que le protagoniste de La Sed de amar est nn de ces êtres
exceptionnels et irrésistibles devant qui les plus rebelles s'humanisent. li n'en est pas ainsi : Jorge n'a rien d'un Lovelace ou
d'un Marquis de Priola ; c'est un garçon d'une honnête moyenne
et voilà pourquoi le roman prend une portée sociale beaucoup
plus grande.
Relevons quelques points intéressants. Voici un échantillon de
la dialectique de M. Trigo. Lola, la sœur de Jorge, est pressée
par son fiancé Mariano de ne pas attendre la bénédiction nuptiale
pour se donner à lui :

34r

r, Tus lagrimas y tus suspiros ... los besos de tu boca ... bah l son muestrns sin
va1or que dais las mujeres fâcilmente I Si me crées, pruébalo con arrogancia,
con grandeza : entrégame el secreto de tu honor : hazme el arbitre de tu
fdkidad y de tu vida depositândolas en mi con igual confianza que bs d~positarfas en tu madre ... ~ No ves juste que yo desee cerciorarme de que 111e
quieres con h misma fe que tu madre a lo menos ?... Ahora, si oo me crees
... si ternes que yo pueda ser un miserable capaz de una traici6n ... obstinate
en la negativa, pero piensa que la miserable habrias resulrado tü, al fin, cas:indote y entregandote, en seguida, à un hombr~ de cuya sinccridad dudastcs
(sic) y en quien ya oo podrias borrar jamas cl dolor de la odiosa herida.
InrnacuJada llegaria entonces al matrimonlo tu honra, pero roto por ella y
pobre tu amer, Dolores mia. "

Jorge, comme presque tous les héros de l'auteur, a été initié
au déduit amoureux par une de ces malheureuses qui excitent
l'immense pitié de M. Trigo, mais qui n'excita chez lui qu'un
immense dégoût. Ce faux départ excuse un peu ce besoin
d'éprouver autre chose, ce pourchas obstiné d'un·e volupté si
célébrée et si surfaite. Comment seront déniaisés les adolescents
dans la Société future ? Il suffira sans doute de ne pas leur faire
un mystère de la bonne loi naturelle ; dans tous les cas les initiatrices ne seront plus d'ignobles Genarotas mais d'aimables
Lycénions ou de gentilles mamans Colibri.
Car si les femmes de l'avenir ne sont plus des femmes folles
de leur corps, elles ne seront pas avares d'une beauté à laquelle,

�342

H. PESEUX~RJCHARD

FELIPE TRIGO

comme aux rayons du soleil&gt; ont droit tous les hommes. Et,
pour la première fois ' l'altruisme débordant de M. Trigo s'épanche en une tirade audacieuse dont la substance, souvent
reprise désormais, exprime les conséquences extrêmes de sa
théorie :

tact pendant une longue traversée, constituent une sorte de
société temporaire s'organisant selon des règles propres, obéissant à un code élaboré inconsciemment par elle et pour elle et
présentant en raccourci à l'observateur les plus piquants sujets
d'observation. Le microcosme qui s'agite sur le pont, dans les
salons et les cabines du Reus réunit une collection de types dont
quelques-uns sont très bien frappés. M. Trigo, ordinairement
grave, a le sentiment du comique, disons plutôt du burlesque ;
ses personnages ridicules sont peut-être les plus vivants. Il use
d'un art très spécieux pour mettre dans leur bouche la défense
des idées qui lui sont odieuses ; il les choisit comme champions
de cette fausse respectabilité dont il a horreur. Mais le ridicule,
affaire de sensibilité, revêt plutôt chez ce logicien, la forme de
l'absurde ; il résulte plutôt d'une démonstration que d'une
.
.
1mpress1on .
L'intention du livre n'est pas douteuse : les idées changent
avec le milieu, elles s'élargissent par le commerce de nos semblables - dans la proportion où ceux-ci nous sont plus dissemblables -, par la connaissance des pays nouveaux et des mœurs
nouvelles ' . L'intolérance et les rigueurs d'une morale étriquée
er paralysante ne sont pas éternelles : espérons, espérons. les
préjugés de caste, de race, de fortune gui, au début, élèvent
entre les passagers du Rem, des barrières infranchissables, s'atténuent graduellement à mesure qu'une cohabitation plus prolongée replace chacun à son véritable rang. Quand, d'autre part,
telle une maladie tenace, ces préjugés se réveillent et cherchent
à s'imposer de nouveau, les proportions réduites de la scène soulignent leur vanité.
l'intérêt du roman se concentre sur trois premiers rôles : un
capitaine d'artillerie, Andrés, une jeune fille, Sarah, et une

a

« Te quiero tanto ... que,
veces, conremplando tu belleza, pienso que
debian contempla ria también las gentes, coma al sol. . . Pienso. . li ego a peosar ... si, si, Jo pienso, que todas las mujeres debfan ser tan inteligentes y tan
!iodas como tu, para que pudieran ser mi Rosa cualesquiera de todas fas mujcres y que tLI, mi Rosa ... , ya ves que disparate ! deblas poder ofrecer tus
brazos y tu boca a otros pobres amantes también que acaso sin amor se
mueren ».

Voilà le terme rêvé, l'aboutissant idéal de vingt siècles de civilisation païenne et de vingt siècles de civilisation chrétienne. La ·
civilisation humaine - ce mot dit tout - qui leur succèdera
sera fai te de la &lt;c fusion de !a animalidad de Pan con la espiritualidad de Cristo ». Ces paroles sublimes : (( Aimez-vous les uns
les autres ll, prendront leur pleine signification, mais les ~ernières étapes seront peut-être longues à franchir et M. Tngo
calme en même temps les alarmes de Rosa et les nôtres :
cc No te inquietes .. . uo existe.n aim las amantes en quienes te quisiera besar,
ni los amantes de alma de dioses que pudiesen merecerte. 1No hay mas que
bestias apenas ! Nos bastada abrir esa puerta para empezar ver seres humanos que distan mas de nosotros que los bichos de las flores. ))

a

Del frio al fµego (Bilas a bordo) ( I 90 5) no:is transporte da~s
un cadre tout différent : c'est un très curieux tableau de la vie
à bord d'un ornnd vapeur espagnol faisant le voyage de Barcelone aux Philippines, vie vécue réellement par M. Trigo, ainsi
que nous l'avons dit déjà. Les passagers, obligés de rester en con-

1.

La Seri de amar.

1re

édition, p . 439·

343

r. Voir plus loin : Las Ei-as del Pa,raiso, où cette thése trouve son plein
développement.

�344

H. PESEUX-RICHARD

jeune femme, Lucia. Intérêt d'ordre tout à fait exce?ti?nnel
pour qui Yient de lire La sed de n.nwr. En effet, le croiratt~on,
le roman se termine sans que ces trois personnages se smeut
prouvé, autrement que par les apparences extérieures, q~'i~s
appartiennent à des sexes différents. M. Trigo_ ~e s~ra1t-1l
donc décidé à écrire un roman chaste ? Aura1t-1l fim par
reconnaître que toutes les femmes ne sont pas des Manon Les~
caut ou des Emma Bovary ? Aurait-il, dans un louable souci
d'exactitude, fait une petite place aux Princesses de Clèves et
aux Madame Arnoux ? Il n'est est rien : sans parler des petits
stupres sans importance perpétrés par les autres pa~sa?ers aux
quatre coins du Reus, ce n'est pas la faute de Sarah m d Andrés,
s'ils ne se connaissent pas, au sens biblique du mot.. Quant à
Luda, c'est la plus noble figure de femme de l'œuvre de
M. Trigo. Toutefois ne nous émerveillons pas trop de sa
vertu : elle ne se donne pas matériellement, mais elle a péché
dans son cœur ; elle est la démonstration vivante de cette
partie de la thèse de l'auteur où il prétend que la pureté absolue
n'existe pas, que c'est folie d'y attacher un prix quelconque, qu_e
Ja possession matérielle est moins grave que le don de soimême par la pensée.
Et nous retrouvons le dialecticien subtil dans ce cuneux
passage où Lucia s'efforce de prouver à Andrés qu'en se refusant à ses caresses elle s'abandonne à lui plus corn plètement:
« y0 sé, Andrés, que no le haria mas traici6n a mi marido entregandole a
usted mi cuerpo. Ni es el respeto a Alberto (le mari), ni es mi afan quien lo
estorba ... i quien lô estorba ! oigalo bien ... quien bubiera ~asta de impedirlo
violentamente si yo al acogerle ~qui no hubiese estado tan c1erta como estoy
de que usred no necesita mis violencfas ... es el respeto de ... L. ml y a n_uestro
amor, sf i un respeto muy extraôo que, dandome el orgullo de una glana es:a
nod1é entre sus brazos ... darfa ya siempre â mi carne, uoa vergüenza de tra 1ci6n a usted, prostituida cada vez que se sintiera en los de Alberto !.. .. l Comprcndc ya cuanta mas comp!eta donaci6n a nuestro amor hay en esta
esquivez que en mi abaudono? ... Oh ! Andrés, yo quenia que usted lo corn-

FELIPE TRIGO

345

prendicse !.... Yo jura a usted que soy tan suya, con tod:is las voluntades de
mi alma y de mi car111.:, coma lo seria si juntas mi carne: y mi alma la
hubieran sida)&gt;.

Le mari,. dont la ridicule aventure remplit le volume de

Sor Denwnio ( I 908), est :un de ces personnages burlesques auxquels M. Trigo sait donner une si curieuse figure.
L'est-il ? Ne l'est-il pas ? Voilà la question. Ce n'est pas gu,il
n'ait rien à se reprocher ; lui-même trompe sa femme généreusement, mais vous n'allez pas, j'imagine, accorder quelque importance aux fredaines d'un homme. Quant à celles de la femme,
elles portent à son honneur une atteinte que notre hidalgo
aimerait assez à venger dans le sang si les intérêts matériels
attachés à l'existence de son épouse ne venaient renforcer les
sages conseils de l'esprit de conservation. Le roman est donc
une charge à fond contre la monstrueuse conception de l'honneur et contre le mal ridicule de la jalousie. Celui-ci résulte
d'ailleurs de celle-là et Honorio, le protagoniste, nous en fournit la vivante preuve. La jalousie est purement cérébrale ;
elle s'alimente d'induction et de déduction ; elle désespère alors
gu'elle espère toujours ; elle trouve, grâce à des 'arguties admirables, dans des apparences de culpabilité, les meilleures raisons
pour admettre l'innocence ; dans des actes évidemment dépourvus de malice, elle distingue les plus noires intentions. Si
bien qu'en fin de compte c'esc Honorio lui-même qui, par des
manœuvres destinées à savoir si son honneur est intact, précipite la douce, la tendre Isabel, une martyre, dans les bras de
son confesseur D. Leonardo.
A noter dans ce roman er à rapprocher du rôle d'Amparo
dans Las Ingenuas, le personnage de Julian, brave homme, un
peu fruste mais sympathique, odieusement trompé par ce pleutre
d'Honorio - dont le mariage actuel est absurde. - A noter
aussi la tactique par laquelle celui-ci triomphe de la résistance
de Duke, la femme de Julian. Nous avons vu que M. Trigo

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

ei,;celle dans la notation des prodromes de I amour ; il est également un parfait théoricien de l'art de la séduction : les travaux d'approche, les patientes manœmres du siège, les embûches,
les surprises, les péripéties de l'assaut sont décrits et détaillés
de magistrale façon. Mais là encore l'esprit ou plutôt la tête
agit plus que le cœur. Ses héros cherchent avant tout à obtenir de la femme convoitée une apparence de complicité, un
gage quelconque dû à son orgueil ou à sa pitié, voire à son
imprudence ou à son étourderie ; après quoi, ayant barre sur
elle, jls le lui font ,ite sentir à l'aide des plus rigoureux syllogismes et des dilemmes les plus péremptoires. Et quand elle
combe enfin, elle a au moins la consolation et l'excuse d'avoir
été vaincue moins par l'amour que par la logique . Disons ici,
à la décharge d'Honorio, que Duke lui ava:it fourni des prémisses - et des prémices - de premier ordre.
Inconnus l'un à l'autre, une flambée de désir les avait unis
jadis, une nuit qu'ils voyageaient dans le même compartiment
de chemin de fer, et Honorio, non reconnu d'elle après son
mariage, se sen, comme d'une arme, du souvenir de trois
grafos de beauté dont lui seul - en dehors du mari - connait la secrète place. Ce même artifice - muflerie en moins sera repris' dans La.s Evas del Paraiso.
Mais ce mot de muflerie nous amène tout naturellement à
un nouveau roman, La Bruta (Héroes de ahora) (r907). J'imagine - sans en être s·ûr - que le titre et le sous-titre doivent
être entendus non au pieJ la lettre mais par antiphrase. Cette
femme qui, devançant son siècle, est digne de toute notre admiration, dira M. Trigo, voilà ce que vous appelez une Bruta ;
ces vilains messieurs qui tiennent, comme on dit, le haut du

pavé, voilà les héros de notre tentps. Et toute la signification
du roman sera dans la lutte désespérée de l'une contre les autres.
Aurea, la Brula, s'oppose sans doute à las I11gen11as ; elle
a goûté au fruit de l'arbre de la science ; femme de lettres,
écrivain de talent, elle aspire à vivre de son travail.
Cette prétention, légitime partout, respectée et secondée
ailleurs, se heurte encore en Espagne à. des obstacles nombreux
et redoutables. L'homme ne veut pas abdiquer son rôle de
protecteur, la femme ne doit rien espérer en dehors de la
générosité dn mâle. Même quand c'est elle qui le nourrit, elle
reste son obligée, car sans le camctère de respectabilité inhérent à son état J_ fen1me mllriée, elle ne peut rien. Les seuls
métiets accessibles à la femme isolée sont des métiers de misère
ou d'infamie. Aurea en fait l'amère expérience lorsqu'elle a
perdu le triste individu épousé dans ua moment d'illusion. Et
la chute est d'autant plus douloureuse que l'on était monté plus
haut et l'exemple est d'autant plus frappant qu'Aurea, dans
un autre milieu ou dans un autre âge, aurait pu aspirer aux
plus brillantes destinées. C'est, au physique et au moral~ une
créature d'exception : sa finesse, son élégance naturelle expliquent le raffinement de ses goûts sans s'opposer à la largeur de
son esprit. Trop indépendante pour faire un mariage d'argent,
elle repousse les avances d'un riche propriétaire qui l'aime
profondément. Celui-et, D. Fernando Elio, est un des rares personnaaes sympathiques du roman - ce qui ne l'empêche pas
d'avoir une maîtresse et de la garder même après son mariage,
car il ne faut rien négliger de ce qui peut discréditer un peu
plus cette néfaste institution. Un poète, Alvaro, trouve le
chemin de son cœur ; elle se flatte de vivre avec lui dans le
monde enchanté de la fantai sie ; elle l'épouse et bientôt elle
s'é,·cille Je son rhe pour se débattre dans la plus abjecte des
réalités. Son mari ne répond à aucune des aspirations d son
âme ni de son corps ; il froisse toutes ses délicatesses de pensées;
il ne parvient pas ;1 fai.re vibrer sa chair. Dénul'.: de numéraire,

1. Kotons ici la fréquence des répétitions dans la jeune littérature espagnole
qui n'a cure des r6gles de composition. Les mêmes situmions se retrouvent a
chaque p:is chez M. Trigo et chez M. Baroja. M. de Unamuno, lui aussi, se
répète et n'en fait pas mySlèrc,

347

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

mais non de vanité et d'appétits, il mène joyeuse vie avec l'argent de sa femme. La dot épuisée, Aurea subvient, par son travail intellectuel, à ses besoins toujours croissants : lui se contente de signer et de toucher les droits d'auteur. Cependant la
créature d'élite, l'amant prédestiné seul digne d'Aurea, le musicien Luis vient mettre dans la vie de la malheureuse un rayon
de soleil ; il est pour elle le révélateur de toutes les voluptés
spirituelles et physiques; il la marque de l'empreinte indélébile
de la conception. Alvaro, tout d'abord, se cabre et brutalise sa
femme, puis s'amollit et s'humanise devant les avantages pécuniaires de la situation. Celle-ci devenue de nouveau critique par
la mort de Luis, il n'hésite pas à favoriser, de sa complicité
rémunérée, les entreprises d'un nouvel amant. Et, malgré •tout,
ce mari, qui touche les bornes de l'ignominie, représente,
dans l'inique organisation actuelle de la Société, une force morale
que rien ne saurait remplacer ; en effet, lui mort à son tour,
Aurea voit se fermer toutes les portes par où l'on accède au
libre travail et au gain honorable et s'ouvrir toutes grandes celles
du libertinage et de la perdition. Dieu sait jusqu'à quels abîmes
elle aurait roulé sur la pente Olt elle descend déjà assez bas si
son premier prétendant, D. Fernando Elia, n'était venu lui
tendre la main et lui restituer, aYec le titre d'épouse, l'honorabilité la plus complète.
Inutile dt: nous appesantir sur l'intention de ce roman ; nous
l'avons suffisamment marquée au cours de cette analyse.
Vœuvre est curieuse, à un autre point de vue, comme tableau
de la vie des lettres et des théâtres à Madrid. Tous osons
espérer toutefois que les couleurs en sont un peu chargées,
car, nulle part ailleurs, M. Trigo n'a rassemblé une aussi riche
collection de maroufles, de rufiens et de goujats.
Heureusement nous allons les oublier au début de La C!a'l!e
(1909-r9ro) en compagnie des membres de la sympathique
famille de D. Adelardo. Ici, tout respire la paix et la sérénité :
une large aisance, un ménage uni, des bambins charmants, une

grand'mère affectueuse et bonne. Chose plus rare chez M. Trigo,
personne n'a d'antécédents fâcheux, personne n'éprouve de honte
à fouiller dans son passé. Mais rien n'est durable en ce bas-monde.
Un vent de passion va souffler qui va jeter bas ce décor de
douce quiétude et la première victime sera l'honnête, le brave,
le respectable D. Adelardo, vivante antithèse d'un Honorio ou
d'un Alvaro, modèle des maris et des pères. Nous sommes à
Arlés, petite cité andalouse ou l'influence anglo-saxonne serait-ce le voisinage de Gibraltar? - se fait vivement sentir.
L'éducation y est, avant tout, pratique et sérieuse. L'ingénieur
D. Adelardo se donne corps et âme à la direction de ses fabriques
et de ses usines. C'est pourquoi, bien que casanier de nature et
adorant son foyer, il n'y passe souvent qu'en courant. Sa femme
Gloria, plus jeune que lui sans que la diffétence d'âge soit inquiétante, semble s'accommoder assez bien de cette activité qui lui
permet de mener, dans son intérieur, une existence de reine.
C'est une femme grave et réfléchie, non dénuée de sensibilité,
a_vec une pointe de tristesse. Peut-être, au fond, certaines aspirations de sa nature ne trouvent-elles pas à se satisfaire dans ce
milieu exagérément positif, mais elle n'en aurait sans doute que
peu souffert si quelqu'un n'avait eu intérêt à ce qu'elle en souf~rît. Ce quelqu'un, c'est Julio Ardanaz, le neveu de D. Adelardo,
Jeune avocat frais émoulu de l'Ecole de Droit et invité par son
oncle à venir se reposer un peu à la campagne. Nature sentimentale - il faut croire que ce qualificatif change singulièrement
de _sens en passant les Pyrénées, - il se rebiffe devant la réputation d homme à bonnes fortunes que lui fait son oncle et qu'il
ne tarde pas à justifier aux dépens de celui-ci. Sans doute, des
goûts communs, une commune oisiveté, l'absence du mari
devaient rapprocher Julio et Gloria - et dans un roman de
M. Trigo on sait de quelle nature sont les rapprocl;ements; sans
doute, la faute est précédée d'une lutte intérieure destinée à en
atténue_r l'horreur, mais l'artifice fallacieux et misérable par lequel
ce sentimental met, si l'on ose dire, la dernière main à son
1

REVVE HISPANIQ V E.

C

349

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

œuvre d'àbomination, le cynisme avec lequel il viole son serment
produisent sur nous une impression pénible, gênante même et
qui dépasse l'intention de M. Trigo. Car - c'est du moins ce
que j'ai cru comprendre - s'il campe ses protagonistes en
hommes supérieurs, en véritables héros romantiques et s'il leur
fait commettre héroïquement les pires malpropretés, c'est qu'il
veut marquer - ceci est encore du romantisme - la toute-puissance de la passion, la force irrésistible et destructive de l'amour
vieux style -pour nous amener à la conception sédative et salutaire de cette forme nouvelle de l'amour qu'il entrevoit à
l'horizon. Malgré tout, ces hommes, disons plutôt ces mâles, ont
une façon à eux d'être brutaux et impérieux; les femmes, d'autre
part, ont une façon à elles d'être soumises et passives - où est
l'héroïne de Mérimée et celle de M. Pierre Louys ? - dont un
lecteur français reste surpris pour ne pas dire choqué. Ces types
ne sont pas universels, ils nesont pas humains, ou, du moins,
ils ne sont pas de chez nous. L'observation de !'écrivain, s'exerçant sur ses compatriotes, a-t-elle été plus cruelle qu'exacte? Il ne
nous appartient pas d'en décider.
Mais revenons à La Clave : l'époux trompé, mis en défiance
par une parole imprudente de sa mère, mania Luz ~ un ?es
rares personnages entièrement nobles de M. Trigo - finit par se
convaincre de l'odieuse vérité. Entre parenthèses, cette partie du
roman qui va des premiers doutes de D. Adelardo à la scène ;violente. où il arrache à Gloria son secret, puis aux tergiversations
sur le parti à prendre, représente) à mon avis, ce que M. Trigo
a écrit de plus poignant et de plus admirable. Ce parti, le code
des préjugés va le lui dicter : c'est la vengeance. Et il se met en
route pour Madrid, ou se trouve Julio, dans l'intention de le
tuer. Mais la longueur du trajet donne à son vrai caractère loyal
et magnanime le temps de -se ·ressaish·. Il renonce à son projet~
il s'arrtte à Cordoue où la douleur le terrasse : on le ramène
thez lui et il achève d'y mourir. Gloria, une fois veuve, voudrait
refaire sa vie, oublier, dans la mesure du possible, celui qui l'a

brisée, mais la malignité du monde, elle, n'oublie pas : elle
s'acharne sur l'épouse coupable et la rejette dans ·les bras de
Julio. Une nuit passée avec lui à l'Escurial comble les vœm; de
la nature en déposant en elle le germe d'une autre vie, mais cet
enfant qui eût fait leur joie alors que, par suite d'une fiction
criminelle - et criminelle pour M. Trigo, seulement en tant
que fiction - il eût trouvé, en la persom,e de D. Adelardo, un
père putatif et légal, devient désormais une menace, un cauchemar, un effondrement. Julio, libre et indépendant, serait disposé
à l'accepter, mais Gloria, prise dans k réseau des considérations
sociales, obligée de songer à l'avenir de ses filles, ne peut braver
ainsi l'opinion et elle eKpire misérablement entre les mains d'une
matrone payée pour lui refaire. par un crime, une hono.r.abilité~
Voilà comment la monstrueuse conception de l'honneur pourtaut bien moins féroce déjà que œlle d'antan - frappe trois
victimes innocentes en épargnant le vrai coup.able.
La double mésaventure conjugale qui fait l'objet de Las Evas
delParafso ( 19m) ne se termine p-as aussi tr.igiquemem. C'est q_-ue
nous ne sommes plus en Espagne, c'est que l'influence toute~
puissante du milieu ,va s'exercer, non pour restreindre et pour
e1maver, mais pour inspirer l'oubli de toutes lès contraintes et
pour favoriser l'assouvissement de tous les appétits. A ce point
de vue, le roman qui nous occupe est l'aboutissant naturel de
Del frio a/, fuego. Si les c0nventions ridicules et Jes sots préjugés
perdent de leur yio]enœ, entre Européens, à bor&lt;l du cc Reus &gt;&gt;,
quelle liberté de mœurs ne sembler.a toute naturelle dans ces îles
du Pacifique où _quelques blancs, perdus au milieu de raoos
lascives e1 ardentes, s11bissent le chanue daugereui, l'en-voûte•
ment perpétuel d'une nature luxuriante pour ne pas dire luxurieuse ? Vers l'une de ces îles enchantées, naviguent Laura et
MaravjJlas, 1cs jeunes épouses de deux commerçants espagnols,
fondateurs d'une sorte de factorerie en pleine prospérité. Ce sont
elles qui sont appelées à devenir ks Evt;s de ce nouveau Paradis
terrestre où nul fruit n'est défead:u. Leurs maris ks attendent

35°

35 1

�352

H. PESEUX-RICHARD

avec une impatience tempérée par l'exercice d'une sorte Je
droit du seigneur sur les indiennes du voisinage. Ils forment entre
eux le plus vif contraste. Rubén, avec sa liberté d'allure, symbolise l'esprit nouveau, Marcelino est, comme on dit, chapado a
fa antigua. Laura, femme de Marcelino, affranchie des notions
désuètes de morale et de devoir, n'en est plus à son premier
faux-pas, Maravillas, innocente et timorée, s'abrite encore derrière le paravent vermoulu des vertus ancestrales. Inutile de dire,
après cela, que Rubén et Laura ne tardent guère à s'apercevoir
qu'ils sont faits l'un pour l'autre et à savoir comment ils sont faits
l'un et l'autre. Pour Marcelino et Maravillas, nous nous attendrions à plus de cérémonies, mais il faut bien que M. Trigo nous
démontre l'inanité de nos concepts de fidélité et d'honneur.
Pourquoi qualifier de faute ce qui n'est parfois qu'un enchaînement
de circonstances ? Maravillas, bouleversée de la trahison de
Rubén dont elle vient d'avoir la preuve, se précipite, à demivêtue, chez le mari de sa rival,! pour le mettre au courant de la
situation. Arrivée en sa présence, elle hésite à parler en songeant
aux conséquences de ce qu'elle va dire. Marcelino, grisé par la
vue de cette femme haletante et demi-nue, perd la tête ... et tout
motif plausible de vengeance lorsque quelques minutes plus tard
il aura appris de Maravillas consternée le Yéritable motif de sa
démarche. Comment sortir de là? Rien de plus simple : il suffira,
comn~e au quadrille, de changer de cavalière. Les enfants restent,
de part et d'autre, avec leur père, et leur nouvelle maman les
soiane comme s'ils étaient siens. Cette idée est chère à
M. 0Trigo; il ne perd pas une occasion d'y revenir et d'y insister:
concentrer toute son affection sur ses propres enfants, quelle
imprudence et quelle naïveté de la part du père! q.uantà l'a_mour
maternel c'est une manière d'égoïsme à peine déguisé. Elargissons
notre ca;acité affective : l'enfant est aimable par lui-~ême. Les
liens les plus solides ne sont pas ceux du sang mais ceux de
l'éducation. C'est à peu près la thèse défendue p_ar M. Pérez
\ Gald6s dans son beau livre : El Abuelo. Il va de soi, au demeu-

FELIPE TRIGO

353

rant, que nos deux mères n'oublient pas leurs vrais enfants :
ceux-ci forment un élément de pacification entre les deux faux
ménages, car il convient de dire que la combinaison n'a pas été
acceptée sans résistance par Marcelino et que les associés ont
cessé tous rapports autres que les rapports d'affaires. Une maladie
grave de la petite Carmen, fille de Laura, exigeant la présence
de celle-ci à son ancien foyer, atténue un peu la rigueur des
résolutions, et déjà la douce Maravillas a pardonné à son amie.
La-dessus, Rubén s'amuse à reconguérir sa femme et y réussit.
Marcelino, cette fois, sort de ses gonds ; il provoque son rival et,
résolu d'en finir, s'achemine, armé de son revolver, au rendezvous fixé. Rubén, lui, a laissé le sien à la maison, mais il dispose
d'une arme beaucoup plus redoutable, c'est à savoir, l'adroite et
subtile dialectique que lui souffie M. Trigo. Voilà pourquoi il
finit par étourdir, par déconcerter son adversaire et par l'amener
à souscrire à une combinaison plus élastique gue la première :
gue chacun dispose de Maravillas et de Laura dans la mesure où
la fantaisie de l'une ou de 11autre s'accordera avec la sienne
c'est le vrai moyen d'en finir avec toutes les causes de conflit.'
Sur ces entrefaites, un troisième associé, Portugais habitact Singapoure, ayant liquidé les affaires qui le retenaient au loin,
annonce son arrivée avec sa femme et ses enfants. Que faire? La
naïve Maravillas - vous voyez qu'elle a fait des progrès propose la seule solution possible : admettre le ménage Brandào
dans l'association matrimoniale où ils ont trouvé le bonheur.
Brandào sollicité répond affirmativement, par une lettre en portugais qui termine le livre et qui nous laisse un peu rêveurs. C'est
gu'en effet, par sa précision un peu nue, elle souligne une impression ressentie ça et là au cours de ce singulier ouvrage,
impression de bouffonnerie matoise, de mystification goguenarde.
Un autre roman déjà examiné par nous, Sor Demonio, évoquerait également dans une certaine mesure l'idée d'un auteur
pince-sans-rire. Mais les exagérations et les singularités que nous
relèverons dans d'autres ouvrages - incontestablement sérieux

�355

H. PESEUX-RlCHARD

FELIPE TRIGO

- de M. Trigo, doivent nous rendre circonspects. Ce volume
fantaisiste, Las Evas del Parafso, pourraît bien avoir été écrit
comme illustration de cette partie de sa thèse où il prétend que
le point d'arrivée de la civilisation sera un retour à l'état sauvage
sans barbarie, c'est-,à-dire à un état où la bonne loi naturelle
trouvera, dans les inventions les plus sublimes de la science, le
moyen de s'exercer librement. La monogamie a pu être un progrès, elle a eu sa raison d'être, mais l'idéal, pour une Société
affranchie des basses passions et des égoïsmes mesquins, c'est la
communauté des femmes parallèle à la communauté des biens.
Voilà comment ce roman trouve, nous semble-t-il, sa place dans
la perspective générale que M. Trigo ne perd jamais de vue,
renforçant parfois une teinte, appuyant sur un contour et
ajoutant à l'occasion de nouvelles touches. Par exemple, à cette
question vingt fois posée : à quoi tient la vertu des femmes ?
nous trouvons à la page r34 cette nouvelle et typique réponse :

Badajoz qui vient à Madrid pour y étudier la médecine n'est peutêtre pas la sienne, mais la sienne était susceptible de lui en fournir
tous les éléments documentaires. Contons-la brièvement : le !men
chico en question, Esteban, n'est pas un mauvais garçon ; d'abord
peureux et gauche, il devient rapidement, au contact de ses
camarades, audacieux et déluré. Ses bonnes fortunes éveillent
même leur jalousie, mais sa première déconvenue amoureuse
avec une coquette nous fait voir, une fois de plus, que les mots
ne s'équivalent pas d'une langue à une autre : le buen chico
reprend sa brutalité native et sa conduite, vis-à-vis d'une femme,
si coupable qu'on la suppose, nous surprend autant que celle du
sentiniental Julio de La Clave. Ces accès de fausse énergie ne masque~t pas longtemps le fond de son caractère; il manque de ce
qui manque à tous les héros de l'auteur de La Bruta, même quand
celui-ci les déifie : la volonté. Tous ces êtres sont le jouet des
évènements, ils appartiennent au type flasque, ils se laissent pétrir
inexorablement par l'intérêt ou la passion, ils obéissent sans
révolte à la thèse de leur père spirituel M. T rigo. Revenu à Badajoz pour les vacances d'automne, Esteban retrouve sa fiancée,
l'innocente Antonia, et reprend avec elle des relations contrariées
par la mère de cette dernière. Il se pique au jeu, la décide à venir
le retrouver chaque nuit dans un jardin avoisinant sa demeure
et. ..... vous savez le reste. La mère - une femme dévergondée
mais pratique - finit par apprendre la vérité de la bouche même
de sa fille et s'emploie à réparer la faute avant que le scandale
soit trop grand. Esteban, en effet, n'a pu retenir dans son cœur
débordant le secret de sa victoire, il l'a confié à un ami, autant
dire qu'il est maintenant public. Un homme âgé,correct et vicieux,
Navarro, fréquente la maison et fait à Antonia une cour assidue :
qu'elle l'accepte comme mari et tout sera dit, car il ne faut plus
compter sur Esteban dont les études sont loin d'être achevées et
qui, informé de ces nouvelles relations, a repris sa liberté. La
pauvre Antonia, désemparée, laissée par une mère complice dans
de fréquents tête-à-tête avec Navarro, succombe à ses odieuses

354

Y por lo tanto, para ser castas y morales, las nmjeres tendr!an que scr
sucias. Asi una amiga suya de Granada, distinguida y clegante, pero puerca
interiormente ... no le consinti6 jamas cierras libertades a su novio, a la reja,
porque tenfa ro11a en bs rodillas ..... Condici6n y sostén de la virtud ... i la
rofü1 !

Avec : En la carrera. Un buen chico estudiante en Madrid
( r 908-1909 ), nous retombons dans les noirceurs de La Bru ta.
Et nous y retombons pour nous y enfoncer plus profondément
encore : nulle part la tristesse d.e la chair ne s'affirme aussi
latnentable que dans ce roman, auquel fait suite El médico rural
(1912). M. Trigo, optimiste par persuasion, se berce de riants
espoirs et applaudit déjà aux apothéoses futures, mais, en attendant, sa vision des choses d'ici-bas est funèbre et tragique. Ce qu'il
a vu de ses yeux et entendu de ses oreilles lui inspire les pages
les plus navrantes. Ainsi s'expliquent les sombres couleurs de
La Bmta et de En la carrera, reproduction d'un monde où
!'écrivain a réellement vécu. L'histoire de ce jeune provincial de

�H. PESEUX-RICHARD

mais savantes manœuvres. Puis Navarro part pour Cadix d'ou il
fait savoir qu'il consent à prendre Antonia, mais pour maîtresse
seulement. Et c'est avec cette perspective que la malheureuse, à
la suite d'une cruelle opération qui l'a débarrassée d'une grossesse
importune, quitte sa famille pour aller le rejoindre. Ce n'est
d'ailleurs pas pour longtemps : un jour, Esteban voit arriver à
Madrid celle qu'il croit coupable et qui n'est que victime. Abandonnée de sa famille, abandonnée de son amant avec l'aumône
de quelques billets de banque, elle vient retrouver le seul amour
de sa vie. Esteban l'accueille avec une joie profonde : ils organisent leur vie, ils sont heureux. Mais les parents du jeune
homme apprennent l'aventure; ils coupent les vivres. Antonia
s'ingénie à gagner quelque maigre salaire. Esteban passe son
temps à la recherche d'un emploi qui, pour être quelconque,
n'en est pas moins introuvable. Il faut, quoiqu'on en ait, manger
avec l'argent infâme de Navarre, puis c'est la misère noire, c'est
la faim jusqu'au jour où le beau-frère d'Esteban vient l'arracher
à Antonia, inerte et impuissante, et à cette existence impossible.
Et nous perdons la trace de l'infortunée pour la retrouver, une
nuit de juerga, dans le lit d'un étudiant en médecine, ami
d'Esteban, lequel reconnaît avec une stupéfaction mêlée de
respect, en cette prostituée, la senorita Antonia de Gamboa, d'une
des meilleures familles de Badajoz.
Ainsi donc, aujourd'hui, en Espagne, pas d'autre alternative
pour la femme isolée que le mariage (La Bruta) ou la prostitution (En la carrera). Dans l'esprit de l'auteur l'un ne vaut guère
mieux que l'autre et les ménages qu'il nous dépeint en font foi. Ce
roman est d'ailleurs remarquable à un autre point de vue, comme
tableau de mœurs. M. Trigo possède, ainsi que la plupart de ses
compatriotes, ce don d'observation un peu terre à terre mais aiguë
quand elle s'exerce sur les gens et les choses de la vie courante :
son réalisme - nous parlerons plus loin de son naturalisme est purement espagnol, c'est-à-dire qu'il serre de très près la
réalité.

FELIPE TIUGO ·

357

Non moins curieux, si on l'envisage comme peinture des
mœurs des pueblos reculés, s'offre à nous le volume intitulé El
médico rural, où se poursuit la biographie d'Esteban . Quel
écrivain, à moins d'y être forcé par les circonstances comme
M. Trigo, pousserait l'amour de l'exactitude jusqu'à vivre, pour
se documenter sur place, parmi les paysans à demi barbares de
Palomas ? Ce que nous appelons, en France, la campagne n'a de
·correspondant que dans une toute petite partie de l'Espagne. Pour
le reste, l'existence n'est pas tenable en dehors des villes; c'est du
moins ce qui se dégage de l'ensemble de la littérature contemporaine. Nous sommes loin des bucoliques de Trueba et de Fernan
Caballero ; il y aurait même un curieux volume à tirer Je toutes
ces opinions concordantes sur les misères de la vie champêtre et
sur les méfaits, quand ce n'est pas les crimes, de la politique de
clocher. M. Trigo, nous ne l'avons pas oublié, exerça la médecine
dans ces bourgades inhospitalières d'Extrémadure ou d'Andalousie : le cadre, les détails pittoresques, les barbaridades de son roman
sont donc à peu près authentiques. Vraisemblables également,
sinon édifiantes, l'ignorance de certains médecins, les capitulations de c;onscience, disons le mot, les canailleries de certains
autres. Aussi, la lecture de El médico rural serait-elle intéressante
même abstraction faite du fond de l'œuvre, destiné comme toujours soit à renforcer la thèse de M. Trigo, soit à en démontrer
un point particulier.
Il tarde d'ailleurs plus que d'ordinaire à y revenir. Le début du
livre, comme celui de La Clave, nous retient parmi des tableaux
d'intérieur et des vertus bourgeoises : pas la plus petite pâmoison
illégitime à nous mettre sous la dent, mais nous ne perdons rien
pour attendre; bientôt M. Trigo va enfourcher son dada, d'autres
diraient son bouc, pour remonter au Veuusberg.
Donc, Esteban, après la douloureuse séparation que nous avons
contée, a fini sa médecine à Séville, il s'est marié et, pressé par
la nécessité, il est venu s'établir à Palamas, infime pueblo d' Andalousie. Là, il lui fallut lutter autant contre la rudesse des paysans

�H. PESEUX-RICHARD

et le manque de tout confort que contre sa propre inexpérience.
Jacinta, sa femme, le outient fidèlement dans ses épreuves. a
réputation oscille selon qu il réussit ou non certaines cures délicates ; enfin, aidé par la chance, le voilà définiti vemeut lancé.
Aussi profite-t-il de la première conjoncture favorable pour élargir son champ d'action et quitte-t-il Palamas pour la petite cité de
Castellar. Mais à mesure qu'il acquiert la notoriété et le bienêtre, nous voyons fléchir la rigueur de ses principes : ses méthodes
thérapeutiques sont moins exemptes de charlatanisme ; sa vie
privée perd de sa dignité et de sa simplicité ; sa femme Jacinta
commence à lui paraître bien insignifiante. S'il rompt une tradition fortement établie en n' ndossant pas l'auguste épouse de
D. Anselmo Cayetano, maîtresse, par destination, du médecin en
exercice, c'est qu'elle est décidément trop fanée, mais, en revanche,
il prend feu pour Evelina, une ancienne étoile de music-hall, retirée avec son mari El Colita, ex-torero célèbre, maintenant
infirme, dans la ravissante quinta de la Cruz. Evelina
conquise, le voilà le roi du pays, car cette femme superbe et ambitieuse fait tourner toutes les têtes, s'impose à toutes les volontés,
secoue toutes les indolences, malm · ne toutes les routines, fait
pénétrer dans l'atmosphère viciée et pour ainsi dire figée de
Castellar des bouffées d'air nouveau et vivifiant. Elle gouverne
au gré de sa fantaisie la politique locale. Piquée du dédain apparent que lui témoignent les hidalgos du crû - au fond dévorés
de désirs - elle fait élire une municipalité républicaine, reçoit ·
dans son intimité des maçons, des gens du peuple t ne perd pas
une occasion d'humilier les arrogants. Mais Esteban s'est, peu à
peu, aristocratisé ; il fraie avec la haute société de Castellar et,
comme tout lasse, même une maîtresse aussi capiteuse qu'Evelina,
par une manœuvre habile, il passe la main à son ami Juan
Alonso, le fils du cacique. C'est pourquoi, comme on dit dans le
pittoresque langage de la politique espagnole, se v11elca el pucbero
et les conservateurs remplacent les républicains. L-'1.-dessus,
El Colita étant mort, Evelina quitte le pays sans espoir de retour.

FELIPE TRIGO

359

Esteban, désormais acclimaté et fondu dans cc milieu provincial,
hypocrite et c rrompu, jette son dévolu sur une jeune fille, a
cliente, que la continence imposée par nos mœurs absurdes a
conduite à une lente consomption. Ce sera donc faire œuvre
pie que de remédier, en tant qu'homme, à un mal reconnu par
le médecin et il est à présumer que la cure sera longue, car
Esteban ne. trouvera pas, dans Alberto le mari qu'on va imposer à Inés, l'auxiliaire naturel en ce mode de traitement. En
effet, seules des raisons de convenance et d'intérêt sont intervenues dans ce mariage, et le pauvre Alberto, sorte d'idiot
dégénéré, est complètement impuissant, ainsi qu'il appert d'une
expérience tentée sur lui, après instructions reçues, par une
accorte soubrette qui en a été pour ses frais.
A mesure que nous avançons dans l'examen des romans de
M. Trigo, il devient moins utile d'en indiquer les tendances et la
signification : ils présentent tous certains traits généraux qu'on
reconnait au passage. Ici, par exemple, c'est encore et toujours
l'attaque contre le mariage - criminelle combinaison dans le cas
d'Inés et d'Alberto - mais aussi, répétons-le, chaque œuvre
nom-elle précise un détail, développe une idée précédemment
énoncée.
Celle qui nous semble constituer l'originalité de El .Médico
rural et que symbolise Evelina, c'est celle de la civîlisation pénétrant petit à petit dans les coins les plu inaccessibles, brisant les
résistances de la tradition, rapprochant les classes, dévoilant le
pharisaïsme et la tartufferie, bouleversant les choses et les hommes
et s'imposant même par le scandale.

Avec El mldico rural nous avons clos la liste des ouvrages de
longue haleine, de facile interprétation, que nous nous étions
proposé de parcourir tOut d'abord. Il nous reste, a,·ant d'aborder
les autres, à passer une revue rapide des nouvelles ·et des contes,

�H. PESEUX-RICHARD

.

délassements d'un esprit toujours tendu vers la même idée et
s'échauffant au même foyer. Ce foyer, d'ailleurs, rayonne jusque
sur ces productions plus modestes ; parfois même, comme dans
Las posadas del amor, sa lumière, concentrée sur une surface
restreinte, nous semble d'autant plus violente et plus crue,
mais en général, elle est plus lointaine et moins directe et nous
n'en percevons que les reflets.
Ces œuvres légères, publiées un peu partout, ont été réunies
en volumes. Ce sont les Cuentos inge1111os è1909) dont quelquesuns sont, purement et simplement, des extraits d'autres œuvres.
Rappelons qu'il faut prendre ce titre dans le sens spécial indiqué par nous à l'occasion de Las ingenuas et disons que ces
contes n'ajouteront rien à la gloire de M. Trigo : ils ne dépassent pas la valeur de ceux que nous trouvons dans les feuilles
quotidiennes ; profitons-en pour ne pas nous y attarder.
La de los ojos color de nva, publiée une première fois en 1908,
(Madrid, Pueyo) contenait, outre cette nouvelle, celle intitulée
Reue!adoras. Il vient d'en paraître une 2• édition (Biblioteca Renacimi~nto) qui corn prend une troisième nouvelle : Lo irreparable.
La de los ojos color de uva reprend le thème de l'influence du
milieu. Un reporter d'un journal de Madrid envoyé sur une
plage à la mode, fait, en chemin de fer, la connaissance d'une
famille aristocratique de la capitale. La vie un peu spéciale, le
laisser-aller des stations balnéaires rapprochent les distances : le
journaliste est admis dans la société de ces dames ; mieux encore,
il se fiance à la fille Je la maison, Eladia Villarroel y Castilla.
Notons, en passant, pour tempérer l'étonnement qui nous est
réservé, que cette jeune personne, vulgo Ladi, est une émancipée,
une névrosée qui lit Monsieur de Phocas et le trouve iîoiio. Nous
aurons tout dit quand nous saurons que M. Trigo n'a tout de
même pas osé l'appeler une ingenua. A Madrid, on se revoit :
Ricardo continue sa cour, mais il n'est pas du même monde ;
sa gaucherie, son manque d'élégance le desservent auprès de
ladi. Cependant, un soir, cédant à une lubie quelconque,

FELIPE TRIGO

elle se donne à lui. Ricardo est heureux ; il a toutes les chances :
un drame qu'il est parvenu à faire représenter obtient un uros
succès ; on applaudit, on réclame l'auteur, il paraît sur la scène,
flottant dans une redingote empruntée à un ami ; il salue sans
grâce et Ladi, en proie à une attaque de nerfs, déclare qu'elle
n'épousera jamais un_homme ainsi fagoté.
Reveladoras, comme son titre l'indique, étudie cette sorte de
penchant morbide qui entraîne certaines femmes à faire l'éducation amoureuse des enfants, à violer leur petite âme innocente. C'est l'histoire de Rodrigo, un garçonnet sympathique, et
de sa sœur Petra, brutalement initiés, par des paroles ou par des
gestes, aux mystères de la vie . Les Reueladoras, c'est la femme
de chambre Gloria et c'est Josefina, femme d'un député, amie
de la famille. Et, comme contraste à ces turpitudes, nous
av~ns la fraîche idylle de Rodrigo et de la jeune écuyère Elia,
qm nous fait voir qu'au besoin M. Trigo sait être naïf et
délicat.
Lo irreparable nous démontre une fois de plus qu'en plaçant
l'honneur des femmes où nous le plaçons, nous aboutissons le
plus souvent à des impasses ou à de formidables iniquités.
C'est l'histoire d'une jeune fille, Margot, d'honorable famille,
parfaitement honnête, elle aussi, et fiancée à un juge. Elle habite,
avec ses parents, un cortijo d'Andalousie . Une nuit, des bandit~
s'introduisent, par surprise, dans la maison : le père et la mère
sont réduits à l'impuissance, la jeune fille subit les derniers
outrages du chef, le Trianero. Et, par une atroce loi naturelle,
cette œuvre de violence est aussi une œuvre de conception. Impossible de dissimuler ; Margot est déshonor~e, le juge reprend
sa parole et l'enfant vient au monde le jour où son père, le Trianero, arrêté et condamné, va expier son crime.
Le volume (sans date) intitulé: Las posadas del amor renferme,
outre cette nouvelle : Mi prima me odia, Ademas del frac, Mi
media naranja.
Las posadas del amor se rattachent étroitement à La altisi111a,

�IL PESE X•RICHARD

un des deux romans qui nous restent à ,·oir : il conviendra donc
d' n ajourner I anal , c après celle du roman en que tion. Mi
prima me odia est un plaisant marivaudage autour de ce paradoxe
cher à M. Trigo : &lt;&lt; el odio, amor inversa ».
Ademas del frac met n se ne un personnage qu'il affectionn
également et dont il nous a donné de nombreux exemplaires :
c'est celui du jeune provincial sans expérience, sans éducation,
mais non sans suffi ·ance et san vastes spoirs, auquel un
bonne fortune inespérée tourne la tête et qui 'élan c à la
conquête du monde. La vie . e charge bi ntôt de modérer son
ardeur : les déboires, les échecs de tout genre l'in truisent en
le corrompant ; il s'aperçoit qu les notions d morale dont il
est imbu sont de fücheuses entr ves : il faut paraître a,·ant tout,
puis ne pas s'arrêter aux vi ill soroettes qu'on décore du nom
de t~vail, de probité, d'hom1eur ou de \'Crtu. cc Todo triunfo
en fadrid supone algo, algo ... , ademas Jcl frac ; algo que
pudiera ser mu r bien una dosis r gular de o ·adia y de poca
vergü nza ». C'est ainsi que le manant dégrossi Jo é de an
J é, sachant 'habiller et se présenter, épou c une marquise
avec t:1chc, riche de deux millions.
Mi media 1zara11ja est l'histeirc pitoyabl d'un mari bi n int ntionné qui, plutôt que de faire comme les autre mari , c'està-dire d'aller demander de fcmm s expertes en amour des
·oluptés raffiné , voudrait dresser son épouse légitime à Ct.'S
« mignardi ·
» d nt parle Ronsard.
lais le malh ur m: a
compté an l'ctlucation niaise que l'on donne aux jeun s filles,
il a surtout compté sans le père Garcés, confe eur de sa femme.
Un sépaniti n de c rp , exigé par le beau-père, m t fin à cette
tt:ntatiYe prématurée.
îl.st paga cl diahlo, t I est le titre du demi r volumt! de
nouYelles (r911) ont nou, a\·ons à nous occuper et qui en
conti nt tr i .
îlsi paga el diablo nou. conte une amusante réédition de l'histoire de J sep-h et de ladam Putiphar t nous m utre, une

FEL1PE TRIGO

fois de plu , le vice triomphant de Ja vertu. Un brave garçon,
instruit mais un peu béjaune Juan Garcia, a trouvé l't!mploi d
ses rêves comme secrétaire er bibliothécaire &lt;l'un député influent.
Lt femme de celui-ci, pourvue déjà d'un ou de plusieurs amants,
lui fait des avances i peu déguisé , que sa naïveté, pourtant
solide, ne peut s'y mépn.:ndre. C'est pourquoi il croit de son
d1.:,·oir d'aviser, par lettre, son maître et protecteur. Mais il a eu
l'imprudence de mettre dans le secret un camarade à lui, ictorino, qu'iJ a sauvé de la misère en le faisant eorr r dans la JUaison comm aide-secrétaire. Celui-ci, que les crnpules n'étoufh.:nt
pas, s'empresse d'a,·ertir la &lt;la.me et J'appuie de son témoignag
quand elle persuade à son mari que la lettre t une vengeance
de Juan Garda, enflammé pour elle d'une coupable passion qu'elle
a refu é de .ati faire. Juan Garcia, cela va sans dire, est congédié
sur le champ et remplacé par ictorino.
A pmeha réveille en nous les 01éfianc1.:s de Las Erns dû
Paralso. Le sujet en est si délicat qut: nous avons du mal à emboiter le pas à l'auteur. Mème si on le considère comme de pure
fiction, cette fois-ci la galéjade nous paraît dépasser la mesure.
M. Trigo, d'ailleurs, Je trouv fort à n goût: il nous en a\·ait
di:jà ervi un courte variant dans les Cucntos ùwe111ws sous le
titre de : Prnebas dt amor et il n rappelle un d s0 épisod dans
El 111ldico rural •. C' t l'histoire d'un original qui, considérant
le mariag comme une chose rave, n veut prendr femme
qu'à bon f:&gt;cient. Les prér nrions ne vont tout d'abord qu ju q~'à demander i contempler sans Yoiles sa future compagne. ne
mtse en scène habilement disposée dans une sorte de palmarium
éclairé d'une lumière di crète, la lui présente, sur un socle de::
marbre, sous la figur d'une Vénus au oalbe souverain. Luimême e t dupe de 1artifice et n'apprend la vérité qu'après coup.
Pourtant cette satisfaction, si pleine et si élégant , ne lui suffit

1.

Pag.: 235.

�H. PESE X-RICHARD

FELIPE TR1GO

pas : il veut avoir, par expérience, si la di,·ine effigie e_st c_ap_ablc
de s'animer et de palpiter sous ses caresses et, c tte fo1s-c1, 11 se
heu11e à un refus qui le surprend plus que nous.
El uran simpltlico est le obriquet appliqué, comme de juste,
à un médecin, le populaire .Gabriel Torres, l'enfant gâté de sa
petite ville natale, \ illale6n, où il revient •~tablir après ~voir terminé ses études à Cadix. Toute la population se rend a la gare
pour I rece,·oir et personne ne prête la moindre atte_ntion à un
pauvre diable d'écrivain, Alfredo Gil, qui part à Ma~nd avec des
illusions et une valise . Bientôt Gabriel est le mé&lt;lecm à la mode,
mais es succès amoureux dépassent de beaucoup se succès médicaux car sa science est courte et ses maladresses fréquentes. on
étoil; ne tarde pas à pâlir ; il quitte Villaleon pour Madrid 0ù
l'attendent, croit-il, de haut s destinées. L'exemple d'Alfredo
Gil, aujourd'hui écrivain célèbre et riche, lui fait abandonner la
médecine pour la littérature. Cet attrait particulier, c~tte ~é_duction personnelle qui lui avaient valu son surnom, lui facilitent
des relations de toute sorte, mais on ne vit pas de bonnes
paroles : « cl gran simpatico » 'aperçoit bientôt que, sans l'argent, les dons naturels ne comptent guère. Les femmes les p_lu~
convoitées, les plus belles maitresses ne sont pas p~ur 1 _JOh
garçon qu'il est toujours, mais pour le malin~re et d1sgrac1eux
Alfredo Gil. C'est pourquoi, aigri et désabusé, 11 reprend le chemin de Villalc6n en maudi.san t son inutile beauté.
Quelle e t, au ju te, la signification de cene ~ouvelle ~ss~z
banale et qui ne vaut que par la facture t par de piquants deta1ls
de mœur ? On pourrait croire d'abord que c'est une contrepartie une réplique à cette autre : Adt111ils del frac, anal ·sée ~l~s
haut. t Triao viendrait-il donc à récipiscence ? Adruettra1t-il
que le mal n':st pas toujours triomphant? J'ai bi~n peur qu~il
n'en soit rien : peut-t'tre Gabriel Torres échoue-t-tl dans la vie
simplement parce qu'il n'a pas 1'rs10111ac, le cyni me de José de
an Jo é.
Malgré la hardiesse et l' xcentricité de quelques-unes d'entre

elle , c s œuvres légères se laissent lire avec un intfrêt amu é et
i~dulg~nt- Le , style nerv_eu.x,, la composition rigoureuse, la
d1al ct1que serree de M. Tngo n y ont pas gâtés par les longueurs
et le ~on de prédication de ses romans en général et par les
obscurités, les égan:ments, l'exaltation maniaque de ceux qui
nous restent à étudier.

~1: Trigo, nous ne l'ignorons pas, subtil casuiste et parfait
log1c1en, ne peut manquer d'être un polémiste redoutable. La
plaidoirie prononcée par lui sous forme de conférence ,\ !'Athénée de Madrid ( r7 février r907) est marquée d'une habileté d'argumentation et d'une force persua iv capable· d'influencer les
juges les plus impartiaux. e retenons, pour le moment, que·
1~ passage.où il se_lavedu reproche d'obs urîté: et d'abord, peut-on
dire que I obscurité soit un défaut ? « La novela moderna no es de
ideassino de emociones , por lo tan toes un supremoarte del novelista
~se ~e sa~cr escamotearlc al lector, cuando le conviene, la plena
rnte!tgencia de sus emociones : le hasta rozarle con ellas el pens:tm1ento, mantenér clas en la penumbra de la subconci ncia
co010 las ha tenido él ». Et il produit au débat un passage de
M. Andrés Gonzalez Blanco, critique distingué et auteur du prologue de La Allfsi111a, qui, lui aussi, éprouve le besoin de vanter,
en termes très limpides, l'ob curité. Cela nous prouve d'abord
que La Allisima n'est pas claire et au si que l'obscurité ne saurait s~ déf~ndre
curément. Mais si le roman moderne supporte
fort btcn I obscumé, comme il est, avant tout, affaire d'émotion
de sensibilité, il ne supporte pas la critique, affaire de raisonne~
donc d'intelligence. eule, la critique explicath-e ou interP•:ctatt\'e a quelque rai. on d'être.
ous era-r-il permis de
&lt;lcplorcr que 1. Trigo lui ait fait, même sous cette forme
iooffen ive, la t:iche si dure ? . ans doute, les héros qu'il va
nous présenter, s ·mbolisant l'homme futur n peuvent-ils parler

o?

m:nt,_

REVl"F. 11/SPANIQl"B. C

�H. PESEUX-RICHARD
FELIPE TlUGO

la lang-ue de notre temps ? Don Quichotte, lui non plus, ne
parlait... pas la langue du sien : seulement celle q~ù_l parl~it était
celle du passé et si les muletiers et les filles de Joie_ ne 1~ntendaient pas, nous, nous l'entendons parfaitemen:; mars _q~1. non~
donnera la clef de cette syntaxe futuriste ? Qui nous 1mttera a
ces formules sibyllines ? Il va de soi que, lorsqu'on a, comme ces
représentants de la religion de demain, un pied sur !'Olympe et
l'autre sur le Golgotha, les nuées vous dérobent aux_ yeux . des
simples mortels ; encore faut-il que les paroles sacrées ne s01:t~t
pas toutes perdues pour nous. On comprendra donc
legitimes appréhensions au moment d'en proposer une vers10n, sans
doute bien incomplète et bien inexacte.
Selon l'ordre des dates, Alma en los labios, composé de r903 à
I 90), est le troisième ouvrage de M.Trigo; logique1:1ent il ~urait dû
· venir beaucoup plus tard, ' après La Altïsima et 1mméd1atement
avant l'œuvre définitive qui nousestannoncéeetqui doit nous mo_ntrer le couple humain arrivé au terme de son évolution, l'o~gelzca
farfalla ayant dépouillé, ainsi qu'un haillon, sa cb1?·sahde de
préjugés et de laideurs. Alma en los labios et La Alllstm~ représentent-ils deux étapes de cette métempsychose? Peut-etre. Le
premier ne nous donne-t--il pas un couple déjà libéré mais e1:core
entouré d'esclaves? C'est possible. Le second ne nous met-11 pas
en présence d'une néophyte de la nouvelle cro~-a~c~ ~ui ~'a pas
pu aller jusqu'au bout des épreuves cruelles de l 1mtrnt1011 . Tout

?os

1. M. Trigo lui-même nous confirme dans cette impression par ce passag:
de La .Altisi111a allusif à Alma en los labios qu'il appelle S(tlvala. (Plus tard ll
fera dans Las Posadas del a111or allusion à La Altisima qu'il appellera Perdid,1) .
Le roman de Sal·L'Ola est, dit-il, « mi primera afirmaci6n, dcspués ~e las
negacioncs; y por tanto, anaa6nica a la inY~rsa, en orden al P?n'c'.11r. El
11",in ·ito de la mojer n1às pcrfc~ta actu:i_l ;\ la sonada, Bella, noble, mtehg1:ote,
libre, Salva/a por 1,m hombre libre, noble, ioteligente:.
La soùada, la perfecta, vendra después, eu proyecc1on en lo futuro. &gt;&gt; (La
.4Jtisi1mi, 1• édition, p. 139).

nous porte à le croire : pourtant, à moins d'être un adepte des
sciences occultes, il est difficile de rien affirmer.

Et d'abo(d il ne faudrait pas, comme de juste, prendre à la
lettce cet Almt!. en los labios. L'âme, pour M. Trigo, c'est la ·chair
spiritualisée - il· dirait volontiers en renversant les termes ({ Et
caro verbum facta est », - c'est cette sorte d'irradiation de la
matière enveloppant, comme d'un halo, le corps humain, disons
mieux, le corps de la femme, disons mieux. encore le corps de la
femme jeune et bien faite. Quand il nous dit que telle ou telle de
ses héroïnes est vêtue d'âme, c'est qu'elle ne nous cache rien,
mais c'est aussi qu'elle n'a rien à nous cachel'. Car, par une
louable précaution, M. Trigo&gt; comme M. Pierre Louys dans Le
Roi Pat1Sole, laisse leurs vêtements aux femmes mûres: si elles
ont une âme nous n'en savons rien, et c'est fort heureux pour
nous. Ce mot d'alma a en soi une venu singulière, une sorte de
pouvoir d'itlcantation. Parfois, dans les moments pathétiques,
l'auteur lui fait les honneurs de l'alinéa et le lance, tout seul,
comme uoe formtùe déprécatoire, comme un appel aux puissances mystérieuses.. Et ce détail peut donner une idée du ton de
l'œuvre auquel nous préparait d'ailleui:s la dédicace adressée à
!'écrivain italien Jolanda et quis~ termine par l'envoi suivant:
(&lt; Ebrio ... ebrio ? alzo el jarro, vierto vida y se la brio do en una copa.
El jarro (plâceme) es tosco, foerte, de cobre.
La œpa de cristal de alma.
La. vida pura ».

L'amateur d'âmes, Daria, un ingénieur ch:Lrgé de fa sons-direction d'une fonderie&gt; a pour maîtress Sira, femme d\m certain
âge pour laquelle il n'éprouve plus que de la tiédeur, mais qu'il
garde faute de mieux. L1 fille de Sim, Gabriela, en plei-ne jeunesse et en pleine beauté, se plaît à de-\·iser avee: lui&gt; intriguée
par ses allures mystérieuses et ses disl'.onrs hermétiques. Le plus
souvent elle ne le compzend pas - nous non plus - c'est pourquoi ell s'épre11d secrètement de ce beau ténéb:ueux:. L~ de SQO

�368

H. PESE X-RICHARD

côté , met un peu plus de formes, car il est le type de ces urhomrnes, de ces héros, de ces dieux chers à M. Trigo, et le plus
souvent insupportables à se I cteurs, mais, dès le &lt;lébut, nous
entons bien qu'il est pris. Et il va de soi que c ~ amou_r ne
suivra pa les étape prévues de nos an;~un\_sublunaire . Hiérophante de rites futurs, Daria prétend vet1r dame (~appelons-nous
ce que cela signifie) sa docile élève; il veut _la guénr du ma~ honteux de ]'hypocrisie, il veut lui en eigner l'impudeur magnifique
qui éteint toute ardeur démesurée excepté celle du beau_ et du
vrai. Jusqu'alor. il ne la touchera pas: L1 pauvre Gabriela se
prête le mieux qu'elle peut à ce des~em ; c~pendan_t il l~i en
coûte terriblement de quitter ses derniers voiles, maJS Dano est
inexorable et, pour boire son âme sur es lè:res, il_ atte~d qu~,
statue animée et divinement nue, elle se soit décidé. a Yemr
d'elle-même les lui offrir. Après quoi, comme un vulgaire bourgeois de l'ère présente, il convole a,·e~ elle en_ justes noces. C ttc
fonnalité ad ailleurs ici une signification spéciale: elle permettra
à M. Trigo de outenir sa théorie, vieille en maint pays, _n~uve
en Espagne, sur l'indépen&lt;lanc~ c?mplète ?es. deux coniornts,
chacun deYant gagner sa vie et JOU1r de droits egaux ; elle donnera une saveur particulièr à d'autres théories plus étrange et
plu inquiétantes. Lais ons la parole à Dario: « i !. .. habria. querido que otros brazos te abrazasen ... qu_e te hicie~c1~ conocer el
desenga 1io ... j tan cierto estoy de tu d1cha ~n m1 :n~upe~ablc:
e culrnra in up rada! » Puis il lui d mande s1 elle 11 a Jamais étc
as ez curieu e pour comparer la désillusion d la ,·olupté (a,· c un
autre) aux félicités que lui seul peut lui procurer~ Er_com~e elle
répond négativement, il lui dédar que, de son c~té, il a fait cette
expérience, mais il obtient d'elle l'aveu que, smon de fatt, ~u
moins d'intention ou m~me dans l'inconscience des rêves, elle na,
pas plu qu'une autre femme, n:~s i à se gar~er, pur , c'est po~rquoi il ne faut attacher aucunt! importance a l uvr de chair,
quand la communion des corps n'est pas accompagnée de_ ce~le
des âmes. Gabriela e laisse convaincr et, dans un voyage a 11~-

FELIPE TRIGO

bonne, un ,·oisin d'hôtel, colos e blond, anglais ou allemand, lui
prouve l'excellence de ce précepte, la laissant écœurée, mais
a souvie. Citons - car il faut bien donner un exemple de l'érotisme de M. Trigo - ce passage singulier:
Libre su alma, para mas horror, habîa estado contcmplando desde eocima
de los dos el grupo :igitJdo y discorde y lamentable de carnes lujuriosas de un bajo afân en horrible lentitud crecicnte y otro bajo afan colm:ido hasta
IJ sadcdad en brcvlsima explosi6n de nérvios trocada en asco ... Un :isco intolerahlc, iofinito I f y no otra revelaci6n para su alma de curiosa ! - « Allons,
TTU chere, tu te las es, tu t'endom1es 1 » Despenaba al latiga1.o, como una
ycgu.1 cansada de trotar, daba la boca y los ojos al hombre que se los queri:i é
imponlase con ira y odio su obedieocia eo la sariuda expiaci6n de su torp!!za ... Y bajo la repulsi6n, bajo el asco, bajo cl suplicio de aquclla poscsiôn
miserablc, etemiz:ida y okidada en la propia inmensidad de angu~tia y Je
fa1ig;1 : « Yi1c, ma chère! 1 plus vite 1 » - le oy6 y IU\'O aun 1a sorprcsa de
adrertir que la scnsibilidad de su carne resurgb en no imponaba cual profundidad de las cotrarias mas profuodas, que revivla, que cr cia ... que exci1aba. e
é invadfala oue\·amt:Gte tod.t entera... que estallaba por ultimo ca nueva
tormcnta de gozo mas honda y larga, como arr:1ncada mas honda, cu:indo
el " principe » 6 el amante 6 el demonio 6 lo que aquello fuese, aplas1:lbala
tambiéo rugil.!ndola en suspiros 6 de:smavos de la boca como un toro. Y
poco después ... nada. Ella, de cspaldas, libre, con 1al calma de ignominia que
ni la sentla su alm:i. rota en su carne estremecida y pesante como un plomo ...
y él harto de elli junto ,\ la cama un momeoto ... march.\ndo e... volvieado
otr;1 ve1. para entregarla con no supo clla qué frases, no supo gué cosa que
acept6 inerte ...
Y su mano, ahora, calda por la colcha, entre Ios dedos consen·aba el ancho
pape! sua,·e como un billetc de &amp;nco ...
Y se durmi6, inm6vil, de cspaldas, hundiéodose, hundiéndo e en la rranquilidad de estupidez - huudiéndosc para siempre de Darlo y de su hija y de 1
misnu co el mar abierto de vergüenza y de ignomini:t ... con aquel graso pape!
enrre los dedos que cra su paga y su tltulo expedido de ramera.

Ce premier pas franchi, Gabriela a terminé, pour ainsi dire,
son noYiciat. Elle ne se fera plus scrupule désormais, à l'in. tar de
son initiateur et quand l'absence de celui-ci e prolon"e, d'accepter, :\ titre d'exutoire, les contacts nécessaires. Cc faisant, el! ne
le trompe pas, car on ne trompe pas un dieu. Daria, &lt;le son côté,

�fi. PESE 'X-RICHARD

1•

e com·ainc à I usage, qu'aucune mortelle ne vaut Gabriela ; il
adore ses enfant dont il n\:st pas sûr d'~tre le p~re cr le roman
se termio par une sorte d'ascension allégoriq_ue ot'.1 le coupl.e
futur dan la nacelle d'un ballon, contemple J en-haut nos p1.:t1te e' &lt;l'en-bas et s'élève, dans l'azur, au-dessus de notre boue.
• ous avons remarqué que La Altfsi111a aurait dû précéder Alma
en los labios, le premier de c s romans étant l'histoire &lt;l~u'.1e, martyre et l'autre celui d'un rédemption. i nous ~,-ons smv1 l ordre
Je l'aureur, qui n'est pas, il le dit lui-même ( voir la note _page 92)
l'ordre naturel, c'est que c'est une étrangeté tle ~lus a. ~e, pas
négliger en si étrange mati· re. En effet,_ nous ar~1vons 1c1 a la
manifestation la plus morbide d'une ma111c contrariée. Le romancier, piqu&lt;: au , if par la critique, s'est ans doute laissé égarer ~ar
l'ardeur de se convictions; loin de faire amende honorable, il a
forcé la dose et compromis toute son œuvre. Car La Altfsima
tient dans cette œuvre, une place beaucoup plus large que, par
exen~ple, El eswltor de su alma dans celle d'Angd G~nivet. C
dram , incoh rem et absolument inintelligible, t à pem connu
des admirateur de ce maitre écrivain, tandis que pour beaucoup, La Altisi111a, c'est M. Trigo tout entier. Inutile de dire
que nous ne $Omrnes pas de ceux-là; mais nous. éprouvons un
0 soin de compréhension d'autant plus t ·ranntque que nous
avons une plu haute idée de l'aut ur. Et alor , à fore de nous
creu er la tête, il arrive un moment où nous croyons comprendre,
mais aussitôt nous voudrions bien n'avofr pas compris et nous
tenons à consulter l'opinion d s autres, tout en redoutant qu'~lle
corrobore la nôtre ou quelle lui donn1.. une forme trop préc1 c.
« Dé équilibre éroriqu » dit M. Marcel Robin ' dans le Mermre
dt France: &lt;&lt; cernau détraqué », dit Fray Candi! dans 11n·o
M1111do · soit, mais seulement par intermittence, car, nous l'avons
1• 11 est juste de citer le passage en entier : « Cert:i.ios m~me ont pu ~e
laisser prendre de bonne foi au déséquilibr.: érotique d'un nouvcllbte parfois
si séJuis.mt psychologue Felipe Trigo. » Jfrrrnre dr Fra11re, no 299, P· 56, ·

FELIPE TRIGO

37 1

remarqué maintes fois, nul n'a l'e prit plus clair, le raisonnement
mieux ordonné que L Tri o qn:10d il le veut. La Altisima corn:sponJ sans doute :i une cris d neurasthénie qui lui a fiut
franchir les limites du sadique et de l'incongru, mais il faut jug r
plus largement l'auteur d Ln Clat•c .
La Altisima ( 1906-1907) met en scène ncore un écrivain,
Victor, adepte et propagateur des nou\·elles doctrin s sur l'amour,
plus compliqué encor et plus déroutant que Daria, car s'il e t
échauffé de la même furie de prosélytisme, il n'a pas l'autorité,
la puissance de conviction de on prédécesseur. C'est encore un
dieu, mai un dieu qui a de défaillances soulignées par un
orgueil monstruem. Et, par malheur, la néophyte que le destin
jt.:tte en pârur à son zèle cruel, n'a pas 1a force de résistance de
Gabriela: c'est un pauvre fille perdue, forcée par la nécessité
à se \'endre de loin en loin à quelque amant et modestement
entretenue par un vieillard. Victor l'a rencontrée au cimetière,
priant sur la tombe de son pcrc. Car, quoique pauvre, elle a tenu
à donner à l'auteur de e jours une honorable sépulture, quitte à
se vendre une fois &lt;le plus. Ce trait d amour filial enthousiasme
\ïctor, lequel, dans un accès d lyrism admiratif, lui décerne
ce titre d Altisima qui ne la quittera plus. Et qu'on ne s'étonne
pas de cette emphase, n apparence, peu justifiée; le métier
qu'.elle fait met au front d'Adria une auréole; être prêtress de
l'amour charnel ou de l'amour divin c'est tout un, puisque
l'Amour, dans sa plus haute acception, les comprend tous les
deux. Bien plus - d'autres onr somcnu cette théorie• - nulle
fcmm n'est, aut1nt que la prostitué , à même de ressentir
l'amour &lt;lé~gé de tout alliage impur. C'est un sentiment de cc
genre que Victor ne tarde pas à inspirer à son amante. Adria
• révèle une délicatesse, une fraicheur de pensées ignorées de bien

1. On peut en lirr. un cxpo é, cilégamment suggestif, page 212 du livre de
f. Camille Mauclair : De l'amour physique. (Pari , Ollcadorfl),

�H. PESEUX-RICHARD

FELIPE TRIGO

des femmes honnêtes. Mais nous connais ons maintenant le
dogme de l'amour nouveau: l'aimée doit être prête à faire
l'offrande de son corps à d'autres qu'à l'élu. Er alors voici que se
dessine la thèse paradoxale du roman : cc qu'une femme intelligente, instruite, capable de traiter d'égal à égal avec l'homme de
son choix, peut comprendre et accepter, une fille ne saura jamais
l'admettre, quand l'amour (ancien style) lui aura &lt;&lt; refait une
Yirginité ». Je vous donne d'ailleurs cette interprétation pour ce
qu'elle vaut; je puis me méprendre entièrement sur la doctrine
ésotérique dissimulée sous la prose étrange de La Altlsima.
D'ailleurs, à partir d'ici, je déclare, sans ambages, que je m· •
perds. , ictor aime-t-il Adria ? 'il l'aime, pourquoi l'abreuve+il
d'avanies et d'amertumes? Et surtout pourquoi est-il jaloux?
S'il ne l'aime pas, pourquoi s'obsrine-t-il à vouloir l'instruire et
la sauver? Pourquoi exige+il de tels sacrifices de son amour?
Lorsque Adria, pour le lui prouver pleinement, coupe sa magnifique chevelure, pourquoi doute-t-il encore? Une explication
s'impose: Victor e t fou ; mais non, il n'est pas fou puisque nous
le retrouvons dans Las Posadas del amor où il pontifie de plus
belle. Tout cela st si incohérent, si énorme qu'on pous e presque
un soupir de soulagement quand on apprend qu Adria est devenue folle: c'est la seule chose logique du roman.
Les ouvrages parus depuis La Altisi111a contiennent de fréquentes allusions à ce livre bizarre. L'auteur a bien senti qu'on
ne l'avait pas compris: il cherche à s'expliquer, mais comment
expliquer l'inexplicable? Voici le pas age qui nous a paru le plu
significatif'.
Victor s'adresse à une religieuse :

!ocura, y dcspués la muerte, son un,1 fonna de unica salvaci6n sobre la
mf.imi.i; Y :\ su Jivina locura, 1:10 divina que la hizo morir besando :1 mi alma
y a Santa 1 cresa de Jesus, lleg6 por el tormeato. Usted, hem1ana, conoce
a~o del ~orn1~nto_ cspiritual que purifica. Ese la infligl. En un libco casi santo
de1e su h1Mona. S1 no fuesc de otro culto el libro mlo, ,·o le dirla : hermana,
léalo usted ; le ;,use por titulo La t.rrtls,1 y es excelso. ·

372

- "Hermana - dijo Victor - muy ccrca de aqul, en Tur, conmigo una
infeliz vivi6 loca y muri6 Joca. Elb, dur:tnte muchos ano , se oy6 llamar L:l
ptrdida, por las gentes. Yo ... la upc enloquecer para llamarla exals11. La

1.

Las Pos.idas d~lamor, p. 53·

3ï3

, A:ant de quitter la Altfsima et, à titre de compensation pour
I avoir un peu escamotée, empruntons-lui deux citations.
D'abord une scène scatologique :
Se arm6 1umulto entre las cu:mo rn:1re1·,1s agolpadas al rmc
· 6 n... A un
mm:rd~ respond!a ua guanrazo, a un pelllzco un:1 coz, con un muslo blanco
por el ,ure ... quc~ba una bajo los dem:ls sobre t!I divan, y ellos se empciiaron
en rcgarle manzanilla entre las picrnas ... Un estudiante sac6 ires araiiJzos en
l.1 barha, o_tro tres pclos de obaco arrancado con sus dedos... y pue~to que
las compancras de la otra la defcndlan dcnodadamente, otro de los lucliadorcs,
del csfut:rzo 6 de una patada en el vientre, ,·0111it6 sobre la tcndid:1 v maniliesta · ibao :1. obligarle â que se lo \'Olviese a tra"ar, lamiéndolo 1 'et rcrepuerco 1

Puis un tableau d'un réalisme brutal et répugnant. C'est à
I Ecole de médecine : un homme chante la sérénade de Faust en
préparant des crânes :
~uerou emo?ces lo5 dos, Victor y Adria, hacia un vcntanal que d.iba â un
pa110, d~ndc v1ero~ un hombre ... Fueron de la mano, de puatillas, él delante,
con el m1edo eictrano de la emoci6n exmuïa y con el ansia tal vcz de no
acallar al cantante. Sobre una hoguera acab:il!aba un soporte, del cual pcodia
uoa caldcra, dondc hervlan cabezas ... ; las cab z.is, subicodo y baj.,ndo, asomaban en su danza del hcn.-or el pelo, l:i nariz, J;i frente ... v el hombre, en
blusa hasta los pit:S, la rcmovla con ua,1 pala.
'

Las Posadas del amor, ce sont, d'une part, les ccuvenrs, asiles
de l'amour divin et, d'autre part, les maisons &lt;l'illusion où
l'amour revêt la forme de l'amour païen. De la fusion des uns
et des_ autres « rai vez hubiera de surgir la integra mujer de
una uerra de la gloria ». Victor, le protagoniste de La Altisimn
après la mort d'Adria, a épousé une malheureuse dont il a adopté

�374

H. PF.SEUX-RlCllARD

ln fille. Celle-ci, Clotilde, élevée dan un couvent, tombe malade ;
lt:s religieuses pré, iennent le père; il accourt à son chcv t, précédé d'une réputati n &lt;l homm dis olu et débauché qui met en
émoi cout s I nonnes. La sœur , 'ievc , garde-maladt.: de Clotild1.:, obligée de subir sa compagnie, éprouve une ainte
horreur, bi ntôt muée en un sentiment d'affectueuse pitié puis
d'intérêt presque coupable. Et Victor regagne mélancoliquement
l'hôtel où il vit avec des femmes galantes philo opbaot sur les
deux destinées amour uses de la nonne et de la prostituée, dont
le hasard décide le plus souvent.

•••
Nous cro ·ons a,·oir suffisamment indiqué, au cours de ces
analyse , 11.:s tendances et la signification de chacune des œuvres
de M. Trigo. D'autre part, la synthèse en a été réalisée par luimême dans les deux. livre par lt:squels nous ayons comm ncé
c~ttc étude. L'impr ssion ° · néralc qui c d ' 0 age est celle de la
profonde miscre, des lamentables iniquités du monde actu l,
impres ion de pitié mêlée d'indignation et de dégot)t. L'aut ur
nous prom~ne à travers les ilotes ivres pour que soit plus grand
le contraste Je l homme futur qu'il nou prépare. En attendant
que celui-ci soit arrivé au terme de son évolution il nous n
donne un avant-goût, il nous en présente une ébauche dans la
plupart de s s protagonistes et vraiment on e d mande comment
il s'y s rait pris s'il avait ,·oulu nous le faire pr ndre en horreur.
En effi t, ses héros sont d autant plus insupportables qu ils
s'écartent davantage de la con eption courante. Luciano Julio,
Esteban, Daria et surtout l'in trahie 'i, ictor aspirent à cette forme
élargie de l'amour qui doit sauver le mond mais leur altruisme
s'allie trop vi iblement à une morgue déplaisante, à un susceptibilité toujours en éveil. Ces autoritair s pcuv nt être prêts à
conférer à la femme des droits égaux en lui déléguant une partie
de leur autorité, mais comme on sent qu'ils s'insurgeraient contre

FELIPE TRIGO

375

toute tentatiœ &lt;l'émancipation œnant &lt;le la femme elle-même! Il
y a Li, sans doute comme nous l'a,·ons déj~ remarqué une
inAucnct ethnique. On a reproché à L Trigo d'avoir cn:é des
entités mttaph siques plutôt que des hommes de chair et d'os
d'avoir placé ses romans sur des scène imaofoaircs de s'ètre
• J
b
conhné ans l'abstrait. ulle observation n'est, à mon avis, moins
fondée : c'est justement parce que ses protagoni tes appartiennent
à une race, qu'ils sont faux et choquanrs, et surtout parce que la
race à laquelle ils appartiennent, présente moins qu tout autre
ce type moyen d'humanité nécessaire à la aénéralisation. Son
originalité, précieuse à d'autres points d :ue, devient ici un
grave défaut. i. Trigo a eu beau réchauffer es êtres exceptionnels au feu de se généreuses conceptions et de ses vaste idéaux
il n'a pu les dépouiller de ce qui tient au terroir. Par contre:
les pcrs_onnages moins ambitieux, les seconds rôles sans portl'.:e
y~bohque, év~oluant dans leur milieu et ne cherchant pas à en
sornr, sont plems de vérité et d'inrérêt. Mais il est toute une catégorie &lt;l êtres auxquels il a attaché un charme de pitié et de tendresse ; ce sont les femmes ; même les plus insignifiantes, même
les plus coupables ne nous lai sent pas insen ibles. ucune n'est
vraiment haïs able. Il voit en ell s surtout des victime : leur
duplicité, leurs roueries lui apparaissent comme des ressources
dé espérées contre la loi d'airain qui le opprime. Les types n' n
ont guère ,·ariés: on retrouve à chaque instant de vieilles connais a~ces ous _des, noms différents. Leur vie intérieure est peu
compliquée, mais l auteur la met en pleine lumière. Qu'on ne
'attende pas à des nuances rares ou à des vues profondes : comment descendre profondément dans l'âme d'un sujet qui manque
de profondeur ? ous n'avons pas ici les complications des
héroïnes 1:orvégienne ou danoises : bornons-nou à dir que la
psychologie _de la. femme espagnole, au si intéressante malgré
tout et aussi malaisée que d'autres n'a sans doute jamais préoccupé aucun écrivain autant que M. Trigo. C'est dan la transformation &lt;l la mentalité de cette femme qu'il voit la clef d'une
J

�H. PE EUX-RICHARD

FELJPE TRIGO

situation plus tolérable, d'une vie moins mensong~re et plus
larg : tous ses écrits tendent, en somme, à cet objet.
En effet, les mœurs, au-delà de Pyrénées, rcvêrent en ce qui
concerne les femmes, une apparence de dignité et &lt;le rigueur qui
peut donner le change : tenue décente, démarche exempte de
prorncation, jamais un baiser échangé avec un homme dans la
rue, les jupes modestement baissées sur la cheville; à les voir on
songe involontain.:ment qu'elles sont bien le petites-filles de
celles dont parle ladame d'Aulnoy qui pour rien au monde,
n'auraient montré leur pied et dont Alfred de Mu et n'aurait
pas pu dire:
Madame allèguera qu'elle monte en berline,

car leur berline avait une double porte permettant de descendre
sans s'exposer à ofrrir à la curiosité des passants même le bout
du souli r. Ces habitude de réserve, cette obéissance passive au
qu'en dira-t-on doiyent être connues si l'on veut juger à leur
juste valeur certains traits fréquemment reproduits par M. Trigo.
Ain i, quand un lecteur non spagnol voit ses héroïnes émancipées fumer des cigarettes égyptiennes, ou, dans l'abandon
d'une pose fumilièr , mettre une jambe sur l'autre et laisser
aperce,·oir le bas du mollet, il n'attache pas à ces détails l'importance qu'ils ont réellement. A Paris, par xemple, ces choses-là
n'attirent guère l'attention et se voient journellement à la terrasse de certains cafés; en Espagne, cela est beaucoup plus grave
même dans l'intimité, à moins, bien entendu, qu'il ne s'auisse de
filles . Il ne faudrait pas conclure, pour autant, à la pureté des
mœurs : au contraire, et, quelque paradoxal que cela paraisse, cette
réserve s'impose justement parce qu'en aucun pays les paroles
ne sont aussi osées, les désirs de l'homme ne s'expriment aussi
brutalement qu'en Espagne. Une femme, jeune et jolie, ne peut
sortir seule - et même accompagnée - dans la rue ans être bien
vire criblée de flores dont la plupart sont des fleurs du mal. Il ne
faut donc pas donner le moindre prétexte à ces apostrophes où

377

la crudi~é de l'expression dépas e toute imagination' . La lubricité
de cerrams hommes a pour corollaire obligé la prudence et la
retenue des femmes. On serait donc loin de compte si on jugeait
u~ la façade une société ainsi faite. Dans peu de pays, les com·ersat10ns sont aussi libres qu'en Espagne, nulle part les termes n' ,
. on~ aussi ~eu déguisés; le nom &lt;les attributs sexuels y serr d'inter1ect1oos qu on s'étonne de trouver parfois dans certaines bouches
mais _aussi dans peu de pays la licence se dissimule aux yeux no~
avertis sous un manteau plus épais d'honorabilité. C'est sans
doute cette contradiction entre l'appârence et la réalité cette
pu~ibonderie sans vraie pudeur, cette peur du scandale q'ui ont
e~cHé la verre de M. Trigo. A la suite d'un auteur qu'il a certameme~t lu, M. Max ordau, il s'est attaqué aux mensonaes
co_ment10nnels &lt;le notre civilisation, et comme ces mensong s
!UJ ont ~aru plus conventionnels encore dans son pa 'S qu'ailleurs,
~l réacr1 avec trop de violence, il est allé trop loin. 'appliquant
a I Es~agne, ses rêves &lt;l'avenir semblent d'autant plus fabuleux
e~ ch1mé:iq~es. 'il a\·ait vécu en Ft;mœ, il est possible qu'il
n eût pas ecnt ses romans ou du moins il leur aurait donné une
forme moins outrancière. Aussi bien, un orand nombre de ses
th~ories particulières ont été discutées, chez r~ous et ailleurs, avant
lui et après lui, sans soulever de prote rations. Quelques-unes
Je réfon~cs qu'il préconise sont depuis longtemps appliquées
dans certains pays neufs; le malheur est que l'éloignement du
but, éta~t dom,_é l'ér~t social de s~ patrie, l'a engagé à vouloir
tout ou nen et a courir tout de su1te aux extrêmes.

7

•
••
. 1. T:ig~ est dur pour la critique; nous avons vu qu'il ne lui
reconnaissait pas le droit de s'attaqu r au roman moderne, œuwc
1. i i no: me trompe, un d.:crct
réprimer ceL abus.

J.

été promulgue dt:rniérem&lt;:nt pour

�,.

H. PESEUX-RICHARD

,ELIPE TRIGO

d'émotion sur laquelle l'intelligence n'a pas de prise. Pourtant, il
dit ailleurs que le roman moderne est, ayant tout, scientifique,
ce qui s'accorde mal ensemble et donne à la critique un rôle de
premier ordre. Et puis, qu'est-ce à dire quand il nous parle de
roman émotionnel : nous ntendons bien que !'écrivain reçoit
directement le choc de l'émotion produite par un phénomène
réd ou évoqué par son imagination, mais nous, qui n'avons,
pour tout agent émotif, que le blanc et le noir des pages d'imprimerie, il nous faut bien, avant d'être émus, lire et comprendre.
D'ailleurs r cevrions-nous l'émotion sans aucun intermédiaire,
cela ne nous empêcherait pas, comme à l'audition d'un morceau
de musique, comme à la vue d'un tableau, de formuler un jugement : la critique d'art est encore de la critique. Mais ce n'est
pas ici le lieu de reprendre cette question rebattue, non plus que
cette autre du peu d'importance qu'a, pour un écrivain, la torme
dans ses écrits, de l'inutilité de l'art et autres fariboles au jourd'bui
fort en honneur chez les romanciers de la Vie et qui nous
apportent encore un écho de M. Baroja. Nous avons vu, à propos
de la théorie de l'hérédité, avec quelle aisance M. Trigo écarte
ce qui le gêne; il est plus facile de . nier l'art que d'être un
artiste ; quant à la critique, elle ne se laisse pas aussi cavalièrement exécuter. Suivons-la, guidés par l'auteur, et reprenons,
comme nous l'avions annoncé, la quatrième et dernière partie
du livre &lt;&lt; El amor en la vida y en los libros ».
Nous avons signalé, en passant, les escarmouches de M. Trigo
avec les intellectuels. M. de Unamuno, son amigo-e11emigo comme il l'appelle en se servant d'une formule qui sent son
futuriste - le préoccupe à tel point que, non content de polémiquer avec lui, il l'introduit dans ses romans. Le sabio dont il
est question à la p:ige 139 de La Altfsh11a se reconnaît ai é111cnt.
C'est qu'il n peut y avoir, entre deux hommes, plu. complète
incompatibilité: M. de Unamuno est non seulement un intellectuel mais un mystique; est aus i un démolisseur, un nihiliste
qui se préoccupe peu de rebâtir. Ce que nous avons dit de

M. Trigo nous dispensera de marquer l'antith se. M. de Unamuno, quoique Basque, reste dans la tradition purement castillane définie par lui dans son livre : En torn.o al cnsticismo.
Voyons ce qu'il dit de l'amour castiz.o (pp. 129-r30):

379

Emre esta mujer y su hombre los amorcs son naturalcs, con pocos intrinc:unkntos cr6ticos. ucstra castiza Jfrica a1uorosa sera ~util mas poco efusiva,
y raros en nucstrn fücratura los accutos de pasi6u de amor absorbente v puro
de otro sentimiento.
'
No es_ el_ amor ardicnte y atormentado de Abelardo, ni el refinado, aunque
algo art1fic10s0 de los trovadores pro,·enzales... N1 el g:ùlego Macias cl
enamorado, ni el 1·alèucîaoo Auslas March son aimas c:1stcllau:1s.

Remarquons à ce sujet que les termes même font défaut en
c~stillan pour peindre certaines nuances mélancoliques et que
c est également aux deux autres langues de la péninsule ( oa]icienportugais, catalan-valencien) qu'ont été empruntés les de~x mots
saudade et a,ïoran;_a si employés aujourd'hui par la jeune école
littéraire.
Plus loin il ajoute:
No es castiz;1 en fapJna l;i casuistica del adultcrio ni se ha elcvado a instituci6n â la amiga. Fuera del 111:1trimonio los amores son de oallo de Tenorio
y no de \Yerther.
"
'
. El. rc~lismo c..1stcllaoo es m.i.s seositivo que sensual, sin refinamiemos
m1agmauvos y con fondo casto. 1-Iuele :\ bodeg6n mâs que a lcnocioio y
cuando cac eo cxrrcmo, mâs tira, aw1 en la obscenidad a lo groscro que a lo

~W~mQ

'

En effet, ce que nous appelons la maîtresse n'existe guère en
Espagne, sauf dans les classes riches où c'est un ob1·er de luxe
d'
,
apparat, rarement d'amour, et dans la populace où c'est parfois
un objet
de rapport. Pour le reste, c'est bien l'amour de ôuallo
•
ment10nné plus haut, mais qui, entre parenthèses, ne s'accorde
guèn.' aYec le rcnlismo sensitivo co11 fonda rnslo.
Toute l'œuvre de M. Trigo est un commentaire ou· une
r~ponse à ces constatations. Les personnag s qu'il a pris sur le
vif sont bi n dans la tradition espagnole ceux qu'il a imaginés

�Il. PESEUX-RICHARD

ne s'en dégagent pas toujours et cep ndant lui-même semble y
échapper. La rudesse castillane fait place ch z lui à une sorte de
mrig11ice lusitanienne; sa commisér:ition pour la femme, la riche
gamme d s sentiments, l'ironie légère dont il a saupoudré quelques-unes de ses œu,·re , établiraient comme une parenté intellectuelle lointain mai visible avec certains romanciers portugais, Eça de Queiroz, par exemple.
Mais parenté n'implique pac; imitalion; M. Trigo n'imite personne, ou pour mieux dire, il imite tout le monde, ce qui revient
au même. Comment parler de plagiat en une matière aussi ancienne et aus,;i uni,·erselle que l'amour? Chaque idée, chaqu
nuance, chaque intention ont été noté s un nombre infini de
fois. Le seul écrivain que L Trigo plagie, c'est lui-même; je
veux dire qu'il se répète sans ménagement : nous avon noté la
monotonie de ses p rsonnages, que ne dirons-nous pas de certains
fragments de théori s reparaissant à point nommé comme une
ritournell ? Les écri\'aÎn à qui on a youlu le rattacher sont
nombreux: d'abord d'Annunzio. On ' a cité des passages de II
f11oca et du Trio11fo della morte donL il se serait inspiré, notamment l'an nec de la bien-aimée et &lt;&lt; las palpiraciones de la carne
desn uda y las intimas .:onfidencias de los sensualcs en el rcgazo de
una noche vernal. i&gt; Mais, comme le dit très bien M. Trigo, ce
sont là thèmes trop généraux pour qu'ils ne s'imposent pas à tout
romancier traitant de l'amour. 'il fallait citer toute les scènes
semblable décrites depuis le commencement des litt ratures, un
volume n'y suffirait pa . Des détails beaucoup plus typiques que
nous avons rel vés dans Il piacerc et dans plusieurs romans de
M. Trigo - les amants prenant le thé de la bouche l'un de
l'autre-, ne nous emblent même pas décisifs non plus que
cette petite faible:ise commune à l'tmet à l'autre écrivain d mettre
dan· la bouche de leurs personnage d s allusions, d s citation ,

1.

M. Baldomero Argente dan~ Il! Diari/1 U11it•mal.

FELIPE TRIGO

381

mire des éloges d'eux m •
d
M. Trigo d'autre part- neonu1es iu
leurs ouvrages antérieurs '.
s 1ourn1t une répo
,
.
romancier de la vie, il note di
.
nse pt.:remptoJre :
nunzio, au contraire ne "o·rrelcte~ent ~es impres ions; M. d'An'
' 1 a vie qu à t
l'
ne se précisent à ses reux ue
,
rs art : les objets
à tdle réalisation plastique qE conl1pares a tell~ toile de maître,
·
· t, ma gré tout dire
I d'
nunz10 reste complèreme té
. ' '
que . An·
.
n tranger a 1œuvre qui
serait ne pas donner tout . f: .
.
nous o cupe
a mt notre 1mpr ·
L'
1A Sed de amar n'imite pas 1 . d I . ss1011. auteur de
parfois.
c ui e l piacere, mais il l'évoque

?

:av

Les autres rapprochement
,
,
sant, Mirbeau P1"erre Lo quon a tentes avec Guy de Maupas'
uys etc so t
·
-1
similitude des sui·etstraités 'a ., _n auss~ stén es. eule, la
1a statue ,·ivante de A pr eb ou e certames épi Odes - c 1u1. de
tt a, par xemple
M p·
- éveille en nou
.
·
, pour • 1erre Lou vs
s certaines yague é · ·
J
noms qu'on
s r m101scences. Mais un des
a prononcés nou sembl
, c. 1
c'est celui de Fl b
'
e tour a 1a1t 1ors de cause .au ert. n séton 1 d l
et l'on s'étonne derechef I
i,
e e trouver en cette affaire
M. Trion que le se 1 .
ohrsqu on apprend de la bouche de
'
u i eproc e auq 11·1 '
,
songé à LA Dam
, C , . ' uc
s att nd1t était d'a,·oir
eaux amt!1as en écriva11t
. 1
' La alt'wma.
*

**
M. Tricro
a une ré putat1on
· solidement
·
b
étabr d'
.
rai. ~ ous nous sommes d ,. •
1·
ic auteur immoeia exp 19ué ·
·
·1
les moy ns jamais
·
a ce SU) t.
la fin justifie
'
moyens aussi scabreux n'auront été ju tifiés

1 · Sur ce point M T ·
, · ngo rend des points '.\ f d'
. .
_ne candeur qui désam,e, c'est bien vr .
' .
~ounz10 : il opère avec
cite Edmoado de A . .
]
aiment là cet • oruueil esp·1gnol
.
t " •
• m1c1s - ancé de si haut 'ï
"
.
- JC
cte · Certaines vanités J'aille
. . qu I vous passe par-dessus fa
«E
r
urs sont moms moffeos· . Q 1
n un ibro de Felipe Trigo habia leido
. , 1\1!S. ue ques exempll!s:
p. 310) D.1115 la Clave Jur,·o 11·r
1·
Gabnda ... » (Alma m lc,s lubios
s b
'
un J\'rc sur le soc· r
,
,
u stance et finit eu disant : " El t I J"b 1
. •~ i me, 1auteur en donne la
a I ro o cscnb16 Felipe T ·
(p
RE.VCE HISPANTl}.l'E. C
ngo )) . 320 /.
•s

u

�FELIPE TRIGO

H. PESEUX-RICHARD

par une fin aussi haute. eulement cette fin est si haute qu'on la
perd de vu . On a mf:me poussé la m:ilice ju qu'à considérer ce
prétendu correctif comme la feuille de vicrne qui souligne une
nudité. En tüut cas, cette intention moralisatrice est tout à fait
dans la tradition espagnole. Depuis les exemplos de D. Juan fanu l
jusqu'à Marcos de Obrcgon, Guz.nurn de Alfarache et les autres picaresques, on retrouve le goût pour cette forme littéraire du chastoienienl, cette préoccupation de comp n cr la vivacité de peintures
par la sainteté d l'intention. Bien espagnoksét7 alement ces scènes
naturalistes libéralement répandues un peu partout et qui nous
remémorent les effets du baume de Fierabras ou la brimade imposée à D. Pablos de égovie; mictions, sécrétions, e. crétion , etc.
M. Trigone nous faitgrâcede rien, il ne veut glorifier la chair qu'apr oousen avoir signifié les misères. Quantaux scènes érotiques,
elles ne dépassent pas en perversité tdles autres qu'on pourrait
signaler dans la Cllestine, les picaresques, les ~ouvelles &lt;le Maria
de Zayas ou même celles de Cervantes, sans parler des auteurs
contemporains. Mais la caractéristique de notre auteur, ce qui
con. titue contre lui la charge la plus grave, c'est, pourrait-on
dire, l'obsession libidineu e: il ne peut ou ne v ut parler d'autre
chose que de la bataille des sexes. C'est pourquoi, un écrivain,
responsable, lui aussi, de scènes très ri quées dan La Regeuta et
surtout dans S11 1111ico hijo, Leopoldo Alas, a pu lui appliquer cette
phrase un peu cruelle: &lt;c Felipe Trigo es un corruptor de menor ... · del idioma. » Le lecteur pourra juger par tout ce qui
précède i la première parri de cette appréciation est justifiée; il
nous reste à en contrôler la econde.

n imagine le mépris des romanciers de la Vie pour cett chose
inerte et vieillotte qu'est la grammaire. •e voulant rien conserver et tout réformer, ils ne voient pas l'utilité de cet agent conservat ur ; dédaigneux du pass~, ils n'ont que fair de ce lien

entre_ les g'·nération : chacun doit vivr sa vi
Ont-ils
son"'é
,
,:, que leu r i'd,ea l les mène to t d e.et , parler
I' . sa langue.
d expression de ces p upladcs fj . .
u_ roit a enu re lib né
" f:
a ncames ou le lang·
, b•
qua 1a antaisie évolue ave.
Il
. .
aga_e, no é1ssant
,
'
i..: une te e rapidité
1
o est plus .compris du petit-fils ?. Cela .
. .que e grand-père
toute possibilité de les 1·
oter:11t a nos descendants
ire - ce dont
d
.
,
cure
mais cela retarde .
.
, sans oure, ils n ont
.
rait Jusqu'à q 1 . fi . ?
non de cette vie nouvelle q . 1
• ' ue m ni • - la réalisa.
m eur tient tant
p
dtra-t-on
les
gr·•nds
e' . •
au cœur. ourtant,
'
..
cnvams C •r .
pas Yiolé allègrement la s •nt , . -;,c antes tout le premier, n'a-t-il
pas corrompre On
ad. e. ertcs, seulement violer n' st
·
compren que l'i é
.
,
pas le temps de se plier à
.
1;11P tuos1té dune idée n'ait
certarnes exigence d
I
.
p1accr une convention a rès r
. .
e sty e, mais remd'autr com·enrions a;bit:aircs o~t JUst1fi~e e_t vénérable, par
la lan!rue ellc-mê
' c eS t une inutile absurdité. Car
•
t&gt;
me e t un ensemble d
·
il faut se plier pour être
d
c ~onveotions auxquelles
1....
,
cnten u. f Tngo I' b"
.
prcvu I objection et s'en est défi d .
a tcn cnt1, il a
est qu'il s'est borné à cette dé I en. u edxpre ément. le ma_lbcur
c aratton
p· · L
.
créer. un style rr1ersonnel l' a egar
' é . sa forte nnc1pe.
e1· désir de se
. d"
au t nettement affir é
. .
m iv1 ua ité se serait
.
m c sans certaines b.
.
mcorrectioos le plu s·
•
,
izarrene
et certaines
1
·
mou 1er c est '1 1
comme tout le monde
d, l qui_ a a prétention de parler
quan ' c ,ez lui le
éd
yeux. n pasticheur habile, un Paul R b,
proc é saute aux
Ier espagnol, imiterait son t l . l e oux ou un Charles ful,
syea\:ec. aplusgr d r. ili.
coup d é rivains ont au déb
d
. an e ,ac té. Beau.
•
ut, a pté certain rb é
é
1
n g igences - appelons-les hardiesse . , es i ert s, certaines
sur ux l'attention, qui plu tard s'e: s:o1on ve~t - pour attirer
cette affectation d'emplo , r des for
. nt corngés. Et, en effet,
assez semblable aux défa~ts de r mes ~n~orrectes ou étranges est
ils sont tout petits c·esr
hp onoodciatton des enfants. Quand
.
'
un c arme e plus .
d
..
1eur faire
répéter certains
, on pren pla1s1r à
.
mots auxquels c ) d
nom1e cocasse ou gentil!
.
. e a onne une ph ·sio.
e, mais cc qut est d •1 h
de\'1ent
agaçant chez l'h
f.
. ro e c ez l'enfant
soit plus difficile ou plu::;e an. f. T ngo croit-il donc qu'il
'
gant, ou plus expressif, ou plus ca-

2

·a

�JI. PESE X-RICHARD
FELIPE
TRIGO
_______
__
_ _ _ _ _ _ 35

ractéristiquc d dire: ta/ qut, comme il le dit le plus souvent, que:
ta/ ci1mo, expre sion correcte et courante à laquelle il rcvi nt parfois? Trouve-t-il un charme particulier à telle forme verbale incorrecte (Del frlo t1l f11ego, p. 171): « Ci rto que en la cubierta e ta
la cimara del capitan... pero fum audacia invero imil buscarie al rayar el d1a », ou bien (A.si pagn el diablo, p. 185). et Emigrarla aca ·o antes de un afio ... 1 qui en rnpiese / »
Rien de mieux que de rafraîchir l'idiome en donnant aux mots
des acceptions nouvelles, mais encore faut-il qu'elles ne prêtent
pas à équivoque (Scicialismo i11di1:id11alista, p. 198): « Por mucha
dureza que le guarde el porvenir (aux femmes) nunca podra. ser
tan ta ... como a la dama prisioncra perpetua de su hogar de don de
no puede salir sino con guardas, a menas que ( pour peu que) desconfien todos y su marido el primero, de su lealtad y de su virtud. »
Et plus loin (p. 213) : « Desde ia institutriz pasa el nino a un
internado ... a 111e11os q11e (à moins qu ) sus padres lo envîen a
completar su educacion al xtranjero. »
L'usage du pronom réfléchi, pre que inconnu de M. Trigo,
p ut avoir du bon témoin l'amphibolo 0 ie suivante: (El médico
rural, p. q6) « \ erdad es que, en tan pocos dias, don Luis y él
no habian tenido ocasi6n de conversar intimamcnte.
Ademâs Esteban, con dolor de coraz6n, reserYaba y resen·aria
para li solo su desdichado trance. &gt;&gt;
M. Trigo sait !italien : il a plaisir à citer en cett Janau , certaines poésies que se typographes estropient d'ailleurs fortement.
Mais il y a trouvé deux mots qui font on bonheur et qu'il emploie sans répit : senon che devient che;,: lui : sù10 que, expression
castillane connue d nous t usitée seulement dans I s propositions ad\'ersati\·e dont lui e sert, à l'italienne sans aucune idée
d'opposition. Y aurait-il quelque pédanterie à lui faire ob crver
qu'il ne perdrait pas grand'ch se à la lai ser de côt dans des
phrases comme la suivante : (Asi paga el diabw, p. 222 ). &lt;&lt; i él,
for7..ando mâquina , saliese con el yate en pos de ...

Si1101"e ~ :'t qué ? ( fais, à quoi bon ?) »
Je n ignore pas, d'.ailleurs, qu'on trouverait c t italianisme
:iu_tre part_que chez lui, notamment dans certains auteurs américarns,
mais . M. .Trigo n'écrit-il pas l'espagnol d'Espagne.;&gt;
Le fi
rança:~ lu~ est, sans doute, moin familier ; les quelques
phra es qu il nsque ne sont pas heurcu es (Del /rio al f11eg,1
1
p. 15 8). cc Pas plus. » (non plu-).
'
cc A 111011 Dieu. » (Alma en las /a/,ios , p• 166) . cc Oh •I que tI1e11
·
·mus, comme ça ! » etc., etc.
'
Cela ne l'empêche pa de cultiver le gallicisme. (La Brutn
P· 1 63). cc Akaro s leYant6, contenta de la tra11chada eue f 6 •
., b
i n
que 1 perrn1t1a
uscar a su rubia. &gt;&gt; (Del /rio al r,
1 11ego,
p. 15 3).
cc Ju~gando por lo pasantes (1
passant ), no abria decir en
cual pais, stoy. (Id., p. 162). Una bandada de mariposa i•o/tif!ea
sobre m1 ».
u

Ceci me semble un lusitanisme à moins que ce ne soie un mot
local (La de los ojos co/or _de ll'l.'O, p. 79): « Las mesas esperaban
pucstas. Orballaba y conuéron en cl interior. »
d ~nfin un pu~i~te ranacherair sans doute au msmence la yntaxe
~ l.ette propos1t1on : (Las Evas del pnrnfso p. 308). « ada unas
111 otras de eaban mas. »
.• Quant aux fautes d'orthographe, quelques-unes ont particulierement fâcheuse (Alma tn los labios, p. 278). « na paoana des:~dez \tluptu~sa d vacante (bacchante).» (Sor demouio,i::,p . 295 ).
• 1 Ah • pero s1 el terror se prolonoa ... argullo el intrépido dialéct1co. »
· ;
u .ous 'ïa\'ons déjà parlé d'ob curité .à propo d La .,:,11,·JSt111a
q 01 qu I nous en coûte, il nous faut revenir sur ce caractère si
~rappant de la ?ros de M. Trioo. L'obscurité, selon lui, servirait
a énoncer les idées obscures, les demi-concepts les emb
de
é
· , .
,
ryons
en pens e ~m. s agnent dan I brouillard du sub-conscienr. Là
core, M. f ngo reste dans la tradition espagnole et son ob curité
est plus souvent de la subtilité que de la profondeur. Aujourd'hui

�FELIPE TRIGO
H. PESEUX-RICHARD

que G6ngora et Gracian bénéficient d'un retour d'opinion, il
n'est pas sans intérêt de citer des passages comme ceux-ci :
(El 111.idico rural, p. 352). &lt;&lt; Nadie .... pudiera imaginarse que
alli, tan cerca, se morfa de muertes deshechas é inmortales de la
vida la senorita Inés. )&gt;
(La Clave, p. 307). «Oh! la fi.or de alegrla qued6 abrasada
par otra carta de Arlés, al fuego de la bendici6n de maldici6n de
paradoja. &gt;&gt;
(Id ., p. 287). cc i Ah t si, arduo problema éste de saber si la
beldad de Gloria serîa tan poderosa que en la eternidad instantanea de ella misma, pudiera 6 no contener el olvidô de la eternidad eterna de ella misma. »
(Ibid., p. 34). cc Vi6 que esta volvia a mirarle con no sabriase
que secreto y loco afan de no se supiese tarnpoco qué salvaciones
de su propia convicci6n en la protesta. )&gt;
Nous avons évité intentionnellement d'emprunter ces exemples
à La Alti.sima ou à Alma en los labios, les deux romans abscons
de M. Trigo, lesquels, comme tous les enfants mal venus, sont les
préférés de leur auteur. C'est dire que son obscurité n'est pas
localisée.
Quelques mots maintenant sur ses procédés de style. D'abord
des mots composés : cc amor-amor, amor-pasi6n, valerosa-cobarde,
amigo-enemigo »; on trouve même des assemblages comme celuici : « los sabios sabios-sabios ». Ces mots, composés parfvis de
deux termes antithétiques, sont souvent remplacés par la formule
suivante: cc escandalo sin escindalo, lîmite sin limite » ou cette
autre : &lt;c la bella horrible casa l&gt;. Les pronoms possessivo-relatifs
sont peu employés : (El médico rural, p. 19). « El Pernical explic6
que era la quema de rastrojos, utiles sus cenizas para abonar las
tierras ». Le verbe ttre se sous-entend souvent grâce à la place de
l'adjectif: « Alta la casa. - Grande la ciudad. - Hcil el remedio
- etc. )) Le substantif, lui aussi, se sous-entend et se fait remplacer par l'article défini (Las Posadas del Amor, p. 36) : « La aterrada, la indignada, la que ya tenia quizas en la garganta el

grito de anatema y de socorro, tuvo que ser .... la maravillada. »
Enfin signalons la hantise presque morbide de certains mots
~ntre aut:e;: l'adjectif &lt;c enorme » qui produit parfois de singu~
hers coq a 1ane, ex. : cc la enorme sentimental, etc., etc. &gt;&gt;
Ce ~u'il Y_ a de plus fâcheux en cette matière, c'est que
~ngo_ écnt mal pa:ce _qu'il ne veut pas ou n'a pas le temps
d écnre b1e?. ~ua?d 11 s01gne son écriture ou n'est pas emporté
par le part1-pns, il se révèle comme un auteur doné de rares
qualités de vigueur, de précision ; son style nerveux, incisif s'allie
à une netteté de vision, à un sens des proportions des plus
r:mar~~ables . . Nous avons noté ses qualités de logicien et de
dialecticien. Citons pour finir ~eux passages où l'on trouve plus
que cela (La Clave, p. 233). Il s'agit des réflexions de D. Adelardo.
malade à la suite de la faute de sa femme :
·

1:-·

Pero 1~ cruel, ~n e~ retomo a la salud y a los halagos de fortuna, era el
retorno a la conc1enc1a en mitad del intimo confücto pavoroso. Adelardo recobrabase de su descanso en el sofrir, para hallarse otra ve;· con Io implacable
Cre:r'.a haber ganado derechos a la calma con su tributo al dolor, con s~
suphc~o, como lo gana â través del sufritniehto aquel â quién ie ampufan
una p1erna, y no era cierto. Gloria, la veutura de sus hijas sn honta su
h~gar ... continua.ban alrededor suyo y en su corazon con s~s impone~tes
tnstezas de grandes cosas destrozadas. El se hada el efecto de uno de esos
reos enfermas, sentenciados a la horca, a quienes salvan los médicos con
cuidados exquisitos para dejarlos frente a frente del verdugo. l Ah ! qué horror
de alegr!a, la de ta! convalecencia !
(La sed de amar, p. 436) : Rosa se habia habituado a andar desnuda delante
de Jor_g~, con la inocente gracia de una Eva candorosa. A lo mejor&gt; ahogada
~e cancias y perfumes, saltaba de la cama y se arrojabà en el baiio... Cuando
1ba Jorge, la encontraba envuelta en la sabana jnnto a la pila de marmol. Se
sentaba enfrente, fumaba y cbarlaban . Luego levantâbase con el blanco cendal
Y se iba â tocar el piano, arrebujada como en un jaique y sacando solatnente
l~s brazos. Eran torrentes de escalas levantados de improvisa y que là envol~
vian como en una polvareda de notas. Era al fin la musica de cnsueiio en
cuyo dulzor desvanedase Jorge tendido en el sofa, y que parecia arrancada
por una escultura fantâstica con cabellera de oro y con fragiles brazos flexibles
de ~labastr~ cuyas manas paseaban las puutas de los dedos por Jas teclas sin
henrlas, av1sândolas no mas y con caricias despertandolas como a tnagas de
la mùsica dum1ientes.

�388

H. I'ESEUX-RlCl-lARD

Telle est la. physionomie que présente à nos yeux M. Felipe
Trigo. Sa conception de l'amour nous semble haute et noble;
ta hardiesse de ses procédés dépasse un peu la mesure. En somme,
son idée maîtresse de l'égalité de la femme et de l'homme en
matière amoureuse, de l'injustice qu'il y a à exiger chez celle-ci
la virginité et non chez l'autre, a trouvé, surtout dans les pays
latins, d'autres défenseurs que lui. En France, les nombreuses
études parues dernièrement sur l'Eve nouvelle (M. Blum,
M. Mauclair, M. Bois, M. Finot, etc.) font assez bon marché de
ce préjugé. Cette thèse s'oppose à la thèse anglo-saxonne préconisant la virginité chez l'homme aussi bien que chez la femme :
affaire de race et de climat, sans doute.
L'outrance des théories de M. Trigo s'explique, en grande
partie, d'ailleurs, comme nous l'avons vu, p~r la f?rce_ d'inertie_ du
milieu auquel il appartient. En sa qualité d ancien officier,
M. Trigo aime profondément le pays auquel il a donné son sang.
Ses œuvres sont coupées de digressions sur l'état de l'Espagne.
Les borands évènements qui s'y sont déroulés,
la guerre du Maroc,
.
l'affaire Ferrer, sont commentés avec passion dans ses romans.
Et voilà comment nous sommes ramenés à notre parallèle avec
M. Pio Baroja. Là se trouve l'angle sous lequel il est possible
d'embrasser d'un seul regard ces deux irréguliers, ces deux tirailleurs des lettres qui sont à côté de la lbérature comme ils sont à
côté de la morale. L'un et l'autre ont voulu secouer l'incuriosité
native, le mortel Y â mi 1. qué? de leurs compatriotes. Pour cela,
il fallait les prendre par les deux mobiles auxquels ils sont le
moins insensibles : la violence et la volupté. C'est pourquoi, à
ce peuple qu'il juge encore enfant, M. Pîo Baroja donne comme
joujoux des bombes de dynamite ; M. _Felipe Tr!go,_ lui,_ prétend le sevrer avec du homard à l'américame : honm soit qm mal
y pense l

FELIPE TRIGO

Si l'on veut bien laisser dans un pieux oubli Alma en los labios
et La Altisùna, tout porre·à croire qu'il n'a manqué à M. Trigo
pour être placé dans les premiers rangs des écriyains de son
pays, que le souci de la forme, la correction et le goût. Seule,
la magie de l'art pouvait sauver cette œuvre hardie, originale,
parfois puissante. Certains points de psychologie féminime n'ont
jamais été traités avec cette clairvoyance, cette finessf:' et cette
force_ de déd~ction. Que n'a-t-il pu s'élever assez haut pour que
certams détails répugnants, certains tons criarcls ladoucissent et
se voilent, et que seules ressortent en pleine lumière ies réelles
beautés du premier plan !
Quant à sa théorie sociale, on peut y souscrire ou non : cela
n'engage à rien . M. Trigo croit inéluctable le triomphe du socialisme: tant pis pour nous ; si jamais toutes les femmes sont également belles, les hommes également bons, les maisons également
hautes, les politiciens également intègres et les littérateurs également. modestes, qu'allons-nous devenir ? Mais alors, sans doute,
surgira quelque novateur audacieux, quelque Felipe Trigo de
l'avenir qui dévoilera l'horreur de cette grisaille et de cette uniformité et qui vantera les délices du lopin de terre possédé en
propre, de la femme laide et de la vieille famille ancestrale. Car
on se lasse de touç, même du bien; une société parfaite périrait
d'ennui. M. Trigo a-t-il réfléchi à la responsabilité qu'il encourt
en supprimant les passions ? Peut-être est-il aussi dangereux de
combattre les passions d'un homme que d'éveiller un somnambule
qui se promène sur le bord d'un toit : au premier, elles cachent
le vide de la vie comme le sommeil cache au second le vide de
l'espace.

H.

PESEUX- RICHARD.

�EL SERMÔ DE SANT NICOLAU

Entre diferents documents y noces de que m'ha fet present
Don Francesch de Bofarull, hi ha un full de pergamî ab lletra
del segle xl\•e. o recorda dit senyor com havia anat a mans del
seu pare D. Mane!, antich director del Arxiu de la Corona
d'Arag6. Mideix aquest pergami, procehent de les cubertes d'un
llibre 19 per 15 cencimetres ; esta escrit en les dues cares, a tres
corondells en la primera, acabant la comp0sici6 rimada en cl primera corondell de la segona 6 revers. En la restant superficie de
la segooa cara hi ha una anotaci6 en llati y c6pia d'una lletra en
catala endreçada a un estudi:mt del estudi de Tolo a, aoomenat
Berenguer Sacosra ' .
La composici6 rimada en la forma mes usual 6 vulgar del
esmeotat segle, pot titularse « Serm6 de anr icolau », doncbs
recompta la vida d'aquest personatge.
La data de la composici6 es segurament entre 1316 y 1340,
perqué el bisbe Prat, d qui fa elogis al començament es Don
Berenguer de Prat, bisbe de Tortosa elegit a 27 d'octubre del
primer dels citats aoys y mort a 19 de febrer del derrer.
Su posa va D. Mane! de Bofarull si podia esser autor de la com1. El text de dita Uctra es aquest : " Al amat Bog0 Sccoste studiant co
general eo lestudi de Tolosc, Bn. pare teu en oequel metex cognomen aoomeoat, salut, le qual ucr sey fil dcsobedient al menement del pare. Pertayse
a tot bon fil seguir la volentat del pare tremetente a Tolosse per tal que
fosses besto de la nostrn velura et appui a oosaltres. Lucnc daci fil mcu aucm
entes tu esser :iscola scparat descola, aoant per la vila et per les viles dis&lt;:urcnt
et so que es payor les cases de les uils fembres aoserqu:mt so qui est molt pus

pixor... "

��EL

ERM6 DE

ANT NICOLAO

391

po icio rimada un desconegut Pere Granoya, per la rao de trobarse aquest nom escrit en el pergamî original sobre'! tercer
coronddl y de la metexa ma que escrigné rota la poesia.
Son mérit literari es ben petit, pero creyem curiosa la publicaci6, encare que per mal estat del original manquen alguns
mots:
S yos bisba auem l:mat
bo e cartes et ansayat
Que si be ses de poc adat
4 per so non sia meysprat
Cor el es ben acustumat
E bon clerga et ben laceat
Cert non auem tan bo trobat
8 En tot lo nostre veynat
o es monsey r en prat
Et es saui qui sab be lo dret
hondrats et taulres lo encar
r 2 Cor el uos pot gran be far
Et es malt bo sertanament
Mal aya ma boca si m nt
Cabans que yc panas quats
16 pragam que son sermo oyats
longament ses esrudiat
E sap be en diuinitat
E per so pot uos mosrrar
20 Que deuets farne laxar
E sa fi de son sermo
Dar nos a molt gran perdo
Per so pregam uos bona gent
24
is plan que loigats humilment
A honor de Sent icholau
yats sayors si a uos pl:iu
Oyats simplament mon ermo
28
i deus bona ventura uos do

�EL
EL SERM6 DE SANT

39 2

32

36

40

44

48

52

56

60

ERM6 DE SANT

JCOLAU

ICOLAU

i be .I. poc uos aturats
1 ro murmarets ne no tusats
De ent icholau uos dire
la uida corn pus breu pore
ent Nicholau trobam que fo
De gran lioatge et de bo
Mas per uerrut fo molt malor
abes gardar de tota eror
Infant el brasol dciuoaua
Tres iorns quasquna setmana
a carn uolia dompdar
Que nos pogues anargular
E uolc nos xempli donar
Quon deuem de grat dciunar
E quant fo quacom crascut
oie esser tot ple de ucrrut
per ueu de deu fo exalsat
En bisba sayors lauat
con deus uolc que el gouernas
lo pople seu ensayas
puxs tres pu les marida
ab tres poms dor que lus dona
las quals per gran pobre a
volien fer gran auolesa
El per sa gran pi tat
Desliurales daquel pacat
les clones lo deuen molt amar
per aso tanie en car
Tres escolans rasusita
Qu .I. malcr dagola
Que auia mesas an sal
per son pacat et per son mal
per so los escolans fay fan
agons que uets feit gran

64

68

72

76

80

84

88

92

96

als~un noxes eren an mar
Qui no podien es apar
clamaren sen icolau
E empra la mar fo en pan
E axi foren escapats
De gran paril et desliurats
Et .I. iuglar resusita
Qui era mort en la uia
P r los preecs del. .. ayo
Qui humilmem liques pardo
lo forment qui li foi prestac
fo fore per el multiplicat
lo quai auia mantlauar
a la gent per nasasitat
I. prom la nau cargar
Qui perde !&gt;on fil en la mar
Que sen icolau li rare
no uolg que ab el perdesxe
Et .I. iueu sa baria
per miracles que li mostra
Qui per sent 1 icolau cobra
o quel diuia al crestiya
Del seu ... ix liquor
ey garex tot hom de dolor
Es metya general
Certanament contra tot mal
aquests miracles feu et mes
aso sabem tuyt que ucr es
1as nous em uolem mes comar
per so que nous torn a pasar
praguem tant digne confa or
qu os gart de mal et de dolor
E quens deya si li plau mostrar
En quai gisa pusquam saluar

393

�394

EL SER. lO DE SA, T , 1COLA U

a tots aquels qui son asi
Donam M. dies ùe p rdo
E pregez deus quens gart de mal
roo Ens do el regna salestial.
els quis uolran ab nos dinar
nols quai sino les mans lauar
que be nauem aparalat
104 tant no basta lo bisbat
E uos farez tal masio
e uu • mu ·ra oca ne capo
Et nous fasats molt convidar
108 que beus ualra .I. ùaiunar
que el mayordom es molt esquas
es li greu cant masio fas
mas no mi pot lo cor bestar
r r 2 que sia ço bon de man •ar
pcr molts auuyts que el ma fa
desenparar uul ma renda
de uy anant prenc comiat
116 que raoonsia tot lo bisbat
que per las rendas dequcst mon
no uul entrar an infern pragon
gardarmane si a deu plau
120 el sa or ent
icolau
On pragats deus sis plau per mi
Et yo deus tot an axi.
L'interés d'aquesta composici6 consisteix unicament en que
mostra ben clara la fonética del temps, la pronur.ciaci6 vulgar de
molts mots apartants de la forma correcta escrita. I aytal pronunciaci6 es la meteJ a d'avu • a Barcelona. En el segle x1ve deyen
com ara açi, donchs, nasasitat per necessitat, crascut (participi
de crexer) per crescut, rarnsitar. per resucitar, sagons per egons
( en cast !la Stftlll), sempra per sempr , parill pt:r perill, san)'ors

395
pcr senyors, bisba per bisbe confasor per confessor. Aquesta
ma~era de usar les vocals atones indica que l'autor era de la
reg16 baxa 6 del literai de Catalunya.
Tenim per inédit aquest texte. Havem preguntat a diverses
~crso~es ~~le al corrent de les publicacions fete de treballs
lnerans miqevals
no conexen el « Serm 6 de ant 1colau ».
Joaquim MIRET y ANS.

�TEXTE

TEXTES VULGARS CATALANS
DEL SEGLE

X .

L'csquisit pocta y bibli6fil En Marian Aguil6 ioclogué en 1~ selccta. tria de
textes catalans que premiosamcnt ana publicant en sa llarga vida, un 1otere5sant velum e,tampat rn lletra g6tica que intitulâ Ca11ço11trtl dt les obrttes m
110stra llmg11a maltrna mt's dirnlgades durant los segles XIV, ~V y XVI en lo
qüal presenm entre pl·çes litcraries expandides durant vans segles per tot
C:ualunya y de les qüals se 'n conexen incompta.bles edicion , aitres no tant
conegudcs pero que tiogueren sa época de popul:mtat y fioalment alguncs ~ue
dicta corn totes la musa an6oima 6 impcrsonal del poble y 's deseorotlla sa
boga en un cercle reduhit de devots o confrares als q~als anaven cndreçaJe~.
En aquestes tres classes poden classificarsc les producc1ons populan scg?os s'.a
son grau de divulgaci6, y totes elles teneo consembl:mts c~ractcrs_ htcr:ins
d'expontaneitat, ingenuitat y incorrecci6 que, ben mirat y en 1ordre sintétich,
no son més qu'un sol.
En aquesta literatura vulgar es ahoot se troba, sino la flor rués olorosa de la
inspiraci6 de cada poble, - perqué la grolleria de la cxpre si6 dificultan l:t
plena 8orida, - al mcnys lo mirall clarissim d la concieocia popular en sos
diversos moments.
~ 'o es d'estranyar, donchs, que '1 tcma religi6s !os la més constant musa
inspiradora del nostre poble rural que isolat eD sos llogarets y .masos sots !a
tutela liltraria del rector, d'ell rebia la pauta de les restes, cas1 sempre rchgioses, qualsevol que
lo motiu de celebrarles. .\ixis es qu~ del ~odest
esaiprori rectoral brolla 'l sens fi de goigs, cançons, cobles, orac1ons, h1mncs,
llctretes, eximplis y mistcris que tingueren pcr primer esccoari lo ~emple
parroquial y desprês s'cscamparcn per amers y places fins a converu~ en
propria substancia popular. Quao nos topém ab un aplèch de ~omposic1on~
d'aqucsta naturalesa escrit pcr algun rector dcsvagat, nos qucda I dubre de s1
'I copista es lo pocta mateix que s'ha posat isocr6nicament al com~as ~el cor
del poble. En lo C.wçomr de 1-:ad11l que publicarem en cobborac16 dms del
Recull de /txlts calala11s 1111/idJJ (Vol. V) ja expressarem aqucst dubte.
Per fer pe11da11t ab aquest Can(oner, del qüal sembla germà bcss6, publiquém

los

Y LGARS CAT,\LANS DEL SEGLE XV

397

a\'UY t~ta la part cat.ùau:i d'un curi6s Yolum qu'acabém d'adquirir procedcot
del peut poble de am Ranomeu del Grau, situat en la comarca catalana del
Lluçanés ; alli, scgons tots los indicis, fou escrit per mans coosagrades fa mes
de quatre s.:gles y 'n sonl lo me d'Octubre del any 1912 fonnant pan del botl
d'un a111iqüari.
C~mponcn aquest volûm 91 folis ara numerats, de paper de cot6 molt
consistent, mancaotne a!guns al priocipi y al mitg ; midc1en 151 x 105 niiHmctres. Moita part de son contingut lo forman te:i:tcs llatins, sobre tot oracioos
~ himncs litûrgichs, _començant al fol. 16 los textes catalans en vers que
s altcrnan ab los cscnts en prosa desde 'l fol. 24 y ab aitres llatins. La fili·rran:1
del papcr s indesxifrable ; posantlo a co11tra-claror sols s'hi cndc~io:m
fragments de columnes y ballestes rudimcmarics de dibuix.
Tots los textes que doaém ara a la estampa, o sia los escrits en catala, son
ri.gurosament inédits y eocare que pertanyin al grupo dels escrits vuJgars menys
d1vulgats tencn un valor positiu dintre la ba.u literarura del aostre segle • ·y,
ks acaballes del qüal foren també lo crepuscol dt: les lierres catalanes.
• 'o es pr..:cis dir que la peça capdalt d'aquest rccull es la marcada ab nûm.
XXIII : Assi &lt;ommsa lo /el de la Sibilla t de L'emperador Sesar w las 111ati11as de
X11dal; ab ella_ qued~ coofermada la suposici6 que formularen alguns erudits,
entre ells en Mill y Fomanals •, de que ·1 cant de la ibila fou primitivament
un misteri dramàtich que 's represeorava en les sglesies. Aqui apareix en
forma dialogada y sens dubte pcr represcnt:irse dt:vant d'un pûblich de devot .
~a prcscot traoscripci6 es fidel; sols hem desfet abreviatures, capsat ab
ma1uscules los noms propris, numerJt les composicioos ab caracters romans y
p~n~uat s6briament •, havent tiogut la booa fortuna de no topar ab cap dubtc
m d1ficultat CD la transcripci6.

E. MoLINÉ v Busts.

El Cn11/o de la Sibila eu lt11g11a dt Oc. (Ob. comp., t. YI, p. 294).
Sols usém del claudator ! J pcr suplir alguna lletra suprimida en l'origmal, seose la qüal podria dificultarsc lo sentit. \'gr. la f, en [h)i, [h a.
1.

. 2.

REVl'E HISPAN/Ql"E. C

�TEXTES VULGARS CATALA S

DEL

pre~uen Deu e rots los sancs
per semblant emreueoiments,
e deiûs una taulada
en loc sant c concegrat
coniurant una canade
els hi prenguercn lo gat.

I
(fol. 16)

A gat, a gat, a gat 1
lexau la carn selade
de Jesus qui vuy es nat.
Io 'm leve vuy de mati
un petit ahans del jorn
e trobi una gran maynade
a la vora d'un forn
qui vellauen una canade
plena de uin moscat,
cohien cam selade
e [h ]a l'els furtade lo gat.

EGLE X\'

(fol. 17.

Lo s nyor de aquesr loch
ass6 pas no u pr s en joch
mes ab laosa e estoch
corre douar combat
e en una deuallade
a treuers n'es anat
e ab un broch de canade
amoxaue lo gar.

Aprés senti gran romor,
an me dit que era lo rector
qui prestament ach cauakat.
La mula qui fou picad
en terra l' agué lensat,
la cara tcnch enbotornade
ab les arpes del gat.

Tots los macips e jouent
se son ardits malt bellament
ab discreta manera
e cons Il d sliberat
al cap de la frontera
ab linyol li an perat
e ab una pimentera
els hi prengueren lo gat.

Aprés fo molt folio
cridaot i a gat, a gat !
ab la lanse e ab un flasc6
corra li donar combat,
sendera li [h ]a parade
al cap d Lobr gat
e ja 'o passe a Muncade
molt carrent detras lo gat.

Tot los promens atres î
se son leuats de bon mati
la guerra an cridade
e lo sou ja l'an pegat,
ab lansa engossade
corren donar combat
e ab seruallera calade
tentost prengueren Io gat.

Tots lo altres cap !ans
e molt deuots couinents

Les doues descoosc,lades
en ntir tal desberat

J

399

�TEXTE

a matin s corrent son anades
per cantar mag11ificat.
En la guerra son mesdades
ab lo gran stol del gat,
rotes les ha desligades
tant es ~engut stufat.
Les clones qui foren picades
per la fallooia del gat
ab lus filoses aren&lt;lades
de totes parts li donen combat,
ab cop de clareya c neule torrades
que li an aparellat
totes re tareo asquebellades
ab le arpes del gat.

(fol. 24.)

DEl SEGLE X\'

VULGARS CATALANS

II

Contra mal temps que no pusca fer dapnatg en res. F s la
confesi6 axi corn si deies missa e apres la qui 's cguex:

401

verge madona sancta Maria mare sua e de ent Pe
p
d t t J
•
ra e sent au

cion~:p,:n::;;:; ::,;::::i:Id:"::::,d arcnngels, trons, domina'.

crist qui volgué pend
. .
_e nostro senyor Deu Jesura mort e passl(S en l' b J 1
vera creu per los pec ado
b
. _ar re e a santa
.
rs a rem ra• Ax1 11 placia
J
1
c emens1a e pietat e p r ments
, . de Ia sua sag d per. ' a sua
1
rembra e gordar los fru ·t
b
.
ra e pacJO vu la
.
e
en.
qm
sobra
la
t rra
E
de contmenc toms en ayga clara bo
'. son. que
omnipotent e si rcs hi (bJa de 'mai°a e ~aota per virtut de Deu
loch Jesert ho en mar
que s desfassa ho cayga en
per que en res bo no pusca tocar n· d
donar. ..L Jn 1 ·
. eruo cit · · · ·
1 an
T
wmme etz filfllllt
0 l11ll//JCI parles] [aduerse
6
1.ù1cit (fol 2s) J d
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·
eo e ln II Juda radix Daw'd ..L C ·
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defendat A
E . r
'
a
malo nos liberet et
· men·
s1a tornat axi
d ,
.
\'egades e die l'auen r d
corn esus es dit moites
'
g i c sent Johan : !11 principio eral t•erbum.

+

(fol. 26.)

III
Los qui passeu per la uia
de set goys fahem lahors
contemplau que entre dolôs
no n (h Ji rh Ja tal corn es la mia.

Primerament staras de care en vers lo mal temps, diras l'esperges
me domine Deus, ctz, tot lo salm e lo vers ostmde ctz, c la oraci6
e.,;audi nos etz, e après fahent lo senyal de la ~ ' i11 ,um1i11e Patris
etz, e fet ass6 girar t'as a la man dreta a tremuntana client tot lo
desûs dite puys a sol ixent e pu 'S a mit jorn e a ponent e en
cade part client tot lo qui desus es dit c sen ant a cade part. E
aprés girar t'as en vers lo remp e diras los versos deius crits
enyaot lo temps la hon [h]a creu ~: Mmte111 sanclam spo11ta11ea111
(s guex lo text llatî) patri ~ redemisti ~ clarifica ~ quest di
'1s tres vegades e sènyet en cadcscun. E puys digas la admonicio

La primera que jo 'n senti
lo deuot he la contempla
quant mon fil! Jesus porti
o~erir aquell al templa.
m1eon dix que 'n serie
col tell de gran dolor ...
Contemplau cascuo dia
com no n'[h]i [h]a tal corn es la mia.

dejus crita :
Comonesch te de part de nostro senyor Deu Jesucrist e de la

La segooa reduptant
de Arodes la felonia

�402

TEXTES VULGAR

DEL

CATALAN

EGLE XV

mon fil! Je us jo portant
per desert stran 'a \'Îa,
en Agi pta mentre fugia
encircuida de tristor.
Contemplau corn en dolors
no n (h Ji [hJa tal corn es la mia.

en mos brassos fon posat
e adorant lo contemplaua,
pensant quorn axi jo tania
lo rey de tots los senyors.
Concemplau corn en dolors
no n'[h Ji [h )a tal corn es la mia.

La tercera fon trista
corn perdi mon fill tres dies,
no sab u corn foren grans
los treballs e penes mi s,
cercant lo jo nit e dia
de Josep sen tint clamors.
Contemplau que en dolor
no n'[h]i [h Ja ta! corn es la mia.

La setena me fo molt cruel
e de mort me turmemaren
corn per metre '1 al moniment
de mos brassos lo 'm leuaren,
e corn totalment jo 'l perdia
fuy complida de greus plors.
Contemplau corn en dolors
no n [hJi (h ]a tal corn es la mia.

La quarta me fo molt fort
de Johan la enbaxade
quant mon fill liurat a mort
cruel e vituperade,
encontrant lo mentra v nia
portant la cr u entre los traydors
Contemplau com en dolors
no n'(h]i [h)a tal com s la mia.

La sinquena no menys greu
quant los peus · mans clauad s
lo viu penyac en la creu
entre la gent saleraJe
cridant corn de cet moria
per rembra los pecadors.
Contemplau entre dolors
no n'[h Ji [h ]a cal com s la mia.

La sisena deuallaot de la cr u,
[h]un aprés mort li peoyaua,

IV
(fol. 27.)

Am Maria yoiosa,
saluts vos venen del ce!
humilment e graciosa
per l'ange! sent Gabriel.

Ten beneyt fon aquell dia
que l'ange! vos dix verament
masatger del rey altisma
a vos, verge, dolsament :
Deu vos sal, verge Maria,
de tot be aueu compliment.

Gracie plena fos aquell dia
corn lo agués con ebut
per so que l'ange! vos deya
de Deu sant spirit

403

�404

TEXTES ,·uLGARS C TALA.,

DEL SEGLE XV

fon jutyat per Ponspilat,
per que 'ns tragu~s d'aquellas hiras
de las p oas iofernals,
d'aquella mort serpentioa
[h]un tuit eram cominals

qui ve de la virtut diuina
e del reana re •al
no ceo corrompé la comna
de son dols cors virginal.
l:)

•

Domi1111s tec11m virgioea
en lo saot consebiment,
neta pura e serena
en lo sant neximent
corn claredat er plen dia
passa lo uidra natural,
nasch de uos verge faria
Jesus la nit de adal.
Bwedicta t11, sagrade
dix iu mulicribus
sobre los angels caronade
al regna de Deu lasus,
en la cadira posada
aprés del rey ate~n_al,
costa la uirtut dmma
sobra lo cor angelical.

Benedictus fructus
in ventris tui preciàs fruyt,
fruyt de goig e de salut
e de gran alegria,
fmyt pla ent e amor6s
la hon stech madecina
per linatge humanal .
e perpunt de greu spma
per lo peccat original.

Ora pro 1wbis florida
plena de gran bumili_tat
Jesucrist pcr nostra vida

Mare de Deu d'esperansa,
fianse dels sperants,
ais malalts donau illuminansa
mare dels 6rfens infants,
vos sou flore resplandina
plena de engohents diuinals,
ais malalts donau medacina,
a nos vullau perdonar.
(fol. 28.)

0 estela tremuntana,
o mirall e flor de Jir,
dona sou de tots los angels,
porta sou de paradis,
pleoa sou de grau dolsor
en paladis caronade,
deuant Jesus mon senyor
[i siau la meva advocada ?)
V

(fol. 28 Vo.)

Lobém l'ostia sagrade
qui es Deu tot poder6s
e en l'are consegrade
d'aquell pera qui viujm nos,
per los preueras tractade
es lo seu cors preci6s.
Tota honor li sia dade
al sant misteri glori6s,

405

�406

TEXTES VULGAR

CATALANS

DEL SE LE XV

qui es fe catôlica
soplicant per nostra fallensa
la intencio pura.

qui es vera carn inmolade
per nos altros peccadors
e en alt en creu pu ade
es lo seu (sanch) [l cors?)] preci6s.

Ho sagrament molt cligna
nat del ventre virginal
suplicant lo senyor benigna
que 'ns gart de pena infernal,
aquell qui porta
tot lo pobla ocneral.

Los preueras l'an tractade
ax.i com mana Jesus,
e en la sena consagrade
per remembrarse de nos,
la passiô que n'[h]a soferta
lo seu cors molt glori6s.

(fol. 29.)

SopJicant en aquell dia
lo creador hurnilment
que 'ns confort en aquell dia
en Io sensac sagrament
e 1a bumil verge Maria
qui es nostron guiament.

Ho tant grau es lo misteri
de Jesus, ver pa sagrat,
tot l'angelical imperi
en aquell e obligat
mini. trant lo sant misteri
la hon l'alcar es deicat.
Ho vera ôstia sagrade
e ver Deu omnipotent
qui lo diyous sant fuist liurade
ais apôstols eternalment,
e per ells a nos donade
un ver Deu omnipotent.
Ho 6stia sagrade
enpetrad en la verge Maria,
ab la deitat mesclade
es la sua carn pura
sots color d pa tr::1.ctade
per la ma d 1 preuera.
Preguem 1'6stia agrade
trinitat diuisa
que 'ns referm nostra creseosa

VI
(loi. 29 vo.)

Deu QTabons ha en la sala
hon auem rots a puyar
en aquella nobla sala
qui ab Deu se uol dinar.
Lo primer grah6 es creure
en un D u omnipotent,
deus lo adorar e tembra
e predicar a la gent,
e de tota error maluade
vulles lo teu cor lunyar,
no pots auer gra ni palla
si Deus no te 'n vol donar.

407

�TEXTE

(fol, 30.)

VULGAR

DEL SEGLE XV

CATALANS

Lo egon es que no prengnes
lo eu nom en vanitat,
per complaure no deus tembra
de ;onfcssar la veritat,
de tota mantida calla
e de falsament jurar,
no es presat una malla
qui no se 'n vol castigar.

Lo si c es que no fortes
res d'altri ab ngan
ni posessions ni fru •te
del proi. ma a on dan,
car si hom no 's celalle
del qui 'n pot anbarrassar
lo diabla ab riales
li farà lo coll trencar.

Lo tercer colra le(s] fe tes
lo senyor glorificant,
abtenirse de rem pestes
que fas e sis dies obrant,
tota hora si Deus te ualla
pensa en contemplar
e ferte sagur susara
que Deus te vol ben aretar.

Lo setè es que no fasses
jamai fornicaci6
mirant la gent per les plasses
ab folla intensi6,
lo dimoni [h ]a gran hala
e vol la ben stibar,
nit e dia eJI treballa
corn nos pora enganar.

Lo vuyt es que no fasses
fa!s testimoni per res,
d_e dir veritat no stigues
s1 ton pare era pres,
moita gent e enforfolla
per gran sa ber de parlar
e lengoayant com la gralla
a tots ell vol condepnar.

Lo quart es honrar ton pare
e ta mare humilment,
e si u fas die te enquare
que viuràs molt longament
fugint a tota baralla,
les mans los vu lies besar
ab destral cauec e pala
per ells vulles treballar.

Lo inquè es que no aosies
hom ni clona de tes mans,
aquells que Deus lexa viura
tu vols per cures engans
ne ab paraules sots ale
no 'ls vulles difamar
car tu prens ten gran tala
que be no 's pot reparar.

(fol 31.)

Lo nouè es d I proisma
no cobeyar la muller,
car ass6 sens sofisma
cosa qui no 's deu fer
e molts homens ab gran gala
souint van pera mirar
la hon la gent joua balla
si hi poran mpetrar.

�410

TEXTE

\'ULGAR

CATALANS

DEL SEGLE XV

Lo deè e sensa falla
del proisma no cobe •ar res,
ni lo gra ni la palla
ni seruenta ni dinês,
e si es pobra treballa
no 't fassa por lo suar,
car die ta sens tota falla
que axi 'os houa Adam gonyar.

Lo segon, verge benigna,
vos ens mps ab vostro fil!,
un voler en dos consigna,
un del aitre sou spiU,
e vos sou glorificade
per lors plers que vos li feu,
no us es cosa denegad
en los cels com marexeu.

Corn entraras en la nobla sala
d nant lo re omnipotent
aqui trobaras gran gala
de tot lo nobla stament,
en aquell !oc in timable
te sera fet gran onrament
e donada oya perdurable
pus bas scruat lo manament.

Lo cers es verya e santa
en la cort ce! tial,
daretat pr n en vos tanta
aprés de Deu non' [h]i [h] a taJ,
car vos sou illuminada
mes que I jorn lo sol no preu
e de rots lo sants honrade
en los cels corn marexeu.

En lo mon pus fos dotade
de set goigs, mare de Deu,
d'altros .v1j. :.ou aretade
n los cels, mare d Deu.

Lo quart es que us bene[e)xen
ants e saore fahent honor
com aquella que conexen
mare sou del saluador,
o r gina coronade
cape peu del regna seu,
de nosaltros aduocada
n los cels corn meraxeu.

Lo primer verge pura
en lo grau que possahiu
més que tota cr arura
ta! gloria sostaoiu,
aprés de D u la pus honrade
del restant sou ser u
pus dels set oygs sou dotade
n los c ls corn merax u.

Lo cinquè es que us remunera
lo senyor vostron seruent,
ab grat vostro sens spera
qui us s ruex ab cor feruent,
n vos no 's pert saldade
cnt per . r. donau de preu,
tant ou molt agrasiada
n los cels corn meraxeu.

VII
(fol. 31 v0 .)

41I

�TEXTES VULGAR. CATAL .' S

412

DEL

Lo sisè es que sou vestida
de cors olorificat
e sou vos aproismade
a la santa trinitat,
als serafins preposade
ernpetrant lo que voleu
e regina coronade
en los cels corn meraxeu.
Lo setè es que sou serta
que tais goyg(s] may finarân,
ni jamés sereu deserta
ans tostemps vos duraran,
alegrau vos dons amade
ab Jesus corn fer sa deu,
pus del set goygs sou dotade
en los cels corn meraxeu.

lll
(fol. 32

v" ·)

Deus te sa), nafre segrade
del costat de Jesucrist,
qui la culpa n'as leuade
a la nafra del mon trist.
enyor Yer D u cruel lansade
\'OS dona,
les entramenes vos pasaue
e tot lo cor vos treuassâ,
[~unamordeDeusuuc
p r lo linatge huma.

fou la qu Longi

Ho las ! preciosa plaga
saoch e ayga scampâ

EGI.E X\"

com abondosa fontana
qui tot lo mon ne leuâ
les presuras de la terra
e tots los peccats mund:'t.
Ho finestral de ten gran case
e quanell d gran valor
com fon gran sella fontana
qui rega tot lo mon,
en lo gran riu Deu naxia
no' troba sima ni pregon.

(fol. 33-)

lX

De las dolors cascun dia
me recort corn pens en vos
que \'Ostron car fil) so tania
en la creu penyant p r nos.
Caronade fon la testa
de corona molt cruel
per més fer la mort agresta
vinagre me clat ab fi 1,
a beura li 'n conuenia
per molt que fos amerg6s
les dolor que ostania
en la creu penyanr per nos.
Del co tat la gran lens:iJe
saoch caygué abundantmcnt
e d'aqui fon recaptade
la uirtut d I sagramenr,
RE l'l'F HISPA N l {Jf"E.

C

�TEXTES VULGARS CATALANS

DEL

Los angels qui deuallaren
delc l imperial
a la verge presentaren
la salut angelical.

contampleu cascun dia
lo misteri glori6s
e les dolors que so tanie
en la creu peoyant per nos.

(fol. 35.)

Diguereu los sanct angels
en la uit sancta de ad:tl :
en lo cel gloria ia
e puy en la terra pau.

X
Gloria en lo cel si.t
e puys en là terra pau.

Los pastorells qui vingueren
per Jesucrist a ue itar
la ,·crge be 'n saludaren
e lo seu fill van adorar.

La verge aocta Maria
regina imperial
infanta per aquest dia
lo senyor rey aternal.

Tots eran dats a dapnatge
din en lo lim infernal,
ell nos trac de captiuatge
per esta nit d adal.
o volch pompa ni pompatge
ni empri molt gr:m ostâl
anaos volch jaurà en la e tablia
en un p0bralet cap al.
L'ase e lo bou se alegraren
trepant sobr lo fi nal
e ensemps amdos daosaren
tocant laut e tabal.
Los pastor qui aprés aberao
p r la neu anaellcal,
dansa nouella fah ran
client una cans6 aytal.

EGLE .'Y

Josep qui viu la mcrauella
la verge alletar
corrent pres la caramella
e mes s' [h]a l1 dansar.
(fol. 36.)

Lauons dix la verge Maria :
ay Josep, si Deu vos al,
al pastorcts de longa uja
dooau los a beura si us plau.
E Josep que b li pleya
aco tas se al barra!
qui era plen de clareya
e tot Ios bèch a sson cabal.
Parlant Jo p algarauia
semblane bech de patdal
per gran febra que tania
disputant ab un brocal.
Com lo pa tôs as 6 vahercn
que la cosa anaue mal ,

�DEL

Lo sisè fo en grao atrop
com lo saot spirit s mblant de fo h ·
ab Ios angels qui fan Jo joch
en l'ora del mi(r dia.

altre concell tingueren,
furtaren li lo barrai.
Josep sercaua m dacina
dernanant de booa sal
car ya renia la moxina
aferrade al capsal.

Lo setè fo, no [h]y trobâm par,
corn lo fill de Deu o vench cridar
cab sollepnitat corooar
e sou del cel regioa.

XI
(fol. 37.)

Misteri merauell6. bell mirar fa
la hon la mare d Deu va
'
la bon atuva e sta ,•
'
tots hi tingam la uia.

Gloriosa mar de Deu
de nos siau amiga.
Al primer aoyg digoa e molt bell
com nos tramés lo rey del cel
1ângel bonrat sen Gabriel
qui us dix aue faria.
Los gon goyg fon en Ballem
corn lo vostron car fill vahém
angells cantant segons I gim
menan grao alegria.
Lo terser fon en ori nt
com los tres reys d'un bell present
offeren a Deu omnipotent
loant la seoyoria.

Lo quart goyg fon de gran baldor
corn Magdalena en l'albor
trobà Jesus nostron sen or
qui resussita al ters die.

Lo sinquè fon marauell6s
corn Deus puya vasent &lt;le nos
a Deu lo pare glori6s
per vos, verge Maria.

EGLE X\"

(fol. 38.)

Dels ang 1s molt sou lohade
e del serubins molt ben bonrad
s?bre Ios seraphins sou corooade '
ab sollempoa melodia.

II
us, sus, no dormiau
pastorellets, veniu si 'us plau.
E veureu corn vuy s nat
infant de gran dignitat
en un loch ben apertat,
feu li b que be li plau.

Quai serâ qui pusca dir
auer b per molt dormir ?
de enpetxau dons de ueoir
dar vos [h )a lo que vullau.

-P7

�TEXTE

\'ULG.-\R

C.\ TALA:

fay \ iu re tant fa]anuer
e tant discret e u rtad r,
amistanser e ola ser,
e lo que fa a tot hom plau.

Tantost que 'I uiu lo conagui
e denant cil me agenolli,
les mans e p n jo li b si,
a ,aume mercé si u plau.

Eli dona complidamenr
a son

leal seruent
grans dianitats en un moment,
d paradis ell té la clau.
Daueu vosaltres ben pensar
e los cap \lans ben caotar,
as 6 fan per alegrar
lo bon Jesus qui a i jau.

L-i verge qui l' [h ]a infantat
lo té are abrigat
per lo fret qui ' s leuat,
cridau lo que be li plau.
(fol. 39.)

Josep li fa gueranetes
e toca le caremellctas,
ertes, aquexas mamalet s
vos Jesus be les xudau.
Josep li fa bones rahons
ab auellanes e pinyoo ,
ass6 es viande de min rons
per [qu ] uiscam tots n pau.

DEL

EGLE

V

XJil
Deus te sa!, regioa,
Stela matinal,
dels peccador medacina
e uida eternal.
Tu es regina regnant
,·erge e donzella
qui as parit l'infant
mare e pun,ella,
en palau celestial
es regina coronad
e la uida eternal
p r tu a nos es donade.
Tu es font de mü1eri ordie
e riu de gntns i.iirtut$,
tu es mare de graci
e donatiu ci s:üuts,
per uirtut diuinal
mnd s ina inrnacu)ade
e sanitât eternal.
Tu es carrera d a11itJt
qui en la terra s nada,
tu es font de uir initat
si be t'er:is mpr nya[ da],
per la ma gran humilltat
e uirtut speciiil.
s'es en tu encarnat
lo fil) de Deu eternal.

�420

TEXTES YULGARS CAT LA . 'S

Ho uerger &lt;le gran dolsor
ho fruyr beneuenrurat
qui as portat l'anyell de gran valor
en lo rcu vcntra consegrat,
per rep rar la ira c lo plor
del peccat original
ru as portat lo tresor
en lo tt:u venue virginal.
(fol. 40.)

Tu es nostra fe e speraose unida
e mare de consolaci6,
de la \'eraa de Jessé florida
ab lo fruyt de redempci6,
més que ]o sol es aclarida
per lo ros celestial
e d gran noblesa nblanquida
per la gracia diuinal.
De[ u]s te al, lum luminosa
resplendint sobra natura,
més flayrant que liri ni ro a
ne altra crearura,
le ranebras entre nos posades
espallex nos de tot mal
que 't pusquam fer lahors solempnes
e ofici diuinal.
vos verge reclemam
qui som peccador mendicans
car de vos gracia an
tots los pobres vergonyans,
obrint lo vostro pelau
serem desliuras de rot mal,
car vos rcniu la clau
del regna celestial

DEL SEGLF. XY

(fol, ..p.)

421

XIV

L'euangeli deuall scrit e deu dir cascun dia aprés que la missa
5Îa acabade, aprés lo uangcli de sent Johan. E apies que en
Fransa auia un mooastir de monyos negres e passaren .\'. anys
que no cullircn pa ni vi ans venia pedra, neula e aitres tempestatz
qui totz los blarz e bens los desrruya. E un dia los monyos stant
en gran eu 'ta clamant se a nostro sen •or e a la gloriosa ,·crgc
faria, aparcch ab ells un ange! qui 'ls dona lo dit euangeli en
ascrit e mana que 'l digucssen aprés I'euangelii de . ent Johan,
acabade la missa sobra l' altar abans que lo prcuera se despull lo
v sriment acerdotal e entre en altreJoch hon aparesca mal temps
o mal nuuol, que 'l lagissen e feran ho, e ton prouat.
Assi comensa la forma e manera com sa deu comenir lo mal
temps e n6uols e tot axi corn dejus lar0 aml:nt es ordonat. Primo;
Asperge me etz ( eguexen oracions y l'evangeli - tot en llati a que 's fa referencia).

X
Les gracies que aconseguex la persona que deuotamem ou m1ssa :
Primerament que lo preuera prega per lo qui deuotament ou
la missa.
(fol. 56.)

Item mentra sta en la missa es acompanyat de gran excellcnsia,
de Jesucrist e de gran mulritut d'angels e de tota la saota rrinitat
e moles saots e santas
Item que Deu li ajuda en rotes ses necessitats desliurant lo de
congoxes e de pe car .
Item es a Deu molt pla ent qui ou missa e desplasent al
dimoni, qui fan interrogat qué li era més de plasent e lo dimoni

�TEXTES \•ULGAR

CATALANS

respos que tre cose sè&gt; e sacrifici, e la peraula de D u e penitencia qui es vera confessi6.
Item qui deuotament ou missa es illuminat de uera siensia e
gracia de Deu e aqu li dia no pot morir sensa confessi6.
Item qu tantes veoades corn aura ho ·des missas, tants a[n]gels
e sants eran en la sua fi per acompanyar e acon olar lo.
(Geronimus) Item mentra ou mi sa &lt;leu pregar per pares e
mares e tant corn sta en la missa son r leuats de Jas pena del
porgatori.
Item la dona preyns qui deuotament ou missa, si parex aquell
dia serâ releuade de perills e de moita dolor.
(Ambrosius) Item I qui deuotament ou mi. sa, les viandes
qu men •an\ aqucll jorn se conuertidn en sanitat e uirtut del cors
(Aaustinu ) Item nostro senyor cndressa e mostra les coses
nace aries en bencfici de la p r ona qui deuotam nt ou missa
Item pcccats venial e mortals oblidats, son perdonats per deuotament hoir mis a.
Item mentra que hou missa no s'enuallex ni lo seu cors no
pren naguna debilitaci6 e aqu li dia no pot morir sen a confessi6
ni perdra la uista.
Item los passas quemet anante uioent li son comptats e remunerats per nostro s nyor.
(fol. 63.) Item que mé val una mi a que oya en sa vida deuotam nt, qu si altro n loch s u apr s a mort n'auhia mil per ell.
(Gregorius) Item mentra la mi a e diu los peccats del pres nts viu e d 1s morts on r leuats.
(Grisostom) Item la mis a deuotameor oyda val tant com la
pa i6 de Jesucrist eo red mti6 d nostros peccats.
X

Aquests son los dotze diuendres los quais papa Clement
rroba en les can6nicas dels ap6stols, e deuen se deiunar en pa e

(fol. 6o.)

PEI. SEGL

XV

23

ayguc ~er soc m no tro enyor mo tra a sent Pera
dotza dmenres son en l'an y c qui lo d .
, . b , q~e aquesrs
s
fi
.
s emnara sa ra lo Jorn d la
ua ' ax1 corn faheren los apo rois E
l
.,
Lo primer s lo primer diucnr s de
os qui s saguexen:

m~:.

lo eoon es lo diu nres aban de santa Maria de mars
L
0 ters e lo diuenres
nr.
' ·
Lo
quart
es
lo
diuenr
ahan
d
ase
'6
Lo .
nc1 .
smqué e la diu nr ahans de sincoge ma
·e//S/0 tuenres de les .mJ. témporas d.e sincogesma.
c s o JU nr s a bans d cnt Johan de jun
Lo vuyrè e lo diuenrcs aban. de s nt Pera de . y.
Lo nouè s Io d'iuenre. abans de enr Per" e d Juny.1· 1·
L d ·· 1 d'
" c enr ·a m
o c es o meures ahans d le IIIJ tcmpr-is d
.b
Lo X]
1 d'
· ·
...
sat m ra
. . . o iuenres abans de cnt Andreu
.
Lo .XTJ.
s
lo
diuenres
aban
d
1·
·
.
•
e nt omas,
E qui. los dus
diuenres de·
,
cors sera per J~s
1 &lt;l Junara, quant la sua nnima a. ira del
'.
ang s enant D u pres ntad
m
d
fer
d1r
una
mis
a
a
honor
del
ap6
tClls
e
[
~]ferit1\:
!um.
se d uen de1· unar •IIJ . d.,u nr en pa e en a ·ga e .
h Er. apré.
•1
0 1ara o diabla no sabra ni s ni a ,,,
' qm
L
.
d'
, • .. sua t't •E
• son aqu sts,
0 pnm r m ndre. de juny
·
Lo egon c lo darrer diuenre d aoost
Lo t:rs. lo primer diu nrcs de atembra
E fora dir o fer dir cas.:un diuenre d'aqu srs J .
loprime
1
•
· · · m1.a, o es
r a a santa trinitar Io
i•
'
spirit o t d'
. ' '
s gon umenr s m1ssa del ant
, ers 1uenres missa d
nt p
E
oferir
·
ra.
n cascuna missa
pa e ut c lum. E en cade un d'aque t d'
d
fer IIJ J
'
rn nre e uen
del . . a n~~yn~: la una per honor d la . ant:i rrinirat l'altr
sam sp,m, l altra dels apostais a pobr qu1·
' D
pcr li.
pr guen eu

ra

aots

:tn

�TEXTES V LGARS CATALA '

'VII
(fol. 66.)

Tota p rsona qui sia posada en tribulaci6 o en_ jra de ~enyor
o en percecu i6 de anemicbs, o sia en pre 6 o _cauu ho tiga e_n
peccat mortal del quai exir no puxe, d1ga o fa a_, d1r
aquesta oraci6 .XXX. dies arreu una Yegade ab bona deuoc10. E
sia sert que passats los trenta dies ab la ~juda _[ de_] Deu de so
peccat serâ desliurat. E i aqu ta 01:ac16 era d1ta per algu?a
anima que sia en les penas de porgaton en la manera des~s d1ta
migensant la misericordia de nostro sen_yor Deu Jesu cnst, de
continent sera desliurade. Aquest'ls gracias foren atorgad s al
glori6s sent Gregori qui feu la dira oraci6 per part de no tro
senyor en la present vida axi com seguex : .
.,
envor ver Deus omnipotent, oge la m1a orac10 car lo temps
de la ~ia vida ja se aproisma. enyor donau saber e entanirne~t
e illuminau lo meu cor per que \'e a e conega los meus defalhments en los dies de la mia vida. Car tu es ver Deus e no'n es
aitre sino tu. E tu es lo meu saluador e la mia salut qui deuallist del ce) en la terra e t'encarnist en lo ventr virginal de la
verge Maria, a tu, sen or, soplich que m'illumins lo meu ~or
perque los meus peccats son molts e sens co_mpta e done m'.
senyor, seyn e memoria p r lo teu sant nom qui es _ten ait e ax1
maraue116s que rai peccador corn jo son no son d1?na de_ anomenar, mas soplicb ce, senyor, que ru 'm vulles v:s~tar ax1 co~
fahist [ab] arra e Tobias . E fe 'm, scnyor, hum1liar e abla111r
la dure a del meu cor qui es pus fort que pedra marbre. Per que
senyor, [h]e molt peccat en lo temps de la mia uide (fol. 6;.)
e son tantes, senyor, le mies malalties, malesas c maluestats de
molts abominables e diucrso peccats los quai rigoro amcnt e sensa
tamor (h Je fets e comesos e multiplicars fins e? lo present dia de
vuy dels quais no me 'n o stat per ~n~or 01 per tamor de m,
sen •or, qui es mon Deu e creador e m [h ]as resamut ab la tua

DEL SEGLE X\

preciosa sanch, perqué, s n ·or, te deman mercé e misericordia.
0 senyor, sten sobre mi lo teu bra de infinida pot nsia e misericordia c seré complit de la tua gracia, e desliure 'm, scnyor, de
tot aduersaris pirituals e tcmporals, axi corn per la tua infinida
potensia de liurist los tres infants de la forcal del foch ardent
idrach, Misach e bdenego. E soplic te, en •or, que 'm dons
pacicnsia, caritat, humilirat, fe, speran a, ilumina 'm, Sl:nyor,
de la diuinal gracia, perqué, sen ·or ab aquc tas virtut te pusca
concxer, amar, seruir, loar, honrar e continuament en la tua
amor e bones obres pre eruar. oplic te, sen ·or, que tu 'm vu Iles
desliurar e desenbargar lo meu cor e la mia pensa de rota mala
cogitacio ni de pensaments mals e de mermuraci6 e de rotes
coses qui contra la tua voluntat fossen lo m vulles denejar e
purificar en vertadera virtut e perfecci6 fortificar. En pcrdone 'm,
senyor, rot so que contra la tua voluntat e contra lo teus manaments, (h Je fet ni con1è d ! jorn que nasqui fins en la present
ora d'arc en rot lo temps de la mia jouentur e uide. A tu,
senyor, manifest tots los meus peccats e confers que son maluat
e orrible peccador. E soplic te a tu, senyor, e a la humil verge
(fol. 61.) gloriosa e regina dels sell e de la terra, madona santa
Maria, mare tua, e a rots los ·ants angels e ants
antes de la
cort selestial que per mérits de la tua santa passi6 e pcr totes les
\'Îrtuts e entreueniments, preoaries e mérits de tot lo triumpha
celestial desûs dit, sia a mi p ccador atorgada venia perd6 de
tots los m us peccats de tu, senyor. Car tu Yinguits del sell
en la terra a pendre e . ofarir cruel pa. si6 e mon en l'arbre de
la vera creu p r nosalcres peccadors qui erem perduti; per lo peccat d I primer parc dam. E ass6 no pas per noscres mérit(s j ni
bones obras mas tant clament, senyor, per la tua gran misericordia e pi tat. 0 sen •or rey glori6s qui deualli t al inferns e
desliurits los teus amichs de la penas n que stauen o de la captiuirat on eren subjugats en po&lt;ler del anemich atanas, eren en
priuaci6 d la tua gracia per lo peccat del primer pare e los metits
en la perdurabl gloria uida t rnal qui es s ns fi, axi, en •or, te

�TEXTES \'t;LGAR

DEL

plà(Ü\ a desliurar a mi pec,ador d 1s pecc.~ts los qua1 tcnen pr~sa
capriuade la mia anima c la fan star pnuade de la tua gr~c1a.
Desliura 'm, senyor pcr tal que no entra en aquc!la confus16 e
maluat loch sens refrig rii
ell laradat. Car JO, sen •or, be
concch que per lo meus defalliment ~1ar~·h
r i~fi rnat no
[h ]y [h ]a reparasi6 sino la tua gran nusencord1a p1dat de_ tu,
senyor, a la quai jo m' acorrc e 'm rccornan. E en_ or sophc te
que og s (fol. 62.) la mia oracio axi om oyst a fana Magdalcn~
e :1 l\fartre om te pregaren que 'fü resu~sita s Latzcr lu_r_frare qm
auia .mj. jorn que gcya mon en lo monimcnt resus 1t1st aq~1ell
perla tua misericordia c pictat. E axi, scnyor, ages m rcé e m1sericordia d mi peccàdor 'm p rdona los meus peccats coin petdonist a Maria Magdalena en ca ·e de iman I br6 la quai ab
lagn::m s d 1s seu nyll lo tcus lorio o l us leua e ab los scu
cab Ils los te axuga e per la gran ontri ·ti6 qu ac, tu, s n •or
li perdonist tot los eu· pe ·at ; axi, l:t1yor te plàcia. perd_onar
a mi pcccador pcr que pu él aconscguir la eternal gl na m1genant la rua grau mi ericordia. E dopa 'm sen ·or, fortalesa. que
pu cil vcn er Io diabla qui 'm fa tot jorns aga!ts, contr~ m1 _pcr
tal qu 'm pusca priuar de la tua œrnal 0 1ona. E deslmre m,
s n or, de fais t stimoni e jra de enyor terrenal e de cota mala
companyia. E a tu, sen ·or, me do e 'm coman are per to;tcmps,
que tu, enyor, me uul gard_ar e goue~nar_ p r que t pusca
scruir, lohar e benà •r rots los dia · de la m1a \'tda e puys eterna_lmcnt. E la gloria a \'Crge madona anta Maria mara tua, s1a
tostcmps en mon adjutori compan •ia, he lla ~er la sua _gran
mis ticordia
pierat me dafena 'm 0 art de ntt e da dia en
tot lo h tm jo sia are e p r to temp . Amen.

:s

e

7

XVIII
(fol. 63.)

allt bcrt arcnbisba de icilia ra malt dcuot hom . E un
jorn m ntra. deia n1issa e tania lo cors pr ci6s de J ucri t en 1

EGLE XV

1n;111s per rebrc 'l, di · aquesre parauks : nyor, may te rebré
fins guc 01' age dit jo que pusch for que sia a ru m~s a"redablc
ni ,l mi 01 s profit6s que jo fasse per amor tua leuor nostro
senyor dix li . v11j. paraule qui 's saguexcn.
La primera paraula li dix que donâs un diner en ·acrifici per
amor sua, e serâ a mi més agredable e [a] ru mé profitos que [si]
aprés ta mort donaucn pcr tu una muntan •a d'or.
La . cgona paraula li dix : plora per la mia amor e pacio una
ligrema e per los teus peccats, e serâ a mi màs pla ent e a tu més
profit6 que [siJ los teus parents plorauen per tu npré ta mott e
n utnplien una bas e da •guc.
La tercera paraul fo que soportas p&lt;.r amor mja una paraule
injuria a del proisma sensa que no l ne vulla mal tot pacieutment, c serâ a mi m~s agredable e a ru pus profitos que si dcju~
naues eu pa e en aygua rot un an · trcs jorns la setmane.
La quarta paraula que li dix es : trw la tua son del teus u •ls,
so es, stroncar lo dormir, e fe oraci6 per la mia amor, e sera a mi
pu agredable e a tu pus profité&gt; que si do cents pelagrins anaucn
al sanr epulcra per ht tua anima aprés ra mort.
La singuena paraula que li dix es : pren tores cases qui s'es•
deuengu n en be e pacientm nt per la mia amor e sera a mi més
agredable e a tu pus profitos que si fosse tirat e puyat fins en lo
ter er cell.
La si ena paraula es que li Jix : si uols naguna casa, demana
la a mi per onalmcnt sens altro mirya, e ass6 sera a mi mé
agredable e a tu mé profitos que sî la mîa mar e tots los angels e
sants e sante pregaucn per tu apré la tua mort.
(fol. 6.1.) La setena paraula que nostro nyor dix: perdonade bon
cor e d bona rnluntat a tors los enamichs e prega p r ells fahent
special oraci6, e sera a mi més agredabl e a tu més profité&gt; que
si tu anaues de ent Jachma fins n Roma c al sant sapulcra de
genollons scampanr la tua anch per Io p re"rinat es.
L1 vuytena paraula que nostro senyor li dix : lexa las vanitat e
consolaci6 del mon e scrca sauiam nt fi r la mia voluntat, c s ra

�,
TEXTE

VULGARS CATi\LA};S

DEL SEGLE XV

a mi pus agredable e a tu pus profitas que si per una
columpna plena de rasors tallants puyant e deuallant_ per martiri, scampaues la rua sanch e tallant la tua carn tot JOrn fe 'es
de la terra fins al el e del el fins en la terra.

hoferj nt prcsentallcs
al senyor r y de uirrut,
la mort nos encalsa ab riaks ,
pregau per nostra salut.
Ho propbetas e parriarcas,
martris, sants e confessors
qui en lo c I sou monarchas'
e nombra dels mayors,
la batalla aueu cron ade
e tot lo mon aueu vensut,
perla gracia qui us es donade
pregau p r nostra salut.

XlX
Les misses de sent Amador se poden dir n rre maneras axt
com dejus apar.
( guexen tres qüadros o estats contenint rots ells a columna
tirada lo segücnt : Primo, de nostra clona. Item de santa Magdalena. Item de trinitat. Item del sant spirit. Item de santa Margarida. Item de sent Miqu li. lt m dels ap6stols. Item dels auengelistes. Item de anta creu. Item de martris. Item de confe ors.
Item de u rgcns. Item de &lt;lefunts. Aquest s misses van seguides
de una xifra qu' es diferenta en cada estat.)

(fol. 68.)

Ho douas benignes e antas
vergens e continents
altamem sou axelsa&lt;les
sobra tots los alements,
tais riguesas aueu gonyades
per vostras grans virtut
Deus qui us ha illuminades
pregau per no tra salur.

XX
Honrats sams euangeli tes
qui son los quatre pilâs
entre tots los ministres,
aquests on més singulars,
de Je us proto no taris
qui de ,·erge fon consebur
e da Deu sacretaris,
pregau p r nostra salut.
Les ol mpnitat e altesas
a Deu son molt plasents
per los ap6stols ben cntesas
mjnjstrades abtament,

(fol. 76.)

XXI
Regina molt piadosa,
sancta ver a consegrade,
de aq uesta anima peccadora
,·ullau esser aduocada.
En la ciutat lumjnosa
fahent la b n uuyrade
e per la anch preci a,
donau li vida perdurabla.

REVCE HISPA N JQ CE. C

�43o

TEXTES VOLGAR

CATALA 'S

DEL SEGLE

senyor iosuperabl
qui regits tota na ur:t
esots premi perdurabl:l
de la vostra cr atura,
Mitigats la pena dura
de aquest vostre molt amable
e p r la sanch pura
datz li vida perdurable.
Vos sotz nostron sacrificii
e oferta copiosa
qui purgats lo nostro viure
de la culpa crimino a.
Desliurats lo del suplici
ab la mort tant piedosa
e per la saoch preciosa
dats li vida perdurable.
O anyeU de pura vida,
0 vadell dol e benigne,
vos auetz mercé complida
e 'as gardat del gran maliane.

.·r

43I

e per lo sant consistori
donau li vera perdonansa.

(fol. 82.)

A luhor e gloria de la verge Maria se deuen dejanar en pa e
aygue set dejunis, e sapies per ert que qui '1s &lt;lcjunara no porà
rnorir ens venadera confessi6 e penitensia. Cosa prouada es.
Lo primer lo dejuni de adal.
Lo segon la uigilia de parici.
Lo ters es la uigilia de la purificaci6.
Lo quart es la incarnaci6 del fill de Deu.
Lo inqaé la as umpci6 [de] la verge aria d agost.
Lo sisé es la natiuitat de la erge 1aria.
Lo s té la concepci6 d aducnt, tot de la verg Maria.
Item son dos dejunis en l'an y que hom deu dejunar en pa e
en ayga, e son en les dues festas de sent Miquell e es cosa
prouade que no poras morir a mala mort ni en peccat mortal.

Lo primer es la aparici6 de sent Miquell, qui es de maig.
Lo segon la dei asi6 de sent liquell en satembra.

o senyor e fets lo digne
de anar a loch de vida
e per la sanch inestimable
donats li vida perdurable.
E vos qui sots no tre adjutori
bon auém tots speraosa
tremarets del concisrori
piadosa perdonansa.
Al defunt d dreta criansa
d sliurats d l purgatori

XXIII
(fol. Ba vo.)

Assi comensa lo fct de la ibilla e de l' mperador esar en Jas
marinas de adal.

Dm

L'EMPERADOR.

Misatgês, prech vos que aneu
en aquell loch hon trob:ireu
una donzella de ualor,
amenau !en ab gran honor.

�432

TEXTES \' 'LGARS CATALAK

DrnN

LO MI ATGÊS.

obla donzella, Deu uo sa!
e pregâm Deu que us gart de mal ;
assi 'ns tramet l'emp rador
nostron mestra e enyor.
Diu que aneu ab ell parlar,
e no 'us vullau aa re trigar.
DIU

lBILLA.

Misatgers de gran honor,
digau al emperador
que lo meu Deu vull adorar
e aprés ab el\ hiré parlar.
(fol. 83.)

Drn

L'EMPERADOR.

Donzella de gran ualor.
jo son esar l'emperador
qui de toc lo mon son sen •or;
[h Je feta venir assi cota ma gent
que ofaresquen aur o arg nt ;
eu qui es de ca a ra 1al
adora lo meu Deu si a tu plau.
DIU

IBILLA.

Mestra senyor enperador
ja tioch marit e san or
lo quai es bo e just
e aquex es un tros d fust
.
mes sim vols un poch s oltar e o1r
dir t1h Je lo juy qui no t pot falir.

Dm

L'EMPERADOR.

Donzella, pensau en ben dir e parlar
car a mi plau ben scoltar,

DEL SEGLE XY

433

empro en cas de naccssitat
vos re pondré segon l'enterrogat.
Ara la ibilla comenl sa] lo jor( n] del judicii.
Al jorn del judicii
parri qui aura fayt seruicii.
Dm L EMPERADOR.
Donzella de gran valor,
de eruicii no'm fass s pahor,
car jo son emperador anomenat
qui pu ch donar r gnes, ducats e comptats.
1

D1

IBILLA.

Un rey vindrâ perpetual d cel
qui jemay no fou vist aycal,
en carn vindrà sertaoament
per far del segle jutyamenr.
L'EMPERADOR

Corn se caota al jorn del judici resposta que fa l'emperador a
cascuoa cobla, ut sequitur :
RESPO

L'EMPERADOR .

ibilla, digues me veritat,
aquex re si sera coronat,
car egons diu lo poble meu
. a mi den fer gran honor aquex Deu.

Dm

rBILLA.

Ans del judici tot an.iot
parrâ un igna molt gran,
la terra gitarâ sudor
e stremir e [h]a de pahor.

�434

DEL SEG!.E XV

TEXTES VULGARS CATALANS

la luna e lo sol se scurira
e nula stela no [h]y luira.

RESPON L'EMPERADOR .

Digues, maluade e cruel
e anamiga del meu Deu,
aquex senyal d'hon axira
qui tanta tristor donara.

RESPON L'EMPERADOR.

Ho trist de mi e que 'm faré
de tant de mal que yo fet be,
e de1s ignoscens que [h Je morts,
a Deu quin compta 'n donaré de mos torts.

DIU SIBILLA.

Aprés s'estremira malt fort
e fera semblant de greu conort
e mostrara ab critz e ab trons
les infernals confusions.
RESPON L'EMPERADOR.

Ho Sibilla, est aytal,
e qui n parlar es ag uex ten mal ?
vine assi, lexa ax6 star
e d'aquexa mala opini6 te vulles mudar.

Dro

SrnrLLA.

Terratremol ten grah serâ
que los puygs e los plans enderroquara,
null hom en peus no romendra
quant la terra s'estremira.
R.ESPON L'EMPERADOR.

Dons pus lb mon se [h]a enderoquar
a mi no m' ich cal pus aturar,
e toma a mayor senyor
que a mi Sesar emperador.
DIU SIBILLA.

Un corn molt trist corna.ra
que los morts e los vius despertari,

Dm
(fol. 85 .)

SrnrLLA.

Foch dexendra del cel ardent
de sofra qui es malt pudent
ce!, terra e mar, tot pendra
e lo focb tot quant es d,dira.
EMPERADOR.

Cone[c] donchs que yo morré
e l'imperi totalment perdré
car seran grans semblants tristôs
e cruells e abhominables plôs.
SIBILLA.

Cascun cos se anima cobrari
qui sera bo o mal lauors parri,
los bons se n' irin ab Deu lassûs
e los mals en infern lajûs.
EMPERADOR.

Donchs cascun compte retrâ
del mal o be que fet autâ,
e donques qué sera de mi
qui tant de mal [h]e fet mesqui.

435

�TEX.TES VULGARS CATALA

'IBILLA.

Lauors no aurâ bom talent
de riquesas d'aur ni d'argent,
de res no aura hom desig
sino tant solament de morir.
(EMPERADOR]

0 donzella, be m'as parlat
e del juy de Deu prophetitzat,
per que 't dich que susare me n' iré
per Io que de tu entés yo he.
.,1

IB ILLA.

De morir sera tot lur talent,
lauors lo[s] cruxirân les dents,
no sera nagun qui no 's plor
tot lo mon s râ en gran tristor.
fa1PERADOR.

0 poble, e corn no pensau
en lo gran juy que sperau 1
donchs prouehiu en lo meu auenir
car d'ass6 nagu no 's pot abscondir.
SuHLLA.

Los pu •gs e los plans serân agals
aqui seran los bons e la mals,
revs duchs, comptas e barons
qui- 'de lurs fayts retran raysons.
(fol. 86.)

EMPERADOR.

O donz lla, vullas me scoltar
quin compta poré jo a Deu donar

qui may li "fiu honor ni oracions
sino male as e tra · ions ?
SIBILLA .

nch no feu hom res tant sacret
ni ho dix ni '[hJo pen et
que aqui no sia tot clar,
naaû no [h]y porâ res selar.
EMPERADOR.

Donzella, si lo reu Deu me rnl scoltar
ab dl m' iré amistensar,
e pusca no sapia de deuinar
tors los meus mals sabré b n nagar.
IBILLA.

La donchs no aurà hom talent...
EMPERADOR .

i lo reu Deu ten mal sera
que la gent matar volra,
com eJI vindrâ jo m 'n hiré
que •a no la ych speraré.
SIBILLA.

De mari sera tor lur talent ....
EMPERADOR .

Donzella, de tu tinch malgrat
p r lo teu parlar qui m'[hJa desberatat,
qui de •as que es Deu de rama amor
e are dius de grans plô e tristor.
IBILLA.

Los infants qui nats no serân ...

�TEXTES \'ULGARS C. TALA S

DEL

EGLE X\'

439

EMPERADOR.

i ell se uol combatre ab los ignoscens
que faria de mi entre les altrt..'S gents ?
perque no ych vull P~- ~turar
que n aitres part m amré dcportar.
!BILLA.

E criderân tot altament ...
EMPERADOR.

Donzella, segons a parlat
de rot hom vol ra auer rescat
e crech yo tot sertament
que mal mercat n'eura la gent.
IBILLA.

Cascun cors se ànima cobra ra.. ...
EMPERADOR.

Segons lo que as di~ dessus . ,
lensara los mals en mfern letus,
no farâ a mi que jo fugiré
e uanir deuaot ell be me 'n gordaré.
IBILLA.

Ay, senyor, qui lo mon formist...
EMPERADOR.

Véten de ma terra, maluade, tost e breu,
falsa e anemiga del meu Deu,
.
car si yo 't pusch :nenyer ni aconsegmr
a mala mort te faré morir.

XXI\
(fol. 89.)

Aquesta oraci6 fou atrobade en lo sepulcra de la gloriosa verge
nostra don a sancta faria e [h]a aytal virtut que tot hom o don a
qui ab deuoti6 lo dira o la fora dir, ho la aportari obr(; si, ag
per ccrr que no marra a mala mort ni erâ cobrat de sos am.'michs. E la dona qui ab d uoti6 la dira, ho farà dir, auri bona
pau e concordia ab son marit, c per semblant l'om ab la dona.
Item que si alguna per ana s ra tocada o hombrade de !)pirit
maligna e la legira, tentosr se:ra d sliurade ela spiritmaligna no [h]y
aturari pus n la per ana qui tinga la anta oraci6 sobre si o la
liga. Item si nagnna persona va de part e la [h ]y liguen al coyll,
tentost sera de liurade. E qui la dira cascun jorn, ahans de la sua
fi veura la verge faria.
Jesucrist, fi.Il d Deu lo pare, ogcs me ; fill de la verga Maria,
scolta 'm ; saluador de tot lo mon, ajude 'm. aocta Maria, mâre
de Deu, sen •ora e regioa pod ro:-.a, b nigna e digna d tota lahor,
pregau per mi.

0 b lesa dels angels, flor dels patriarques, desig del. prophetes,
tresor dels ap6stols, gloria d ls preueras, ornament de las verges,
pregau per mi.
0 cxalsamenr obrc rots los 6rdens del angel , ajudaume de
tors los mals pa at , pre ent c csdeueoidors. E no 'm desenpars
en aquella hora spau ntabl del dia de la mia fi.
0 scnyora oloriosa, conforte 'm en la hora del judici, que puxa
enrrar dins le portes de paradi deuant lo teu glori6s fill e sia
cligna de venir deuant Ile e auer la gloria perdurable.
0 stela de Dcu, porta de paradis, palau d Jesucrist, templa de
Dcu, stela de la mar, lum e consolati6 de tot lo mon, comensamem e fi, ages mercé de mL
enyora molr santa, sposa de J sucrist, font de salut, flor sobre
natura, lum de la terra, pomer del cell, port del ala.mcnts, font

�TEXTES VULGARS CATALANS

de pietat, (fol. 90,) via de uirtut miral de humilitat, cap de uirginitat, mare de miscricordia [e] sauie a, templa palau hon habita
la santa &lt;leitat, belesa obre tots los angels c sobre totcs les creatures, bresca d dolsor, repôs de treballs, reruey de dolors ; ab tu
e alegren los sants ange! .
fare de misericordie, gira los teus uylls ants e misericordiosos
en vers mi e en vers los peccadors e illumine m ab lum de gracia, dolse ,·er e Maria, en las tuas presioses mans coman la mia
anima e lo m u spirit. Amen .
T

(fol.

T

[Receptari]

90.)

Per a mal de caure.
Pendra lo pacient per la ma e dir li [h]a la orella : Ore11111s.
Preceptis stllutttribus 111011iti el diui11a instit11tio11t formati, aude11111s
dicere: Pater 11oster qui es in ce/is etz. E sia tot dit tres vegades.
E aprés fes lo leuar e s ur . en calcun banch o padris e sera
gorit.
Item més, per a persona qui aura mal de caure, que hom li
diga lo vers dei us scrit ab houa deuoci6 [e] no li sera vi arés corn
lo mal l'eura lexat que sia scat res.
E per semblant es bo a dona qui va de part que 'l port ab si
ab bona deuociè&gt;.
lt mes bo contra remplasions del dimoni; e e lo qui' saguex:
Ego autem conslil11t11s s11111 rex ab e.1.1 super Sion monle111 snnc/11111 ci11s

predica11s preceptt1m eitu.
Contra vérmens.
A persona o animal qui tinga vérmens en alguna nafra, scriu
en un poch d pa aquests tres motz e donalo [h )y a menyar :

Vexilla regis prodeunl.

DEL

EGLE X\"

Per au r bona ventura.
i vols fer de ton prou a unquen vages ni en alguna obra o
qualseuulla casa que comensara 'digues .VIJ. vegades ab deuoci6
a l~onor de De~ e la veroe Maria (fol. 91.) lo alm del Mau//lficat
a111111a 111ta dmnme.
b
E si \'as per cami ni arraues lo cami, d,· ,::.u
'"'es •''IJ
• • vega &lt;l s 1o
1 Q
psa m uemadmvdum desidernl seru11s ad J'"0111~,
.... aq11art1111 .
Contra l'anemich .
Com
lo veuras
que no 't pusca noura , ab Deu d.1!!Ucs aquest
1
•
psa m -~IJ. 'egades. Exurga Deus et disipe11t11r i11i111ici eius.
E ax1 matex feras aturar la serp client aquest matex psalm IIJ
vegades.
· ·
E si volras que se 'n rnge, digues aquest alm aprés que la auras
feta at~rar. Et f11gia11t qui odmmt eum a fnrie.
'
Per imp trar gracia de nostro s nyor e remi si6 de tots los
peccat ' digue . VIJ . vegades lo sal(m] de Miserere.
: r au : la ajudc de nostro enyor [ eJn totes tes cures e tribulac1ons, digue . VJJ. Yega&lt;les. Deus rep11listi 110s.
. Per o qu les tu s oracion sien accep! ta ]bl s a nostre s nyor
lig .\'IJ. vegade la psalm. Exa11di Deus deprecacione mea.
,

�MAR DE lSTORIAS

MAR DE ISTORrAS
Este libro tiene preuilegio por cedula de su Alteza para que
ningun imprensor ni librero no le pueda imprimir ~i :ender
enestos reynos por espacio de cinco aûos primeros s1gu1entes,
sino Dtego de Gumiel, vezino de Valladolid, o sus fatores o
criados, o aquellos aquien el los vendiere, sopena de pe:der l~s
tales libros que assi imprimieren o vendieren, z de c1en mil
marauedis para la camara de su Alteza, lo quai mostrara por la
&lt;licha cedula aquien ver lo quisiere.
Tabla delos capitulas que ay enel presente libro.
Propusicion de Vlixes griego fecha alos troyanos antes que
la cercasen.
Fabla de vn principe troyano llamado Panton, z de Antenor z
de otros.
De vna habla propuesta delos campanios alos romanos, z la
manifica respuesta.
.
.
Respuesta del pueblo romano alos embajadores de Campama.
Corno Alexandre teniendo cercada a Tiro, salio en vna fragua
del fuego vn Oaran baolpe de sangre, z de otras cosas.
.
•
De como Alexandre faziendo la guera a Dano, Dano trataua
su muerte de Alexandre por traycion ; z lo que hizo Alexandre
sabiendolo, z dela batalla.
Corno, vencido Daria, Alexandre entro enla India z conquisto
a Poro rey, donde hizo vn claro fecho en armas.
Respuesta de Alexandre a la noble fabla que sus caualleros le
hizieron porque osaua enprender actas peligrosos.

443

Fabla de Seneca reprehendiendo la codicia de sefiorear de
Alexandre.
Dela muerte de Alexandre y del repartimiento de sus senorios.
Delas lloros y gran sentimiento delas gentes de Alexandre z
de su gran clemencia natural z bumanidad.
Dela contrauersia de.los principes de Alexandre sobre quien
le sucederia en el imperio, porque mando que el mas bueno.
De Anaxarco filosofo .
De Romulo, rey de Roma, y de uma Pompilo, z de Tulio
Estilio z delos otros reyes primeras de romanos .
De como començo la 111onarcbia de Roma en Julio Cesar.
Del os grandes fechos de Roma z sus fortunas .
De Caton z de sus buenas costumbres z maneras z del grande
valor suyo.
Del gran filosofo Pitagoras.
Del poeta grande Simonides.
Dela tercera guerra que fue entre Roma z Cartago, en la
qual fue destruyda Cartago.
Del consul romano Silla, famoso en crueldad despues de ser
muy sabio.
De Julio Cesar, muy magnifico y excellente principe.
Fabla del Cesar, de los fechos suyos en tanto que fue consul z
ditador en Roma.
Cuentase en este capitulo del emperador Otauiano Agusto.
De vna fermosa fabla que Erodes hizo a Otauiano Cesar, para
mitigar su sana venierido en Asia.
La respuesta magnifica del Cesar Otauiano a Herodes.
Loores del magnifico emperador Otauiano.
Del emperador Otauiano Pio .
De Gaüeno, fisico y gran filosof~, z delos libros que
compuso.
De Auidio Casio, que el mesmo se fizo enperador, siendo
capitan delos romanos.

�444

~iAR DE lST RIA

HER. ' A.' PEREZ DE G lM.\N

Dela auaricia z cobdicia de mucbo seiiores romanos.
Yna letra enbiada de Lucio Agusto al enpçrador Marco, z su
respuesta.
Dela muerte de Auidio Casio z porque le mataron los mesmos de su hu ste.
D 1 emperador Tito C sar, quando destruyo la ciudad de
Jerusalem.
De Aurelio lexandre, mucho humilde · noble emperador,
elegido despues de Gabalio maJo.
De como eotraron grandes gentes barbaras en Ytalia z vencieron a Aureliano emperador. Fabla dclas seuillas.
Dela reyna Zenouia que se apodero &lt;lelo mas de Oriente
contra los romanos.
Vna epistola embiada por Aureliano enperador ala reyna
Zenouia.
Respuesta dela reyna Zenouia a Aureliano.
Quien fue Z nouia y de sus hazafias y de su grand coraçon
en todos sus fechos.
Recuenta las ondiciones de Aureliano z: de sus vitorias.
Del emperador aleriano, gran pcrseguidor delos cristiano , z
fue preso por este pe ado z auiltado.
Letras embiadas al rey por por aJgunos re •es z amigos suyos
estraôandolo, porque maltrataua al emperador aleriano.
Letra de Velonio, rey delos candiotos, al dicho apor, rey de
Persia.
De Prouo, notable cauallero, que fue elegido por enperador
de Roma.
Habla del cnp rador Prouo nel .enado romano.
Habla de faulo Taciano, consul enel enado, al razonamiento de Prouo.
De como Prouo, aprouado por consul, fue contra aturnino
frances, que se llamo emperador.
De Graciano, emperador, z de Teodo io, tanbien emp rador,

natural de Espaiia, ambos catolico · i:ri tianos, hizieron buenas
cosas.
Del cmperador Carlosmano.
Dela manificeocia del enJJerador Car1o y de sus autos y
mancras y de su deuocion z ciencia.
Del emperador Carlos z como acreceoto el inperio romano
por mucha maneras buenas · por su grande e fuerço.
De co~o el ernperador Carlos •a \'ieJO toma a su hijo Lu s,
rey de Gu1ana, por compa1iero enel inpcrio con consentimiento
del imperio romano.
. De _co1~0 venieron dos monjes a Francia, que dezian que ,·end1an c1enc1as ; 1 rno quedo en Paris.
. De Olfredo, rey de Iogalaterra, i de sus noblez.1 , cl qual
htzo cosas muy notables.
Del noble cauallero, llamado aladino, soldan de Babilonia.
D voa gente tartara, que con su rey Cigi tan hizieroo grand s
datios entas ticrras.
Que el papa embio aun fray An clmo con otros dos mbaxadorcs alos tartaros.
Como los tartaros \·encieron alos turcos z les fueron crueles.
. Fasta a~ui e con~ado delos emperadores ide sus vidas z prin•
c1pes genttles z .:atoltcos. Agora le cuenta delos santos i sabios
Y de sus vidas, y delos libros que hizieron.
Del m~rtir Leonides, padre de Origenes, en que ticmpo fue.

De Ongenes y de su vida y delas casa que e criuio.
De Filon judio, gr~n abio, y delos libros que el compu o.
De Jo efo, en que nempo fue i quien fu .
En que ticmpo fue el sancto dotor Yreneo.
Del filosopho Par teno estoyco ~ buen cristiano.
De Ckmente Alexandrino, dicipulo de Pantonio.
De sancto arciso, obi po de Jerusalem.
De Certuliano, presbitet'o africano, gran sabio.
RE/TF. HISPANIQCE.

C

�HERNA

PEREZ DE GUZMA.

De Julio africano, gran sabio.
.
.
De Dionisio Alexandrioo y de Capnano ob1spo.
. •
De sant Cebn·ao, obispo de Cartago.
Del emperador Costantino el grande y vna pistola que scnuio
ala Yglesia.
D E b" 0 obi po de Cesarea.
o use 1 , .
.
de Juuento e paiiol.
De Jacoba, obt~po d ic na, Y
De Yllario, ob1spo de Piteos.
De Didimo Alexandrino, santo dotor.
De san Basilio, obispo de Cesarea.
De san Gregorio asanseno.
.
De Jeronimo, namral de Dalmac1a.
De san Juan Grisostomo.
De Arzemio, scnador.
.
De san Agustio z de Oros10.
De uero de Tolo a.
De san Paulino.
De Juan Casiano.
De Onorio Rufino.
De sant Jermano obispo.
De Boecio Seuerino.
D Casiodoro.
De san Arnulfo.
De santo Ysidro, arçobispo.
Del santo Grial.
De Al uyno.
De Rabano dotor.
1
De Bonifacio epistola a Teobaldo, rey d Ioga at rra.
De san Martin.
d
f papa Siluestre.
De Guiberto, nigromantico, que spues u
De vn t,or:m mfra 0 lo.
•
De Bruno Te tomco.
De Merlin.
Del papa Leon.

. IAR DE I TORJA

447

De Laufranco.
De sant Anselmo.
D Vldiberto.
De Per Alfon o.
De Pedro Damiano.
Dcla orden del Templo.
Dcla orden de Pre stre.
De sant Bernardo.
De Ynon, obi po de Chartes.
De Hugo de santo iror.
De Teobaldo.
De Guillen, conde.
Dcla onien de Premostre 1: Cistel.
Dela orden de au Juan.
Quando fue ganada J rusalem.
De mae rrc Ricardo.
Ddo erejes de lbi ? de :mto Domingo.
De an Francis·o.
Del abad Joachin.
De sancto Antonio de Padua.
De ant Pedro martir.
El prcs ntc libro que s llama Mar d Ystorias embio Cristouai d antistcuan, comendador de Biezma regidor de Valladolid, al mu · magnifico y muy reuerendo enor Don Manin de
Angulo, obispo de Cordoua, pre id nte dela corte chancillcria
real, que reside en Valladolid, del consejo dela reyna, nuestra
seàora, conel quai le embio esta carta.

Mu magnifico y mu reuerendo senor.
Por eran cosa se escriue de Julio Ce arque e creuia y oya r
notaua jumameocc, esrando en! guerras que hazia, y aun que
parezca cosa muy dificile, quien conoce la per ona de vue tra
serioria y vee Jo qu haze, aquello e deue teoer en poco, pues

�HER, AN PEREZ DE GUZMA~I

vecmos que despues que el rey nuestro seiior le dio el cargo dela
justicia destos reyno de Espana, imitando a quicn le dio et podcr,
no solo a sostenido la justicia enla curnbre que d ue estar,
haziendo •QUales alos grandes y alos pequeiios y alos pobres y
muv ricos ; ala desamparadas viudas con lo faborecidos sobcruio~, mas dexados los pleyros que por rigor de justicia ~e pa~ha
enel trono desta real audiencia, en su camara dcspacha 10fi01tos
por con.:ordia delas partes, enlo quai entien?c con tanta diligcncia y grau sagacidad, que pocos o n~ 11111guno delos que
comiença a concertar, salen de sus mano sin el fin que entramas
partes dessean, que parece cosaque no puede ser. Las cosas eclesiasticas en tanta manera las oserua y guar&lt;la, y las otras cosas
que tocan a su obispado y dignid~&lt;l, c~n:o si en solo. aquello
entendiesse. Difercncias asonadas 01 qwsnones no ay mngunos
en todas estas partes, porque eolo que auido, a puesto su mano
de manera que •a oadie por su temor aun por amor no osan
hazer cosa que no deuan. Ver su estudio contino en su grand
libreria, muchas vezes pienso, que sus dias son mayores que las
noches de orucga, segun las cosa que enellos haze y .despacha.
Tan particularmente entiende enla buena gouernac1on delos
pueblos, que en cada vno parece qu se crio, que de aquel solo
tiene cuydado. La hoora que haze alos caualleros genernsos y
alas otras gentes y el arnor con que los trata, es en tanta man~ra
que todos van siempre contentas y alegres de su pres.encia,
nunca cerrando se su puerta ni auiendo portero para nad1e que
venga a pedir justicia ni a negociar con uestra setîoria, y e to
no solo en salud, mas aun en sus enfermcdades, de que he noctado ser en cstremo su gran sofrimiento. Que co a es ,·er cl
desseo tan entranable con que vuesrra setîoria sirue al re nu~st~o
senor, y por quanta formas y maneras, como sosti ne las pnm1nencias reales y procura la aumentacion y honra destos reyno ,
como festeja alos em baxador s • otras personas estrangeras q~e r.or
aqui passan, quanto a autorizado y sublimado esta real aud1enc1a,
con ordenanças, con co tumbres, con industriosas la bores, que cosa

1AR OF. ISTORIAS

449

es ~e ver la breue espedicion q.ue da en todo Ios pie ·tos y negocio ,
Y&lt;.:n el despacho delos mcnsa1eros que cmbia · le embian de rod:is
partes, )' como huelga en hazer fiestas y regocijos enlos dias muy
solen~s por dar ~lazer alas gent s , alegrallos. i 0 olo ma persona
ma~ c1ento ternian mucho que hazer eo lo que vuestra seiioria
~~uende .. Y pues ]'O \'1,;0 esto que digo, cada ora, y lo hc
\ 1 to on un~ los anos que YU est ra serloria a esrado en este real
car?o gue t1cne, no solo digo que creo (o que escriuen &lt;lt!
Julio ~esar, mas no lo tengo n nada. Pues este libro de Mar
dest?nas, gue ay_ embio a vuesrra seiioria, no supe aquien
serurr conel tan 1ustameme, porque si habla de grandes y
csforçados caualleros, Yuestra s:noria ~s cauallcro, y ,;us passados, colas partes del Andaluz1a, do brnieron como muy honrados caualler~s .que fueron siruiendo a Dios y a us re ,e contra
los moros,. hmeron muchos hechos hazanosos. i habla de
~randes sa~10~ y oradore , quien en nuestros tiempos mas que
\ ue. t~a senona,_ que con todo los negocios que tieoc, tanto
~sru~~a, :an am1go es. de sabios libros como parece por su gran
ltbrma ) por la ep1stolas que ha escrito, y oraciones que ha
hecho en cortes y fuera dellas, y yendo por embaxador delos
reyes nu~ tros sei'iores a grandes re •es y a principes comarca~os. 1 habla de grandes dotores y eclesia rica. personas,
quien sabe mas dela sacra Escriptura, ni tiene tan copiosamente
l~s muchos bolumenes, que los sancto doctores e -riuieron
m guarda )' conse:ua ~ssi su ~ignidad y la manera del rezar ):
ayunos dela Ygle 1a. 1 este 11bro loa los justiciero las obras
qu,e ,·uestra ~ùorja a hecho y haze, despues quel r;y nuestro
senor le escog10 para este tan grand cargo que tiene, y escogelle
su Alreza, basta para que se vea qui n es. Y porque hablar en
todo lo. que se podria &lt;lezir de ,·uestra se11oria, hombre que tan
~al escnue como yo, seri~ ent:ar do no upiesse salir, lo dexo :
un que confies o que s1 ass1 lo supiesse dezir, como lo se
conocer, que yo no quedaria por mal auror. Embio este libro a
vuestra scùoria, ques para d por lo gue he dicho: resciba est~

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

pequeno seru1c10 conel muy grande del desseo que tengo de
seruille.
Besa las manas de vuestra senoria .
El comendador
Santisteuan.

ESTE LIBRO SE INTITULA MAR DE YSTORIAS,
EL QUAL COPILO
EL NOBLE CAUALLERO HERNAN PEREZ DE GUZMAN
(APITULO PRIMERO.

Corno quier que en la ystoria especial de Troya y en otras
ystorias se cuenta asaz copiosamente z muy complida todos los
fechos t actos de guerra, z las proposiciones que enellas se ficiero·n por los embaxadores que venian dela vna ala otra parte,
conuiene sa ber de Griegos y Troyanos. Pero porque en vn notable libro que se intitula el Mar delas Ystorias se fabla vna proposicion que hizo Vlixes en presencia del rey Priamo, la quai proposicion no se lee en alguna delas otras coronicas, ponese aqui ;
la qual es esta.
Proposicion de Vli"&lt;.es griego, fecha alos troyanos antes que la
cercasen.
CAPITULO II.

Quando los gtiegos fueron ayuntados para venir sobre Troya
por vengar la injuria fecha en Grecia por Paris, fijo del rey de
Troya, y el robo dela reyna Elena, fueron primero los troyanos
requeridos ~ amonestados por parte de los griegos por vn principe
de Grecia, llamado Palomides, z por Vlixes z Menalao. Pero

MAR DE ISTORIAS

45 1

despues veyendo de anbas partes que ya la batalla estaua. aparejada, queriendo los griegos mas entèramente tomar por si la justi~
cia z razon, z si ser pudiesse escusar los males que despues se
siguieron, acordaron de otra vez requerir al rey Priamo y embiaron ael sus embaxadores a Vlixes z Menalao. E seyendo alli
juntados todos los principes y el pueblo de Troya, Vlixes, que
traya el cargo dela enbaxadaJ fo.blo en tal guisa : cc No dudo yo,
~rin~ipes troyanos, que a vosotros es asaz: hotorio que los griegos,
s1gu1endo la costumbre de sus antecesores, nunca sin grande deliberacion z maduro consejo fizieron sus fechos, a fin que de sus
obras z atos mas se siguiesse loor que reprehension. Pero dexartdo
los fechos pasados, ya sabeys, troyanos, las injurias z deson.ras
fechas en Grecia por Alexandre. E ni plilr esto los griegos se mouièron a tomar armas ni fazer guerra, que suele sar el remedio delos
injuriados z quexados z su satisfacion, mas con delibeudo cohsejo z
de comun con sentimiento, corho ya vistes; venimos aqui con
Menalaoa recebir a Elena, dela quai requesta yembaxadaotra cosa no
reportamos sino palabras enjuriosas z soberuias. E assi. segun ami
parece, con tal respuesta conuenible fue z justa. tomar atmas z por
batalla demandar aquello, que por buena amistad z onestas respuestas nos fue negado, por lo quai de actietdo de todos fue
juntada la caualleria con los principes de Grecîa para vos fazer
guerra. Pero acordandose aun los nobles principes de Grecia
dela buena costumbre z loada templança vsada por sus mayores,
otra vez a~ordaron de nos embiar a vos sobre la clicha causa. De
oy mas, troyanos, en vuestras manos es el remedio o el peligro i
de vna cosa soy cierto que nun(:a os arrepentires, si nos otorgays
aquello que justamente os demandamos y si con saludables y
s.anos consejos corregis y emendays los primeros yerros. Por los
àioses fornortales, trae a vuestras memorias quantos danos ~
quantas males semejantes deste se siguiran enel mundo par el
exemplo de tan feo feébo como Paris fizo. E qual sera aquel que
aya coraçon de varon, que recordandose de tan feo z abominable
fecho aya confiança z: derta fe de su amigo; z no tema delo rece-

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

pequeno seru1c10 conel muy grande del desseo que tengo de
seruille.
Besa las manas de vuestra senoria .
El comendador
Santisteuan.

ESTE LIBRO SE INTITULA MAR DE YSTORIAS,
EL QUAL COPILO
EL NOBLE CAUALLERO HERNAN PEREZ DE GUZMAN
(APITULO PRIMERO.

Corno quier que en la ystoria especial de Troya y en otras
ystorias se cuenta asaz copiosamente z muy complida todos los
fechos t actos de guerra, z las proposiciones que enellas se ficiero·n por los embaxadores que venian dela vna ala otra parte,
conuiene sa ber de Griegos y Troyanos. Pero porque en vn notable libro que se intitula el Mar delas Ystorias se fabla vna proposicion que hizo Vlixes en presencia del rey Priamo, la quai proposicion no se lee en alguna delas otras coronicas, ponese aqui ;
la qual es esta.
Proposicion de Vli"&lt;.es griego, fecha alos troyanos antes que la
cercasen.
CAPITULO II.

Quando los gtiegos fueron ayuntados para venir sobre Troya
por vengar la injuria fecha en Grecia por Paris, fijo del rey de
Troya, y el robo dela reyna Elena, fueron primero los troyanos
requeridos ~ amonestados por parte de los griegos por vn principe
de Grecia, llamado Palomides, z por Vlixes z Menalao. Pero

MAR DE ISTORIAS

45 1

despues veyendo de anbas partes que ya la batalla estaua. aparejada, queriendo los griegos mas entèramente tomar por si la justi~
cia z razon, z si ser pudiesse escusar los males que despues se
siguieron, acordaron de otra vez requerir al rey Priamo y embiaron ael sus embaxadores a Vlixes z Menalao. E seyendo alli
juntados todos los principes y el pueblo de Troya, Vlixes, que
traya el cargo dela enbaxadaJ fo.blo en tal guisa : cc No dudo yo,
~rin~ipes troyanos, que a vosotros es asaz: hotorio que los griegos,
s1gu1endo la costumbre de sus antecesores, nunca sin grande deliberacion z maduro consejo fizieron sus fechos, a fin que de sus
obras z atos mas se siguiesse loor que reprehension. Pero dexartdo
los fechos pasados, ya sabeys, troyanos, las injurias z deson.ras
fechas en Grecia por Alexandre. E ni plilr esto los griegos se mouièron a tomar armas ni fazer guerra, que suele sar el remedio delos
injuriados z quexados z su satisfacion, mas con delibeudo cohsejo z
de comun con sentimiento, corho ya vistes; venimos aqui con
Menalaoa recebir a Elena, dela quai requesta yembaxadaotra cosa no
reportamos sino palabras enjuriosas z soberuias. E assi. segun ami
parece, con tal respuesta conuenible fue z justa. tomar atmas z por
batalla demandar aquello, que por buena amistad z onestas respuestas nos fue negado, por lo quai de actietdo de todos fue
juntada la caualleria con los principes de Grecîa para vos fazer
guerra. Pero acordandose aun los nobles principes de Grecia
dela buena costumbre z loada templança vsada por sus mayores,
otra vez a~ordaron de nos embiar a vos sobre la clicha causa. De
oy mas, troyanos, en vuestras manos es el remedio o el peligro i
de vna cosa soy cierto que nun(:a os arrepentires, si nos otorgays
aquello que justamente os demandamos y si con saludables y
s.anos consejos corregis y emendays los primeros yerros. Por los
àioses fornortales, trae a vuestras memorias quantos danos ~
quantas males semejantes deste se siguiran enel mundo par el
exemplo de tan feo feébo como Paris fizo. E qual sera aquel que
aya coraçon de varon, que recordandose de tan feo z abominable
fecho aya confiança z: derta fe de su amigo; z no tema delo rece-

�452

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

bir en su casa, ni aun quai hermano a su propio hermano de lugar
ni en su casa lo reciba, quien no abra por sospech.oso a qualquier,
aunque su pariente sea muy cercano. Porende, principes troyanos,
razonable casa z ann necesaria es, que recibiendo los griegos rodas
las casas que par violencia z fuerça les fueron tomadas, con paz y
buena amistad se tornen a sus tierras, sin fazer ni recebir mas dan.a,
y estas dos reynos que fasta agui ouieron buena paz, por discordia
no vengan alas manos. Deuedes aun considerar, quanta peligro os
esta aparejado, ca sabedes bien coma Polidoro, fijo del rey
Priamo, es en poder delos griegos, el quai ligeramente le se~a
dado si Elena con todo loque con ella fue tomado, fuere resntuyd~. En otra manera la batalla no se puede desuiar, ni la guerra
abra fin, saluo sî todos los principes de Greda, los quales son
asaz suficientes a ·destruyr esta vuestra ciudad, primera no mueren. E Io que mas cierto creo, que tomado el vuestro Ylion z
tornado en ceniza, el exemplo de vuestra soberuia con vuestro
destruyrniento sea alos que son por venir casti~o. Par ende, en
tanto que las cosas son aun sanas y en su v1gor, en vuestras
manos es de proueer &gt;l.
Fabla de vn principe troyano, llamado Panton, z de Antenor
z de otros.
CAPITULO III.

Despues que Vlixes dio fin a su razon, par todos fue tenido
gran silencio~ segun que en los tales fec~os suele acaescer, no se
sintiendo alguno suficiente a dar la pnmera respuesta en t~n
grande z peligroso fecho, y assi cada vno esperaua la sentenc1a
del otro. Pero vn principe troyano, llamado Fanton, a altas bo~es
dixo assi : &lt;&lt; Vlixes, alas palabras que tu as dicho, no ha nmguno poder delas curar o remediar, aun que la v?lu~tad tenga a
ello aparejada ». Despues &lt;leste, A[ltenor, otro ynnc1pe troyano,
dixo assi : « Todas las casas que por vosotros gnegos son propuestas, pues sabernos la verdad dellas, con buena paciencia las rece-

MAR DE JSTORIAS

453

bimos. No creades que fallece consejo ni voluntad, si el poder
nos fue~se otorgado, pero como vosotros vedes, en otros esta Ja
sentenc_1~ z conclusion &lt;leste negocio, en los quales mas lugar a
1~ cobd1c_1a ~ la vol~ntad que 1a razon ni la vtilidad ». Aquel suso
d~cho prmc1pe dernbose ante los pies de Ector, suplicandole que
dresse or~en, porque se escusasen tantos males como se esperauan.
Era p~r c1erto ~ctor, assi como primeramente nacido entre los fijos
~e Pnamo, ass1 en virtud z discrecion el primera z mas auentaJado de todos. El qual corna oyese las palabras de Panton z se
r~cordase del_ mal fecho de su herrnano Alexandre, estaua rnuy
tnste, z cons1d~rando los males z dan.os que se aparejauan, inclinauase al conseio de aquel. Pero de restituyr a Elena se le faz.ia
graue, es~ecialrnente porque cop. lagrimas le era por ella suplicado que 1a1~as a Menalao no fuesse restituyda. Pero cuydando
Ecror remed1ar con algun partido, dixo a Fanton, que faria dar a
Menalao en casamiento _a_ su hermana Casandra o Policena, qua!
los enbaxadores mas qu1s1essen, con muy grande z notable dote
z con ello todo aquello que por Alexandre fue robado en Grecia~
Corno Panton _estas c~sas dixesse alos embaxadores griegos,
Menalao, que all1 era, d:xo : « Por cierto, asaz honorable z notable
tra~o es este, que yo ~ue pot los troyanos fuy robado, agora por
em1e~da por .cl aluedno dellos yo dexe vna muger z ronie otra &gt;).
E ass1 los delegados delos griegos, sin buena conclusion de su
embaxada, se tornaron a su real.
De vna fabla propuesta de los campanios a los romanos z la
magnifica respuesta.

CAP!TULO !III.

A quatro cientos y veynte y seys afios dela fundacion de Roma
se mouio grande guerra entre los romanos z los sa mutes auiendo
primera buena paz z confedetacion. È los romanos 'tomaron
armas, no par su propia necesidad, mas, loque loable z fermosa

�454

HER. A

cosa es, por d fen ion de sus amigos, lo5 de Campania. E porque
somos \'eoidos a fablar &lt;lesta gente delos campanios, conuien
saber t fazer mencion dela genre t condicion d llos. Porende
quien quiere saber quanta era la abundancia suya t de sus riquezas, sepa que todas la generaciones de sus armas eran de oro t
de plata. i de su rauio a yra t inhumana crueza fallaran, que
quando se partieron dela amistad delos romanos, todos los
sacrificios que hizieron alos dio es fueron de saogre de criaturas
t de hombres t mugeres.
i de poca vcrdad t infieldad se
demando, notorio es que siete vezes rompieron la fe :ilos romanos. Esta tierra de Campaoia no solamente s fertil z abondada
de Ytalia, mas aun es delas mejores y mas frutiferas tierras del
mundo. i el cîclo mas templado ni el ayre mas puro e en
alguna tierra . Dos yezes es alli verano eoella, n que ay flore y
ro as. Enella son los puertos de Gaeta t de Micena que son muy
seguros z muy prouechosos, muy copioso de rios t fuentcs t
montes t pastos. Enesta prouincia d Campania es la muy
noble ciudad de Ca pua, la qual por su gran riqueza t abundancia
fue auîda por tercera entre Roma z Cartago. Pues ansi que como
estos campanios ouiessen guerra con los samute , por causa deIos campos s dicianos, fueron de mala manera en ,·na batalla
vencido t qu brantado . Pero prouando de rep:u-ar su fortuna,
tomaron armas t otra v z toroaron ala batalla, t a cerca dela su
gran ciudad de Capua otra vez fuerou vencidos, ansi que les
conuino retraerse tra los muro de su ciudad, y enesta batalla
per&lt;lieron toda la flor de su mancebia. Por lo quai, veyeodose sin
alguna esperança de remedio, fueron costrefüdos a demandar
ayuda alos romanos, y embiaron al senado sus delegado , delos
qua.les el mayor dellos, des pues que eoel senado I s fue dada
audiencia, propuso en tal manera: « Padres con critos, el pueblo
de Campania embia a vosJ requeriendo vo de amistad pcrpetua,
i demanda vuestra ayuda ala prcsente nccesidad, la qual amistad, si esrando en nuestra prosperidad -z; buena fortuoa la demandasemos, asi seria poco firme y e table. abemos, padres conscri-

MAR 0E ISTORIAS

455

to.' q~e sicmprc fue la costumbrc del pucblo rom
d
su am1srad aquien c la demandas E . l
ano t: no ncgar
tra nos dies e licencia de fabl . t:. s1 a for~na contraria nuc.:sciudad lo rc .
d ar, segun la manificencia de nuestra
qu1ere, po riamos bien dczir que non e . d d
l
d
a una espucs de,.
. d d
cm a
pueblo ni de assi fe~~;sa b ~omana de rama muchedumbre de
Capua . por lo quai . a un osos campos como la ciudad de
'
, si yo no so engafia&lt;lo
prouecbo o a vo otros
, no es poco vtil i
nu stra compariia i
·
d r. .
volqucs t los t
.
'
amISla • \.,a s1 los
rusques, enem1go vue rr
mouicssen la au·1ller1·a l C
I
os, conrr::. ,·osotro se
'
•
' te apua e e . 1
que fivo_sotros ala pre ente nccesidad por las:~; :~:;:al~a . E lo
tra z1erede , aquello
ns1on nuesonor . glor· d . mcs~o n~ otros farcmos siempre por la
ia e \ uestrQ impeno E . d 1
virtud t pote ·
· quien Ut a que con la
nc1a nu tra z ,·uestra codas las cnt
tra vo , vos sernn subi'etas al _, .
g es que son cool
senono ,·uestro ~ Por .
di
e, ~adres con criptos, miscrable cosa es l
.
c1erto, xo
trana nos costrine a coolie
d .
o que la fortuna cousar z ez1r en coofusio
d
vergucnça nue trn. Pero en tal
.
n y o gran e
dos que O d J
•
puoto dixo el omos veni,
e os am1go seamos soco 'd
d I
conquistados. i vos nos d fi d d
m os, o e os eoemigos
desmarnparad alos
e~ : es, vuestros somos. i nos
delibera&lt;l de qu1~e
saml utts sinucmes nos conuieoe ser. Agora
n vos p •aze, que Ja prou111c1a
· · de Campania s a o
vue tra' d I
0
·
e os amures E q
be
.
'
el seîi.orio de C
.
ue o con ne6c10 vuestro ocup des
fuerça. » Dicha:peu; o que los samutes lo ayan por ,·iolencia t
mandaron los 1· dais razodnes por los ernbaxadores de Ca
.
pua
sa ir e sena o y ac d
,
putsta. Respondieron les enla rnane::
~~; :los padr s la res-

:m a

:i;~

~espuesta del pueblo romano alos embaxadores de Campania.
CAPITULO \',
« Campanos el senado romano o .
.
ser acorridos i receb'd
s JUZ~ t pronuncia &lt;linos de
I os en nuestra am1stad , confederacion , a

�HERNA.

PEREZ DE GU7.)IA~

MAR DE ISTORIA

ta) manera, empero. que la antigua amistad que n~s auemo~ con
Jo amure non ea ,·iobda nin rompida. E ans1 vos d_ez1mos
que nos no tomaremos armas contra los samures, ma ass1 como
a amigos les embiaremos ouestros embaxadores, rogandoles que
por contempla ion nuestra se abstengan z cesen de vo fazer
guerra &gt;&gt;. A e tas palabras el principal delos_ em baxa&lt;lores de
Camoania respondio ansi : « Romanos, d'.xo el, nosotros
aue~os mandamiento de nuestra ciudad que si en otra rnanera
nos qui iered s coma a amigo que por fuerça. nos. aya&lt;les a
Jefcnder como a yuestros. E porendc desde aqm ass1 nuestra
cindad como nuestros canpos z to&lt;las la otras osas ~ue auem_os
diuinas i humanas damos al rnestro s iiorio. E ans1 qualqmer
cosa de inal que nos de aqui adelante padeccre~1os, coma Yuestros i con injuria vuestra lo padeceremos n. D1chas estas pal~bras, todos en ,·no alçaron Jas manas alos consules i con lagr~mas se de.·aron caer delante dellos. Los padres del senado, coos1derando copiosamente las aduersidades dela f~rtuna i veyendo
que aquel tan poderoso pueblo i tan soberu10 con la grande
abundancia, al quai poco antes desto otros pueblos deman~auan
avuda i acorro, ser agora asi quebrantados i ca ·dos que a su _cmdad
z, a si mismos sometian a eruidumbre, acordaron de embiar vna
embaxada alos samutes que les notificasen como los cam~anos
eran sus amigos i d su seôorio, rogandole~ que les no fiz1essen
cruel guerra. La quai embaxada assi fue euoiosa al p~~blo i concilia delos samutes i tan mal i asperamente la rec1b1eron, qu~
no solamente dixeron que no farian la guerra, m_as _luego ass1
enla presencia delos embaxadores romanos los principes su ·os
salieron dela carte, mandaroo que los capitanes de sus gentes de
~rmas que luego fues en gastar z d stru r los campos delos
campanios. Lo quai sabido por los romanos, dex ados qualesquier otros negocio , dieron ordcn ala gue~ra ~c,os samutes,
embiando alla dos consuks. Cornelio z \ aleno Cueruo a_la
defension de Capua, enla quai guerra coma quier qu no sm
gran trabajo t sangr romana, mpero ala fin vna vez del vn
1

457

consul, otra vez del otro, los samute fu ron vencidos t qucbrantadl1s. Estas casas e muestran aqui, ansi por mostrar la notable
propo icion que los campanios fizieron ante el senado romano,
coma porqu parezca 1a manificencia de romano i de su nobleza.
E lo rercero z final porque se conozca la ingraritud y mal conocimicnto delo campanio , que auiendo ellos recebido ran singular beneficio delos romano , despues enla grande i pdigrosa
guerra que los africano i su principe Anibal les ficieron, dlos
fueroo los principales i primeros que con Anibal se juntaron
contra Roma.
Corno, Alexandre teniendo cercada a Tiro, salio en rna fragua
del fuego vn grao golpe de sangre, i de otras casas.
CAPITULO VI.

El grande Alexandre, pasando en Assia i vencido alguno
principes delos que gouernauan la tierra que e aqu nde el rio
d Eufrates, foe cercar la ciudad de Tiro, la quai de antiguedad i
grandeza i poblacion de gentes y riquezas era la mas noble v
notable ciudad de Asiria z de Fenix, ansi que los ciudadands
della mas presumian auer composicion i amistad ygual con
Alexandre que ser en su seiioria i obediencia. Pero Alexandre
cercola, i despues de grandes dafios enla cerca recebidos muchos
algunos delos suyos, al eteno mes de aquesta cerca la toma
por fuerça; pero antes que fuesse tomada, acaecio enella vna
triste i fuerre se11al : la qual asaz claro mostraua el destru miento
dela ciudad. Ca en vna fragua poniendo el maestro della ,·nos
fierros enel fuego para lo labrar i sonando Io fuelle para
encendcr el fuego, salio delas brasas vno como rio de sangre.
Antes dcsto, lo de Tiro terni nùo el contrario auenimiento de
la guerra, auian mbiado sus mugeres y fijos ala ciudad de
Canago, que auia si&lt;lo poblada dellos, queriendo tener lo que
mas amauan fuera de aquel peligro. E como ya dicho es, el

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTORIAS

mes seteno de su cerca fue tomada aquella ciudad tanto notable
z rica z poblada por el rey Agenor z asentada sobre la mar.
Dizen, que enesta ciudad de Tiro fueron las letras primero halladas o alo menos primero aprendidas. Entrada la ciudad z los
ciudadanos della todos o muertos o vendidos, partio de alli
Alexandre z fue cercar la ciudad de Sidon, que era cerca della,
enla quai reynaua vno que auia nonbre Estracon, por mano de
Dario. E los ciudadanos della, contra voluntad del dicho su
rey, dieron la a Alexandre, y Estracon fue priuado de_l reyno.
E Alexandre mando a vn su principe, llamado Afest10n, que
buscase por la ciudad alguno que fuesse &lt;lino de reynar enella
para fazer lo rey. E Afestion fablo con algunos nobles mancebos,
sus huespedes, si tomaria alguno dellos el reyno. Y ellos todos lo
negaron z; rehusaron, diziendo que pues ellos no decendian dela
generacion real que no les pertenecia el reyno. Marauillose much~
Afestion dela nobleza z; ten plan ça .de sus coraçones, que ass1
menospreciauan el sei'iorio, podiendo lo auer, sabiendo que ya
que por muchos peligros de fi.erra y fuego lo buscauan, z dixoles:
« Vosotros, nobles mancebos, que virtuosamente supistes antes
menospreciar reyno que codiciosamente lo poseer, &lt;lad alguno
dela generacion real, que veades que es suficiente a lo regir &gt;&gt; .
Los mancebos dixeron que no sabian alguno mas &lt;lino que
Abdalon, que de luengo tiempo decendia dela sangre real. Pero
costreiiido de aduersa fortuna, con gran pobreza labraua vn
huerto para soste11er su vida. E que la nobleza de su condicion
y su virtud eran la causa de su pobreza, co~o a m~chos a_caece.
z como Alexandre lo supiese, hizo lo venir ante s1, z m1rando
lo z viendo lo de buena presencia z; bien facionado, dixo le :
cc El gesto y el cuerpo bien se concue.rdan conla fama del linaje,
pero quiero de ti saber con que pacienci.a y con que coraçon as
sofrido la pobreza ». « Pluguiesse a Dios, dixo Abdalon, que
con tal coraçon z templança supiesse vsar del reyno z seiforio,
ca estas mis manos satisficieron mi desseo, z conel trabajo dellas
me abastaua, z ansi teniendo poco, no me fallecia nada ».

Alexandre, considerando su discreta respuesta z; la nobleza de
su coraçon, fizo lo vesrir de abito real z diole el reyno z la
corona de Estracon.

459

De como· Alexandre, faziendo la guerra a Dario, Daria trataua su muerte de Alexandre por traycion, z lo que fizo Alexandre
sabiendo lo, z dela batalla.

CAPITUI.O YII.

Despues que Alexandre ouo a Dario vencido enla segunda
batalla, prouo de dafiar el dicho Dario con clones z promesas los
coraçones delos caualleros de Alexandre, escriuiendo les sus
letras, enlas quales les requeria que le entregasen biuo a
Alexandre, o lo que mas les agradeceria si posible fuesse, que
lo matascn. Las quales letras inieron a rnanos de Alexandre.
Y el, auidas las cartas, dudo si las publicaria. Mas Armenio, vn
gran principe suyo, dixo que lo non deuia hazer, diziendo que
tan grandes ofertas c: promesas no eran de traer alas orejas de
los caualleros. Ca pocos son aquellos que bien resisten ala
abaricia. E por vno que se da.na, seria la vida del rey en auentura.
El qual consejo muy de grado acepto z; siguio Alexandre. Yendo
Alexandre su viaje, murie enel camino la muger de Dario del
trabajo del caminar. E la su muerte con tanto dolor la sintio Alexandre, como si la muerte de su · propia madre supiera.
E dando muy grandes gemidos z llorando, entra enla tienda
donde esta estaua, z lloro mucho su cuerpo, no comiendo todo
aquel dia, z fizole fazer sus osequias segun costurnbre de Persia. E acaecio que vno delos persianos captiuos que se
acaecio ala fin z osequias dela reyna, fuyendo dela prision
vino al rey Dario z canto le la muerte dela reyna. Dario~
muy turbado de tales nueuas, estouo grand espacio como fuer-a
de si 01esmo, dudando si Alexandre la auia muerto, porque
ella no le quisies~e consentir alguna fuerça. Mas Tiriotes, que

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN
MAR DE ISTORIAS

assi auia nombre aquei°cauallero, le juro por los sus dioses muy
fuertes juras, que nunca Alexandre tentara de fazer cosa desonesta ni fea, ante con tanto dolor plaîiio su muerte, como s1
fuera el rey Dario, z que siernpre ala reyna trata::t casta z
onestamente. Lo quai, como Dario lo oyese, cubne~do s~ la
cabeça lloro muy fuerte, z marauillandose dela contmenc1~ z
clemencia de Alexandre, alçando al cielo las manos, dix?
tales palabras : « 0 dioses de mis padres, yo vo~ suplico pn~
meramente que vos plega confirmar z asegurar 1111 reyno c: m1
persona. Pero si a mi ha de ser tirado, ruego vos que otro
rey no sea sino este, que es tan justo enem_igo z tan piadoso vencedor ,, . E assi Da rio inclinado y momdo par la nobl:za _de
Alexandre acordo de le embiar sus embaxadores, y emb10 d1ez
de sus principes con nueuos tratos y condiciones de p~z- Los
quales como viniessen a Alexandr:, llamando su conseio fizo
los venir ante si, y el mas anc1ano dellos _propuso en tal
manera z dixo : « Alexandre, Dario, que ya con esta tres vezes
te ha requerido de paz, agora sin ser d~ alg~na necesidad costrefiido mas mouiendole a ello la contmencia z templança tuya,
te e~bia a demandar paz. Ca la nobleza tuya asi se ha auid?
a cerca de su madre z muger z fijas, que no siente en su pnsion otra mengua sino carecer la vista z presencia dellas. Tu
llamas reyna a su ma&lt;lre z consientes què tenga estado z forma
de reyna, lloraste z pianiste la muerte de su muger la re~na.
Por cierto el tu semblante assi lo vemos turbado z tnste,
como lo era Dario quando nos del partimos por 1~ rnuerte
della. y ansi el Bora su muger z tu planes tu enern1ga. Pues
que marauilla, si Daria a tan hurnano z benigno coraç01~
demanda paz? No son por cierto mcnester armas :ntre aquellos
que non han malas volun_tades. Alex~ndre, d~xo el,_ antes
de agora el imperio de Dano z la tu tierra part1a el no q~e
es dicho Halim, z aquel era el termina entre ellos . Mas a Dano
plaze que tu ayas todo aquello que es entre Elesponte y el
rio de Eufrates en dote con su fija, la quai el te ofrece por

muger. E otro su fijo que tienes preso a el plaze que este
por rehenes dela paz z dela fe. Tornale a su madre z a
sus dos fijas, z por estas tres per:sonas auras treyma mil talentos
de oro. Alexandre, dixo este, si yo no conosciesse la temprança de tu coraçon, no te diria las palabras siguientes.
Deues empero considerar que agora tienes tiempo, no solamente
de aceptar paz, mas aun de darla. Par los dioses, Alexandre,
reguarda z mira, quanto dexas atras alas espaldas z quanta
~emandas adelante. Peligroso sin duda rs ganar grande impeno z retenerlo. Muy graue cosa es tornar aquello que no
podras tener. Ca mas ligera cosa es ganar la cosaque no conseruarla. E las manas mas podran de vna vez abarcar z arrebatar
que luenga~ente sostener "· Dichas estas palabras por el embaxado,r de_Dano, Alexandre, por auer su consejo, rnandolos salir
dei~ tlenda, z llamado su consejo z propuesto la causa, todos
ten'.an la voluntad incierta del rey, z no era alguno osado de
dez1r lo que enello sentia. Pero Parmenio fablo en tal manera:
1
: Antes de agora yo dezia que los catiuos que tu, Alexandre,
t1enes, los &lt;liesses a Daria por su rendimiento, z agora :n.ts
me afirmo en ello. Ca me parece que es bien trocar vna
reyna vieja z dos moças hijas de Daria que no nos hazen
otro prouecho si no em pachar el camino por treynta mill
talentos de oro. Ansi mesmo todas las otras cosas ofrecidas
por Da~io, dig~ que se deuen aceptar n. No fue el consejo de
Parmemo aplaz1ble ni acepto a Alexandre, z por tanto le respondio ansi : « Si yo fuesse Parmenio, antes querria oro que
glo~ia ni honra. Pero pues soy Alexandre y esto seguro de
venir_ a pobreza, no me acuerdo que jamas aya seydô mercade_r s1110 rey; no teng~ ninguna cosa que venda z mucha menas
m1 buena fortuna. Si Ios captiuos os parece que se deuen dar,
mas onesto sera dar se los graciosos que redernidos por oro D .
E ansi mandando tomar los ernbaxadores, fizoles ta! respuesta:
&lt;c D 'd
D ·
. ez1 a ano que si yo a cerca de su madre z muger z
fiJos me oue liberal z humanamente, no lo fize por auer su
REVliE HISPA N IQ UE.

C
30

�HER,'AN PEREZ DE GUZ.~fAN

amistad del, mas vsando de mi natural condicion. Yo nunca
con mugeres aco tunbrc aucr batalla. Armado conuiene que
sea aquel que yo aborreciere. Si cl a mi con buena fc t justa
demandara paz, yo lo pusiera en conseio t dilibrara sobre
ello, mas porque el vna vez con dones , con ruegos con mis
amigos t caualleros trato mi muerte, nec sario t razonable es
que yo hasta la fin lo persiga, no como a enemigo de
guerra, mas como a asechador de mi ,·ida. Las condiciones de
paz que el me ofrcce, si yo las recibo, a el fago vencedor. El
me da liberal z francamente todo lo que es allende de
Eutrates ; pareceme, dixo Alexandre, que auedes oluidado,
donde agora me fallaùes, t si lo bien mirades, yo passado so de
Eufrates t yo ya he tenido mis reales t tiendas enla ticrra que el me
da en dote z por mi las dcxo. i quereys que crea que son vuestras,
echarne dellas. E Dario, dixo Alexandre, me da su hija en casamiento, la quai ya ouo prometido a vno de sus caualleros. Yd
vos, dixo el, a Dario z dezid que lo que ha perdi&lt;lo v lo
que haun posee, todo ha de ser del vencedor t galanloo de.la ,·iroria ». Dario, veyendo que ya dos vezes auia buscado
paz z non la pudo auer, rorno todo su cons jo alas co·as
que ala guerra eran necesarias, t juntadas t0das las ge;ntc
de su reyno con las que dela otra batalla escaparan, ordu10
de otra tercera vez prouar la fortuna t yr contra Alexandre. E
tmya en su hu ste de caualleros cieu mill hombres y de pic
quatrocieotos mil. E creyeodo que para resistir a Alexandre
tenia asaz, mou:o sus reales -i ascntolos a cerca de donde
Alexandre estaua. E alli faziendo venir delante sus caualleros,
fabloles en esta rnanera : « Todas las tierras que acerca dd
mar oceano aqui en Elesponto se encierran, delo quai poco
ha que fu ·mos sen.ores, ? agora, di:xo el, no pckamos
por gloria mas por hs propias vidas, · lo que mas es por
la libercad que e de antcponer ala vida. Cauallcros, dixo
el, delo que ami de tazer fue, con todo esmdio z diligencia
lo fize. Esto es, juntar tautas gentes que a p nas estos campos

MAR DE lSTORIAS

bz· llanos la pucdcn cabc
' r. 1·raxe cauallero d
iruallas t mantenimienros
I
e armas, busque
plaça z campo bucno z con
,rbalra os cauallcros, busque
uem e en qu
ca ber ' parecer }' exercitar ... ,
e tanra gente pucda
' "' ,sar sus armas D 1
t queda, para la cxecucion a
. c o que resta
·
, ,·osotros va el .
C
d
osa vencer, ca por cierto
Il
.
ca1go. aualleros,
.
aque a v1rtud
auian vuesrros enemioos ,or
I
que creystcs que
poco saber ; porque ~1 ,pl_ que os tant~ t~mistcs, locura fue z
.
nmero acomeum 1
ron, ass1 como bcstias que '
d
enro que vos fiziecspanta
os estauan d I E 1
Es ros campos llanos .,.
h d
,
t.:
rcu es, fuystcs .
., anc os escubr
I
pcqueiio poder de Alcxand l
iran a poca gentt )' el
la an!losrura delos
re, do que enla otra bacalla encubr1·0
~ .
montes e cr .
quanro quier que parezca espa b!J JCJa. Alexandre, dixo el,
, E .
n ta e t temeros
h b
es.
si creer me quisiered
lo fuo b. o, vn om re
s,
mas
\·encc dor nuestra flaqueza q
.
ienauenrurado z
.
ue su vmud p
l
qua quier cosa que no se f d
b
· ero pcnsad que
d
durar quanto quier que I unfi a so re razon
, ' no pue e mucho
ala fin 1a locura no lo a donuna mucho lo fauorezca ; que
.
pue e so tener E p •
naron as1 los dioses que I .
. .
or ,entura lo orde. d
e impeno de Pers·
cspacto e dozicmos Y tre •nta ta que ya por
aucnrurado que lo· fi . )
a nos an ensalçado por curso bien'
nessen ao-ora
1
que con la grande prosperidad ol~id , porqu: a vmana natura
fcrida lo amouesra·e
a su prop1a flaqueza, con tal
.
•"' a se conocer z
gnegos dentro de su t'
fi . '
que oosotros que alos
1erra ez1mos gue
mos por defender la nuestra. Or llece rras, que agora trauajeJa prosperidad dela bu
c
gu
mas algunas vezes conena cortuna. Ansi
j .
.
mucho desseamos des
que e impeno que
esrremidad z cab; despruesfi qlue ganado no cabemos en el. A la
'
e ec10 somos . 'd
Porende en vuesrras
d1'est
,em os, o cauaUeros.
ras es nuestra J'b
•
1a espcrança d I r·e
1 erta d z nquezas
.
t
1 mpo aucmdero E
bd
mente por ouardar z
. J •
sa e que yo no solaseguir a costumb d 1
•
mas aun porque me1·or d
d
re e os pers1anos
e to os \'0sotros
· d
'
)Te enel carro reaJ ala batalla . or
sea m~ra o t YÎsto,
mi csfucrço O mi fl
· P que de all1 rodos veades
aqu za. Pues yd agora, caualleros, dixo

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

Dario, alegres z llenos de buen espiritu, porque la gloriosa
fama que de vuestros ma ,ores recebistes, dexcd s por enxemplo a vuestros sucesores. »
Corno, vencido Dario, Alexandre entro enla Iodia z conquisto a Poro, rey, do nd fizo vn claro fecho en armas.

CAPITULO

VIII.

ue ouo veocido a Dario z conquistauo a
Alexandre, despues q . 1
. Poro z despues ccrco
.
I d"a z venc10 a gran r
'
Asia, _entro en n ~conbatiendola mandole paner cscalas_ z
vna cmdad de In ia, z
tes ue otro ninguno sub10
fazit:ndo arredrar toda la geute,,el daoendt ala cbdad. E luego
1 al muro z so o ec
por vna _esca a
arte dclos eneroigos con us armas a lo
corrio a~ a1 :le g~:~ !dia muy esforçadamente : pe~o non los
matar.
e
.
s aidas en el muro z ass1 se defenpudiendo •a sufnr, puso lasp e P I fi vn cauallero dela ciudad
.
d esfuerço. ero a n
.
d10 con grau e
b . dOs codos en luengo z finolo
a saeta que auia
•
1
pu o eue arco vn '
1 t do E alli muriera Alexandre sm
golpe por e cos a •
d
e muy grau · que alos suyos fue dicho el pclioro en que
d d
alguna u a, sino
d
q e le auian rompicron el
d
grao e amor u
'
'
O
estaua, y to os c nel z matan do todos los enemioos, creyeodo
0
Il
muro z egaron a '
fi .
Alexandre z tomaron lo z
al que no a
'
cada. vno que mataua
· da y como los maestro catasen la llaga,
1
puS1eron o en su uen .
nada 'Z ue si no la sacauan, que
vieron que la sa~ta era em~~~ç: sacaroo con gran trabajo, y el
la llaga no podna ser cuira '
Los çuruJ·anos le dixeron que
d que a sacasen.
rey mesmo man
podri·a sofrir el dolor. De
•
1 l"gasen porque no
.
era necesano que e 1
'
d
d" 0 que non era necesano
la quai sonrriendo se lexan Ire, eta1x y ansi sofriendo lo mu .
.
d que sacasen a sa ·
'
1
hgar o, poren e
1 ·t·1 csa noche crcyendo que
edo sacaron a at.: .. c:
'
1
d
bien y estan o qu ' .
d los caualleros dormicron a
el rey estaua en gran pehgro, to os

ia

°

M R DE ISTORîAS

redcdor de su tienc.la, dizi ne.la que nia rida del rey estaua su
salud dellos. Pero curando del lo çurujanos, el rey fue en breue
tiempo sana. E como ya conbalecies e, \'Ïnieron le a uer los
principes de sus huestes. E COillO el los rida juntos, pregunroles
si auian auido nueuas alguna , que algunos enemigos viniessen.
Y mo de sus principes llamado Crearero, le dixo estas palabras :
&lt;, Cuydas tu, rey, que la tu caualleria mas Lcma la veoida delos encmig0s que el peligro de tu persona ? la quai tu en tan
vil reputacion tienes. Quai es la razon porque tu a tan grandes
peligros z auenturas le panes, non curando d la salud de tantos
quantas dela ,·ida tuya cuelgan ? Por los dioses t pregunro, que
te queda despues de tu muerte, que deuas preciar ni dcssear,
biuiendo tu, que seguirnos ati , seruimos tu impcrio, y no podemos ni deuemos sin ci tomar a nuestras tierras. Mira, por Dios,
coma por vn lugar de tan pequeno precio auenturas persona de
tan grande valor coma la tuya. Por cierto, aborrece mi coraçon
de pcnsar enesre acco que poco ha todos vimos, z temo de fo dezir,
tanto graue y estrano me parece, que vn cuerpo tan virtuo o z
no ,·encido como el tuyo fues e dado enla mano delos barbaros,
si la fortuna piadosamenre no nos ouiesse socorrido, librando a
ti de tal peligro. Tu, rey, con tus osadias y atr uimienros desordenados nos hazes a todos rraydores, pues en tales peligros no
te seguimos nin te guardamos. Por los dioses te rogamos, que
no nos pongas en tan vil disfamacion. Pr stos somos de yr donde
tu mandares z seguirre en todos los peligros; pero en bajos z
rahezes autos no pongas a ti z a nosotros. Para aquellos peligros
y trabajos nos guarda, que son dinas de tu per ana. Ca la gloria
muy ayna es menguada enlos viles z menudos fechos. in es
casa mas inclina de Joar que perder el tiempo z auenturar lapersona, donc.le aun venciendo no se gana honor ni gloria ». Corno
este principe Crcatero z los orros le fiziessen z dixessen semejantes amonesramientos, , todos con lagrimas le rogasen que si
mas que no que por respecto z acaramiento delos suyos no se
pusies en tale peligros, cl seyendo le muy apta z agradable

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

aquella proposicion de Createro y el amor que en todos los suyos
conocio, respondio enesta manera :
Respuesta de Alexandre a la noble fabla que sus pnnc1pes z
caualleros le fiz-ieron, porque osaua emprender actos peligrosos.
CAPITULO IX.

« Yo, dixo Alexandre, fago muchas gracias a vosotros, mis
muy fieles z piadosos caualleros, no solamente en mi nombre,
por el qual posponedes z oluidades vuestras propias vidas, mas
aun porque del comienço de mis guerras fasta oy nunca senti en
vosotros vn punto de rnengua de amor. Tanto que so costrefiido
a otorgar que por cosa no me plaze tanto beuir como por vsar 'é
conuersar con vosotros, segun el amor z grande humanidad que
en vosotros he hallado. Por vuestra virtud poco menos todo el
mundo e sojuzgado. Ca, partiendo de Macedonia, gane el irnperio
de Greda, z de alli sojuzgue a Tracia z Yliria. Senor so fecho
de Media z de Asiria z toda Asia como cerca el Sponto y el mar
Bermejo tengo z poseo . Llegado so cerca la fin dela tierra,
z haun entieodo abrir camino para otro mundo. Sefior so de
Africa z de Europa alos veynte z ocho anos de mi nacimiento c:
alos nueue de mi reyno. Yo no cuento tnis aiî.os, mas las vitorias que he auido. Sin la gloria z; honores dela fortuna, puedo
dezir que asaz he biui90. E vsando de vuestra virtud con notables
actas, ennoblecere los viles z rahezes lugares, haziendo enellos
hechos magnificos z notables. Con vuestro esfuerço z virtudes
cubrire z traere ala noticia delas gentes aquellas tierras z lugares
gue la natura escondio y encubrio en apartados lugares. Perecer yo en tales actas z semblantes obras, es a mi fermosa z
deletable fi □. , Ru~go vos, dixo eI, que pensedes como somos
venidos en tiei-ra, donde aun las mugeres por vsar de virtudes
alcançaron fama c: glorioso nombre, c: poseyeron grandes imperios z senorios. Ca estas cibdades que vedes, Semiramis las poblo, ~

MAR DE ISTORIAS

sojuzgo todas esra_s prouincias. E ansi Yeredes que aun non ygualamos conla gloria delas mugeres. Pero si los dioses nos son
faborables, mayores z mas notables cosas nos quedan de hazer.
En conclusion, principes z caualJeros, vosotros me guardad ami
&lt;le:os eng~nos z artes delos rnios, z yo sere seguro de mis enem1gos. M1 padre, el rey Filipo, mas seguro fue enlas batallas
que enel teatro. Muchas vezes escapo delas manos delos enemigos y no _se ~udo guardar delos suyos. E si delos otros emperadores z pnnc1pes vos guereys acordar, mas vereys muertos
porlos suyos que porlos estranos. &gt;&gt;
Fabla de Seneca, reprehendiendo la cobdicia de seiiorear de
Alexandre y de otros.

CAPITULO X.

Deste ~ande c: magnifico Alexandre dize Seneca estas palabras,
reprehend1endo Ja grande cobdicia del z de otros principes :
« ~lexandre, non contento delos grandes imperios z senorios que
a~1a ganado, puso en su voluntad de conquistar a India, momendole z leuandole la desordenada cobdicia de ensenorear z
tomar lo ageno. Quien cuyda, ( dize Seneca), ser sabio nin
discreto aquel que non contenta del imperio de Grecia, donde
fue criado, qualquiera buena cosa que vee, quiere para si z; tomar
la a aquel, cuya es. Este Alexandre alos de Macedonia puso en
seruidumbre, alos de Atenas sojuzgo. Desto no se contentando,
rodas aquellas ciudades que su padre, el rey Filipo, o gano o
compro por precio, otra vez las conquisto. Todas las tierras fincho
de armas z guerra. Ya abia juntado muchos reynos en vn senorio, todas las gentes z; los persianos lo temian . Ya, Dario muerto,
muchas libres y esentas naciones se ponen so el yugo de su seruidum bre. Empero no le abastando esto, el mar oceano quiere
pasar, a donde el sol nace quiere llegar, siguiendo los rastros de
Hercules : z delibero aun sus victorias passar z sobrar. Ya se

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

esfuerca a fazer violencia z fuerca ala natura.
o puede estar
ni cab~r en si, non parece al sin~ quando vna cosa rnuy pesada
cae y es lançada que no puede detenerse ni parar fasta venir
alo baxo. Despues que vencido Daria z ganada Persia, aun se
tiene par pobre Alexandre ; haun busca que faga suyo z que
gane. Escodrina la mar, descubre las casas ascondidas que son enella, embia nueuas flotas enel grande mar oceano. E porque claro
lo diga, ramper quiere rodas las claustras z cercos del mundo.
Lo que a toda la natura es asaz, para vn hombre es muy poco.
Marauillosa casa es auer honbre que alcançando todo el mundo
quiera z demande ocras cosas allende del mundo. Tanta es la
voluntad dela ceguedad codiciosa z desordenada, que a cada vno
faze oluidar sus propios vicias z no se contentar de ninguna
cosa. Nunca la riqueza, par grande que sea, faze al cobdicioso
rico. » Toda esto dize Seneca en reprehension de Alexandre. E
tornando al proposito coma Alexandre se aparejase a entrar a las
Indias, porque las tierras que auia conquistadas z &lt;lexadas a tras
de si, quedasen seguras z asosegadas z non le pudiessen empachar su proposito, fizo venir de todas las prouincias que conq ui~tara, treynta mil caualleros delos nobles z mando los de~en~r
alli por rehenes ; y esto fecho partio para India. Esta promnc1a
de Indja es muy fertil z muy rica z muy abastada de ~ro z de
piedras z perlas preciosas z de otras casas z muchas nq uezas.;
mas aun para delectaciones z luxurias que para nobleza z magm. fi.cencia requiere. E coma esta prouincia entrase Alexandre
sabiendo la gran riqueza della, porque los principes z reye~
della non pensasen nin prouasen de enganar a sus caualleros DI
vencerlos con oro, z porque viessen como el era vencedor de
todo Oriente, fizo fazer a todos sus caualleros los escudos de
oro ·z los frenos z sillas delos cauallos todo de oro. E segun se
dize eran en aquel tiempo enlas huestès de Alexandre ciento z
vey~te mil hombres de armas. Esta region de India es en al~unas maneras muy apartada z poco semblance alas otras promncias z tierras. Ca enel tiempo que las otras prouincias cercanas

MAR DE ISTORIAS

aella arden z son muy calientes cane! sol, entonces alli en India
af grandes nieues z yelos. Y quando en las otras tierras ay frios z
meues, enella ay fuertes z intolerables ardores de fuego del sol
L1 mar de India no es del color delos otros mares, ca tanto e~
colorada que parece fuego. Y esto le viene dela reberueracion
que _el sol faze enlos montes dela ribera, que firiendo enellos
la tterra es _benneja, z_ aquello faze ala mar ser vermeja. Las
aues dela reg10n de Ind1a aprenden muy bien fablar la Jernrua
delos hombres. Ay en India muchas maneras de animales es:ranos z muy marauillosos a todas las otras naciones. Los elefantes
d_e India son mayores z mas valientes que los de Africa. Enlos
nos de India ay oro, y enla su mar ay aljofar z piedras preciosas, y es~a es vna delas principales riquezas de aquella tierra.
La l~xuna delos reyes de India, ala q ual ellos llaman magnificenc,a, pasa z vcnce a todos Ios vicias z delectaciones delas
otras naciones. Ca coma quier que los reyes muy pocas vezes
salgan z se muestren alas gentes, pero quando el rey sale van
delante del hombres con acensarios Ilenos de olores, sahumando
a~te el las carreras. Y el rey va en vn lecho de oro guarnido de
al1ofar z de piedras preciosas, y en torno del Iecho van caualleros armadas que lo guardan. El palacio del rey es todo sobre
colunas, alas quales cercan z cubren taclas vides de oro con sus
fojas. E como el rey peyna su cabeça z se pone la corona real,
entonce faze Ios actas z negocios de su reyno, dando respuesta
alos _embaxadores z leye~ a sus reynos. Si el rey parte a algun
cammo corto z breue, tiran cauallos el su carro. Pero si faze
luengo viaje, lieuanlo elefantes. Taclas las bestias que lleuan sus
carras van cubiertas de panas de oro z de purpuras. Y porque alli
no ayan mengua de torpes z viciosas costumbres, van empos del
r~y vna luenga orden de sus mugeres en Iechos de oro, y aquellas
siruen al rey ala mesa. Los reyes de India an muchas mugeres.
Despues que el rey es farto de manjares z de vino sofioliento z
dormido, Io lleuan ellas ala cama z con sus 'cantares van
rogando por el alos dioses dela nocbe. Pues quien cuyda que

�HERN N PEREZ DE GUZMA

ntre tantos vicios z malos deleytes pucda auer ciencia ni abiduria? Empero vn linaje de sabiduria o virtud se falla eotr~ ellos
cruel z aborrescible, ca aoteuiniendo z adelantando al dia &lt;lcla
muerte Jancan e biuos enel fuego ; ca tienen llo , que esperar
la mu ~te ~ gran dcsonra. Los indios no eligen ni scogen las
mugeres por linaje ni por virtudes sino por fermo~ura d~ ges_tO. z
por grandeza de cuerpos. Los sus fijos no son nudndo mn cna&lt;los
por ordenacion ni diciplioa de sus pad~e~, sa~uo por aquellos
aquien es dado cargo que miren co~ d1hgcnc1a z reguarde los
fechos z gestos y faciones dellos. Ca s1 veen qu~ algunos dellos
son disformes y coaricos enlos cuerpos z semeiantes, luego los
ma tan.
Dela muerte de Alexandre z del repartimiento de sus scnorios.
CAPITULO XI.

Este grande z notable rey Alexandre, quando vino al tiempo
de su muerte, la quai por ponçona le fue dada, seyendo el requerido por los principes su •os que dixesse aquien dexaua por eredero
de sus imperios z eiiorios, fizo solamente estos &lt;los ac~os._ Lo
primera cendio la mano contra Predicas, vno de us pnnc1pes,
z diole vn anillo que tenia en su mano. E despues, au'.1 como
fuesse preguntado a carca dela suc sio_n des~ reynos ~ixo :ue
eiioessen al mejor. Tanta fue la mag01ficenc1a z grand za de su
co~-icon, que como quicr que dexaua \'n hijo, llamado Hercules,
y v~ hermano que auia nomb~e Arride?, z que&lt;la~a su muger
prc1iada, la quai era Roxiana, fiJa de Dano, non _qmso no~ibrar
heredero sino aqu 1 que por bondad lo mere~1esse z vahesse,
t nieodo que no era casa razonable ni conuembl _que a varon
tan fu rt como el era, que otro si non ma ,·aliente le su~edies e, nin tan grande imperio z senorio que&lt;lasse si no a principe mucho virtuoso. Asi murio Alexandre ~los t~eyn~-i_ Y :res
ano de su edad i alo ,·eynt y do &lt;lei su 1mpcno. I nncipe,

~tAR DE ISTORr

se0 un los y toriadores cuentan, fuc obre toda potcncia humana,
y en quien los sus caualleros auian tanta confiança i fiuza, que
seycndo el presente, no remian ni rccelauan a algunos eucmigo . Nunca ouo batalla que no ,·enciesse, ni cerco [deJcïudad
que no 0 ana c. Pero ala fin fuc veocido, no por us enemigos,
mas por traycion &lt;l los suyos.
Dclos lloros y grande sentimiento delas

a

me de

lcxandre

z de su 0 ran clem ncia natural z humanidad.
CAPITULO XII.

Cuentan las ystorias que asi como la muertc &lt;leste grand rey
fue sabiJ:i por roda su hueste, primero todo el palacio real fue
lleoo de plantos z lloros. Ca aquellos moços que eran depurados
z ordeoados para la guarda de su cuerpo con el grande dolor
de su mucrte, ansi como hombres fuera de si, salicndo por toda
la ciudad eollcnaron la toda de boze i gritos. Los sus maccdonios que ala sazon eran fuera del palacio z ansi mesmo todos
los orro de diuersas nacion s qu alli eran, rodos corricron al
lugar do el su cuerpo estaua. Tanta fue comun z ygual cl dolor
en todos que no se podian conocer quales erar, sus criados z
naturales, o quales aquellos que por batalla auia vencidos z conquistados. Ca los pcr ianos se dolian de perder tan ju to z piadoso
senor. E los macedonios plafüan la perdida de tan noble i glorioso rey. E ansi doloro. amcnte t0dos lo planian z llorauan. E
no solamente c dolian de su muerte, ma muy indigoados z
quexosos se querellauan de sus dioses, que en tan verde i floreciente juucntud la cmbidios.1 fortuna lo arr batas desta vida
humana. E ansi primerament en aquclla prouincia, do cl murio, y despues en grande parte de Asia fue n breue tiempo sabida
su muerte. omo la madre de Dario supie se su muertc, rompio
sus vcstiduras z vistiose de ]uro i mesando sus cabellos y
ra candose roda, fizo tan rrrande &lt;luelo, que to&lt;lo hombre que lo

�HERNA • PEREZ DE GUZMA
MAR DE lSTORIAS

viesse, pudiera dezir que cntoncc era mucrto Dario. Llo_~aua la
triste reyoa z dezia : &lt;c Quicn cerna cuydado delas h11as de
Dario, pues muerto es Alexandre ? Las quales otra :ez seran
catiuas &gt;}. E dezia, que agora creya ella que se perdia nucuarnente.
.
.
Tan grande z tanto fue el dolor que ~•uo qu: 1amas no qu1so
comer, z cubiena la cabeça, al quarto dia mun~. E ta _fue clara
z muy manifiesta seiial dela grande c!ernenc_ia z p1edad de
Alexandre, que aquella rcyna aquicn el auia venc1do y deseredado
el fijo, fue ramo humana z beoinamente tratada por el, que el
muerto no pudo ella ma beuir. E por esto lo que derechameote
quisieron juzgar, conoscieron que naturalm~ntc Alex_andre fue
benigno z humano, z los vicios que ouo deuian ser atnbuydos z
contados ala forcuoa grande y buena que el ouo z ala edad dela mancebia, que on dos cosa , que para resistir alos vicios d:llas
es neces:uio grande cum z diligencia. Alexandre fue tan sofndor
de trabajos que es graue de creer, fuerte y muy_ e~forçado
caua11ero, z no solamente para otre los reyes z pnnc1pes fue
notable y excellente, mas aun entre todos aquellos que fueron
virtuosos i muy claros hombres. Liberalidad z franque~a ~uo
tanta z la exercito i obro tan magnificamente, que otros p,:mc1pes
no la osaron auer. Alos vcncidos fue mucho piadoso, tanto que
a muchos de aquellos, aquien el vencio z conquisto us reynos,
0 gelos torno o les dio ~tros .. La muerte q~~ a otros era espan~o,
el la auia en menosprec10. 1oda su cobd1c1a era fama z gloria .
fue muy piadoso a su padre i madre, muy benigno z at~oroso
a sus arnigos. Tante amo a sus caualleros corno a sus panentes.
Tanto fue su seso como su esfuerço. En quanto la su nueua edad
basto, detouo en si el desseo natural dela cobdicia, dela natural
Juxuria. Enla sana y enel vino pudiera z deuiera ser mas templado. on se puede negar enpcro que quanto_ quier que el .1~a
sido magnifico t notable principe, pero todama el fue mas obligado ala fortuna que ala virtud. Ca entre todos los mortales, a
1 solo dio poder mayor la fortuna. Muchas Yeze la fortuna lo

473

reuo~o z libro gracio amentc de aquellos peJigros en que el
atreu1damente se puso, alçando lo en grande felicidad i bienauenturan~a_- i comparar quisiercmos a Alexandre con su padre d
rey Ft11po, fallarernos que le sobro, assi n vicios como en vinudes. Empero enlas vitorias fueron por diuersa manera, ca
Alexandre clara z abiertamente hazia sus guerras, Filipo con
cautelas y anes. Filipo se alegraua z gozaua en \'encer sus enemigos co~ a:tes ' ~ngai"ios, Alexandre por fuerça z armas. El padre
foc prmc1p~_sab1~ ~ de gran consejo, el hijo magnifico y de gran
coraçon. F1l1po d1s1mulaua su ·raz rencia su voluntad; Alexandre con la sana ni vsaua de templança, ni auia en si deliberacion.
Del_ ,·ino ambos ygualmente fueron cobdiciosos, pero conel
haz1an diuersos actos z departidos errores. Ca el padre, despues
que era enbriago, acometia sus enemigos sin toda ordcnanca • el
hijo conel vino era muy crnel alos suyos z muy brauo. Qu;ria
ser amado Filipo z Alexandre temido. Enlas Ietras z arecs liberales ambos fueron yguales. Poco antes que muriesse, A!exandr
aprendia geometria, d sseando saber como seyendo el muudo tan
pequefio, aun el non lo auia todo ganado.
Dela ontrauersia delos principes de Alexandre sobre quien
le sucederia enel imperio, porque el mando, que el mas
bueno.
CAPITULO XIII.

Muerto Alexandre, juntaron se todos los principes enel palacio
real por elegir sucesor y eredero enel imperio, que el auia ganado.
E llegose alli todo el pueblo z la muchedumbre dela caualleria
desseando saber q_uien poseeria la fortuna , gloria de aquel grand;
Alexandre. Pred1cas, aquel principe aquien Alexandre a u fin
diera el anillo, hizo poner 1a catedra del rey ante todos y enella la corona z la purpura real · el anillo que le fuera dado z
boluiendose a todos dixo : « Vedes aqui el anillo con q~c
Alexandre sellaua todo los negocios del imperio. De oy mas,

�474

IIERNAN PEREZ DE GUZMA.'

porque . e cusen los daùos que por di cord~a nos podrian venir,
requiero hos que trayades a vuestr~s 1:1emonas de que rey sornos
despojados i priuados i de quai principe somo d sm~mparados.
Por loquai deuedes tratar, o caualler~s, ~ aucr conseio, e? ~~~l
man ra retengamos i conseruemos la ,~1rona ganada. Ca al JU)ZIO
mio vna cabeça nccesaria es; pero s1 seran vna o muchas, en
\'l.lestra mano . De mi co a pcdey ser ccrtificados : ~ue la
caualleria sin principe es como cuerpo sin alma. Agora, d1xo el,
es el sestO mes en que Roxiana · prëiiada; ierco es _que todos
dcsseamos el tiempo que venga en que ella nos de fiJo, porque
aquello, si e hombre, aya el imperio; pero porque en tanto quel
vienc a edad es menester quien rija i gomerne, a vo otro pcrtenesce la ordcn dcllo ». Dichas por Pr dicas stas palabras,
Tolomeo, que despu fue r y de Egito, fablo en tal ~1anera: « Por
cierto, dixo el, digna osa z legirima es de ens norcar la ~osa
que dela Roxana nascierc ; la quai dela vn~ parte ~era captma.
y que 005 aprouecha auer ..-encido los pers1aoos, st _despues l_os
auemos de seruir? Por Io quai, Jixo el, esta es m1 entenc1a,
que e ayunten todos los principes clebs huestes z a~uello que
con la mayor parte fuere acordado, aquello quede tirm~ z ~&lt;1
guardado ». Despues d Tolomeo rn principe llamado Anstomo
dixo tales palabras: « Bien sabedes todos que como Ale~andr~ a
su fin fuesse preounrado, aquien dexaua por suc sor en su 1mpe~o,
respondio, que al mas bm:no. Y lue~o en continente dio su amllo
a Predicas; porque podemos de aqu1 conclu ·r que aquel fue por
el auido por el mejor aqui n dio su anillo. »: Oydas la palabras
de Aristonio, non ouo alguno que las con,radixc e ;_ antes todos
dczinn que Pr di as deuia auer el principado. Pr d'.cas, de vna
parte des eaua aqu lia grand se11oria, dela otra hama vergucnça
de se atreuer a tan aran :m sion. E porque mas templadamentc
pudies e aucr aquetto que desseaua, penso ser mas conueniblc z
mas vtil a su proposito, d al prescntc rehusar d poder que le
cra ofr cido, no mostrando cobdicia. E como algun ti_ mpo cnesta
ta! duda esrouie se, vo dia, cstando ello en u cons JO, vno delos

, IAR DE I TORIAS

4ï5

mejores del pueblo les dixo esta palabras: « Porque taoto trabajadcs en buscar n:y? por vemura A rrideo non e hijo del rcy
Filipo y hermano de lcxandre? porque tanto trabajay en buscar rcy ? porque Io oluidastes en vuestra cleccion? • i otro tal
rcy en vinudes queredcs como Alexandre, sabed que nunca lo
hallarcy . i ·guai d 1 en linaje y en sangrc \'OS plaze, ved aqui
Arideo, su hcrmano. » A las palabras &lt;leste hombre plem.:o, rodos
a vna boz dixeron que Arrideo dcuia reynar i non otro, por
quanto por g neracion le era deuido. E an i todos de vna concordia lo traxeron al palacio real z lo hizieron re ,. Enesta opinion
fue todo el pt:eblo vulgar z comun, pero delos principes otra fue
la sentcncia. Los quales. tratando entr si, cobdiciando auer la
prcsa hecba por aquel grande leon, ellos ansi como criados r fijos
de aqud parrieron entre si lo reynos i las prouincias. As:;i que
primeramente Egipto vino a Tolomeo, y Macedonia , Grecia
ouo Antipas. E a Thol meo vino con Egipto Arauia z aquella
parte de Africa que gano con Egipto. Los tesoros z rentas reales
foeron dadas en guarda a Createro. E auia enronces end tb soro
del rey cincuenra mil quintale de oro. E rcndia cada a,io el
imperio trezienros mil quintal~s de oro. E la capitania z cura de
toda las hucstes fue asignada a Pr dicas z a Meleagro. iria ,·ino
por suene a L1umedon. E Cilicia a Filota. Lo Ylirios ouo Filo.
La mayor Jndia vino a ncipade-. La otra India a Cleta, su hcrmano de Predicas. Antigono poseyo a Frioia la mayor .• earro ouo
a Licia z a Panfiuia. Ca andro ouo la prouincia de Caria. A Animander ,·ino por uerte Lidia. Leonaco ala menor frigia. Lisimaco coma a Trachia z aquclla region que es cnla mar de Pomo.
Eumcnes
apadocia. Plafagonia, y enla po trimera India i
Botria qucdaron par adelantados aquellos que Alexandre auia
puesto. La prouincia de eres i Yduspen i Bado ouo Talixo . Los
Sl:gondianos ouo Fcrtrn. Nicaucr a Parcia, hlipo a Yrcania. Los
confines del montt: Caucaso ouo Fitaon. Toda esta:. prouincias
ouiuon los susodichos princip s como par suertes , por regimientos. Pero dcspu s non a mucho tiempo, asi como reyes las

�MAR DE ISTORIAS

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

partieron entre si. E ansi de adelantados fueron fo:hos reyes. E
110 solamente las poseyeron ellos, mas como reyes las dexaron a
sus fijos y erederos.
De Anaxarco filosofo y grau geometra.

CAPITULO Xl\'.

Enel tiempo &lt;leste grande Alexandre fue el gran filosofo
Anaxarco z su maestro del enla geometria. Deste filosofo se lee,
que como Ale_undre quisiesse em biar sus flotas mucho dentro. del
mar oceano, a uer si auia algunas yslas que aun no foessen sab1das
para las conquistar, dize se q~e le ~ixo este filosofo_que en balde
tomaua aquel trabajo, que 1mpos1ble le era venir. ala fin del
rnundo. Ca el auia oydo dezir a su maestro Democnto, ~ue no
auia vn mundo, mas innumerables mundos. Delo quai_ d1ze que
Alexandre se dolio mucho, diziendo que aun el no ama el vno
ganado .

477

el su senono fue el pueblo enseiiado enla diciplina dela caualleria. Y el fue enxemplo alos cibdadanos para que vsasen dela
virrud dela fOLtaleza, no temiendo los peligros por amor dela
republica. Antonio cerco la ciudad de Roma de fuenes muros,
porque el pueblo fuesse seguro delos grandes , fuertes enemigos
que auia eu sus bezindades. Tarquino Pristo dio forma al pueblo
de guarnescer z honrar los templos z sus propias casas z personas. Seruio Tulio hallo las u1aneras delos censos z derechos
reales, porque IQs caualleros ouiessen de gue se mantener para
defension dela tierra. Tarquino Soberuio, el postrimero rey,
como quier que con buena entencion non lo fiziesse, pero de su
crueldad z tirania resulto , se siguio la libertad romana. Ca
el pueb]o non Je pudiendo sufrir sus tiranias z por la Jux:uria de su
hijo Sesto Tarquino, mouiose a querer z amar Jibertad. E asi en
conclusion, recoligendo todo lo suso dicho, el pueb]o romano
foe so Romulo batallador y guerrero, so el rey Numa deuoto ,
religioso, so Tulio sabio en arte de diciplina d.e guerra, so Antonio seguro z guardado, so Tarquino Pristo ornado , guarnecido,
so Tarquino el Sobemio libre y esento.

De Romulo, rey de Roma, y de J\'uma Pompilio z de Tulio
Estilio z delos otros reyes ptirneros de romanos.

De como començo ]a monarchia de Roma en Julio Cesar.

CAPITULO XV.

CAPITDLO XVI.

Corno por disposicion z ordenança de Dios, Roma deuiesse
ser seiiora ~ princesa de todas las gentes, por fundamento de tan
grande imperio, ouo en su comienço muy notabl:s reyes, conel
regimiento delos quales fue en su comienço cnador Y en su
poderio gouernador. Ca Romulo, el su prim~r~ rey, no ~ue
algun principe tanto animoso z ardie~t_e, que d10 al ~ueblo s1_ngular osadia y esfuerço. Numa Pomp1lio
rey paqfico ~ d1screto , muy deuoto alas religiones delos d1oses, y en~end10_
pueblo a deuocion y reuerencia delas casas sanc~as. Tuho _Ost1l 1o
fue dado todo ala bumildad z buen gouernam1ento pubhco. So

La monarchia del romano imperio començo so Julio Cesar, z
fue so Tarquino acrecentada, so Trajano reparada, so Costantino
justificada, so Teodosio sostenida, so Carlo magna ayudada.

fu:

:1

De los grandes fechos de Roma z sus fortunas.

CAPITULO XVII.

El imperio romano desde Rornulo, su primero fundador,
hasta Orauiano Cesar, primero emperador suyo, tantas c: tan
REV CE HJSPA N IQCE C.

�HERY A,· PEREZ DE GUZ~IAN
MAR DE ISTOR!AS

nobles \'itorias ouo, i tantas y tan ,·irruosas obra hizo, ansi
en gucrra como co paz,
por to&lt;lo d c rco &lt;lcla tierra tantas batallas i conquistas hizo que el que t0das las ysrorias
recontadas I ycre non crea que tan solamente los hechos de
Roma, mas "encralmente de todo cl mun&lt;lo. Ca los romano ,
o conquistando o rcsistiendo, con toda las naciones ouicron
que yer. En tantos peligros i trabajos se cxercitaron los
romano , qu por la fama t pocencia uya, natura i virtud de
entender trabajar. Por cierto dize Titolibio en este lugar:
« 0 a mi engaifa la aficion, o jamas alguna ciudad foc. mas
santa ni mas virtuosa ni mas rica y abastada de notable i ,irtuo os enxemplos que Roma. i nunca n cibdad alguna ouo
mas tarde lugar la auari ia, ni Ja luxuria, ni en que tanto
durase i continua e la pobrcza i abstincncia &lt;lelas riquezas
nin delos deleytes dcsordenaùo . Ansi que quanto menos
tcnian, tanto mcnos cobdicio o eran. Ca contauan y tenian la
riqueza por auaricia, y los del ytcs desordenado por muy
ierta eau a de perdicion n. El bi nauenturado padre y glc,rioso doror sant Agustin dize estas palabras, hablando d Roma:
«
omo yo, dize l, rebu lua i trate en mi cora :on los
enxemplo c: fcchos de rodas las otras gentes i naciones, tanto
mas re plaodecen i reluz n los hechos dela gente romana.
Ca los primero
antiguos romanos, quantO la estorias los
leen i alab n, notorio es. Ca como quier que cllos a. si
como toùas las otras naciom;s excepta c: ~acaJa ht gente ddos
hebreo , honra en falsos i vanos dios , y non .1 Dios mas
alos diablos sacrifi asen ; ma enpero ellos ntre rodes los
otros eran cobdicio os de fama i bucn nombre, liberales en sus
dones y sobre todas cos:is arJian en rn amor de libertad, c:
por ella amaron la vid;t i por la guardar no temicron la
mucrte.
Delas buenas maner::is y atos de que vsaron los romanos.

479

CAPIT LO XVlll.

Segun cuenta Trebelio vn 'sto . d
imperio romano fue so
ord!n na o_r, . no es duda que el
tura. Lo quai el n
z reg1m1cnto del fado auenrne tra por Jo grand
d
variaciones que siempre en I ouo Ca . e mu
· amiencos i
que las prosperidad s z b
~.
\ nos uempos parecia
cielo, y d pue las ad
.ducdnas o~runas lo alçauan fasta al
•
uers1 a es i mfon · 1 d
a baxauan hasta el suelo Lo
1
unios o ccendian z
•
qua , entre otras p
f
asaz clara la muerte del no bl e y nrtuo
.
rueuas, ue voa
E1 quai, scgun sus virtudes . b' .
so mperador Prouo.
promet·
d
dar a1 mundo tiempos do ,ds1 tuiera
1 '
ta z or enaua de
.
ra os y a egres
1
pito, vn grande ystoriador C
' como o cuenta Vos. a segun lo el fa ·
rauan en sus tiempos guerras . b li
. zia, no se espe.
' m ata as m disco d'
n cesano biuicndo I fub . .
'
r tas. o era
bl
'
'
n~ar Dl hazer armas A .
pue ode cauallcro escandaloso i soberui
.
nst que e te
gasta y turba el imperio con . . 1 bo, que con sus maneras
. .
'
um,era e uscar or
fi .
exerc1c1os en que se ocupasen• E◄ tornando (
ros o c10s y
d
deI romano imperio ansi
I
a esta o i condicion
'
es que a su re bl'
b
1
re uc ta por la variedad d 1 .
pu tca trayda i
.
e os nempos ma
fl' .
tra ba1ada, otros tiempos
. '
s vezes a ,g1da i
prospera
i
glonosa
pad
•
d
Il os mudamicntos i aire .
'
ecio ro os aquerac10nes que padcc
por la destemplança z de d
.
e vn cuerpo humano
or enamt nro delo
queremos mirar desde
.
s vmores. Ca si la
.
su pnmero comie
fu
con iderando por quanta
·.d
nço t
ndamento,
ad
i d
'd d
f:a11aremos por cierto , prosper1
.
a uers1 a es paso
•
que mnguna repubr
· ·
.
'
fl orec10
con tantos b.
. li
ica nm impeno no
b.
ienes m ue afli 'd
:lJO . E porque conuiene de R
1 , g1 a con tantos trasuyo, qu mayor bie
omu o, fundador 'l primero r '
nauenrurança nin glo ·
Y en su riempo fundo ,.. afi
d
na, que vu honbrc
·
" rmo i or eno ral · d d
tiempo la ido y Ja de
r
iu a Y el en su
,
xo peneta i acabada Q d'
uma Pompilio, que muchas batallas ~en.. ue tre pues de
CIO r ennoblecio, z

I;

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

guarnecio la ciudad de notables i glorioso~ triunfos '. E ansi
continuo la ciudad romana su felicidad i florec10 fasta el uem po de
Tarquino el Soberuio, enel quai tiempo por la malicia i cruel~
dad delos reyes trabajada por grande tempestad de malos, en s1
mesma quasi se consumio i gasto. Despues que los reyes fueron
lancados de Roma, conualeciendo ya, esforço fasta la guerra delos · Gaulos. Pero entonce, assi como naue quebrantada por
grande rormenta, non le quedando otra esp~ran~a _sino la torre
del Capitolio, mas fue el daiio que hasta alli reob~o qu~ todos
los bienes que fasta alli ouiera. Pero de aquel peltgro !'.brada,
reparo su fortuna enteramente fasta el ~iempo del rey Pirro, ~
mayormente fasta la segunda guerra afncana, enla qual_ fue as_sr
derribada z; quebrantada que jamas non abra guerra m traba10
que al coraçon dela republica tanto llegase. Muert? ~quel gran
Anibal i vencida Cartago, paso el imperio t potenc1a romana
allende la mar z: dilatose i crescio por el mundo muy largamente. Pero estando enesta gloria i bienauenturança, vino la
di.sension z: discordia entre sus ciudadanos. Primeramente de
Mario z Silla i principalmente de Cesar i Ponpeo, con las quales discordias ansi fueron no digo adelgazadas c: menguadas i
aun quebrantadas, mas aun desfecbas y consumidas las fuerças
del imperio, que fasta el tiempo de Cesar Agusto, como ya
enuegecida, por tribulaciones i males padecio. Despu~s fue por
Otauiano reparada, si se puede dezir reparo do la hbertad s_e
pierde.' Pero si en si mesma fue triste i afligida por ser en seru1dum bre, a cerca delas otras naciones que ensenoreo t sometio
a su imperio, resplandecio gloriosamente. Despues padeciendo
terribles y ·enfinitos danos so la maldad i crueza de Ner~,
viniendo el imperio ala mano de Vaspasiano, como que resptrando de tan tas tribulationes, alço 'la cabeza. E aun de todo punto
no bien conualescida, sobreuinieron las llagas del prado, i de
aquellas curada .: confortaJa por los nobles emp~radores, verna
Tragiano i Adriano fasta el tiempo del glonoso emperador
Antonio, fue en bueno z alegre estado. Pero luego por la locura

DE _
lSTORIAS
_ _ _ _ _ _ _MAR
__
_ _ _ _ _ _ __:48 I

de! mal emperador Nero torno alas lagrimas que ya eran
eniutas. De aqueste mal principe librada, non sintio consolacion
alguna hasta. el emperador Aurelio Alexandre, fijo de Manean.
E como qmer que por la diligencia i grande esfuerço del
emp~rador . Nero fuesse acrecentada, no pudiendo el enperador Valeriano, por causa de su prision ser ansi vtil z prouechoso al imperio, como lo fuera por su voluntad Ja luxuria
z desordenada vida de su hijo Galieno fue caus~ de mucho
n~al ala republica. E si la enbidiosa fortuna no acordara la
vida al noble t ~o~able enperador Claudio, parecia que despues
de tantos males v1111endo el ala republica, durara z permaneciera
!uengamente su buena andança. Despues de Claudio ouo el
1111perio A~reliano, fuerte i aspero principe, pero gran vencedor
delos enem1gos del imperio, i muy reguroso y executor delas
leyes romanas. Aqueste ansi muerto, luego por sentencia de todo
el senado y de ygual consentimiento del pueblo, fue elegido Prouo
po_r ~mperador, . templado z discreto regidor y muy vinuoso
prmcipe. ~as ans1 es que por la grande cayda por los fados no se
puede desmar que o por tempestad de mar o por encendimientos
~e fuegos non venga. E ansi por la maldad delos caualler~s
ttrad~ del_ mundo el glorioso emperador Prouo, a tanta desesperacwn vmo el senado y el pueblo que temian tornar al cruel y
mal~ad? seiiorio del emperador Nero t Domiciano y Eli~gabalio
i_ V1tel10 i Comodo los crueles, con sus cruezas z tiranias manzillaron i afearon el imperio. Ca mayor temor an los suditos
quando aun non conocen al principe del dano de sns vicios ;
t~chas, que quando se alegran y an buena esperança de sus
virtudes_ i bondades. Ca mas inclinados son los hombres al mal
q~e ~l bien. Mayormente la cibdad de Roma que paso por tantos
principes :rueles y sc~ler~dos z malos, prouo por esperiencia con
grande dano suyo la tlranta i mal regimiento dellos.
De Caton
valor suyo.

i

de sus buenas virtu
· des

i

maneras z del grande

�HERY A,· PEREZ DE GUZ~IAN
MAR DE ISTOR!AS

nobles \'itorias ouo, i tantas y tan ,·irruosas obra hizo, ansi
en gucrra como co paz,
por to&lt;lo d c rco &lt;lcla tierra tantas batallas i conquistas hizo que el que t0das las ysrorias
recontadas I ycre non crea que tan solamente los hechos de
Roma, mas "encralmente de todo cl mun&lt;lo. Ca los romano ,
o conquistando o rcsistiendo, con toda las naciones ouicron
que yer. En tantos peligros i trabajos se cxercitaron los
romano , qu por la fama t pocencia uya, natura i virtud de
entender trabajar. Por cierto dize Titolibio en este lugar:
« 0 a mi engaifa la aficion, o jamas alguna ciudad foc. mas
santa ni mas virtuosa ni mas rica y abastada de notable i ,irtuo os enxemplos que Roma. i nunca n cibdad alguna ouo
mas tarde lugar la auari ia, ni Ja luxuria, ni en que tanto
durase i continua e la pobrcza i abstincncia &lt;lelas riquezas
nin delos deleytes dcsordenaùo . Ansi que quanto menos
tcnian, tanto mcnos cobdicio o eran. Ca contauan y tenian la
riqueza por auaricia, y los del ytcs desordenado por muy
ierta eau a de perdicion n. El bi nauenturado padre y glc,rioso doror sant Agustin dize estas palabras, hablando d Roma:
«
omo yo, dize l, rebu lua i trate en mi cora :on los
enxemplo c: fcchos de rodas las otras gentes i naciones, tanto
mas re plaodecen i reluz n los hechos dela gente romana.
Ca los primero
antiguos romanos, quantO la estorias los
leen i alab n, notorio es. Ca como quier que cllos a. si
como toùas las otras naciom;s excepta c: ~acaJa ht gente ddos
hebreo , honra en falsos i vanos dios , y non .1 Dios mas
alos diablos sacrifi asen ; ma enpero ellos ntre rodes los
otros eran cobdicio os de fama i bucn nombre, liberales en sus
dones y sobre todas cos:is arJian en rn amor de libertad, c:
por ella amaron la vid;t i por la guardar no temicron la
mucrte.
Delas buenas maner::is y atos de que vsaron los romanos.

479

CAPIT LO XVlll.

Segun cuenta Trebelio vn 'sto . d
imperio romano fue so
ord!n na o_r, . no es duda que el
tura. Lo quai el n
z reg1m1cnto del fado auenrne tra por Jo grand
d
variaciones que siempre en I ouo Ca . e mu
· amiencos i
que las prosperidad s z b
~.
\ nos uempos parecia
cielo, y d pue las ad
.ducdnas o~runas lo alçauan fasta al
•
uers1 a es i mfon · 1 d
a baxauan hasta el suelo Lo
1
unios o ccendian z
•
qua , entre otras p
f
asaz clara la muerte del no bl e y nrtuo
.
rueuas, ue voa
E1 quai, scgun sus virtudes . b' .
so mperador Prouo.
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d
dar a1 mundo tiempos do ,ds1 tuiera
1 '
ta z or enaua de
.
ra os y a egres
1
pito, vn grande ystoriador C
' como o cuenta Vos. a segun lo el fa ·
rauan en sus tiempos guerras . b li
. zia, no se espe.
' m ata as m disco d'
n cesano biuicndo I fub . .
'
r tas. o era
bl
'
'
n~ar Dl hazer armas A .
pue ode cauallcro escandaloso i soberui
.
nst que e te
gasta y turba el imperio con . . 1 bo, que con sus maneras
. .
'
um,era e uscar or
fi .
exerc1c1os en que se ocupasen• E◄ tornando (
ros o c10s y
d
deI romano imperio ansi
I
a esta o i condicion
'
es que a su re bl'
b
1
re uc ta por la variedad d 1 .
pu tca trayda i
.
e os nempos ma
fl' .
tra ba1ada, otros tiempos
. '
s vezes a ,g1da i
prospera
i
glonosa
pad
•
d
Il os mudamicntos i aire .
'
ecio ro os aquerac10nes que padcc
por la destemplança z de d
.
e vn cuerpo humano
or enamt nro delo
queremos mirar desde
.
s vmores. Ca si la
.
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con iderando por quanta
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nço t
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i d
'd d
f:a11aremos por cierto , prosper1
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a uers1 a es paso
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que mnguna repubr
· ·
.
'
fl orec10
con tantos b.
. li
ica nm impeno no
b.
ienes m ue afli 'd
:lJO . E porque conuiene de R
1 , g1 a con tantos trasuyo, qu mayor bie
omu o, fundador 'l primero r '
nauenrurança nin glo ·
Y en su riempo fundo ,.. afi
d
na, que vu honbrc
·
" rmo i or eno ral · d d
tiempo la ido y Ja de
r
iu a Y el en su
,
xo peneta i acabada Q d'
uma Pompilio, que muchas batallas ~en.. ue tre pues de
CIO r ennoblecio, z

I;

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

guarnecio la ciudad de notables i glorioso~ triunfos '. E ansi
continuo la ciudad romana su felicidad i florec10 fasta el uem po de
Tarquino el Soberuio, enel quai tiempo por la malicia i cruel~
dad delos reyes trabajada por grande tempestad de malos, en s1
mesma quasi se consumio i gasto. Despues que los reyes fueron
lancados de Roma, conualeciendo ya, esforço fasta la guerra delos · Gaulos. Pero entonce, assi como naue quebrantada por
grande rormenta, non le quedando otra esp~ran~a _sino la torre
del Capitolio, mas fue el daiio que hasta alli reob~o qu~ todos
los bienes que fasta alli ouiera. Pero de aquel peltgro !'.brada,
reparo su fortuna enteramente fasta el ~iempo del rey Pirro, ~
mayormente fasta la segunda guerra afncana, enla qual_ fue as_sr
derribada z; quebrantada que jamas non abra guerra m traba10
que al coraçon dela republica tanto llegase. Muert? ~quel gran
Anibal i vencida Cartago, paso el imperio t potenc1a romana
allende la mar z: dilatose i crescio por el mundo muy largamente. Pero estando enesta gloria i bienauenturança, vino la
di.sension z: discordia entre sus ciudadanos. Primeramente de
Mario z Silla i principalmente de Cesar i Ponpeo, con las quales discordias ansi fueron no digo adelgazadas c: menguadas i
aun quebrantadas, mas aun desfecbas y consumidas las fuerças
del imperio, que fasta el tiempo de Cesar Agusto, como ya
enuegecida, por tribulaciones i males padecio. Despu~s fue por
Otauiano reparada, si se puede dezir reparo do la hbertad s_e
pierde.' Pero si en si mesma fue triste i afligida por ser en seru1dum bre, a cerca delas otras naciones que ensenoreo t sometio
a su imperio, resplandecio gloriosamente. Despues padeciendo
terribles y ·enfinitos danos so la maldad i crueza de Ner~,
viniendo el imperio ala mano de Vaspasiano, como que resptrando de tan tas tribulationes, alço 'la cabeza. E aun de todo punto
no bien conualescida, sobreuinieron las llagas del prado, i de
aquellas curada .: confortaJa por los nobles emp~radores, verna
Tragiano i Adriano fasta el tiempo del glonoso emperador
Antonio, fue en bueno z alegre estado. Pero luego por la locura

DE _
lSTORIAS
_ _ _ _ _ _ _MAR
__
_ _ _ _ _ _ __:48 I

de! mal emperador Nero torno alas lagrimas que ya eran
eniutas. De aqueste mal principe librada, non sintio consolacion
alguna hasta. el emperador Aurelio Alexandre, fijo de Manean.
E como qmer que por la diligencia i grande esfuerço del
emp~rador . Nero fuesse acrecentada, no pudiendo el enperador Valeriano, por causa de su prision ser ansi vtil z prouechoso al imperio, como lo fuera por su voluntad Ja luxuria
z desordenada vida de su hijo Galieno fue caus~ de mucho
n~al ala republica. E si la enbidiosa fortuna no acordara la
vida al noble t ~o~able enperador Claudio, parecia que despues
de tantos males v1111endo el ala republica, durara z permaneciera
!uengamente su buena andança. Despues de Claudio ouo el
1111perio A~reliano, fuerte i aspero principe, pero gran vencedor
delos enem1gos del imperio, i muy reguroso y executor delas
leyes romanas. Aqueste ansi muerto, luego por sentencia de todo
el senado y de ygual consentimiento del pueblo, fue elegido Prouo
po_r ~mperador, . templado z discreto regidor y muy vinuoso
prmcipe. ~as ans1 es que por la grande cayda por los fados no se
puede desmar que o por tempestad de mar o por encendimientos
~e fuegos non venga. E ansi por la maldad delos caualler~s
ttrad~ del_ mundo el glorioso emperador Prouo, a tanta desesperacwn vmo el senado y el pueblo que temian tornar al cruel y
mal~ad? seiiorio del emperador Nero t Domiciano y Eli~gabalio
i_ V1tel10 i Comodo los crueles, con sus cruezas z tiranias manzillaron i afearon el imperio. Ca mayor temor an los suditos
quando aun non conocen al principe del dano de sns vicios ;
t~chas, que quando se alegran y an buena esperança de sus
virtudes_ i bondades. Ca mas inclinados son los hombres al mal
q~e ~l bien. Mayormente la cibdad de Roma que paso por tantos
principes :rueles y sc~ler~dos z malos, prouo por esperiencia con
grande dano suyo la tlranta i mal regimiento dellos.
De Caton
valor suyo.

i

de sus buenas virtu
· des

i

maneras z del grande

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTORJAS

CAPJTULO XX.

Marco Porcio Caton fue enel tiempo de Cipion Africano el
primera y fue hombre muy notable y ecelente con muchas c:
diuersas virc,udes. Este, segun que del cuenta Valerio, fue por
nacion tusculano, c: la poca nobleza de su linaje con sus notables
actos lo fizo en Roma resplandescer c: parecer muy noble. Ca
por el fueron honradas y esdarescidas las letras latinas. Por su
arte c: industria dela arte, disciplina dela arte dela caualleria
fue acrecentada c: auentajada. Por el 1a majestad romana fue
mucho esclarecida y eonoblecida. De aqueste decendio el postrimero Caton, que fue grande onor c: sil)gular gloria de Roma.
Del qual Seneca, faziendo notable mencion enla epistola ochenta y
tres, dize, que tan prouechoso fue su nacimiento a Roma como
el de Hercules a Grecia z Cipion a Roma. &lt;&lt; Ca Cipion, dize
el, peleo con armas z Caton con virtudes contra las malas
virtudes ,,. De Porcio Caton dize Tito Libio que tanta fue la
fu~rça c: vigor de su coraçon z la fortaleza del su ingenio, que no
le fallecio de saber ningunas cosas delas que eran necesarias
de fozer, ansi enlos negocios publicos como en sùs propios
fechos.
Ca ansi enlas obras ciuiles dela cibdad como enlas
rusticas del campo, en rodas entendia c: a todas proueya. A vnos
era maestro delos derechos, z a otros mostraua el arte dela
caualleria. Tanto fue grande el su ingenio c: comun a todas
las deciplinas z: artes, que para cada vna dellas singularmente
p&lt;!,recia que era nacido. Enlas guerras c: batallas fue muy esforçado, delas guales ouo mucI-ias insignes z claras vitorias, por las
quales subio a grandes onores c: dignidades. Pues enel tiempo de
la paz y enla gouernacion z regimiento dela ciudad fue muy
sabio c: de grande ordenança, muy eloquente z- muy bien razonado, pero duro c: aspero en sus juyzios. Ca la pureza de su
conciencia y el amor dela republica le fazian libre y esento c:

sin toda cobdicia. R:zio de coraçon, menospreciador de gloria
z- honor, y muy sofodor de trabajos ansi del coraçon como del
cue~po. Tanto que ni 1~ grande edad, ni los grandes trabajos la
pud1eron quebrantar n1 cansar. Ca aun enla edad delos setenta
~ seys aiios razonaua z trataua los negocios, c: ditaua y escriuia
libros. E scyendo ya de ocbenta a110s traxo a juyzio a Sergio
Galba delante el senado. Pero, si en aquella grande c: temerosa
guerra de Espafia, de que el fue capitan z gouernador, nunca
c~sa rnando hazer alos caualleros de trabajo ni de peligro par
graue que fuesse, que el mesmo no trabajase en ella, en sofrir
fambre Y sed Y en velar, c: nunca el auia mejoria delos caualleros
salua la onor del imperio. Pues este principe c: duque tan excel:
lente, Cat~n,. viniendo con sus huestes a Espana, pritne~
ramente h1zo robar los campos delos enemigos c: despues
ouo con ellos algunas ligeras escaramuças, enlas quales
prouo y exercito los esfuerços i fucrças de sus caualleros. E
quando ouo de fazer la batalla, ayuf).to coda su gente z fabloles
en ta! manera ; (&lt; Caual~eros, dixo el, ved aqui el riempo que
tanto deseastes; este. dia vos da osadia a mostrar Yuestra virtud. Fasta aqui, dixo el, mas auedes sida robadores que
caualler~s. Agora no robando los campos, mas ganando ciudades
Y las nquez~s dellas, os auedes de cornbatir como enemigos
contra ene1111gos. Por cierto dixo Caton no
d • .·
. ~
,
ay esperança
e _v1to11a como enla top~a vJrtud . &gt;&gt; Dichas estas razonesi fizo
sahr del real las leg1011es delos caualleros 1 z ordenaudo sus
batallas y esforçando sus caualleros, acometio sus enemigos, y
pelea~do de arnbas partes muy fuene, duro la batalla gran parte
del d'.a. Pero a_la fin por la virtud r consejo de Caton fuero~ los
enem1gos ve?c1dos. Y ansi los siguieron los romanos que Jes
ganaron sus ttendas. E~_esta batalla, dize Tito Libio que murie,ron mas de q~aren_ta md hombres. Por .la qual toda, 0 la mayor
parte de Espana; vmo al sei'iorio delos romanos,
Del gran filosopho Pitagoras.

�CAR DE J 'TORIAS

HERNA.' PEREZ DE GUZ\{A.'

CAPlTULO

CAPITULO XXlll.

xxr.

P·1ta oras aquel orande filo opho, fue natural de amo enel
'
• • .que le fueron
tiem o de' Policraro
tirano: t por a1gunas •tnJuna
.
p
1
.
dexaodo
su
propia
tierra,
vmo
a
Ytalta.
fechas por e nrano,
1 · d
.
fi.
d
'1l mercad r muv rico de iaz1en a, pcro
Fue P1tagoras xo e '
.
•
&lt;l
,
fue el mas rico Je virtude. t ciencta. Ca nunc_~ el pa_ re, por mu)
.
e fue tanto el pudo ganar como cl htJO sab1a mcno prer~c~ ~te c~mo fuesse de edad de vcynte a11os, vina a Metaponto.
cDrn1]. . , . ~ v·1rtud del tama admiracion fuc enlas gentes de
a sctenoa "
o·
a uella ti rra que le hizieron vn templ~ z lo adorau~? por i_os.
Valerio dize en tanta vcncrac1on t reuerenl.ia fue au1do
Eq
, segun
'
•
·
grande error
de sus dicipulos que enlas &lt;lisputac10ne auian po~
.
si al11uno contradezia lo que el auia dicho o escnto. E s1 eran
r- 'd os que fundasen loque dezian por r:izon oatural, responrequen
dian: « Ba ta que Io dixo Picagoras. 1&gt;
Del poeta grande ~imonides.
CAPITULO XXII.

.
del r )' Cambi
es fue el poeta imonides, que
E~ 1 mm~
•
d

. ,aroo.
.
Este vna vez se ,endo
fue muy claro i sa b10
. . pregunta o
or ,·no, como podria huyr la malicia delos emb1d1osos, respon~io . (&lt; o tcnicndo nada, ni hazicndo grandes t notables fechos~
ca del tal non ha ninguno ernbidia. » Deste p~eta q_uedo otro s1
aquella clara . enteocia que dezia el : « En las tnbul~c10nes grande
refrioerio
t remedio e saber hombre que padece sin culpa &gt;1.
0
Dela tercera guerr:1 que fue entre Roma t C:irtaoo, enla
qual fue destruyda Cartago.

sciemos aiios dela poblacion de Roma, que fue a v ynte t
ocho afios del reyno de Tolomeo, re • de Egipto, se començo la
tercera guerra de Africa, cincuenta a1ios despues que e acabo la
-segunda 0 uerra de Anibal. Pero esta tercera guerra poco duro, ca
al quarra a1io despues que se començo, ouo fin z por canto ni en
tiempo ni en magnificencia de atos notables no fue ygual a niaguna dela pa adas. Ca en esta guerra tercera mas pelearon los
romanos, combatîendo los muras de Carrngo, que con los caualleros en batalla. Pero, si s mira el fin desta guerra tercera, veran
que fue mayor z mas famosa que la primera ni la segunda. Porque n ella fue desfecha z destruyda aquclla grandet muy notable
ciuda&lt;l de Cartago, princesa t cabeça de roda Africa, t si ngular
enem iga de Roma. Las guerras de entre Roma i Cartago fueron
tres. La primera ouo fin so el con ul Lutacio. La segunda acabo
Ci pion Africano, el primero. Esta tercera eu que el consul Ci pion
Nasica, fijo de Emilio Paulo nieto del primero Cipion Africano,
la ,·encio z destruyo por mandado del senado. La causa desta
tercera guerra fue, que los de Cartago contra lo tratos z pazes
que auian con los romanos, mouieron guerra al rey Massimisa,
entrando z haziendo guerra en u reyno. E començose, seyendo
consules Lucio Malinio Censorino t Marco Manlio, z vino por
sucrte la prouincia de Africa al consul Manilio. El qua] paso con sus
huestes primera en ecilia z dcspues a Africa, y era tribu no de la
su quarta legion Cipioo asica, el ' USO dicho. El quai, como
lk·go a Afiica, sabiendo como el rey fassimi a era muy singl!lar
amigo dda gente Cornelia, donde el decendia, dexando todas las
cosas, fue Io ver. E como llegase a su casa del rey, cl quai era ya
muy ,·i jo, abraçolo lloranJo de !!Tan plazer que ouo con el. E
teniendo lo assi abraçado, alço los ojo al cielo diziendo: « Gracias
hago a ti, muy alto sol z a todos vosotro Ios celestiales, porque
1

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

ante que &lt;lesta vida parta puedo ver en mi reyno y en mi casa fijo
de Cornelio Cipion, cuya memoria de tan noble varon nunca de
mi coraçon se parte &gt;&gt;. E ansi todo aquel dia z grande parte de la
noche pasaron preguntando el vno al otro, Cipion a el del estado
de su reyno, z Masimisa a Cipion delos hechos de Roma. Ca el
viejo rey Masimisa no se podia bartar de hablar, no solamente de
los hechos, mas aun delos dichos de Cipion Africano. E como
ya parte dela noche pasada se fueron a dormir, Cipion fue preso
del mayor z mas pesado suefio que jamas ouiera. E assi estando
durmiendo, pareciole en suenos su avuelo Cipion Africano, ca
muchas vezes acaece que hombre en suefios aquellas personas con
quien de dia trata o de quien hablo que lo ,·ee, ansi como Ennio
poeta cuenta de Ornera, que de aquellas cosas que fazia o dezia
de dia veya despues en sueiios i las fablaua como si estouiese
despierto. E como Cipion viesse al Africano, su auuelo, ouo muy
gran miedo, pero el dixo le: « Esfuerça z pierde el temor,· y encomienda ala memoria las casas que te dire, Vees tu, dixo el,
aquella ciudad, la quai vencida z; apremiada por mi obedecio al
romano imperio, z agora no podiendo estar en paz, renueua
guerras contra Roma, z agora vienes en estado de cauallero contra
ella ante de dos meses en dinidad de consul la tomaras z des' E ansî por la conquista della coma por la erencia de mi
truyras.
tu auuelo auras sobrenombre Africano. E como la ayas destruydo z por la onor dela conquista, recibas el triumpho z fueres
hecho censor. E despues aun la segunda vez seras consul i venceras a umancia en Espana y la destruyras. E como ansi por la
vitoria della otra vez entrares al Capitolio enla onor trium phal,
fallaras la ciudad toda rebuelta por obra z consejo de mi nieto. E
alli conuerna que tu, segundo Africano, con el grande ingenio z
consejo' tuyo te muestres ser lumbre dela patria. Ca a ti z al tu
juyzio se torna toda la cibdad, a ti mirara el senado, z a ti seguiran todos los buenos ciudadanos z los compaîieros z amigos de
Roma, z todos los latinos se tornaran a ti. Tu solo seras conseruacion z guarda de toda la republica. E porque enteramente seas

MAR DE ISTORIAS

&lt;l_icho Afri~no, tu alegre y esforçadamente sey fuerte enla defens1on dela c1bdad. Ca todos aquellos que a su patria conseruan eayuda~, ya les esta enel cielo asinado cierto lugar donde siempre
esten bienauenturadamenre coloc?-dos. Ca non es tanto aceptable
z agradable casa a aquel gran principe que todo el .mundo rige,
corn? _la obra de aq~ellos que bien obran z; defienden a aquellos
conctl10~ z ayuntalllientos z compa1fas de gentes que aca son llamadas cmdades z republicas. Sin duda los que esto bien z derechamente hazen, a este lugar vienen, quando de vuestra vida
parten &gt;&gt; . ~- co~o Cipion le preguntase, si aun biuian el y su
pa~lre Em1l10 1 aulo, cc Por cierto, dixo el, biuimos, y estamos
assi como aquellos que solrados delos ligamentos z ataduras del
cu~:Po. corno de carcel bolaron y escaparon . Ca la que vosotros
d~z1s v1da, muerte es. &gt;&gt; A poca de ora despues que Cipion o
d l10
. c· .
uo
ic eSro, vw 1p10n contra si venir a su padre Emilio Paulo
z no se pudo detener delos yr abraçar llorando mucho. Empero el
pad~e, a_braçandole, defendio 1~ qne no llorase. y entonces Cipion
le d1xo . cc Ruegote, padre m10 muy sartto, que me digas, pues
esa es la verdadera vida segun que Africano dize, que me digas
porque. yo ac~
detengo z porque no vo a vuestra compaiiia ».
cc ~o es en t1, dom Paulo, mas en aquel que quando le plugurere te puede sacar de aquesta carcel del cuerpo en que estas;
en otra manera no puedes auer esta salida, ca los hombres son
engendrados z masados so ta! ley z ordenança. Pero tu, asi como
tu auuelo Publio z- yo que t
d
d
. .
.
.
.
e engen re, guar a z 11onra la JUSUci~ z vsa de p1edad, la quai si grande z meritoria es a cerca de
D10~ por causa delos padres z parientes, muy mayor z de mayor
men!o es por c~usa dela republica. &gt;&gt; Aguesta vision, o mas
propiamente habhlla, escriuio_ ene.l libro dela republica, por
°:'ostrar que los que en esta v1da b1en rigeron z gouernaron z
b1en conseruaron la patria, las animas dellos despues que salian
delos cuerpos tornauan al cielo z vsauan z gozauan dela perdurable Y eterna bienauenturança.

m:

�HER.'A ,

PEREZ DE G ·zM ,'

MAR DE I TORIAS

Del consul romano • illa, famoso en cruddad de pues de ser
mu, sabio.
CAPITULO XXI\'.

El consul Lucio Sill:t es muy nombrado i farnoso enlas ystoria romana : ranto por los males i cru za que fizo, como por
l:ts batallas que vencio z conquiscas que hiw, aun que fueron
orande z notables. fate Lucio Silla, segun del e cucnta, fue
noble linaje, dela gente patricia, cuya familia z generacion
cra mu diminuyda por negligcncia de sus mayor s. E fue muy
cnsenado nias letras griegas z latinas : hombre de gran coracon z muy desscoso z amigo delos d leytes corporales, pero
~u ho m:is de onor z oloria. E como quier que en su mocedad
se dio mucho ala gula z luxuria z a vino z a otros ju aos z
arte rahez1::s i desoncstas c ansi con talcs exercicios y malos
vsos ensuzio u vida z mancillo su fama. Tanro que como tando
el consul Mario enla guerra contra Giugurta, los romanos le
embiaroo a Lucio illa por qucswr. E quexandosc mu ho dello
Mario, e dize que dixo, que estando el en tan aspera gucrrJ,
le embiauan vn questor ricrno , dcli ado. Fue empero este
Lucio Silla hombr bien razonado, muy escuro z arrero z gran
dissimulador de fcchos, muy suficiente a ganar z auer amigos,
z muy sotil i de muy alro inaenio, muy liberal z franco de
rodas las cosas, z principalmente del dinero. Tanto sabio z
auisado que como quier que fue muy ,·enturo o en us fe~hos, pe_ro
:intes dclas gucrrns ciuiles nunca su fortun:i sobro a su mdustn~.
De muchos fuc duda z ouo question, si fue mas fuerte z sab10
que venruroso. Delo qual puede honbre auisar e, y conoccr
quantos mud:imientos ay enlas edades delos hom_bres. Ca ay
algunos que enel comien -o d su edad dan de s1 grao es~erança de bien alos que los vcen, z despu s, o cobrando senorios o auiendo fortunas onrrarias, mucstran qu aquella no
era su natural condicion, faziendo e viciosos i malos ; otros ay

Je

que en . u mocedad son tiernos z floxos z mal compuesto , ,
despues se hazen hombre mucha notables i de gran v:ilor.
Lo quai s cnxemplo i dotrioa, para que no e arrcbatc hombre
:i juzgar hasta ,·er el fin del hecho. Deste Lucio illa, segun
cuenra Val rio, non desacordo su mucne dela vida suya. C.1
en su \'idà fue cruel en toda estremidad, i su muerte fue ta! que
como :;upics e que ,·n su oficial auia en vn gran fccho pac;ado
u mandamiento, tanta fue la yra i oberuia de su coraçon,
que &lt;lio vna gran boz z lanço por la boca mucha angre, i
con ella, d spiritu oberuio z cruel.
De Julio Cesar, muy magnifico y excdlentc princip
C.&gt;\PITULO

XX\'.

Julio Cesar, aque:I magnifico i rnuy excellente principe, fue
alto de cuerpo z blanco, la boca vn poco grande, los ojos
prietos, bien complexionado, salua que vn poco antes que
muricsse se espantaua muy a menudo en suenos. Era caluo i
auia dello muy grande enojo. E por es o siempre qu:indo e
peynaua, cubria la calua con los cauellos detras. Fue muy
luxurioso a grande marauilla, z disfamo mucha nobles due1îas
casadas z otras; beuia muy poco vino, e por esco dizen, que
dezia del Caton, que de todos los que quisieron dcstruyr b.
rcpublica non ouo alguno templado enel beucr, sino el ; z
ansi loandolo de templado, ta haualo de tirano. Cesar fue de
muy grande clemcncia z muy bien raxonado, tanro que dizc
del Tulio en ma epistola que escriuio a farco Bruto esta
palabras: « Qua! o:ador auanrajaras tu enla eloquencia del
Cesar ? 0 quicn mas agudo o mas sotil que el fue en sus
sentcncias ? •&gt; Ce ar hauia la boz aguda, el g to z mouimienro
del cucrpo ardiente, pero osegado. Escriuio el de su, propios
hecho ci rtos libros assi dela batalla que hizo en Francia
como delas guerra ciuiles. Fizo desto dos libro ; otra obra

�49o

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

de poesia, escriuiendo seyendo moço las tragedias de Hercules
y de Edipo; e aun se fallan algunas epistolas que escriuio al
senado. Enla arte delas armas z del caualgar fue muy diestro.
AIISi que por caualleria r sabieza sojuzgo a Roma z con ella
la mayor parte del mundo. Sin duda estas dos artes, ciencia z
caualleria, son muy dificiles y m_uy graues a vn hombre de
alcançar. Ca para cada vna sala dellas ha rneoester grande
tiempo z lugar r grande ingenio. Y assi ouo muy pocos que las
poseyeron. Pero aquellos que las alcançaron, assi se-esmeraron
delos otros principes coma el sol delas estrellas, segun pareçio
en Alexandre el grande, y enel rey Dauid, y en este Cesar,
y enel emperador Tito, y ·en Otauiano, y enel grande Costantino, y en Carlosmagno y en otros algunos. Y tornando
al proposito, muy pocos o no ninguno ygualan las ystorias en
caualleria con el Cesar. Fue el Cesar tanto trauajador, que es
graue de creer, ca muchas vezes anduuo muy luengos caminos en poco tiempo. Enlos fechos delas guerras seria graue
de determinar, quai fui:: mas, o sabio o diligente o fuerte y
esforçado. Muchas vezes el Cesar a fin de tomar los enemigos
sin sospecha, enla mayor fortuna del inuierno fazia sus guerras.
Asaz vezes acaescio, que en las batallas aquella haz de caualleros que
refuyan, el solo la esforçaua z hazia estar firme. Tanta amor ouo
con sus caualleros, que vna vez que fue en Francia vencida vna
legion suya z muchas caualleros muertos, nunca bizo la barua
ni cerceno sus cabellos, fasta que los vengo. Par lo qual todos
los otros caualleros lo arnaron mucho z le fueron muy leales.
Corno quier que Tulio Cicero en algunos libros suyos mucha
tacha z afea al Cesar, pero en otros cabos el mesmo lo loa
tanto que lo quiere comparar alos dioses. E no es de creer, que
tan grande sabio como fue Tulio ta□ clararnente sin grande causa
se contradixesse en sus escrituras. Ca puede ser que quando lo
tacho z afeo, fue porque se mouio contra la republica z la
priuo de su libertad. E quando le loo z alaboJ seria hablando
delas '7irtudes z noblezas que los principes han z deuen auer

MAR DE ISTORIAS

49 1

z contando a el ·e?~re ellos. Ca no se puede uegar que sacando
aquel ardor z cobdrcia desordenada de seiiorear que en Cesar
ouo, que en todo el restante delas virtudes de cauallero el
fue mu_Y notable principe, e assi bien se compassaron estas dos
contranedades ~e Tulio enel Cesar. Entre los otros grandes
l~ores, que Tu110 da al Cesar, dize, que al Cesar nin las aduers1_dades z contr~rias fortunas lo pudiero□ quebrantar ni vencer,
Ill !as prospendades z buenas andanças lo ensoberuecieron z
pus1eron en vana gloria. cc Fne, ( dize Tulio), magnifico sin
crueld~d z mucho esforçado con mansedmnbre. &gt;&gt; Perdonaua
~uy hgeramente las injurias a el fechas. A sus enemigos venc10 con esfue_rço z sobro los con sabiduria. E lo que en el
fue _1:1as ~arautlloso y mas de notar, es que con toda solicitud
z dil1~encia se dio. alos negocios, que ansi trabajaua en cada
n:?oc10, que parec1a que aquel solo tenia en cura, en tanta perfic1011 1~ acabaua. Y tanto era el en todos los negocios, como
~tro sena en vno solo. Segund los actores lo escriuen muneron en sus ~atallas diez vezes cien mil hombres z ma; quar~nt~ z dos 1111[. Fizo cinquenta y dos batallas a vanderas tendidas. El solo paso en numero de batallas a Marco Marcelio
consul. Muerto Julio Cesar, fue su testamento abierto, enel
quai hallaron por su heredero a Otauiano, al quai el profi·
. h""
JO,
porque no tema IJOs. Y enel segundo lugar puso a Antonio.
Y en algunas ystorias se balla, que dexaua par vno de sus hereder~s a Bruto, que ~ue vno delos que lo mataron ; algunos
escuuen que el lo tema por su hijo.
Fabla del Cesar, delos fechos suyos, en tanto que fue consul
z ditador en Roma.

CAPITULO XXVI.

El Cesar, despues que ouo sojuzgado las Espai'i.as so su se.ii.orioJ
tornose a Roma ~ fue recebido con grande fabor delos romanos.

�49o

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

de poesia, escriuiendo seyendo moço las tragedias de Hercules
y de Edipo; e aun se fallan algunas epistolas que escriuio al
senado. Enla arte delas armas z del caualgar fue muy diestro.
AIISi que por caualleria r sabieza sojuzgo a Roma z con ella
la mayor parte del mundo. Sin duda estas dos artes, ciencia z
caualleria, son muy dificiles y m_uy graues a vn hombre de
alcançar. Ca para cada vna sala dellas ha rneoester grande
tiempo z lugar r grande ingenio. Y assi ouo muy pocos que las
poseyeron. Pero aquellos que las alcançaron, assi se-esmeraron
delos otros principes coma el sol delas estrellas, segun pareçio
en Alexandre el grande, y enel rey Dauid, y en este Cesar,
y enel emperador Tito, y ·en Otauiano, y enel grande Costantino, y en Carlosmagno y en otros algunos. Y tornando
al proposito, muy pocos o no ninguno ygualan las ystorias en
caualleria con el Cesar. Fue el Cesar tanto trauajador, que es
graue de creer, ca muchas vezes anduuo muy luengos caminos en poco tiempo. Enlos fechos delas guerras seria graue
de determinar, quai fui:: mas, o sabio o diligente o fuerte y
esforçado. Muchas vezes el Cesar a fin de tomar los enemigos
sin sospecha, enla mayor fortuna del inuierno fazia sus guerras.
Asaz vezes acaescio, que en las batallas aquella haz de caualleros que
refuyan, el solo la esforçaua z hazia estar firme. Tanta amor ouo
con sus caualleros, que vna vez que fue en Francia vencida vna
legion suya z muchas caualleros muertos, nunca bizo la barua
ni cerceno sus cabellos, fasta que los vengo. Par lo qual todos
los otros caualleros lo arnaron mucho z le fueron muy leales.
Corno quier que Tulio Cicero en algunos libros suyos mucha
tacha z afea al Cesar, pero en otros cabos el mesmo lo loa
tanto que lo quiere comparar alos dioses. E no es de creer, que
tan grande sabio como fue Tulio ta□ clararnente sin grande causa
se contradixesse en sus escrituras. Ca puede ser que quando lo
tacho z afeo, fue porque se mouio contra la republica z la
priuo de su libertad. E quando le loo z alaboJ seria hablando
delas '7irtudes z noblezas que los principes han z deuen auer

MAR DE ISTORIAS

49 1

z contando a el ·e?~re ellos. Ca no se puede uegar que sacando
aquel ardor z cobdrcia desordenada de seiiorear que en Cesar
ouo, que en todo el restante delas virtudes de cauallero el
fue mu_Y notable principe, e assi bien se compassaron estas dos
contranedades ~e Tulio enel Cesar. Entre los otros grandes
l~ores, que Tu110 da al Cesar, dize, que al Cesar nin las aduers1_dades z contr~rias fortunas lo pudiero□ quebrantar ni vencer,
Ill !as prospendades z buenas andanças lo ensoberuecieron z
pus1eron en vana gloria. cc Fne, ( dize Tulio), magnifico sin
crueld~d z mucho esforçado con mansedmnbre. &gt;&gt; Perdonaua
~uy hgeramente las injurias a el fechas. A sus enemigos venc10 con esfue_rço z sobro los con sabiduria. E lo que en el
fue _1:1as ~arautlloso y mas de notar, es que con toda solicitud
z dil1~encia se dio. alos negocios, que ansi trabajaua en cada
n:?oc10, que parec1a que aquel solo tenia en cura, en tanta perfic1011 1~ acabaua. Y tanto era el en todos los negocios, como
~tro sena en vno solo. Segund los actores lo escriuen muneron en sus ~atallas diez vezes cien mil hombres z ma; quar~nt~ z dos 1111[. Fizo cinquenta y dos batallas a vanderas tendidas. El solo paso en numero de batallas a Marco Marcelio
consul. Muerto Julio Cesar, fue su testamento abierto, enel
quai hallaron por su heredero a Otauiano, al quai el profi·
. h""
JO,
porque no tema IJOs. Y enel segundo lugar puso a Antonio.
Y en algunas ystorias se balla, que dexaua par vno de sus hereder~s a Bruto, que ~ue vno delos que lo mataron ; algunos
escuuen que el lo tema por su hijo.
Fabla del Cesar, delos fechos suyos, en tanto que fue consul
z ditador en Roma.

CAPITULO XXVI.

El Cesar, despues que ouo sojuzgado las Espai'i.as so su se.ii.orioJ
tornose a Roma ~ fue recebido con grande fabor delos romanos.

�49 2

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

E ansi esta vez ouo quinto triumpho. C.1 el primero y muy
ecelente ouo, quando conquisro las Galias. El segundo, por la
conquista de Alexandria. El tercera, por la victoria del rey Farnece. El quarto, de Ponto de Africa. El quinto z postrimero,
por la conquista de Espafia. E dcspues desro el solo gouerno z
administra la repu blica, que la ditaduria perpetua por fuerç.a z
contra voluntad del senado. E como quier que con cobdicia del
sefiorio fiziesse muchas guerras z batallas, que ouo con Pompeo,
que fueron ciuiles entre los romanos, no se halla que fuesse
cruel ni riguroso, segun del dize Seneca, ni fue vindicatiuo ni
de riquezas cobdiçioso, saluo aquel desseo del imperio. Ca de
sus enemigos non rnato ningunos, saluo los que rnurian enlas
batallas, sacando a Anfranio z a Fausto z a Lucio Cesar el mancebo. E aun estos no se hallo que por su voluntad muriessen ;
mas perdonando a todos los otros que por diuersas naciones
estauan huydos, hizo los tornar en Ytalia, dando les ofiçios y
dinidades. E la ymagen o estc1tua del gran Pompeo, que el pueblo
romano despues dela batalla de Farsalia auia echado de donde
estaua, hizo la tornar honorablernente. Esto todo asi fecho, el
Cesar diose a ordenar y componer el cstado ciuil de la republica,
ansi enlos &lt;lias del aiio como enel cuento de la luna, como en
abreuiar z declarar las leyes y estatutos de Roma. Delo quai
todo por la mayor parte dio el cargo z lo .encomeudo a Marco
Varro, ei quai por su singular ciencia z discrecion era bien suficiente a tan grande oficio. Ca segun todos los ystoriadores cuentan z
del escriue Tulio Ciceron, z loque mas autoridad le da z fe cumplida, fue el. loor que le da sant Augustin. Este Marco Varra
fue el mas sabio hombre de su tiempo. Lactancio fablando del,
dize assi : &lt;c Marco Varro, dei' quai ninguno fue auentajado
en ciencia ni aun entre los griegos. &gt;&gt; E como el Cesar todas estas
obras con grande estudio z- diligencia ordenase, los parcos que se
auian ocupado la prouincia de Ranchian z fazian guerra al
imperio, acordo Cesar de yr contra ellos. Mas porque enlos
libros delos fados de Roma se contenia, que los parcos no

MAR DE ISTORIAS

493

podian ser vencidos si non o
se deuia llamar rey E t p r_ rey, al~unos dezian que el Cesar
.
· 0 ro s1 acaesc10 q
. d'
m1randos los J°i1egos el
lA
. , ue ,n ta, e1 est1ndo
,
cousu
nton10
Je
d"
1a cabeça, la quai Cesa
. .
puso vna iadema en
r no consmt10 E ot . .
h .
sazon grande fama en R
.
ro s1 se azra a esa
orna, que el Cesar d • d
.
~e quena passar a Alexandria z Il
.
' exan o a Ytalia,
imperio. Podia ser questa f:'
tuai aHa roda Ja potencia del
al Cesar z auia lug,ar de
al_ma a gunos la leuantasen por danar
.
ser igeramente creyd
l
e1 au1a tomado con Cleo
a por e amor que
patra, senora de Ale d - T
esta f:ama puso muy
d
xan na. oda via
• .
gran e escandalo en!
pnnc1pal z mas dura z
os romanos, pero la
graue cosa de sofrir al
que como vna vez muchas d I
d
, os romanos si fue,
e os pa res del se d I · •
a uer, solamente no se mo . . 1.
na o o vm1essen
ellos. Aunque algunos q . u10 Idll :120 muestra de se leuantar a
meren ezir que el
z que vno, que dezian Cor l' V 1,
se prouo a leuantar
contrario, dizen que
ne 10 a o, lo detouo. E otros, por el
.
'
como vno llamado B
T b
dixesse
que se deuia leuant
1'1
.
ayo
ro ucio, le
t d
ar, e o miro de mal .
E .
o as maneras z causas se e
d
• iesto. ast por
b
. .
ngen ro enel pueblo
d
·
a orrec1m1ento contra 1
gran e eno10 z
. .
e' tanto que alou
escnu1eron al pie de
' b nos secretamente
los reyes de Roma evsntaasesptaaltuba de Lucio_ Bruto, el que lanco
,
'
a ras · cc O
b· ·
•
entender que si aq . 1
1 ' .
s1 m1esses ! ,, dando a
f
b,
ue que anco otra vez lo
d
uesse iuo, no consintiera reyna~- al C
s reyes e Roma
senadores, todos de vn
d ' . esar. Por lo qual sesenta
acuer o se Juntaro
.
matar, z fueron los . .
d'
, n z se Juraron de!o
• pnnc1pes esta
·
•
Marco Bruto p
. ' coniuracwn Bayo Casio z
. ero esta ta! COnJuracio
d
ca yendo vn dia el Cesar al
d I n no pu o ser secreta,
.
.
sena o e fue dad
.
con1urac1on contra el hech y 1 '
o vn escnto deia
bo!uiolo con otras canas a.
esperando lo leer, turbose y
Suetonio lo escriue por otque euaula enla mano. E assi como
,
ras mas c aras s - l f;
antevista la muerte del C
C
, • ena es ue conocida z
v
1
esar. a cerca dela ciudad d C
ll sepu cro mlly anti!!Uo fu f Il d
e apua, en
1t
.
t&gt;
e a a a vna tabla de b
.
e ras gnegas, que contenian tales a] b. .
co re escnta de
tura de Ca pis sera ab· t
p a i as . cc Quando esta sepul1er a z sus huessos descubiertos
RE VCE HISPANIQCE. C
' sera

t,

�494

HER.'A.

PEREZ DE GUZ,{A.'

. tes vno , que deciende del linaje
lia de
nos de panen
mueno por ma
des dan.os en Yta ».
t del vernan gran
1
Julio, -z: por a _muer e dela muerte del Cesar los sus cauaOtrosi pocos dias antes .• 1
guarda z no queriao corner
r ll d
ltos s10 a guna '
Jlos fueron ra a os su
fi
, Otro 5j vn agorero,
.b
gemian 'l llorauan muy uerte.
m . euer,
. 1·a
a111onesto al Cesar, que dse
d mas·r · de vn anima
1,
iaz1cn o acn 1ç10
.'
le ,·enia antes de los vdus e
guardase de vn grande pehgro,JqlueC . vido en. sueiios, que; se
r If
· su muger e e5,1r,
março. \..,;l urma,
1C
cuerpo muerto en su
sar
cava roda su casa t qu e vcya. a
as z seiiales aquc l
;
b
do codas estas cos
'
.
recrn o. E no lo en argan .
.
l cap'1tolio E desque all1
e,1· d
alaç10 -z: v1110 a •
•
dia el Cesar sa ,o e su p ' )·ur:.idos a:.entaronsc
ll
u mucrte eran
,
fut, codos aque os que ~~b . Tulio vno que enlos ticmpos
a derrcdor del. E luego 1 ~no d r ' or dela parte Ccsarin:.t,
. .d
y ardu:nte e1ens
Passades au1a s1 o mu .
l Cesar como si alguna
• ,
·
alli todo tornado a1 contran•0 , llegose a
e tenia cubkrto, el
. • f: bl i con el manto, qu
E
cosa le qms1era a ar,
1 1 . ello -z: alos hombres. rodeooe o a 1..:u
d
qual ra llama o toga,
_ .
equci'io golpe enla gar·
· l fi · de vn puna1 .,;n P
•
luego Casio o no
d
arrcb.1to
,·n puna\ a Cas10, Y
11
ganta. y el Cesar, veyen o aque o, '
fuc detenido. E ans1,
.
f
otro oolpe con que
.
quenendo uyr, ouo
t&gt;
d' d l s cuchillos embolu10 1:t
0
d arte cerca o 1.:
'
d
vevendose
e ca a_ pon la mano s11111.:
.. ·stra, cubriose dda rop;i,
cabec.1 enla roga, &lt;- c
.
E alli como lo cuenta
·
.
· fi O 11111 desapucsto.
.
por no caer 111 monr c
olp s dclos qnales no d10
. f r 'd d, ,·e)'nte v tre:-. g
·,
d
uero1110, ue ien o c
. .
E ·insi fuycndo tO os
·J l cro\pe pnmcro. • , .
sino de vno solo gcm1 o a o
·na p·ute del dia, fasta
.
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los que alh era.n, que
d . 1 1o lo lleuaron a su pala1 ,
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1
el quai fuc e segun
·1 d d •nqucota , seys a11os.
de principe Julio Cesar, en ern
e c1
. lo del empcrador Otauiaoo Aug:isto,
Cuentase en este cap1tu

MAR DE ISTORIA

495

CAPITULO XXVII.

El empcrador Otauiano Agusto, segun que del uetonio lo
escriue, fue alto de cuerpo z asaz bien compuesro delos miembros, pe;ro encl cuerpo auia algunas manzillas. Este, desde su
primera edad se dio mucho ala retorica z a las artes liberales;
e tanto le pluguieron, que enla batalla de Mutina, que ouo con
Antonio Cesar, emre tanto trabajos de guerras i peligros de
baralla, ditaua i hazia declinaciones. unca enel senado ni ante
el pueblo ni alos caualleros hizo habla sino estudiada z pensada;
fablaua dulce y propiamente, coma al proposito conuenia. Dize
se del, que compuso -z: ordeno muchas i diuersas declarnaçiones
'l proposiciones, ansi como delos loores de Bruto y de Caton,
i otras oraciones ala republica. E de sus propios fechos i conquistas se dize, que compuso quinze libros, fasta la batalla -z:
guerras que hizo en Cantabria de Espana. L1 manera del su
razonar fue muy complida -z: tenplada i muy guardada de codo
vicia i diformidad. Reprehendia el mucho z auia por locos -z:
presuntuosos aquellos, que en tal manera dirauan o escreuian,
que los que lo leyan ma se marauillauan dela alteza del estilo,
que se alegrauan del fruto que dellas reportauan por las no
entender. Plazian le tanto los juegos que enlos teatros se hazlan,
que, egun J\Iacobrio dizc, no conuenia a tanta maje tad. Fue
Otauiano muy alegre z plazian le mucho palabras alegres z graciosas. E sin duda si ordenada i templadamente se l1aze, es cosa
que conuiene bien alos principes -z: grandes se.iiores por dos
razones. La vna, porque los gasajados i plazeres romados en
sus tiempos, hazen grande familiaridad i ponen amor entre el
principe , sus caualleros. La otra, porque es vna manera de
recreacion i d scanso delos trabajos, que los reyes an z roman
enel regimiento i gouernamiento del reyno. Pero esto, como
dicho es, ha de sera tiempos cienos, quando no empachan alos
grandes hechos. E otrosi an de ser los tales solazes z plazer-es

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

onestos, porque sea guardada en su reuerencia la majestad. real o
imperi:al. E tornando al proposito, dize~e ~ue como vn dia este
noble emperador estouiesse con sus pnnc1pes y caualleros hablando diuersas cosas z vn cauallero se alabase mucho de actos
que auia hecho en caualleria, el em?erador, gueriendo lo enfrenar z reprehender graciosamente, d1xole burlando, porque aque~
cauallero renia vna grande terida enel rostro : cc Pues que ans1
es, quando otra vez fuyeres, guardate, no bueluas el rostro ».
Dando a entender, que aquel golpe, huyendo y boluiendo el
rostro Jo auia recebido. Es por cierto mucho de marauillar de
tan gran emperador, que todo el mundo poseya, que assi como ~l
a otros dezia burlas z palabras alegres, z assi z alegremente sofna
las gue le eran fechas. E asi mas loauan en el la_ templança z
paciencia z llaneza suya que aun la dulçura z gracia de su eloquencia. Acaecio vna vez que vino a Rom~ vn mancebo, que ~ne! cuerpo z gesto assi era semblante a Otamano, que a don de qu1er
que el yua, todos lo mirauan : z como el enp~rador lo o~ese,
fizo lo venir ante si, z por burlar con el, d1xo le : « Dime,
mancebo tu madre vino alguna vez a Roma ? » Esto dezia el
emperad~r, porque si dixera el mancebo que si, pudi~ra se dez_ir,
que su padre del emperador dormiera con ella c: 1~ omera por fiJo .
Y el moço, que discretoera, sintio la cautela _gr~c1osa del e'."°perador z dixole : « Sefior, mi madre nunca aqu1 v100, mas 1111 padre
muchas vezes » ; quisiera dezir el moço, que su padre pudiera
auer lo enla madre del emperador.
De vna fermosa fabla, gue Herodes hizo a Otauiano Cesar,
para mitigar su sana viniendo en Assia.
CAPITULO XXVIII .

Corno este magnifico emperador ouo vencido a Antonio C~sa~,
su cuûado z companero. enel imperio, z asosegada la pr~m~cia
de Egipto, vino a Asia; lo gual, como He rodes, rey de los 1ud1os,

MAR DE ISTORIAS

497

lo oycsse, ouo del muy grande tèmor. Ca el auia faborecido la
parte de Antonio; z; no fallando a tanto peligro remedio alguno,
dexando la cor~na real, en abito comun z priuado, pero con
coraçon real z smgular, vinose al Cesar. E desque ante el fue, no
mostrando temor alguno, ni disimulando nada de su voluntad
fablo ~n tal maner~ : « ~esar, dixo el, yo no niego que fu;
fiel am1go de Anton10, ans1 como aquel de quien recebi el reyno
i cuyo deudor agora aun me conozco por tanto beneficio. E Jo
que _p~r palabras agora aqui digo, con las armas lo afirmara si la
em~1d1a z malicia de Cleopatra i la guerra delos alarabes, que
sup1tamente me fue mouida, no lo empachara. E ansi, con tal
guerra ocupado, no tome armas contra ti. o assi como quien
dexa ~ d_esampara su amigo, ni por miedo de batalla, ni por cierto
me smt10 Antonio desconocido a el en sus necesidades ca le
em bie muchos caualleros z ioumerables copias de viandas ; armas
par~ sostenimiento de su hueste. E aun por cierto tu, Cesar, no
~1e Juzgaras po~ desagradecido a Antonio, mas por ru enemigo,
s1 yo me acaec1era enla batalla de Acio, do tu fuyste vencedor.
Cesar, yo no disimulo ni encubro algo delo que en mi voluntad
tengo. ~a si yo en aquella batalla me acaesciera, tu me ouieras
~or arn1go verda~ero. de Antonio. Pero ansi es que al presente
) 0 temo mas tu 1uyz10, que entonces temiera la batalla. Ca la
voluntad mas cata lo~ enojos que le son fechos que la virtud y
razo~1 del que le enoio. Pero todavia yo mas quiero contender
cont1go de fe que de porfia. Agora tu puedes considerar, Cesar,
gue _como yo ame a Antonio entero y en su prosperidad, ansi no
lo ~1ego en tu aduersidad z vencido. Tu, Cesar, venciste a Antomo con las legiones z grandes cauallerias tuyas. Venciste lo
con tu consejo y esfuerço z arte. Venciste lo aun con Jas fuerças
del romano imperio, las quales el dexo y neao. Verdaderamente
cl fue vencid~ por tus virtudes, z mas por 0 Ios vicios suyos ;
error~s. Venc1olo. Cleopa:ra, su muger, que lo renia captiuo.
Venc1olo la l~xuna. Venc1do fue, porque mas quiso ser vencido
conella, que sm ella vencedor. Venciolo, sin duda, aquella muger

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

mas contraria a el z alos suyos que a ti ni alos tuyos. Yo muchas vezes le conseje que la matase, lo qual el deuiera fazer, si
quisiera dar consejo a sus fechos. Yole ofreci mis grandes ayudas,
con que pudiera reparar la mengua de sus huestes . E muchas
vezes le requeri, que me lleuase consigo por su compaiiero en
aquella batalla. Mas aquella mala z scelerada muger ansi captiuo
su voluntad, que el fue vencido por la codicia del inperio, _en
que ella le ponia. En conclusion, Cesar, vencido fuy con ~ntom~,
empero el su vencimiento es con mayor desonra. Ca ami venc10
Antonio, z a Antonio Cleopatra. Y el fue vencido de vna mala
muger, maluada y estraiia, yo del mi seiior z amigo, al qual aun
agora no niego ni desamparo. Conel vencimiento de Antonio dexe
la corona de mi reyno y puse en sacrestacion y en deposito las
insignias reales, viniendo ati, pero no dexo ni parti de mi la virtud
z Jealtad . Tu, Cesar, ordena como ati plazera. E como quier que
ami venga la suerte del tu juyzio, yo lo sofrire; pero todos conosceran, que en la fin no faite a aquel, cuyo amigo fuy. »

MAR DE ISTORIAS

499

trario dela batalla no te hizo comigo dudoso. Ca tu no desamparaste atu amigo, mas el desamparo ati. Creyo mas las malicias
z falagos de Cleopatra z sus falagos que el tu buen wnsejo. La
locura de Antonio te hizo nuestro, menospreciando el al fiel
amigo y escogendo aquella mala muger. Nin es marauilla, si
Antonio vencido siguio a Cleopatra, el amor dela qua! le tenia
preso y vencido. Ni te marauilles tu, Herodes, porque Cleopatra
aparto a ti de Antonio, pues lo aparto de mi amistad z de ser mi
compafiero enel imperio z lo torno mi enemigo . E ansi, pues
en vno por vna causa fuymos menospreciados, razon es que en
vno reynemos. Ansi que, de &lt;\qui adelante, ni sientas la ausencia
de Antonio, ni ayas de requerir fabor suyo, ca non secia dina
cosa si al que por batalla vencimos no le sobramos con humanidad z magnificencia ». Fecho el Cesar fin a su razon, torno a
Herodes la corona ala cabeza, z acrecentandole mayores honores
z dinidades, diole vna parte del reyno de Cleopatra.
Loores del magnifico e~perador Otauiano.

La respuesta manifica del Cesar Otauiano a Herodes.
CAPITULO XXX.

CI\PITULO XXIX.

Otaoiano, oyda la razon z proposicion de Herodes, respondio
en esta manera : &lt;&lt; Esta seguro, Herodes, z agora, mas francamente que de antes, posee tu reyno z seîiorio. Ca yo amo la
virrud z alegrome conella ; mas no soy della embidioso nin
enemigo. Verdadera mente, Herodes, eres &lt;lino de mayor ~enorio,
tu, que assi conseruas z guardas la verdad z amistad, assi que
aun enlas fortunas contrarias no niegas al antiguo amigo ni
temes manifestar tu lealtad. Pues allegate alos bienauenturados
z auarda la fe en las prosperidades, tu, que enlas aduersas fortunas
b
.
te muestras tan fiel. Antonio te vencio, mas yo no te qmero ser
vencido, pues tu virtud z lealtad te hizo ygual delos vencedores.
Porende esta con buena esperança, pues el acaecimiento con-

Deste noble z manifico emperador Otauiano se lee, que su
vmani~ad z clemencia fue tanta que como vna vez por algunos
sus amtgos le fuesse dicho, que Lucio Cina, vn cauallero romano,
hombre de muy fantastico ingenio, estando enlas Galias, trataua
contra el la muerte, diziendole ael, quai era el trato y el tienpo
y el lugar, do lo cuydaua fazer. Lo qua!, como el enperador lo
oyesse, fue muy turbado z toda aquella noche no pudo dormir,
haziendo razones por si z contra si . Ca de vna parte dudaua de
matar vn mancebo delos mas nobles delos romanos, y de otra
parte le era graue de sofrir el ascchador de su vida z no dar pena
al su matador, el que en todas guerras 7; batallas ciudadaoas,
guardo sano el estado dela republica. Y assi, todo turbado y
gemiendo, daua grandes bozes z dezia : « Y como dexare yo,

�500

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

que el que me quiere matar, biua z sea seguro, para qu~ me
mate ? » Esto dicho, callaua vn poco y ens1îiaua se contra s1 mas
que contra Lucio Cina.
.
.
c&lt; Para que, dezia el, biues tu, Cesar, s1 por tu vida
conuiene que muchos mueran ? quando las muertes auran
fin ? quando cesara la sangre ? E como ( dezia el), sera mi
cabeça aguzadera delos cuchillos para matar ~os nobl~s ? ~o es
tanto el espacio &lt;lesta vida, nin la vida tan sin trabaJOS 111 tan
dulce, porque por la guardar se bagan tantas muertes ». Esta~do
el enperador en tanta afücion de cuydados y en tan ta alter~c10n
z contrauersia de opiniones, Luna, su muger, la emperatnz, le
dixo asi : cc Oye agora, Cesar, si te plaze, vn consejo de muger.
Faz tu agora aquello que suelen fazer los fisicos, ~ue quando los
remedios ya vsados no aprouechan alos enfermos, tientan de curar
con obras contrarias. Tu vees bien que eneste caso, por crueldad
de castigos no te remediaste. Ca tu mataste a Saluio, z despues
del se leuanto Lepido ; despues de Lepido rebella Murena; a
Murena siguio Cipion, a Cipion, Ignacio; callare delos otros. Tu
estas agora con Cina enel trabajo que tu vees. Prueua la
benignidad z clemencia, pues el rigor dela justicia ~o te basta.
Perdona a Lucio Cina, ca pues su obra es ya descubierta, . no te
puede daiïar mucho, y en lo perdonar, alcanças fama, pubhcando
tu piedad z mansedumbre ». Esto oyendo, Cesar fue muy alegr~,
o-radeciendo a su muger el su buen consejo. E luego otro dia
~1ando llamar a Lucio Cina, que solo viniesse ael, y mandando
salir dela camara todos los que alli eran, fizo paner vna silla cerca
dela suya para el, z dixole assi : « La primera cosa qu~ te d~mando,
Lucio, es que, en tanto que yo fablare, no me ataies m fables.
Bastete, que fablando yo, abras lugar z t_iempo de fablar ~uanto
quisieres. Tu sabes, Lucio, bien, que yo te halle enue 1:11s enernigos z como vno dellos, z no te trate com~ a e?enugo_ mas
como a amigo, restituyendote en todo tu patnmon10. Ans1 .q~e
tambien auenturado estas oy que los vencedores te han emb1dia,
auiendo ellos trabajado comigo enlas batallas. E agora, sin te lo

MAR DE ISTORTAS

501

merescer, me tratas la muerte » A estas palabras c·n
·b d d'
·
1 a, muy
tm a o, 10 grandes bozes, diziendo que nunca tal cosa auia
tratado.
cc o guardas ( dixo el Cesar) la fe qu
.
.
.
,
e me promet1ste, que _no empacha~ias m1 razon. Toda via es cierto, que tu
trataste m1 muerte, as1gnandole el dia y el lugar, en que Jo
c~ydauas fazer z aquellos con quien lo tratauas ». E como Lucio
Cma no. lo pudiesse contra dezir, i con verguença t' miedo
c~llase, d~xole Otauiano: « Dime quai razon te mueue alo fazer:
s1 es te111endo que, yo muerto, aurias el imperio mal esta el
fecho dela re~ublic~, :i otra cosa non te empach; para ser tu
ernp:rador, smo m1 vida. Sabes, que la tu propia casa por irnpotenc~a no puedes aun defender, y este otro dia de vno que era
capt1?0 Y despues fue franqueado no te pudiste defender, fuyste
venc1do &gt;&gt;: Durando esta porfia dos oras, ala fin el Cesar concluyo_ ans1 : « Luscio Cina, dote la vida, lo primera como a
enemigo, agora como a asechador de mi vida z tratador de mi
mu~rte. De oy nueuamente comiençe la nuestra amistad, y de
aq~1 adelante entendamos, si yo a ti hize mas bien O si tu ami
meior guardaste la fe &gt;&gt; . Esto assi dicho, diole el consulado que
era tan gran cosa, que ninguno delos mas aceptos a el no' o-elo
osaran demandar. Muria este noble emperador en eda/ de
setenta Y seys afios, teniendo pacifico todo el senorio del mundo.
Y fue su muerte tanto planida delos romanos, que doliendo
se mucho de su muerte, dezian que o no naciera o no deuiera
rnorir.
Del emperador Antonio Pio z de sus grandes virtudes.

CAPITULO XXXI.

_ De~pues dela muerte del emperador Adriano sucedio enel
imp~no Antonio Pio, al quai Adriano auia profijado y casado con
su fip. E començo a reynar enel aôo del Senor de ciento v
quarenta afios, i reyno veynte z dos aiios. La razon porque s~

�502

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTORIAS

llamo sobre nombre Pio, cuentan de dos maneras. Vna que
dizen, que su suegro, el emperador Adriano, seyendo ya muy
cansado dela vejez z muy trabajado de enfermedad, quando
venia al senaùo, el lo sofria, leuandolo por el braço. Otra z mas
razonable que alos que Adriano queria, o los mandaua matar, el
los libraua dela muerte. Y tanto de su natural fue clemente ~
piadoso, que nunca enel tiempo de su imperio
cruda c~sa _m
aspera. E como fue hecho enperador, no remomo delas proumc1as
nino-uno delos que Adriano auia puesto por gouern~dores. Fue ~e
tan;a costancia z firmeza que &lt;liez y nueue anos ama que el ama
puesto en algunas prouincias sus gouernadores z veye1:do_ que
vsauan bien, nunca los quiso mudar. Buscaua pa:a el reg1m1ento
delas cosas z tierras, donde quier que el los pod1a auer, varones
sabios z justos y honestos y de ente:a f~~a, lo~ ~u~le~ templadamente z sin cobdicia administrasen iusucia z sm miuna z ofensa
delos subditos. Si algunos passauan sus mandamientos y reglas,
hazian les dar cuenta z razon dello. Enlos actos z obr~s de
caualleria ouo templada gloria z onor. Ca mas . se trabaio de
defender las tierras del inperio z las que le eran suietas z conseruar las z guardarlas en paz y en justicia, que en acrece?ta: Y
ensanchar el imperio por guerras z batallas. Pero por sus pnnc1pes
z çapitanes fizo muchas guerras z conquistas, y esto non lo
queriendo fazer z mas respondiendo a el!as que bus~an_dolas.
Ca sojuzgo z vencio alos bretones por Leho,
su pnnc1pe . ~
alos mauros, vencidos en vna gran batalla, costnnolos a ?eman&lt;lar
paz. Los germanios z los de Daria z muchas otras nac1ones que
se reuelauan al imperio. Alos alanos, que se alborotauan, fizo
tornar a sus lugares. En Acaya y en Egi pto, a aigu nos mouedores
de nueuos escandalos en muy breue tiempo los sosego. Alo:
amigos antiguos de Roma honraua mucho, no seyendo aspero Ill
desdenoso a ellos. Tanto fue a todos benigno z dulce, ~ue
muchos delos barbaros, dexando las armas, venian a el y poman
en su mano las contiendas que entre si auian, y estauan por ~odo
Jo que el ordenaua. En conclusion, fue Antonio a todos bemgno

?zo

~!1

503

z gracioso, y a ninguno no aspero ni crudo. Alos malos estraùo
sus yerros blandamente, z alos buenos honro z allego assi . De
tanta majestad fue a todas las estraùas naciones, quanto nunca lo
fue ninguno de sus antecesores. Arno singularmente la paz z la
concordia, vsando el muchas vezes aquella autoridad de Cipion el
Africano, que dezia : cc Mas quiero guardar vn propio ciudadano
que matar cien mil enemigos ». Tanto amo la republica, que
como el antes del imperio fuesse muy rico, ansi como fue emperador, todas las sus grandesriquezas dexo al fisco del imperio. Fue
el ernperador de muy grande ingenio z claro, de muy buena
persona, de pia&lt;losas z honestas costumbres, alegre z aplazible
de gesto, Je singular fabla y eloquencia, muy entendido en letras
y en ciencias, ternplado en su comer, muy diligente en sus
uegocios. Curaua mucho dela labrança del campo; fue manso z
sin cobdicia. De todas estas virtudes vsaua el sin toda vanagloria.
Fue en conclusion tanto bueno z &lt;lino de todo loor, que pudo
se~ ygualado a Numa Pompilio. Antes que el, seyendo persona
prmada, fuesse emperador, biuia lo mas del tiempo en sus
l~g~res i posesiones enel campo; pero siempre, como quiera que
bm1esse, claro z notable hombre. El su mantenimiento z
gouierno fue abastado, sin reprehension de demasia, z temp!ado,
sin auaricia [ni] vileza. E vsaua mucho caçar z pescar. Y despues
que fue emperador, ni en sus combites ni condiciones no vuo
mudamiento. Comia con sus amigos z combidados con aquella
ygualdad z buena compaôia como quando era caualleto. Tiro los
salari~s a muchos, que veya estar ociosos i _baldios, diziendo que
no ama cosa mas honrada que hazer bien ala republica, z no dar
lo suyo a personas que biuian en ella sin hazer vrilidad o fruto
~lguno. Siempre adelanto z auantajo la republica a su propio
mterese, tanto que su muger, 1a emperatriz, algunas vezes le
ac~saua, diziendo que despues que era emperador, muy poco
au1a acrecentado su patrimonio. Respondiole el noble emperador : « Corno muger fablas ; non sabes que desque cobre el
imperio, perdi loque tenia antes ,,. Y el torno la ordenança z

�HERNAN PEREZ DE GUZMA.

forma dela corte a roda ciuilidad z buena regla. Especialmente
que los emperadores se descuydauan mucho en sus oficiales _z n_o
curauan de ver por si los fechos dela justicia, delo quai se sigma
grande dafio . Pero el emperador Antonio tiro aquella costumbre~
y el por si mismo oya y examinaua las causas delos pobres . N1
jamas enlas causas criminales procedio a sentencia ni execucion
de punicion nin absolucion, sin primera lo comunicar con personas del su co:-sejo, discretas z sabias, y por el juyzio dellos se determinaua el fecho. Con tan ta astucia z diligencia gouerno z rigio los
pueblos i prouincias, como si de su propio patrimonio fueran. E assi
so el su regim iento z im perio todas las tierras florecian z crecian .
Fue Antonio de marauillosa demencia z piedad ; ca en todo el
tiempo de sl! imperio no ouo punido o penado sino solo Actilio
Faciano de tiranizar contra el. E aun a este el senado lo condeno
a destierro sin saberlo el emperador. Leese, que como su hijo
Marco Antonio vn dia llorase mucho por vn su ayo que era
muerto, z algunos delos curiales le reprehendiessen dello, _di:iroles
el eroperador : &lt;&lt; Dexalde ser hombre, ca el amor no le pnuara el
imperio, nin le tirara la philo.so.phia ». Queria dezir el noble
emperador, que non era bonbre el que no era humano z amoroso
y que no se dolia por las muertes y perdidas delos suyos. Tan pronto
z aparejado fue siempre a perdonar, que todos los bienes delos
que por justicia fueron condenados, mandolos dar a sus hijos.
Las dissensiones y escandalos, que en su tiempo se leuantaron
enel inperio, no las castigo con crueldad, mas con tenplança los
sosego. Por lo qual justamente de todo el senado fue llamado
Pio. Los familiares z seruidores suyos, enriqueciolos honestamente z sin injuria nin dafio de otros, ni porque a el fuesen
muy aceptos non los consentia hazer agrauios ni sinrazones.
Oya muy de grado alos que se querellauan de sus oficiales z
juezes. Acerca &lt;leste noble emperador, como sintiesse que la
muerte se le allegaua, fizo llamar a su hijo Marco, que despues
del ouo el imperio, i con el los senadores z principes dela ciudad,
y encomendoles ala republica y a su hija que conel dicho Marco

MAR DE ISTORIAS

a_uia desposado. E dicho esto, boluiendose ala pared, murio tan
simple z sosegado como si durmiese. Murio de edad de ochenta
afios.
De Galieno, fisico y gran filosopbo, i delos libros que compuso.

CA PITULO XXXII.
. ~ el tiempo &lt;leste emperador Antonio floreciero'o mucbos
claros filosofos. Entre los quales Galieno, aquel noble
fis1co z 1_merpretador de Ypocras, que ante eran muy amigos. No
s~lo Galteno fue fisico, mas gran filosopho, y estuuo enlos estudios d~ Atenas z de Roma z de Alexandria. Y escriuio enla arte
del~ fis1ca much~s ?bras z muy propias. Entre Jas quales se falla
el libro del alqmm1a, al qua[ el intitulo el ramo dela mançana
co~gelada. Los sus Ji bros de fisica, que oy se fallan a cerca del os
latrnos, es vno el delos elementos, otro delas virtudes naturales
otro dela malicia dela complexion, otro delas complexiones otr~
del a corn ~eocida_d (sic) o breuedad de los pulsos z de sus difere~cias.
Deste G~heno d1ze san Jeronimo enla epistola contra Jouiniano,
que dez1a que la vida de aquellos, que es en corner z beuer ni
m~1~ho puede durar, ni ellos beuir sanos. E las animas dellos,' sus
spmtus, estan embueltos en sangre z grosura de carnes, ni pueden pensar algun~s cosas s?tiles ni celesriales, mas siem pre en
carnes Y en golos'.nas z apet1to del vientre piensan z ymaginan.
Deste ~es~o Galieno se habla otra sentencia, ca dezia el ansi :
« La c1enc1a poco aprouecha enel loco, ni el seso al que no vsa
del. Poderoso,. dezia e~, es el hombre de gouernar z regir
su reyno, conoc1endo a s1 mesmo. Ca la mayor excelencia del seso
del hombre _es auer perfeta noticia de si mesmo. E que el amor
que ha cons1go, no lo engafie, reputando se por otro delo que
es &gt;&gt;.
111 :tgnes_ i

De Auidio Casio, que el mesmo se hizo emperador, siendo
capitan delos romanos .

�HERNAN PEREZ DE GUZMA.

forma dela corte a roda ciuilidad z buena regla. Especialmente
que los emperadores se descuydauan mucho en sus oficiales _z n_o
curauan de ver por si los fechos dela justicia, delo quai se sigma
grande dafio . Pero el emperador Antonio tiro aquella costumbre~
y el por si mismo oya y examinaua las causas delos pobres . N1
jamas enlas causas criminales procedio a sentencia ni execucion
de punicion nin absolucion, sin primera lo comunicar con personas del su co:-sejo, discretas z sabias, y por el juyzio dellos se determinaua el fecho. Con tan ta astucia z diligencia gouerno z rigio los
pueblos i prouincias, como si de su propio patrimonio fueran. E assi
so el su regim iento z im perio todas las tierras florecian z crecian .
Fue Antonio de marauillosa demencia z piedad ; ca en todo el
tiempo de sl! imperio no ouo punido o penado sino solo Actilio
Faciano de tiranizar contra el. E aun a este el senado lo condeno
a destierro sin saberlo el emperador. Leese, que como su hijo
Marco Antonio vn dia llorase mucho por vn su ayo que era
muerto, z algunos delos curiales le reprehendiessen dello, _di:iroles
el eroperador : &lt;&lt; Dexalde ser hombre, ca el amor no le pnuara el
imperio, nin le tirara la philo.so.phia ». Queria dezir el noble
emperador, que non era bonbre el que no era humano z amoroso
y que no se dolia por las muertes y perdidas delos suyos. Tan pronto
z aparejado fue siempre a perdonar, que todos los bienes delos
que por justicia fueron condenados, mandolos dar a sus hijos.
Las dissensiones y escandalos, que en su tiempo se leuantaron
enel inperio, no las castigo con crueldad, mas con tenplança los
sosego. Por lo qual justamente de todo el senado fue llamado
Pio. Los familiares z seruidores suyos, enriqueciolos honestamente z sin injuria nin dafio de otros, ni porque a el fuesen
muy aceptos non los consentia hazer agrauios ni sinrazones.
Oya muy de grado alos que se querellauan de sus oficiales z
juezes. Acerca &lt;leste noble emperador, como sintiesse que la
muerte se le allegaua, fizo llamar a su hijo Marco, que despues
del ouo el imperio, i con el los senadores z principes dela ciudad,
y encomendoles ala republica y a su hija que conel dicho Marco

MAR DE ISTORIAS

a_uia desposado. E dicho esto, boluiendose ala pared, murio tan
simple z sosegado como si durmiese. Murio de edad de ochenta
afios.
De Galieno, fisico y gran filosopbo, i delos libros que compuso.

CA PITULO XXXII.
. ~ el tiempo &lt;leste emperador Antonio floreciero'o mucbos
claros filosofos. Entre los quales Galieno, aquel noble
fis1co z 1_merpretador de Ypocras, que ante eran muy amigos. No
s~lo Galteno fue fisico, mas gran filosopho, y estuuo enlos estudios d~ Atenas z de Roma z de Alexandria. Y escriuio enla arte
del~ fis1ca much~s ?bras z muy propias. Entre Jas quales se falla
el libro del alqmm1a, al qua[ el intitulo el ramo dela mançana
co~gelada. Los sus Ji bros de fisica, que oy se fallan a cerca del os
latrnos, es vno el delos elementos, otro delas virtudes naturales
otro dela malicia dela complexion, otro delas complexiones otr~
del a corn ~eocida_d (sic) o breuedad de los pulsos z de sus difere~cias.
Deste G~heno d1ze san Jeronimo enla epistola contra Jouiniano,
que dez1a que la vida de aquellos, que es en corner z beuer ni
m~1~ho puede durar, ni ellos beuir sanos. E las animas dellos,' sus
spmtus, estan embueltos en sangre z grosura de carnes, ni pueden pensar algun~s cosas s?tiles ni celesriales, mas siem pre en
carnes Y en golos'.nas z apet1to del vientre piensan z ymaginan.
Deste ~es~o Galieno se habla otra sentencia, ca dezia el ansi :
« La c1enc1a poco aprouecha enel loco, ni el seso al que no vsa
del. Poderoso,. dezia e~, es el hombre de gouernar z regir
su reyno, conoc1endo a s1 mesmo. Ca la mayor excelencia del seso
del hombre _es auer perfeta noticia de si mesmo. E que el amor
que ha cons1go, no lo engafie, reputando se por otro delo que
es &gt;&gt;.
111 :tgnes_ i

De Auidio Casio, que el mesmo se hizo emperador, siendo
capitan delos romanos .

�506

HER AN PEREZ DE G ZMAN

MAR DE ISTORIAS

CAPITULO XXXllll .
CAPITULO XXXIII.

De pues dela muerte del cmperador Lucio Yero, vno delos
principes romanos, que auia por nombre Ca io, teniendo hueste z
gouernacion en oriente por los romanos, mouio gran mrbacion
cnel imperio, ansi que e !lama emperador. Y la manera del fue
esta. • te Auidio Casio decendia &lt;lei linaje z familia &lt;lela gente
Hamada Ca iana z sei'ialadamente de :i.quel Ca~io, que en vno
con Bruto mato a Julio Cesar. Ca siempre estas familias de
Bruto z Casios fueron muy embidiosas -z: odiosas a\os reyes y
emperadores. E siguiendo aquel proceso, siempre este Auidio
C1sio aborrccia los emperaJores, z cobdiciaua que el fecbo del
imperio se reduzi sse ala orden del senado z ala pote tad delos
consules. E conesta ficion que tenia, vsaua el muchas vczcs dezir,
que no podia ser tirada esta dinidad z desfecha si non elig1.:ndo
tal enperador, que el mesmo r nunciase el imperio enlos consulcs
y encl senado. E quanto quier que fuesse esta vistosa z patente
razon, pero no se sabe, si con sta tal arte el vna vez qui iera ser
ernperador z despues quedarse con la &lt;linidad. E aun que al
comienço fuera en proposito delo fazer, quien sabe, si despues
que gu tara la dulçura del senorio, mudara el proposito corno ya
muchos lo hizieron. Pero a qualquier fin que ello fuesse, basta
que el teoto algunas vezes delo fazer. E por esta causa siempre
los emperadores de su tiempo lo ouicron por sospccboso. E para
confirmar que el ruuo esta opinion, fallase esta epistola que el
escriuio a vn grande hombre de Roma, dicho i llamado Druci:mo, nia quai s muestra quanto el contrario su voluncad sofria
el nombre imperial, segun que Julio Capitolino, vn ystoriador
grande, lo escriue por estas palabras :
Dela auaricia y codicia de muchos sen.ores romanos.

. « Des~entura&lt;la republica, que sufre la auaricia delos cobdictosos senores ! El nue tro enperador Marco, por cicrto varon muy
b_ueno fue_. Empero como el dessee aucr nombre de piadoso, cons1ente beu1r aquellos cuya vida el tacha z reprueua. Pues dime
donde_ es aqud antiguo Lu io Casio, cuyo nombre i titulo noso~
tros stn obras i indinamente lcuamos z poseemos? Do otrosi
~quel farco Censorino? do es aquel Bruto, hazcdor z; actor de
liberta~ romana? do es aquel Camillio? que cs de aquclla diciplina
i d~trma de ~uestros amecesores i mayores, que ardia i resplandccia otr~ ttempo, la quai agora DO solamente no vsada, mas
aun conoc1~a, n?n es? farco Antonio, nuestro emperador, trata
del~ filosoha, d_1sputa dela clemencia z de onestidad z; justicia.
Pc10 passa. el uempo en tales disputaciones, no sicnte ni cura
dcla repubhca. Porque si tu bien lo consideras, veras que muchas
espadas ~e han de met r para reduzir la republica en su primero
e5 rado. E yo \·eo que los presidentes y juezes que por el enperador
i por d enado on pue ros enlas prouincias, segun ellos vsan,
no cr~en que para ocra cosa son puesros, sino para enrriquecer z;
luxunar. Por Ycntura no te acucrdas auer vt to pretor o adelant~do, que ~rny poco ante que fuesse cmbia&lt;lo a rcgir la prouincia: era aurdo p~r filosopho z; biuia pobre menguado, y subitamente l v~es nco y poderoso? Dond es esto, por los dioses te
prc!_unto, smo d~l~ eotra11as dela republica z; dela sangre z; sustam.1~ d los proumctales que auian &lt;le regir? Sean, pu s que assi
es, ncos, sean abastados de oro y de plata, z as i, por cierto, DO
sera menguado cl thesoro publico para las neccsidadcs dcla ôudad
0 buenos dioses, scd faborables alos 110bles padres Casianos.
porque tornen la republica a su antiguo principado i seôorio. &gt;;

Yna letra embiada de Lucio A usto al emperador farco , su
respuesta sobre Auidio Casio.

�RERNA

510

PEREZ DE GUZ. IA);

pero que lo confirmo. Corno quiera que esto no es creydo de
todos los que sabian la clemencia t beni nidad del emperador,
antes tenian que si asu poder viniera biuo, el lo librara de
muerte. Ca quando le traxeron la cabeça del, no se alecrro ni se
ensalço como algunos crucles hazen, mas ouo dolor c:: compassion del. Y e tando enel senado, dixo a todo los senadores, que
si el biuo viera a Casio, sin duda el lo guardara de: muerre. E
solamente el le acolonara t reprthtn&lt;liera el yerro que auia
fecho, auiendo del recebido tantos beneficios. E como el empcrador de aigu nos fuesse rcpr hendido de tan superflua clemencia,
dizien&lt;lo que mas era ncgli encia que misericordia, diziendo k,
que si Casio le ,·enciera, que no passara assi conel, respondioles
el : « o biuo yo ansi ni assi honro ni siruo alo dio es, porque
el me pu&lt;liesse venc r. » Querienùo el noble t benigo emperador mo trar, como el principe que bien biue z gouierna derech:imente, no puede por los tiranos er Yencido ni mucrto sino
aquellos que biuen mal t rigen cruel t dcsonradamentc. Aiiadio
en su razon t dixo, nombrando algunos emp rador s qu por su
mal vsar merecieron morir : &lt;&lt; forio, dixo el, 'ero cruelmente. Merecio la muerte Gayo t Galua z Othon, \'itelo,
Domiciano. on murier n por cierto ansi Augusto, no Tragiano,
no a pasiano, Tito, ni Adriano ni Antonio Pio, lo qualcs por
u virrud z nobleza de condicion no pudieron scr vencido delos
tirano y maliciosos. Aun que encl u tiempo ouo asaz dellos. &gt;&gt;
Queriendo el manifico emperador mostrar la clemcncia t mansedumbre suva estando l ausente de Roma, scriuio al
enado vna carta' en cal forma : « Padre conscrito , en quanto
toca ala rebellion casiana, ·o vos ruego i amonesto con toda
afecion, que pospuesro todo rigor, vos plega guardar la clemeocia
vue tra z mia, assi que por el senad alguno no sea mueno
ni alguna noble gente, ni sancrre ea dcrramada. Ma los
desrerrados sean rcuocados del destierro z lo bienes sean
restituydos alos que los perdieron, ca por cierto, padrcs
mios, yo querria s1 posible me fuesse, wmar los muertos

-

MAR DE ISTORIAS

5Il

a ida. unca deue plazcr al ernperador 1
que sea justa, sera reputada a
•
a vengança. Ca puesto
·
.
crueza por el .·
d1
tm penal. Por nde padre
.
'igor
a potencia
.
,
conscrnos dad ,·a l 6 .
t b,uan y sean seguro d
. ,
'I a a os JOs de Casio
e auer vida so el ·
•
_ .
M
i arco; reciban su patrimon1·0
1
impeno z senono de
.
, ean es tornado
z bieoe ' porque a todos I
blo not16q
.
s sus ornamentos
•
os
pue
.
c1emenc1a z ,·uestra m
d b
uen z mamfiesten mi
an e um re. »
Del emperador Tito Cesar
d
salen.
' quan de 5t ruyo la ciudad de Jeru-

°

CAPITULo XXX.VIL

El emperador Tito Ce ar de
tiempo tuuo cercada.,. ·a , spues.que a JherusaJem lueng·o
" av, as con los tir
d Il
ala fin enel otauo dia del
d
anos e a muchas peleas
mes
e
agosro
mand
I
b .
'
tan fuertemente que la ent
r
o a corn anr tanto t
.
ro
por
ruerça
E
seg
dez1r, fue esto en tal d'
.
un a1gunos quieren
,a, como aquel en q
' b
quemo el templo z destru 1 . d d
ue l a ucodonosor
a
cm
a
E
ansi
1
· dd
por 1os romanos muchos delo . d. .
a cm a enrrada
se lançaron dent;o eneJ tem los JU J~ ' veyendo arder el templo,
despue dela destruycion d/s ' querl1endo antes morir que beuir
u tempo Tito el e
d
pues ~ue el fuego descubrio los 1 .
,
mpera or, desmaraudlose dcb grande· d I
. ugares secretos del templo
za e as p1edras t del
l d
'
meta1es z la antiguedad d I b
resp an or delos
.
e a o ra z Ia h rm
d 1
Juntando conello Ja glor·
osura e os edificios
1 •
del templo, la quai era t~:t; ;xcel enc1a dela religion t seruici~
t sin diciplina lo hon
tha' ~ue aun los barbaros sin ley
z au,an e
. 1
Pero la dureza t porfiarauan
del . d.
n smgu ar reuerencia.
1
.
os JU 10s era tanta
d"
os sus tJranos con alegr
.
, que se ize que
e ge tos m,rauan el f
maua el templo diziendo q
I
uego que quel
'
ue con a egres coraço
a muerte. Pues quemado el tem 1 - nes esperauan
quedaua alos romano que e - p o &lt;- ùe_struyda la ciudad, no
E
nsenoreas n 01 de q
. .
como ya el templo de tod
d
ue se sirmes en.
tamiento auian mouido a parteRar iesse, los que aquel leuancontra oma, fuyeron todos. E los

°

�HERNA.

PEREZ DE GUZM,\.
MAR DE ISTORIAS

romanos, entrando alos mas secrctos lugarcs del templo, daodo
grandes gridas z clamores, pusieron los pendones y Yan&lt;leras
del emperador al dcrredor del templo. E Simon z Juan, los
tiranos principales de aquel leuantamiento y rebellion, cnbiaron a
Tito Cesar, que los dexase yr dela ciudad por cnsomo del muro
con sus compafias al desierto. Ca auian becho sacrameoto de
jamas no obedecer alos romanos. Tito, muy sai'iudo por tales
razones, respondioles assi : « Parcceme a mi, ( &lt;lixo cl), que
en este vuestro trato vosotros, coma vencedores, poncdes ami
las coodiciones dela paz. Defended vuestra ciudad z guarda&lt;l
vuestro templo, esforçad vos a vsar virtud z guardad hasta la
muerte el sacramento que hezistes, ca no podedes cscapar ni
beuir ". Estas palabras &lt;lichas, manda alos caualleros que derribasen el mura z diessen fuego ala ciudad z tenplo. Pero aquel dia,
por cl grande trabajo que auian pasado, no lo pudieron hazer. E
otro dia siguiente derramaodose la gente de arma por to&lt;la la
ciudad, ni perdonauan a moços ni a viejos ni a mugcres ni a
ninguna edad ni linaje. Entonces aquellos maluados y malos
tiranos, escandalosos t moue&lt;lores de aquella rcbelion, buscauan
lugares donde se escondiessen ; los que antes hazian insultas z
alboroçauan las gentes, agora quebrantados z derribados, hincauan las ro&lt;lillas ante los enemigos rogando por la vida. E los
que ante eran muy soberuios, entonce eran mu · vmildes. Los
romanos por toda la ciudad mirando a todas partes, Juan, el
vno delos dos principales, mucbo trabajado ya dela hambre z sed,
salio de alli donde estaua escondido t diose ala prision de Tito,
el qual luego le manda guardar y atar para el dia de su triunfo.
El otro tira no, Xi mon, entre las casas derribadas dela ciudad estuuo
ascondido, hasta que la harobre lo costriiio a salir i diose alos
romanos; t ansi mesmo puesto en guarda, fue tenido hasta el dia
del triunfo, e aquel dia pasado fue condenado a muerte. E ansi
al ocrauo dia de setienbre foc la ciudad con su templo de tru ·da.
Pues, que es de ri, o grande ciudad de Jherusalem ? ado es la
fermosura de ion ? a do es el tu marauilloso templo ? a do

F3

. aquella grande muchedumbn.: de
Tu, honrada dclos TC)'es pucblo de que tu eras lleoa ?
las tus puertas i plaças ,d ac pta i amada de O-ios, s1"JJ a de gracia
e marmol que
J d .
',
desnuda eres ya de tu
.
resp an ec1an con oro
s prec1osos ornarnent
I d .
'
ma da, desde lo mas alto derribad· h
os y 1e efic10s, quees tu moraJa Jesierta c
a asta ~os fundamencos. Fecha
FaIl ase que muricron en' toda non
I . es qu1en en tus casas more.
_ d
.
o e nempo que Jh
1em estuuo
cerca
a, ans, a fierro coi110a I1am breia '
.
·1 erusa
.
c1en mil personas mas
pesti enc,a, ,·n millon i
. .
, pero no rodas d l • d
prou10c1a, ca de toda parre d
, . e a . cm ad ni de su
la solenidad dela pascua t c. e JuEJea a~1an ":mdo al templo por
.
,1esta. por Jusro
. d D
escog10 tiempo para su i·ust
Juyz10 e ios, que
a
Yengança
a
fi
en Ia pascua al su saluador co 1
'' , n que aquellos, que
mataron, que ansi en
n as sus c'.ueles z sacrilegias manas
eso mesmos d1as
para aguello cocerrados en
1 ' coma s1 todos fueran
Il
vna carce de su
.
a egasen alli para resceb' 1
prop,a ,·oluntad se
ir a pcna de
Id d
'
JeIos captiuos llego a
.
su ma a . El numero
nouenta
y
s,ere
'I
a 1guno que en Jerusalem tanta
1 • d m1 personas. No ..:rea
d l .
mu tJtu de gent
to as eg1ones z prouincias de J d
. .
es morase, mas
YCniendo la euerra sub·t
bu ea nn1eron alli ala pascua. E
I a t arre atada ~
b
d
ra dos, y del grande a)'Untam,·
d 1', ueroo to os alli encer.
ento e a oente i d 1
de1a cmdad
siguiose
h
. .r,
e a estrechura
mue a pest1leoc1a E d
mucho la cerca i \'ino ha b D
.
•~spucs aloogose
tanta geare ninguno
md re. e auer enel reyno de Judea
'
no eue dud
lantado de Judea por el e
&lt;l
ar, ca seyendo Cestio adenpera or Tero i t . d
aquella nacion quiso sab
,
emen o el en poco
'
' er quanra gente p0d · 11·
a1os sacerdoces i ob·
.
na a I aucr z rogo
ispos, que s1 ser p d"
'
cuenta todos los que 1
1 . u iese, que le diescn por
a a so enidad dela fi
- .
Los quaJes, coma vino la
fi
1 .
esta v1111essen.
.
esta a tiem
paman los sacrificios
'
po que se dauan t
oona fasta la onzena 'or~u~etr;. el espacio dc_sde la ora de
y no auia i:le scr el num
d ia, por companas z familias.
ero e cada con d
se aua vna parte del
"fi .
1pana, mas a quien
sacn c10 menas d d"
ca no conuenia que vno en su c b 1
• e iez personas,
a o o com1ese. i assi dando vn

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTORIAS

sacrificio a diez personas, fallaron que auian dado en aquella
pascua cclxvj. mil sacrificios, z contado a cada sacrifici~ diez
personas, eran dos cuentos z seycientas y setenta y dos mil personas, y estas se entendian delos limpios z apurad?s. Ca alas
mugeres que no fuesen limpias, ni alos l~prosos_ ~1 alos qu_e
auian fluxo de sangre no era ni les conuema part1c1par el sacnficio. E ansi como Josepho lo cuenta en sus ystorias, toda esta
muchedumbre de gente por la voluntad de Dios la pascua los
encerro todos en Jherusalem, como en vna carcel. E ansi la
grande z muy famosa ciudad de Jherusalem fue tomada z ~estruyda quarenta anos despues que nuestro sen.or Jhesu Cnsto
fue crucificado. Ca por la benignidad z piedad de nuestro saluador
hasta aquel tiempo les fue amonestado por los sanctos apostoles
z principalmente Sanctiago el Alfeo, hermano de ~anctiago
Zebedeo, que era obispo de Jherusalem : z cada dia les pre~1caua z amonestaua, que del grande pecado hiziessen penitenc1a.
Ca Dios, nuestro sen.or, no quiere la muerte del pecador, si no
que biua z se arrepienta delos pecados que hizo.

:l

De Aurelio Alexandre, mucho humilde y noble emperador,
elegido despues de Gabalio Malo.
CAPITULO

xxxvm.

Despues que fue muerto Elio gabalio, malo z scelerado principe, ouo el imperio de Roma Aure_lio Alexandre, que dixeron
por sobrenombre hijo de Manuca. Desde su nifi_ez est_e f~e
enseô.ado en to&lt;las buenas artes z costum bres, ans1 de c1encia
como de caualleria. Enlas quales assi se exercito z vso que nin vn
solo dia paso que estouiesse ocioso, que en obras de caualleria
o de ciencia no trabajase. Fue muy bien eloquente z bien razonado, pero mas se dio ala eloquencia o fabla griega que ala latina.
De aqui le vino que fue muy familiar z amigo dela poesia. Fue
mucho sabio enla musica z cantaua muy graciosamente. Tania

muy dulcemente muchos z- diucrsos instrumentos. Empero, por
guardar la magestad imperial, nunca canto ni tano, despues que
fue _emperador, _saluo en su camara. Fue naturalmente blando y
benigno. Pero e~las ordenanças z reglas dela caualleria, que fue
muy aspero z nguroso. Enla justicia fue tanto ardiente z mas
que otro emperador. Ca, segun lo cuenta Lampidrio, vn ystoriador, como este emperador Aurelio Alexandre oyesse alos cristianos z alos judios, que en su ley era escripto vn testo que dize :
« Lo que para ti no querrias, no lo fagas a otro » ansi abraco el
noble emperador esta sciencia z ansi le plogo, qu: en su paÎacio
Y_ enlos Iugares publicos lo mando entallar en marmoles y en
p1edras. Despues que fue elegido por enperador, como le fuessen
fechas aquellas proposiciones de loores, que enlas elecciones delos
nueuos emperadores, segun hazian en Roma por el senado y el
puebloJ el senado, por lo honrrar, mando que le Jlamasen estos
dos nombres : Antonio Pio, que fueron dos muy claros empera- .
dores z nobles. Mas el noble z discreto principe rehusolo mucho
con magnifico coraçon, diziendo al senado estas palabras :
« Grandes gracias vos fago, padres conscriptos, dela conseruacion
de ~i vida, quando el emperador Elio gabalio, z del nombre
cesanno, _de que me ornastes. E despues del titulo de agusto z
del pont1ficado grande z dela potestad tribunal z del consular
poderio, de que en vn di~ todo junto vos plugo de me proueer
de tales _z tantas dinidades y excelentes titulos, lo quai fasta agui
no se h1zo a otro emperador. Baste esto, padres conscritos, z
plega alas vuestras reuerencias de no me poner en mas caro-osos
trabajos, dando me titulos z nombres, a que yo con vinud:s no
pueda responder, ni que yo aya de ser obligado a satisfazer a tanto
cargo. Ca los gloriosos z insines nombres z titulos muy cargosos
son z- ~esados. ~ezi~ me, quien acetaria la eloquencia, despues
de Tul10? e la c1enc1a, despues de Vario ? e la clemencia z piedad, despues de Metello ? E ansi al proposito, quien sera tan
presumptuoso, que se repute suficiente a suceder enel nombre
Antonio? Por los dioses, recuerdese la clemencia vuestra, quanto

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTORIAS

sacrificio a diez personas, fallaron que auian dado en aquella
pascua cclxvj. mil sacrificios, z contado a cada sacrifici~ diez
personas, eran dos cuentos z seycientas y setenta y dos mil personas, y estas se entendian delos limpios z apurad?s. Ca alas
mugeres que no fuesen limpias, ni alos l~prosos_ ~1 alos qu_e
auian fluxo de sangre no era ni les conuema part1c1par el sacnficio. E ansi como Josepho lo cuenta en sus ystorias, toda esta
muchedumbre de gente por la voluntad de Dios la pascua los
encerro todos en Jherusalem, como en vna carcel. E ansi la
grande z muy famosa ciudad de Jherusalem fue tomada z ~estruyda quarenta anos despues que nuestro sen.or Jhesu Cnsto
fue crucificado. Ca por la benignidad z piedad de nuestro saluador
hasta aquel tiempo les fue amonestado por los sanctos apostoles
z principalmente Sanctiago el Alfeo, hermano de ~anctiago
Zebedeo, que era obispo de Jherusalem : z cada dia les pre~1caua z amonestaua, que del grande pecado hiziessen penitenc1a.
Ca Dios, nuestro sen.or, no quiere la muerte del pecador, si no
que biua z se arrepienta delos pecados que hizo.

:l

De Aurelio Alexandre, mucho humilde y noble emperador,
elegido despues de Gabalio Malo.
CAPITULO

xxxvm.

Despues que fue muerto Elio gabalio, malo z scelerado principe, ouo el imperio de Roma Aure_lio Alexandre, que dixeron
por sobrenombre hijo de Manuca. Desde su nifi_ez est_e f~e
enseô.ado en to&lt;las buenas artes z costum bres, ans1 de c1encia
como de caualleria. Enlas quales assi se exercito z vso que nin vn
solo dia paso que estouiesse ocioso, que en obras de caualleria
o de ciencia no trabajase. Fue muy bien eloquente z bien razonado, pero mas se dio ala eloquencia o fabla griega que ala latina.
De aqui le vino que fue muy familiar z amigo dela poesia. Fue
mucho sabio enla musica z cantaua muy graciosamente. Tania

muy dulcemente muchos z- diucrsos instrumentos. Empero, por
guardar la magestad imperial, nunca canto ni tano, despues que
fue _emperador, _saluo en su camara. Fue naturalmente blando y
benigno. Pero e~las ordenanças z reglas dela caualleria, que fue
muy aspero z nguroso. Enla justicia fue tanto ardiente z mas
que otro emperador. Ca, segun lo cuenta Lampidrio, vn ystoriador, como este emperador Aurelio Alexandre oyesse alos cristianos z alos judios, que en su ley era escripto vn testo que dize :
« Lo que para ti no querrias, no lo fagas a otro » ansi abraco el
noble emperador esta sciencia z ansi le plogo, qu: en su paÎacio
Y_ enlos Iugares publicos lo mando entallar en marmoles y en
p1edras. Despues que fue elegido por enperador, como le fuessen
fechas aquellas proposiciones de loores, que enlas elecciones delos
nueuos emperadores, segun hazian en Roma por el senado y el
puebloJ el senado, por lo honrrar, mando que le Jlamasen estos
dos nombres : Antonio Pio, que fueron dos muy claros empera- .
dores z nobles. Mas el noble z discreto principe rehusolo mucho
con magnifico coraçon, diziendo al senado estas palabras :
« Grandes gracias vos fago, padres conscriptos, dela conseruacion
de ~i vida, quando el emperador Elio gabalio, z del nombre
cesanno, _de que me ornastes. E despues del titulo de agusto z
del pont1ficado grande z dela potestad tribunal z del consular
poderio, de que en vn di~ todo junto vos plugo de me proueer
de tales _z tantas dinidades y excelentes titulos, lo quai fasta agui
no se h1zo a otro emperador. Baste esto, padres conscritos, z
plega alas vuestras reuerencias de no me poner en mas caro-osos
trabajos, dando me titulos z nombres, a que yo con vinud:s no
pueda responder, ni que yo aya de ser obligado a satisfazer a tanto
cargo. Ca los gloriosos z insines nombres z titulos muy cargosos
son z- ~esados. ~ezi~ me, quien acetaria la eloquencia, despues
de Tul10? e la c1enc1a, despues de Vario ? e la clemencia z piedad, despues de Metello ? E ansi al proposito, quien sera tan
presumptuoso, que se repute suficiente a suceder enel nombre
Antonio? Por los dioses, recuerdese la clemencia vuestra, quanto

�5r6

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

este nombre sea &lt;lino de reuerencia z veneracion a todas las
gentes, z non sin causa. Ca si bien lo consiJerare~es, quien fue
mas sancto que Antoni.o Pio ? ~uien mas s~b10. que ~~rc~
Antonio ? Quien mas mocente y iusto que Antonio Aurelio.
Diadumenio si non ouo hedad nin poder para mostrar su virtud,
mas por reu~rencia de su padre ouo este nombre. Consid:rad de
otra parte Antonio Comodo, que no fue semblante en virtudes
alos nuestros principes, que ôuieron este nombre, quanto le f~e
cargoso y vergonçoso este nombre. Ca este ~o:11bte le descubno
quantas tachas enel hauia, porque contrad1Z1end~ las ob~as al
nombre, z no suscediendo en virtudes al que suced1a enel umlo,
publicaua mas sus vicios z defectos. Vistes, muy ~oco ha, padrcs
conscriptos, vsurpar z robar este nonbre Anton10 a aquel, no
diao entre los malos hombres malo, mas entre rodas las besti:s z animalias brutas, el mas scelerado suzio z vil, Eliogabalio,
el qua! en toda manera de torpedades paso z vencio a ~ero,
Gayo, Vitelio, Comodo. Por cierto, si bien vos plaze cons1derar
Jo, vereys que mas le publico sus maldades el nombre Antonio que otra rnaldad que enel ouiesse. No creades, venerables
padres, que yo desdeiio ni menosprecio este nombre, pero pa_r~ceme fea cosa z atreuida, que yo tome nombre dela fam1lia
donde yo no deciendo. Otrosi es me muy. cargoso tomar el
nombre de aquel diuino emperador Antomo. Puedo z osare
romar el nombre de Trajano, de Vaspasiano, Tito, pero no veo
quai razon os nueue a me dar este nombre. Conuiene ~aber,
que ansi como Augusto dio a todos sus sucesores aquel t1tulo,
ansi de agui adelante todos los emperadores ayan nom~re
Antonio por memoria z reuerencia de aquello~ muy nobles principes que Io ouieron. Empero, m~y magmficos padres, quai
notable auto yo he hecho hasta aqu1, como aquel grande . Po_mpeo que por merecimiento delos sus fechos z g:andes v1tonas,
fue !lamado magno ? in de Alexandre Macedon10, que por tantas conquistas z gloriosos trium phos foe llamado el grande
Alexandre. Grande diferencia es entre estas dos actos. 0 que

MAR DE ISTORIAS

51 7

por merecimient~s alcance hombre glorioso titulo, z renombre,
o que por el tal titulo, que graciosamente le sea dado le obliaue
~ tales. deudas y virtudes c; notables actos, que por ve~tura le :ea
1mpos1ble de responder a ello y que de el cargo del nonbre
pesado y menguado ~ela v'.rtud. Por cierto, a mi parece que el
grande nombre que v1ene sm merecimientos virtuoses, mas descubre los defectos y menguas, que da gloria ni fama. Por ende
padres conscri~tos, aued paciencia z sofrid me ser vno de vosotros:
Y_ esta sera ami asaz._ &gt;&gt; E ansi todo el senado no pudo inclinar
m vencer vn moço m mudarlo de su constancia c; firmeza, mas el
g_rande nombre que rehuso con humildad z templança, merescwlo por fama z _virtudes. Enel comienço de su imperio este
Ale_xandre remou10 todos los oficios z dinidades alos que las
teman
· . bl e
. . antes
E. y eran puestos de mano de aquel vil z abo mm&lt;1
prmc1pe lwgabalio, honbre monstruoso z- inhumano, y despue~ enel senado y enla orden dela caualleria z ansi mesmo enlos
ofic1os del palacio imperial todo lo corrigio z purgo z alimpio
lançando fuera todos aq~ellos malos z peruersos oficiales, qu;
aqu~l mal ~1~perador auia puesto. E no consintio en todos los
ofic1os z dm1dades poner si non los que para ello eran necesarios,
dex~n~o taclas las superfluydades z demasias; y en aquellos oficios
z d1g01dades que . necesario auian oficiales, proueya los el de
b_uenas personas d1scretas z onestas. Dizia el, que publica z notona1~1ente era m~lo el emperador, que delos bienes z algos delos
su~itos mantema z gouemaua los hombres innutilcs z- no necesanos ala rep~blica. Corno quier que este emperador muy moço
fuesse, toda via con grande graueza i.:omenço a regir el imperio
r.omano, pr?ueyen~o _y ordenando todas las cosas con consejo de
varones sabws y d1scretos. E nunca alguna constitucion ni ordenança fizo, que a ell_a no fuesen presentes veynte varones jurisconsultos, que continuamente traya consigo. Delos quales fue
vno aquel famoso Vulpiano, z otro, muy sabio, Marce:o, tales z
tan . notables honbres, que en su tiempo no los ouo en Ro ma
meiores. Pues teniendo el noble emperador en su consejo tales

�518

HER, •A , PEREZ DE GUZ, lAN

MAR DE ISTOR.JAS

· do ? Ca mas. vtil
d . rar nin scr mal aconseia
.
varones, como po na er blica ue avn que el principe sca md1sz prouechoso es ala rep~
i buenos que non que los
creto que oya l~s c~nse1eros ~e:::estos y el principe bueno y
consejeros sean md1scretos y .
muchas que muchos
.
ede regu vno por
'
sabio. Ca me1or se pu
.
ble em•Jerador e ,endo muy
·no Pero este no
r
1·
emen darse por , .
d . b os conse1· ero non ma 1.
o a cerca e s1 uen
'
.
bueno s1empre, tau '
.d
de mal no nem1gos
. caute 1osos, no consenn
.
iosos nm
. ores .
-o' os ni e ·carm1 i luxunosos, m engan
'
. .
&lt;lelos buenos, no crue es n
. tes amadores del pnnc1pe
tos contmen ,
'
dores, mas sa~tos y one~dedores dela justicia, non fingido , no_n
' dela repubhca, no ve
.
.
d o grande se hama
.
.
· lgun neooc10 ar u "
simulados 111 ypocmas. ta
dor por su autoridad en ello
de tratar, nunca el notabdle ernl perad hazia proponer la question
.
as !lama o e sena o,
.
deternunaua : m
t - op · · cs y escreu1asse
d' essen sus vo os " 101 011 '
d
Ymandaua que to os ix
as graueza y madureza
d · E porque con m
lo que cada vno e21a. d r -l
daua tienpo ' cspacio a que
nlos gran es le1.. 10s,
.
di.
proce essen e
d l'berase porque arrebatadamente z sm
cada vno pensa~~ ' et . , conse· ros diessen la culpa suya
estudio no se htz1ese nada m los b l s1·empre este glorioso
o costurn raua
d d l .
ala breueda
e nemp · b d . 0. •a se auia de trabajar, de
· d t n fec o e JUS ci
emperador, s1 e a gu .
.
l dos E si cra de guerra,
te sa b10s z etra
•
1
ll
llamar a e o so amen .
·e·os y exercitados enlas guerllamaua caualleros, espec1almente bv1 l
e. sabian las tierras y
•
b d b enas costum res Y qu
ras, i hom res e u I
Especialmente hauia conse10
lugares donde se hazia a guerr~- 1 do isrorias z alos tales
li ros que aman ey
'
Il
con aque os caua e .
. h 'd en seme1·antes cosas los
mo se hau1an aUl o
.
l
preguntaua e , co
los &lt;luques z caudillos
· · s romanos 'l aun
emperadores z principe
.
J as no conscnt1a. a que los castrados de
de otras nasc10nes. am
fi
ho estouiesen en sus
d s con auan mue ,
que l~s at~os empera o\ia el ue estas solos hazian perder alos
conseJOS 111 secretos.dDle
' qb e delos persianos tenian apar. .
segun a costum r
Il
principes, que
d las entes, encerrados. Ansi que e os
rados los emperadorc.:~ e g
llos les era fecho en tender.
non sabian ni creyan mo quanta pore

't·

7

5I9

E por e to, quando el sabia que algunos de sus familiares o
dclos que el mucha fiaua, vendia la justicia por dineras, castigaualos el muy dura i asper:imente.
Cuentase del, que como vn su mucha familiar, llamado Taurino,
se fingiesse z mostrase auer grande Iugar acerca del emperador i
con esta arte burlaua a muchas, leuando algo dellos, haziendo les
enrender i creer que el ordenaua los fechos del emperador como
a el plazia, supolo el emperador z non lo creyendo ni de todo
punto lo ncgando, vso conel de ta! astucia i arte. Manda a vno
que fuesse a Taurino i que le dixesse que el hauia de librar conel
emperador vn grande fecho, i que le rog; e que le ayudase aello,
prometiendole algo. E aquel fizo coma el emperador le mando,
z Taurino muy liberalmenre le prometio su fabor. E coma otro
dia fuesse al palacio imperial, despues que algun poco alla estouo,
salio i dixo a aquel hombre que se le auia encomendado, que el
auia auido grande fabla conel emperador sobre su negocio; por
tanto, que con buena esperança estouiesse. E coma &lt;lestas tales
menrirasTaurino dixesse muchas a aquel hombre y recibiesse del
muchas &lt;lones y presentes, fizolo el emperador acusar. E prouada
la falsedad por muchas testigos &lt;linos de fe, coma el vcndia la
familiaridad z priuança del emperador, seiior suyo, mandolo
prender y en exemplo y castigo de muchas hizo lo atar a vn palo
enla plaça, donde toda la gente estaua. Y fecho enderredor del
muy grande fuego de pajas Z' maclera seca, y con aquel huma que
della salia, lo hizo morir, diziendo el pregon a muy airas bozes :
« A fomo muera quien fumo vende. » Por estas tales actos z
obras era el ernperador Alexandre muy amado de rodas. Por lo
quai de muchas era llamado piadoso, z de orros comunmente
santo padre dela republica era llamado. E por cierto no sin
razon, ca nuuca le paso dia, que alguna obra piadosa no hiziesse.
E coma su madre z su muger, la emperatriz, algunas vezes le
reprendiesscn, diziendole que con tanta llaneza z ygualdad hazia
su estado menor i menospreciado, respondioles el nobl emperador: &lt;c o ansi, mas fagolo durable y perpetuo ». Segun escriue

�520

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

Lampidio, la maoera de bcuir Jeste emperador era esta. i con la
emperatriz, su muger, no dormia, )euantauase a maytines a \ï1
oratorio que renia en su pala io, enel qual tenia pintadas las
ymagines de algunos notables z virtuosos principes z principalmente las animas santas, conuiene a saber, nucstro seiior Jesu
Cristo t Abraham z Orfeo, el filosofo. z alli deuotamcnte rezaua
sus oras. El dia, que el esto no podia hazer, apartauasc solo t
pensaua z trataua consigo algunas deuotas z buenas ymaginaciones. Quando delo negocios ciuilec; auia vagar, o acauaua o
pescaua. Principalmente dauase al estudio delos libros, especialmente a aquellos que Platon ordeno para el regimiento dela republica. E assi mesmo le •a algunas vezes muy de grado las poesias t
los libros delos oficios z dela republica de Tulio. E sobre todo se
deleytaua mucho en las obras de Virgilio, al quai el (llamaua] Platon
delos poetas. Teni:1 la ymagen de Tulio pintada en vno con la de
Platon. Leya mucho las obra del orador 'reno Admonio. Otrosi
le plazia mucha leer los fechos del grande Alexandre. Tanto fue
bueno y templado en sus despensas, que nunca quiso que en sus
vaxillas ouiesse vasos de oro algunos. Solamente queria las copas
y yasos de su mesa mu, limpios t claros z no muy preciosos ni
de orande valor. Nunca la baxilla de su mesa pa o de seyscientas
libras de plata. Ayan pues verguença de to los cardenales y los
perlados dela yglesia, que aquello que el emperador Cosrantino
z otros principes dieron ala yglesia con grande z manifica deuocion y ellos lo deuian destribuyr encre pobrcs y obras piados:is,
cienen las caxas z cofres llenos de oro, z las mu las con frenos y
sillas guarnidas de plata. Gastan sus riquezas i despenden su
tiempo en hazer fiestas z combiccs z luxurias . ro catan los
desauencurados a este principe pagano, seôor del mundo, que no
auia de Dios ni t nia esperança dela ocra vida, z ansi de pendia
su tiempo tan virtuosamente z tanta templança tenia en sus
gastos. Vayan put.:s e tos talcs, z contra el defendimiento de Dio
fiocban sus cesoros de oro, · faziendo delos robas ganancias, z
delas pobrezas agenas procuren para si abundancia. Ayunten rique-

MAR DE ISTOR1A

521

z~s ?e mala parte, z conel mal 'l daiio de muchos ordenen para
s1 vida delectable y alegre. E ansi, toraan&lt;lo al proposito, Alexand_re, este no~l.:: empera&lt;lor, quan&lt;lo combidado era o combidaua,
s1e~pre ~az1a asemar acerca de si a Vulpiano, consul, c: ocras
sab1os y d1scretos hombres. Delas quales siempre con gran plazer
o ·a sus razones on~tas 'l cientificas, las quales el dezia que le
~ran mayor recreac10.n 'l mantenimiento que los manjares. Esta
,. a~:1 _el enlos combnes, pero quando comia apartado, siempre
te01a hb~o enla mesa t plazianle mucha las hablas poeticas. En
todas su obras i actas de corner z be tir no e auia como emperador, mas como per~ona priuada, tanto llano i templado ra. Las
peoa del~s rnugeres mmundas y publicas y de semblantes gentes,
nunca qmso que entrasen enel tesoro imperial, mas mandaualo
gascar enlas obras delos tearros 'l anfiteacros. Fue enpero este
noble 1emperador entre tanras preciosas Yirtudes z aolori·os.aoras
b
por a_gunos. reprehendido _que era cobdicioso z diligence mas
que wnuen1a en bus ar dineras, z auido , que ponia enellos
grande guarda: Como quier, que aun los que esto dezian, le
saluauan i d.e~ian, _que no lo buscaua con daiio de ninguno, ma
en g~ande d1Iigenc1a dela propia hazienda. E de alli los dezidores
quer'.an fundar, que rama diligencia z tan grande auarda enlo
prop10 e~a se?~' de codicia enlo ajeno. Reprehendian° lo otros de
vanaglona, dmendo que queria ser otro grande Alexandre z que
era. muy aspero alos caualleros enla diciplina , regla de la caua
llena z que ta~to estrecharnente z con tan gran rigor (a mandaua
guardar, que nm vn punco no losconsentia passar. Pero todaYia era
mucho amado ddos caualleros, segun Lanpidio, el ystoriador, Jo
c~enta. ~uando su:, caualleros e~an enfermas o tristes por algun
caso o ac1denre, ·ua el par las t1endas alos visitar i co□ solar z
prouey~ los mu •abundosamenteen loque necesario auian. Pero no
cons~nt1a. alos cauall~ros nin alos tribu nos romar aigu na cosa par
fuerça nm. hazer smrazon. Pue aquestc emperador, tanto
notable y v1rtuo o, como cola ciudad de Roma y en Ytalia ordenase Y proueyesse bien toda las cosas, queriendo alargar z acre-

�522

HER AN PEREZ DE GUZMAN

centar el imperio romano, mouio su g_uerra _contra los parchos,
lo qual s e::n aquel tiempo, o por las dt cordias delos romano~ o
porta neoligencia z remision delos emperadore~ _passa~os, aman
ocupado muchas prouincias del imperio. Tanta d1hgenc'.a z buena
ordenança puso en las cosas a aquella gu r~a. nec sanas, z. con
tanta honor i; vtilidad del imperio las admm1stro, que ass1 n
abundancia de rodas •las cosas como cola ordenança delas gentes
i; buena regla dellas, que a todas las prouincias z tierras,_ por do
las huestes romanas pas auan, no les parecia que yua alh huest_e
ni cauallcria, sinoque roda la caualleria del seoado pas~ua por alb.
Ca ponia el los tribunos muy escogidos y los centunos h?nestos
z los cauallero di cretos. E allende dest0 no consenua que
entrasen eolos panes z vinas z prouincias del imperio~ porque
las gentes i pueblos no e agrauias en ni qu xasen; z s1 alguno
se atreuiesse a pa ar su ordenança, si era persona de_ poco estado
y manera, delant del lo hazia açotar con verga . E 1 era persona
de estado, estraùauagelo mucho, diziendo : « Por ventura q~errias que hiziessen ati otro tanto en tu campo o en tu po eswn,
como tu aqui hazes? ,, E por sto, de todas las gentes _delas
prouincias por donde passaua, era con grande ooor receb1do i
con giande amor tratado. Traya este Alexandre sus caualleros muy
bien y onestamente vestidos, armados muy bien '. de muy preciosas armas, mu · fuertes · valicntes cauallos. Ass1 que los que
veyan las cauallcrias i huestes &lt;leste emperador p~ssar por ~s
tierras, por la vista della podian conoc r la potenc1a z magmficencia del inperio romano. Trabajaua con todas sus fuerças este
emperador por ser &lt;lino del nonbre del grande Alexandr_e, i a~n
si ser pudie e, vencerlo t pas arlo en virtu~es z _mamficenc1a.
a dezia que grande ventaja auia del romano 1mpeno al reyno de
Macedonia.
fouiendo e este emperador a fazer guerra a los parc~s,_ partio de Ytalia cou sus huestes i llego a Antiochia : z vint ron
algunos re res dclos amigos z aliados. de_ Roma_ con grandes
huestes, delos quales juntados no se padna bien dezir con quanta

MAR DE ISTORIAS

523

dcliberacion ' madureza de con. ejo el se ouo acerca dela ordenanç~ dcla genre. Cada dia hazia alos caualleros ensayarse y
e. e'.mar nel '" o delas armas y nia ordenança dela batalia,
ans1 como si otro dia oui s n de pelear. ro lo conscntia estar
ociosos ni darse a vicios. E como oyesse que algunos caualleros
se dauan a muchos delcytes z a vaùos z a tales delicami mos
que mas pcrtenec!an a mugcres que a hombres, mandolos prende::r z mcter en h1erros. E otro dia mando poner su silla en vn
canpo y el subio en ella z fablo n tal manera : « Caualleros
dixo el, si yo csto que fago acerca de ,·osotros, mucho
plaze, luego la diciplina dela caualleria z la diciplina de nuestros
mayores e ca do z por consiouienr conella el imp rio romano.
Ca ma por buena ordcnaoça z por arce que por armas ni por
t ~oros ~ue acrecentado z de pues conseruado el imperio romano.
1 conmene a no que tenemos el principado, que nos desuiemos dc:las rcglas en que fue ganado. Amigo dixo el, los
1:uestros caualleros y hombres darmas nunca salen delo vaô.os,
stc;mpre estan en luxurias z ombites, segun la co tumbre
delos griegos. Enlas camas comen , beucn. Pue como
dixo el, sofrire yo esto luengamente, que no les de por ell~
pena capital por tamos yerros ? » Corno el stas cosas dixcsse
lcuamose muy grande cscandalo enrr los cauaJleros z diero~
grande boz s, pero el noble npcrador no mo rrando mi do
alguno, mas con muy grande sosiego y reposo, les dixo tales
palabras : &lt;c Cauall ros, estas bozes no son para en la corte,
mas para en \'Uestros enernigos. i son n cesarias para vuestro
cmperador, mas para c pantar al rey delos parco . Los nuestro datores, que las leyes dela guerra ordenaron, estas bozes z
anas contra los jermanos, contra los armathas z contra los de
Persia quisi ron que fuessen. Porende, caualleros, las brauas z
terribles anas z bozes, guardad las para el dia dela batalla; no
qucrades que oy con ma boz o aya de espantar no \"O
auicndo por dinos del nombre romano ». E como p~r sto el
alboroço delos caualleros no cesas , antes crecio la safia hasta

m;

1

�524

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

· ·
das el manifico pnnc1pe,
co n vn
lo amenazar con las espa 'd b les dixo : cc Partid rns de
f
gesto tur b.10 ë: brau o , con i:,aran e oz
M
·11
cosa ue
d xad las armas &gt;l .
aram osa
aqui, caualleros, ë: e ~ .
los caualleros que dexaass1 d10 espanto
'
1 b
esta, que a oz que
f ,
a sus tiendas. Delo quai se
ron las armas todos i se u~ronl '
d' del enperador para
to vaha a osa ia
puede conocer, quan
h
Ca continuado su esfuerço y
amansar el escandalo de . su dueste. lleros que aquel escandalo
.
d
ella leg1on e caua . ,
.
osadia, to a aqu
d
d I onor dela cauallena, man.
. ente la espuso e a
.b
mou10, enteram
l
llos E algunos tn unos
l d
las armas i os caua
.
11·
dando os exar ·
f; b
.
porque tanta rebe 10n
que les a orec1era,
d
11 1 .
de aque a eg1on,
. . . d li
Pero quando ouo e
.
do fizo 1ust1c1a e os.
. .
les aman tray '
1· ·on de algunos pnnopes y
l
archos a sup icac1
'
d 1
partir contra os p
,
li legion enla onor e a
huestes torno aque a
d
duques . e ... sus i apareia
'. das to das las cosas ala batalla necesa1
1
caual ena. L ans
l . de Eufrates y entro en a
.
stes z; paso e no
.
rias, momo sus ve
. .esse ganado muchas cmtierra delos parcos. E como ya l oui 10 cerco la cib&lt;lad de
·11 · de aque rey1 '
clades, villas y cast1 os
d
.
·iudad delos parcos.
as pobla a y nca &lt;.:
1
Carra5, que era a m
.
- 1 su rey Xerces con
. d I
da vmo contrn e
y temen o a • cerca
'
h
e dize que auia ciento y
n cuyas uestes s
li
•rrande caua ena, e
Il
. . tos mil de pie i seteo
·1 b b
de caua o i tre21en
veynte m1 on res .
·1 b talla. E como el empef;
i
mil
carros para a a
.
1
cientos e e antes
1
dela cerca i mou10 su
rador oyesse la venida del reyd, a ço se es i dada sen.al alos
1 b li
ë: ordena as sus az
d d
hueste a a ata a.
. boluiose la pelea, la quai duro es e
caualleros para se con bau~ Fue esta batalla muy cruda i muy
ora de sesta hasta la noc e. r
en su muchedumbre i
rcos se es1orçauan
.
I
d
porfia a, ca os pa .
Pero al fin los parcos fueron venc1los romanos en su v1rtud.
. f
d que por los muchos
t dellos muno uyen o,
1
dos, i tanta gen e
d.
los vencedores seguir e
cuerpos delos muertos no pdo ,an bre otros como puercos,
C
los parcos v os so
1
d
alcance.
ayan
d I
d todos . i tanta vo unta
1
erador
e
ante
e
·
d 1
siguien o os e ~np
conel mas de mil caualleros.
auia delos segmr, que no yuan

MAR DE ISTORIAS

525

Quien podria contar los que enla batalla murîeron c: fuyendo ?
Ca por cierto se cree, que de toda aquella grande muchedumbre que alli vîno, que se perdio la mayor parte. Fueron
presos muchos, y el su rey Xerces, dexando alli todos sus tesoros i grandes aparatos z guarnîciones. A.uida el emperador
aquesta glorîosa vitoria, tornose a Antiochia con sus huestes
enteras i sanas, y partio muy francamente con los caualleros
todo el robo y la presa, c: torno al imperio las prouincias que
los parcos auian ocupado. Este fue el comienço que los persianos siruieron al imperio romano. Lo quai el su rey sufriendo
con grande dolor suyo, redimio su peligro z todo su reyno
por oro. E ansî ouo paz con los romanos por cierto tiempo.
Y el emperador, ordenados todos sus fechos del imperio_ de
oriente, tornose a Roma por auer el onor del triumpho i fue
recebîdo con gozo i alegria inestimable, ansi del senado como
del pueblo. E fuele hecho vn triumpho de marauillosa pompa
i- gloria. E ansi yendo el en su carro i acon, paifandole el
senado i derredor del todos los caualleros, llego a su palacio,
loando lo todos i- diziendo a grandes bozes : cc Dios te salue,
saluo es el imperio, pues saluo es Alexandre como es Alexandre» .
Como a cabo de tiempo fuesse alas Galias z de alli pasase a
Jermania con sus huestes, pasando el por vna villa, le dixo
vna muger adeuina estas palabras : « Ve, Alexandre, espera
,·ictoria dela batalla, pero no te fies de tu cauallero. &gt;l Otrosi
tambien vn matematico, que hauia nombre Trasmîlîo, antes
desto le hauia dicho, que auia de morir a cuchi!lo de barbaro.
Lo quai como el noble emperador oyese, alegrose mucho por
saber que la muene se le acercaua batallando por el imperio.
E disputando i fablando de su muerte, contaua i- nombraua
quantos insignes i- notables principes y varones murieron por
tales nmertes, conuiene saber Alexandre Macedonio, el grande
Pompeo, Julio Cesar, Tulio Ciceron, Demostenes c: muchos
otros caualleros, excelemes varones." Tamo amor auia el con la
republica que creya que con los di oses podria corn pararse, si mu ri esse
RE V CE HISPANlQ llE.

C

�526

HERNA

PEREZ DE GUZMAN

E como con Sus huestes entrase
d. por
1
por el imperio rom~~o. muchos daiios, estando el vn ia a a
la Germania i les hmesc
tienda Maxime, barbaro
ora de medio dia folgan~o ~n :: hueste: embio a su tienJa
que el auia hecho el ma) o; ;ando lo matar. E tal muerte
Co
. con e·l su madre Maneam,
vna mpana de barbaro
d
uno
. .
·10 el noble Alexan re z m
se cree era cnsuana.
mur
. .
b
i scgun
d
muoer mu • rehg10sa i d uenAa,le •andr~ assi fue triste a tO osl
xli
• ·
que e
Estat&gt; muerte del mpera or
s ' que ya d1X1mos
ue aun aq uella legion de eau a ero:, ouo de su muerte tanto
;uia tirado dela hooor dela eau~!:;~~ los barbaros que fueron
dolor que todos se juutaron i t,,el pueblo romano i los reyes
en su muerte. El senado i to o do su muerte supieron, ,moca
amigos y aliados de _RomaÙ ;~:s ouieron, lo primero por la
o
nueuas tao tristes m
bl tanmperador
z despu es , porque les fue
de tan no e
d
muerte
.
se Ilan1aua
' · empera or.
M. •1010
dicbo, que ,lx
Ytalia z ven. des crentes barbaras en
De como entraron g1ao
t&gt; F bla de las sabilas.
cieron a Aureliano, emperador. a
CAPITULO XXXIX.

. 0 ' que fue enel baüo
.
·o de Aure1ian
Enel comienço del tmpen
.
e rodas las gentes ar. ·· - os fue ansi qu
todas
del sefior de cclx111. an '
te de Aquilon, juntaronse
haras que morauan ala par on innumerable gente entra:on
contra el imperio romanod i l1emania, i; destruyendo ans1 ~
en Ytalia por la parte e_
Contra los quales, como e
fuego z a fierro_ toda la t1err\us huestes, no quisieron l_uego
. do sus. cela&lt;l,1s
em perado r Aureliano tue
1 con
b talla fas ponien
. 1en
los barbaros pdear cone en al . erador dellos, sino segu1r os,
los montes, no se guardando
I el emp
declinaua, sa üeron de sus celal
los barbaros, quando ya el l°tos romanos i tan fuertemente os
das y entraron por el rea el no lo podieroo sofrir ~ fuycron .
combatieron, que los del rea

MAR DE ISTORIAS

Tanta fue la mortaodad delos romanos, que parecia que rodas
las fuerças del romano imperio eran quebramadas. Y el emperador escapo con algunos pocos que le acompanaron. Quando
en Roma fue sabido este vencimienro, tanto fue el temor y
espanto, que algunos, desmamparando la ciudad, fuyao alos
montes, teniendo que ansi seria esto, como quando los gaulos senones otra vez eotraroo la ciudad, que no quando sinon
el capitolio. Los senadores, veyendo el peligro tan grande,
ayunraronse por ver que remedio se podria dar. E Vlpio
Smano, que entre los padres tenia la primera razoo, bablo
ansi : c&lt; .Muy tarde, padres conscriros, buscamos consejo ala salud
dcla republica. Tarde requerimos los fados i auenimiento della,
como hazen los groseros i materiales enfer.mas, que nunca
buscan fisicos, si no quaodo ya son desesperado dela salud.
Acordar vos dcuedes, padres, que en este sanco seoado yo
muchas vezcs dixe, quando las primeras nueuas vinieron dela
entrada delos barbaros en Ytalia, que luego se deuian mirar
los libros z ordenanças de sibiüa. Pero algunos delos nuesrros
ouo que, acalo1iando i afeando esta razon, quericndo vsar de
sus Jisonjas, dixeron, que tanta era la virtud de nuestro emperador que no cra necesarîo consultar ni requerir los dioses.
Empero ya \'Îstes como esse mesmo emperador por sus cartas
manda que dcuotamente se rrequicra el fauor delos dioses. Lo
quai nunca fue auido por flaqueza ni cobardia. Porende mandad alos obispos z sacerdotes para esto deputados, que con
sus sagradas manos rebueluan los libros delos fados i fortuna
de nuestra republica. Ca no es desonra ni mengua si, conel
fauor delos dioses y suplicando a ellos, alcançamos vitoria. Ca
ya por esta via los nuestros ma •ores ouieron de sus guerras
vitorias Z' fueron bienaucmurados ». E porque en este lugar se
haze mencion delos libros delas sebillas, e muchos ystoriadores
en sus coronicas hizieron dellos singular mencion, es de notar
quien fueron estas sebil!as, i que libros fueron los suyos, i
quai libro de quai dellas, los quales los romanos en error i:

�528

HER. A.

PEREZ DE GUZMA ,

vanidad creyan er grande conseruacion del imperio. Estos libros
de sebilla, los quales ellos llaman libros fatales o delos fados,
tenian muy guardados. e sinon en grandes necesidades de
guerras o de otros grandes n gocios nunca los catauan . Y
entonces olamente era otorgado alos sacerdotes que los catasen. Estos libros fucron fallados en tiempo del r y Tarquino
Pristo, rey de Roma, i traxolos alli ebilla cumana, ya vieja.
ino al rey Tarquioo como huespeda no conocida, z trajo nueue
libros, lo quales dezia que t..ran de dignas oraciones z que lo
queria vender : i preguntole el rcy quanto los daria. Ella
demando trezientos dineras de oro. El re ·, auiendolo por descomunal precio, riose dela liuiandad della. Y ella luego ante
el rey quemo los tres libros dellos y demando por los otros
sevs que nncauan aquel mesmo precio. Delo quai el rcy mas
burlando, quemo luego los otros trcs, toda via no abaxando
nada del precio. El rey conpro los tres libros por aquellos
trezientos dineras de oro. Por lo quai los libros as i auidos,
todos los otros libros delas siuillas, que eran por Ytalia t Grecia, fueron traydos a Roma. '\'a!.SO cnel libro dclo diuinales
dize, que estas libros no fueron tan solamentc de vna sebilla,
como quier que todos sean assi llamados, porque antiguamente
todas las mugcres que d zian las cosas por ,·enir, ran llamadas
sibiUas. E dize este sabio Vasso, que las sibillas fueron diez,
y nombro los principes y actores en cuyos tiempos fueron.
La prim ra sibilla fue d Persia, dela qnal haze mencion ricanor, que escriuio los fechos del grande Alexandre. La seguooa fue
de Libia. Desta fablo Euripides enel prologo de Lamie. La tercera
(fue de] Delfos del a cispo (sic) enel libro que fizo de las adiuinaciones. La quarta cumana, natural de Ycalia. Dcla quai faze
mencioo el poèta Ennio enel libro de guerra punica t paso
fabla della enlos libro anales. La quinta eritea, la qua! Apolodoro Ermeo afirma, que fue dela ciudad de Albana. La scsta
de Samos. Dela qual escriuio Eradostenes, que fablo sus obras
eolos libros anales. La s tena, cumana, la quai deximos, que

MAR DE 1 .TORIAS

529

traxo los libros al rey Tar u.
.
tina, o de Eles spandon del~ mo P~1sto. La otaua, elesoponque fue en tiempo d 1'
~ual &lt;l1ze Eraclides, el de Ponta
.
c re ' C1so L
'
~rofet1zo o adeuino en Amiso L. a nouena de Frigia, que
ttne, llamada Albii1ea
d. a dezena t postrimera tibusa oraua
d"
'
De rodas estas sebillas t, que
. 1
por ,os al rio del Tibrè
eman o rama
rb
.
que no los ,·cya ni leva ino l
nos I ros muy guardados,
a aquel oficio depurado·s p ods sacerdorcs 'l los quinze varones
'
· ero e roda
rb
cono er, de quai sibila fuero11 d
s estas , ros no se podia
.b
ca
a
vno
s
J
d E.
su lI ro enxirio su nombre.
, a uo e nt a, que en
Dela reyna Zenobia que se a od
,
, p ero delo mas de Oriente con-

tra los romanos.

CAPITULO XI .

. Seyendo turbado el in perio romano
t1ranos, que contra el s I
por rnuchos t diuersos
r,ana, leuantose enrre todos
e euantaron so el .
.
Il
impeno de Aurellamada Zenobia re,•n d le os vna grande dueiia en Oriente
'
J
a e os pal ·
,
mayor parte de Oriente p l
~1renos, t apoderose dela
fue contra ella con todo. 1or do qua el emperador Aureliano
e po er de Rom
gran de batalla t vencio la .
h
a 'l ouo conella ma
del t delos suyos. Ella wn __md uc l'. a sangre z grande peligro
. d d suya llamada p '1 venLt
a' rn,·o
t
CIU a
.
J
puso e en vna gran
a
m1rena
E
tenieod
l 11·
d
cerca a, queriendo abre . 1 •
o a a ' Aureliano
uiar
a
cerca
por
el
d
u hueste embio a z b'
gran c trabajo de
,
eno ,a esta breue episrola :
na episrola cnbiada por A r
Zenobia.
ure iano, emperador, ala reyna
CAPJTCJLO XLI.

« Aure 1·iano cmperador de R
.
orna conqui.·t d d O .
Zeno bia
t a todo aqu Il
'
:. a or e nente a
O
b li
, que con ella ·
.
'
ata a en vna compania D
JUnta e1 m1edo dela
• ' · e vuestra libre volunrad deu1era
. des

�528

HER. A.

PEREZ DE GUZMA ,

vanidad creyan er grande conseruacion del imperio. Estos libros
de sebilla, los quales ellos llaman libros fatales o delos fados,
tenian muy guardados. e sinon en grandes necesidades de
guerras o de otros grandes n gocios nunca los catauan . Y
entonces olamente era otorgado alos sacerdotes que los catasen. Estos libros fucron fallados en tiempo del r y Tarquino
Pristo, rey de Roma, i traxolos alli ebilla cumana, ya vieja.
ino al rey Tarquioo como huespeda no conocida, z trajo nueue
libros, lo quales dezia que t..ran de dignas oraciones z que lo
queria vender : i preguntole el rcy quanto los daria. Ella
demando trezientos dineras de oro. El re ·, auiendolo por descomunal precio, riose dela liuiandad della. Y ella luego ante
el rey quemo los tres libros dellos y demando por los otros
sevs que nncauan aquel mesmo precio. Delo quai el rcy mas
burlando, quemo luego los otros trcs, toda via no abaxando
nada del precio. El rey conpro los tres libros por aquellos
trezientos dineras de oro. Por lo quai los libros as i auidos,
todos los otros libros delas siuillas, que eran por Ytalia t Grecia, fueron traydos a Roma. '\'a!.SO cnel libro dclo diuinales
dize, que estas libros no fueron tan solamentc de vna sebilla,
como quier que todos sean assi llamados, porque antiguamente
todas las mugcres que d zian las cosas por ,·enir, ran llamadas
sibiUas. E dize este sabio Vasso, que las sibillas fueron diez,
y nombro los principes y actores en cuyos tiempos fueron.
La prim ra sibilla fue d Persia, dela qnal haze mencion ricanor, que escriuio los fechos del grande Alexandre. La seguooa fue
de Libia. Desta fablo Euripides enel prologo de Lamie. La tercera
(fue de] Delfos del a cispo (sic) enel libro que fizo de las adiuinaciones. La quarta cumana, natural de Ycalia. Dcla quai faze
mencioo el poèta Ennio enel libro de guerra punica t paso
fabla della enlos libro anales. La quinta eritea, la qua! Apolodoro Ermeo afirma, que fue dela ciudad de Albana. La scsta
de Samos. Dela qual escriuio Eradostenes, que fablo sus obras
eolos libros anales. La s tena, cumana, la quai deximos, que

MAR DE 1 .TORIAS

529

traxo los libros al rey Tar u.
.
tina, o de Eles spandon del~ mo P~1sto. La otaua, elesoponque fue en tiempo d 1'
~ual &lt;l1ze Eraclides, el de Ponta
.
c re ' C1so L
'
~rofet1zo o adeuino en Amiso L. a nouena de Frigia, que
ttne, llamada Albii1ea
d. a dezena t postrimera tibusa oraua
d"
'
De rodas estas sebillas t, que
. 1
por ,os al rio del Tibrè
eman o rama
rb
.
que no los ,·cya ni leva ino l
nos I ros muy guardados,
a aquel oficio depurado·s p ods sacerdorcs 'l los quinze varones
'
· ero e roda
rb
cono er, de quai sibila fuero11 d
s estas , ros no se podia
.b
ca
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vno
s
J
d E.
su lI ro enxirio su nombre.
, a uo e nt a, que en
Dela reyna Zenobia que se a od
,
, p ero delo mas de Oriente con-

tra los romanos.

CAPITULO XI .

. Seyendo turbado el in perio romano
t1ranos, que contra el s I
por rnuchos t diuersos
r,ana, leuantose enrre todos
e euantaron so el .
.
Il
impeno de Aurellamada Zenobia re,•n d le os vna grande dueiia en Oriente
'
J
a e os pal ·
,
mayor parte de Oriente p l
~1renos, t apoderose dela
fue contra ella con todo. 1or do qua el emperador Aureliano
e po er de Rom
gran de batalla t vencio la .
h
a 'l ouo conella ma
del t delos suyos. Ella wn __md uc l'. a sangre z grande peligro
. d d suya llamada p '1 venLt
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J
puso e en vna gran
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gran c trabajo de
,
eno ,a esta breue episrola :
na episrola cnbiada por A r
Zenobia.
ure iano, emperador, ala reyna
CAPJTCJLO XLI.

« Aure 1·iano cmperador de R
.
orna conqui.·t d d O .
Zeno bia
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O
b li
, que con ella ·
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ata a en vna compania D
JUnta e1 m1edo dela
• ' · e vuestra libre volunrad deu1era
. des

�53o

HERNAN PEREZ DE GUZMA .

hazer lo que yo por las presentes letras os mando. Esto es, que
guardedes vuestras vidas z obedezcarl al romano jmperio. E
tu, Zenobia, dando primero al thesoro d Roma todo el oro y
plata que tienes, biuas seguramente con los tuyos alli donde yo
par sentencia d l senado ordenare ».
Respuesta dela reyna Zenobia a Aureliano.
CAPITULO XLII.

Zenobia, recebida esta epistola, respondjo mucho mas aspero
, soberuio que u condicion nin el tiempo en que estaua lo
requiria, non pudiendo templar la alteza t fortaleza de su
coraçon, enla forma iguiente : cc Zenobia, reyna de Oriente, a
Aureliano Augusto. 1 on me recuerdo, que jamas alguno, si no
tu, demandase lo que tu a mi demandas. como por tan segura
cosa z ligera tienes tu, que has de acabar lo que por guerras t
batallas se ha de fenecer? E ansi demandas tu mi libertad t la
cuydas paner en sermdumbre, como si no te acordases dela reyna
Cleopatra, mas quiso morir que beuir en poder ageno. abe,
Aureliano, que a nos no falle ceran la ayudas de Persia, non los
sarrac nos. A nos ayudan los de Armenia t los ladrones de iria,
que tu sabes, que espantaron tus huestes. Quanto mas si aquella
a •uda nos viene que muy en brcue esperamos, sin duda abajaras
la sobreceja, tu, que agora me quieres paner en seruidunbre &gt;l.
Aureliano, recebidas e tas letras de Zenobia, no se espanto ni
turbo conellas, antes fue muy saôudo, con iderando la majestad
del ioperio, que fucse asi injuriado por palabras de vna muger.
E luego, dexando su real bien a entado z guardado, porque delos
enemigos no recibiesse al!l1.ln daoo, junto codas sus fuerças para
entrar la ciudad, t puso en aquellos lugares, do cumplia, los mas
fuertes y esforçados caualleros. E ante de todas cosas fue contra
aquellos que v nian en ayuda de Zenobia, y en ta! manern s
combatio conellos, que los vencio t mato z prendio los mas

JAR DE I TORIAS

5F

dellos, z tanto temor z micdo puso alo enemigos, que los
mauros t los de Arm nia, que con sus fucrtes poderes veni:10 en
su fauor dt.: Zenouia, st tornaron a us tierras. E an i rornados
~qucll?s en quien Zenobia tenia su espcrança, vido que le era
1mpos1bl poder resistir al emp rador. Pero temiendo la gran
crueldad su ·a, p_or guardar su vida z de sus hijos, acordo de se yr
de noche _a Pers1a con aquellos en quicn s fiaua. Lo quai sabido
por Aureliano por algunos dela ciudad que salian a el, mando
asu gentes que la siguiessen. Los quales la alcançaron t
truxeron al emperador. Fue enronce gran leuantamiento mre
los caualler~s dizieudo qu Zenobia deuia morir. fas el emperador, cons1dernndo que era impropia obra t fea al principe
romano matar mugeres, con muy rigoro a fabla que fizo alos
cauall:ros, les hizo ccsar &lt;le aquella demanda. Despues que
Zenobia fue presa, a pocos dia ureliano tomo la ciudad de Palmirena z perdono a toda la gente della, no I s dando pena alguna,
saluo a aqu llos por cuyo consejo Zenobia se lt:uanto contra
Roma. Entr los. quales mato a Len"ino, filosopho, que fue
maestro de Zenobia enlas letras gri gas. E a Zenobia mandola
guardar para d dia del triumpho, porque fuesse marauillo a ,
esrraiia vista a los romanos. E assi allanado z pacificado el imperio &lt;le Orie~te, ureliano tomo su camino para Europa. Y
como ya estuu1esse enla prouincia de Trachia y entendiesse de
r a Roma c_on sus vitoria t hue tes, leuantose contra el inperio
vno, que ama nombre Firmio, t regia por los romanos a Egipto,
llaman&lt;lo se enperador. E contra el boluio luego Aureliano con
todo su poder z: no le falto alli ni le desamparo la su buena
fortuna. Aqucste Firmio era hombre muy cauallero o y vsado
en armas, t con dones -z: promesas llego a si todos aquellos
caualleros, que fincaron de Adonato t de Zenobia, su muger.
Empero en vna sola batalla fu vencido de Aureliano. E como
fuyendo deb batalla ·e e forçase a repararse de gentes para tornar
t non lo pudiese hazer, de esperando de su fartuna, aforcose.
Esto fecho, el enperador ureliano, auido d I seiiorio del mun&lt;lo

�532

HER.' A. · PEREZ DE G Z:\IA,.

IAR DE ISTORIA

533

da la tierra z vencedor de oriente z de ocid~nte z

z asosegado to
.
.· a Roma a recebir el tnunfo,
de mcrediano z de setci°trton, ~:~le que todos los pas.,Jos. Ca
cl quai ouo mas exce ente z
. . del rincipe Jonato,

Jr lleuo Aureliano tres carros realcs . vo
p
.d d
a t
.
1 al era de plata z de oro, guarn1 o
marido de Z_enob1a, e qu
ue el re , de Per ia embio a Aurepiedras prec1osas ; y el otro, q
1 ) al era tan pn:cioso z tan
.
randes presentes, qu
.
liano con otros g
El tercero fue el que Zenobia rra •a,
rico como el de donato.
R
tr·1umphando. y en esta
d
)1 cntrar en
oma
en que
cuy
aua ela aengano
- 1a 1cortuna
ca cnel carro cntro en
1
·
·
,
0
vmagrnac1011 n
. f; te mas vencida z so
Roma non emp ro vencedora i tnum an '
a n se
, . f, Ouo alli Aureliano el quarto carro, que, se~u
ageno tnun o.
d
l
1 lleuauan quatro c1 ruos
. f d1
delos ao os a qua
. .
d1ze, ue e rey
o
,
b. Aureliano al Cap1tol10.
andes y eneste su 10
_
blancos muy gr uatro
· carros vevn te elefantes cubiertosde panos
q
Yuan ante estos
h • . os de diuersas naciones,
V . despues mue os capttu
de oro. eman
.
·ndios batrianos, alarabes y
.
be blenos
cou1tas, i
'
'
L
conmene sa r
.'
todoc con sus mugeres z fijos. os
veros sarracenos, pers1anos, 1 rm~t"s francescs, sueuos,
1
1
los rosa anos sa " " '
.
godos, os a anos,
Con roda~ estas naciones se combauo el
vandanos, marcomanos.
d"d
Entre estas gentes
A r
vanderas ten i as.
emperador ure iano a
b. de hombres i dezian que venian
.
1 oas mugeres en a tto
z b.
veruao a gu
D
de todas veoia eoo ia,
del linaje delas amazonas. 'despueds piedras preciosas, tantas
·J d - de oro guarm o e
•
vesu a e panos
'
dellas Los pies y las manos y
que le era trabajoso el gran r;sofin de ;odos venia Aureliano enel
el cuell~ en cadena de orodel :dos los senadores y el pueblo, z
carro tnunfal, cnderredor .
d
delas batallas con ramos
despues del toda 1~ cauallena vence ora al tri~ofo llego al Capide palmas y de oltuas enla~ maoos. E con t
tolio ala dozena ora del dia.
Quien fue Zenobia Y de Sus fazaiias z de su gr:m coraçoo en
todos sus fecbos.

CAPITCTLO XLIII.

Esta grande duena Zenobia, de que es fccha tanta mencion, fue
muger de vn princip , que auia nombre donato, que reoia por
lo romanos el inperio de Oriente. Este, quando el enperatior
Valeriano fue preso d los persianos, junto toda la caualleria de
Roma que c1a n Oriente, z: trabajo e de librar dela pri ion a
Valeriano. E llegado assi todo el poder d Orienre, entro enel
reyno de Persia i veocio el poder delos pcrsianos, que primero
vino contra el, i gano a Vi ioi z: a Carras, dos muy nobles
ciudades, z: torno al imperio toda la prouincia de Capadocia, que
los persiaoos auian ocupado. E despues ouo su batalla muy
grande con apor, re de Per ia, z venciolo y tomole todos los
tesoros que traya. E assi con tales fechos como estos, el principe
Odonato torno ala republica en su primero z: amiguo cstado,
todavia emendiendo z: trabajandose dela deliberacion del emperador Valeriano. Lo quai, como lo supiesse Galieno, fijo del
emperador Valeriano, llamolo emperador i partio conel el imperio, lo quai fue muy agradable alos romanos. Estando cl princip Odonaro en esta buena fortuna z honrado con tanta gloria
z: onor suyo, apoderose a Oriente. Vencido el rey de Persia,
leuantose contra el vo su sobrino, llamado Meooio, con esperança
de auer el imperio z mato a el z a vu su bijo con grande dano z
perdida de roda la republica romana. Fue este principe Odonaro
varon muy ingular, ansi de discrecion como de eloquencia i de
grand esfuerço, muy bienau nturado en sus barallas. Deleytauase z auia gran plazer enel monte y enla caça. Ansi que en
su primera edad muchas vezes peleo con lo~ Icones z osos i los
maro, y por causa dela monteria, la ma ·or parte del tiempo biuia
enlas montanas z sierras. ofria z comportaua los frios z los
calores marauillosamenre. Este ouo por muger a Zenobia, dela
quai se cuenta, que ouo en ella rama fuerça i virtud la \'Îrtud dela
casridad, que a su propio marido nunca conseotia sino por causa

�534

HERNA.' PEREZ DE GOZ iA

ue se sentia preiiada, jamas su marido
de auer fijos. E despues. q I
omo aguilei'io \a nariz alta,
ella Auia e rostro c
'
11
nunca egaua a '.
d
·eros el gesto muy hon sro y
los 0·10 0aran e Y pn
'
1 b
1 b
el co or aço, clientes
.
tan blancos, que parecian aljofar, a .oz
d 10
sosega o,
. &lt;l
alli do cl mencia se requena,
clara pero varonil, muy_ p1a osa '
1·b 1.,. franca. mu , tem'
·
rosa · asaz 1 era ., ' • '
y quando era necesano, ngu p ' despues que gouerno la gucrra
plaùa en su corne: -z; beuer. llero mucha vezes comia -z; beuia
- ia alos caua eros,
.
por hazer compan cho estu a·iosa -z; ab'a
1 colas
' coronicas z ystonas
E
con ellos. ra
lia abr uio -z; r duxo a buena
d mu
o · te Tanto que eeut
delos fechos e nen · 6. f: hl
ndia muchas z diuersas
forma muchas d llas. a_ ,a. a ar y ar1·do murio no lo planio ni
s1 como su m
'
Z b.
leoguas. Esta eno in, _a
1
g res lo hazeo -z; suelcn faz r,
·
ass1
como
as
mu
•
1
lloro con agnroa ',onil z fuerte pers1gm
. ·oalosqu loauian mueno.
mas con coraçon var
I
erras . leuaua sobre u yelmo
-z; armada como cauallero yua en ~s gu
··
y afi ando 'der f: -z; piedras prec1ossa . ,
vn vela de purpura con a l~ ar .d d 1emperador Galieno, fizo jud 1
eza luxuno a v1 a e
'
.
nos tan o a per ,
d 1 h estes que oui es en par prioc1pc a
rar a todos los caualleros ~ as uE po;que ellos cran muy moços,
.
•
fi . T' olao z Teremano.
su JO im muacr mas como cauallero
gouernaua
el
impeno.
'
,
A
ella, no como . n ' d ues fue vencida del emperador urePero como es dicho,
~ c d lia z d otro principes entro
.
z con su tnumo e '
d
hano z presa
'd
do la dinidad -z; nobleza esta
L
1anos cons, eran
d
en Roma. os roo . ' e mucho z dieronle pos sionc ' don e
muger, honraron la s_1bempr
s fi'JOS . z oy es llamado aqu 1
' .
b. . e allende el T1 re, con su
mies ,
· d Adriano
1
lugar zenobiano, acerca del pa ac10 e
.
. .
. es de Aureliano z de sus v1tonas.
Rccuenta las con d.1c1on

°'

CAPITULO XLJlll.

.
d ue a ui es fi cha mencion, fue
Este eroperador Aureliadno, e q deq mu"' fuertes miembros
fermoso e ro rro,
J
•
d
alto e cuerpo y
b er guardado de luxuna, muy
muy t mplado en u corner y eu '

MAR DE I TORIAS

53 5

aspero enla disciplina t regla dela caualleria, muy codicioso
de guerra y batallas. Empero, lo que negar no s puede, fue,
entre tantas virrudes, mu cruel naturalmente z sobre toda
manera mu I de eoso de derramar sangre vmana. Tanta que
al 0 unas ciudades delos enemigos, despues que las auia ganado,
fazia matar todas las gentes dellas, no perdonando a ninguna
edad. A los sieruos suyos, que le errauan, fa.zia los açotar delante si, por fartar su crueza. Epar esta dizese, que solia dezir del
Diocleciano, que de pues fue emperador, que mejor era Aureliano
para duque que para enperador. Esto dezia el, porque para
duque era esforçado z trabajador -z; auisado, z aun que era cruel,
no auria poder de vsar de crueza. Deste Aureliano e cuema,
que quando adolecia, no queria ver fi ico, ca dezia el, que bastaua
a curar toda enfermedad el exercicio del cuerpo ' la abstinencia
delos manjart! . Fuc Aureliano, sacada la gran crueldad, vno
delos ma notables cmperadorc que ouo en Roma, que mas
batallas -z; prouincias conquisto para el imperio. Y el par su cuerpo
fizo en caualleria mu , notables fechos. Ca vna vez, rigiendo el la
prouiocia de Ilirico, entraron enella grande gente de barbaros
sarmatas, -z; contra todos ellos el fue con treciento caualleros y lo
vencio y en aquella batalla el par su rnano mato xi. caualleros. El
vencio los franceses en muchas batallas, y por esto cl enperador
Valeriano dezia del, loandolo : &lt;&lt; Qua! principe fue mas claro
que Aureliano ? 10 Valerio Aurno, no los dos Cipiones. Este,
dezia el, Jibro delos barbare a I!irico, este nos restituyo las
Galias ». z assi pore tos z otros actas notables fue &lt;lino de auer
muchas capitanias de huestes t muchas tribunados, y despues,
por ygual consentiœieoro y autoridad del enado z del pueblo,
ouo el imperio, quedando la romana republica huerfana por la
muerte del fuerte enperador Aureliano. Lt hueste, la qual al
tiempo de su fin, quaodo enla prouincia de Trachia, consulto al
senado dela elecion del nueuo principe, porque a elios parecia
que alguno de aquellos, que tan noble enperador auian mueno,
no eran &lt;linos del imperio. Empero el senado, sabiendo que

�536

HERNAN PEREZ DE GUZM N

nunca los cauallero acetauan agra&lt;lablcmcnte cl copera&lt;lor que
llos elcgian, rcmicio a ellos la eleccion. Orra vez lo cauallero
consultaron al senado, z asi en tales alteracionc pasaron seyc;
messes, y cl imperio estouo vacado. Assi es que cada vez que cl
senado t los caualleros fueron concordes enta elecion impcrial,
nunca los Lirnnos ouicron lugar de vsurpar el imperio. Mas so
el &lt;lecrcto comun delos enadorcs z dela caualleria fue quieta -z:
pacifica la elecion. E agora, veyendo el senado el peligro que por
la tardança podia venir, juntaronse enlas· calen&lt;la de ombre eola
corte, 'l alli estando, leuan ose d con ul \'elio Gordiaoo z fablo
en esta mam:ra : « • otific;\mos os, padres conscritos, que ala
republica es nece ario elegir enpera&lt;lor, ca la caualleria in principe es como cuerpo sin alma, -z: no pue&lt;le luengamente durar,
quanto mas costrii'icndo tantas necesidades. abedes que lo germanos an rompido z passado los termino del imperio -z: an ocupado grandes ciudades nuestras. Y si delos persianos aun no
sentimos algunos mouimientos, pensad la iigereza -z: mouible
condicion delos de Asiria, que aun mugeres desseao aucr por
r~ynas, ,anto codician nouedades. Pues que dire de Africa ?
que de Ilirico? que de Egyto? En conclusion, coroo podeys
pensa r que estas -z: todas las otras proui ncias puedan esta r scguras
z asosegadas sin emperador ? Porende, padres conscritos, remediad dando prestamente princip ». Desque este consul ouo dado
fin a su razon, Tacito, el que era mas antiguo entre lo senadorcs z d spues d I consul venia a el la primera razon, fablo ene ta
guisa : « Dcrechameme, o padres conscritos, aurian los dioses
proueydo, si guardaran alos buenos z nobles principes, que
por fierro Yiolenta -z: forçosamente no fuessen muertos i por
luengo tiempo biuieran. Ca en sus vid1s dellos no aurian auido
poder aquellos, que maliciosamentc an crueles concepto .; fazcn
duras y fuencs execucione . Biuiera l nuestro emp radar Aureliano, del quai no cr o que nuestra romana republica ouo mas
vtil 'l prouechoso principe, en cuyo tiempo auia començado a
respirar -z; conualescer el nuestro imperio. Dcspues dela muerte

.\f.-\R DE ISTORl,\S

de Valeriano t dcla luxuria de Galicno . .
.
duda auria tornado el in1 .
~
b1utendo Aureliano, sin
peno a su antiguo
d Ca
torno I Galia , el 11·bro y ta 1·1a deIa dur · esta
el nos
· do. 1
con su vitoria, del nos fue Ir .
_a ttrama e os barbaros
a obedccer Jas leyes romanas
r~titu ·da z _torno Trachia
gran confu ion z: verguença .
ret:o ro toda ?nente, la quai a
de rna muger, llamada Zeno~~e t~ era aprem1ada so el sellorio
riano domo -z; • . 1
:
te, aun estando preso ale'
\enc10 a os pers1anos y e
['.
dor los mauros los bl . 1 b :
ste tan iuerte crnpera1 lb
'
omos, os atnanos, los seres 1 ,
os a anos, los armenios z 1 . d"
.
' os yeucros,
que dio delos te oros
os 111 ios Io rem1eron. E delos clones
que traxo de
•
nuestro Capitolio: todo los t m los d sus con~u1stas, es lleno
cen por sus clones Po 1
1p
e nuestra cmdad resplande.
.
r o qua ·o me que Il
d
d1os s, que ta! principe con . .
re o, o pa res, delos
smt1eron
matar
» C
T
.
ta Ies palabras continuand
. omo acao con
.
o su sermon rodo 1
d
dixeron
: C&lt; Tacito Ios d.
,
e sena o a vna boz
.
,
1oses te guarden T d
.
.
a tJ queremos por principe ac"
. o os a n eleg1mos,
dela cosa publica y el reoi~ -: i endc~mendamo . la gouernacion
prouechoso hombre puedc
h::t1do. _Quai mej~r mas
aun no seyeado emperado
b.
re ant1guo -z; sab10, z que
Rccibe pues el ·
.
r, sa ~as ya como auias de regîr.
'
, impeno por autondad del
d
.
pre enobleci te tu vida po 1 d
sena 0 , tu que s1emqueriendose escu ar delo a:eto~ ad~ colstumbres. » Empero Tacito,
a1, ixo es: « Mucho ,
·11
pa d res conscritos , que a ta n 1uerte
r
mt:: maram
emp rado
A
. o,
vos plaze dar suces
_. •
r como ureliano
or \ teJo, como yo so Dezidm
d
braço para ferir conla
Jan ;, d 1
.
c, a o los
espada ? do la fuer,·~
ça · 0 as manos para blandir la
-r· para sostener el escudo ;,
d
gar a menudo cl caual 1
. como po re caualo, para mostrar alos caualleros el c ·e ..
delas arma ;, A
d
mc10
senador, 'l a~rai:;1apsrdn:en~/;?a trabaj_o complir el oficio de
. .
1 sentenc1a por palabra
d
am, v1ene la razon. Por les dios s in
. s, quao o
gentemente a que edad z a ue f
mortales, cons1derad dilipesada. Creed
dr
q
uerça encomendays carga tan
.
es, pa es, que lo caualleros a e
. .
ass1 viejo emperador ;, E
,
. , c p_ten ni qu1eran
.
qucre) que en m1 com1ence la contra-

~rie~

s:r ;:

z

�HER 'AN PEREZ DE GUZMA

dicion delos caualleros al senado, auiendo me vosotros elegido
en concordia. &gt;&gt;
Corno todos por estas palabras estuuiessen turbados, y seyendo
cada vno prcguntado d su opinion z que declara e su sentencia,
\ ecio Falcon, qu despu s de Tacito estaua as ntado, varon
entre todos los senadores mu claro y excelente en discrecion y
el quencia, fablo ansi: « iempre, padres conscritos, la grande z
maoifica orden del senado consejo z ordeno la rcpublica reta y
jusramente. Enpero ounca en este sancto senado mas pesada ni mas
di creta sentencia foe pronunciada que esta, conuiene saber auer
elegido emperador viejo z ta!, que a todos conseje como padre,
ni de aqui adelante podemos esperar alguna cosa a:luersa, ni
triste, ni in di ·crecion ordenada, mas to&lt;los nuestros hechos seran
con deliberacion z madura z tcmpladamente ordena&lt;los. E por
consiguiente podemo ordenar buenas z onesta costumbres t
prouisiones, a si como si la republica con toda la autori&lt;lad del
senado las acorda e, ca bien sabe Tacito, que aqui es quai emperador, el desseo para Roma, quando el cra persona priuada. Pues
quien duda, que tal sera el t a i vsara con nos, como el desseaua que vsasen conel los emperadores? i os plaze considerar,
padres conscricos, z reduzir a vuestras memorias las abominables
obras de aquellos celerado t mostruosos emperadores, conui ne
saber Gayos, 'erones, Comodos, Eliogabalos, por cierto veras,
que la mayor causa de sus vicios z defetos fue la poca z tierna
edad, cargada de grande peso de senorio. 1unca plega alos dioses,
que principes moços rijan z gouiernen el imperio, ni que esta
palabra tanto impropia suene en nue tros tiempos, que los niiios
sean llamado padre dela tierra. Los quale , quando ouiereo de
firmar las cartas, otro, como u a •o z maestro, les rouestren que
escriuan, z quando ouiereo de proueer dclos consulado z digoidades, mas se inclinen a fazerlo por falagos z dulces ruegos que por
los meritos delas virrudes ni por vtilidad dela republica. Que
ma mezquina ni triste co a para t:1 imp rio es, que auer emperador que no cure de u propia fama y cema mas a su priuado o

MAR DE ISTORIAS

539

a ·o que asu con ·i ncia ni vcrguen a
.
vtrga de s
.
ç , y este t m1endo ante la
u maestro ' reo1dor ~ e que
1
imperio deuria tremer el tre~a a t aque ante quien todo el
y juezes z tribunos a 'aquellos cu:ae ;u mae tro ~ faga c~nsules
conoce ni examin
' J _a~na ' mentos i- v1da no
o por prueuas y e:xerc1c10 de virtudcs ~ Mas aq
me derenoo
.
·
ue
o .;:&gt; di.,o el '. por c1erto
mejor e 1
auemos emperador viejo que no '
. d s a ~gr~rnos, porque
tornemos a llorar con lo~ anr· que au;~n o pnncipe moço, nos
dolor soportaron los nuestro~g:: .:~~: ~ :1:_lesTqu_e con gran
rucoo i demando o .
.
' i, ac,co agusto,
• P rnu Y en nombre dela patria comun q
·
1
1os. ;1auos
te anteumi r ,
, ue s1
ued
.en con 1a muerte en manera que tus hï os
q e? n'.no.' que no los dl!xcs erederos del romano it
. J•
del ~enono romano i- La majestad del s d
. npeno m
prop1a villa z como de tu
.
. en_a o, ass1 como de tu
deros f
.
.
prop10 marnmorno faga a tus fijos ere.• as m,ra i s1mie I exemplo d
li
t.:nperadores r
To . .
.
.
e aque o sanctos y nobles
, i
rua, r,lJano, Adriano Antonio p·
e mu , grande' in,rular oloria al . '.
,o, i- veras que
la rermblica que a o 1.. o
pnnc1pe, que a su fin ame mas
l
'
&lt; SUS 11)0 , ))
Del emperador Valeriano, gran perse!lllidor d 1
. .
foe preso por e te pecado ' auiltado. o
e os cnsnano ' z

CAPITULO XLV .

_Y~leriano, emperador de Roma, fue grande per eouidor del
en w1_nos, por lo quai nuestro seiior Dios le dio en ~od d os
~nen:1gos. Ca cl ouo batalla con apor, rer de Persia e; ~e suI
\enc1do i- pn:so. E tanta foc la sob ruia le
1 '
ue e
;az~oo cn ticnd_ol~ nuestro eiior por Ja persecu:i~~e q~?v:~;~::~
1
. de caualgar
1 ,ia• en os cnsuanos, que cada vez que cl re ' auia
_1az1~ poner por esca,10 o por ,·anco al em perador i- de encima del
caua gaua en s~ cauallo. E ansi en este oficio tan ,·eroon ·oso
desonrado muno el emperador Valeriano. E fallase entas 'çt . iromanas q
1
) s ona
' ue a guoos reyes, que auian dado su fabor al rey

�HERNAN PEREZ DE G ZMAN

Mo\R OF. ISTORI.\

apor de Persia contra Roma, enbiandole Sil gentes y huestes,
de que supieron coma trataua al emperador Valeriano tan
desonradamente z con ranta injuria del imperio, embiaron le sus
carras, reprehendiendole aquel fecho, las quales son e tas :
Letras emb1adas al rey apor por algunos rcyes 'l amigos su
estraiiandole porque maltrataua a \'aleriano emp radar.

'O ,

CAP!TULO XLYJ.

« A apor, rey de Per ia, esonio, rey. Si yo creyesse que los
romano de todo punto podian ser vencidos, auria grande gozo
dela vitoria que los dioses contra ellos te dieron. Mas porque se,
que o par los fados o par su grande ,·irrud aquella gente no puede
ser vencida, considera 'l guardate, que aquella prision del u
emperador aleriano, que venciste z tienes preso, ala fin no s a
causa de grande dafio ati z alos tuyos. Par los dioses, piensa,
quales z quantas naciones de gentes de enemigos, sieruos z
pecheros, delos quales antes auian seydo vencido . Ca los franccses, que en ,·na batalla vencieron a los romanos 'l ansi se apoderaron dela ciudad, que sala la torre del Capitolio qucdo par los
romanos. Empero agora estas franccses siruen alos romanos z
les pagan tributo. Los de Cartago, que con aquel u grande principe Anibal pasaron en Ytalia, z vencidos los romanos en muchas
batallas, z poco menas los llegaron a ser destruydos del todo y
espantaron aquella grande ciudad de Roma, ponit:ndo sus hueste
y reales delante della. Pero par cierto ,·eemos, que agora a ellos
siruen i de sus leycs vsan. Mitridates, rey de Ponto, que conquisto a Asia toda z muchas itorias ouo delos romanos, ala fin
assi fue por ellos vencido, y quebrantado con desesperacion l
se mato. Porque todo e to bien considerando, torna su viejo
enperador alos romanos y bu ca con ellos paz. &gt;&gt;

Letra de Velonio, rey de los candiotos, al dicho Sapor, rey de
Persia.

5--J l

CAPITL'LO XLrn.

\'elonio , rey delos can di otos, a tt. apor, rey de Persia ·alu&lt;l
a ::,ente, que en ayuda te embie recebi a]eu·
,
.
sana , entera me la rnb·
,
::,iemence, porque
porque al principe dclos i::;:o:r\'.:~e t?e ale~ro ni imt: ~lazc,
prc o, c: lucgo no lo . b"
, .
nana, ttene ueten1do z
los dio c , considcra c~~e1::\~:ua1~~: : al _cnado dt: Roma. P~r
dos mas que ante . E O
.
• on fuertes quaodo vcnc1es dt&gt; 1 .
• . p ~ sto dtzen, que con el romano cavdo no
dulce ;. b::1·d:~:~/1 qmcres sabia:n ntc ,·sar, auardarte a; que la
i una no te nganc mas piensa q
.
rador no le tomas todo el .
. '
ue i u empeemperador tiene
z b .· impeno se m_o_uera contra ti. Ca este
Pues tor · I
o imo, que con d1ligencia auran cura del.
11•1 es u em perador v en
·
.
a)·a
.' J
quanta tren
t1cmpo,
faz que
s pa1a tt "para otro bucnas andanca &lt;l
.
addanr . »
• s e paz para agora i para

L

c&lt;

a

fij~

De Prouo, "0 no ta bl c caua Il cro qu r. l 'J
dor de Roma.
'
e 1Ue e cgt O por e::mpcraCAPITULO XL \'Ill,

Muerro el emperador Aureliano z Tacito que desp
d 1
rerno,
fue
Prouo
elea'd
'
ues
bt o por emperador, vn muy notable c: •e
tuoso cauallcro. Este, coma lo caualleros
. '
virhuesres romanas en Oriente po Ji ..
que c. tauan enla.
d'a
r ue11;a z contra u rnluntad lo
to ron par emp ra&lt;lor, conoci ndo cl la r b .
.
caroa del imperio, dixoles tales palabra . &lt;t Ca. a1olsla 'l pel1grosa
·
· ·
b
· c .ma eros no \'O~
'- 0 nu1ene 111 \'lene ien sto que fazede .
. . . b" ,
.
daredes comi o. Ca ·o
. nunca \JOS ien concors· !!lliend . g
) no ,o podna complazer ni falagar,
t.g
o me tras \'Oluntade coma vosotros queriades ». p
~ ,i'3u~lleros,, ?o cu~and~ dcllo, toda via lo hizieron emperad:~
c or eno e irnpeno oriental z ,·ino
R
.
que alli Il "0 fue le d 1
.1·
•
e a oma, i al tercero dia
,
al a auut nc1:1 por d sena&lt;lo en I tcroplo
IU:.'tTE IIISPA.\'IQCE.

C

�HERXA • PEREZ DE GUZMA ,

dela concordia, z alli ell Su llroposil:ion nm: otras palabras dixo
e. tas:
Fabla dd cmpcrador Prouo nel scnado romano.
CAPITUJ.0

:-..ux.

d
_: ptos el :uio pa ado la
« D recha ë: orùenamcnte, pa red. con c1~rad~r ;1 seùorio del
.
b 1ionidad vucstra io emp
..
clcmcnc1a i e1_
. di s u semblante juyzio i prou1s1011
mundo. E pluguiera alos O q
un'Î ra as i como eredcro
do floriano i no pres •
oui~sse espera
.
el m erador, i prouar, \'surpar ,
dcz1rse hcrmano &lt;l Ta ltO,
p
d i ancha horden de
l .
. Ca entonce esta gran c
tomar e unpeno.. . roue •do d l impcrio a el o a otro. E por
,·uestro senado ou1era p.
ù
bar el im11erio yo por
t autondad prouo e ro
' ·
1·
que e s111 vues ra
li do al nombre imp ria 1.
los caualleros de vucstra ~rneste so ama&lt;le hazer to&lt;lo lo que sca
en m1 era so pre to
Empero t:n quanto
' d d i ordenado » E como el,
nor la ,·ucstra clemencia man ab~ .
fi11 a su r.azon d conr
•
•' '
diziendo
otras i mue has razones, 1z1essc
sui Maulo Taciano fablo en ta! manera :
Fabla ù1.: 1aulo T aciano, consu 1, cnc1 eoado, al razonamiemo
de Probo.
C.\PITULO L.

. a1os d'1 · e inmortal s o padres
d
a J s orac1as
D
amos gr n . ::ron quai si1.:mpre es.
Je ml nrincip no proue ·e ' '
con ·cnro , qu
, r .d
t niendo a Prouo non nos 1:s
0
Ca i bien lo cons1 eramo '
d
l)or
. eam :
, d I nobles emp rndor pa a os.
n cc ano bu car algunos e o
.
a Alexandre no a
.
''
' .
11011 a Tragiano, no
cierto non a Aure Iiano,
. d d aqu llos on 1un.
A
· ca rodas las nrtu • 1: '
•
Claudio, no a momo,
Il . la piedad la clcmcnc1a, la
L arte dela caua ena,
' '
taclas en e te. a
d I
bl"ca el de seo de crccer
'd d d ·I -·da el amor e a r pu 1 ,
. d
onestt a c a v1 '
'.
d la prerrogatiua dda nrtu e. .
1 impcrio, y n ondus1on, to a
&lt;1

MAR DE I TORIA .

Por Io qua1 vos pr umo, o santissimos padre , quai parte cl I
mun&lt;lo es en que a Prouo 11011 sintit'sen por venc dor, testigos los
marmandos, vencidos por tl en frica, tcstigos los fronce t:~,
\encido por cl en los canpo delas langunas. ab n lolos alemane.
allende del Rio d l Rin. Pues que dire delossannata lo godos, lo.
pcrsiano ? No por cicno aigu na co a ni parte, Jondc no re plandecen las virtude de Probo. Lu nga co a seria de comar, quanto.
rcyes el vencio, quantas naciones ojuzgo, quanta · gracias, quai s
loore los nuestros emperadores passados por dlo le &lt;lieron. Asa1.
lo declaran la canas qu a nos embiaron, las qualcs oy cstan
ensertas en nu tr.is e crituras. Este, seyendo mozo, mcreciu
aucr el tribunado y dende a poco fuc hecho capitan &lt;lelas
1 giones. 0 Juno de a! o tu, prince a de las virrud s, Minerua !
z tu, deesa dela concordia ! proueed al senado i pueblo de Roma,
i alos caualleros z naciones estrafia &lt;lesta sincrular gracia z bcncficio que este nuestro princip ta! sea mp r:idor, qual foc cauallero, z an i gouierne el inperio, quai cl rrabajo. Yo en conclusion, padres conscriptos, le apropio z; do cstt: sobr nombre por
muy ju ta.s razones, qu sea llama&lt;lo Cesar 'l Agu to &gt;&gt;. Todo d
cnado con al re
oraçones aprouaron esta proposicion &lt;lei
consul.

01,; como Prouo, aprouado por consul, fue conrra 'aturnino,
fra,11.:cs, que se llamo cmp ra&lt;lor, h mbre ·abio z templado.
CAPITULO U.

Ansi como Prouo foc fccho emperador, mouio sus huc.-ste~
contra aturnio, vn prin ipe, que tomando ritulo de enperador,
se auia alçado con Egipto i con parte de Africa. E porque C5
neccsario aqui dezir quien fue este aturnino 'l omo fu alçado
conel imperio, conraremos como el fue abio z discreto princip , i como conociendo lo peligros i trabajo qu son en 1
imperio, lo rccibio por fuerça z contra su voluntaJ. Pues fu

�HERXA • PEREZ DE GUZMA ,

dela concordia, z alli ell Su llroposil:ion nm: otras palabras dixo
e. tas:
Fabla dd cmpcrador Prouo nel scnado romano.
CAPITUJ.0

:-..ux.

d
_: ptos el :uio pa ado la
« D recha ë: orùenamcnte, pa red. con c1~rad~r ;1 seùorio del
.
b 1ionidad vucstra io emp
..
clcmcnc1a i e1_
. di s u semblante juyzio i prou1s1011
mundo. E pluguiera alos O q
un'Î ra as i como eredcro
do floriano i no pres •
oui~sse espera
.
el m erador, i prouar, \'surpar ,
dcz1rse hcrmano &lt;l Ta ltO,
p
d i ancha horden de
l .
. Ca entonce esta gran c
tomar e unpeno.. . roue •do d l impcrio a el o a otro. E por
,·uestro senado ou1era p.
ù
bar el im11erio yo por
t autondad prouo e ro
' ·
1·
que e s111 vues ra
li do al nombre imp ria 1.
los caualleros de vucstra ~rneste so ama&lt;le hazer to&lt;lo lo que sca
en m1 era so pre to
Empero t:n quanto
' d d i ordenado » E como el,
nor la ,·ucstra clemencia man ab~ .
fi11 a su r.azon d conr
•
•' '
diziendo
otras i mue has razones, 1z1essc
sui Maulo Taciano fablo en ta! manera :
Fabla ù1.: 1aulo T aciano, consu 1, cnc1 eoado, al razonamiemo
de Probo.
C.\PITULO L.

. a1os d'1 · e inmortal s o padres
d
a J s orac1as
D
amos gr n . ::ron quai si1.:mpre es.
Je ml nrincip no proue ·e ' '
con ·cnro , qu
, r .d
t niendo a Prouo non nos 1:s
0
Ca i bien lo cons1 eramo '
d
l)or
. eam :
, d I nobles emp rndor pa a os.
n cc ano bu car algunos e o
.
a Alexandre no a
.
''
' .
11011 a Tragiano, no
cierto non a Aure Iiano,
. d d aqu llos on 1un.
A
· ca rodas las nrtu • 1: '
•
Claudio, no a momo,
Il . la piedad la clcmcnc1a, la
L arte dela caua ena,
' '
taclas en e te. a
d I
bl"ca el de seo de crccer
'd d d ·I -·da el amor e a r pu 1 ,
. d
onestt a c a v1 '
'.
d la prerrogatiua dda nrtu e. .
1 impcrio, y n ondus1on, to a
&lt;1

MAR DE I TORIA .

Por Io qua1 vos pr umo, o santissimos padre , quai parte cl I
mun&lt;lo es en que a Prouo 11011 sintit'sen por venc dor, testigos los
marmandos, vencidos por tl en frica, tcstigos los fronce t:~,
\encido por cl en los canpo delas langunas. ab n lolos alemane.
allende del Rio d l Rin. Pues que dire delossannata lo godos, lo.
pcrsiano ? No por cicno aigu na co a ni parte, Jondc no re plandecen las virtude de Probo. Lu nga co a seria de comar, quanto.
rcyes el vencio, quantas naciones ojuzgo, quanta · gracias, quai s
loore los nuestros emperadores passados por dlo le &lt;lieron. Asa1.
lo declaran la canas qu a nos embiaron, las qualcs oy cstan
ensertas en nu tr.is e crituras. Este, seyendo mozo, mcreciu
aucr el tribunado y dende a poco fuc hecho capitan &lt;lelas
1 giones. 0 Juno de a! o tu, prince a de las virrud s, Minerua !
z tu, deesa dela concordia ! proueed al senado i pueblo de Roma,
i alos caualleros z naciones estrafia &lt;lesta sincrular gracia z bcncficio que este nuestro princip ta! sea mp r:idor, qual foc cauallero, z an i gouierne el inperio, quai cl rrabajo. Yo en conclusion, padres conscriptos, le apropio z; do cstt: sobr nombre por
muy ju ta.s razones, qu sea llama&lt;lo Cesar 'l Agu to &gt;&gt;. Todo d
cnado con al re
oraçones aprouaron esta proposicion &lt;lei
consul.

01,; como Prouo, aprouado por consul, fue conrra 'aturnino,
fra,11.:cs, que se llamo cmp ra&lt;lor, h mbre ·abio z templado.
CAPITULO U.

Ansi como Prouo foc fccho emperador, mouio sus huc.-ste~
contra aturnio, vn prin ipe, que tomando ritulo de enperador,
se auia alçado con Egipto i con parte de Africa. E porque C5
neccsario aqui dezir quien fue este aturnino 'l omo fu alçado
conel imperio, conraremos como el fue abio z discreto princip , i como conociendo lo peligros i trabajo qu son en 1
imperio, lo rccibio por fuerça z contra su voluntaJ. Pues fu

�5-H

IIER, A, • PEREZ DE GUZM.\N

. r . ùelo franc es, pero criado en
acurnino del anuguo ina:rn , sahio y experto enla arte Jda
Roma; , como el fuesse d'
s lugares muy notables actos.
muchos z 1Uer 0
b.
guerra, izo en
mbre delos franceses, cra muy temEste, contra la comun co~tul v entendia mucha enlos negoplado i ordenado en su ~c \O :
fuerca z contra su ,·oluncios dela republica. uo el impelno .porpor f~erça se le hizicron
lleros de su rneste
l
tad. ca o caua
d' . do a grande bozes: &lt;c •
ton;ar, llorando el mu . fucrte )' b1Z1e1\1 c·1t1dad;no. "·o, ,, ùezia el,
br . d, Roma vn ue1
, , ' J
•
pierde la repu IL:t. c .
•
_1 lo mauros de Afnca que
&lt;&lt; rt!stiru ' las Galia al unpenoE, e.. ~
mas a que &gt;&gt; dczia cl,
.
v
. . fique la
spanas,
'
•
la teman. i o p,lCL
on la afecion enganosa
d
sta.s
co
a
pues
c
1
.
1
&lt;&lt; aprouec 1an to a
' 1os. caualleros por fucrça e v1 .
;, p , -on toli o esto
.
· 1 y 1entonce, manPerec1eron . J&gt; ero c
. 1 ornamentos tmpena es.
.
1
tieron la purpura 'l os
. a . « ' o sab ys, &gt;' d1xo c ,
d
hablo en esta gui • ·
dando callar a to os '
1· osa cosa es , crrauc ser
.
lleros quanto pe tgr
d
&lt;( o am1go i caua
j
d tiene sobre la ccruiz ; cerca o
emperador. Pensad que ~ e pa ~
œme a todos i aun ala.s
'
.
.
bl i cuch1ll0 . ; s1empre
esta de vena o
C
. d esta de sus enem1go , nunLa
,,uarda d u cuerpo. on miel ue ·onle toma sabor; nunca
0
•
• nca en o q
..;
,
emiro
de sus am1go . i u
h
cruerras z batalla par su
0
d ù
· re . no aze su
va nin esta on e qu1e ,
d l'beracion. Toda edaù es
1a armas on e 1
•.1
·1uyzio. nunca ton
.
. .
. . 1abile y flaco es amuo.
'
1
dor . s1 v1e10, par Ill l
•
tachada ene empera
. l
.
Con iderad comp:m ros,
furio o y ,·o untano o.
'
i
•
1
i e . moço, par .
.
d· la mucne. Empero, » uez1a '
1
F
que en me dar e,[ 1mpeno me . ,lll •
e no morire so o l&gt;- •
.
rc en m1 muertc, qu
.
.
1
cc ,·na conso ac1on au
.
. bl o le en•.,aiio u tmag1tc sab10 c: not,t e o n
l"I
n~rdadcram nte a es
li
·on el cmperador Prouo,
1 ban ·t qui! ouo "
nacion; c.t en \'na so a . . •. ·I Despucs que el noble cmpcmurio c: mud1os ddos su ·os ..;one . .
uistadas las Galias, ,·en.d los a rmano~ Y ..onq '
• ·
rador Prouo, -.:enc1 o
·l .
auian ocupado la prou111c1a
cido los barbaros i los sarma.. \as ~ued a los oodos 'l librase la
..
_ . bido en su an11sta ,
d
de llmco, " re...
. . de \'Il hùron mu,· po cro o,
•
•
1
v
r·a dela nrantJ
•
·
promn ta u isau i,
.
d 1 . 1 - matandolo, tanto
que auia nombre Palfurrio, ,·enc1cn o o ,te c.

MAR DE I TORL\S

manifiestos fizo us hechos en rientc, qu el rey delo parco ,
Nar eo le cmbio su embaxadores con muy grandes presentc ,
demandandole paz. E quando el "io Jos clone i prcs mes delame
de si, dixo vna palabra que bien acordaua con la magnificencin i
alrczn de su cor.1çon: « Marauillome », dixo el, &lt;c del re,·, 'ar eo;
que &lt;le todo lo que en breuc a de . r mio, tan peq1;c1ia parte
me embia ». E de alli, boluiendose para Roma, ,·encio al principe • arurnino, d quien su o es fccha relacion. E asi este
,·alicnt principe, a o egadas so su impcrio rieme y Ocidt:nte,
,·ino e a Roma por re ebir el triunfo. E alli fue recebido con
grande alegria z: plazer del senado z de todo cl pueblo, z: rriunfo
alli par cinco dias. Lo quai de ranros dia. nunca a orro emperador fue be ho . Y entre otras marauillosas co as qu el cmperador alli traxo delas tierras que conquisto, por mostrar al pucblo su magnificencin c: grandeza fizo cercar roda la ciudad de
arboles, que parecia \'tla montaiia roda ella, y en diuer o. lugarcs
fizo poner mucha animalias z hestias aluaj s en e ta guisa :
prirnero, mil abestru7.es, mil cieruo mil jabalics, cien 1•ones pardos dclo de Libia, que olo el bramar delos Jeones parecia que
trona e. E in esra , otras muchas animalias brauas, delas quales,
par al~rar el pueblo, dexole fazer dellas a su rnluntad. Entre
todos los loore desce emperador Probo, aqu ste fue mu • Joado
delos ystoriadore : que dexo de sus criado z: familiares muchos
daros y excclenres principes z duques enlos oficios z: dinidade. del
impcrio. Ca de su criança z: dotrina fueron Diocleciano Cosrancia110, Caro, A. clepio, Leonides, Ciropo, Yiciniano, delo quai s el
romano imp rio foe muy scruido z: bonrado. E destos, aigu nos fueron emperadores, ansi como Caro z Diodeciano. Verdadcramcntc
:rnsi c , que aun bueno z: \'Ïrtuoso principe siempre le plazen los
buenos i notable caualleros, z: de aquellos fia t con ellos faze Ios
grandes fecho . As i que no sol:tmence el par su per ona vsa bien
dela seiforia, mas de pues de su ,·ida dexo el impcrio proueydo de
buenos principes, a si para seruir coma para regir la republica,
i del mal Tt!)" o emperador se puede e perar todo el contrario.

�HER.'AN PEREZ DE G ZMA.'

De Graciano, cmpcrador, z de Teodoso tambicn emperador,
na curai de E pana; ambo ·, catolicos crisciano , hizieron buena_s
cnsas.
C., PIT

'LO 1.11.

El noble z carolico cmp rador Graciano, fijo del cmpcrador
\'alcntiniano, començo a re rnar en 1 afio &lt;lel sciior &lt;le trecicncos z ochenta z vno z reyoo; fue c ce Emp rador asaz ensciiado
eolas ciencias ; fablaua la rerorica bien i polidamente z abia
componer cancioncs. Era muy diestro z vsado enlas arma ; no
passaua dia en que, scgun la antigua cosrnmbr de romanos, no
exercitase i vsase, o en lançar lanças o n tirar on arco z ballesra . . Fue mu , templado en su corner beuer, mucho ofridor
de sueno, mucha continente z guardado de luxuria. E finalmcntc, egun las c carias del cuencao, fue princip complido de
muchas virtudes z boodades. i assi fuera cxecutiuo z diligente
cerca delos oegocios dela republica, como era auisado z &lt;liscreto
&lt;lelo quai e puede aqui uotar · que mucbos entiendcn i aben
bien Io que deu o hazer i lo que es necesario a bien regir z
gouernar, t a cerca dela ex cucion son remisos i ne 0 ligeotcs, v
nos auisan ni paran mientes; que el saber sin execucion es vn
cuerpo sin alma. E a si est enpcrador Graciaoo siendo dorado
dela retorica z dela plarica, era priuado. Y estas do maneras dé
r torica i platica on juntamente muy necesarias en todo ofi io
t art i diciplina. Pero es verdad que la natura ha muy grand..:
poder, t qualquier que naturalmente t de su propia natura es
pesado, remiso z negli ente aun que s le entieoda lo que deuc
hazer, no se puede espertar ni mouer alo pooer en obra. E tornaodo al proposîr , corn e te mperador Gracia no, despues dela
muerte del emp rador , alentc, su tio, viesse muy turbado i
caydo el estado del imperio, acordando e dela prouision que el
cmpera&lt;lor erua hizo ala republica, profijando a T ragiano, enperador, dexandolo por sucesor del imperio, a esta mesma m:mera

MAR DE ISTORI o\S

547

el orJeno de prouccr al peli o en
.
impcrio. y emb·o
T d gr_
que t:n u t1empo esraua el
1 par
eo o 10 a Es - d
ygual consenrimiento de todos I p~n~, d ~ era nat_ural, ' con
la purpura, i tomole J)Or co
-n a ciu a e Esm1rra vi tiolc:
. .
mpanero en 1 · · d
.
reg11n1enro Je riente E T. &lt;l • . pnocipa o z d1ole J
..
. . te co os10 lue nat l d -c.
fiJO del conde Theodo io
f
ura c .1::.spa1i:1 z
.
. ' que ue mu,· bue 1
1·
.
ttano. y ansi el fue mur cator.
. .•
1 o i cato ico cri.•
tl;o en tiano " mu . ar d d {'
or t rcparador deh. repu bl.1ca romana E JJ
b an e t:u:.'n1as ystorias
que enel i·e to , cne 1 cuerpo , co t '· b ee:.e en
.
,
radar Tmaiano de cuyo lina· d • d~m res semeiaua al cnpcJe etcn ia se!nlo
1
nos ystoriadores . Fue Til odos10
.· muy 'piad
.
que P aze a alrru1
cordioso y mu . ygual a tod
· 0 0 i mue 10 mi erios tanto que solan
· d'r
entre el 'lo cauallero enla' ur '
1e~te~u1a 11crencia
franco y liberal a rodas p' pl pbura y enel ab1to unperial. Fue
cro a os uenos ra mu ,
fi
1argo. y amaua los ciudadanos
r
. . ma rauc i
Jaua arandes d
' P o~eya alas dimdad s z oficios ,
o
ones a1os que el ent1a
.
muy dubdo os z los f.alJ ·•
. 6· !que auia prouado en casas
.
...ua ass1 e e z ala
bl'
qu1l'r gue e te Teodos1·0
, rcpu
. mue ho loase z apro
. , 1 ica.b Corno
l'mperador Tra.aiaoo, pero t",.c
" h
aua 1o deIa ,rranuascd' as· o ras del
de fazl'r ouerras t batallas
Ca d . l
ci
co ic1a que ouo,
• ·
ez1a e que la b t U
buscar ni de procurarlas M
d 1 • s a a a no eran de
quan o el as se mouie
1
&lt;l udasen z; respondiessen· a as
el!
F T
.
en no as
cnla . ciencias z muy estud'
as. ue eodos10 a saz ensei'iado
sab r lo hcchos &lt;lelos _10s~ t amaddor del aber. Plaziale mucha
pnnc1pes pasa O E
d
llaua que cruel i tiraaica
.
. • quao o al!?Unos famente aman vsado afi
.
sus obras crueles z soberuia F
' , eaua t maldezm
como niniruno no se pued'e· ue ~1,npero este tan noble principe,
0
natma mente neoa
·
pero enla justicia• z que se rebat aua mue J10 conb'l::ir, yrnguroso i a 1
que le parecian mal
.
' fieclias · p ero s1. 1e upl1ca
I a por as .cosas
.
naua a perdonar E de a . .
.li
uan, uego se mclt.
qui vmo aque o q
A b .
repreheodio d Ja ·
. . .
' ue saoro m ros10 le
l .
ngurosa JU ttc1a que:: fuo enla ciudad d T
omca z le fizo prometer que .
1
.
c esata e; mas que como fue
. pdrnas a guna emeoc1a no execuse ) ra o traxe e 11or
.
Yeynte y quatro !erra del a b
d1
•
u memona las
. . c. e o gnegos, porque ocupado

�IIERNA~ PEREZ DE Gt'n!Xli:

en tal pcnsamiento, saliesse de aquella sana. Hazia este emperador sus corn bites t fiestas alegres z plazientes pero no desordenadas ni de mu · superfluas espensas. Y era muy templado en su
com r r beuer. Y por esto la ma ·or parte del tiempo biuia . ano.
Ant que ouies e el imperio, ouo por mu 0 er a Placela, muy
noble z mucha onesta • deuota cristiana, dela quai ouo fijos a
Archadio z Onorio. E de pue questa murio, tomo por mu er a
Gala, fija del emperador \'alentiniano el primera z de Justina,
Jela quai ouo fijo a Placida. Placela, la primera muger de te
emperador fue muy complida de virtudes y mucho si rua de
Dios z amiga delos pobre z delos ospitales, -;iruiendo los 'Z
fazieodo rodas las casas z oficios que perteneciao. Fue t:rnto
b nigna z vmana enla fe ' temor ùe Dio , que bien concordaua
con las virtudes de u marido · ca oluidada su excelencia d l
imperio, no se podia dezir con quanto feruor de deuocion z con
quanta humildad honraua los sacerdotes dclas yglesias, z con
quanta humildad trataua los pobre . Ca alos eufermos por sus
propia manos los cataua z los aministraua las casas nece arias a
su salud. E aun tanta era u dcuocion z hurnanidad, que alos
vil s y baxos oficio · se ponia, no dando lugar alo sieruos z
peque1ios ministros que lo hizies. en. Ca ella por sus propias
manos los trataua. ndaua la noble y deuota emperatriz por
rodas las casas delo pobres enfermas y enlos ospitales. Y ella
leuaua las ollas en que gui auan los manjares delos enferma. ,
z los ,·a os y taça en que beuian, · lauauale los pies. En todos
aquello oficios complia que alas casas delos pobres eran nec sarias. Dizia ella muchas vezes, qu ga. tar lo. resoros del imperio
en tales hechos y obras era ju ta z conuenible cosa. « E », dezia
ella « por la salud c:: bueo estado del imperio ofrezco a Dios los
sus rcsoros ». E dezia al emperador, u marido : « Conuiene te
pensar, emp radar, z traer a tu memoria que fuy te z que ercs
agora. Y i con diligencia te acuerdas dcllo, nunca eras desagradecido a Dios de tantos b neficios como del as recebido ». E a si
por la buena fc d l mperador z por la dcuocion r humildad de

.\IAR UE ISTORIAS

5..J.9

u mucrer dio nue tro enor
• en todo s · ·
d
pro peridad Es aqu· d
u nempo ello oran&lt;le
· ·
1 e notar que O
•
muchos nobles emp rado
,
. mo ~u1cr que en Roma ouo
res, por c1erto , b' ,
d'l'
e catan las vstorias no f: Il .
'
icn z • igence mente
ouo que los ·natural~s de~/ ~•a ~u~ ,mas not~ble. enperadore
rcs que Trai'ano Tert1a .,. A. dpa.na. Pa e os g nttles no ouo mejo' • . • "F nano . ues de1os en· ttano
·
como los dos Teod
no tales
osio • ue este empe d Th d
&lt;lelas \'Ïrtu&lt;les z fe z d
. _
ra or
eo osio, allende
uocion " 1etra mu , fi
d
ro o. Ca el assi como ou 1 .
.
} ' es orça o c:: cauallc0 e 1mpcno los b b
.
'
1
venc10 z libro 1a uerra
.
de1imper
.
.
o d ' b' . ar aros z os r,crodo
a Maximo, tirano, que matand~ ale su 1ec1on, z ma~o en batalla
aJça&lt;lo con el imp rio . z d
emperador Graciano auia
.
'
e pues maro z vencio E
.
nrano que auia n1uerto I
a ucren10, otro
a mperador V 1 · ·
emperador. Todas estas b t Il
a entm1ano, z se llamo
·
· a a a , no solo la , · 1
mas aun con oraciones 'l
.
s , enc10 e con armas,
ayunos. ' preE!llnt
. d
rc. puesta z consei·o alos ·d 1
.
o
aua ni emandaua
) oos 1110 a adeu·
fi
.
su~ batalla ' mas embiaua p
mo que n aunan
or
u
canas
a
rogar
.
.
.
1
a1os anto hermita,·1os de Eg'
mu) '1111
o1pto que h"· .
. mente
sus deuoras plegarias. y por la b ' fi 1z1 sen a D10s por el
Dios, mere. cio auer respue ta de~:~:d ~ y esp~rança que auia en
bre, el quai Je certifico el dia en ue u~n,, n_ m~y samo hom~ tirano, )' cobraria la tierra delqim au~ia la v1tona de Eugenio,
rndad z- humanidad &lt;leste
bl
peno. Tanta fue la benigno e enperador q 1
•
go&lt;los, que guerr auan contra l .
.
ue a genre dclos
.
impeno z le e
nos, ,evendo la nobleza z CT d 1 ·1
ran muy contra• · .
' r,ran e lll1111 dad del
a·
senono ellos, z con ellos el u re A
.
, ' . se ieron a su
g-odo a Yer al emp rador a C y . taoanco. Y vmo el dicho rey
.
, ostantmopla z fi d 1
·
6.
maramllo a fiesta )' con ale . E
ue e rece ido en
•
' gna
como el
·
miento dela ciudad z- la a. d · bl .
rey nesse el asentaiao
e
po
ac1on
del!
1
•
de sus edificios c: la croue
.
a Y a man1ficencia
,
::,
rnac1on z a1Jarato d 1
. •
mucha nobles que ail,·
fi
'
e os pnnc1pes c: de
'
a ,·na esta eran • 'd
v
entrando enel palacio imper1·~1 - .
\ cm os. r de. pues
" , " v1esse los •d·c .· d 1
ordcnanca
· dela casa del empera dor z; d I
fic ·t11c1os. e y la
mue ho fu ra de si. E diz qu , b Î . d e o o ..:ws della, e taua
., e o uten osc al emperador, dixo le

�HER.'A.· PEREZ DE GCZ~!AN

~f.\R DE ISTORlAS

c tas palabras : c, E si contra tî su mano alguno qui 1er al~ar
culpado eria de muerte. 1&gt; Este fue el primero eroperador
romano que cnteramente fu cacolico cristiano. Ca el emperador Co tantino como quiera que fuc crisriano z: doto ala ygle ·ia
tan copiosamente, pero non pcrsiguio tanto los creges ni mando
por todo cl mundo dcstru •r los templos ddos ydolo , como

Dela magnificcncia del emr1erad
maneras z de su deuoc1on
. , ciencia.
t
or Carlos t de sus actas c:

550

Thcodo io lo fizo.
h cada Yno delo otros cmp radorcs aun que cristianos fut:ssen, siempre les quedaua al o delas costumbres t cerimonias ddos
g ntil s. Pero este noble principe de toda part fue claro z limpio de todo error de m:ùicia dcllos.
Del empera&lt;lor Carlosmano.

CAPITCl.0 Lill.

El empcrador Carlo. magna quando ouo re •nado en Francia
tr ynta z quatro aùos auiendo amini trado el reyno magnifica y

gloriosameote, fue fecbo emperador de Roma enel ano del efior
de ochocientos t dos anos. Y en su tiempo d 1 passa el imp rio
dclos grieaos alos frances s, auiendo durado el inperio n Grecia
enlos emperadores de Costantinopla quatrociento t sesenta t
ocho aùos, desde que el gran Costantino paso la silla imperial
de Roma a Costantinopla. Lo quai fue causa de grand confo. ion
ë: turbacion ala c,loria d l imperio, auicndo en diui ion do
emperadores. Fue diminu •da z amenguada la pot ncia del impcrio por la nueua t no '" ada mudan a.
desnencurada ciudad
romana ! que aqu l excelentc • manifico podcr que en orro
tiempo fuc a todas las gentes vcnerabk i dina de gran rem:rencia,
el quai fue por lo antiguo virruo os romanos ganado i acr cenratlo con grandes trabajo , agora es partido entre dos naciones,
france es • griego , lo quale sicnpre aborrecieron no digo tu
scnorio, mas tu nombre.

55r

C.\PTTCLO r., Ill.

~.;~:~d id

fuc d empcrador Carlo i
p~ro no mas qu ala n:uu;·al;
r~busto cucrpo, alro ao;,17
OJOS grandes c: pricro
la
·.
•
a
e su
'
oanz vn
1 talle convenia . I,o,s
quan d ya fue Je edad poco u ·nga, los -abell
1 ·bl
' , &lt;:anos t muy li
os,
p az1 e, todos los miembros ,
crmo os, el rosrro alearc '
cstando a emado o I
jgualmenre compuesto .. ~
. Q
euanrado parec1·a e 1 1
' .1s 1 que
no. uando an daua •ua der h
·
fi 11 e a auto n·d ad del impe11est0 de1 era varonil' , r . · ec La
o ' nne I qu e ro &lt;l o cl cuerpo i:-.
o
. b"
ex10.
boz
d
"
nuenia icn ala gran&lt;leza t fo 1 • gran e ë: dara, rai que
de buena. complexion s:iluo
na eza de u cuerpo. fue sano adolt:cia a m nudo de, fi ebres que
. e,c.
E ,quatro a1'ios ante que n1u nes
queaua vn poco del Yn . . E ) a poco antes dcla mu erre co,
sanidad, mas se reg·
pie. n sus cnfermedades ' a , xl1
ia por su alu d .
un en a
a os quales cl aborrecia mucho e {.10 que par coosejo de fisicos
~uerpo, a si que cada dia caua.l saua mucho cl exL·rcicio deÎ
Entraua muv a menud
- gaua 'yua a caca z a mo
Nd
J
o en vanos d
.
nte.
a aua muy bien. Ve tiase si m
e aguas calientes naturales.
que las manern de ve. tir dela
ala i_nanera de Francia. E aunta i genriles, no las queria ,·e tirasE~ac1ones fu ssen mas opuesmuy poca diferencia auia del a.l~s. su traer era tan llano, que
enlas grandes solenida&lt;les - 11
otr~s gente comunes. Pero
de
paiio
d
"
eSras
Yesuase
mU), prcc1osamenrc
. .
.
e oro i perlas )' corona d
c10sas . Fuc en su com r rem I d e oro con pied ras muy prehendia , denosraua l b
p a o, , mas enel beuer R
d d
euer demasiad .
· eprc111a~ e os o tr s vczes p
o ' nuoca el a ce11a beu.
r _
· • • ero no era
'
ia
1
~ el dezia que el
ene comer ranto absti
C b.
poco comer enfla
.
nente.
om ires hazia poca vezes I
quee1a mucho d cuerpo
entonces hazia los muy ma~ .; uo enlas prin ipalcs fiestas. Pcr~
•
1 cos i costo os tnucl10 Y en rande

°

o::e

�552

HER. \ .' PEREZ DE GUZM.\ '

numero d combidado. . Ala yantar z ala ccna comia de quatro
manjares, sin las carnes de us monteros de \'enados que le
trayao, las quale el comia mucha de grado ma. que otra ,·ianda.
Ala me a mandaua qu toda via le leye en la y toria delos
notables fechos delos antÎ!!l.lOS principes, priocipalm me los
libros de ant Augu tin, dela ciudad de Dio . Era este emperador
muy bien razonado, an i que podia dezir i declarar qualqui r
r.1zon muy legitima i li 0 eramenre. E no solo en su len!!l.la d
Franci.1, mas aun en otro lenguajes e tra110 se dio a aprender i
fablar. Entre lo otros lenguajes an i aprendio la leno;ua ·talica,
que todo honbre diria que era romano. L-l lengua de Grecia
entendia mejor que la hablaua. Plazian le mucha las artes liberales ' cra enellas mu , cstudioso. Honraùa mucho alos mac tro. i dotores della . . Enla 0 ramatica fu su maestro Pedro, pi ano,
' nias otras arte ouo por mae tro a lcuyno, hombre muy
sabidor. Era este Aleu •no namral de Ingalaterra, muy arandt:
letrado, i de bucna z one ta vida. Fue embiado por los inoleses a
tratar paz conel emperador Carlœ, z fue d l bien i benignamente
recebido, i quedose alli conel ; ë: del aprendio el cnperador
todas la :utes liberales z mayormente la a trologia, que era
cicncia en que el mucho se deleytaua. E a in tancia z ruego
de. te Alcuyno fizo pas ar el esmdio delas artes liberales de Roma
a Paris, e!!l.ln que otro tiempo de Grecia a Roma fuera trasladado. Fuc cl enperador Carlos muy deuoto principe, z amo ë:
honro con grande deuocion ala religion cristiana. Edifico z fizo
muchas y0 lesias, z dotolas de grandes po esio11e. z guarnecio las
de muchos z pre io os oroam ntos. E hazia enellas continua i
solenemente celcbrar los diuinale oficios. uia el noble y Jeuoto
emperador mu , singular cura a cerca del ostenimiento d lo
pobres z no solamente en su imperio, mas enlas partes dtramarinas, an i como en Siria ' en Egipto z frica y obrc todas
en Jherusal m, alli do el sabia que los cristiano trabajauan por
fambre i pobreza i dura seruidumbrc, cmbiandolcs cada a110
arandes limo. na para u mantenimiento. uia en sinaular \'ene-

\IAR DE I TORIA

553

racion reuerencia la •valt: 1·a, dc. san J)t: d ro d l'
I
11onro i guarnecio de n1u·I
d'
e ,oma, a quai
10
.
c;
s i merso d
d
' de p1edras preciosas . . . 'o fue a)a
ones e oro y de plata
tantino, que a . i como
un emperador d spucs de oseste por su obra b. 1
ea no solamente Ja vglesia
fr
d c. tra aio a noblecie e.
..
•
ue guar ada }' defe &lt;l'd
por su d11igencia ' ordenan - d 1 •
n i a por el, ma .
'
1ra
e , as t como
d
d
l
to as as ocras vgl ia f
d
ma re i mae tra de
. 1..
J
' ,
ue or enada v enri
'd
su ll)O d emperador Ca ·I .
•
quec1 a. A ccrca de
I os touo esta O d
1
to das las cosa los h1'zo ap d l
r en z reg a: Ante de
·
, ren e r ·1s a t , 1·b 1
cdad lo pudo ofr1'r 1 • .
• r es t era es z de que u
, iazia que cada d'
1
caualgas n i se arma e
. ia a a manera d Francia
l fi'
' n z se exerc1tasen
I
~s Jas hazia, segun el enxem lo de Ot ~ne monte z caça.
tilar z labrar ï: toda las otra . Pb d
au1ano Agusto, mo trar
•
'
, s o ras c muoe .
u1es t:n baldias ni ociosas D . 1 . b
t&gt; res, porque no csto. au,1 es uena co 't b
one tas dueiias que J
·
'
s un r s, y daualcs
n i mo tra
b
La emperatriz nndre asd..cria
te
d
en uenas co tumbres
.
'
" empera or b' · [. .
·
o bedec1endola el emper d
.
, nuo a ta grande vejez,
a or s1empre z onrandola mucho.

Dd cmpcrador Carlo \' de
romano
' como acrecento d inpcrio
por muchas mancras buena Y por su grande esfuerço.
CAPJT LOL\',

Este noble y rcligioso empcra&lt;lor allcnd. d .
t:nel reyno de ha11c1·· 1 ••
.'
c c aquellas cosas que
'
,1 11zo magmfica i
bl
quc subio ala dinidad • , . 1
'
nota e mente, de put:S
.
' impc.::na, tantos , nlo ·
.
tanto dmos de memor1·a q d
r
no o acto h1zo z
, uc c sus rccho
cl ·
notable y rori·t Ca
. d
.
s se po na hazcr \ na
' · ' por u ll1 ustna z di!' , · 1 ·
.
mano que enlas part
-·d
J
1genc1a e lllpcno rocs ou enta es era ca d
d'
Lorno a sus aotigo 11·m·t .
- .
'y o z per tdo, d lo
•1 c z termmos C G ·
toda aquella prouinc·a
.
.
. a u1ana ë: Ga cueùa i
•
J ' ass1 como neneo 1
.
el no Ebro que nace en
·11
os montes penneo fasta
asti a a cer · d ,
muy abundo os canpo d Es . 1..a e , auarra i riega lo
e p.1na, roda la domo z so1·uzoo
.
o •al 1111-

�554

HERNA

PEREZ DE G ZMAN

perio. Otro i a amas la Esdauonias, Dacia z: Abstria z; Libuznia
z; Dalmacia, sacadas las ciudades que son sobre el mar, qu por
guardar ln :unistad que auia con los enperadores de Costantinopla, non las conqui to. Todo lo otro puso so su ef1orio, z: aun todas
las barbants nacione que on entre los rio del Rin z; Ba tila y
el Danubio, g nte de vna len°ua, pero mu diuersos en fc · en
abico z; costunbrcs, toda las restitu o al pueblo romano. Toda
aqudla parce de Ytalia que es hasta Calabria z; confina con la
mar ù Cicilia, y dela otra parte on la Gr cia torno al sc11orio
dd imp rio. Otro i, acreccnto la policia z gloria del impcrio
romano por amini trader -z; amistanças que puso con grande:; '
poùerosa naciones z gentes, esp cialmente con Aron, rey de
Per ia, 1 quai, sa ada vna jomada, poco menos todo el mundo
sc11oreaua. Tanta concordia i amistad ouo conel, que sobre
toùos los principe ùd mundo honraua -z; loaua al en perador Calos,
i lo juzoaua por d mas notable , manifico principe dd mumlo.
E obrc rodo. los princip lo honraua. E quando algunos men. .ajeros del emperador yu:tn con las limo nas al sancco scpulcro i
lo sabia el rc · ron no olo le otorgaua que pudiess n vi icar
cl santo epulcro i Jar alJi sus ofrendas, ma. mando que les
fm: se ùa&lt;lo en su poridad adminiscracion a aquel ancro y salu&lt;lablc sepulcro z cemplo. E quando al empcrador e auian de tornar, embi:rnale conel\os muchas jo •a , ansi como pa110s, rngul!ntos, especias z otras muclus joyas z cosas dela que son en
ricntc. Y vna vcz le embio ,·n solo elefante que tenia. E assi
portait' maneras z -on talc vircuosas obras este glorio o emperador acrccenco y ennoblecio el imperio. Ouo dela cnpcracriz
Yldt'garte, su muir r, que descendia dclos r yc. delos ueuos,
trt:s fijo : Carlos, Pepino z; Luys. E fija cres : Retraùa \' erta z
Gi la. de algunas mugere ocras auu, que de no le 1 icimo matrimonio, ouo fijo. z fijas. Con cama bencgnidaù ë: clemencia ri 0 io
ë: guardo el imperio, qut' nunca en su tiempo ouo r belion ni
escandalo, saluo vna ,·ez, que al 0 uno e juntaron contra I en
Gernunia, lo quai 1 cascigo asperamente.

,\IAR DE I TORI.\ ·

555

.
rc,·Dedernmo
. el cnp ra. dor Car los, ·a nejo,
tomo a su hijo Luy~,
~,ana, por compaih:ro en I imperio co11 onscmimicnto
&lt;l : .
cl impeno romano.
C.\PITULO L\'J.

.
. de t. 1 .
.Enel trezeno a1io dc, su impeno
aUJend0 acrecentado v ,
bl ·'d
. e g onoso enperaùor
- cnno t'Lt o el unpe .
d
csra Ùo dela -yolesia co11 10 re 1·1g1oso
. . ,. -acol . - no,
• ë. or enado el
trabajado por ve1·ez- )' n1 u1.:-f,as' ùo1 .ncns
~· ,icob.pnnc1pe, r se \'Ïe se
al quai hauia hecho re,· de G .
EÏ' t:_m JO _POr su hijo Luys,
principes ë: varone d··l . UJ~na. 1az1enùo JUntar a todos los
c 11npcno -011 · d .
dellos, recibiolo por ·01n ~
' L. L011se10 c s1 ë: autoridad
L panero z; t!!U [ J ·
.
delos lijo que el ouiera &lt;lela e
.~ ~ e 51 cnel imperio. Ca
auia quedado. y t'sto fecho t npe1,1tnz ~ldegarre, e tt: solo le
.
, ornos a Aqu1sora
11·
qmer que la vei·cz ë: dol· . l
. . ua; i a ,, quanto
enetas e trabaia en
.
yua a monte ë: a caça v
. d
.
, pero cont111uameme
· i
tco1 n o -ill 1· ·
Encro vino le ma fiebr . . 1 . • ' e rnu1erno, nd mes &lt;lL
.· d
, e auia acosrumbrado
.1
ù
ua, e s ab tcner n ·I d I
quanuo a olt:.
J uc 10 e comer cr .
d
absttnencia !&gt;anar, o •·110 mcnos ade1 açar
'
It: en
fi ,6o con la •~randc
dolor del co tado afi • d 1
'
n c re. Pero cn:ciole
" , mcan oc mucho I
d.
cnfcrmedad a . ' d
• b'
' a scteno ia &lt;le aquella
.
' Utt:n o re1.:e ido deuota1
1 .
.
Ù10 cl alma a Dios en ed d d
nenrc a sancta comumon
.
. •
a l'sctntaydo ~
'
1·ranc1a.
E a trezc aiios
f
anos, que reyno l:!n
.
,
què
uc
cmpcrador
,
Aqu1sgraua, en aquella capilla
l ·.
.
tcrraronlo en
famo ·a. y fizicron obr .
lque 11zo por rodo el mundo
.
c su epu rura 'n ar ·o d . d
c:;cnuieron esta letras . « A .
l
o1a o cnel quai
magno, cacholico em 1tirador q~1 es pue_ to I cucrpo de Carlos
rcyoo de Francia rig,·el d 1 ' cl quai a1.:re~cnro y ennoblecio el
11 o o quar nta )' s t
,
•
.
radamente. » y fue p
• . tc e ano. 61e11aucntu. .
.
re ente a sus os quias el a . L .
pnnctpes d I impcrio ë: ar· b'
.
P pa con con lo
condes. y pusieroo lo en i,ol , posl , ob1spos y orandes &lt;luque y
ma .
\'' .
1e de \·estiduras ÎlllJJer1·a1 se epu cro enesta
l •
• nera : tst11:ron
" pus1eron vna
d
cabeça; como si fues, biuo I
corona e oro enla
' o. semaron n \'Oa cadi ra de oro .:
'7

'T

•

�IIER. A,' PEREZ DE GUZMA,"

pusicron sobr sus rodillas cl libro delos quatro euangelios, que
lo tenia d con la mano si11icstra, y enla mano derecho vn cctro de
oro con que lo ataron, porque no inclinase la cabeça a ninguna
parte, y ala siniestra del pusicron vn escudo Je oro que los romanos le auian dado, que a onor del auian fccho.
De como ,·inieron dos monjes a Francia, que dezian que ,·endian ciencias; cl Yno qucdo en Paris.

C\PITULO L\ïl,

Enel ticmpo &lt;leste glorioso y magnifico emperador Carlos,
, inieron n10s mercaderes de Inglaterra a Francia, con los quales
alli Yinieron dos monjes de Escocia, muy sabios t cientificos en
las Jiuinas escripturas y enlas ciencias scglares. Los quales cada
&lt;lia aprcgonauan si auia alguoos que sean cobdiciosos delas ciencias, ,·engan a nos, ca nosotros la ,·cndemos. E tantas ,-czcs las
prcgonaron t lo dixeron, que marauillandose dello muchos, ouo
algunos que lo dixeron al emperador Carlos, sabiendo que cra
mucho amador delas ciencias. Y el luego los mando Yenir
ùelante de si . E preguntoles, si era ,·erdad que ellos vendian la
ciencias. « Ciertamente ll, di:œron ellos, « auemos las cieocias,
eoel nombre dt Dios somos aparejados alas vender alos que las
c.lcmandaren ». Y preguntole el emp rador, que que demandauan. Respondi ron : &lt;&lt; ~osctros no demandamos otra cosa
sino lugar apto y conuenible para el estudio, y dicipulos enginiosos z sotiles, y mantenimiento corporal, sin el quai esta peligrosa Yida no se pu de sostener &gt;&gt;. El emperador ouo de to
grande plazer t rn tiempo los touo a cerca de si. Pero por la
necesidad delas guerras, no podienùo estar el alli continuo, ordcno que el vno dellos, llamado Clemente, estuuiesse en Paris,
dandole ende escuela y muchos dicipulos de noble sangrc, ' mandole Jar todas las cosas necesarias a su mant nimiento. El otro

~I.\R OF. ISTORIA

55ï

monje
. . enbio 'a y ta i·ia ala ciudad d . T-· .
quis1cssen, viniessen a oyr del.,
c l\.. 101a, porque alli los que

fi · Dt... Olfrcc.lo
.
' rey &lt;l c lnolatl:!rra z de sus
bl
zo t..0sas mu , notables.
'
no ~:zas ; d quai

.-\PITGLO L\"IJI.

. End ti~m po del eu p1..·rador Lu ·s -no, qut! lue eoel aiïo de n .
) · ' - tiJo c.lel emperador Lod1;tv se . . . •
ucstro cnor Je o ·h -.
. . ) s anos, re 110 en lnglater . . .
L OLtCntos y setenta
.
r.1 \Il iev mu 1, bl
q u e' au,a
nombre Elfredo El
J
• _ no
e Y muy deuoto
del
reyno
de
mano
d
1
.
quai
rec1b10
Ja
vncion
)' i.:·o ron,1.'
.
e papa Leon . .
) sey meses. De e tos lo .
'.) rc) no ,·eynte y ocho a1ios
los. bar baros. E como ' \Jl s·t nueue
.
,·ez 1 anos o. uo guerra commua
ton·
ma nacion de barbares q~e erane l;rabaiasen mucho enla gue1 ra
c.lela ordenanca
. en sus r"·•I
amados
daiios ' por e ,m1sar
. .
• que tenrnn
.
este rey• en
, amto
· de Jt1rrlar
'""
es
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l'll su g
va . . b :
, Ut:rra, \·1st1osl!
0
en .su . r.ta 1'. y m1ranc.lo
' • • st &lt;.:m olu1ose e f . d con dilio .·
n os anos y entro
alos suyos y dixol
. nenua_ rodol el su fechu , bol utose
.
·
es 1a nerrlioenc,·a
ene 1 r&gt;aJ
d
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.
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G ma a !!Lia d
c.:
e os enem1gos " e for·
ti • r a que
estaua
barbaros se•uro ,. .,." co llll!tIO
: 1OS y 1,0 los ala batalla ' esta11c.lo
loS
.
re): dando rehcncs, promctio ue· e tanto ddlos mato, que el su
~cnan cristiano t luego saldrG d I y los que coud escaparon
techo; ca d dicho rev que a '.1 e Jnglaterra. Lo quai ansi
nta ddos mayores de;; "ente :ab110~1bre Guismundo, con tre,·no qu tstcron
· ·•
. 0 lueg dapt1zaron
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ser, sal1eron
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, • os que en ttanos
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Lcese &lt;leste rey, que como e~' fu~ossc muy grande donl!s y jo{·as.
su c:dad, entendia bien las
. c dep.cdad de
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' escrnuras
- dozc a1ios, Sl' tiu
d
su ma re, a.ssi se dio con tod 1 • c.:ro a mstaocia ' ruego de
q ue poco men os todas las artO 1eruor
r b al es•-r ud.to z alas cicncias
y despues deleytando se m~cl es .' eralc~ aprcndio perfetamenr/
muchos de latin enla kngua 1~ elnl_a lec10n delos libros, traslado
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RE n E IIIJ PA,\ 't QrE. c
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C\PITULO L\ïl,

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1
RE n E IIIJ PA,\ 't QrE. c
u,1 es a gunos son

fu;

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

estas: Paulo Orosio; el pastoral de sant Gregorio; los actos delos
ingleses, gue escri uio el dotor Beda ; el Boecio de consola.:ion.
Fallase &lt;leste sabio z noble rey, que partia el tiempo en esta
manera : Primeramente, las oého oras del dia gastaua en orar y
estudiar z no entendia en otra casa alguna. las otras ocho oras
del dia, enel sostenimiento del cuerpo : comer y dormir y recrear.
Las otras ocho oras restantes, enlos negocios del reyno, los
quales el cada dia por su persona oya y examinaua. Y porque el,
mas cierto vsase de su ordenança del tiempo, tenia en su capilla
yeynte y quatro candelas, que cada vna bastaua a vna ora, z alli
estaua vn su seruidor, gue segun se gastauan las candelas, remouia
al r y de Yn oficio a otro. En sus rentas tenia esta ordenança :
La meytad de sus censos y rentas daua a monesterios y pobres,
y dela otra meytad fazia catorze partes euesta manera: la vna,
daua alos curiales y escuderos gue seguian la carte. La otra, daua
a maestros de diuersas artes para edifi.:ar palacios z otras obras,
que el fazia muchas. La tercera, alos pelegrinos y estrangcros. La
quarta, a pobres enuergonçados de su reyno. La v, a algunos
monesterios que el de nueuo edifico y poblo de monjes traydos
de diuersas partes. La vj, alos estudios delas ciencias. La vij, alas
yglesias z cristianos de vltramar que padecen so el y11go delos
infieles. Las otras restantes guardaua para el mantenimiento suyo
z de sus hijos. Traya consigo vn salterio, porque cesando de
negociar, luego leya enel, por no pensar en otras cosas vanas z
rnundanales. Yaze este rey enel monesterio de Vandona que el
edifico.
Del noble cauallero llamado Saladino, soldan de Babilonia.
CAPlTULO LX.

Enel aùo del Senor de mil! z ciento y veynte y tres a1ios,
murio aquel magnifico y marauilloso principe, Saladino, varon
muy vsado c: notable en armas, muy franco y muy liberal,

MAR DE ISTOR{AS

559

rn_ucho ~erdadero z cierto en sus alab .
tna z vmud lanco del
. _P . ras, el quai con su indus1f
,
a proumcrn Jria a t d 1
.
a mos, y sometio al se11orio
d
: o os os cnstianos
coronica, que como se . suyo to a Oneme. Leese del en v11 ·1
v1esse a ·e
d 1
'
vn su alferez de quîen m l
l: rca
e a muerte, fizo Ilamar
.
uc
io
se
confiaua
d"
l
to davm en mis batalla t .
.
, , z ixo e : cc Tu que
s raxiste mt pendon
pen don de mi muerte » z d . 1
, tom,1 agora este
ez1a o por el pa b
ser em uelto, cc e ve por las lac·1
no, en que auia de
bozes: Ved aqui el seiior de rJd -~ ?e Damasco, diziendo a altas
y gloria no lieua consia .
a neme ! que de toda su potencia
r,O smo estepobre v v1·1 p D
;
ano. &gt;&gt;
- e vna gente tartara, que con su re
..
danos enlas tierras.
y C1g1stan fizieron grandes
CAPITULO LX\'II.

Enel a1i.o del Seùor de mill z d . .
y cruel gente delos tartares s· 1· d ozie1~tos z tres aüos 1a grande
- de muchas . . '1 10 e su t1erra' para destruymiemo
z dano
, n,1c1ones. Tartari·
.
confines de îndia y los tart
f ' ,1 es vna proumcia enlos
. de Dau1d,
. rev' C:e Ind" arasp ueron
no
d 1ueno
bo t'iempo so el seùod
J
ia. ero espues d
ca os y crecidos en mucho
hl
, 'eyen ose multipliz animando les a ello . p~e do, tomando en si grande soberuia
6- c· ·
VD gtan e hombre dell
.
ie mgtstan, laocaron de
h 6
os, gue ama nomdum 6re z a1caronse. co11tra 1 sus. d' om
ros el )'
d
1
.
ugo e ,l semi·
,
' os 111 1anos z ·
d
fi z1eron
su rey a ·1quel c· .
'
)Unta a mucha gente
' '
tn°1st111 E
·
'
aquella gran rnuchedur b od· , . partieron se en dos partes
.
n
re
e
crentes
de I ndia. y el rey D "d
b
, y entraron por la tierra
.
aUt , como nos
d"
rnsulto y mouimiento tan . d e fU iesse proueer aun
~
gr,m e " tan subit f
preso. E saluo vna su fi'
o, ue tomado dellos
Ja, gue aqne] Cin2ista
mataron al dicho rey co
d
t&gt;
n tomo por muger
n to a su genencio
1· .
'
en tanta presuncion }' o d. 1
' n z tnaJe. Esto fecho
·
sa ta, e leuantar
qmstar todo el mundo z . . .
• . on que querian contoda la gente de] re)'
Dam"d y començ·tron ' )Untawn con s100
b
a guerrar rodas la . . .
comarcaoos. y assi lo:; tartares
s pt om ncias z reynos
•
que ante eran pobres y dese-

�560

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

. euro .u ,zio z secreta ordenança
chados de todas las gentes, por. esd 1 '1o)s gr-indes pecados detos
- n· S z merec1en
O O
'
de nuestro senor io
. da Oriente los tartaros sojuzgaron.
hombres, poco mcuos que ,1 lto.
]1·1sta do sale el sol, y desde
'[
.- .
.
1 n·itura t1erra, , ,
Ca desde arta11.1, St '.
11
u poder y conqmstas
.
l . Med10 terraneo, ego s
. .
all1 fasra e nur
.
"dumbre z obed1encia.
'
h
ieron en ~u seru1
dellos. y mue os reyes pus.
1 . d·.,nos embiaron dezir alas
· d , venc1dos os m 1"
•
E ansi conqu1sta os ). . que ' bedec1esen
.
...J
,, su principe CmO
crentes delos corazmrnos,
. - dos los corazo
Delo quai mu) sanu '
gistan z le pagasen censo. . .eros d~los tartaros. E por esto los
minos mataron alos mens,1J _ d
traron les por sus tierras
. d"111 dos v sanu os, en
.
l
10
tartaros muy
~
,
b lia tanta fue la crueldad de os
z venciendo los pnmero en ~ta!_ '.
o perdonaron, matando
·
• edad 111 maie n
tartaros, que a mnguna
.
toda aquella prouincia despo.geres ans1 que
' '
· l
viejos y nmos y mu
'
.
.
r10 pudiendo sufnr ta
.
E los corazmmos,
blaron z destruyeron.
.
d p . E lueoo los tartaros
.
f
la t1erra e ersia.
b
persecuc1on, uyeron a, d d
. n por Persia y destruyendo
· . cruel a entiaro
con aque 11a ralllOS,l
]·
. d d de Safan que cra 1a
z cercaron ,1 cm a
'
1 · .
v• gastando
a ne, ra,
. dad cle Pet·sia. Dela quai se d1ze,
~
.
derosa c1u
mas populosa Y !11,ls po . .
. E yiendo que por fuerça
d ll I auta c1en puert,1s.
que enlos muros e a l,
dl
l vn crran rio que a cerca
.
.,caron e a cana
b
no la podian tornar, s.. ,
1 . d d z: derribaron gran
.
fr. ronlo entrar por a cm a '
. E
della pasaua, z z1e
. d d· os que enella au1a. •
t dos los cm a an
. . d1
te Caspio, z mataron
Parte della z mararon o
1 termmos c mon
despues llegaron
'
. a os .
z: por mas 11Jostrar
' su crueza z
todos los que al 11 mor,iuan.
todas hs orei· as delos
1 gentes cortaron
,
Poner mayor espanto a as ' . ' .· . re z caroando las en dos
· 1
nseruar en \ m,1g ,
t,
muertos z poman as a co
,
. :,ran senor. Son cstos tar.
o11
hs
·1
Alcaban,
vn
b
caual ios em b1ar
' '
-_ pero mu~· 1·1geros.
' - d - . z: torpes y enau1..o 5'
J
taros pequenos e 1..uerpo
. Mu
ocos dellos van en sus
z liuianos z nrny c:malgado1cs.
y pas ansi mesmo son torpes
.
al! Las mugeres suy,
guerras smo a eau, ~- , ellos Los tartaros empero creen en
z; feas, y caualgan asst como
·_. "bles z inuisibles. Pero no lo
vn dios, que fizo todas las ~ofis-~s v1;1 oraciones. Ansi mesmo an
loan ni lo honran con sacn 1..10s

MAR DE ISTORIAS

algunos ydolos, que tienen alas puertas de sus tiendas en figuras
de sus ganados, crianças z leche, de que ellos se mantienen. Los
duques y capitanes de mil z de ciento y de otro numero, sienpre
tienen en medio de aquel real o tie!'ldas, do posan, vn.
No an leyes ni estarutos, por do se rigcn, saluo quanto sus
capitanes por su aluedrio ordenan. L1 primera principal ordenança y mas guar&lt;lada entre ellos es, que quai qmer que quisiere
scr su principe, sino espera a ser elegido por los mayores, luego
lo matan. E por esta causa auo nieto de vn gran principe Cingisran, que sin ser elegido quiso ocupar el se1iorio, fue muerro. Han
entre si decreto y ordenança que ellos la tienen como por ley, que
an de sojuzgar to&lt;la la tierra z con ningunas naciones z gentes no
auian de auer paz, si los no obedeciessen, fasra que venga el riempo
que ellos tallan por sus adeuinos. que ellos an de ser destruy&lt;los.
Ellos fallan por sus adeuinos que ochenta aiios continos an de fazer
sus guerras, y &lt;lespues reynar y ense110rear ocho aôos. Y despues,
segun cllos creen, seran vencidos; pero de qua] nacion, no sa ben. Y
de a,1uella ·gente o nacion que los vencera, an de recebir su ley z
tener la y guar&lt;larla. Guian se mucbo por agueros z adeuinos,
como de aquellos an sus pregu11tas, creeu que por dios les es
respondido. Dos maneras son de tartaros, los quales como quier
que ayan diuersas lenguas z costumbres, pero an vna ley z vna
creencia. Son de tama arogancia y presuncion z soberuia que
tienen, que es hijo de dios el rey o principe que sobre ellos reyna;
y portal lo honran y adoran. E aun el su principe Calian en sus
carras fijo &lt;le Dios se llama. Tienen a todas las otras naciones en
comparacion de si mesrnos quasi en ninguna reputacion, tanto
que los han por bestias o alimanas. Al papa z a todos los cristianos llaman canes, pero han les grande rniedo z: temor. Son los
tartaros tanto abariemos i cobdiciosos, que por la mayor parte
todos son vsureros. E por la grande cobdicia, que enellos ay, son
mucho prestos a demandar z robar. E jamas no han compassion
ni &lt;lolor delos pobres. Son luxuriosos sin alguna tenplança z
medida. E ansi vsan con las bestias como con las mugeres. Ede

�MAR DE ISTORI.

HERNAN PEREZ DE GUZ~Ul\

ma desto v. an mucho aquel Jesauentura&lt;lo y abominable pecado
Je sodomia. QuantaS mug res quieren, tantas toruan. 'inoun
grado de parentesco entre ellos se guarda, saluo entre personac;
madre y fija y hermana. Y el dia que casan y consumen el
matrimonio, no han por muger aquella que toman, fasta que
wncibe del o parc. i la mugt:r que toma, es sterilc o maiiera,
puedc la dexar si quisiere. in dan al hombre con . u muger dote,
fasta que della ha fijo. Tanta es su inhumani&lt;lad z crueldad delos
tartaros, que no hazen mas mencion de derramar angre de hombres que agua. Comen carne de hombres, comen I on si lobos;
y esto algunas vez s por necesidad z otras vezes por mo trar su
cruelda&lt;l z poncr esp:mto ala gente. Son caurclo os y enga11a&lt;lore
z maliciosos. E quando alguna ciuda&lt;l tienen cercada, por los auer
mas ayna, tratan i fablan mu • &lt;lulcemente conello , promcti odoles grandes seguridades z ofresciendoles grandes clones,
hnsra los inclinar a se dar a su senorio. Pero como los an en
su poder, oluidan la fe prometida z matan los to&lt;lo , saluo
a alguno que saben ficios, de que se pueden eruir. E
otros, que por fcrmosura de ge tos les plazen, para lu:xuria.
En su corner son muy suzio ; que no comen a mesas ni a
manteles ni paiios a que . e alitnpian, ni comen pan ni coran
dcll . lamente comen carne de toda manera c: natura de carnes,
s.'lluo roulas porque no engendran. Antes Je comer ni Jespues,
nunca !:man las manos. Sobre todas las carnes se dele rtan en
comer carne de cauallo; comen p rros y gato y por la mayor
parte beuen leche de yeguas. on en sus guerras i batallas muy
a tutos i cautelosos. Anre que las gucrras comiencen, embian sus
espias adelante, que Yean b manera dela tierra y conozcan las
condiciones delas genres. Desque enlas batallas cntran, son muy
osa.dos enel primera acom timiento, pero i full::m esfuerço y
re istencia, on mucho temero os. Muy pocas vezes pelean a
batallas regbdas, mas siempre con celadas engaùos c: artes . Y
wmo dela batalla an ,·itoria, son ma cruele que bcstias fiera ; ca
no p rdon:m a ningunos, mas sin alguna piedad matan los ,·iejos

y muger s z: niiîos.

on empcro las m
onestas Las y· ·
•
ugeres tanara. mu · castas
.
1rgrnes, ante que ca en
entre los hombres. et enel b. d.
a pe~as se pueden conocer
. .
' '
a ito e su ,·csnr
d·c
• .
&lt;lcparnn11cnro dellos 'f d· 1
. no an i,erenc1a n1
· o ,t :1s muacre!i c d
pa1îos menores. E quand
. 1 o . ' as~ as y moças, traen
o can.1 g;tn, rodas lieuan a .
n mucha maestrns z muv d. .
1.
' • n:os 'l saetas.
; iestras cne caua]oar Q d
d
nos elos tanaro vicnen al
~· . uan o aloua muerte alçan e
· d
vna vara alta con ,•n nano negr
,
d n su tten a o po ada
.
.
r
o coma pen on. "de
i es delos menores del puebl
.
J
sque s muerto,
o, cnt1erran lo e ·l
mente z: _i e delo
• •· 1
m.: campo ·ecreta'
pnn1.;1p:t e o ma)•Ores
.,
1 d
su tienda. ë: p
Il'
'enncrran o entro en
onen a L vna mesa 7: , . b . Il
vn vaso lleno de lecl1e d
n acin, eno de casoos, ë:
'
e Yeo-u •tS z
·
y ,·n potrillo c: Yna .sil la ,. ,-~
L;orie_rran conel , na ycaua
aqnel muerto, que lieua ;on igo tod~
f~en, creycndo que
algunos tartaros entre los otro
aq~e o a ~tr~ mundo. on
:tn cal vsança, que los cuerpo
~~: s:d~'1,man cnsttanos. y c tos
qu man los i guardan los poluos del~os :•/graequ:
mue:to ,
quando comen ' esparz O &lt;aque Il os po 1uo p 11l c I gencia.
E
.
comenlo . E rornando al
.
or os man1ares z
•
•
propos1to esta oe
.
muchac; tierras pucsto
- .' alauna
r- nte tanara amendo
· so su senono
• .
de~ odi ron z re isf
fu
' b
. proumc1as se les
ieron ertementc. Ansi como la
.
z parte de Alba nia z delos ri c I1Os i sapas E ,·ei·d d rnayor Indrn
1o sapos mu .
&lt;l
· •
a eramenre . on
me rosos, mayormente con
Il
fallan
resist ncia )" esfuer·1,o. ·remen so bre to&lt;las
aque
os ·en quien
.
l·
.
· · •15 nac1one.
alos
1atinos i fra
'ncos, i tanto m,edo an dellos
d fi
las tierra de sus sc1iorios
' que e enden en rodas
sueldo. Ellos comunmenr ' qued n~ t ng~n francos ni latinos a
Empero la lev delo . . . a co os os oc1dentale llaman francos.
s \:nstianos z: qualesqui
de gente consienten las liberal
er otras seras z: lcyes
que la scta de Mahomad que mdente i seguramcnte v ar. Ansi
,
an an en sus huest l'b
v an della E 1 . · ·
· es, 1 rementt:
.
. a os \;nsttanos de qualquiera manera
pubhca t claramente, los dexan vsar de su le ' z: rqu~ lo s an,
defienden a ninguno que no re·iban ·lb . . y p ed1can, ë: no
p 1
'- · c aptLc;mo. c: h fi
• .
or o quai aun en stc nuescro tiempo alo f J , c c~st1ana.
'
rey es pred1cadore.
ë:

frc;,~

J;

9~j1'

s~~~

�564-

HER.' A.. PEREZ. _ _::
D_:::
E_ c _
u _·
n _1A_~_ __ _ _ __

~ - - - -por-elmundo a predicar nuestra fc alos infieles,
. 1

z menores que, a1
erca dclos tartaros. E cuentan
fazen especialmente gran fruto a c '
or la crracia de
f · .1 que aquello tartaros qu P
::,
d
algunos esto re) es,
. 1 lia muv deuotos z muy
Dios se conuiercen a nuestra fe , son c1 e '
•
costantes.
Que el papa cmbio a ,·n fray nsclmo con otros Jos embaxa-

dores alos tarrnro .
C.\PITUL.O l.Xll.

- de 1111ï -&lt;- dozientos
z quarcnta
y si te
Encl aiio del . nor
•
•
1
- , t'l aente ddo tartaw con grande potcncia z crue ano 1.:01110 edo· poco
o
to&lt;la
mcnos to do el mun do pr:ncipalmente
,
dd
a ' cspan~a
d A uilon cl papa Inocencio con
la parte onental z la parte c q
b'
ellos sus
.
l
-J , l su hermano ·, cm 10 a
conse10 de os ctt cna ,
d I
d. dores con
. f..
l 10 dela orden e os pre tca
'
embaxadores' a r,l) nse n ,
stolicas en las quales
tres frayles de . u orden con susdcartasl faazpeor ~ de dcrramar tanta
esa en y-1 e ma · "
los amonestaua, que _c _-.
1·' r . . a El quai frav Anselmo,
rec1b1 sen a i,· en tian .
.
h
sangre umana ·
' ·
d
or muchas t diuersas
tomadas las I tra. del papa, pasan ~ _P
el fin del mes
prouincias con much~s fortund~s z ~ra a:~• e:::~: vna hueste d~
d M· ·o llcao a Persia. don c a esa az
e ,1)
o
.
.
li
d Havnco,•n. El quai, coma
tartaros con vn su pnnc1pe lama o b··o a· fra,· Ans lmo ,n
.
.d f
iu \' a egre ,. cm i
' •
sup1esse su ,·e01 a, ue 11 •
•
e queria dezir de
1
•
1 preguntar que era o qu
u mtn. aiero :t e
' d'
..
1-- estro se110r cl pap:1
El
al r pon 10 as1 . « • parce del papa. • qu
_
llaman tarraros salio ddos
o,·o dezir que rna gente e t~ana, que
do a pu: to muchas
fi~cs de Oriente t gm~de_ tiem~o guc~1;::nco~t~a toda razon y
prouincias so cl su enono ; en~ qu, rces y grandes cruczas.
derecho de aentes h:tn fecho mud1..
:ue
I mal &lt;lesta gcnte'Porque nue tro seiior el papa, o t n ose _c d •
. -'ardenalcs
· ·
de con JO e su 1..
z principalmente dclos cnst1anos,
..
1 )rinci c delos
·11bia a nosotr s, que somos sus sud1tos, a i
p

t

d

M.\R DE l!&gt;TORL\ S

t;maros, porque d pane de el, que es principe delos cristiano ,
que hagan penitcncia delos males que an hecho, scgun cl tenor
d las lctras mas claramente lo norifican. Por loquai, rogamos a
,·os, que soy men ajeros suyos, que pues nos no podemos auer
:ts\i la pn.:senci,1 de \ uestro principe que le dicrades que le
plcga recebir las letr.is de nue&lt;;tro se1îor, el papa, z por men ajero
suyo o por mi, si le pluguicre vtrme , sin por lctra le
re. ponda » Despues de muchas hablas auidas, los mensajeros
&lt;lei t:trtaro que alli eran preguntaron lo mas caucclo. o )
guardado que ellos pudieron, a fray Anselmo z a us fraylc ,
si era ,·erdad que los francos auian de passar a , iria. uian
ellos oydo dczir a mcrc.1&lt;lores de Grccia, que el rcy de Francia
con gr,tndes armadas passaua en , iria. z auian gr.inde mitdo
los principes delos tartaros, que los frnnco. les enrrasen por
Ifalapia t Turquia z ocras prouincia. de cristianos que eran so
su sc110rio. E despues ala conclu ion preguntaron los tartaros
a fray An elmo si quando ante su principe ouie en de presrntar
bs letras del papa, lo adorarian como a dio · rcgnance sobre la
t1erra, faziendo tres ,·eze · la reuerencia ante el. Lo quai oydo
por fray n elmo, t auido consejo conlos frayles que cond
estauan, dcliberaron de antes morir que lo hazer, no solameme
por la onor de toda la rniuersidad dela yglesia, mas aun por d
mal en. emplo que dello tonurian los georgi:rnos, griegos, armcnios z; todo los orientales, YeYendo aellos hazer tal acto. Lo quai
abiùo por aquel su principe Hayncoin, ouo dello tan grande
sa1ia, qm; le man&lt;laua matar. Pero por alguno principe de su
hucstc c: mayormente pon na de sus mugcres, les fue dicho que
esto seria rna obra muy fea z contra derecho Je ge11tes, c: ansi
amansad,1 su ·ra, reuoco la sentencia que auia daJo · cnbiolcs
dezir que ael plazia y nbiaria condlo. quien los pusiessc
conel su principe Cin°istan. E fray An. elmo respondio, que el
no auia m:tndamiento del papa de yr al Cingi tan saluo al
principe delos tartaro. que primero falla c. Y como enLsto porfi:tse, trasladando la. lerr:is del papa cnl:i lengua de Tartari.1,

�566

IIER.'A.' PEREZ DE GU7.. lA.

.\IAR DE ISTORIAS

embiaron las al su grande emperador. El quai, \'i tas las letras enbio al papa su respuesta, z dando alos enbaxadores saluo conduto,
embiolos. Y esrouieron los mbaxador enel senorio del turco
,·n ano, y en yr z \'eni r y estar hasta tornar al papa tres :ùios z
quatro meses.
Como lo tartaros vencieron a.los rnrcos z le

fueron

crueles.
(APITULO

LXlll.

Ailo deb cncarn:1 ion del hijo de Dios gloria o &lt;l mil z
dozientos z quarenta, los turco , que por espacio d veynte anos
aui.m resistido alos tartaros y se d fendieron dellos, ala fin en
este ano fu ron de ellos vcnci&lt;los z subjuzgado , y despue que
en u se11orio los ouicron, de tanta cruelda&lt;l \' aron, que en
,·n dia mataron cien mil dcllo . E &lt;lio nuestro eilor esta pena
alos turcos por las grandes cruezas que cllos hizieron contra los
cristiano enlas partes orientales; ' es aqui &lt;le saber, que este
reyno de Turquia es aquel que antiguamente fue llamado
Asi,i la menor,
era vna gran parte dela grande As ia, que es
b tercera parte del mundo . Em:sta As ia la menor fueron sietc
re •nos, lo quales agora los turcos poseen. E por la mayor part
c~ tributaria alos tartarios. Pero d emperador de Costantinopla
hasta este tiempo posee :ùguna parte della. Era este reyno, quando
los tartaros lo quistaron, muy rico z abundado y muy poblado,
y auia encl cien ciudades sin la \'illas z otros lugares, que cran
tan poblados, que poco menos se ygualauan con las ciudadcs. El
soldan de Yconia, que entonces poscya todo aquel reyno de Asia
era tan rico, que cada dia del ailo auia de renta solamcnt de &lt;liez
mineras de plata que auia en su seùoria, sin todas las otras que en
e\la se hazia.
Fasta aqui es conrndo delos emperadorcs z de us \'ida. , z
prin ipes ~entiles i catolicos. Agora se cuenta delos anros z
. abios, z de sus vidas y delos libros que hizieron.

Del manir Lconide , padrc &lt;le

ngenes, en que tiempo fue.

(.\PIT LO I.Xllll.

cl tiempo del se11orio de •
entre Otros martires que
... eudero, cmpcrador &lt;le Roma,
martmza o f
fi
.
d
pa re de Orirrines Este
O . .
ueron, uc Lcomdes
•
b
•
moço nomes
, d
'
uerna edad con tanto
d
bd':' . , se en o aun moço en
ar or co 1c10 h
dl
que muchas vezes el de
J'b
• coron:t e martirio,
u 1 re Yolunrad s d'
1 •
\'Crdugos
p I
e ior a. os Juezcs ·Y
. confesando la r..
rc. or a grand
1a su p1adosa madre fue su de
e z o mta guarda de
. .
·
sseo enpachado p
1
to da via mflamado )' cnce d'd
' . ero e , se~ endo
.
n I o en aquel fi
d
espe.:rnlmente quando , 1·do
. d
cruor c desseo
r
a su pa re ser
'
,e martirizado, determino z d l'b
preso para ser por la
I
e ero vna noch, d
•
mostrar ante los juezes ë: co ri
. .
c, e otro dia
fe. u madr bu co m~nera: esar ser cnst1ano y tencr la vcrdadera
'd
" arte para se lo cSroruar, y como Io
,· 1 o durmiendo furr 1 1
,
o e a ropa que \·e ri E
Y se Yido cnpachado de
d
a. quando despeno
.
.
su esseo no •J d · d c. •
qucna, ni t.1111,oco pod'e
. ' n . t ofolien . o razer
1 ndo rcposar
. . Jo que
1
pa dre al:t prision faziendol
b
g:n escnu10 a su
.
' ·
e sa er como s
d
1o ama
derenido. z: pues
. 1
u ma re con cngaiio
presenc1a mente no 1
.
d.
qui: por aquel e crito le requena
. z: amo
o ama po . ido \·er '
al buen proposito que a .
nestaua que d1~ ·e fin
• ma rnmençado d'· · d 1
muy amado padre, que por deseo de' iz~en t: : &lt;'. Guardatc,
buco propo iro z des eo » D
beu1r no de istas de lu
martirizado, Oriaines con. t lespfiue~ que el .santo Leonidcs fue
•
•
i:&gt;
0laaec1on se dio I
d'
c1enc1a ' las quales b' . d 1
.
a cstu io z alas
' imen o c padre •· . ·
aprender. El gu:1I ·
' Ya ama començado a
•
'
iempre 1e mandaua
libros delas ciencias mu ·I o mas se d.iesse' alque entrt' lo otros
E como enellas estudiase p
a. sanctas cscrituras
.
, or que no pa c ·
·
enrend1a, mucha Yezes mo ·. • r. scwsse que le ·a z no
·. ·
·
uia ' propon1a a
d
qu1st1ones, requeriendole las de 1 .
• • su pa rc algunas
.
c
arac10ne
z
lo
.
d
P ero cl sab10 sancro padre
. d
s seso ela letra.
' quenen o oouard ar 1a t1erna
.
z: nueua

°

l:,

�568

MAR UE JSTORHS

IIER.' .' PERF.Z DE cvntA:-:

cda&lt;l &lt;lei moço otil i; agudo iocrepaualo y reprehendia lo dello
&lt;lefendicndo le que no se entremetiesse de aquellas, que eran sobre
su eda&lt;l. Pero encr si mesrno mucha se ale!!Taua regradeciendo
a nuescro . i:nor, que de t:11 fijo le hir.iera padn.: . Dize se que
muchas vezes durmiendo el moço rigines, venia el deuoco i
religioso padre, i de. cubria le los pechos dela ropa con que
e taua cuhierto, i as i como vn templo de Dio en que cl
. piritu sanro escaua, besaua gelos, :miendose por tan bienauenturado por auer tan bendit:igeneracion. Despues queel hienauenmrado L onides pa o &lt;lesta ,·ida por gloriosa corona de martirio,
quedo el moço rigines con la madre y con seys hermano , · cl
en c&lt;la&lt;l de &lt;liez · sietc anos, en mucha pobreza y menester. Ca
el patrimonio &lt;le su padrc que ra muy grande, foc confiscado al
cesoro del emperador. Empero no fallecio la misericordia r piedad
ùiuinal para el deuocto z religio. o estudio i bien biuir suyo. Ca
lo re cibio vna noble y notable sciiora por su familiar, i lo ayudau:t
z mantcnia. Y como quier que &lt;le poca e&lt;lad fuesse, era a ·i
instruto y sabio enla 2Tamatica, que era sufici nte y bast:rnte a
amo. trar a otros. E como roui se la cacreda i alli mostrase gramatica, .: por la gran persecucion contr;\ lo cristiano. fuessen
mrbado fuyendo wdos los rector .:s i maestro ùelas ciencias,
tanto qt;c e~1 Alexandria no auia letor ni dotor que mostrasc
ni le ·esse alguna ciencia, algunos delos gentiles venian ael por
oyr del la gramatica. Y l informaua enla fe catholica alos que
,·ia que la de eau an sa ber, z conuertialo del crror de los ydolos, i
informaualos enla perficion del bien beuir. Delas quales cl
primero fue Plutarco: el quai, despucs que por el fue inAamado
c: cncendido en aquel feruor de desseo especialmente, z conucr
tido, no solo guardo la regla dela pcrficion &lt;le Yida anta, mas
lo que es suma i perfeta bienauenturança, alcanço la palma &lt;lei
martirio. El segundo fue Eraclide. , que ansi me mo por la verdaù
dela fc fue marcirizado. Pasando algun tiempo, scyendo esrc
Origines aun mancebo, por la grande i marauillosa ciencia c;u_ya
fut: ordenado leror dela yglcc;ia
de Al xandria por Demccno,
.
~

obi
po de aquella ciudad. E como contra su voluntad re•·1·b1· s•·
l·t caroa
d1
· · d
~
-' : o d: mag1 teno, exo la escuela dela gramaric.1 qu1.. anrc .
ten1_a, z IO~e al estudio delas palabras de Dios, cominuando las
_'tni.:tas bes nprnras. E assi beuia c: se ornaua de ,·irtu&lt;le . c: oncsns
1.0 "dtum res : que por ie
. !" ·
• .
'
ig10s0 cnsuano
y oran filosopho era
:nu o.
. .Y como el de vn ,1 parce por r premir i domar los
mou1m1entos
carnales dda moccdad .,. d.1. ot r,t. pane por estar
b· d·
tcn . ispuesto alas ciencias SI! estrechase con o-rande . b ;. nencrn, adelgaz:rndo sc mucho de dia con aru o . b J. s ,
&lt;&gt;rue a.s ,·i I
d
1
, - o s c. po res ,.
0
_•
am a., z e noc 1e con ,·igilias z oraciones asi que
1
mui.: 1as vczes
quamlo ra costrem
· "d o por el mucho ' ,ebr r
,
1
c aguexaua cl suerio
J
'
·
• Il·
no o tomaua enla cama ; ca el nunca
01 mi~ mas enla tierra dura z fria dormia agul'!lo
~:: a
0
J· , que au1a de dormir. En ·sus sermoncs .,,..., pred·1cac10nt:s
.
s1cmprt: anrc rodas cosas con todo c tudio i grande diliocncia
mandaua guar&lt;lar la regla euangelical, z la pal,tbra z b~z de
nuestro
e·u~r d"men
· d°: que no deuia ninouno rraer do
. :d
\. cst1 uras ' 111 '-·al ~-.1r çap,1tos
. .
t&gt;
111· ocra cosa cnlos
pies ni tcncr
1.ura dc. Io qu c, otro d"ta aurn
· dc corner. La . qualc' cosas cl
requena .:: amonestaua con toda dilig ncia z feruo El
-1 •i J
d
r.
mcsmo
,
o guar aua z complia como lo predicaua Tanto
ail d d J
·
•
, que
, en e _e o que s~ ::omplexion y cJad lo podia complir z sofrir,
~e~uo los mandam1enros del apostai, biuia en orande aspereza z
desnuydad abstinencia, trabajos corporales \' espirituales
ando enx _mplo z dorrina a todos lo que del oya~ las ciencias;
que rcnunc,ando rodas las co. a . que poseyan, ama en la bienauen.
turada r_1,obrcza
•
• c.'-' •a .,~,· po r tale cosa cra mu,· acepro t amado de
todos:, E s1 algun~s ~e sus propias faculta&lt;les z t\:nt1s le querian
dar ~1,,UJ~- manrenu111ento, tanta era la cstrechura y cl rigor &lt;k su
ab t111e111.1a que muchas ,·eze~ no lo queria tomar. Dize se que
~~uchos a,i~s and~uo ~escalço; nunca beuia ,ino ni ;omia
,,andas prec1osas nt del1cada 'sino aquclla ' que costrenido por
f.; flaqueza d . oatura,_ era costrcriido ~ romar. Fasta tanto, que
estomago :;e k dano z le cnffoquccro mucho la complexion.

d. .

to,

'

z

z

�57o

IIER.'A

PEREZ DE G l~IA .

De Origine · de su vida, y &lt;lelas cosas que scriuio.

~I.\R DE ISTORI.\S

rauilloso abl r, y qu tantas nobles
.
compuso - d . . . .
. y tan notables escnpturas
Dd qu 11"
o a vtil1da&lt;l ë: grande alumbramiento dela ·glesia
que o:igi~~:s

.\PIT\JLO I.X\' .

Mu rio este . amo dotor rigines de edad de setenta anas, so cl
imperio de Galo \'olusiano, enla ciudad de Euro; y c · mucho dt:
marauillar del fecho &lt;leste santissimo varon que la sancta y cawlka glesia rccibe y con icnte muchas libros su ·os, t ael daùalo
y n:pru ualo omo a erejt:. Por cierto no es pequena marauilla
que n ,·aron tan claro, i que a~i abiert:t i osadamente sit:mpre
resistio alos erejes • lo contradixo en sus escrituras t disputacion s, que fuesse t.:mbuelto y trastornado en tanto error z
mal nombœ de regia. eùaladamente alli &lt;lande dixo que el
serafin, que en Ysaya se ke, el en su csposicion lo &lt;lizc ser
c.~piritu sancto; y en otro lugar cscriuio que los rnalos, reprouados
y wndenados, dcspuei d mil) aùos serian todos asuelto delas
penas, e que aun I diablo haria penitencia i seria absuelto. E
ansi muchos otros errores contrarios ala fe catolica. Pero vo
considerando coma cl fucss ,·aroo mu,· casto v de gran abstinencia, t de t.111 clara dotrina ' tan excel nte en us sermoncs
digo, con reucrencia , salua paz dclo santos doton.:s, que cuydo
que el non escriuies e estas tal s blasfi mias y errores; mas que
los ercjes, aquien cl conrradczia , cuyas er gias Jestruya y
Jaiiau,t, con malicia z por afear y escuœc r el claro nombre
suyo, las enxirieron entre sus escrirnras, z las intirnlaron ael.
Pero i por aucntura es verdad que cl estas palabra! y casas
escriuie c, ·cria por opinion mas no por ùeterminadon. Ca,
segun el me mo cscriue en vn lugar, el leya z aprendia muchas
vezes las obra d los fil sophos z las opiniones delos erejes p r
saber U!i sccretos , arguyr contra ellos con sus misroos dicho ,
auroridades. Pero si toda yja como a algunos plaze, el afirrnando
i por sentencia escriuio los dichos errores, mucha es de doler z
auer "rand compassion de vn varon tan cientifico t de tan ma-

5ïI

a~;~,~ ~~~~es

'. dotoresd· cal· tholicos dixeron, qu en!~

. ' nrnguno t: os c.lotorc no &lt;li
.
Que el a s1. a ,a errado
_ d . d
xo llltJor.
.
'
" esu1a ose:: dch . 1 ••
J
t1em1&gt;0 que J _
d
' )g c::su, pue scr en

.
•1 1.au a
d crror en su
· ·
. .
&lt;l10 con toda ac . .
1
.
opm1011es sena qu1.: se
, il:cc1ou a cstud10 z . . d J
aquel caliz dcs&lt;lorado de B b'I '.
, 1~1cn o _uengamente de
filosoficos, auria par fucr ·a ; idoma, quiert: dezu- &lt;ldos errores
.
\- e erramar alnunas ,·cz e 1
e ·cntura delas heze dela fil fi p
o '·
. n a santa
grande ,·ioilancia y t.: tudio e
a.
lo quai, yo d1go que con
de e dar mucho ala filo ofi: : ~•·abr .arse !los ,·~roncs cdesiasticos
· ·
'
t.: cuer o • umos dclas
" op1111ones )' reglas della .
. ,.
ycrua
assi cmbriagos ni ean ·t' '. porque com1endo dellos, no scan
'
, ss1 opresos y cmb l
retra ,·do · Jel
•
.
,
ue ras enellos q uc
J
san1.t0 i cato11co pro) ·
la 'mildad de Jesu,·r1'sto l&gt;
1o ito, scao grau1:s de rcJuzir a
· ~
· ero estas casas •o
I c.l'
ni daiiando los lcctores Y e t d. . . 1
) no as 1go afeanJo
libcrales i la füo op! ·. . s u iosos 1ombres, que leen las artes
J la tal 1 .
. 11,1._ a no se puede negar la nilidad' fruto
, ec10n,
cscritura
. '. . sp cudmt.:nte para so1tar y entcnder alouna~
' " qm uones graucs dela teoloo·• 1
t&gt;
seiiora ë: madrc todas las a t - . . 1:'1,1, a a quai, como a
'
, r es '- c1encia s1gu ·n z siruen.

ot

De filon, judio, grande sabio '

&lt;-t

i

dcos
·l . 1·1.
•
wros que cl compuso.

C.\PJTt;LO 1.X\ r.

Enel ticmpo de Ga\'O
. Ct"'ar,
_.,
mperatIor Je Roma, e11cl ,.,-10
del Se11or de
....
fue Filon , \"Il JU
· d'JO, mue 110 sab1dor'
.
noble hombre ,1
1
so!amente cula ley diuina mas aun enla filosofi ; e qua ,lno
uneoo
"d
.
a, !UC entre os
!' . s aUJ o por primera entre los primeras fue este F
1ud10 desdc sus YÎsauuelo i biuia en Ale .d .
don
l
bl 1
'
xan na r fue tamo
c aro . nota e wmbrc, que excedio . paso a los sab· '
.
hombr s de . ·
. .
ios z ,·muoso
su uempo eolas d1umas escripturas y cnlas I ycs

�57o

IIER.'A

PEREZ DE G l~IA .

De Origine · de su vida, y &lt;lelas cosas que scriuio.

~I.\R DE ISTORI.\S

rauilloso abl r, y qu tantas nobles
.
compuso - d . . . .
. y tan notables escnpturas
Dd qu 11"
o a vtil1da&lt;l ë: grande alumbramiento dela ·glesia
que o:igi~~:s

.\PIT\JLO I.X\' .

Mu rio este . amo dotor rigines de edad de setenta anas, so cl
imperio de Galo \'olusiano, enla ciudad de Euro; y c · mucho dt:
marauillar del fecho &lt;leste santissimo varon que la sancta y cawlka glesia rccibe y con icnte muchas libros su ·os, t ael daùalo
y n:pru ualo omo a erejt:. Por cierto no es pequena marauilla
que n ,·aron tan claro, i que a~i abiert:t i osadamente sit:mpre
resistio alos erejes • lo contradixo en sus escrituras t disputacion s, que fuesse t.:mbuelto y trastornado en tanto error z
mal nombœ de regia. eùaladamente alli &lt;lande dixo que el
serafin, que en Ysaya se ke, el en su csposicion lo &lt;lizc ser
c.~piritu sancto; y en otro lugar cscriuio que los rnalos, reprouados
y wndenados, dcspuei d mil) aùos serian todos asuelto delas
penas, e que aun I diablo haria penitencia i seria absuelto. E
ansi muchos otros errores contrarios ala fe catolica. Pero vo
considerando coma cl fucss ,·aroo mu,· casto v de gran abstinencia, t de t.111 clara dotrina ' tan excel nte en us sermoncs
digo, con reucrencia , salua paz dclo santos doton.:s, que cuydo
que el non escriuies e estas tal s blasfi mias y errores; mas que
los ercjes, aquien cl conrradczia , cuyas er gias Jestruya y
Jaiiau,t, con malicia z por afear y escuœc r el claro nombre
suyo, las enxirieron entre sus escrirnras, z las intirnlaron ael.
Pero i por aucntura es verdad que cl estas palabra! y casas
escriuie c, ·cria por opinion mas no por ùeterminadon. Ca,
segun el me mo cscriue en vn lugar, el leya z aprendia muchas
vezes las obra d los fil sophos z las opiniones delos erejes p r
saber U!i sccretos , arguyr contra ellos con sus misroos dicho ,
auroridades. Pero si toda yja como a algunos plaze, el afirrnando
i por sentencia escriuio los dichos errores, mucha es de doler z
auer "rand compassion de vn varon tan cientifico t de tan ma-

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filosoficos, auria par fucr ·a ; idoma, quiert: dezu- &lt;ldos errores
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· ~
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. 11,1._ a no se puede negar la nilidad' fruto
, ec10n,
cscritura
. '. . sp cudmt.:nte para so1tar y entcnder alouna~
' " qm uones graucs dela teoloo·• 1
t&gt;
seiiora ë: madrc todas las a t - . . 1:'1,1, a a quai, como a
'
, r es '- c1encia s1gu ·n z siruen.

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De filon, judio, grande sabio '

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·l . 1·1.
•
wros que cl compuso.

C.\PJTt;LO 1.X\ r.

Enel ticmpo de Ga\'O
. Ct"'ar,
_.,
mperatIor Je Roma, e11cl ,.,-10
del Se11or de
....
fue Filon , \"Il JU
· d'JO, mue 110 sab1dor'
.
noble hombre ,1
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so!amente cula ley diuina mas aun enla filosofi ; e qua ,lno
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.
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su uempo eolas d1umas escripturas y cnlas I ycs

�57 2

HER. '.\." PEREZ Dlc: GOZ.\!.\."

b·o or sus libros y notables obras,
de sus padre . Qu:1~to el fue sa 1 !t!n odria creuir ni dcdarar
e notorio i man1besto a ~od~s. Ql.berale:s ~ quanta enla filosofia,
•
b'
Jas -iencias 1 , ·
quanta lue sa io en ". _.
·e Pl tton c: Piragoras?
. . 1
l . artes ' c1e1t1.Jas a
•
c:: pnnc1pa m nte en as_
o 'l aun en los pas ·ados,
si que alos que _florec1ero1~ e7os~ ~tea~~ndante enla eloquencia z
\'t:ncio y obro. Fuc mu} ~ P 1 - _. E·nla interpretacion \'
t- d' ~ sabJO en a c1enua.
fabla , muv. pro un 10 "
.
i de mur
turas mu1..·b o so t"l
i
•
cntendimi nro delas santas escnp . . '
·ho 1n·1 apro i
1. ·
ones mu1..
•·
alto ingenio ; muy at~ en as ~1~~e1~c1 ste ;ramie sabidor , noble
suficiente en las dcdarac1ones. 1..nu10 e n
se si2Uen por
.
1 Ob . . Primeram me csto , que .
o
hombre mue Hl
r;1s.
.
le intitula i pu o
1 .
orden : Enel genesis ciertos ltbros, os quOa
so" dichos
·
fi
•
dcla
sauta
le,·.
tros,
que
··
nombre, esplanac1ou: gur.1 • d
1
'l do de mu! n..
d dellos son agncu tura,
dela propo iciones : os f . delas lcnguas. Otro, de nacura ë:
• 0
l'b O dcla con us1on
•
eu.
tro
' tres v1rtu
. des. Dos 1·1bros dclos tcstamentm,.
.
. J0r .' delas
111ucnc1on. tio, •
d 1 . 1 1 1 abi'o Orro delos
. •d d O
e a \'Il a uc
·
'
Dos libros de capt1u1 .a . tro,
' Otro de como los sueùo
oioante . Otro, dda \'Ida de
'
d' · ales Todas
or. o·
Otro ddas cosas mm
·
vienen muchas \'ezes por 10s.
' . .
1g nesis Las obras
o menas escnu10 ene e
.
d. h
las obra. uso ic as poc
, .\
delas diez palabras dela
.
.
1
cxo
io
son
estas.
no,
q ue escnu10 ene · u '
'fi · Otro de que
. 1· d' t da . alos sacn
icy. Otro, delas a111111a tas ipu_ a .' s
' d c10s. sas ' on pro. d I sacnfic1os. tro, c que co
co a son las espeC1;1s e ods 1 1 d
delos buenos z maldicion
'
1 1 , a cerca e oa ar on
pue tas en a e) •
b' r, nron otros singularcs libros: \ no,
dclos nulos. Son de te sa JOb , -·d l quai cscriuio a \'110 que
'd . 0
de vr '111 '1 't a, e
.
de prou1 cnc1a. tro,
.d. .
e las animalia• auian rnzon
.
b Al .. dre que ez1a qu •
• ~
am.1 nom r .ex,m '
1
eca es fecho sieruo. Otro,
de vida. Otro libro, de como e qude p buenos studios ë: buenas
l 'b , y franco cl que se a a
de como e. t rc - '
.
l al ·c conticne tod,1 1a
obra . Otro, dcla \'ida rheo'.1~a, ~~e }u,Estc abio Filon, CClm
ieo\a z ordcnança dela prcmmua gles1 . ado~ Claudio fallo
t&gt;
d . . iniessc a Roma a emper
' f
la segun a \ ez \
.
ual fablo Y conucrso z ue
;11\i al apostol san Pablo, conel q despues e~1 Alexandria honro
mucho u :unigo. y por esta causa,
J

.

•

MAR DE ISTORI.\

5ï3

loo mucha ,1 sus discipulos i segui&lt;lorcs z a san Marcos cuan•
gclista, que fue discipulo de san Pedro en I tiempo del emperador Cayo. Escriuio Filon much~ obra , las qu;1lcs el llamo
yronia de vircudes. L, qualcs, como el las rez.ise en presencia
del sen.ido de Roma, en tanto 110 digo reputacion ma admiracion, fucron auidas, que el senado la juzgo dinas dt: ser puest1s en sus librt"ria . Deste filo opho Filon deziase entre los oriego por su marauillo ·1 ciencia, que o Platon siguio a Filon, o
Filon a Platon, tanta scmbl;1nça c: conuîniencia era enla doquencia y el estilo del \·no y del ocro.
t:

De Jos pho; en que tiempo fuc y quien fue, z: fa obras que
hizo.

.J

CAPITULO LXVJI.

Enel ticmpo &lt;le Tito c: Domiciano, enp rac.lorcs, fue el noble
y muy sabio hombre Joscpho, y toria&lt;lor. Fuc este noble Yaron

Jda generadon Jclos judios, fijo de Matathias, ,·no dc!os sacerdoce · Je Jerusalcm, varon no solo encre sus propio ciudadanos de
Jerusalcm, mas entre los romanos, auido por muy sabio z: noble;
ansi que auiendo respecta a su gran ciencia z: saber, le foc hccha
en Roma vna estatua a su ·magen, y los sus libros mandaron
poner eu las libreria. de Roma. Las obras z: libros que del c halbn,
son esros que e sioueu: Las anti 0 uedade delos judios, en veynte
libros. iete libro dcla guerra que los judios ouieron con lo
romano , en \· 11 volumen; los quale , no solamente enla cloguencia
z: rcrorica delos Ebreos, mas aun enla eloquenci,1 i retorica de
Grecia, fueron bien ordenados. Fizo dos libros dcla anriguedad
ddo judios, comradiziendo a Aprio , rn gramatico, que en su
tiempo escriuio contra los judios, i contra otro que tachauan las
costumbres dellos. Y e criuio rn notable rnlumcn en que mosrro
como el coraçon es el que tiene ei1orio i imperio enel hombre.
Fizo otros libros, lo qua les el noble y sabio emperador Tito ouo en
tanta reputacion, z: an i los aprouo , autorizo, que el por u proRF.l"l"E III SPA,\ 'JQCE.

C

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTOR1AS

pia mana escriuio z mando, que sus libros fuessen leydos publicamente. Este sabio Josepho fizo mucho especial mencion de
nuestro senor Jhesu Cristo en aquel libro que hizo dela cerca de
Jherusalern , z ansi mesmo de sant Juan Baptista.

que el di~ a sus dicipulos, enlos libros
dela ygles1a. Escriuio Pa tl
que el dexo al tesoro
n 10110 enel estrauot
h .
z contra los oeotiles
l'b
emato, oc o hbros
r,
, vn 1 ro que trat d
1 ·
'
Este Panthono fue maestr d O . . a e aque nco Serias, sabio.
0
'
e ngmes.

574

En que tienpo fue el santo dotor Hy:enco.

i,

De Clemente alexandrino ' d'iupu
-. lO de Pantano.
CAPlTULO LXX.

CAPlTULO LX\ïll .

So el emperador Aurelio Comodo eoel aùo del Seùor de
.clxx i. aîios fue el noble z sancto dotor Hireneo, natural de Assia.
Este fue dicipulo de Policarpo, varon muy cientifico z sabio en
las escrituras diuinas. Este glorioso dotor vina de Oriente a Ocidente al papa Clementerio, par le consejar z ayudar contra algunos erejes de Montana z de Alchibiades que se auian alçado
contra la yglesia enlas partes de Frigia. Y el papa embiolo a
Francia, z alli fue hecho obispo de Leon del Ruedano. Este santo
obispo escriuio contra los erejes que en su tiempo se lcuantaron,
muchas obras; y escriuio vn libro dela diciplina eclesiastica, z otro
li bro de Martiniano, dela predicacion euangelica z apostolica.

575

So el imper1·0 de Seuero ana
- del S - d •
quatro, fue vn sancto z m'
b'
enor e c1emo y nouenta y
Alexandria discipulo de puy sa 10 doctor llamado Clemente de
'
aorono que despue d I
1
en Al exandria. Escr" ·
' .
s e touo a escuela
IUIO mue1
10s hbros
b
grande eloguencia z d
h . _muy nota les, llenos de
. ·
e mue a c1enc1a
· dl
dmmales
como delas · •
' asr e as escripturas
c1enc1as seulares Del
l
estos : Contra gentiles
l'b i:, d .
os qua es algunos son
-, vn 1 ro el maest
T 1·b
pascua. Vn libro de dis
.
ro. res 1 ras dela
lib d
putac1ones Vn Jibro d l
ro elos ..::anones eclesiasticos. ;tr . .
e os ayunos. Otro
cl error delos judios. Ot 1·6 .' d o librn c~ntra los que siguen
ro 1 10 e obtrectac1011.
De sancto

l

arciso, obispo de Jherusalem.

Del filosopho Pareteno, estoyco z buen cristiano.
CAPITULO LXXI.

(APITULO LXIX.

f ue en este mesmo tiempo, segun lo cscriue Eusebio de Cesarea, el filosopho Pareteno dcla. seta delos estoycos. Del qual,
como dize Eusebio, tanta fue su diligencia y estudio a cerca deh1
palabra de Dios, y tanto amor ouo ala fe catolica, que fue a predicar por toda Oriente a taclas las gentes, del euangelio y dela
dotrina euangelical. E ansi trabajando, Uego al fin dela prouincia
de Media ; z de alli vina a Alexandria, dandose con todo estudio
y feruor alas diciplinas eclesiasticas. Hizo fin muy loado z acabo
gloriosa z bienauenturada.mente, como se manifiesta enla dotrina

Enel tiempo de este emperador Seuero sant
~
Narrn,o, ob1spo
111 _ . 11
D l
'
arau1 oso en sant1dad
·'d
.
e quai se dize por Eusebio, obis
' y v1 a y dotnna.
las otras virtudes ouiesse u ,
po de. Cesarea, como entre todas
i:,r,111 constanc1a z fir
d
l
por a guna manera no
d.
meza e coracon z
virtud de verdad z . p_u. resse ser mudado, cnclauad; d;la
.
,
JUStICia, alounos cl .
d
tem1endo que por sus errores dell~s
en_g~s e s_u yglesia,
reprehendidos z castioados
. . "I mal bmir podnan ser del
.
i:,
, qu1s1eron O acusar f: 1
d
ser el JUStamente ,
d .
a samente, por uo
. .
acusa os, &lt;- atrerncronsc a d. f:
.
lU)'O Juyz10 rccelauan p
IO
.
1s ama1 de aqud
'
· or quai Jo d1sfamaron &lt;le vn cnmen
.

de Jherusalem varon

T

•

•

�HEIC A.

PEREZ DE GUZ. I.\,'

a saz grnue z malo. Y trayendo la causa a au&lt;liencia, ellos mtsmos
eyendo acusadorl!s z t tigos con grande juramcnro afirmaron
la acu acion, poniendo obre si maldiciones enesta manera: El
primero dixo, que si el mentia, que fuese quemado Je fuego. El
egun&lt;lo, que fuesse consumido y g:mado de morbo regio. El
tercero, qne perdies la vi ta delos ojos. E como quier que
muchas buenos y temero os de Dios, abiendo la onesta vida ·
clarn do trina del perlado, no dies en fe alas palabras ni acusacion
dellos. Pcro el s:mcto hombre, no podiendo sufrir la grande malicia de aquellos, des eando el aparcamiento y oledad y el estudio,
partiendo de alli, fuesse al yermo y alli luengameute stuuo
e condido. Pero aquel muy claro ojo dela diuinidad non sostouo
t,ù malicia lu ngo tiempo, mas alos falsos acusadores y testigos,
por aquellas mesmas maldiciones a que ellos e obligaron los
punio ' atormenro. Ca al primera testigo vna nochc se encenJio
focgo de \'n.t peqm:1ïa centella, que quemo a cl z a toda su casa z
gëneracion y familia. El secrun&lt;lo, de d la planta del pic hasta
encima Jela abeça fue todo consunudo de aquel morbo n:gio
de que cl se maldixo. El tercero, ve ,endo el fin terrible y muy
espantoso delos primcros z como al juyzio de Dio , nue tro
s 1ior, no se asconde nada, vino ante todo el pueblo y publicameute manifesto ddante rodas el fecho, z dèscubrio la mal&lt;lad. E
tanto fue el dolor d su arrep ntimiento, z tanto tiempo z con
tanta lagrimas lo lloro. qu perdio la vista llorando. E -omo el
sancto Narciso ouiesse estado luengamenœ ascondido, an i que
todos creyan que fuesc muerto, ord muon por obispo &lt;le Jherusalem a Alexallllre. E a p co tit:mpo apar cio am Narciso subitamcntc, como co ·a que &lt;lei ciel d sciende, , como rodos lo rogas ·n que tornasc a regir su yglesia, uon quiso el varon sancto vsar
mas dela dignidad. Escriuio este hombre, egun que dize sant
Gregorio, vn trata&lt;lo obre el xamer n z rn libro dela resurrecion, de mu hermoso y poli&lt;lo estilo.
De Ccrtuliano, presbitcro africano, gran sabio.

\{AR DE 1. TORIAS

5i7

C.\PITCLO LXXII.

Encl ticmpo Je c te cmpera&lt;lor Se
Africa, llamaJo Certuliano
b.' uero foe ,·n grand dotor de
.
'
pœs 1rero hii'o d
centurion, secrun sanr Gr
. 1 d' '
c vn protocon ul z
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egono o 1ze F d 1
gran 111aenio " que e . .
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scnu10 mu 110s libro
J
•
,·no que e intitula. d
J' . .
' entre os quai s fue
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pu 1cic1a z otro d
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Jclos avuno E de ,.st .
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, e pt:r ecuc1on.
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.... as1s, otro ,bro y d
.
,
Apolon10, otro. E orro a Pol
- ·. . e memona ' conrra
grande vecrez E d'· ' &lt;l I egral.o. B1t110 este Ccnuliano ha ta
•
,.. •
1ze c s.,m JI
.
claros varones, que conoscio cl ' , ierommo enel libro delos
ytalico, llamado Paulo
. :. ~t}endo muy moço, \ ' 11 clerigo
'ie10 ya qu
.
d
de sant Ceb;·ian obispo 'demu
Carcavo. ·,
e. auia sey o notario
paso dia san Cebria11 e11 q
1' quai le contaua, que nuni.:a
•
ue no )·es e I d J'b
I ro de Certulia no. E dize que qua d I d
s a gun
11 0 0
.b
mandaua
J
· : c, dame
11 ro » mas « dame .
' no czra
' '
'
1111 maestro i&gt; .
i-,

De Julio africano, gran abio.

C\ PlTULO

LXXII 1.

o I imperio de Antonio Eliognbalo a110 del , - d d .
to .. treyma z quatro fue ,·n randc •
.· nor c oz1cnJulio africano el quai e c .. . g ·1 d?[.tor o1 rentai, llama&lt;lo
. ,
,
nu10 c1en vo umrncs de , .
.
dcl ant Ys1dro
n sus erl1'1mo1001as
. que e t J ]'~ tonas.
fi. E d1ze
L'I prim ro ystoriador delo cristi:nos C' t e u iof a ncano foe
africano muy famoso ntr ·
'
. 1er amente ue este Julio
foe u carid;d z amor conclolo ?t:os &lt;lotores eclesiasticos. Tanta
r
s cnst1anos v d zel d 1
rc que fue al ernpera&lt;lor Elio . b I'
' .
, o e amor dela
0
ie suplicar, que manda e
cf:~~iàa~:e ielos cristianos a
d
c pues llamada ., 1icopolis y e c . .
d .mane., que fue
d'
·
nmo e5re ocror 0tros Jib
f
iuersas obras, muy nccc arias ala hedificacion dela ~g
, 1e ra.
• rEosntrc
l c

TCj)!;~/,:

�HER.' ,\..'I PEREZ DE

,On!A~

lo quales fue ,·no, que enbio a Aristides, dela concordancia delos
euangelios; porque algunos querian dezir que e contradezian,
especialmente alli do s:mt Matheo z san Lucas on diuersos enla
gem:racion de Jesu Cristo.
De Dionisio, alexamlrino, y dt Cypriano obispo.
CAPIT LO LXXIIJL.

cl emperador Decio, aiio del enor de dozientos y cinqucnta
y tres, respl:mdecieron enla ygle ia assi como dos mu · claras
lamparas, Dionisio alexandrino i Cipriano, natural de Africa z
obispo de Cartago. De Dionisio cuenta Elibio, el de Cesarea, que
cscriuio mucha obras vtiles y prouechosas a nuestra fe, las quales
son estas: Vn libro de penitencia. Otro libro de rigcne , e forcando lo al martirio. Otras muchas obras al papa Cornelio. A
Îos romanos, vna epistola delos mi terios. Otro alo romano , dela
paz y dela penitencia. Otro, contra algunos que aun en Roma
iguian el error de nouacion. in estas escriuio este sabio i sanco
dotor z martir a muchos hombres sabios • estudiosos, muchas z
diuer as cosas, las quales fueron de grande hedificacion z dotrina.
Escriuio vn libro dela orden z manera delos pecados. Otro libro
a Timoteo, delos tiempos · dela natura. Otro libro, al destierro
Jela ygléSia de Alex:mdria. Otro libro del baprismo, a fïlemon.
De ant Ccbrian, obispo de Cartago.
C

PIT LO LXX\'.

ant ebrian, obispo de Cartago, del quai uso se hizo mencion
fue en tiempo &lt;leste emperador Decio. Antes que ala fc viniesse,
foc vn grande orador · ecelente maestro dela retorica. Del quai
Larancio dize estas palabr.is: t&lt; Fue Cipriano assi como muy
otil de ingenio, muy copioso enla eloquencia z muy dulce

MAR DE ISTORIA.

5ï9

razonador.
Yirtud · Ans1·
que ,a penas
d' d' Lo quaJ al sabio es incrular
r,
•
se po ia icemer z departir si hablaua ma sabia i sotilmenre
q~e d_uke _Y sua~e n. Enestc santo martir se mostro mucho la
m1se:1cordia d~ ~10s. Ca seyendo el muy pccador y muy embuelto
e~ d1_uersos ,·1c1os y pecados, ca no olamente gencil z nigro11:,~nrtc~ z: ydolatra, ~as aun homicida, ladron, luxurio o z grande
pet egu1dor delos cnstianos, a tanr.1 baxeza ,; profundid· &lt;l d ,
•1
c
Pc·cado
L •
s decen d'io, que . e lee del, que parcscia que alos diablos
vencia de maldad. Pero por 1 misericordi:i ' beniuidad de Dios
procurnndo lo, consejandolo rn preste, llamado Cecilio r . cibi~
1~ fe con _g~andc dcuocion, y dl'spues que coauertido,' muchos
l1bros e c~m10 a grande vrilidad deht ygJe ia. Primeramente, de
doze
r abus1ones
. d 1 del siglo, rno. Dela gracia de Dios. , 0 t ro. De1a
ma 1c1.1 e• mundo,
otro. Dela' vnion Jeta• i,cc car ho1·ica, otro.
• •
D la o'.ac1on domm1cal, otro. Dela Yirtud dcla penitencia otro.
J?~las ltmo na ' orro. Del ello 7: biuor orro. Del loor del martmo, otro.
Del enper:idor Costantino el grande, y ma epistola que
escriuio ala yglesia.
CAPITULO LXX\').

El emperador
el grand , hijo dl.! Elena , des pues
. Cosrantino
d' .
que por_reue1:lClon
1uma z por la reuelacion de sant iluestre fue
conucrttdo i afirmado enla sanca fe carol,·ca , ernb 1·0 ,·na su ept• tola_a _codo los obispos generalmcnte) eaun que sancto y idoro lo
e cnu10 enel su libro que fizo del fin y nacimiento dclos anctos
padre • La quai episrola el a ento enel su libro z dizc assi : &lt;t En
el nombre deb 1acta i no_ departida trinidad. El noble emperador Cesar Auo-u to Costantrno, al ancrissimo padrc delos otros
padres, Silu_estre, obi~po de Roma, z: a rodos sus sucesores, i a
todos los ob!spos catoltcos pr sentes ë: aduenideros, salud z crracia
z paz z candad z gozo . ea con rodo. ,·os otros. La clemencia y

�HERNAN PEREZ DE GUZMA .

benignidad nuestra ordeno de notificar por clara relac_i~n a co~10cimiento de todos los pueblos aq,uellas cosas, que el h110 de D10s,
saluador nuestro, Jbesu Cristo, por los sus gloriosos apostoles
Pedro z Paulo, mediante nuestro padre Siluestre, le plogo obrar
marauillosamente. Ca coma el mi cuerpo fuesse cubierco de
muy ardiente lepra, z niugunos fisicos non la p~di~ssen_ :urar,
vinieron ami los sacerdotes del tenplo del cap1toho, dmendo
me que hiziese hazer enel capitolio ma huente y la hiziesse
henchir de sangre de ni1îos, y que va1îandome enella, luego
seria curado dela lepra. Lo quai oydo, mande lo paner en
aquella mala y torpe obra. E como los ninos fuess~n traydos para
matar, auiendo yo grande dolor dellos, aborrec1 de hazer tan
crudl obra y mande se los dar a sus madres con grandes clones,
que se fuessen luego. La noche siguiente en suenos me
aparecieron, y ,·inieron ami sant Pedro y sant Pablo, ap_ostoles de Jhesu Christo, z dixeron me : « Porque aborrec1ste
de derramar la sangre ynocente, somos ati embiados de nuestro
se 11 or Diosa te dar manera coma seas curado dela lepra. Pues
enbja luego por el obispo Siluestre, que esta escondido enel
monte Seratin, y el te mostrara vna fuente; enla qual coma
fueres lauado, luego seras limpio dela lepra . ~ luego embie por
el, y coma ami vino, hizo me estar siete &lt;lias en penitencia z al
dia otauo, metiome enel agua del santo baptismo ; y estando yo
en media de aquella fuente, Yi con mis propios ojos vna m~no
celestial, que me taiiia. E leuantandome de aquella fuente, v1me
por la diuina vinud limpio y curado de ~oda la_ lepra. Po: loquai,
yo, con todo el senado romano, detenrnne ans1 como ~ttl y necesaria casa, de ensalçar y ennoblecer la silla delos glonosos apostoles Pedro z Paulo mas que el nuestro terrenal imperio, dando
les todo el poder z magnificencia imperial. Par loquai ordenamos,
que la yglesia romana sobre_ todas las o:ras yglesias del mundo
tenga el principado, e que s1empre el ob1spo z perlado de Roma
preceda y aya excelencia coma principe sob~e todos los ot~o~
perlados z sacerdotes. Y cl pueda ordenar y d1sponer qualqme1

:\1AR DE JSTORIAS

58r

~osa, que ala yglesia y fe _catholica pertenezca. Ca muy justa y
razonable casa es que alh sea el principado dela sancta lev
donde el s:ncto establecedor dela ley, que es Jhesu Christ;:
nue5t ro Senor, manda tener la cathedra dela yglesia alos
sus ~anctos apost~les_ Pedro z Paulo ; y donde el glorioso san
Pcdio, apostai, s1gmo a nuestro Seiior, padesciendo bienauenturada muerte z gloriosa ; z que alli las genres abaxen los cuellos
con n:uch_a obediencia, donde el sanctissimo apostol Paulo, doter
suyo, 1nclrnad? el c~1ello, fue coronado por martirio. E que alli
deuoto~ Y vmildes s1ruan al rey celestial, donde antes siruian z
obedec1an alos soberuios z terrenales reyes. E allende desto
~uere1:11os gue sea notorio a todos, gue nos, dentro del nuestro
i_mpenal. palacio d~ Laterano, edificamos vna yglesia a honor y
1eue_rcnc1;: del glonoso saluador nuestro; la guai guarnecimos y
enrn~uec1mos de plara z oro z de piedras preciosas; y edificamos
otrosi vna yglesia alos dichos santos apostoles, z los santissimos
cuerpos suyos bezimos enterrar con dina reuerencia suva z a
onor dellos po1 las manos del venerable padre nuestro Sil~estre ·
y e~Ias caxas, donde sus santos cuerpos son puesto , hezimo~
leccwn, al guai no se yguala ninguna fortaleza de fierro ni de otro
elemento. E ~orque la dinidad pontifical no sea amenguada,
a~tes s~ acre~1ente y ensalce su potencia y gloria sobre el princ1pado _impenal, coma la ciudad romana con toda la prouincia
de Ytal1a z todas las islas y ciudades y villas, que a cerca della
son, sean del padre nuestro Siluestre z de rodos sus sucesores z
siem~re sean dela juridicion z sei'iorio dela yglesia romana.' E
~arec_1onos _cosa coouenible y razonable de traspasar z mudar Ja
s11la 1mpenal ala oriental parte, z reedificar la ciudad de Visancion, que es asentada en muy buen lugar, z llamar la de nuestro
~onbre_ Costantinopla, z alli constituyr el imperio. Ca non es
)USto 11111 razonabk, que donde el enperador celestial ordeno el
principado dela su religion, que alli el aya seiiorio &gt;&gt;. Estas z
muchas otras casas contenia la epistola que p.or causa de breuiedad
son dexadas. Complidas asi estas casas, el noble emperador

�HER~AN PEREZ DE GUZMA.

edifico en Grecia la ciudad de Yisancion, ,moque hablando propiamentc, mas se puede dezir que la r stauro z reparo, que no
que la edifico. Ca el primero fundador della segun que Justino
lo l:.criue en su coronica, fue Pansania, rcy de Lacedomonia. Y
de pues por proceso de cicmpo, ~o d emperador Galieno, fue
de truyda por lo. romano y despues rehedificada por Costantino,
.: del su nombre Hamada Coscantinopla. Ala qual d dicho emperador :ila forma de Roma hizo ennoblecer por muchos z diuersos
edificios. Y hizo alli yenir grand parte del senado con muchos
nobles deh ciudad. E ansi la dignidad irnperial paso de Roma a
Coscantinopla. Y cnel imperio del grande Costancino, :1110 del
11or de trezientos nueue, fue ,·n grande dotor catholico
llamado Latancio, que fue enla r torica dicipulo de Arnobio, ,·n
grande retorico. Este Latanci , ya ,·iejo, fue maestro del Cc ar
Crispa, fijo del grande Costantino, y fizo al!runas obra , ddas
quales e balla vn volumen depanido en seys libros, es 111t1tulado : contra lo ocntiles, -z: otro libro, de opificio z ocro, de
yra De·.
De Eusebio, obispo de Cesarea.

\!AR DE ISTORIA

CAPIT 'LO LXX\111.

Fue ene te tiempo orro mu , sanro d
~iccna en p rsia que o
,b
otor, Jacobo obispo de
,
uo por so rc nombr
b'
Ùe1os confcsques que 1a-· .
fi
.. e .a 10, y fuc ,no
'
x1mmo zo mart1r .
E1 1
san Gregorio en vn libro , que h·delo claroizar..
o:1 o&lt;l ..
mucho
1zo
l 1entre otras cosas. « Jacob . . b
le
'. ,arone ' mcndo
· • o 111s1 eno por cu .0
vezes la ciudad de 15
• 1
·be c 1.b '
} ruegos muchas
na 1uc , rada de
d
sancro Jacobo escriuio ,n 1 h 1·b '
ser estruyda i1 . farc
L c os I ros · vn d 1
•d d
oracion; otro del amor del
..
. o, e a can a ; orro, del a
dela vida dcspues del
proximo; otro, &lt;lela rcsurrecion · orr
.
a muerte; otm Je I
ïd d .
'
'
tenna; otro, de sati facio11. ot d ,
1~m1 a , otro, de peni.
, ro e a cens10 11 d J ·
circuncion • otro do
e anima; otro dela
'
,
prucua como J
C·
'
otro, de castidad contra gentiles. orro c~ul nsto e~ hijo de Dios;
culo . otro d l
. '
' c a co truc1on del ta.berna'
,
a conuersac1on ddas
'
Persia. Florecio neste t.
gentes; otro, del reyno de
iempo z so est,
d
cspaiiol, llamado Juuenro
, .
l: empcra or vu poeta
, que 'ers1fico lo quatro euangelios.
De Ylario, obispo de Piteos.

CAP(T\;LO LXX\'Jl.

CAPJTV'LO LXXIX.

Fuc enestc mesmo ticmpo Eusebio, obispo de Cesarea de Palestina, hombr muy sabio y mu · letrado, y escriuio la estoria
cclesiastica, que comiença de de la ascension del eiior fasra cl
ano de Costantino, que vencio a Licinio, i partiolo en e ·s
libros . La quai torno d griego en latin Rufino, preste de Aqueleya. Escriuio este Eusebio en ve ·nte libros, las passiones delos
martires de muchas z diuersas prouincia .
De Jacob, obispo de • icena, y de Juuento, espaiiol.

o el criperador Co rancio fïo del
.
'e,ior de rrecienros y quare 't J R ~ande osrantino, ailo &lt;lei
\:Jario obispo de p·
n a, orecio aquel santo i mu,· sabio
'
·
Iteo,, Y:tron e
d··
.;
manso, blando z de grand,·ss1·
~
?°n ize Rufino, plazible
c1encia v qu,
· • d
f•e muchos notables libros E~ ma
1 l '.
e escnu,o e nuestra
· · nos qua es decl
b'
mente las artes ' malicias d 1 . .
aro sa ta z di crctae os ereies z lo
alos catolico v el er
'
s enganos que hazian
.
, .
ror en que aJgu
fi 1
su sunpleza, crevendo coma no deu·· Todnos e es cayan por
un.
as e tas
·1
dec 1aro z mostro• que alo
,
s ausentes y mu , l , d cosas ass1 as
el estaua que por biua boz
&lt;l' •. ) a onga os de donde
. no po ia mformar, por sus libros y

�HER~AN PEREZ DE GUZMA.

edifico en Grecia la ciudad de Yisancion, ,moque hablando propiamentc, mas se puede dezir que la r stauro z reparo, que no
que la edifico. Ca el primero fundador della segun que Justino
lo l:.criue en su coronica, fue Pansania, rcy de Lacedomonia. Y
de pues por proceso de cicmpo, ~o d emperador Galieno, fue
de truyda por lo. romano y despues rehedificada por Costantino,
.: del su nombre Hamada Coscantinopla. Ala qual d dicho emperador :ila forma de Roma hizo ennoblecer por muchos z diuersos
edificios. Y hizo alli yenir grand parte del senado con muchos
nobles deh ciudad. E ansi la dignidad irnperial paso de Roma a
Coscantinopla. Y cnel imperio del grande Costancino, :1110 del
11or de trezientos nueue, fue ,·n grande dotor catholico
llamado Latancio, que fue enla r torica dicipulo de Arnobio, ,·n
grande retorico. Este Latanci , ya ,·iejo, fue maestro del Cc ar
Crispa, fijo del grande Costantino, y fizo al!runas obra , ddas
quales e balla vn volumen depanido en seys libros, es 111t1tulado : contra lo ocntiles, -z: otro libro, de opificio z ocro, de
yra De·.
De Eusebio, obispo de Cesarea.

\!AR DE ISTORIA

CAPIT 'LO LXX\111.

Fue ene te tiempo orro mu , sanro d
~iccna en p rsia que o
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otor, Jacobo obispo de
,
uo por so rc nombr
b'
Ùe1os confcsques que 1a-· .
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x1mmo zo mart1r .
E1 1
san Gregorio en vn libro , que h·delo claroizar..
o:1 o&lt;l ..
mucho
1zo
l 1entre otras cosas. « Jacob . . b
le
'. ,arone ' mcndo
· • o 111s1 eno por cu .0
vezes la ciudad de 15
• 1
·be c 1.b '
} ruegos muchas
na 1uc , rada de
d
sancro Jacobo escriuio ,n 1 h 1·b '
ser estruyda i1 . farc
L c os I ros · vn d 1
•d d
oracion; otro del amor del
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. o, e a can a ; orro, del a
dela vida dcspues del
proximo; otro, &lt;lela rcsurrecion · orr
.
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tenna; otro, de sati facio11. ot d ,
1~m1 a , otro, de peni.
, ro e a cens10 11 d J ·
circuncion • otro do
e anima; otro dela
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prucua como J
C·
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otro, de castidad contra gentiles. orro c~ul nsto e~ hijo de Dios;
culo . otro d l
. '
' c a co truc1on del ta.berna'
,
a conuersac1on ddas
'
Persia. Florecio neste t.
gentes; otro, del reyno de
iempo z so est,
d
cspaiiol, llamado Juuenro
, .
l: empcra or vu poeta
, que 'ers1fico lo quatro euangelios.
De Ylario, obispo de Piteos.

CAP(T\;LO LXX\'Jl.

CAPJTV'LO LXXIX.

Fuc enestc mesmo ticmpo Eusebio, obispo de Cesarea de Palestina, hombr muy sabio y mu · letrado, y escriuio la estoria
cclesiastica, que comiença de de la ascension del eiior fasra cl
ano de Costantino, que vencio a Licinio, i partiolo en e ·s
libros . La quai torno d griego en latin Rufino, preste de Aqueleya. Escriuio este Eusebio en ve ·nte libros, las passiones delos
martires de muchas z diuersas prouincia .
De Jacob, obispo de • icena, y de Juuento, espaiiol.

o el criperador Co rancio fïo del
.
'e,ior de rrecienros y quare 't J R ~ande osrantino, ailo &lt;lei
\:Jario obispo de p·
n a, orecio aquel santo i mu,· sabio
'
·
Iteo,, Y:tron e
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manso, blando z de grand,·ss1·
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c1encia v qu,
· • d
f•e muchos notables libros E~ ma
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· · nos qua es decl
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mente las artes ' malicias d 1 . .
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alos catolico v el er
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s enganos que hazian
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su sunpleza, crevendo coma no deu·· Todnos e es cayan por
un.
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dec 1aro z mostro• que alo
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s ausentes y mu , l , d cosas ass1 as
el estaua que por biua boz
&lt;l' •. ) a onga os de donde
. no po ia mformar, por sus libros y

�HER." A.' PEREZ DE GL'Z~t.\.'

escripturas lo alumbro t corrigio perfctamt'nte. Este ancto dotor
Ylario fue primero ca ado c: ouo vna fija, la quai, de pues que fue
muoer y murio su madre pu o la monja en vn monesterio de
, irgiue ·, y cl fue dcspues obispo de Piteos. E no solamente la
ciudad don&lt;lc cra obi po, mas todo el reyno de Francia traxo ala
fo catolica, dexando el error dela eregia arriana. Por loquai, por
in&lt;luzimiento i malicia de ~aturnino, obi po &lt;le rien, ide otros
obispos arriano que faborecian ala parte &lt;lei emperador Costancio fue desrerrado a ricrra de Africa, c: alli enel desierto cscriuio
'
muchas
obras contra lo erejes en fauor de nuesrrn fe, e pecialmente estos, que se iguen: Contra los arrianos, do:r.c libro . Otro
Jibro del signado que embio alos obispos de Galia. Otro libro,
que embio al emperadorCon tanciodespues que fue mucrto. tro,
con rra isa io y \'alente dos obispos arriano . Otro, \'t1a ystoria,
en qu se contenian los concilio. de Arimino z de lencia. Otro
libro, &lt;lelos jupcrino a Salustio, Perfeto contr:l Dimtor. Orro
libre delos comcotarios sobre san Mateo. Orro trata&lt;lo obrc el
Job, ' el quai traslado delas obras de rigincs de griego en latin.
Otro elegante y muy fermoso libello contra A. encio, creje. tros
comenrarios sobre los .almos, enlos quales, como dize san Jheronimo, siguio a Origenes, anadiendo d de uyo algunas cosa . Y
escriuio muchas cpistolas a &lt;liuersas per onas.
De Didimo alexandrino, samo dotor.
CAPITULO LXXX.

Resplandecio tan claro como el sol enel tiempo &lt;le Juliano,
ernpcrador c: aposrata, atio del L 110r de .ccclxxr 11, Didimo
alexandrino, sancto dotor glorioso. Este, seycndo ni1io, an i que
aun no abia las primera !erras, perdio la Yista delos ojos empero
fue alurnbrado enel spiritu de mucho ma clara lumbrc. Auia
ovdo,esre sancto moço, aquello queenel euangelio es escripto: &lt;&lt; Lo
q~e alos hombres es imposible, es posible a ccrca &lt;le Dios li , y

~IAR DE ISTORIA

5 5

c~ntiando que la palabra euangelicaJ no puede fallecer roo-m·1 ·1
D
JOS q
· . e gracia,
· porqu mereciesse res ebir 'la lum
o' ' '
ue I. e d. ie
brc
J~J _,_1~~nd11mento. _Y mezclando con las oracione d trabajo enel
exer\.11.10 dd . e~tud10 i continuas vioilias, la gracia de Dios le
~'.oueya, ans, que akançaua oyendo lo que lo otros sabian
'iendo. E_ 7omo dcspues del rrabajo del estudio, scgun suele
acaecer, n_111esse alo ocros el ueùo, Didimo ,1si comLo animal
puro, rum1~ua aq~el manjar spiritual que auia oydo, reuocando lo
a su me~on~. Ans1 qu mucho en breue mediaote el piritu .incto
a tanta c1encia y sabiduria vino delas co as diuinales \' humanas'
que _foc hec~o &lt;lotor y _maestro delas escuelas. E p~r auroridaj
del ~ancro ob1spo Atana io c: delos otros abios ecle ia tico ' fue u
dotnna aprou~da y recebida. y en roda las arres assi dialctica
como geometna, asrrologia c: arismctica, as i cra ai;to c: ufici nrc
que al~nos. delos filo ophos, no olam nte del no c podian
,1~ent11ar en 1.ada rna dt: tas arrcs, mas qualquier dello que cond
~1 puraua, oyendo sus dispuraciones, lo creyan st:r maestro de
,1g_u~lla ane en que lo auian preguntado. Las obra c: libros d1.stc
Diduno _a cerca delos antiguos dotorcs fueron auidas en orand •
reuerenc,a ~· reputacion. \'erdad es que acer a delos latin~ 11 ~
se. ~allan h bros ni tratados suyos, saluo ,·no, qui: escriui; del
sp~mu samo, ~I q~al san G_regorio rorno de griego en latin; el prol?o0 del quai 1,;0m1ença a s1 : « L y otro tiempo los libelos del spi~itu santo ". _uenta Rufino &lt;leste santo dotor Didimo, que coma
1:na v z lo _-·1s1tase ~I 0 lorioso confrsor . anto Antonio, viniendo
a ·~lexandna por altrmar la sa1Kta fc que el pre&lt;licaua contra los
tTCJcs, _s_anro Antonio diz que YÎ ·iran&lt;lolo, lo consolo con abias
) man1ficas palabras, dizien&lt;lole an i: « • ·o re turbes Didimo
porque c~cs priuado dda ,·isca delos ojos corporal~s. Ca d;
aquellos OJOS as tu mcngua, con que se miran c: se ,·cen los mures
Y_las mo cas_ c: otras vile t rahezes animalias; mas alegrate, que
as aquellos OJOS con que los an&lt;7eles miran i ve na Dios; conlos
quales alcanças la rerdad por la lumbre delas cicncias &gt;&gt;. &lt;&lt; Kosotros &gt;&gt; , dize Rufino « que oymo la biua boz del c: conocimos

�IIERNA,

PEREZ DE

Z.fA!\

y sentimos vna arande diuinal gracia, que sobre toda humani_d~d
sooaua enlas palabras y sermones, que salian de su boca &gt;&gt;: B1b10
este santo Didimo hasta nouenta anas y cscriuio, cgun dize sa11
eronimo, muchas nobles obr.1 , dela quale. algunas son estas :
Los comentario · enlo euangelios de san Matheo z de sant :juan·
Los comentarios sobre lo salmo . Contra los a.:rianos, dos lt~ros.
Dela selmanas. Del spiritu santo, vn libro. Enel Ysa):1, &lt;liez Y
ocho \ibro . Enel Es o, tres libro . Enel Zacarias, cinco ltbros.
Los comentarios sobre el Job.

De sant Basilio, obispo de Cesan:a.
CAPITULO LXX:\.).
, 0 \ imp rio de Jouiniaoo, aria del
i'ior de .ccdxv1, flon:'.cio
aquel santo dotor z grande pa&lt;lre Ba~ilio, ~bi po de -~e~rea de
apadocia, cuya santissima ,·ida z glonosa vtrtude es1:nu10 ~anro
filonicio obispo de Yt0oia. El quai entrt: ocras palabr.1s
n
'
.
- fue•
muchas dizc
del ansi: &lt;1 Basilio com fue ·se de s1ete
:mos,
puesto ~mr mandado de su padre a aprender las le_rras,_ y d spues
ya de mayor edad, fues e a Athenas, madre ~elas c1enc1as z m~estra d la eloquencia; z alli con san Gr gono nasanceno z LOll
Juliana apostata, que despues fue enperado~, _con vn grande
~ofista, llaiuado Libanio, estudio en aquellas c1~nc1as, entas quales
nunca pudo falbr ni auer cooocimiento del cnador z haze_d~r de
todas las co~1 . E coma ass1· es t um·ess".. , fuc , na noche d1u111almente alumbrado por d piritu santo, mamlamlo le, qu~ 1~ que _cl
desseaua fallar, que I bu -ase eola · cscripturas d_ela rel1g1on. ~nstiana. E ansi con tal maodamiento, todo enœnd1do end spmtu,
fut:sse a Egipto , d manda lo santos li~ros dela _l~y. Y torn~ndo
de alli, diosc todo ala lccion dela e cnptura d'.umales. A 1 _que
en Grccia a muchas filosofo gentiles mostro la via dela salu_ac1on;
Entre \os quales fue rno Eubelio, muy abio ntrc los ge?:ilcs. 'i'
foliole rn dia, se ·cndo mucho \'Ïejo, disputando con los d1c1pulos,

:\!AR DE I TORIAS

to~ando 1~ por la mano, trajo lo consigo a su casa , alli por
trcs &lt;lias contmuos sin corner algum casa, estouieron fablando la
palabra Je Dias, las diuinas cscriptura . Y ansi al sabio ,·ic:jo y
pagano torno ala catolica y n:rdad1.:ra fc. El quai, d1.: . . pues que fuc
conucrtido, an i foc bu1.:no y dl'Uoto cri tiano, que n.:ndicndo
todo lo que auia , dando lo a pobres, siguio a san Basilio en
taclas sus obras. E despues este samo abio, encendido por piritu
santo, buscanJo z cercando todas la ciudade · v villas dela renion
z pr?uincia de Ponta, z la gente de aquella tierra qu e ~aua
n gligeote y perezosa a cerca de su alud, z no auicndo e perança
del re ·no de Dias, predicandole t amonestandoles, mouiolos z
abiuo los al conocimiento de Dias. E toda aquclla solicitud , cura
que auian dela obras mundanales, biw le qut.: la ouic s n dda
salud de sus animas, mostrandoles a edificar monesterios , rezar
las aras y camar deuota y solenemenœ los salmos z hvmnos,
curar delo enfermos, dar limosna alo pobres, LOnsagrar· a Dios
sus virgincs z fazcr vida linpia z onesta, y casar. En condmion.
par su dotrina del, en breue tiempo toda aquella prouincia foc
mudada z trocada. An i que enel tienpo esterile y maiicro,
nacicron flores z fruros muy abundosos. Par lo quai, coma d
olor surn dela su buena fama par roda parte se derramasc, fue
hecho obispo de Cesarea. E prn:sto ya enesta &lt;lignida&lt;l, todo su
i:uydado y cura era de seruir a Dias, y ansi par sus libros y epistolas coma por disputacionc , atormentaua , atcrraua Ios ercjl's.
Este 1:s aquel sancto Ba ilio, de quien cl santo hermita1io Afrcn
,·ido salir par la boca vna coluna de fuego, que su altura lle!,:aua al
ciclo. Y ovo vna boz del cielo, que Jezia : « Tal es cl onndc
Basilio. &gt;&gt; Como cl santo mon je ouo esta reuelacion, , ino lo a
ver y hallo lo estudiando colas san ·cas e-cripturas, z: ,io que
hablaua con\'na lengua de fucgo ) muy espanta&lt;lo, començo a
dezir: cc Verdaderamente, grande es Basilio· verdaderamente, s
coluna de fue~o; ,·erdadcramcnte el sancto spiricu habla enel &gt;&gt;. Este
gloria o, segun dize sant Jheronimo, e criuio mu\' nobles libros.
Primcramentc, los libros i:ontra Eunomio. E~d xameron,
t

�58

HER: A~ PEREZ DE GUZ:&gt;IA .'

nucut:! omelias. La regb delo monjc . \'n ,olumen de piritu
anto. Yn libello n mant:!ra de exortacion alo monjes.
tros
brcue y diucrsrn, trata&lt;los.

De san Gr gorio nas,u1 eno.
CAPITCLO LXXXII.

· el imperio d Yalcntiniano que fu end aîio del enor de
.c ·dx\·ii, re plandecio por muy ..:l.tra lumbre de ciencia t de

vida el santo t glorio o san Gregorio nasan eno. Del quai assi
fabla Rutino : « Gr gorio z Basilio engendra la prouincia de
apadocio. Ambos a do nobles, amhos foeron en eüados en
..\ten.1s, ambo fueron de vn coleoio, ambos salieron de rn audirorio , t:! cuela, z rogauan les lo delos estudios, que les leye en
la rctoric,l. El quai oficio Basilio ex rcitaua z cumplia manificamcme; Gregorio ,tbia y magnificamenre lo 111enos preciaua t
rebusaua. Ca su dessco , voluntad era huyr las obras mundanales
i seruir a Dio , y tanto heruor ouo ala fc y tanto amor a Vasilio.
que el vn dia estando enla catedra ley ndo, lo tomo por la mana
y lo decendio della, t lo leuo consi~o a u mone cerio. E alti por
treze a11os e tando, dexados lo libros i filo ·ofia delos griegos,
solamentc estudiaua enlas diuinas escripturas. E como, ayudando
adlo la crracia de Dios, anbos fuess n suficient mente in truy&lt;los
· en c11ados enlas ciencias diuinas, y fuc sen llamado a informar
la-; gente cnla ft:, ca&lt;la voo acc1,to aq uel oficio, pero por diuersas
vias. C:1 Bl ilio, œrcando y ro&lt;lean&lt;lo roda la prouincia de Ponta,
dc:spertando lo coraçoncs 011olientos r adormidos, c: alumbrando
los ciegos entendimientos delas cremes que ni conocian a Dios,
ni auian esperança dela otra vida, con us sermon s • dotrinas
aprouecho mucbo ala saluacion d llos. Gregorio, dando. e ala
contemplacion y estudio -z: vigilias i a uno , labraua la bueoa
tierra del su coraçon i aprouechaua mucha mas en si mcsmo
que Basilio enlo otros. Ca Basilio recebia aquello, que los que

MAR DE J. rORIAS

renunciauan el munJo po111an
. ante su p'
.
pobres, scgun la neccsid·•·i d
d
.
ies i reparnalo alos
.i
«u c ca a n10 y G , , ·
.
naua roseya lo to&lt;lo 5 . d .
·
rcgono, no tcn1cn&lt;lo
.
' . t'.) en o contenta de
b
5~ r 0 rc1.a i no cobdi•
c,ando mas.
lament s . b .
.
e tr,t apua dela s·1b1d · 1· ·
1ien d,a
alos mur cobdi .
.
. ' ' una l ,urna. Repn:.
croso ' auanentos l'.
qUt: ccsasen y se dexascn dnl• .. 1· . d , c. prel kaua al;ts genks
.. ,1 so 1c1tu i cura del
.i
,. entendie sen enlas co .1 _ 1, ._ 1
as co as uc.1 siglo
.
l.t: c ti,1 c que o
bl es. Basilio fuc hecho ob· . d '
_11 perpctuas t dur,tispo c C1padoG
·
rehu ,·1ua' l·t• d.m1'dades z po&lt;lerio y ' c ' l.Ja.. . n:oono
hu ··' 1 -c.
. t&lt;liesse, porque no tomaua .
.d I omo \ as1lio lo reprehenc,1rgo e :t cura z
. .
almas, st.:vendo muy sufi .
.
reg1m1ento delas
.
ciente en reg,r la yoJ .
. .
l,'b ro, llamado
apoloo-er·.
. d'
• o s1a, e cnu,o \'ll
.
.
,ca,
respon
iendo
al
h
.
Basd10. Del quai por
a repre en ,on de
.
'
mu Y I1ermoso esrilo de+
tanto tt"llll:l la nouernacion &lt;l ·I . 1
l: .,_ro, porque d
t&gt;
c.: as ,1 mas I· nef q I
pala bras Jize ansi . &lt;&lt; Po .· .
· u,1 entre otr;1s
. .
·
r ue1 to como vo . . -.
.
espencncia que ·1u11 f'.1 ·t·1
.
1 • 1.:011oz1.:.1 y n~a en m,
'
'
• ' aqu1 vo no 1 • b'd b
ll11:nte, como presumire i
. - . . c sa J o o edl·ccr d1:rechaos,1re , s,1r deh filo ·ofi
1 . .
pose ·cndo la "Ouernacio11 d I·
..
•
a ec es1ast1ca,
.
r'
e as amma~ , ce 1
b 1
prehcmmencia i dinid·1d - . . 1
..
1 cr so re os otro-;
esta bien considerado. , c. ~t:g1r os sudttos ~crfctamcnte ? Todo
, )O \CO que d neooc
&lt;l
d
sobre mis fuercas . ma l'Orme t
. o ,o es c to o punto
• '
J
n e encsrc uempo , 1
1
1os hombres continuamente
J·ar se a d,uer
. 'cne
qua .,·cemos
mu
.
.
a 1guna costancia , firmeza .
b
sos propo. nos srn
razon. Tanto q , . . . '.) tur an y empachan la orden dela
uc am, 1u,·z10 no es 111 •·
•
que tirar c hombre de en .nrd·
f _eior 111 mas segura cosa,
c 10 ~ uy1 Y escondcrsl' •&gt;.
De Geronimo, natur.d Je D,tlmaci:1.

CAPI'fl,JO LXXXIII.

So el imperio d Theodosia cl ma.
•
.ccclxxxvii fi
·) or, eocl ana dd eôor de
1
, ueron mue 10s santos sab'
natural de Dalmacia z- fi' d E b' ios ,·arones. Geronimo
&gt;
e u e io z eye d
.•
.
l,oma ;:- alli fue baptizado JO
' [:
1
.
, n o ntno, vrno a
. ..
ue a com,cn~o ensc,ïado cnla~ Ictras
REi ( t l/fSP.4.\/QCE,

l

•

�HERXAN PEREZ DE GUZ~IA1'

M.\R l)E l TORJAS

griegas , latinas, z; despues enlas ebreas. rue del abito z religion
delos monges iempre virgen an i que alos que del vinieron
dexo gran enxemplo de santidad. Enla dad dclos , eyntc a110s fm:
ordcnado cardenal, y canto ouo el amor y el fabor d I pueblo pnr
la santidad de su vida, que por juyzio de todo cra &lt;lino del mas
alto accrdo io. Y como alli cstando, porque repreendia la pcreza
, luxuria delo deri ~os y monjes, no lo poJie sw sufrir; rrabajar n ddo di famar. Y cl santo hombre, qucrieodo prouecr asu
paz acordo de se partir de alli z vino a Costantinopla, dondc
fallo aqud marauilloso varon, de quien arriba hezimo mencion,
am Gregorio nasanc no. Del quai fue mu • complid;tmente en cîiado enlas diuinas escripturas. Pero de eando d :tparramiento
Jela vida del ·ermo, fuesse alla z continuando alli por quatro
aiios en grande pureza, vino de allia Berlcem; end quai lugar, allegando a su proposito muchos dicipulos, cdifico rn monc terio, y
alti en ·rntidad de \ ida enla esplanacion &lt;lelas ',mtas c cripturas
trabajo por • pacio de lv1. aiios. fatc santisimo dotor 5olo entre
todo los otros dedaro los diez y ey profet:is, , dda lengua
cbrea torno cnla 1 ngua latina todo el Yiejo y 1 nueuo re tamento, cuya trasladacion oy ,·sa todo el mundo z; alknde de to,
compu o muchas obra a grande difio ion dela fe. Primero al
papa Dama o, la e po icion de su fo. Y cl simbolo fecho en
• 'iœna. Y delas reglas y clifinicione contra lo. erejes . Conrr.1 los
pelagianos, rno. Contra Jouiniano, orro libro. Contra Lucifriano,
otro. Contra el judio, otro. Otro, dcla pcrpctu;t Yirgioidad de
nucstra sc1iora. onrra igilani:io, otro. Contra Origin s dda
resurrecion dcla carne, orro. Delos erron:s cle Origi11t.:s, otro .•
Anito, presbitero. El apologetico contra Rutino. A Juli:ino, n csplicarorio. Dcla pcnitencia a Rustico, otro. De foego lu:xurioso, otro.
Al papa Da maso, dela doze quistiones, otro. A Elbidia, dela distancia delos lugares , dela interp tracioues delos ebr os, otro. A
Pamachipo, dcla muy buena orden -z; manera de interprerar. A
Paulino, del studio ddas ciencias. A Paulino delas quistioncs
ebraycas. A Fabiola, dela v sridura sacerdotal. Dela qu:irenta y

do posadas del s hijo de Ysrrad e l d .
ddo icte ttrados dcl:i \' rle~t;
~ esr~rt_o. A Dam:iso papa
menon B .. ·. ·
b • g · · Dc las qurstioncs del paralipo• , t. u1.ir10 so re el p :iltcrio D. . . d
muchas cpistol· . d"
.
· cn1.1s eS tas obras c criuiP
. ,1s a ruersa'&gt; pcrson:is.

590

591

De s:mr Juan Griso:.tomo .

CAPJTULo L::rnu.

d imperio del emperad . Tl d .
griegos cl santo \' orande d~t ot . ieo os10 ~orecio entre lo:..
primera dicipulo cl 1 "b .
or san Juan Gnsosromo, que fue
.d
c .1 an10, sofista, ,o\'dordel filo ofo !\n&lt;lr· i .
)_ e pues por su ancta ,·i&lt;la z clara do;rina fue ob· Coag o'
t111opla. Tanta fue su zelo &lt;lela .· d d 1
. ispo e 1 st.an,mu
c
a
casud:td
•
p1e lo ouicron l . . · 11
.
_
.
•
•
, que os s1mmones ra mur ~:~J~Jr-\'urdoeso " JdJrcsulntuoso, porque en su scr.
•
gran e zc o en r prc, d 1 ..
z; acusar 1 . yerros delos ordnde h~n br . . , • ~n .er os \ ic1os
contra el uran&lt;lc cmbidia Est .
d es. E~~cndrose pore to
\'no, del,1 rcparacion dcÎ ca ~ sancto oro~e ·cnu10 muchos libro.:
don que &lt;l •
1
. ) do, que emb10 a , no llamado Amie,
cxo e monc rcno )' t
1 ·
libro de .
·
• .
orno a -ig1o. A Demetrio, dos
.
1..ompunc1on. \ n d1alogo entre el y sant Basilio uc '
L~mpu, o. Dela carga y fuyda del obi ado
, q. cl
nmguno no es ofendido ni &lt;l , d
. Pd . otro. Orro, LOmo
ana o, mo e s1 mesmo
b
Mateo, nouenra omclia delas qualc a 1..·"r··1 d 1 1 ·. o re san
1 Il
.
~ L,
os atmos no e
la ;tn rno ,·c ·ntc .,. cin 1.·o
. 11'1 ac 11co do lib
. )
. · ob re s,m
Je comennrio ' b , . J
'
rc s a m:1.nera
p
, . ..
rc s:111 uan, ochenta -z; ocho libros ~ loo . J
":111 r~~lo, :c ~mcli.15. Contra lo judios, ante que fu~.•c obi rpo ~
;i:n/ io . rc o actos dclos apo tolcs. n libro, « que en
~o », dftze fray Juan de Columpna, cl que hizo cl mar d las
to11as, cc ~ tornado de griego en latin ,&gt;. Otra
b
,
entre I s launos no e hallan.
s o ra ' que

d

mi

De Arzcmio, scnador. .

�592

IIEl\:,_A}; PEREZ DE GUZMA'~!AR DE I TORL\S

C.,PITULO LXXX\".

Enel riempo &lt;ld cmpera&lt;l.or Theodosio fuc el mar.1uillo:,o zbienau murado Arzcmio, sena&lt;lor &lt;le Roma. E te, como fuesse
senador z mucho honrado end palacio d I emperndor, continuamente rogaua a nu stro ·i\or, que le gui,1 e ala via d
saluacion. E como \ïl di;t escuuiese vestido en oro, oyo rna
boz que le dixo : cc rzemio fuye delos hombres. z seras sabio ».
E oyda esta boz, luego &lt;lexadas to&lt;la esta cosas, enla edad delos
cinquenta y sep ai10s hizo se monje y fues e por mar a Egipto,
.: , isitando los sanctos de aquel yermo, edifico alli para si vna
celda z biuiendo enla carne, hazia vida angelical. Deste sancto
hombre se lce, que asi como enla casa del emperador alguno no
\'Î tia mas preciosas ni ricas ropa~ que el, a i despue que
estouo entre los monjc, ninguno no traya mas \Îles abitos ni
YC!&gt;tiduras. Tenia tan olamentc ,11 seruidor que le scruia z
adminisrraua. Acaccio, que rno dclos famo o monjes de Egipto
oyo la uran&lt;le fama de Arxemio z ,·ino le a ,·er. E como t::l
bienau nturado Arzemio lo vide dixo a aquel u ministro :
cc Fijo, adereçanos de comer porc te abad, que vicne a nos». Y
el sicrno puso la mesa y enclla berças y pan · rn poco de vino
por la flaqueza de su c11 r. E como aquel abad egipciano se
parties e de alli, murmurando dezia: « En dekytes bine este Yiejo
romano ,, . Lo quai por Yoluntad de Dios supo en spiritu s.111cto
Artemi , y enbio a aquel su ministro que lo llamasc, z rnmo
, iniessc, asentaronsc :t hablar z prc0 unto le Arx mio : cc Dime,
abad, de quai prouincia ercs tu ? » . El rc pondio, que de Egipto.
« De quai ciuda&lt;l? &gt;&gt;, dixo Arzemio. c&lt; 1o soy &gt;&gt;, dixo aquel,
1c de ninguna ciu&lt;lad, ni jamas more enella ». cc Pues &gt;&gt;, dixo
Arzemio, « antes que fuesses monje en que posesion biuias z
que vida hazias? &gt;&gt; « Yo ,, dixo el monje, « era guarJador delos
campo &gt;&gt; c&lt; Ado dormias ? » dixo Arzemio. &lt;&lt; Enla tierra
&lt;lesnuda. 1&gt; 11 Que .:omias cncl campo ? ,, cc 1i comcr &gt;&gt;, &lt;lixo

593

d, cc cra pan
• se·o
" , • a1gu □ ns wzes , .
Por cierro » dixo A . .
· ) cr~a , c._ beu,a. agua ».
do lo edifica/ dixo . &lt;~~m10, _« a saz trat)aJo era ». y queriengran ciudad d~ R~m~ natuo'. lpecad~r, que tu vees, soy de aquella
r,1 z au,a a cerca del e
&lt;l
R
.
mpera or mu,·
0 ran luoar ,. de.,
~
i:,
• J
xc a orna Y vine a t
Id d y
J
palacios " mu..::has rique· . . d' ~s a so e a . o ouc grandes
.
,:as ) to o o menospreciando ,·ine a
mornr enesta peque1îa celda Toue .
d
'
estrados. y por cllos d.
· n·
lamas c oro Y preciosos
·
,omc ios este e trado de
.,
1uncos y c ta pie! ue a ui . ,
.
:
\·ergas y ue
orande re . .
q • q \ ec . fis ,·e t1duras cran de muy
n
P CIO aoora vso &lt;lesta ·1
E
·ares
se
e
d'.
t&gt;
d.
. s "' es ropas. :n mi mesa "man·)
spen ,a gran e sum:t de oro . o .
1
•
beuo \·n &gt;oco &lt;l ,·
.
' ai:,or.i como egumbrcs v
y
1 ~ e , mo. Tcn:a muchas sieruo. c: orandc famil" .
nucstro nor por todos aquellos me dio csr. ?
.
,a.
me aministra. En mis combitcs - fiesr. . c sh1cruo solo que
d
c.
.1 ama mue os taikdor
ores, con que me dele ·taua. y agora dioo ,;da d··
~
,a mos, y de noche otro tantos )Or los ecad
1.1
~zc
Aoora alegremente haoo a Dio I lo . p
~ que ~~tes ha21a.
r-• a i-,un pequeno sernh.:10 Por lo
q uai te mego, abad, que
no te escandali
. .
cnfermedad » C
· '
zc por 1111 flaqueza y
• 01110 esro oyesse aquel mo O
•
•
•
llandose mucho dixo . A d. , .
nbe eg1pc1ano, marauipobrcza mas ,·' . 1 . cc y e n_11, que del trabajo del mundo y
, , me a a conu rsacion delos
.
fol_gar, que a s ruir a Dios. ,, E dicho
monies a recrear Y
cd1ficado.
e5ro, parto de alli lllll)'
«

c\nta

J's _

De san Agustin z de Orosio.
C.\PITUI.O I.XXX\ï.

. ~ ~I empcrador Onorio resplandccio c: alumbro 11 'ol . 1
sanr, s1mo y mu . &lt;1) •
&lt;l
• 1l'&gt; c&lt;:1a t:
A~...
.·
) :;- on~so otor, sam Agustin, natural de
&lt;l (''--•I, o~1spo. de ) pon1a, y grand impunnador . pcrseouidor
e os ereies. bte, antes que fuc.. e conuertido fuc mm~ ,~1n
filosopho c: mal! tro de rctorica. y rama fue la ex·e· leg •.
r altc a d
·
·
· l neta
.
z c su mgemo, que por si mesmo, no e lo mos-

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE !STORIAS

trando alguno, los libros de Aristotiles y todas las artes liberales entendia muy bien 'l cumplidamente. Y despues por los
merescimientos de su madre, que era muy buena y deuota
cristiana, y por la dettota predicacion de santo Ambrosio, fue
conuertido del error &lt;lelos manicheos ala fe catolica enla ciudad
de Milan. E despues de su conuersion, tornandose a Africa, entre
sus :imigos diose :tlos ayunos z: oraciones, y estando continuamente enel estudio delas santas escripturas, mostraua alos que
no sabian escriuir, z ordenaua libros. E corna por tres anas esta
obra continuase, seyendo biuo sant Valerio, obispo de Yponia,
contra toda voluntad de san Agustin fue obispo dela dkha
dudad. Los libros y epistolas z tratados suyos llegaron al numcro
de mil z: treynta. z asi con razon dize del vn verso : &lt;&lt; mintio
qqien dixo ·que leyo todo aü, Augustin ». Prospero, vn grande
&lt;loctor, dize deste glorioso z bienauenturado sancto Agustin estas
palabras: &lt;&lt; Sahcto Agustin fue de alto ingenio c: de mansa o
duke eloquenda, muy sabio enlas ciencias seglares z agudo enla solucion delas quistiones; muy auisado en vencer los erejes z
muy catolico, y enla esposicion de nuestra fe y esplanar las
escuras escripturas mucho cauto z guardado ». Corno quier que
el tantas obras hizo, solamente se hallan del de libros y de
tratados, ocbocientos, sacando los sermones, que por su muchedumbre no se pueùen contar. Deste santo obispo 'l dotor Agustin
fue dicipulo 'l familiar Paulo Orosio, par nacion espanol. Del
quai assi dize sant Jeronimo : c&lt; Orosio el preste, natural de
Espaiia, fue muy eloquente z ouo gran conocimiento delas
estorias J&gt;. Este escriuio contra aquellos que se querellauan dela
fe cristiana 'l blasfemauan, djziendo que la republica de Roma
recibiera grandes danos, despues que la fe cristiana tot110 ; 'l hizo
contra ellos ocho libros, enlos quales escriuiendo poco menos
que rodas las aduersidades y batallas z tribulaciones que a Roma
auian venido, mosfro, que la ci'lldad romana mas fue guardada
dellas por 1-a fe, que par sus , merecimientos ni poder. Este es
aque1 Orosio, que embio san Agustin a san Geronimo sobre la

contienda del anima. Este escriuio vn apoloo-etico contra vn
ereje que fue en su tiempo, llamado Pelayo. t&gt;

594

595

De Seuero de Tolosa.

CAPITULO LXXXVH.

Florecio ansi mesmo eneste tiempo Seuero, natural de Tolosa,
hombre muy noNble en linaje y en ciencia, grande amador dela
humildad y pobreza, y que escriuio muchas obras clignas de ser
preciadas, que son estas algunas dellas : El dialogo. La vida delos
santos padres, enb quai por especial estauan muchas casas dela
vida de san Martin, cuyo familiar z mucha amigo el fue. Este
santo hombre Seuero, seyendo viejo, fue enganado por los erejes
pelagianos. Pero despues p0r la misericordia de Dias conosciendo
su culpa, en penitencia de aquel pecado toua silencio hasta la
muette, porque el yerro que hiziera hablando, callando lo purgase y emendase.
De san Paulina.

CAPITULO LXXXî'llI.

Florecio eneste tiempô sant Paulina, obispo de Nola, varan
de singuhr santidad. Del quai san Gregorio en su dialogo escriuio
muchas cosas. Y escriuio este santo Paulina muchas z deuotas
obras. A Leosio, vn Jibro de consolacion. Del epitalphio sobre la
muerte. Del niiïo baptizado, vn libro. Al suso dicho Seuero,
muchas epistolas. Otro libro a Teodosio emperador, sobre las
victorias delos tiranos, loando lo que mas los vencia por oraciones
que por armas. Otro libro de penirencia, que es la principal
obrasuya.
De Johan Casiano.

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN
MAR DE ISTOR[AS

(APITULO LXXXIX.

Fue eneste tiempo Johan Casiano, sobre nombre hermitaiio,
varon muy sabio y de muy claro ingeoio y muy eloguente;
florecio en Costantinopla. Este, no se sabe por guai caL~sa, fue
Iancado de Costaotinopla por sant Juan Grisostomo, patnarca, z
vin~ a Marsella z a poco tiempo fue alli ordenado preste.
Escr'iuio muchas obras vtiles y prouechosas, entre las guales las
vidas delos padres z las reglas z dotrinas ~ellos, 1~ quai obra
contiene en si rirny grande edificacion. « Por CJerto ii, d1ze fray Juan
de Coluna, que escriuio el mar delas ysto~ias: &lt;&lt; Ent_re muchas
obi;-as delos anriguos que conuienen a perfic1on dela vida z salud
delas animas, no me recuerdo auer leydo aigu na mas prouechosa ii.
E nuestro sancto padre, dino varon apostolico, aquel ~ibro, que es
dicho consolaciones delos padres, leyendolo estud1osamen:e _Y
entendiendo lo sabiamente, fallo enel gran edificacion; escnrno
este dicho Casiano vn libro, que se dize delos establecimientos
delos monesterios.
De Onorio Rufino.

597

continuos estouo eneste monesterio, que aguella santa due11a
edifico. Y estando eneste tnonesterio, por su predicacion z dotrina
torno ala fe muchos erejes z cismaticos.
De sant Germano, obispo.

CAPITULO XCT.

Encl imperio de Theodosio el menor, que fue a,io de
trezicntos y cincuenta y seys, fue en Francia san Germano,
obispo de Antisiodoro, muy noble hombre de Jinaje y muy
sabio en ciencia. Este de cauallero fue hecho monje z despues
obispo c:, segun que en su vida se lee, despues que fue hecbo
sacerdote, nunca cornio pan de trigo ni beuio vino ni comio
:.izeyte ni sa!. Continuamente ayunaua, y desdc el viernes basta
el domingo nunca comia, y toda via enlo que comia, mezclaua
ceniza. Y comia pan de ceuada z amasaualo el mesmo z- molialo.
unca otra cosa vistia sino cilicio y en cima la cogulla y ma
pie!. En su cama no auia al sino tablas y en cima ceniza; nunca
alrnohada renia ensu cabcça. Quando dormia, nunca se desnudaua,
z pocas vezes se descalçaua .
De Boecio Seuerino.

CAPITULO

xc.

Flore.:io so este emperador Onorio Rufino, preste de Agnileya,
hombre muy ensefiado enla lengua latina z griega. Ca_ :raslado
gran parte delas obras delos griegos, ansi como de Basilio z: de
Gregorio nasanseno, Clemente y Eusebio en Cesarea, y ~sc~m10
el de suyo muchas obras prouechosas y muy nobles, pnnc1palmente contra los que lo acusauan. Enla quai obra el muestra
qt:1e siguio a Origines enel ingenio y estilo, mas no enla fe .
Este noble z sabio dotor Rufino fue a Jerusalem por ver a san_cta
Melania. vna noble dueiia romana, z alli por treynta z: ocho anos

CAr1Tu10 xcn.
So el imperio de Justiniano, que lue aiio del Seôor de secientos
z diez z ocbo a110s, florecio en Roma el muy claro senadot
Boecio Seuerino, que decendio dela generacion del noble principe Maulo Torcato. Fue Boecio muy sabio eola lengua griega z
larina. El torno rodas las artes liberales de griego en latin. Y
como en aquel tiempo el rey Teoderico godo poseyesse a Ytalia
c: la apremiase con tirania, Boecio, muy amador dela republica,
mucho osadamente se oponia contra el por su justicia. E coma

�HER , AN PEREZ DE GUZMAN
'.\[AR DE ISTORIAS

. .
. r linajc como por ciencia
de Boecio fuesse gran opuuon, assi po
.
C
J general
. 1
ho el re' Theodcnco. a reg a
z virrudes, tem1a o mue
ecelan delos hombres
&lt;l . lo tiranos desaman , se r •
.
.
e~, que ro- ~s
lo acusar Je cri men lese nia1estat~ y
virtuosos " 1ustos. E fizo .
~, u1·d.., c·~•'a c1usa prend1olo
L a
"o los
·' " a Pauia
· · ' c; despues
prouarsc lo con gran des tcstwos
i:, • •
. 1
· c·pe
romanos
i
eu
'
• ·'
con algunos otros pno 1
..
, . • · l libro de con oalli los hizo matar. y enla pn ion cscnu10 c
lacion.

599

z a clamor del pueblo por elecion dela clerecia, fue fecho
arçobispo. Y como el nuaca comia carne segun enel yerrno
lo acostumbraua, presenraron le ,·n pez y abriendole el cozinero,
folio end aquel anillo, z: muy alegre lo presento al arçobispo.
Y cl conocicnJo lo hizo 11racias a Dios. Era la puemc dond&lt;.•
lo cl lanço Jo le-guas dl· alli, donJe le fuc presenta&lt;lo el pece con
cl anillo.
De sancto Ysidoro, arçobispo.

De Casiodoro.
APITUI.O

xcm.

.
d , cm cr-1dor Justini:ino, C1siodoro
Fue encstc ttempo CSrc
p · . -·11c. del rey Thco&lt;lod d R ma y dcspues c11.1nc..1 1
•
prirnero, ,;ena or
o • 'b
1
·uio a muchos muchas ï:
.
d
, -u •o nom rc e escn
. . l
nco go o en 1,;
•
• les del TC)'
y escnmo os
. l
bre negoc10s cuna
' .
ùiucrsas ep1sto a so
O ro libro dela razon del anima.
comentarios sobre los salmos. t
Otro libro de ortografia.
De santo Arnulfo.
c,riTULO

xcmr.

.
• del efior de .d.cxiiii, esclarccio
el imperio de Erncho, an;l
I como fue e mayordomo
en Francia sancto Arnulfo.
quda '1 enel re no penso dexar
t eQUndo de pues e
'
d1
mayor e rey
o
los fïios fues e al ·ermo ;
'
.
d E d xando la muger '
cl mun o.
.
.
e assando por ,·n no, que e-s
i como alla fuesse, acaesc10 qu p
o va anillo que le
ando enla puente tom
.
l
Jicbo fose a, entr
. • ,
lo enel rio con tal cond1d
dos sus b1enes 1anço
d
.
d
que ara e to
.
ue Dios le auria sus pecca os percion, que entonces cre;na ~li le fuesse tornado; t fuesse al
donados, quando aque anh1 o_
o z siruiendo a Dios, boluio
M .
li . b. ·endo mue o ttemp
vermo y a i m1
.
. el arçobispo &lt;le- eus,
•a1 mun
. do , .,... a cabo de uempo muno
•
,

C\PIT{.;J.O XC\.

Encl tiempo del cmperador Eraclio fl~rccio I grande doror
z: muy saato Ysidoro, arçobispo de , euilla, hern1ano y suce. or del bienauenturado s:m Leandre. Este glorioso doror compuso mu hos libro. z obras muy prouecho as. on estas : Delos
soliloquio., &lt;los libros. DeJas sentencias, rres. Delas ethimolocrias, veynte-. D origen z comienço delo oficios, dos. Dela
significacion del viejo z: nueuo testamenro, vno. Dela sangrc
z cuerpo del efior, vn tratado. Delas alegorias, ,-no. obre los
quatro libro de Moysen, quatro libros. Enel Josue, vn libro.
End libro delos reyes, Yn libro. fata encre nos n1 libro de
lo decretos aposrolicale , el qu:tl el copilo; conuiene aucr: epistolas &lt;lecretales delos ponrifice rromanos. Los canones delos
concilios que por sucesion de- tiempo en diuer os tiempos fui.:ron celebrados por los obispo carolicos, lo quai rodo esta e-n \ï1
grande volumen.
Del santo grial.
C.\PITGI.O

xcn.

el imperio &lt;le Leon a1io del ·iior de d.ccxxx, foc en Bretaiia arn hennita1io fech:i vna marauillo :t rcuelacion, segun se
dize, la quai diz que le reuelo m ange! Je , n g-rial o cscu-

�HER , AN PEREZ DE GUZMAN
'.\[AR DE ISTORIAS

. .
. r linajc como por ciencia
de Boecio fuesse gran opuuon, assi po
.
C
J general
. 1
ho el re' Theodcnco. a reg a
z virrudes, tem1a o mue
ecelan delos hombres
&lt;l . lo tiranos desaman , se r •
.
.
e~, que ro- ~s
lo acusar Je cri men lese nia1estat~ y
virtuosos " 1ustos. E fizo .
~, u1·d.., c·~•'a c1usa prend1olo
L a
"o los
·' " a Pauia
· · ' c; despues
prouarsc lo con gran des tcstwos
i:, • •
. 1
· c·pe
romanos
i
eu
'
• ·'
con algunos otros pno 1
..
, . • · l libro de con oalli los hizo matar. y enla pn ion cscnu10 c
lacion.

599

z a clamor del pueblo por elecion dela clerecia, fue fecho
arçobispo. Y como el nuaca comia carne segun enel yerrno
lo acostumbraua, presenraron le ,·n pez y abriendole el cozinero,
folio end aquel anillo, z: muy alegre lo presento al arçobispo.
Y cl conocicnJo lo hizo 11racias a Dios. Era la puemc dond&lt;.•
lo cl lanço Jo le-guas dl· alli, donJe le fuc presenta&lt;lo el pece con
cl anillo.
De sancto Ysidoro, arçobispo.

De Casiodoro.
APITUI.O

xcm.

.
d , cm cr-1dor Justini:ino, C1siodoro
Fue encstc ttempo CSrc
p · . -·11c. del rey Thco&lt;lod d R ma y dcspues c11.1nc..1 1
•
prirnero, ,;ena or
o • 'b
1
·uio a muchos muchas ï:
.
d
, -u •o nom rc e escn
. . l
nco go o en 1,;
•
• les del TC)'
y escnmo os
. l
bre negoc10s cuna
' .
ùiucrsas ep1sto a so
O ro libro dela razon del anima.
comentarios sobre los salmos. t
Otro libro de ortografia.
De santo Arnulfo.
c,riTULO

xcmr.

.
• del efior de .d.cxiiii, esclarccio
el imperio de Erncho, an;l
I como fue e mayordomo
en Francia sancto Arnulfo.
quda '1 enel re no penso dexar
t eQUndo de pues e
'
d1
mayor e rey
o
los fïios fues e al ·ermo ;
'
.
d E d xando la muger '
cl mun o.
.
.
e assando por ,·n no, que e-s
i como alla fuesse, acaesc10 qu p
o va anillo que le
ando enla puente tom
.
l
Jicbo fose a, entr
. • ,
lo enel rio con tal cond1d
dos sus b1enes 1anço
d
.
d
que ara e to
.
ue Dios le auria sus pecca os percion, que entonces cre;na ~li le fuesse tornado; t fuesse al
donados, quando aque anh1 o_
o z siruiendo a Dios, boluio
M .
li . b. ·endo mue o ttemp
vermo y a i m1
.
. el arçobispo &lt;le- eus,
•a1 mun
. do , .,... a cabo de uempo muno
•
,

C\PIT{.;J.O XC\.

Encl tiempo del cmperador Eraclio fl~rccio I grande doror
z: muy saato Ysidoro, arçobispo de , euilla, hern1ano y suce. or del bienauenturado s:m Leandre. Este glorioso doror compuso mu hos libro. z obras muy prouecho as. on estas : Delos
soliloquio., &lt;los libros. DeJas sentencias, rres. Delas ethimolocrias, veynte-. D origen z comienço delo oficios, dos. Dela
significacion del viejo z: nueuo testamenro, vno. Dela sangrc
z cuerpo del efior, vn tratado. Delas alegorias, ,-no. obre los
quatro libro de Moysen, quatro libros. Enel Josue, vn libro.
End libro delos reyes, Yn libro. fata encre nos n1 libro de
lo decretos aposrolicale , el qu:tl el copilo; conuiene aucr: epistolas &lt;lecretales delos ponrifice rromanos. Los canones delos
concilios que por sucesion de- tiempo en diuer os tiempos fui.:ron celebrados por los obispo carolicos, lo quai rodo esta e-n \ï1
grande volumen.
Del santo grial.
C.\PITGI.O

xcn.

el imperio &lt;le Leon a1io del ·iior de d.ccxxx, foc en Bretaiia arn hennita1io fech:i vna marauillo :t rcuelacion, segun se
dize, la quai diz que le reuelo m ange! Je , n g-rial o cscu-

�600

MAR DE ISTORIAS

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

dilla que ten1a Joseph Abarimatia, en que ceno nuestro sefior
Jbesu Cristo el jueues dela cena. De1a quai reuelacion el dicho
hermitafio escriujo vna estoria, que es clicha del sancto grial.
Esta historia no se balla en latin sino en frances, z dizese que
algunos nobles la escriuieron. La quai, quanta quier que sea
deletable de leer z duke, enpero por muchas cosas estra1ias
que enella se cuenran, asaz deuele ser dada poca fe.
De Alcuyno.
CAPITULO XCVII.

Enel tiempo de Costantino iiii., a110 de d.cclxx, fue en
Ingalaterra Alcuyno, vn grande dotor. Este fue embiado a
Francia, por tratar paz conel enperador Carlos por el rcy de
Ingalarerra, del qual fue muy bien z begninamente recebido, z
veyendo Alcuyno, que el dicho enperador amaua z honrraua
rnucho los sabios z muy buenos religiosos z le mandaua estar
cane!, quedose alli. E asi le fue plazible al noble emperador,
que en su vida nunca lo partio de si ; cuya dotrina z ciencia
tanto frutifico alos franceses, que los hizo yguales en las cien~
cias alos antiguos sabios de Roma z de Arenas. Del aprendio
el enperador por la mayor parre· las artes liberales z principalmente la astrologia, en que el mucho se deleytaua. Este dotor,
seyendo muy claro en vida y en ciencia, hizo al emperador,
que pasase los estudjos delas ciencias de Roma a P~ris, assi
como en otro tienpo fueron traydos de Athenas a Roma. Y
de este estudio fueron fundadores en Paris quatro monjes,
dicipulos de Benarrabano: Alcuyno, Claudio, Juan, Escoto. Las
obras &lt;leste dotor Alcuyno son estas : Dela trinidad, tres libros
asus dicipulos. Del dialogo, vn libro. Delas sentencias, vn
libro. Sobre el genesi ala letra, vno. Sobre los canticos, vno.
Sobre la epistola alos ebreos, vno . Sobre el eclesiastes, vno.
Sobre sant Juan, vno . Dela razon del anima a vna virgen, su

601

deuota, lJ,amada EuIal'ia, ,·no. A Fre&lt;lerico del diaiog:o dela trinidad, vno.
~
De Rabano, dotor.

CAPJTULO XC\l'JII.

So el imperio Je Luys, afro del Sen-01· de ochocientos y
quatorze,
fue Rabano, vn doctor, que enla poes·1a no ouo en
.
~u n~mpo segundo. Fue primera abad de FuJdesis y despnes
a.rçob1spo; el qual entre otras notables obras compuso vn
libro de loores dela santa cruz, de marauilloso z- alto estilo.
De Bonifacio epistola a Theobaldo, rey de Ingalaterra.
CAPJTULO

xc,·n. ·

Enel aùo del Seüor de J .cc!, fue arçobispo -de Maguncia
vn sancto hombre Bonifacio, legado del papa en Germani;, Fue
natural de Ingalaterra, del quai se falla vna epistola que enbio
a! ~-ey Theobald_o de ~ngalaterra, reprehendierdole de algunos
~1C1?S, la _quai d1ze ans~ : &lt;'. Seifor z muy a1)1ado fijo Theobaldo,
1ey del~s mgleses, Bo1ufac10, arç:obispo de Maguncia z Jegado
ap-~stoltco en Germa.nia, salud y perpetua caridad en Jhesu
Cnsto. Oy_mos de ri, que eres muy diligente z solicito y
as1,ero
.,
cas t 1ga dor deIos ro badores z ladrones, z gouiemas
rcyno en paz y eres &lt;lefensor delas biudas z huerfanos v mantenedor d~los pobres. De todo esto al nuestro seJîor Di~s faze111~5. graclas, _pero_ en quanta sabemos, que no guardas el
leg'.t~mo matnmo1110, z grande tristeza y pesar, z si tu de tu
leg~tim~ muger te apartases por guardar continencia z castidad,
sena v~rtuoso acta y muy loable; mas porque en luxurias zadu!tenos, especial me~te con monjas sagradas, ensuci::is tu vida,
tenemos que es muy v1tuperable a tu vida z muy daiioso a tu

;I

�602

MAR DE ISTORIAS

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

anima; por lo qual te exorto z amonesto en Dios, .fi)o muy
amado, que te arepienta delo fecho z ceses de mal bmir,. z te
acuerdes como es torpe z fea cosa, que tu, que por ht gracia de
Dios reyuas z ensei'ioreas, seas con injuria del sieruo dela
luxuria. E lo que mas de doler es, oyroos que por d tu enxenplo todos los principales z varones de tu reyno d~xan sus propias z ligitirnas muge1 es z desonrran ~os monest:nos, tomando
las monjas agradas; lo qual es pelegnno z estrano ala honestad
z virtud. Muestralo la buen,1 costumbre z ordenança dclas
gentes estraûas. Ca enla antiguedad Sayonia, do no han conocimiento de Jhesu Cristo, si la virgen en casa de su padre z _la
muger ya casada en casa de su marido es tomada en adulteno,
deguellanla primera, z despues queman la el cuerpo muerto ; z
al que con ella peco; arrastran lo sobre su lrnesa. z algunas
vezt.:s les dan otra muerte. Ca son entregados a duei:ias castas,
las quales luego les rompen las vestiduras z açotanlos muy
fuerte, z despues punçan los con cuchillos agudos, fasta que
mueren. Puecles pues ver, muy amado hijo, como aquellas
&lt;rentes que no conocen a Dios, punen z castigan el ,·icio dela
luxuria, c: honran la virtud dela castidad. Lo que tu, que eres
rey z cristiano, deues fazer por el exemplo destos. Por D10s,
remedia ala salud de tu anima z prouee a tanta muchedumbre
de pueblo que perece por tu enxemplo, de cuyas ani~1as has de
dar cuenta a nuestro Senor. Rednze a tu rnemona, quantas
terribles y espantables venganças nuestro Senor tomo ya enlos
antiguos reyes por la culpa que en ti reprd1endemo~. Ca Celeredo, rey, tu antecessor, violador z forçador de monps, y quebrantador delos priuilegios dela yglesi,1, estando en. vn solepn~
combite con muchos de sus nobles, le tomo cl d1ablo z -~ns1
lo atonnento, que sin confessar ni recebir el s~~to man1ar,
necessario ala vida del parayso, hablando conel a1ablo z blasfemando dela ley de Dios, le ,salio el anima.
Pues el rey Ofredo, embuelto enestos mesm~s pecados, como
loco murio, perdiendo el reyno z la edad dela 1ouentud. Por lo

603

quai te rogamos z te requerimos que traygas a tu memoria,
quan breue z passadera es la prcscnte vida ; como corre z se
delezna la delectacion dela carne. Por las quales cosas se cornprao z ganan tantos tormentos z la damnacion perdurable. E
quanta verguença z mal nombre es ati, que por la dulçura de
tan breue Yida des:es disfamacion perpetua z mal excmplo a
tus succesores JJ . Delas casas ya clichas .se puede comprehender
la sabiduria , la libertad de osadi.a &lt;leste sancto z bienauentu'.·ad? varon, redarguyendo z reprehendiendo los reyes z
pnnc1pes. P,Jr lo quai merecio auer la corona del martirio. Ca
conel feruor dela fe fue a Frisa con algunos sus compaiï.eros
a predicar la sancta palabra de Dios, z alli fue marterizado.
De san Martin.
CAPTTULO

C.

So el impcrio de Carlo que fue quinto de Carlo magno, a1îo
del Se1îor de d.ccclxxix, vn duque de J. ormandia cerco la ciudad
de Torres, do yazc el cuerpo de san Martin; z como la combatiese muy fuertemente con muchos z diuersos instrumen tos todo
' z
cl pueblo corrio ala iglesia, do estaua el cuerpo de sant Martin
ttuxeron lo al lugar do el muro era mas flaco, porque el foesc
alli defensor dela gente. E como los enemigos lo vieron, luego
fuyeron z los ciudadanos salieron contra ellos gran trecbo, leuando
toda via el cuerpo de sant Martin. Encste mcsmo tiempo, como
ouiese paz z sosicgo en todo el reyno de Francia, fue tornado ala
ciudad de Torres el cuerpo de sant Martin, que por tcmor delas
grandes guerras auia scydo leuado ab ci udad de Antisiodoro. E
quando el sancto cuerpo fue alli tornado, todos los en±èrmos de
quai quier eofermedad que fuesse, no solamente los que alli
traxeron donde el era, mas los que no venieron ni fueron traydos, e no solamente alos que pedian sanidad, mas aun alos que la
no demandauan, z aun a aquellos que con poca fe no la querian,
todos enteramente recibieron sanidad. E cotno emonce fuesse

�605

HERNAN PEREZ DE GUZ!IIAN

MAR DE ISTORlAS

inuierno, en llegando el santo cuerpo ala ciudad, todos los arboles que por la frialdad z fortaleza del inui_erno estauan ap'.·etados, z sin fojas en si, lançaron flores z fo1as co~110 enla pn_mavera. Todos los cirios z las lanparas se encend1eron por s1 d~
fuego diuinal. Todas las campanas dela ciudad se ta1ieron por si
mesmas sin las tocar alguno. Ede alli quedo, que fasta oy en tal
dia se faze grande fiesta.

Era eneste tiempo en Roma vn campo llamado marcio o de
Mares, enel quai estaua vna estatua de marmot, en que el dedo
dela diestra mano tenia letras que dezian: « Agui fiere ". E
muchas que antes lo auiao visto, creyan que la cabeça dela estatua tenia a]gun tesoro z- auian la quebrantado en muchas lugares. Pero Guiberto considerando lo de otra manera, reguardo
quando el sel a medio dia fazia sombra en derecho del dedo dela
estatua z finco alli vn palo, z desque fue noche, solo con vn
cubiculario se fue alli z vsando de sus artes magicas fizo abrir la
tierra y entro con su compafiero. Y entrados, vieron dentro vna
casa como casa real z rodas las paredes dela casa eran de oro z
muchas estatuas de oro z rnuchos vasos de gran precio, todos
de oro z ansi obrados que la obra sobraua ala materia. Y enla
otra pared contraria de aquella estatua vn moço que tenia vn
arco tendido con vna saeta, para que si alguno tomase alguna
cosa de aquellas; z ansi mesrno todas las otras ymagenes se rnouerian contra aquel que lo fiziese. E con este temor Guiberto no
oso tocar nada delo que alliera. Pero el su c~1biculario, creyendo
que en tan grandes riquezas z joyas muy poco se faria aquello,
tomo vn cuchillo de inestimable precio z- de marauillosa obra
que alli era. z- luego el moço que guardaua, embio vna saeta z
firio en vn carbunculo que alli era, que de su resplandor alumbraua toda la casa. E luego fue gran teniebra alli fecha ; z si por
mandado de Guiberto no dexara el cuchillo, perdieran se amos
alli. Este Guiberto fue despues de papa llarnado Siluestre. Quai
fin ouo o como murio, enla istoria martiniana se cuenta complidamente.

De Guiberto, nigrornantico, que despues fue papa Siluestre.
CAPITULO Cl,

So el imperio de Octo tercera, aiio de nouecientos z och_enta z
quatro fue fecho papa por el fauor &lt;leste emperador, ~uiberto,
natural de Guiana, grand filosofo z mayor negromant1co. _Este
Guiberto desde su niiiez fue monje enel rnonesterio de Flonaco,
z por engano del diablo salio dela claust_ra z fuese a Espaiia, ala
ciadad de Seuilla z alli estouo mucho t1empo. La quai en aquel
tiempo era de moros z alli vsaua de adeuina~io_nes y encantarnentos z; nigromancia. E tanto supo del quadnmo ~ dela~ artes
liberales que las torno a Francia, donde eran ya quasi perd1das z
oluidadas. Posaua este Guiberto en Seuil1a en casa de vn moro
filosofo, el quai tenia vn libro en que estauan tod~s las reglas z
figuras dela negromancia; el quai, como no lo pud1ese auer, ouo
allegamiento con la fija del moro z con la ayuda de_lla ?uo el
libro z;- fue se conel. E por temor de ser alcançado, lrn:o 1ura al
diablo delo seruir, si el moro no le alcançase. E ansi escapado
con la ayuda del diablo, llego a Francia i itlli publicame_nte touo
escuelas. E ouo por companero enla filosofia enel estud10 ~ ~ostantino, abad de sant Maxima, z al deuoto obispo. E por d1sc1~ulos ·a dos moços de alta generacion de Franôa. E Octo terc10,
que despues fue emperador, lo fizo arçobisp~ de Remes, enla
qual iglesia este Guiberto fizo por arte mecamca. vn rel~x muy
marauilloso. E despues este mismo emperador le luzo eleg1r papa.

De vn gran miraglo.
CAPITULO Cil.

Enel tiernpo de Enrique el segundo, afio del Serior de d.cccclvi, acaescio vn marauilloso miraglo. Ca coma vn clerigo la
RE//l/E HISPAN1Q l7E. C

39

�606

HER.' AN PERE7 DE GOZ.MAN

\1 \R DE l~TORI.\$

. d d"
1 mi sa ,·enieroo &lt;liez t ocho ombr ~
vigilia de nauida ixe~e a . '
li · 1es·a faziendo us
- quinze mugcres al ciment no de aqu a tg t , b
c..
•
ozes oturcorros,
cantando -z dançan do en ~andera . que con susllascn
s
1 reste . el quai les emb10 ez1r que, o ca
~auan ad p 11·M
'as ellos burlando del clerigo continuaron su
lu sen e a 1•
l&lt;l" · &lt;l lo
b I y el con grande cnojo coma ma IZlen o

~::t~•Pl::.•:·Dio~eq::/;;; ~°_.;:~d•~:•~i:'5; ~:::,d:1:
t .

0

Marau1llosa co , 9
• la lluuia ni el roc10
1 •
palabras del clerigo, q~e todo a~ue . ~no
sed los afligio, ni
ue obre eUos caya, m cansanc10 m am re Dl
q
.
i continuamente cantauan ë:
~us ropas ;;rt:iat:~~\::~:::nBerb no, arçobispo de a~uella
anç~un_n . ,.·mien
. do alli enla manera que el derigo
prou111crn
.. 1 los
li" ligo, el
los absoluio "Z trayendo los ante el altar, reconc1lto o a t.
De Bruno, thcotonico.

CAPIT LO CIII.

.
mil Y
o el impcrio de Ennqu"!_
quarro ' ~·1tio -del c1ior
l d de
Colania
.
Bruno 1or naaon teotom o c.. natura e
'
c1ent0 . e~s!
l 1.· ·as z chancillèr dela ygle. ia de Remes
varon pnmmuo en as l.Jenc1
d
fues e al yermo
t o de es udas dexando to as estas cosru '
• .
y ma r
' . d Carcuxa i institu '0 la de manie
y alli fundo el m~nesteno e . ·on Fue 3)'udador Y favorable a
d . estrecha vida y conuer ac1 .
. . b" .
e a az
. . 1[ .,.o de bienauenturada memona, o ispo
este sancto propos1r~ uo , 1 bito de mano del dicho Bruno,
de Granoble, el qua tomo e a
.
ue alli eran J:,
dando notable enxemplos a todos los monies q
. .d
a~i la orden de Cartuxa començo enel a1io dela encarnac1on e
mil i nouenta y sit'te aii.o .
De lerlin.

CAl'JTCLO CIJII.

Eod tiempo d I cmperador Theodosia d menor, foc en Bretana auido por muy abio Merlin, c pecialmente en dezir las
cosas qut: eran par Yenir. fate, scgun u madre afirmaua, fue
cngendrado de vn mal spiritu, que tomando form:t ,·mana dormia
conella. Este 1crlin dedaro muchas casas auenideras, t·spccialmcnte dixo que rn principe de Brera1ia, llamado Aurelio
Ambrosia, , enceria a Xorrigerio } rcynaria en Brl·ta1ia. Y despue que lo su edcria nel reyno su hcrmano \'terpadr:igon, ,
que amas moririan de ycrua. E que dt: pue &lt;lellos rcynari:t
rtur. El quai den us profecias i adcuinaciones llama el putrco
de Cornualla. Y que este rcpararia y rcstauraria la tribulacioncs
y mab dt: Bret:11ia. E muchas otras rnsas dixo, dclas qualc-. la
,·crdad mostro fa fin ddos fochos.
Del papa Lean.

CAPITt.:Lo c,·.

Enel ricmpo del empcrador Thcodosio fue c:I papa Leon el
primera hombre muy honrado y muy lt:trado y el qut:ntc y mucha sabio en declarar omelias. Quanta este sanro foc Yti1 z prouechoso, no solo ala yglcsia mas a roda Ytalia, sus obra lo declaran,
dela qu:1le alguna aqui poruernos. Ca entre infinitas obras de
ciencia y sanctidad suya, despues del destruymienro que lo ,·anJalo hizieron en Roma, renouo y reparo mucha yglesias de
edificios z guarnecio de ornamenro z va os que lo vandalos
dellas Ueuaron. Compuso mucha escrituras i muchas omelias,
y cscriuio muchas z &lt;liuers.1~ epistolas. Al t:mperador farciano,
do;,e epistolas. Al cmperador Leon, treze epistola . Al obispo
Fbmiano, cho epbtolas, colas quales confirma d concilio de

�.\1/\R DE JSTORIA

608

HERNAN PEREZ DE GUZMAN

Calcidonia. Desre papa Leon, segun algunos di:ten, fue notario
Prospero de Aquitania, yaron muy sabio z muy santo.

vn
, - libro, cnel quai muestra que c1 cuerpo y sangrc &lt;le nucstro
enor enel altar es \·erdadero z no t:n figura, como el dezia.
De sant Anselmo.

De Lanfranco.
CAPlT(.;LO C\'ll .

APITULO C\'l.

S&lt;.• cl imperio de Enrique quarto, eran cnla yglesia de
Dios muchos grandes y claros varones. Entre los quales principal
fue Laufraoco, natural de Lorobardia, dela ciudad de Pauia, ,•aron
muv cientifico. Este dexo su tierra y pasados los Alpes, fuesse a
Fr~cia , estouo algun tiempo enla ciudad de
z alli
touo escuela. Y despues inspirado todas las cosas ser mortales z
poco turables, tomo consejo ala salud de su anima, y acordo de
dexar todas las cosas y tenerlas en nada . E auido este acuerdo,
dexo las t:scuelas y fuesse al monesterio de Baco en
E alli tomo el abito dela santa religion y no seyendo conocido biuio luengo tiempo, pero en grande humildad. Pero como
la ciencia z \'Îrtud de tan grande varoo no se pudiesse ~ncelar, en
breue tiempo crecio su fama a todas partes, por lo quai Yinieroo
a su dotrina muchos dicipulos, entre los quales Anselmo de
Borgoiia, varon muy acabado en reli~on y en ciencia. El quai a
poco tiempo fue abad de aquel monesterio. Y despues, ayudando
a ello el ilustre z claro principe Guillermo, rey de Inglaterra, fue
arçobispo de Conturbel. Al suso dicho Làufranco em bio sus canas
Verengario, obispo de Torres, en ma~cra de libello, diziendo,
que la cucbaristia, que el sacerdote recibc eoel altar, que no era
yerdadera sangre de ouestro • e1ior. Por lo qual algunos ouieron
sospecha de Laufranco, diziendo qut: 1 faborecia la opinion del
dicho Verengario. Por la quai causa Laufranco fue a Roma i de
licencia del papa en presencia de todos declaro su opinion i su fe
en aquel articula, tiraodo i alimpiando de si aquella manzilla
que el rumor comun i los falsos dezjdores le auian puesto. E
despucs escriuio contra el dicho \'erengario en manera de dialogo

• Resplandt:cio e~este tiempo an Anselmo, por nacion bor"Onon.
Este alos qumzc
, • a trarar consiao
~
.
. . aiios de su ed ad comcni,;o
en
quai
manera
seruma
a
Dios
E
dexan&lt;lo
.
.
.
.:,
aF
·
·
·
su prop1a nerra, \'IOO
, ranc1a z fuesse al sancto varon Laufranco i hizose su dicipulo
]
:.
por flos .grandes a .unos z v1g1
· ·i·tas z gran contmuacion
.
·
delcomo d'
d' . estu io_ uesse su coerpo muy trabajado, ayudando a ello la
f rnma_ gracia, en aquel mesmo mones~erio en que Laufranco
u.e pnor, el se puso monje. Alli aprouecho e11 v1·da• v en c1cnc1a
. . ·
a~_n que m~)'. mancebo fuesse, sucedio a Laufranco ;nel oficio d;
~ wr. Esc:1~~0.estc s:nt~ dotor muchas obras proucchosas z de
l'lrande
ed
. que es
&lt;l I
d ifi1.:,1c1011. \ n li bro ' que intitulo d•·" s01·11oqu10
_e a ~e~ ad. Otro, dela concordia del libre aluedrio z del~ pr
c1a dmma i _del_a predestinacion. Otro, dcla cayda del di~:!~.
o_~r~, que se mmula: porque Dios fue hombre . Otro, del pecado
o1 igmal. Otro, dela encarnacion dela palabra de Dios. Or
d ·l
sacramento
del
alta
r.
Otro
del
a:âmo
Orro
dela
_ro,
d. ·
'
•,
·
,
~ orac1ones co
me _1tac1ones. _Otro, del gramatico. Otro, dclos probcrnios. Otro
&lt;le drnersas ep1stolas.
'
De Yldiberro.
C\JJITIJLO C\"111.

Eneste tiempo esclarecio Yldiberto, obispo de Ceno
ara d
bl
. d
manes,
n e z no e ven 6ca or z dictador · El qua i d"1xo
. en vn verso
c~tas pa~abras dela :iuda&lt;l de Roma : « 0 bien auenturada ciuda&lt;l !
'&gt;I carec1l·sse de sen ores o los se1îores della no careciessen de fo ».

t, .

�610

HERNA

PEREZ DE GUZMAN
. fAR DE I TORJA

6r I

Este obispo por la &lt;lefcnsion ùe su yglcsia sostouo muchas tribulaciones.
APIT LO

De Peralfon ·o.
CAPITü LO CJX.

Fuc eneste ùempo Pero Alfonso, que prim ro fue judio -z:
llama&lt;lo Mo,•ses, natural de Castilla · i dexo cl judaysmo i
conuertiose ;la fe Je Je. u 'Cristo. E de u conuer ion escriuio
\'Il libro de a ·1z polido cstilo, enel quai contra judios y moros
Jispuro a saz notoriamente. Enel comienço de su libro trato Jcla
manera de su conuersion, diziendo ansi : « Dios todo poderoso
me inspiro del spiritu anro i me trajo ala verdadera carrera,
tirando de mis ojos las nuues que los cobrian ; y entonce me
fueron manifiestas las clau tras delas profecias, t los ecretos
ddlas me fueron reuelados. E como por la misericordia de Dio
,·inie e al escelente grado dela santa fe por instinto z gracia dcla
misericordia diuina, luego me Jesnude cl manto dela falsedaJ z
recebi el baptismo enla iglesia de sma c.:nel nombre del padre
z; del hijo z; del spiritu sauto por su manos del venerable don
Esteuan, obi po de Osma, enel ai'io del 'cnor de mil c: ciento i
se · , dia de san Pèdro c: sant Pablo. E por reuerencia del glorioso apostol sant Pedro tome el nombre suyo por mi nom br .
E porque fue mi padrino espirirnal don . lfonso, glorioso emperador de Espai1a z me aco d la agrada fuente, tome el nombre
suyo por mi sobrenombre z an i me llaman Pedro Alfonso. E
como los judios, que antes me conocian i sabian ser letrado en los
libros dela ley z delo profetas, supiesen que auia reccbido la
ley delos cri tiano , cuydaron que yo lo auia focho partiendo de
mi toda verguença, menospreciara la ley de Dios. Otros dezian,
que porque no entendia bien los dicbos delos profetas; otros que
lo fiziera por vanagloria z porque veya que la gente delos cristianos ada dia crecia z yua adelante » .
De Pedro Damiano.

ex.

Pedro Damiano
· 1Florecio
· ·eneste riempo
.
• , moni·e, , .aron en
a z c1encia z dotnna mu r nonbrado. FI qua! J&gt;orque
n·
( · ·
.
•
,
a JO
z a as c1enc1as se pud1ese dar mas libremente, no podiendo sofrir los
ru :·d_os . eglares, dcxo l:J. carga del obispado, como quier que muy
suhc1ente a llo fuese. E desque enel monesterio estouo como er~1
mut letra~o t muy eloquente, compu o muchas obra; de mu'.
pol1do. esulo. El primero libro dela perfecion delos monge;.
Orro ltbro qu~ se llama gracioso contra los sirnoniaticos. Otro,
del menospr c10 del mundo. Orro, que se intitula : el nor sea
con busco. Otro libro al papa Leon delas cosrumbre dela ialt!sia.
~,tro, d la reg!~ delos ermiraiios. Otro, dela orden dela ,·ida del
j c.:rmo. Otro lt~ro de ermones de diuersos e tados. Otro Jibro
en manera
· .
. de d1alogo contra los 1't1dios · Otro , del·t"
•., na rrac1on
·
di rtlac1ones. Orro,
. delos l'.'asamienros
·
· · Otro , d la• d'1 purac1on
elas or;,s c:momc:1s. Orro, de reprehension contra vn obispo,
que tornaua , faz1a tornar los monges dela religion al mundo.
\'Il

Dela orden del tcmplo.
CAPITl"l..O CXI.

el imperio de
a,îo del ei1or de mil -z: ciènto z \·eynte, algunos nobles caualleros
, deuoro christia_no fi_zieron Y0to enlas mano del patriarca de
Jeru alem d~ eru1r a DJOs, œnunciando u propias ,·oluntades z
guardar cast1dad z obediencia. Emre los primeras z principales
fueron e tos: Hugo de Paganos -z: Graufedo de sancto Condenaro
alos quales el rey deJcrusalem dio posada z casa en su palacio a cerc~
del templo. Y el patriarca, en remission de sus pecados, le
mand~ que ~tarda _e~ t touicsen seguras las carreras, por do los
perearmo. ,·an a nsttar cl auto . epukro. Estouieron encl abito

�610

HERNA

PEREZ DE GUZMAN
. fAR DE I TORJA

6r I

Este obispo por la &lt;lefcnsion ùe su yglcsia sostouo muchas tribulaciones.
APIT LO

De Peralfon ·o.
CAPITü LO CJX.

Fuc eneste ùempo Pero Alfonso, que prim ro fue judio -z:
llama&lt;lo Mo,•ses, natural de Castilla · i dexo cl judaysmo i
conuertiose ;la fe Je Je. u 'Cristo. E de u conuer ion escriuio
\'Il libro de a ·1z polido cstilo, enel quai contra judios y moros
Jispuro a saz notoriamente. Enel comienço de su libro trato Jcla
manera de su conuersion, diziendo ansi : « Dios todo poderoso
me inspiro del spiritu anro i me trajo ala verdadera carrera,
tirando de mis ojos las nuues que los cobrian ; y entonce me
fueron manifiestas las clau tras delas profecias, t los ecretos
ddlas me fueron reuelados. E como por la misericordia de Dio
,·inie e al escelente grado dela santa fe por instinto z gracia dcla
misericordia diuina, luego me Jesnude cl manto dela falsedaJ z
recebi el baptismo enla iglesia de sma c.:nel nombre del padre
z; del hijo z; del spiritu sauto por su manos del venerable don
Esteuan, obi po de Osma, enel ai'io del 'cnor de mil c: ciento i
se · , dia de san Pèdro c: sant Pablo. E por reuerencia del glorioso apostol sant Pedro tome el nombre suyo por mi nom br .
E porque fue mi padrino espirirnal don . lfonso, glorioso emperador de Espai1a z me aco d la agrada fuente, tome el nombre
suyo por mi sobrenombre z an i me llaman Pedro Alfonso. E
como los judios, que antes me conocian i sabian ser letrado en los
libros dela ley z delo profetas, supiesen que auia reccbido la
ley delos cri tiano , cuydaron que yo lo auia focho partiendo de
mi toda verguença, menospreciara la ley de Dios. Otros dezian,
que porque no entendia bien los dicbos delos profetas; otros que
lo fiziera por vanagloria z porque veya que la gente delos cristianos ada dia crecia z yua adelante » .
De Pedro Damiano.

ex.

Pedro Damiano
· 1Florecio
· ·eneste riempo
.
• , moni·e, , .aron en
a z c1encia z dotnna mu r nonbrado. FI qua! J&gt;orque
n·
( · ·
.
•
,
a JO
z a as c1enc1as se pud1ese dar mas libremente, no podiendo sofrir los
ru :·d_os . eglares, dcxo l:J. carga del obispado, como quier que muy
suhc1ente a llo fuese. E desque enel monesterio estouo como er~1
mut letra~o t muy eloquente, compu o muchas obra; de mu'.
pol1do. esulo. El primero libro dela perfecion delos monge;.
Orro ltbro qu~ se llama gracioso contra los sirnoniaticos. Otro,
del menospr c10 del mundo. Orro, que se intitula : el nor sea
con busco. Otro libro al papa Leon delas cosrumbre dela ialt!sia.
~,tro, d la reg!~ delos ermiraiios. Otro, dela orden dela ,·ida del
j c.:rmo. Otro lt~ro de ermones de diuersos e tados. Otro Jibro
en manera
· .
. de d1alogo contra los 1't1dios · Otro , del·t"
•., na rrac1on
·
di rtlac1ones. Orro,
. delos l'.'asamienros
·
· · Otro , d la• d'1 purac1on
elas or;,s c:momc:1s. Orro, de reprehension contra vn obispo,
que tornaua , faz1a tornar los monges dela religion al mundo.
\'Il

Dela orden del tcmplo.
CAPITl"l..O CXI.

el imperio de
a,îo del ei1or de mil -z: ciènto z \·eynte, algunos nobles caualleros
, deuoro christia_no fi_zieron Y0to enlas mano del patriarca de
Jeru alem d~ eru1r a DJOs, œnunciando u propias ,·oluntades z
guardar cast1dad z obediencia. Emre los primeras z principales
fueron e tos: Hugo de Paganos -z: Graufedo de sancto Condenaro
alos quales el rey deJcrusalem dio posada z casa en su palacio a cerc~
del templo. Y el patriarca, en remission de sus pecados, le
mand~ que ~tarda _e~ t touicsen seguras las carreras, por do los
perearmo. ,·an a nsttar cl auto . epukro. Estouieron encl abito

�612

MAR DE L TORIAS

HERNAN PEREZ DE G ni.\ .'

st: glar nucue aiios, &lt;lespues que començaron e. t:t ,ida. Empero
Je pues enel noucno aiio enel concilia que se fir.o en Cretas por
el cardenal de Albana, legado del papa, qttc fue presidente en
aquel concilia, fue le dada regla z vn abito de color blanco. 'l
de alli començo d crccer el numero dellos. E dcspucs en ticmpo
del papa Eugenio pusieron enlos mantos cruzes coloradas. E
porque al principio morauan enlos portales delos remplos, fueron
11.imados freyles dela caualleria del remplo. Ouieron estas caualleros de Jesu Cristo muy buen comienço en . us fechos. Ca,
como dellos dize san Benito, jamas no estauan ociosos, e coma
delas !!Uerras auian algun vagar, porque no par cie se que comian
cl pan folgado, vsauan el exercicio delas armas. E no era entre
ellos recebida persona par mas noble, mas por mas ,·irtuosa. E
reprehendian los juegos dd axedrez 'l de tabbs. Aborrecian la
caça y el monte, pocaso ningunas vezescurauan de apo tamientos
de sus persona ni de ouarnicione , mas los cabellos mal peynados,
qua les salian de so la capellina, i: todo negro delas lorigas 'l delas
otras armas. Enlas batallas mas e armauan de dentro de si de
fe que de fuera de fierro. An i coma eola batalla entrauan coma
i par ellos fuera dicho aquello que es e5crito : « enor, aquello
aborre ci yo, que tu aborreciste &gt;&gt;, con tanta ardideza 'l fortaleza se lançauan entre lo enemigos dela fe, i tan sin temor como
si entre ouejas entraron. E an i por marauillosa z singular
manera vsauan de dos maneras contrarias de YÎrtudes: Enla paz
con sus cristianos, maosos coma corderas, y enla batalla con lo
moros, brauos coma leones. Ansi que nin les fallecia la mansedu robre delos manges, ni el e foerço delos caualleros. Pero despues ansi coma este glorioso principio fue lleno de virtudes, an i
de pues que fueron engro dos por grande abundancia de
riqueza · y ensanchados por las grandes rentas z patrimonios,
retraxeron se de aquel santo proposito i fue el fin della abominable z: lleno de toda maldicion.
Dela orden de Premostre.

CA PITl:ï.o

613

ex rI.

~ • o d imperio de Enrrique quinto, aî'io de mil z: &lt;liez v ictc

:m?s'. ouo co_mienço la ord n de Prcmostn,;, dda quai o;·dcn c:
r ltgwn f~c lundado~ el_ varon de Dias, • ·ombeno, d quai tue
delas_ partes de Lotonngrn natural , par u linage y eloquencia
z nquezas fue. muy amado de todos los ·principes. E
despucs, cnc nd1do del fuego diuinal, pospucsra i dc:xada
la ~ompa seglar, \'i tio s dela pobrc saya de Jesu Cristo
z dw .se ala predicacion con todo n.
c~ruor . E, pnmero
·
fecho d1~co_no , de pues or&lt;lenado s.1.cerdote, andouo por diuersas proumcia , hu cando algunos reliµ-iosos de onesta vida c: con
aquellos ordeno
regla nrny e~trecha i muv. aspera , tanto que
1 .
en a~ue ttempo no era ,·ista semblante della . E despues por
autondad del pap~ ay-untando consigo treze compaàero en
\'_n lugar, q~e es d1cho Premostraro, ·o la regla de sant Aoustm ' en ab1to de canonigos reglares comcnço a srruir a Dias
en grande feruor de spiriru.
De sant Bernardo.
C,P1Tu1.o ex 111.

Eneste tiempo rncsmo san Bernardo t.:11 cdad de v •nte z
dos ai10s con mas de trcynta compaiieros, dcxando el ~undo
tomo el abito dela orden de Ciste!, donde su santa conucr acio~
l: noble estu&lt;lio de religion fue marauillosa z gr:tnde.
De Ynon, obispo de Chan s.
C.\PITULO CXIITI.

Florecio enest~ edad Ynon, obi po de Chart s, cl quai
con ~u onesta \'Ida 'l santa dotrina no solo la prouincia de

�HERNAN PEREZ DE GUZMAN

MAR DE ISTORIAS

Chartes, mas a toda Francia alumbro z dia resplandor. El
guai entre otras obras copilo aquel volumen, que es llamado
el decreto de Ynon. A este sucedio enel obispado Gaufredo
par merecimientos de vida y de ciencia.

pues se mostro. Ca de poderoso principe enel siglo se hizo
enla orden de Cartuxa humilde sieruo de Jesu Cristo.

De Hugo de Santo Vitor.

Dela orden de Premoste z Ciste!.
C..\PITULO

CAPITULO CXV.

Resplandecio eneste tiempo el venerable Hugo de Santo
Victor de Paris, varan muy claro en ciencia y en religion,
canto sabio enlas artes liberales, que en su tiempo no vuo
segundo. El guai escriuio muchas libros z tratados, especialmente el libro delos sacramentos en dos volumenes, muy
necesario z prouechoso ala yglesia. La esplanacion dela genarcha de san Dionis, a peticion del rey san Luys de Francia, porque era muy escura. Delos escolares, cinco libros. Sobre el
eclesiastes, quinze omelias. Vn libro sobre las lamentaciones de
Geremias. Delas instimciones delos nouicios, vn libro. Del
arra de Noe, cinco libros. Del anima, vn libro. Dela virtud
dela oracion . Del auenimiento, vn libro.

cxnn.

So el imperio de Locario, a1îo de mil z .cxxxvij, las ordenes
de Premostre z de Cistel eran enel mundo assi como dos oliuas at:te el Sei10r, que con lumbre de predicar z grosura de
deuoc'.o~ alumbrauan la yglesia assi coma muy frutuosas Yides
de reltg10n lançauan sarmientos muy abundosamente. Era este
tiempo por cierto muy fermosa z muy clara la faz dela vglesia
cercada de diuersas ordenes. Dela vna parte, la orden de P;emosten, dela. otra, la ?rden de Ciste!. E dcla otra parte, los monjes
de Crumego. z sm estas auia de diuersas casas z ordenes de
monjas muchas, donde auia santas i muy deuotas muoeres
que bi~ien~o en co1_1tinencia z abstinencia, i pobreza so ~egl~
z obed1enc1a, encend1an el ferbor dela religion.
Dela orden de sant Juan.

De Theobaldo.
CAPITULO CXVI.

CAP1TULO CXIX.

Florecio eneste tiempo Theobaldo, conde de Campania en
Francia, padre delos huerfanos, juez delas viudas, mucho franco
en fazer limosnas a pobres y en edificar monesterios y muy
liberal en sostener pobres.

So el imperio de Fradrigue Barnarossa, a1îo de mil i cl, la
orden. del ospital de san Juan ouo enesta manera principio.
Enel uempo gue la santa ciudad de Jerusalem era en poder delos
moros, n~n fallecieron delas partes ocidentales personas gue
por deuoc10n z por causa de mercadurias visitaseu la casa sancta •
entre los quales de Malfa, que es ciudad de Pulla, leuando su~
mercadu_rias a aquellas partes de Oriente que antes non salian,
esp~cial mente ala Siria. Por lo guai, por los senores de aquella
reg1on fueron rnuy amados. E por gue gu:mdo ala casa sancra
venian, no auian casas ni posadas do estar ni detener se, en

De Guillem, conde.
CAPTTULO

Cli.Vll.

Rcsplandecio enesre tiempo Guillen, conde de Niuers, muy
famoso en justicia i bonestad, cuya deuocion marauillosa des-

�6r6

!-IERNAN PEREZ DE GUZMAN

tanto que sus merca&lt;lerias se despachauan.' ganaron de ca_lipha de
Egipto, que dentro dela ciudad en qualquier p~te _que qms1essen,
hedificasen vn oratorio. E assi fecho su repartuniento entre_ los
mercadantes fizieron ante la puerta del sepulcro vn orarono a
honor dela' bienauenturada Virgen, santa Maria. E po_rque la
edificaron los latines, llamaron la santa Maria del?s latinos. Y
esto ansi fecho, traxeron monjes z abad de s~ :1erra a aquel
·
E quando peleorinos
venian a v1s1tar los
saotos•
monesteno.
i:,
.
lugares, especialmente de aquellos que no tr_ayan viandas nt
dineras para comprar, dauan les alli lo que aU1an meneste:. E
fizieron en aquel monesterio vn altar a onor de san Juan_ Limosin, patriarca de Alexandria. cuyas piadosa~ obras z l1berales
limosnas cuenta la yglesia z contara para s1emp~e. E por tal
causa de todos los santos fue l\amado san Juan L1~osnero, que
quiere dezir misericordioso. E _to~nando al propos1to, es_re vencrable monesterio que assi cantanuo a todos se n:ost1au~, no
auian rentas ni posesiones algunas; mas los suso d1chos crndadanos de Malfa fazian entre si su repartimiento z co~ los qu~
alla pasauan, les enbiauan socorro para el mon_es,:eno z ans1
paso muches anos. E despues, quando plogo al Sen~r poderoso
de purgar la sancta tierra i ciudad del error z stmedad_ delos
infieles z restituyr la alos cristianos, hasta aques:e ttempo
estouo ass1· aq uel n1 onesterio · Y edificaron ass1. mesmo
vn monesterio de duenas a onor de santa Mana M_agdalena. E quando la ciudad amada de . Dios fue conqmstada
por los deuotos z nobles principes oc1dentales, era en aqucl
monest en·0 abad.,sa
" vna noble duefia romana Hamada
. Ynes,
.
·
J,Ynnos
anos
despues
que
la
santa
cmdad
fue
z aun blUlû a 5"'
,
•
.
.
d E asi de tan pequeno z pobre com1enço, crec1endo
0
•
l
0 ana a.
. 1·1can do as·1 e11 ·numero como en nquezas . a casa
y mu 1ttp
del dicho ospital, los freyles que enella eran, par_ttero~ se
. del su abad
de·1a obed.1encia
'
· E despues .por autondad
del papa fueron esentos dela juridicion del d,cho abad. Por
lo quai el patriarca de Jherusalem fue ala corte romana, 7: como

MAR DE ISTORIAS

6r7

alli conellos luengamente contendiesse, con poca reuerencia z
grande verguença suya se torno a Jerusalem. De todo el egremio delos cardcnales apenas se hallaron tres que siguiendo
a Jesu Cristo, quisiessen asu ministre ser faborables. z todos
los otros recibiendo clones y presentes, siguic:ron las vias de
Baalim, hijo de Boosor.
Quando fue ganada Jerusalem.

CAPlTVLO CXX.

La sancta ciudad de Jherusalem fue ganada por la gracia de
nuestro Senor por los principes ocidentales que pasaron enla conquista que se dize de vltramar, enel afio de mil z xciii. E despues assi ganada, de ygual consentimienro z concorde eleccion de ·
todos los principes z del pueblo fue elegido por rey enella el
noble z glorioso principe Godofre, duq ue de Lotoringia, natural
del reyno de Francia z dela prouincia de H.etnes, coude de!a ciudad de Bolo11a, fijo de Eustachio, conde de Bolofia. Su madre
ouo nombre Yda, hermana de Gudufre, duque de Lororingia. El
quai, como no ouiesse fijos, tomo por fijo a este Godufre, duque,
que despues fue duque enesta conquista c: rey de Jerusalem, z
dexole por su heredero. Fue este muy claro z muy excelente rey,
varon deuoto i religioso, clemente, justo, piadoso, de tardi:J. palabra, pero muy costante z firme en sus palabras, menos preciador
del rnundo, lo quai en aquella edad se falla en pocos caualleros,
honbre de grande oracion, muy amador de obras de piedad,
mucho gracioso z mesurado, muy liberal 7: franco, asaz alto de
cuerpo, robusto z fuerte. Los rnienbros bien pmporcionados, la
faz ooesta z vergonçosa, la barua z los cabellos rubios. Enel exercicio z vso delas armas z cnla arte dela caualleria al juyzio de
todos era muy singular cauallero; cuyas obras magnificas sienpre
fucron z son dinas de grande admiracion, ansi que fasta este nues-

�.\1AR DE l 'T RIAS

618

IIERNAN PEREZ DE G'VZMA .

tro riempo on grande loor t reuerencia las cuentan las ysrorias.
De 1mestro Ricardo,
CAP[TULO CXX[.

So el inp rio de Corrado, a110 de mil , ciento c: quarenra, Aorl!ciO el ,·enerable &lt;loctor maestro Ricardo, canonigo reglar &lt;lei
monesterio de sanro Yitor de Paris. El quai en diuersos libros i
tratados que hizo, escriuio mucha. cosas niles y prouecho as
obras a nuestra fe. Entre las quales escriuio dela trinidad, ocho
libro . Dela quai obra, al juyzio de muchos, ansi en fuertes y
prouabks razones como en dulçor z fermosura del cstilo, excedio
y paso a codos los que &lt;lesta materia ante del trataron. Y escriuio
~tro libros: \ no, de contemplacion. Otro, dclos patriarcas. Otro,
t!el suefio de Nabucodono. or. Otro, dela de. truycion de los males
t promocion delo buenos. Otro, del oficio dela yglesia. Otro, de
la sacrificacion de Abraham. Otro libre contra los judios sobre
aquella palabra: Ecce virgo concipiet. Escriuio alos nouios vn
libello de amonesracion. Otras obra a saz prouechosas.
Delos crejcs de Albi t de santo Domingo.
CAPITULO CXXII.

Enel aiio del eîior de mil i docientos z sicte, se començo a
predicar cruzada contra los erejes de Albi en las part s _de Tolosa.
E fueron alla enbiados doz abad~ dela orden de C,stel por el
papa Ynocencio tercio con I su legado. Fue cnesta lcgacion de las
parte de Espaiia don Diego, obispo cte sma, ,·aron de grande
s.1ntidad; z fue conel samo Domingo, padn: z fondador dcla orden
&lt;ldos predica&lt;lorcs. Fue 1.:. te bien auenturado santo Domingo na-

t~1r~l de Espa11a, &lt;lei obispado de Osma c: de vna villa que s &lt;licha
:-:alum:ga; z la madrc suya, ante que lo concibicse, ,·ido en ucnos, qu traya \'O perrillo que t oia cnla boca rna facha enc nJida. La quai sali&lt;la de su boca, alurnbraua todo cl mundo. E
\'~rdaderam~~tc la s_u predkacion assi ardio como fuego. a cl
,mo enel spmtu z vinud de Elia . . E como el aun focs e tan niüo
que lo non auian parrido del ama, much,1s vezes fue fallado
enla tierra, dexan&lt;lo la cama. E como ya comença e de aborrcccr
los delcytcs dela carne, queria mas acostar e cnla tierr:i. Ese •cndo
111.1s m.:cido, emb'.aron io su padn: y su madre a Palencia, que
cstonces ra studio gen ral, porque alli aprcndiesse bs artes libcrales. Començo I anto moço a entender diligentemente loque
leya porque pasase en coraçon ma licreramente alas ma ·ores
ciencias. Por &lt;liez ano · continuos no beuio vi □ o. E obre todos
los estudiantes Je su hedad aprendio las :ure liberalcs. Dcspues
con t~do ard_or se dio al.t theolo&lt; 1 1a, z con toda Jiligencia ·c &lt;lio
ala d1sputacioncs , qui tiones piritualcs. E d lcnan&lt;lo se mucho eola miel z &lt;lulçura ddlas, saco de aqudla fuc1~tc lo qm· despue en los coraçone · Jclos hombres derramo abundosamcmc.
De sant hancisco.

C.,\J&gt;ITULO CX.Xlll.

Resplandc..:io cnc!)tC mcsmo ticnpo el glorioso .:onfesor ~an
francisco, establecedor dela Jcuota ,. humilde orJen &lt;ldo fo1 ,·les menores., ,·aron marauillo o en ~-ida y en santidad. Començo
este glorioso santo el sù curso de bien bcuir so cl papa Ynocencio
tercio. Fue natural dela ciudad de Asis, del ,·aile de Espoleto, a
saz rico delos bienes temporales. Y. o del oficio dela mercadantia, z &lt;leleytauase enlas gaoancia z prouechos mundanale .
Todo s daua alo ncgocio t mporales. Ansi que ha ta los n!rnte
) cinco aiios d1.: su cdad andouo en la \·ida Je pcr&lt;licion, fosta, quc

�HER AN PER

Z

DE GUZMAN

la diuina gracia reparo enel z la &lt;liestra celestial le hizo mudar
la \'ida. Ca primeramente afligido por enferme&lt;lades, fue cosm.:IÏido a pensar y entendcr enlas contrarias obra que hasta alli
hazia. E por la gracia de Dio conualeciendo de aquella enfermcdad, el dedo d Dios lo conuirtio ala via de salud. Asi que luego
se començo a dar a a unos z vi 0 ilias, z las cosmmbre pa sadas
mudar las en mcjom, i contrarias maneras. E por con eio d1: vna
:nu · deuota persona, c sando dela mercantia, esrouo luengamente ascondido en vna cueua. z como el padrc lo bu case y n
la pudie se hallar, ala fin el e &lt;lemostro publicamentc. E \'Cyendo
los que antes le conocian assi alterado , mudado del primera
estado, z todo el gesto z la faz mudada, no juzgauan ala diuina
obra sino de locura z liuiandad. E despues &lt;leste tanto vmil
comienço, z despue de muchos santos actos su os, apartandosl.!
de todo punto del mundo, tomo vida de hennit:uio i a11si
començo, a ser pcrfecto enla carrera de Dios, que muchas prouocados z animad s por el su enxenplo, de. ando cl mundo, bolaron al esrado dda penitencia. Y el bien auenturado confcsor
renia ya seys conpai'h!ros. Y ansi estos dos \'arones santo Domingo i sant Franci co, a si como dos lunbrcras muy claras para
alunbrar cl mun&lt;lo que era en tiniebra , rcsplandecieron en \'11
tienpo. Cu ·a sucesion i gtneracion, multiplican&lt;lo en granÙt!
numcro, por enxenplo z por palabras alunbran c: esclareccn el
mundo.
Del abaJ Joachin.

C\Prn.: Lo cx.x1111.
Enel ana de mil i dozicntos c: quinze, fue el abad Joachin
en alabria abad del monesterio d Floriaco. Del quai se cuenta,
que como non oviese mucho apreodido ni cstado en estudio,
, nsi œ ibio de nuestro tior cl don z la gracia de la ynteligcn-

.\L\R

DE I TORIA

6

----------~==-------~21
cia
culas
santa &lt;.: ·crituras , que muy a bun do a z dara mente z
•
a
~~;~,;ra~1d~ eloqu~ncia Jedam·a las Jificultades c: obscuridades
. \ d1xo ll1ULhas co as delas que cran por wnir espccialmc_ntc dcd~r~111do d Apocalipsi, sobre el quai fizo mucb,1s dcclarac1ones. d1Z1cndo qu e f:a ra
. aquc 1 uempo
•
aluunas co ··1s cra11
cne l es·
d'd
• •
•
.· on i ~• que emonces cran Jeclaradasle' por· ç piritu
de
pr~fec1a. y as1 mesmo expuso enel Jheremia mud1as co as que
rocauan ala fc.
De santo Antonio de Padu:t.

CAPITLlJ.o cxx,·.

An~

del e'.'ior de mil z do7.ientos z treyma respl,tndecio aqud
11
marnu1
\
. que antes L!'a
li· d oso SJL'n·o de Dios' •·19 uc1 s.1nto ,.ntorno,
.una o Fernando, natural de l~paiia &lt;lcla ciudad d l . b
fraylc dcla or&lt;len de sant Fran·is-o
, . dl'o c:.1spuesto
on:i,
'- L , z fue . canomza
1
cne catalogo delos samos por el papa Gregorio.
De san Pedro, martir.

C\P:TL'LO CXX \ '.

Encl
·
. a110 Je mil z doz1entos
z quarenta 11orecio san Pedro,
marur, por generacion lonbardo, natural &lt;le Yerona fravle Jela
~:den del~s predicadores, varon anto mar;rnillo O en ,·i&lt;la c: c.:n
,mudcs. E_l qu;il, por treyma ;1110s qu&lt;.: biuio enla rdi"ion ansi
fue encend1do end amor dela fc que aparcjado .ila de{nsi~n d1:
cll_a z pelcando z pu?nando i:ontra los crueles aduer arios z cnem1gos d~lla, merec10 de auer la palma z triunfo del martirio.
Deo gracias.

�622

BERNA-:,: PEREZ DE GUZMAN

TABLES

Aqui se acaba el libro de Mar de ystorias
copilado por el noble cauallero Hernan Perez de Guzman.

DU TOME XX Vll!

Ernprimiose enla noble villa de Valladolid
por Diego de Gu miel.
Acabose a treynra dias del me de agosto.

Ai'io del na.cimiento de nuestro saluaJor Jesu Christo
de .M.D. xij. anos.

1.

TABLE PAR

.'UMÉRO 73. -

NUMÉROS

MAR

1913

Ludwig PFANDL. - Robert Southey und Sp:mien. Leben und Dichtung
eines englischen Romantikers unter dem EinRusse seiner Bezit!hungen
zur pyreniiischen Halbiosel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... . ...... .

NC 1.ÉRO 74. H.

l'ESEUX-RICH RD. -

JUI

191 3

Un romancier espagnol : M. Felipe Trigo. . .

317

11il\'fl!S

El serm6 de Sant Nicolau, publicat per Joaquim Miret y Sans.
Textès vulgars catalans de] segle XV, publicats per E. Moliné y Brasés..
Hcmao PEREZ DE GUZMAN. - Mar de istorias (Valladolid, 1 p:2) . . . .

li.

TABLE

PAR

NOMS

390
396
442

D'AUTEURS

Anony.mes
El scrm6 de S:1111 Nicolau, publicat pcr Joaquim Miret y Sans. . .. . ..
Textes vulgars catalans del seglc XV, publicats par E. Moliné y Brasés.

Miret y Sans (Joaquim)
Teicte. El senn6 de Sant Kicolau ................... . . .

390

396

�622

BERNA-:,: PEREZ DE GUZMAN

TABLES

Aqui se acaba el libro de Mar de ystorias
copilado por el noble cauallero Hernan Perez de Guzman.

DU TOME XX Vll!

Ernprimiose enla noble villa de Valladolid
por Diego de Gu miel.
Acabose a treynra dias del me de agosto.

Ai'io del na.cimiento de nuestro saluaJor Jesu Christo
de .M.D. xij. anos.

1.

TABLE PAR

.'UMÉRO 73. -

NUMÉROS

MAR

1913

Ludwig PFANDL. - Robert Southey und Sp:mien. Leben und Dichtung
eines englischen Romantikers unter dem EinRusse seiner Bezit!hungen
zur pyreniiischen Halbiosel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... . ...... .

NC 1.ÉRO 74. H.

l'ESEUX-RICH RD. -

JUI

191 3

Un romancier espagnol : M. Felipe Trigo. . .

317

11il\'fl!S

El serm6 de Sant Nicolau, publicat per Joaquim Miret y Sans.
Textès vulgars catalans de] segle XV, publicats per E. Moliné y Brasés..
Hcmao PEREZ DE GUZMAN. - Mar de istorias (Valladolid, 1 p:2) . . . .

li.

TABLE

PAR

NOMS

390
396
442

D'AUTEURS

Anony.mes
El scrm6 de S:1111 Nicolau, publicat pcr Joaquim Miret y Sans. . .. . ..
Textes vulgars catalans del seglc XV, publicats par E. Moliné y Brasés.

Miret y Sans (Joaquim)
Teicte. El senn6 de Sant Kicolau ................... . . .

390

396

�TABLES

Moliné y Brasés (E.)
1\~xtes. Textes vulg,tr .:.italans del segle \. \' .... . . .

Perez de Guzman (Hernan)
~far de i~torias (Valladolid, r 512)

.. . . . ··· · ··

4.p

Peseu-Richard (H. )
Co romancier e)pagool : M. Felipe Trige ... ..
Pfandl (Ludwig)

Rol&gt;ert Southey uud • panico. Lehen und Dichtung e111cs cngl1sche11
Romantikers noter dem EinAu se seim~r Bcziehungcn wr pyren,1ischc11
lfalbiosel. . . . . . . .. ..... . ........................ . . . . .. .

111.

PLAXCHES

HOR

Tl:XTE

Landkartc von p:iuien mit outhey's Reiserouren ..
Landk,me 1.urn Roderick-Ep&lt;.J) .....•.. . • • . . ...
,. Fdipe Trige.... . . . . . . .. . . . .. . ..
.. . .. . .... .
1. Ï· El nm6 de ant. 1icolau .. . ........ . . .... . . . . . . . ..
1.

2.

.l.BBli\'lLLH. -

IMPRIMl!l\lf J. PAILLAIIT,

ciX-~y
11.2-113

120-pt
;90-391

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              <text>Revue Hispanique, recueil consacré à l'étude des langues, des littératures et de l'histoire des pays castillans, catalans et portugais, 1913, Tomo 28, No 73-74</text>
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              <text>Foulché-Delbosc, R. (Raymond), 1864-1929, Director Fundador</text>
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              <text>El diseño y los contenidos de La hemeroteca Digital UANL están protegidos por la Ley de derechos de autor, Cap. III. De dominio público. Art. 152. Las obras del dominio público pueden ser libremente utilizadas por cualquier persona, con la sola restricción de respetar los derechos morales de los respectivos autores.</text>
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